Mein Outing gegen über meiner Mutter.
Mein Outing gegen über meiner Mutter. - # 2

Lebensplanung, Standorte
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Rosmarin
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 16 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Mi 4. Okt 2017, 07:02

DanaCD hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 21:31
Daher wegetiere ich seit monaten wieder einsam in meinem Kellerzimmer vor mich hin.
Das zu lesen, tut einem ja richtig weh, liebe Dana. Einen Rat habe ich leider nicht, inzwischen sollte sich deine Mutter eigentlich an die Situation gewöhnt haben und auf deine Signale mit Gesprächen reagieren. An deiner Stelle würde ich mich jetzt vermutlich nach einem realen Gesprächspartner umsehen, der dich auf Anhieb in diesem Bereich versteht, am besten jemanden, der ihn sogar teilt. Dann hast du echte Unterstützung und bekommst etwas Luft da unten!! Ich wünsche dir viel Glück und grüße dich herzlich, Rosmarin
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 17 im Thema

Beitrag von DanaCD » Mi 4. Okt 2017, 10:43

@ Badfeel Wenn ich mit meiner Mutter alleine Leben würde hätte ich es bestimmt schon so versucht wie du es mir empfohlen hast. Aber da ich mein Vater auch mit im Haus wohnt ist es nicht so einfach. er weis von nix und das ist auch besser so. Ehr ist noch ehr vom Alten schlag.

heike65

Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 18 im Thema

Beitrag von heike65 » Mi 4. Okt 2017, 21:13

Sorry, wir haben da wohl ein gänzlich anderes Verständnis.
Wir haben unseren Kindern immer gesagt sie können mit allem zu uns kommen, ob sie sich falsch behandelt fühlen, sorgen haben, schwul lesbisch oder was auch immer sind. Selbiges erwarte ich auch von meiner Mutter, sie hat da zwar ihre massiven Probleme mit, "Du läufst doch nicht so damit offen rum" "Ich dachte du lebst das nur in eurer Wohnung" "So kannst du doch nicht im Beruf auftreten" "Wie stellst du dir das alles vor" etc

Da bleibt nur eine Antwort: als Mädel erscheinen, so richtig mit allem was dazu gehört, Methode Dampfhammer, und wenn das nicht fruchtet den Kontakt vorläufig abbrechen. Du bist nicht das Problem, deine Eltern sind es !!!!
Zuletzt geändert von heike65 am Mi 4. Okt 2017, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.

Michelle_Engelhardt
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 19 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mi 4. Okt 2017, 21:25

Sehe ich auch so wie Heike. Dana, Mädel...Du bist 22, nicht 12. Sorry, wenn ich Dir das so vor den Latz knalle, aber denk mal drüber nach (moin)
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ChrisTina73
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 20 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Do 5. Okt 2017, 00:12

ich denke mit 22 ist es nicht so einfach, wenn man noch zuhause bei den Eltern wohnt. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Und als "Kellerkind" solltest Du schnell auf eigene Füsse kommen, auch wenn es schwer scheint. Ich würde mich mal nach einer Vertrauensperson in Deiner Nähe umschauen. Einfach mal dezent reinfühlen, ob es bei den "psychologischen" Jugendbetreuern/innen bei Dir im Umfeld eine/n gibt, bei dem Du Gehör findest und mal versuchen hier mit jüngeren in Kontakt zu kommen. Nach dem Motto, wie sich Deine Mutter verhällt, das wird sich schon von alleine regeln ist Dir nicht geholfen und sie verdrängt es nur.

Meine Mutter machts auch so und als ich ihr erzählte, das ich jetzt erstmal eine "Gesprächstherapeutin" gefunden habe, dachte sie erst dann werd ich wieder "normal" nur als ich dann erwähnte, das ich mir jetzt erstmal n neues Outfit zugelegt hab, weil ich natürlich da auch mal als "Frau" auftreten will, kam sie darauf nicht klar.

Na ja, ich zwinge meine Mutter nicht und brauch auch diesbzgl. nicht ihre Zustimmung. Mein Stiefvater weiß auch bescheid und er sagte, wenn ich mal drüber reden will, kann ich gern zu ihm kommen. Ist schonmal was ;) Ich wollte auch, das sie es ihm erzählt, während sie meinte es wäre nicht gut, aber letztendlich hat sich mein Gefühl bewahrheitet und wenn Du sagst, das Dein Vater erstmal besser nichts davon erfahren soll, dann lasse Dich nicht umstimmen. Du allein fühlst, was richtig und falsch für Dich ist.

Viel Kraft und Mut wünscht Dir erstmal

ChrisTina
Zuletzt geändert von ChrisTina73 am Do 5. Okt 2017, 00:24, insgesamt 1-mal geändert.
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

Rosmarin
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 21 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Do 5. Okt 2017, 00:14

Ein Eigenzitat:

"Jeder ist seines Glückes Schmied - aber nicht jeder hat Schmied gelernt."

Für die "Methode Dampfhammer" braucht man die entsprechende Konstitution und eine klare Vorstellung davon, was nach ihrer Anwendung voraussichtlich geschehen wird...

Da gibt es im Hintergrund ja wohl noch einen sehr kompromisslosen Vater, der eventuell auch auf Dampfhammermethoden schwört, und auch mit 22 Jahren ist die rein äußere Lebenssituation nicht unbedingt so gesichert, dass man jederzeit die Tür hinter sich zumachen könnte...

Die Situation von Dana ist total sch..., aber ich stelle mir vor, dass der für gereifte Erwachsene sicherlich richtige Rat, sich und seine Lebensart schlicht und einfach durchzusetzen, auch kontraproduktiv wirken kann, nach dem Motto - was ich als eben nicht durchsetzungsstarkes Kind gehasst habe - "Wehr dich doch!", das kann nicht jeder in der eigentlich angebrachten Weise: Zu dem Schmerz aus einer verletzenden Auseinandersetzung kam dann noch der Schmerz, offensichtlich ja immer alles falsch zu machen und nicht hinzukriegen, was doch alle anderen mühelos schaffen...

Den Rat von Heike, den Kontakt vorläufig abzubrechen, halte ich auch längst für angebracht nach so langer Zeit der Nichtkommunikation, vorausgesetzt, er lässt sich eben konkret umsetzen, wahrscheinlich wäre das dann längst passiert!?

Und absolut richtig finde ich ihre Schlussbemerkung, dass nicht du das Problem bist, liebe Dana, sondern deine Eltern.

Liebe Grüße,

Rosmarin
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Rosmarin
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 22 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Do 5. Okt 2017, 00:20

Da war ChrisTina mit ganz ähnlichen Überlegungen, vor allem aber auch eigenen Erfahrungen im Familienkreis, ein wenig schneller, sicherlich eine gute Hilfe in dieser Situation... Ich schließe mich ihren guten Wünschen gerne an. )))(:
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Sylvia50
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 23 im Thema

Beitrag von Sylvia50 » Do 5. Okt 2017, 00:36

DanaCD hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 21:31
Seit meinem letzten Post ist jetzt etwa ein 3/4 Jahr vergangen. Leider hat sich trotz mehrerer versuche ein gespräch mit meiner Mutter aufzubauen nichts mehr getan. Von ihrer Seite wollte sie nicht darüber reden und auf meine Versuche wollte sie wenig bis garnicht eingehen. Daher wegetiere ich seit monaten wieder einsam in meinem Kellerzimmer vor mich hin.
Und wenn Du dafür (für die Interaktion mit Deinen Eltern) professionelle Hilfe in Anspruch nimmst, wäre das eine Option?
Schöne Grüße nach Kassel. Hab da lange gewohnt, gearbeitet und gerockt....

LG Sylvia
Internet ist die offene Form der geschlossenen Anstalt (M. Deutschmann).

heike65

Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 24 im Thema

Beitrag von heike65 » Do 5. Okt 2017, 00:49

Ich spiel jetzt noch einmal des Teufels Advocat gegenüber deinen Eltern

Nehm professionelle Hilfe in Anspruch Anne-Mette kennt da sicherlich Anlaufstellen, ansonsten zieh die reissleine, Hartz4 und für dich dein leben in Ruhe zu ordnen erscheint mir sinnvoller wie das Leben als Kellerkind in der heilen Welt deiner Eltern

Conny-Andrea
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 25 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » Do 5. Okt 2017, 03:53

Rosmarin hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 00:14
Ein Eigenzitat:

"Jeder ist seines Glückes Schmied - aber nicht jeder hat Schmied gelernt."

Danke Rosmarin, den kannte ich noch nicht, werde ich mir aber unbedingt merken. (yes)

Liebe Grüße von Conny-Andrea

Michelle_Engelhardt
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 26 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Do 5. Okt 2017, 07:09

Rosmarin, Christina und Heike bringen es auf den Punkt. Es MUSS etwas geschehen. Bei so Begriffen wie Kellerzimmer und vegetieren bin ich echt bestürzt...das kann es doch nicht sein.

Alles Liebe
Michelle
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 27 im Thema

Beitrag von Anja » Do 5. Okt 2017, 09:54

Moinsen Dana,
Hallo an Alle,

also wenn ich das richtig verstehe, weiß Dana ja noch nicht genau, was sie eigentlich möchte. In Ihrem Profil lese ich CD, eventuell TS. Wie soll man jemand anderen etwas erklären, dessen man sich selbst noch nicht wirklich sicher ist?
Hinzu kommt, das Dana zu Hause bei ihren Eltern wohnt und nicht finanziell unabhängig ist.
Mit deiner Mutter kommst du nicht mehr so richtig ins Gespräch mit dem Thema... Sorry, das sind mir zu viele Schräubchen, an denen der Dampfhammer gleichzeitig drehen würde. In so einer Situation ist es immer schwierig, Tips zu geben, keiner außer dir steckt in deinen Schuhen.
Wie ich es machen würde:
Aufgrund der Informationen, die du bisher so preisgegeben hast, würde ich mich erstmal auf meine Mutter konzentrieren. Du hast mir ihr schon mal über das Thema gesprochen und es muss doch möglich sein, sie noch mal zu einem Gespräch zu bekommen. Wenn das eigene Kind ankommt und sagt, ich muss dringend mit dir sprechen, ich hab was auf dem Herzen, wird sich wohl keine Mutter abwenden...
Ich war selbst sehr unsicher, was ich bezüglich meines Vaters / Schwiegervaters unternehmen soll bzw. ich konnte mir garnicht vorstellen, mit ihnen über sowas zu sprechen. Sind halt ganze Kerle...
Da bin ich einfach den Umweg über ihre Partnerinnen gegangen. Ich habe meine Mutter und Schwiegermutter über mich aufgeklärt und sie anschließend gebeten, mit ihren Partnern darüber zu reden. Schließlich kennen sie ihre Männer am Besten.
Bei uns hat es funktioniert. Natürlich haben die Väter länger gebraucht um damit klar zu kommen, aber das ist ja scheinbar die Regel...

Wie gesagt, so würde ich es machen bzw. so habe ich es gemacht. Aber deine Situation kannst nur du einschätzen. Ein Dampfhammer kann auch viel kaputt machen...
Wie auch immer dein Weg aussieht, ich wünsche dir die Kraft dafür und viel Erfolg!

Grüße
die Anja
Zuletzt geändert von Anja am Do 5. Okt 2017, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
*staatlich geprüfte Frau*

Rosmarin
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 28 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Do 5. Okt 2017, 10:32

Liebe Dana,

jetzt ist ein "Mix" an Überlegungen zu deiner Situation zusammengekommen, der dir vielleicht doch eine Perspektive eröffnen kann?

An erster Stelle scheint mir zu stehen, dass du dir konkrete Hilfe holst, also nicht nur Rat hier im Forum: Beratungsstelle, Trans-Freundin in deinem Alter, jemand anderes, dem du vertraust in allem, was dich betrifft...

Professionelle Hilfe wäre deswegen ganz gut, damit du einen "Puffer" zu deinen Eltern bekommst, eine Art Vermittler, der eingreifen kann, wenn sich deine Situation zuspitzt, sei es durch deine Eltern (Verweigern von Kommunikation, grundsätzliches Ablehnen existenzieller Bereiche deiner Person) oder durch dich selber insofern, dass du immer mutloser wirst und trauriger, was nur zu verständlich und ganz "natürlich" wäre, aber ganz eigene Gefahren birgt.

Das Auftreten einer kompetenten Vertrauensperson, die also gar nicht unbedingt im Hintergrund mit dir zusammenwirken muss, könnte deinen Eltern schlagartig vor Augen führen, wie du dich in ihrer Gegenwart/ in eurem Zusammenleben fühlst, eventuell also allein das schon ein "heilsamer Schock" für sie sein, um sich dir zuzuwenden, und zwar nicht nur in den Bereichen, die IHNEN an dir wichtig sind.

ChrisTianes "auf eigene Füße kommen", innerlich und äußerlich, mit den Eltern oder auch ohne sie, ist in jedem Fall das eigentliche Ziel, das du halt nur - so schätze ich es im Moment ein - schwerlich ganz allein erreichen erreichen wirst: Du musst es dir gönnen, dich aufbauen zu lassen, die Leute rennen massenweise in die Fitness-Studios und finden nichts dabei, du musst dich halt an anderer Stelle aufbauen und stärken ;-)

Dann stehen dir wirkliche Alternativen offen, zur Not eben auch Heikes Perspektive einer dann nicht mehr nur vorübergehenden Trennung von den Eltern, sondern "Auszug in Hartz IV", wobei du wieder Hilfe und Unterstützung brauchen wirst, um alles zu bewältigen, auch emotional, was damit zusammenhängt (ich spreche aus Erfahrung, "Absturz in Hartz IV" von heute auf morgen, zusammen mit der jüngsten Tochter, nach einer Trennung der fünfköpfigen Familie von heute auf morgen).

Wie heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten (?):

"Etwas Besseres als den Tod finden wir allemal", nicht unbedingt etwas Besseres als ein Kellerloch, aber das soll dann wenigstens warm und gemütlich eingerichtet sein, es sollen Leute zu Besuch kommen und dich mit zu sich nehmen, du sollst einen schönen großen Spiegel darin haben und deine Schätze um dich herum ausbreiten dürfen undsoweiter....

Deine Offenheit hier im Forum zeigt mir ganz deutlich, dass du die Kraft finden wirst, mit ihrer Hilfe - denn du wirst sie stets brauchen - echte Hilfe in deiner Situation zu finden. Es gibt in Kassel hundertprozentig ganz tolle Leute, die sich auf dich freuen und nur darauf warten, dir beistehen zu dürfen!

Finde eine/n von denen! Und berichte gelegentlich davon! :-) ;-)

Alles Gute,

Rosmarin

PS: Anja ist noch dazugekommen mit eigenen Berichten und guten Überlegungen, ich denke, jetzt ist viel zusammengekommen, liebe Dana! ;-)
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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 29 im Thema

Beitrag von Joe95 » Do 5. Okt 2017, 14:04

Was mir auffällt ist das du, Dana, immer alleine da stehst und das wie etwas unnormales.
Hilfe, ja, auf jeden Fall. Professionel sollte sie auch sein.

Aber ich finde noch etwas anderes viel wichtiger.
Einen Ort, Menschen, wo du einfach nur normal sein kannst so wie du bist.
Ich find es doof immer nur zu diesem einen Zweck zusammen zu kommen, immer nur "das" Thema.
Ich denke du kannst viel Kraft tanken wenn Dana irgendwo ganz normal sein kann und das Thema vllt Musik, der Film im Kino oder sonstwas ist.
Ein Stammtisch, eine Selbsthilfegruppe oder, noch besser, ein paar Freunde...
Den Weg sehe ich vor mir, es wird Zeit für den einen oder anderen Schritt.

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Re: Mein Outing gegen über meiner Mutter.

Post 30 im Thema

Beitrag von DanaCD » Do 5. Okt 2017, 23:25

Danke für die vielen Ratschläge. mit so einer Resonanz habe ich überhaupt nicht gerechnet.
ich möchte nur noch mal kurz ein paar Sachen klären.

Finanziellunabhängig Ja, aber unsicherer job (Zeitarbeit)
Andere Ansprechpersonen Im Freundeskreis. Konten nichts für sich behalten und wollen anscheinend auch nicht weiter mit mir darüber sprechen. Zudem Hab ich aufgrund meiner bisherigen erfahrungen ein starkes Vertrauensproblem.
Kellerkind Bin vor etwa 2 jahren in den Keller gezogen damit ich Nachts schlafen konnte da mein Bruder mit seiner Damaligenfreundin bis morgns um 2 Bettsport betrieben hatte.

Wenn ich probleme hatte konnte ich bisher immer mit meiner Mutter sprechen.

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