Ursachenforschung
Ursachenforschung - # 5

Lebensplanung, Standorte
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DeniesundUlla
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Re: Ursachenforschung

Post 61 im Thema

Beitrag von DeniesundUlla » Di 6. Sep 2016, 09:41

Nun ja, spezifisch beschreibt es nicht wie man Geschlechterrollen durchbricht, sondern wie ich es generell sehe, mit Klischees umzugehen. In meinem Augen ist das unabhängig, um welches Klischee oder Rolle es sich handelt, wenn man nach den natürlichen Prinzipien handelt, die das Leben, die Natur bestimmt hat. Leider bekommt man dieses Wissen nicht in der Schule vermittelt.

Man wird von anderen gerne in eine Schublade gesteckt, kategorisiert und katalogisiert, damit der Verstand etwas hat, worauf er herumkauen kann und der Verstand braucht dies scheinbar auch, "um zu verstehen". Saint- Exupéry sagte schon "man sieht nur mit dem Herzen gut".

Mein Beispiel sollte nur darlegen, dass man selbst nicht so machtlos ist, wie man sich manchmal fühlt, sondern, dass man allein durch sein eigenes Verhalten etwas bewirken und ich es mit Erfahrung belegen kann, siehe Lann Hornscheidt.
viewtopic.php?f=49&t=12845
Lann bringt durch die eigene Entscheidung weder als Frau noch als Herr angesprochen zu werden, die Köpfe ganz schön zum Qualmen, wie man Lann als Mensch weiter anspricht.

Wenn man etwas verändert, dann ist das nicht nur ein Klischee alleine, sondern das beeinflusst alle und alles.

Hätte ich mich damit nicht schon vor Jahren auf den Weg gemacht, dann hätte mir das Erleben von Denies vielleicht mehr Probleme bereitet.

Danke Lina für deine Weitsicht.

Ja, dass ich eine hohe emotionale Intelligenz habe, bekam ich schon mehrfach zu hören.
Mir ist dies auch schon aufgefallen, dass Menschen, die wie z.B. mit Transhintergrund eine andere emotionale und geistige Reife entwickeln, denn man merkt intuitiv, dass man andere nicht bewerten, be-verurteilen kann, wenn man das selbst nicht erfahren möchte.
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.

DeniesundUlla
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Re: Ursachenforschung

Post 62 im Thema

Beitrag von DeniesundUlla » Di 6. Sep 2016, 12:21

P.S. Ich sehe auch nicht "normale Menschen" und "Menschen, die ein Problem mit ihrem Geschlecht haben", sondern ich sehe vielfältige Menschen, die individuelle Lebenswege zu sich selbst finden wollen.
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.

exuserin-2017-01-24

Re: Ursachenforschung

Post 63 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-24 » Di 10. Jan 2017, 16:06

Bei mir war es so, dass ich überwiegend von Frauen sozialisiert wurde. Bei meiner Oma und meiner Tante bin ich in jungen Jahren immer zur Obhut gewesen. Frauen waren immer gut zu mir, die Männer empfand ich wahrscheinlich eher unbewusst als launisch und aggressiv und haben sich eh nicht viel um mich gekümmert. Dazu kommt noch, dass mein Vater tendenziell eine Redneck-Mentalität hat (Witze und Abneigung gegen Schwule usw.) und auch so etwas streng war. Es war jetzt nicht so, dass ich richtig krass unter ihm gelitten hätte, aber das Gesamtpaket hat mich eher Distanz aufbauen lassen.
Im großen und ganzen der psychologische Klassiker, wie er auch im Film von Terrence Malick - Tree of Life dargestellt wird, wo Gnade und Umsorgung durch die Mutter und Naturgewalt und Aggression durch den Vater verkörpert wird.
Im fortschreitenden Alter ist mir immer mehr bewusst geworden, dass die Welt unter viel zu viel männlicher Energie leidet, die allgemein mit Zerstörung und Macht Assoziiert wird. Die männliche Dominanz in dieser Welt, stellt für mich eine wahnhafte Angst vor Kontrollverlust dar, die sich in der weltweiten Unterdrückung der Frau und deren Energie manifestiert. Wenn man das mal in Ruhe betrachtet, ist das ein wahrer Krieg, der da gegen die Frau geführt wird.
Das gesellschaftliche Bild von Mann empfinde ich als unendlich dumm und auch deswegen suche ich Zuflucht in der Weiblichkeit.
Das heißt jetzt nicht, dass ich Frauen blind vergöttere. Denn auch unter denen gibt es schlimme Früchtchen. Gerade die, die sich in stockholmscher Syndrom-Manier unbewusst mit dem männlichen identifizieren, wo nicht wenige Feministinnen von betroffen sind.
Es geht ja sowieso um mein persönliches Bild von Frau sein und was ich schön finde. Aber all das habe ich in meiner Entwicklung nicht von Männern mitbekommen.
Siegmund Freud hat ja den Penisneid der Frau postuliert. Ich bin mir sicher, dass es da auch ein Gegenstück für den Mann gibt. Wie die Frau ihn reizen kann und er seinen Trieben unterlegen ist. Vielleicht ist das ja für mich auch ein Thema. Erlebter Machtgewinn in der Frauenrolle, wer weiß?

Michelle_Engelhardt
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Re: Ursachenforschung

Post 64 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 2. Okt 2017, 06:59

Okay...das man schon als transidenter Mensch auf die Welt kommt, ist jetzt nicht so die große Neuigkeit. Ich denke auch, das es so ist. Allerdings habe ich auch daran geglaubt, das ein hormonelles Ungleichgewicht die Ursache wäre bzw. sein könnte. Bei mir z.b. sprachen ein eher klein ausgeprägtes Geschlechtsteil und ein nicht vorhandener (sichtbarer) Adamsapfel dafür. Offensichtlich ist dem aber nicht so...

https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... rleib.html

Der Artikel ist bereits 2 Jahre alt, aber bisher an mir vorbeigegangen. Vielleicht interessierts ja noch jemanden. Gefunden habe ich dazu noch nichts im Forum. Sollte es sich dennoch um einen Doppelpost handeln, dann sorry (moin)


LG
Michelle
We all stay skinny as we just won´t eat^^

MichiWell
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Re: Ursachenforschung

Post 65 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 2. Okt 2017, 11:29

Hallo Michelle,

das Hormonungleichgewicht bzw. einen Fehler im zeitlichen Ablauf scheint es schon zu geben. Aber dieser passiert wohl schon im Mutterleib. In wie weit sich das später fortsetzt, mag unterschiedlich sein, aber die Anlagen sind dann "vorbereitet". Sei froh, dass du nicht so starke "männliche Attribute" hast. Bei mir wurde mit Testosteron "nachgeholfen", weil ich wohl nach Meinung der Ärzte nicht schnell genug in die Pubertät kam. Das Ergebnis ist dementsprechend ausgefallen, so dass ich manches Mal echt heulen könnte.

Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

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Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Janine
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Re: Ursachenforschung

Post 66 im Thema

Beitrag von Janine » Mo 2. Okt 2017, 11:50

Hallo Martina,

erstmal danke für deinen interessanten Beitrag. Was du schreibst kann ich ganz gut nachvollziehen. Es bringt doch immer wieder etwas 'Licht ins Dunkel', wenn man sich Gedanken macht über die Ursachen und die Entstehung des eigenen Seins, wenn es vielleicht auch manchmal nur Spekulationen sind und die eigentliche Ursache nicht abschließend geklärt werden kann.

Ich für meinen Teil sehe stark die frühkindlichen Prägungen als starken Impuls für die eigenen Wünsche und das Verhalten an. Und diese resultieren nicht zuletzt von den Erwartungen der Eltern, die ja bereits vorhanden sind, wenn man lediglich als Wunsch und Gedanke existiert, d. h. noch nicht mal physisch am Werden ist. Wie ich im nachhinein erfahren habe wollte meine Mutter nach zwei Töchtern und einem Sohn eher noch ein Mädchen. Dass es dann doch wieder ein Junge geworden ist, war dann wohl eher enttäuschend, musste aber von ihr wohl leider so hingenommen werden. Mein Vater war wohl schon froh über einen weiteren Sohn, er hatte aber wenig mit Hausarbeit und der Pflege und Erziehung der Kinder zu tun, wie es wohl zu der Zeit so üblich war. Jetzt ist es natürlich schwierig den teils widerstrebenden Rollenerwartungen gerecht zu werden, und mir ist eigentlich erst nach dem Tod meiner Mutter vor ca. zwei Jahren etwas klarer geworden, dass sie lieber noch eine Tochter gehabt hatte, was ich natürlich nicht sein konnte. Auch meine zaghaften Versuche ab der Pubertät eher weiblich zu wirken (insbesondere durch lange Haare und ganz vorsichtig ein wenig als 'sexy' empfundene Kleidung) wurden durch sie vehement als unpassend und unmännlich verbal und energisch torpediert. War eine schwierige und nervenaufreibende Zeit :? . Naja, man muss bedenken, ich bin in einem Dorf groß geworden . So habe ich mich dann schließlich auf so ein Zwischending eingelassen, in dem 'weder ... noch', statt einem 'sowohl ... als auch'. So richtig als 'Mann' habe ich mich nie empfunden, aber auch nicht als 'Frau', es war also auch kein Grund da mich irgendwie zu 'outen', ich war ja eigentlich 'normal'. Was ich eigentlich damit sagen möchte, dass die Suche nach Ursachen für bestimmte eigene Wünsche und Erwartungen nie bei einem selbst enden sollten, sondern, dass die eigentlichen Ursachen in Zeiten zurückführen können, die überhaupt nichts mit einem selbst als Mensch zu tun haben, da man ja als körperliches und seelisches Individuum noch gar nicht existierte. Aber auch den Eltern und Geschwistern ist keinerlei Vorwurf zu machen, da auch sie in einem gewissen und oft nicht überschaubaren Spannungsfeld von Wünschen und Erwartungen leben (Familie, Gesellschaft, eigene unterbewusste Präferenzen usw.) leb(t)en.

Die Geschichte mit den ungeliebten Strumpfhosen bei Jungen, die einem zu einem 'Mädchen' machten, kenne ich auch noch sehr gut. Ich glaube, wie jeder Junge habe ich sie natürlich gehasst, weil sie doch sehr beschämend waren und sie auch noch zu klein waren und die meiste Zeit rutschten (ag) . Heute ziehe ich Strumpfhosen natürlich sehr gerne an, nicht zuletzt, weil mir einmal ein Arzt (vor nicht all zu langer Zeit) mal gesagt hat, dass ich Beine wie eine Frau habe, was ich bis dahin nicht gewusst und beachtet habe. Tja, und schöne und elegante Strumpfhosen und Stümpfe betonen das auch noch. Genauso wie kurze und mittellange Kleider und Röcke, die ich seither sehr gerne trage ... aber wer nicht in diesem Forum! (ki)

Liebe Grüße
Janine )))(:

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Re: Ursachenforschung

Post 67 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 4. Okt 2017, 09:57

Moinsen,

also wenns nach den Erwartungen der Eltern ginge oder die irgendeinen Einfluss hätten, dann hätte es eher meinen kleinen Bruder erwischen müssen. Ich bin der Wunschsohn :lol: meiner Eltern (gewesen). Mein Bruder sollte eigentlich das Mädchen werden...
Naja, nun hab ich das mal übernommen.

Grüße
die Anja
WER WILL FINDET WEGE. WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE.

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Re: Ursachenforschung

Post 68 im Thema

Beitrag von Beatrix » Sa 7. Okt 2017, 00:03

@Anja
Kommt mir bekannt vor: Geplant als Mädchen, geboren als Junge (chromosomal irgendwas dazwischen)

LG
Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"

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Re: Ursachenforschung

Post 69 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 7. Okt 2017, 14:59

MichiWell hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 11:29
Hallo Michelle,

das Hormonungleichgewicht bzw. einen Fehler im zeitlichen Ablauf scheint es schon zu geben. Aber dieser passiert wohl schon im Mutterleib. In wie weit sich das später fortsetzt, mag unterschiedlich sein, aber die Anlagen sind dann "vorbereitet". Sei froh, dass du nicht so starke "männliche Attribute" hast. Bei mir wurde mit Testosteron "nachgeholfen", weil ich wohl nach Meinung der Ärzte nicht schnell genug in die Pubertät kam. Das Ergebnis ist dementsprechend ausgefallen, so dass ich manches Mal echt heulen könnte.

Liebe Grüße
Michi
Verständlich - auch verrückt so was zu tun. Ich habe offensichtlich Glück gehabt, dass ich in einer Familie aufgewachsen ist, wo man nicht ständig zum Arzt rennt.
Scheint es bei dir auch - wenn du z.B. mit anderen in der Verwandtschaft vertleichst. etwas an der Körpergröße insgesamt bewirkt zu haben?

MichiWell
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Re: Ursachenforschung

Post 70 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 7. Okt 2017, 16:15

Lina hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 14:59
Ich habe offensichtlich Glück gehabt, dass ich in einer Familie aufgewachsen ist, wo man nicht ständig zum Arzt rennt.
In meiner Familie "rennt" man nicht ständig zum Arzt. Ich frage mich, warum du gleich mit derlei Unterstellungen um die Ecke kommst. Da könnte ich dir im Gegenzug unterstellen, dass dir wenig an deinen Kindern liegt, sofern du überhaupt welche hast. :roll:

Hast du schon mal was von Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern (U1-11) und Jugendlichen (J1+2) gehört? Das gab es zu meiner Zeit auch schon in vergleichbarer Form, zudem vielleicht noch straffer organisiert und durchgesetzt. Da wurde dann wohl auch ziemlich Druck gemacht, wenn die Götter in Weiß irgendwelche "Behandlungsvorschläge" machten.

Ich weiß nicht, ob sich meine Eltern noch genau daran erinnern können, wenn ich sie fragen würde. Sie sind auch schon ziemlich alt, und ich will sie nicht mit Schuldvorwürfen für etwas belasten, woran sie eh nichts mehr ändern können.
Lina hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 14:59
Scheint es bei dir auch - wenn du z.B. mit anderen in der Verwandtschaft vertleichst. etwas an der Körpergröße insgesamt bewirkt zu haben?
Bzgl. Körpergröße bin ich innerhalb der Familie/Verwandshaft "ganz normal" geworden. "Nur" Bart und Körperbehaarung ist noch mehr als bei meinem Vater und meinen Großvätern, dafür recht dünn auf dem Kopf, wogegen mein Sohn nur spärlichen "Bewuchs" hat, aber vergleichsweise kräftiges Haupthaar. Er kam auch relativ spät in die Pubertät, scheint also in unserer Familie "normal" zu sein.
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Re: Ursachenforschung

Post 71 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 7. Okt 2017, 16:31

MichiWell hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 16:15
Lina hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 14:59
Ich habe offensichtlich Glück gehabt, dass ich in einer Familie aufgewachsen ist, wo man nicht ständig zum Arzt rennt.
In meiner Familie "rennt" man nicht ständig zum Arzt. Ich frage mich, warum du gleich mit derlei Unterstellungen um die Ecke kommst. Da könnte ich dir im Gegenzug unterstellen, dass dir wenig an deinen Kindern liegt, sofern du überhaupt welche hast. :roll:

Hast du schon mal was von Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern (U1-11) und Jugendlichen (J1+2) gehört? Das gab es zu meiner Zeit auch schon in vergleichbarer Form, zudem vielleicht noch straffer organisiert und durchgesetzt. Da wurde dann wohl auch ziemlich Druck gemacht, wenn die Götter in Weiß irgendwelche "Behandlungsvorschläge" machten.

Ich weiß nicht, ob sich meine Eltern noch genau daran erinnern können, wenn ich sie fragen würde. Sie sind auch schon ziemlich alt, und ich will sie nicht mit Schuldvorwürfen für etwas belasten, woran sie eh nichts mehr ändern können.
Lina hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 14:59
Scheint es bei dir auch - wenn du z.B. mit anderen in der Verwandtschaft vertleichst. etwas an der Körpergröße insgesamt bewirkt zu haben?
Bzgl. Körpergröße bin ich innerhalb der Familie/Verwandshaft "ganz normal" geworden. "Nur" Bart und Körperbehaarung ist noch mehr als bei meinem Vater und meinen Großvätern, dafür recht dünn auf dem Kopf, wogegen mein Sohn nur spärlichen "Bewuchs" hat, aber vergleichsweise kräftiges Haupthaar. Er kam auch relativ spät in die Pubertät, scheint also in unserer Familie "normal" zu sein.
Ach sorry - bist du in der Laune heute. Vielleicht habe ich es so gemeint: Eltern kommen nicht einfach von selbst ihr Kind Hormone zu geben. Da ist immer ein Arzt beteiligt. Manchmal kommt der Arzt selber auf die Idee zu einer Behandlung und überredet die Eltern, auch wenn es eine an sich unnötige Behandlung. Je öfter man zum Arzt geht, je größer das Risiko, dass so was vorkommt. Insbesondere, wenn man evtl. nur zum Arzt zum einem Check-Up geht oder warum auch immer. Zu einigen Untersuchungen wird man einfach gedrängt - da habe ich schon "interessante" Aussagen von ÄrztInnen erlebt.

Habe ich übrigens was über dich gesagt? Ich habe ganz freundlich eine Frage gestellt. Dann habe ich etwas über die Gewohnheiten in meiner Familie gesagt. Nur über mich. Wenn du das absolut als Unterstellung gegen dich verstehen willst, dann schreib bitte eine Warnung als Footer unter deine Posts - so was wie: "Jegliche Antwort zu meinen Posts egal wie gemeint werden ggf. als persönlichen Angriff behandelt, wenn ich zufällgerweise in entsprechender Laune bin."

Dann weiß man, dass man keine Zeit damit verschwenden sollte.

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Re: Ursachenforschung

Post 72 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 8. Okt 2017, 00:02

Lina hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 16:31
Ach sorry - bist du in der Laune heute. Vielleicht habe ich es so gemeint: Eltern kommen nicht einfach von selbst ihr Kind Hormone zu geben.
Warum fragst du nicht einfach, wie es dazu kam, dass ich Hormone bekam?!
Das finde ich tausendmal besser, als mit der indirekten Unterstellung um die Ecke zu kommen,
dass meine Eltern mit mir wohl zu oft zum Arzt gerannt sind.
Lina hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 16:31
Ich habe ganz freundlich eine Frage gestellt.
Gefragt hattest du nur nach meiner Körpergröße.
Die Frage war auch völlig ok so, und ich habe sie dir ohne Umschweife beantwortet.

Wie du daran sehen kannst, hat das mit Laune wenig bis nichts zu tun.
Es ist die Art und Weise, wie du kommunizierst.
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@ Julia
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Re: Ursachenforschung

Post 73 im Thema

Beitrag von @ Julia » Mo 16. Okt 2017, 19:27

Hm, mögliche Ursache -
Als Kleinkind trug ich oft die zu klein gewordenen Sachen meiner Kusinen, dann wurde noch gesagt ich sei zu schön für einen Jungen (Was mir zu der Zeit überhaupt nicht gefiel), dann spielte ich lieber mit Mädchen (Vaterbild verkorkst), wollte meiner Mutter und den beiden Stiefmüttern zeigen, daß ich eine von ihnen bin, fühle mich jetzt zerrissen zwischen kognitiven und sexuellen Interessen die ich in unserer Gesellschaft als männlich bezeichnet wird, zu dem emotionalen So Sein, bei dem ich denke: Ich bin mit dem männlichen Einstellungen irgendwie auf dem falschen Dampfer, ich lebe sie gerne, fühle mich jedoch eingeengt, da ich mich durch sie nicht repräsentiert fühle.
So, Ursache und Wirkung in nur einem Satz dargestellt – Klasse, wa?

@ Julia
Wir werden weiblich oder männlich geboren, zu Mann und Frau erst gemacht. Julia

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