Bürger in Uniform
Bürger in Uniform - # 7

Lebensplanung, Standorte
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Ward ihr "Bürger in Uniform"?

Heer
45
31%
Luftwaffe
11
8%
Marine
10
7%
Sonstige
13
9%
Nein
65
45%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 144

Svetlana L
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Re: Bürger in Uniform

Post 91 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Sa 30. Jul 2016, 13:57

Doreen hat geschrieben:Ist das verkehrt, gibts da Unterschiede?
Nö, in meinen Augen nicht. Ein*e jede*r stelle sich da hin, wo er*sie am besten für die Gemeinschaft tätig sein kann. Eine Gesellschaft braucht schließlich nicht nur Soldat*innen.

Bei mir waren es vier Jahre Feldjäger, zuletzt als StUffz und Streifenführer. Freiwillig natürlich, denn Berlin war ja bei der Wehrpflicht außen vor. Ich habe immer gesagt, dass das der Ausgleich für die vielen Männer ist, die nach Berlin kamen, um der Wehrpflicht zu entgehen. Und so wenige Berliner waren wir damals gar nicht beim Bund; auf dem Uffz-Lehrgang in Sonthofen hatten wir sogar eine dreiköpfige Fahrgemeinschaft.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Simone 65
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Re: Bürger in Uniform

Post 92 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Sa 30. Jul 2016, 14:24

Wäre ich an die innerdeutsche Grenze versetzt , ich hätte Schiessen müssen. Hätte ich geschossen? Ich weiss nicht. Ich glaube ja. Mit meinen heurigen Wissen , weiss ich es wäre falsch. Ich war damals 18 Jahre alt , ich wusste es nicht besser.. Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

Doreen
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Re: Bürger in Uniform

Post 93 im Thema

Beitrag von Doreen » Sa 30. Jul 2016, 14:33

War ja bei allen im Grunde so, wer wollte schon Befehlsverweigerer sein? Wurde ja auch bestraft.

LG Doreen

Magdalena
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Re: Bürger in Uniform

Post 94 im Thema

Beitrag von Magdalena » Sa 30. Jul 2016, 16:29

Hallo,

Simone beschreibt die Situation, in der ich mich befand. Deutschland ein geteiltes Land. Dazu die Propaganda der DDR-Führung. Befehle wurden ausgeführt, und nicht erst ausdiskutiert. Heute bin ich froh nicht in die Situation des Anwendens der Schusswaffe gekommen zu sein. Sicher wäre ich daran zerbrochen, wenn ich einem Menschen das Leben und sein Recht in Freiheit zu leben genommen hätte. Die Freiheit in der ich heute lebe.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

ManjaV.
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Re: Bürger in Uniform

Post 95 im Thema

Beitrag von ManjaV. » So 14. Aug 2016, 11:36

Hallo Doreen. Haste jut jemacht. Auf alle Fälle besser als in die Luft zu ballern... (sinnvoll oder sinnlos...) Frei nach dem Motto: Mittendrin, statt nur dabei.

LG Manja
Manja als CD-light-Version und nichmehr verirrt...

Das man älter geworden ist, merkt man daran, dass die Monster unter deinem Bett in den Briefkasten umgezogen sind!

Explorer
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Re: Bürger in Uniform

Post 96 im Thema

Beitrag von Explorer » So 14. Aug 2016, 12:21

Ich habe den Kriegsdienst verweigert - was natürlich nicht heißt, ich sei nie "Bürger in Uniform" gewesen. Zu meiner Zeit gab es so einen Schmarrn wie die Gewissensprüfung zum Glück nicht mehr, mir reichen die Geschichten die ich gehört hab. ;)

Ich habe Zivildienst gemacht, in einer karitativen Einrichtung nominell als "Hausmeister", de facto eher als Mädchen für alles.
Zugegenermaßen ist mein Nickname etwas unpersönlich. Ihr könnt mich auch Sara nennen.

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Re: Bürger in Uniform

Post 97 im Thema

Beitrag von Dwt-Lilo-SL » Di 23. Aug 2016, 08:41

Guten Morgen Mädels, Bürgerinnen
auch ich habe meine Zeit beim B U N D verbracht 1988 - 1992
Davon auch 3 Monate >USA
50 Monate bei der Luftwaffe Flarak-Dienst HAWK zuletzt als Stuffz
Habe damals zum XX ten Mal meine Wäsche wider angeschafft, (mehrmals weg geschmissen vorher).
Und auf der Heimreise bzw. zur Dienststelle im Auto getragen (Rock, Schuhe ober- u Unterbekleidung.
bei knapp 5 Stunden Fahrt ein schönes Erlebnis(NRW - SH knapp 595 km )
Im Dienst alles ausgeblendet weil Zwei-Mann Zimmer
glg jetzt wider im Norden
von Lilo
Seufzer gleiten die Seiten des Herbstes entlang,
Treffen mein Herz mit einem Schmerz dumpf und bang

Anne-Mette
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Re: Bürger in Uniform

Post 98 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 23. Aug 2016, 08:48

Moin,

auch wenn Du nicht mehr "Bürger in Uniform" bist: schön, Lilo, dass Du wieder öfter "reinschaust" )))(:

Schönen Tag und herzliche Grüße
Anne-Mette

Angelika
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Re: Bürger in Uniform

Post 99 im Thema

Beitrag von Angelika » Sa 15. Okt 2016, 12:14

Angelika hat geschrieben:Ich bekam natürlich auch als ich so um die 17 Jahre alt war meine Einladung zur Musterung und wurde dann erstmal wegen Ausbildung zurückgestellt. Da damals mit 27 die letzte Möglichkeit war, doch noch eingezogen zu werden, kam kurz davor aus heiterem Himmel ein Stellungsbefehl als Panzergrenadier.
In dieser Zeit war ich schon voll in meiner Frauenrolle und konnte mir ein Leben als Mann schon garnicht mehr vorstellen. In mir brach Panik aus. Ich zum Bund, unvorstellbar! Also was tun?
Ich habe sicherheitshalber erstmal meine Verweigerung eingereicht und einen Nachmusterungstermin beantragt.
Der kam dann auch sehr schnell. Das war in den 70 er Jahren, da hatte ich schon längst mein sogenanntes Comiing Out hinter mir. Ich bin dann auch im für mich damals üblichen Outfit, zwar in Hose, aber ansonsten voll als Frau gestylt dahingegangen.
Habe dann da gesessen und gewartet. Zwischendurch kam dann auch öfter jemand, der mich aufforderte mich doch schon mal auszuziehen. Stehe sexuell nicht auf Männer, dennoch war meine Antwort bzw. Frage: mit leicht süßlichen Tonfall. Wie, vor all den Männern?
Die Antwort von demjenigen war dann nur ein kurzes: komischer Vogel. Nun denn damit konnte ich durchaus Leben.
Natürlich habe ich mich da nicht vor den Anderen ausgezogen. Dann endlich im Untersuchumgszimmer habe ich erstmal verlangt mit einem Phsychologen zu sprechen, was dann auch geschah und ich ihm meine Situation erklären konnte. Offensichtlich hat hat er das wohl verstanden und ich habe noch bevor ich gehen konnte, erfahren, dass ich Ersatzreserve 4 bin und somit ausgemustert wäre. Das wars. Ich habe auch nie mehr was von denen gehört und war darüber glücklich und zufrieden.
Hätten die mich damals trotzdem eingezogen, wäre ich auch in Frauenkleider, auch im Rock, mit dem sogenannten Sammeltransport so dahin gefahren.
Ich wollte mich unter keinen Umständen kleinkriegen lassen. Ein Leben ohne Frauenkleider war für mich damals undenkbar. Das wäre sicherlich nicht einfach geworden und ich hatte selbst überhaupt keine Vorstellung, wie das alles überhaupt hätte gehen sollen, aber ich war zu allem bereit.
So, das war meine Erfahrung mit der Bundeswehr. Nicht besonders viel, aber mir hat das schon gereicht.

Anne-Mette
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Re: Bürger in Uniform

Post 100 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 15. Okt 2016, 13:20

@Angelika

Warum wird der Beitrag als Zitat gepostet?

Gruß
Anne-Mette

Emma T
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Re: Bürger in Uniform

Post 101 im Thema

Beitrag von Emma T » Sa 15. Okt 2016, 13:24

Lang, lang ist's her... ;)

Eigentlich hatte ich vor damals meinen Grundwehrdienst zu leisten und mich danach evtl. sogar zu verpflichten. (Mit dem heutigen Wissen würde ich es anders machen)

Allerdings hatte ich rund sechs Wochen vor dem "Dienstantritt" einen Motorradunfall, der mich erstmal für rund ein Jahr ausser Gefecht gesetzt hat. Danach folgte eine erneute Musterung mit dem Ergebnis T5 und das Thema hatte sich somit von allein erledigt.

Natascha

Re: Bürger in Uniform

Post 102 im Thema

Beitrag von Natascha » Sa 15. Okt 2016, 15:35

Ich war nie bei der Bundeswehr. Ich bin zwar brav dem Musterungsbefehl gefolgt, aber die haben wohl schon damals gesehen dass ich da ned reinpassen würde. Auf jeden Fall haben die mich alle so komisch angeschaut immer. Na ja, dann hab ich noch den Test an Deren antiken Computern verbockt (unabsichtlich) und die meinten dann nur "Wir melden uns bei Ihnen". Taten sie auch. Und erklärten mir dann schriftlich dass mein Dienst nicht benötigt werde, ohne weitere Begründung. Ich hab also weder Zivildienst noch "an der Waffe" verrichten müssen. Und das ohne zu verweigern. ^^ Na ja, wie gesagt ich denk dass die schon damals eher dachten "Ach, laßt das Mädel laufen...".

Liliana
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Re: Bürger in Uniform

Post 103 im Thema

Beitrag von Liliana » Sa 15. Okt 2016, 17:20

Hi,
Ich war 2007/2008 bei der Marine. Es war eine interessante aber auch durch aus eine stressige Zeit. Es gab aber auch schöne Momente :) unter anderen Karrierebedingungen wäre ich evtl auch dort geblieben. Ich bin insgesamt aber glücklich darüber das ich bei der Marine war. Meine weibliche Seite habe ich damals aber leider sehr stark verdrängt.

Liebe grüße
Liliana

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Re: Bürger in Uniform

Post 104 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Sa 15. Okt 2016, 17:26

Seit 1990 schreibe ich Bund wieder mit "T" am Ende. Ich gehörte zu den ersten W12ern, während meiner Dienstzeit wurde der Wehrdienst vo 15 auf 12 Monate reduziert = Riesenparty :-)

Insgesamt war es eine schöne Zeit...wenig Arbeit und den LKW-Führerschein for free! Einzig die wöchentlichen Zugfahrten vom Ruhrgebiet ins beschauliche Boostedt nervten gewaltig.

Wer Boostedt kennt, lacht über Vietnam, sagten wir damals :-)
Vorspeise Rindatata...ich bin Feinschmecka^^

maia
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Re: Bürger in Uniform

Post 105 im Thema

Beitrag von maia » Sa 15. Okt 2016, 19:15

Hallo Miteinander,

ich war bei der Marine, obwohl, außer bei einer Besichtigung im Hafen habe ich nie ein Schiff von innen gesehen. Wir waren die Marineflieger (Hubschrauber) und ich gehörte zum technischen Bodenpersonal. Eigentlich ein ganz geruhsamer Job. "Landgang" gab es mehr als reichlich und dabei wurde ganz schön "Heuer" verbraten. Meine Waffe habe ich nach der Zeit wieder im Originalzustand abgegeben - "Ladenneu" ohne einen Schuß! Beim jährlichen Schießtraining konnte ich mich immer als Minitionsausgeber/Schreiber "abgeseilen". Eigentlich in der Mehrzahl positive Erinnerungen.

Maia

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