Das erste Mal
Das erste Mal - # 37

Lebensplanung, Standorte
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Lisa-Weber
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Re: Das erste Mal

Post 541 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » So 10. Nov 2019, 18:03

Liebe Celine,
auch ich mache mir Sorgen.
Es geht nicht darum was du schreibest oder wie du es schreibst.
Es geht um das was du verdrängst oder vergessen zu versuchst.
Ich weiß das du deine Frau liebst und du Angst hast sie zu verlieren.
Wo sind die Worte für deine Frau?
Du musst dich bestimmten Dingen stellen - sonst werden sie dich überrollen.

Liebe Grüße Lisa

PS: Du kannst mich jederzeit erreichen
Liebe geben und offen sein für neues..

Bea Magdalena
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Re: Das erste Mal

Post 542 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena » So 10. Nov 2019, 19:06

Liebe Céline,

sry, Dich nachdenklich machen oder betroffen machen war ganz bestimmt nicht meine Absicht. Mach Dir bitte wegen meiner Gedanken nicht noch zusätzlich einen Kopf ❣
Wenn es Dir weiterhilft, Deine Sorgen und Gedanken von der Seele schreiben, finde ich, ist absolut eine gute Idee. Du verarbeitest und teilst gleichzeitig. Bitte mach weiter so!

Damit, dass Du versuchst Dich selbst zu akzeptieren, finde ich, bist Du bereits auf einem sehr guten Weg ❣

Liebe Grüße
Bea
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Re: Das erste Mal

Post 543 im Thema

Beitrag von Anja » Mo 11. Nov 2019, 15:36

Moinsen (moin)
Céline hat geschrieben:
Sa 9. Nov 2019, 11:16
....jetzt hab ich zum ersten Mal in meinem Leben eine so tolle Freundin und habe so unglaublich große Angst sie wieder zu verlieren weil sie einer der ganz ganz wenigen Menschen ist die mich nur als Céline aktzeptieren.
Ich weiß genau was du meinst. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das möchte man nicht mehr missen.
Meine Freundin musste mich ja auch anderen gegenüber verteidigen, anscheinend ist deine Freundin schon in ähnlichen Situationen gewesen. Ich drücke die Daumen, das eure Freundschaft Bestand hat und den Gegenwind aushält. Deine Vergangenheit wird in ihrem Umfeld vermutlich immer ein Thema bleiben, genauso wie in deinem.
Ich wünsche dir von Herzen das du sie halten kannst.

Grüße
die Anja
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Céline
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Re: Das erste Mal

Post 544 im Thema

Beitrag von Céline » Mo 11. Nov 2019, 18:59

Ich danke Euch für eure wertvollen Gedanken, auch wenn es vielleicht manchmal den Anschein hat ich würde nichts darauf geben.Dem ist definitiv nicht so .
Worte für meine Frau Lisa?.... Ich lasse bestimmte Dinge hier mit Absicht außen vor da sie zu sehr in unser Privatleben eingreifen aber eines möchte ich kurz darstellen.
Wir sind nun über 30 Jahre glücklich verheiratet...als Mann und Frau!!!!!
Was aber jetzt geschehen ist wirft alles über den Haufen.Ich hätte nie...nie gedacht das mir das passieren könnte. Aus einen in jeder Beziehung gut funktionierenden Ehe wurde zusehend eine vollkommen andere Lebensgemeinschaft.Von ehemals Hetero wurde unsere Ehe lesbisch was ja klar war aber dann geschah etwas mit mir mit dem ich selbst unglaublich zu kämpfen hatte und es immer noch tue. Plötzlich kamm das Interesse an Männern und wenn es auch unglaublich klingt ich war in meinem ganzen Leben nicht an Männern interessiert. Und weil es noch nicht genug war änderte sich meine komplette Sexuelle Identität. Ich wünsche mir einfach einen Mann wie jede heterosexuelle Frau.
Genau deshalb bin ich so in diesem Zwiespalt gefangen. Und ich weis genau das wenn mir einmal das Erhoffte passiert wird mein ganzes Leben zerbrechen da das das Ende meiner Ehe bedeutet.
Alternativ???? Ein ganzes Leben auf diese so unglaublich erhoffte Zärtlichkeit verzichten...keine Sexualität mehr???
Und genau deshalb bin ich in diesem Murmeltiertag gefangen dem ich nur entfliehen kann wenn ich etwas aufgebe was mein ganzer Lebensinhalt ist.
Sicher werden viele jetzt einen riesigen Zwiespalt sehen aber wer schon einmal im Leben etwas sehr wichtiges verloren hat und vor dem kompletten Aus stand wie ich hat so unglaubliche Angst vor einem zweiten Mal. In dem Fall werde ich lieber einen einfacheren Weg gehen.
Und den inneren Frieden finden. Wie soll ich denn jemals finden nachdem mir so unglaublich bewusst ist in diesem Körper für immer gefangen zu sein und immer damit konfrontiert zu werden, täglich daran erinnert werden? Es wird sich nie ändern. Die Vollkommene Frau gibt es vielleicht nicht aber ich wünsche mir so sehr ein bischen was von ihr zu haben und "ihn" zumindest jetzt verdrängen und vergessen zu können.
Und genau das kann ich zumindest für ein paar Stunden wenn ich fortgehe...
Wenige Stunden in denen ich glücklich bin bevor wieder diese riesige Last auf mir liegt.
Man muss wählen
Zwischen Herz und Vernunft.
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Frieda
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Re: Das erste Mal

Post 545 im Thema

Beitrag von Frieda » Di 12. Nov 2019, 07:32

Guten Morgen liebe Celiné❣️
Céline hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 18:59
Und ich weis genau das wenn mir einmal das Erhoffte passiert wird mein ganzes Leben zerbrechen da das das Ende meiner Ehe bedeutet.
Ich möchte mich trauen zu fragen.. deine Frau weiß so konkret davon?


Céline hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 18:59
Und den inneren Frieden finden. Wie soll ich denn jemals finden nachdem mir so unglaublich bewusst ist in diesem Körper für immer gefangen zu sein und immer damit konfrontiert zu werden, täglich daran erinnert werden?
Und genau hier sehe ich in meiner Wahrnehmung den Kern, die Ursache dafür, warum du fühlst was du fühlst. Du beleuchtest diese Situation (fast schon) sry grundsätzlich so einseitig. Du bist seit einer langen Zeit in dieser Gedankenschleife gefangen, (übersetzt, du übst immer und immer wieder dieses Denken aufs neue), was dazu führt, dass sich genau dieses denken in dir verfestigt.. dieses für mich sry echt falsche denken, was dann natürlich logischer Weise die dazu passenden Reaktionen in deinem Leben nach sich zieht.
Das was wir denken, ist für uns auch so! Deshalb ist es so wichtig achtsam mit unseren Gedanken umzugehen, jeden unserer Gedanken immer und immer wieder zu prüfen ob sie wirklich wahr sind!?
Ich bedauere es so sehr liebe Celinè das du nicht die Möglichkeit, wie so manch Andere hier siehst, bzw es in kleinen Schritten immer mal wieder aufs neue versuchst zu sehen, das die Transwelt eine gigantische Bereicherung ist. Du bleibst leider weiterhin negativ davon überzeugt, das der Gedanke in einem "verhassten und von Nachteilen behafteten Körper" zu leben, spürbare Folgen für dich nach sich zieht. Du kannst doch nicht ernsthaft erwarten (?), dass du gute Emotionen in dir bekommst, wenn du deine eigenen Gefühle über dich selbst, so negativ empfindest!?

Ich empfinde es gerade sehr schlimm von mir, weil ich so negativ nur auf dir "rum reite". Also lass mich dir ein Beispiel von mir bitte bringen. Egal wie sehr ich meine "hässlichen" Beine hasse, wie sehr ich sie auch ablehne und um so weniger ich sie haben will, sie bleiben trotzdem da. Und warum weiß ich dies, weil sie mir viel zu oft schmerzhaft zeigen, dass ein Lipödem schmerzhaft ist und ich weiß es auch immer dann, wenn ich an mir herunter schaue. Weißt du Celiné, ich wünschte mir früher auch viel zu oft eine schönere Frau sein zu können, quälte mich durch Diäten und durch die verächtliche Blicke der Anderen, weil ich aussehe wie ich eben nun mal aussehe. Es hat lange gedauert bis ich mich selbst in diesem Körper angenommen habe. Denn, auch wenn ich ihn ablehen und verachte und hasse, er ist bleibt tagtäglich da, er verschwindet nicht, ich bin in diesem Körper für dieses Leben nun mal hienein geboren wurden. Das ist meine Aufgabe tagtäglich mit ihm zu leben, und ich habe die Wahl ihn zu hassen, ihn zu lieben, oder wenigstens ihn zu akzeptieren, mit all seinen Vor -und Nachteilen die er mir schenkt, ob ich es will oder nicht. Will ich ihn nicht, füge ich mir selbst Leid zu und kein Anderer, egal wie sehr, wie oft ich mich darüber beschwere.
Und, noch etwas. Ich befürchte fast, dass du in den Gedanken fallen könntest, dein Leid mit meinem Leid vergleichen zu wollen, dass dein Leid, mit deinem verhassten Körper schwerer wiegt, als mein damaliges Leid. Falls ich mit dieser Vermutung recht haben sollte, dann bitte bitte sei vorsichtig mit diesem Gedanken, den kein Anderer kann das Leid eines Anderen wahrhaftig realistisch einschätzen! Aber, jeder hat die Macht sein eigenes Leid zu ändern, wenn denn die Einsicht und der Wille ernsthaft dafür da ist.


Namaste🙏

PS: oft werde ich nicht verstanden bzgl meiner Wahrnehmung, dem Unterschied zwischen Akzeptanz und Zustimmung. Ich empfinde mein Beispiel über mich selbst könnte es etwas klarer machen. Niemals habe ich dem freiwillig und mit einem juhu zugestimmt wie mein Körper ist, aber heute kann ich akzeptieren wie er ist, und das schenkt mir innerlichen Frieden❣️
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
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Vicky_Rose
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Re: Das erste Mal

Post 546 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 12. Nov 2019, 08:22

Céline hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 18:59
Plötzlich kamm das Interesse an Männern und wenn es auch unglaublich klingt ich war in meinem ganzen Leben nicht an Männern interessiert. Und weil es noch nicht genug war änderte sich meine komplette Sexuelle Identität. Ich wünsche mir einfach einen Mann wie jede heterosexuelle Frau.
Hallo Céline,

ist das der Kern, der Dich quält ? Das ist keine Frage der sexuellen Identität, sondern der sexuellen Orientierung. Für mich ist das eine ganz andere Frage, die man nicht mit Trans* verwechseln sollte.

Ein anderes Wort, auf dass ich stark reagiere, war "funktionierende Ehe". Ich habe für mich feststellen müssen, dass ich über Jahre in einer "funktionierenden Ehe" gefangen war. De facto war das keine Ehe, sondern eine WG mit Kindererziehung. Wir haben den Tag gut bewerkstelligt, aber eine Ehe war das nicht. Es gab keinen Austausch auf persönlicher Ebene. Und ich war so verblendet, das auch noch gut zu finden. Erst als meine Frau ging, wurde mir das nach und nach schmerzhaft klar. Dann hatte ich eine Beziehung, in der ich auf sexueller Ebene ziemlich viel ausprobiert habe. Das war sehr spannend und schön, aber die Erfahrungen brachten mich nicht an meinen Kern. Die Beziehung war nach 6 Jahren auch am Ende, weil ich mich immer noch nicht öffnen konnte. Kein Mittel hat geholfen. Ich wollte intensiv den Schmerz spüren, wenn ich meine Freundin beim Sex mit einem anderen Mann sehe. Ich wollte zu meinem Inneren und konnte den Weg nicht finden. Ich ging nach der Trennung voll durch das Tal und zu meinem Glück fand ich einen Weg mein Leben doch zu ändern.

Heute lebe ich in einer Ehe, in der wir den Austausch pflegen und nach und nach immer weiter vertiefen. Das Erstaunliche für mich, auf sexueller Ebene leben wir relativ einfach und es ist total befriedigend, weil ich gelernt habe, mich hinzugeben. Es geht dann nicht mehr um irgendwelche ausgefallenen Dinge, sondern einfach nur darum, dass ich mich öffnen und fallen lassen kann. Da spielen noch nicht einmal Höhepunkte eine Rolle.

Wenn Du also schreibst, dass Du auf einmal auf Männer stehst, sehe ich da Parallelen zu mir. Ich will Dir nicht absprechen, dass Du tatsächlich auf Männer stehst, aber mir scheint, es könnte auch etwas anderes dahinter stehen. Ich könnte mir einige Szenarios vorstellen, aber das wären alles Spekulationen. Der Kern ist, welche Fragen musst Du beantworten, um zu wissen, wohin Du wirklich willst ? Sehnst Du Dich nach Männern, weil Du Deine Ehe ablehnst ? Oder vielleicht schreckst Du auch nur vor der Auseinandersetzung zurück. Manche schütten durch das Weglaufen das Kind mit dem Bade aus. Oder brauchst Du es ganz hart, damit Du Dich spüren und Du Deine harte Schale knacken kannst ? Bist Du in Wahrheit nur auf der Suche nach Deinem eigenen, inneren Kern, an den Du nicht heran kommst ?

Solche Fragen kommen mir, wenn ich an meinen eigenen Lebenslauf denke. Du musst Dir Deine eigenen Fragen suchen und stellen, um was es Dir wirklich geht.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Das erste Mal

Post 547 im Thema

Beitrag von Frieda » Di 12. Nov 2019, 08:35

BTW, dies hier...
Céline hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 18:59
Und genau das kann ich zumindest für ein paar Stunden wenn ich fortgehe...
Wenige Stunden in denen ich glücklich bin bevor wieder diese riesige Last auf mir liegt.
.. ist für mich kein Glück bzw glücklich sein, für mich ist das Vergnügen.

Namaste 🙏
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Re: Das erste Mal

Post 548 im Thema

Beitrag von Céline » Di 12. Nov 2019, 09:21

Ganz ehrlich....mir fällt es gerade unglaublich schwer Antworten zu finden. Aber Frieda trifft einen Punkt ganz genau...Fallen lassen.
Ich kann mich nicht fallen lassen da auf mir wahnsinnig viel Verantwortung liegt.
Und eines muss ich...täglich meinen "Mann" stehen auch wenn sich das seltsam anhört.
Jeden Tag muss ich genau die alte Rolle erfüllen mit allen Pflichten und Verantwortungen und genau aus diesen Grund ist schon dort ein ankommen nicht möglich. Täglich werde ich als Er wahrgenommen und angesprochen.
Das ist jeden Tag ein Stich und ich befürchte das das nicht besser wird.

Viele Dinge kann ich hier nicht schreiben die aber einiges klären würden.
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Re: Das erste Mal

Post 549 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » Di 12. Nov 2019, 09:26

Céline hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:21
Und eines muss ich...täglich meinen "Mann" stehen auch wenn sich das seltsam anhört.
Liebe Celine
das kann ich durchaus nachvollziehen.
Hatte es bei meinem Bruder in der Arbeit ja auch so - Lisa durfte in die Firma nicht rein.
Jahrelang hat mich das ausgezehrt bis es beinahe zur Katastrophe kam.

Drück dir die Daumen und schick dir viel Kraft und eine hoffe auf eine baldige Lösung für dich

Liebe Grüße
Lisa
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Re: Das erste Mal

Post 550 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 12. Nov 2019, 09:41

Céline hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:21
Ich kann mich nicht fallen lassen da auf mir wahnsinnig viel Verantwortung liegt.
Ehrliche Antwort ? Für mich ist das Blabla.
Céline hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:21
Viele Dinge kann ich hier nicht schreiben die aber einiges klären würden.
Dann suche Dir doch einen Profi, mit dem Du die Dinge besprechen kannst. Er steht unter der Schweigepflicht.
Céline hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:21
Jeden Tag muss ich genau die alte Rolle erfüllen mit allen Pflichten und Verantwortungen und genau aus diesen Grund ist schon dort ein ankommen nicht möglich.
Das muss kein Mensch. Für mich klingt das nach einer Ausrede, dich nicht ernsthaft mit Deinem Thema, und das muss nicht das Thema Trans* sein, beschäftigen zu müssen. Sorry, dass ich so klar spreche.

Wenn Du hier nicht schreiben kannst oder willst, was völlig in Ordnung ist, dann brauchst Du Andere, die Dich aus Deinen Denkkreisen heraus bringen. Deine Litanei ist sonst nur eine Listung der Hilflosigkeit. Willst Du Hilfe oder willst Du sie nicht ? Wenn ja, dann mache Schritte in die Richtung.

Eine Lösung wird definitiv nicht von alleine kommen und schon gar nicht, wenn Du nur lamentierst. Du findest hier eine Menge Mitgefühl, aber bewegen musst Du Dich.

Willst Du wirklich im Schmerz verharren oder Dein Leben ernsthaft zum besseren verändern ? Was müsste passieren und was müsstest Du dafür tun ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Das erste Mal

Post 551 im Thema

Beitrag von Joe95 » Di 12. Nov 2019, 10:43

Vicky_Rose hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:41
Für mich klingt das nach einer Ausrede, dich nicht ernsthaft mit Deinem Thema, und das muss nicht das Thema Trans* sein, beschäftigen zu müssen.
Ob es wirklich eine Ausrede ist vermag ich nicht zu beurteilen.
Aber es erinnert mich an mich selbst, wie ich früher war, welche Angst ich doch hatte meine "Komfortzone" zu verlassen, wie ich doch vor Gedanken zurückgeschreckt bin, die mich zwingen würden eingefahrene Wege zu verlassen.
Ich fühlte auch eine Verantwortung, die mich zwang alles beim alten zu lassen.
In Wahrheit hatte ich nur Angst vor der Veränderung.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...

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Re: Das erste Mal

Post 552 im Thema

Beitrag von Frieda » Di 12. Nov 2019, 10:56

Céline hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:21
...
Vicky_Rose hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:41
...

Hallo liebe Celiné ❣️

Zum einen möchte ich sagen, dass "das fallen lassen" so ausgesprochen nicht ich habe, sondern unsere liebe, weise Vicky. 👍😊🙏

Zum anderen möchte ich Vicky inhaltlich ihrem Post Nr. 550 zustimmen, vermutlich hätte ich nur andere Worte gewählt, wenn ich den Mut gefunden hätte so Klartext mit dir zu reden liebe Celiné.
Celiné, wir Alle haben unsere Erlebnisse gemacht die schwer für uns waren und oft genug auch noch sind. Ich selbst habe über 20 Jahre gebraucht um mich zu einer Veränderung durchzuringen (oft genug erzählte ich hier bereits davon). Es gibt unterschiedliche Situationen die den Menschen dazu bringen den Schritt in eine Veränderung zu wagen, egal in welche Richtung die Veränderung gehen mag.
In meiner Wahrnehmung ist es für dich normal geworden deine immer wiederkehrenden Kreise im Tal der Auswegslosigkeit zu drehen. Für dich scheint es nur einen Ausweg zu geben, dass ist der Prinz in schillernder Rüstung auf dem weißen Pferd. Falls diese Situation für dich einmal eintreten sollte, sollte dir allerdings klar sein, dass A) diese Befreiung für dich durch ihn, keine Beständigkeit haben muss, und B) dass dieser "Prinz" nicht zwangsläufig beständig ein Prinz bleiben muss.

Eines möchte ich dir noch unbedingt sagen, und dann möchte ich langsam mit "meinen Weisheiten" hier aufhören.
Celiné, NIEMALS und ich schwöre dir NIEMALS wird ein anderes Wesen die Macht und das Können besitzen dich glücklich machen zu können NIEMALS das kannst immer und ewig nur du selbst, egal in welchem Leben ❣️


Von Herzen wünsche ich dir ehrlich alles alles Gute (dr)
Namaste 🙏


https://youtu.be/Yeso1FlgYHc
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Re: Das erste Mal

Post 553 im Thema

Beitrag von Céline » Di 12. Nov 2019, 18:08

Ich fühle mich momentan überfahren von den vielen Antworten hier die mich sehr betroffen machen. Und ja ich bin seit geraumer Zeit sehr dünnhäutig und komme mit vielen Aussagen nicht mehr zurecht und werte sie wahrscheinlich auch noch falsch. Aber was ich in meinem Tagebuch nie wollte und bezweckt habe war und ist Mitleid zu erhaschen. Für mich ist und war mein Tagebuch mein ständiges Ventil um meinen Gefühlen und Denken freien Lauf zu lassen. In meinen Träumen und Fantasien zu versinken, aber ich habe das Gefühl das genau das momentan aus dem Ruder läuft. Ich glaube ich habe hier von ständigen Hochs und anschließenden Tiefs berichtet die vieleicht eine Bild erzeugt hat das ich so nicht beabsichtigt habe. Falls es so ist dann tut es mir leid
Ich weiß ihr wollt mir nur helfen und Ratschläge geben und danke euch dafür aber vielleicht sollte ich wirklich weniger schreiben....
Liebe Grüße
Eure Céline
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Re: Das erste Mal

Post 554 im Thema

Beitrag von Joe95 » Di 12. Nov 2019, 20:22

Zweierlei...
Zum einen solltest du nicht weniger schreiben, denn ich denke es tut dir gut das alles loszuwerden, zum anderen ist es nicht wirklich Mitleid was mich dazu bringt etwas zu antworten, sondern einfach meine Meinung.
Das kann als Rat funktionieren oder als eine andere Sichtweise.
Oder einfach als Geplapper.

Ich würde mich allerdings freuen wenn du aus meinem Geplapper etwas positives ziehen könntest.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...

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Re: Das erste Mal

Post 555 im Thema

Beitrag von ascona » Di 12. Nov 2019, 22:23

Liebe Celine,
ich gehöre zu denen, die dein Thema interessiert lesen. Als ich Friedas post 538 las, dachte ich :
ja, sie hat recht. Für den Leser ist es zwar unterhaltsam, von deinen Erlebnissen mit den hochs und tiefs und den Stimmungsschwankungen zu lesen, aber es wiederholt sich und das kann ja nicht gesund für dich sein. Genau wie Frieda geschrieben hat. Sie hat STOP gerufen, das hat dich irritiert, und das ist gut.
Céline hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 18:08
Aber was ich in meinem Tagebuch nie wollte und bezweckt habe war und ist Mitleid zu erhaschen. Für mich ist und war mein Tagebuch mein ständiges Ventil um meinen Gefühlen und Denken freien Lauf zu lassen.
Das ist doch gut, so haben wir es auch verstanden.
Céline hat geschrieben: Ich glaube ich habe hier von ständigen Hochs und anschließenden Tiefs berichtet die vieleicht eine Bild erzeugt hat das ich so nicht beabsichtigt habe.
Aber das Bild stimmt doch, oder ? (es kommt doch aus dem freien Lauf deiner Gefühle und Gedanken)
Deine Leser haben nun reagiert, weil man als Außenstehender einen andern Blick hat, naja, einen unbefangeneren Blick, etwas sieht, was du nicht mehr siehst. Nimm es als Idee, ob es stimmt darfst du selbst beurteilen.

Meine 2 cent und Versuch einer Strukturierung:

Problem 1: du merkst daß du bei andern nicht wie eine bio-Frau angenommen wirst. Du hast nicht den Körper einer (schönen) Frau, es werden immer "Mängel" bleiben, die dein Ursprungsgeschlecht verraten. Du bist Trans.
Lösungsansatz: akzeptiere das. Sag ja zu deinem Körper, mit den äusseren weiblichen Anpassungen, die möglich sind, und den Schönheitsfehlern oder auch "Hässlichkeiten" die bleiben. Du bist Transfrau. Frieda hat es gut erklärt mit den Beinen ...
Schau auch bei Vanessa. Sie hat ein paarmal erklärt, sie ist Transfrau, anders als die bio-Frauen, aber auch Frau und nicht weniger Frau ! Das ist erstmal deine Entscheidung.
Andere werden dich unterschiedlich sehen, das kannst du nicht ändern. Wer dich als Mann kennen gelernt hat, der wird immer zumindest auch den Ex-Mann in dir sehen, das ist natürlich und erst mal nichts negatives. Wenn dich jemand aufgrund von trans schlecht behandelt, kannst du dich wehren, wenn jemand nur blöd denkt, kannst du nichts dran ändern. Und die ausgesprochen positiven Reaktionen wird es auch geben, kennst du ja.
Hart gesagt: wenn du all das nicht kannst, dann ist die Transition der falsche Weg für dich.

Problem 2: sexuelle Orientierung und deine Ehe.
Das ist schon ein Dilemma :( Vielleicht ist es auch eine Experimentierphase, so wie Vicky in etwa geschrieben hat. Professionelle Hilfe um Klarheit zu bekommen ? Ausprobieren ? Ist schon erstaunlich, daß deine Frau bis jetzt immer noch Verständnis aufbringt. Ich finde auch gut, daß du zu diesem Punkt auch nicht alles hier rein schreibst.

was mir sonst noch auffiel:
Céline hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 09:21
Jeden Tag muss ich genau die alte Rolle erfüllen mit allen Pflichten und Verantwortungen und genau aus diesen Grund ist schon dort ein ankommen nicht möglich. Täglich werde ich als Er wahrgenommen und angesprochen.
das hat dir Vicky schon um die Ohren gehauen :wink:
Ich kann mich an Beiträge von dir erinnern, wo du erzählst daß du bei Arbeit - obwohl Männerberuf - als Frau erscheinst und weitgehend akzeptiert wirst. Also was willst du mehr ? Alle Pflichten und Verantwortungen ist ein zu hoher Anspruch.

Thema Parties, Konzerte, Tanzen : tolle Sache, wenn es Vergnügen ist und nicht Flucht und Betäuben. Ich hoffe es ist Vergnügen für dich (cow)
(moin) :)p )))(: (dr) ascona

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