Wahre Stärke
Wahre Stärke - # 2

Lebensplanung, Standorte
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Céline
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Re: Wahre Stärke

Post 16 im Thema

Beitrag von Céline »

Danke Petra Sofie,
Ich bin ganz Deiner Meinung und sehe es genauso.
Genau damit habe ich meine besten Erfahrungen gemacht
Liebe Grüße
Céline

Ralf-Marlene
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Re: Wahre Stärke

Post 17 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

Was für eine schöne Diskussion. Was für unterschiedliche Antworten auf die selbe Ansage: "Kämpfe für Dich selbst. Ich kann und will Dir nicht helfen...". ...und ich denke nicht nur bei mir kam das Gefühl dazu einen Elternteil schützen zu müssen, die Umkehr von den Rollen...

Meine Antwort waren Rückzug und unsichtbar machen, nur selten Agression. So war ich für andere stark und habe erst fast zu spät gemerkt, dass ich andere nur stützen kann wenn ich auch mich selber liebe und annehme.

Danke für dieses Thema, liebe Erika. Danke, dass Du genau so bist wie Du bist.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Frieda
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Re: Wahre Stärke

Post 18 im Thema

Beitrag von Frieda »

Wahre Stärke!?🤔

Seitdem dieser Thread hier eröffnet wurde, denke ich hin und wieder darüber nach, ob ich zu diesem Thema etwas beizusteuern habe?
Nun ja, aktuell kann ich von mir persönlich sagen, dass ich in den letzten Wochen negativen Gedanken sehr viel Raum gegeben habe. Es erfordert von mir zZt ehrlich Achtsamkeit und Kraft meinem Verstand und meinem Mitgefühl wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Wahre Stärke zu entwickeln (egal worauf bezogen) bedeutet für mich, eine Haltung von Mitgefühl zu kultivieren und Weisheit zu entwickeln, was langsame Vorgänge sind, dieses entsteht bei niemandem über Nacht aus dem Nichts.
Die letzten Wochen arbeite ich intensiver an mir, und hinterfrage meine eigenen stressigen Gedanken, weil unsere Gedanken ja maßgeblich unser Leben beeinflussen.
Neu gefasste Geduld, innere Ruhe brachten mir zum Glück neue Klarheit. Mir wurde bewusst, bzw konnte ich mir folgende Fragen stellen.. "In wessen Angelegenheit befand ich mich? In was habe ich mich emotional hineinziehen lassen?". Darauffolgend wurde mir klar, bzw erinnerte ich mich daran, wie wichtig es ist in schwierigen Zeiten zu vergeben, ganz besonders uns selbst❣️

Wer sich an Andere hält, dem wankt die Welt. Wer in sich ruht, steht gut❣️
Namaste 🙏
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•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Erich_Erika
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Re: Wahre Stärke

Post 19 im Thema

Beitrag von Erich_Erika »

Hallo Forum,

ich habe mal alle Antworten auf mich einwirken lassen. Warum können nur so wenige wahre Stärke zeigen und damit zufrieden und zielstrebig ihren Weg gehen? Warum ist es so wichtig, dass wir irgendwo hin gehören oder in irgend eine langweilige „Schublade” passen?

Ein Beispiel: Da behauptet jemand: Jetzt bin ich als Frau endlich frei. Und dann lese ich, wie für ein gutes Passing im Prinzip von einer Schikane zur nächsten gehetzt wird. Psychotherapie, Hormonbehandlung, Stimmtraining, Bart epilieren, Eine oder mehrere Operationen ... . Und was ist am Ende? Wenn diese Person noch jung ist, wird nicht selten eine schöne Frau daraus - zumindest vom Aussehen her. Für die meisten Männer wird sie aber nie eine richtige Frau sein. Sie kann keine Kinder bekommen. Und nicht wenige dürften sie als kastrierten Mann ansehen.

Das Schicksal kinderlos zu bleiben teilt sie dann mit den Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen können oder einfach zu lange gewartet haben. Einen Partner finden ist damit kaum noch möglich. Und wenn man wie ich als Frau lesbisch wäre, dürfte es noch schwieriger sein.

Aber wenn man einfach den Weg geht, der einem auf Grund seiner Biologie, seiner Sozialisation und / oder seiner Erziehung zugewiesen wird, macht einen das auch nicht glücklich.
Frieda hat geschrieben:
Fr 3. Jul 2020, 20:58
Wer sich an Andere hält, dem wankt die Welt. Wer in sich ruht, steht gut
Wahre Worte. - Aber um in sich selbst ruhen zu können, muss man sich selbst erst einmal finden. Dass einem dabei eine Psychotherapie helfen kann, glaube ich nicht wirklich. Der Austausch mit anderen Betroffenen, wie hier in diesem Forum, ist da ganz bestimmt wichtiger. Und was ganz wichtig ist: Es braucht Zeit. Mal eben schnell die Transition vom Mann zu Frau oder umgekehrt „durch ziehen” dürfte leicht von einer Katastrophe in eine andere führen. Sich aber als nicht binär zu definieren wird vor allem für viele Jüngere so gut wie undenkbar sein. Da sind diese ganzen Regeln und Klischees, die immer wieder - vor allem auch meistens unterbewusst - unser Denken bestimmen.

Diese Selbstfindung hat mit trans* in irgend einer Form nicht unbedingt etwas zu tun. Da wird man beispielsweise in einen Beruf gedrängt, in dem einen Eltern, Lehrer oder Freunde gerne sehen würden. Die haben es vielleicht selbst so erlebt, nie anders kennen gelernt und deshalb auch nie darüber nachgedacht. Aber die Zeit ist heute eine andere. Das kleine Familienglück ist nicht mehr dieser zentrale Ort einer Zuflucht, für den man alles opfert. Da gibt es die vielen Alten, die von ihren Kindern verlassen an ihrer Einsamkeit zerbrechen. Kann da nicht eine Demenz einfach nur eine Flucht aus einer solchen Situation sein? Die körperlichen Symptome wären dann eine Folge daraus und nicht umgekehrt.

Eine weitere Möglichkeit zur Flucht sind Rauschmittel aller Art. Neben Alkohol als beliebteste Droge zähle ich auch Medikamente dazu, die man wegen Schlaflosigkeit, Depressionen oder anderer Symptome vom Arzt verschrieben bekommt. Wer nicht in sich ruht, hält es ganz bestimmt oft ohne Drogen einfach nicht aus. Dazu nimmt er alle Nebenwirkungen einer Sucht in Kauf. Dann ist einem das Leben nicht viel wert. Also erscheint es nicht als großer Verlust, wenn es zerstört wird.

Fazit: Die Gesellschaft muss sich (noch mehr) ändern. Das hat sie schon ein gutes Stück getan seit meiner Jugend. Und das ruft die ewig Gestrigen immer mehr auf den Plan, die das Ende ihrer „wohl geordneten” Welt kommen sehen. Umso mehr brauchen wir Mitstreiter, die uns mit einem guten Beispiel wahrer Stärke den Weg weisen.

Liebe Grüße
Erika
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ascona
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Re: Wahre Stärke

Post 20 im Thema

Beitrag von ascona »

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Bea Magdalena
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Re: Wahre Stärke

Post 21 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Wahrhafte Stärke liegt nicht in Macht, Geld oder Waffen, sondern in tiefem inneren Frieden!

Vortrag von Thich Nhat Hanh bei einem Meditationsseminar für Umweltschützer 1991 in Malibu, Kalifornien.

Diese Worte sind mir heute beim Lesen "ins Auge gestochen". Ich finde es passt hier sehr gut, wahre Stärke liegt in tiefem, inneren Frieden. Wenn wir mit uns und der uns umgebenden Welt in Frieden sind, brauchen wir weder Rauschmittel oder Drogen, noch müssen wir unsere "Stärke" zeigen oder beweisen, auch können wir einfach so sein, wie wir eben sind.
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Frieda (Sa 4. Jul 2020, 22:42) • Lea Michele (So 5. Jul 2020, 10:20) • JuLa67 (Fr 10. Jul 2020, 20:56)
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ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!

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