Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen
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Anne-Mette
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Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

das ist nur ein Beitrag zum Thema. Selbst in meiner Tageszeitung gab es einen kleinen Artikel:

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... b18de159aa

Gruß
Anne-Mette
steffiSH
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 2 im Thema

Beitrag von steffiSH »

Finde ich ok. Mit diesen Sternchen sind sie meiner Meinung nach übers Ziel hinausgeschossen.
sum sum sum - no Latein
Blossom
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 3 im Thema

Beitrag von Blossom »

Schließe mich SteffiSH an.

Allein der Versuch einen Roman mit Gendersternchen zu schreiben endete in einer Katastrophe. Nicht, dass es nicht machbar wäre - nur ist es am Ende nicht lesbar.
»Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.«
Billie Jean King (*1943)
Marlene K.
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich sehe das ganze differenziert. Sicherlich macht es keinen Sinn, irgend etwas vorschreiben zu wollen. Ich selber verwende das Sternchen je nach Sachzusammenhang, bevorzuge aber neutrale Formen wie Fachkraft, Ausbildende, Studierende...

Für Gesetzestexte und Behördenschreiben kann die geringe Anzahl der betroffenen Menschen kein Argument sein, diese nicht mit zu nennen oder denken.

Marlene
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Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 5 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! »

Hier

viewtopic.php?f=9&t=22860&p=325084#p325084

hatte ich grade vorhin Leschs Kosmos von gestern zum Thema gendern verlinkt...

ich hatte mich zuletzt mit einer Frau gestritten die sich selbst als Bankkaufmann bezeichnet hat.
Also ich fand das ziemlich gruslig, aber vielleicht geht es mich auch nicht wirklich etwas an..
doch, weil ich ihr Bewusstsein für sich als Frau schärfen wollte.
Wenn sie sich selbst nicht mal mitdenkt, hat der alte weisse Mann gewonnen.

Alles Liebe Marie (flo)
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

Always be yourself, unless you can be a unicorn, then always be a unicorn

A heart that hurts is a heart that works <3
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 6 im Thema

Beitrag von Xtina »

Gut so.

Diese ganzen Gendersternchen, Binnen I, Doppelpunkte, etc. tun schon beim Lesen weh.
Bianca D.
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 7 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin,

kluge Entscheidung! Dieser ganze Genderwahn macht das Lesen von Artikeln recht holperig.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
tabea80
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 8 im Thema

Beitrag von tabea80 »

Gendersterchen kommt in der allgemeinen Bevölkerung überwiegend nicht gut an und wird sich so nicht durchsetzen können .
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schau
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 9 im Thema

Beitrag von Uhu »

Mir sind Sternchen nicht so wichtig, auch wenn ich es schön finde, wenn nicht nur das generische Maskulinum verwendet wird, auch wenn ich es selber andauernd benutze.

Was mich aber aufregt sind ständige Debatten in der Politik über ein Sternchen während parallel immer noch Gesetze bestehen, die Menschen aktiv diskriminieren. Für mich völlig falsch gesetzte Prioritäten und Debatten, die von den eigentlichen Problemen ablenken. (pl)

Uhu
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 10 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

Sternchen hin oder her, ein Text sollte klar für alle
verständlich sein. Aber auch jeden einschließen. Allgemeine Schriften können durchaus genderneutral geschrieben werden.

Bei persönlichen Briefen kann eine direkte Ansprache Herr oder Frau oder auch neutral erfolgen, sofern bekannt ist, als was sich Brieferhaltende sehen. Entsprechend kann dann der Brief erstellt werden. Auch sollten wir nicht gar zu nachtragend sein. Nicht alles lässt sich bis ins Detail gendern.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 11 im Thema

Beitrag von Laura R »

Sehr gute Entscheidung, da stehe ich voll und ganz dahinter. Schafft diesen ganzen Genderquatsch endlich ab. Unsere Sprache ist eine so schöne Sprache die nicht mit Sternchen, Unterstrichen, Doppelpunkten oder ähnliche verunstaltet werden sollte nur um gendergerecht zu sein. Was auch immer das sein soll. Es liest sich doch viel schöner wenn da geschrieben steht: liebe Kollegen und Kolleginnen statt liebe Kollegen:innen.
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 12 im Thema

Beitrag von Patricia_cgn »

Ich schließe mich hier gerne der Meinung von WiebkeTL an.
Genderwahn und Genderquatsch sind Worte bei denen ich denke wir sollten sie nicht benutzen.

Das eigentliche Problem bei Liebe Kollegen und Kolleginen ist, dass nichtbinäre Personen hierbei ebenso ausgeschlossen werden. Ich mag die sternchen, doppelpunkte etc auch nicht, da sie den Lesefluss für mich stören aber wie machen wir das Ganze so, dass wir nicht wieder jemanden exkludieren?
Finde da auch das von Marie verlinkte Video in diesem Fall sehr interessant.

LG
Patricia
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 13 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo zusammen,

ich kann den Spiegel-Artikel zwar leider nicht lesen, ohne dazu meine Daten auf dem "Silbertablett" zu servieren (Cookies ablehnen geht da irgendwie nicht), ich habe allerdings mal ein paar andere Quellen dazu recherchiert. Es geht eben nicht darum, ob frau das Sternchen oder ähnliches im nächsten Roman verwenden will oder gar müsste. Meine Gedichte sind bisher auch ganz gut ohne ausgekommen, allerdings auch ohne generisches Maskulinum ;) Warum sollte ich denn von Männern schreiben? – OK, ich habs schon getan, aber ganz so gut kommen die da eher nicht weg ... :P

Wenn ich über Menschen schreibe oder rede, dann ist mir schon wichtig, dass ich sie richtig anspreche. Neutrale Formulierungen finde ich dafür meistens am besten, wenn es sie gibt. Ansonsten verwende ich eben den Unterstrich, und das werde ich mir auch nicht verbieten lassen, wenngleich er (nach den Meldungen im ZDF oder der FR) "rechtswidrig" sei. Bei n-tv steht dann allerdings "rechtschreibwidrig", ich vermute mal, dass es das besser trifft. Egal, dann ist es eben so, wer weiß, wie es in ein paar Jahren sein wird?

LG, Mirjam )))(:
Marlene K.
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 14 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Auch ich finde Begriffe wie Genderwahn und ähnliches als übergriffig. Gender ist keine Einbildung. Ich mit meinen Fragen zum sozialen Geschlecht in meiner Person und einige Menschen die ich kenne zumindest ziemlioch real.

Wenn ich zum Beispiel für meine Wandergruppe Antworten formuliere finde selbst für die Kopfzeile neutrale Anreden. Wenn ich Behörden oder Institutionen anschreibe fällt mir kein Stein aus dem Krönchen wenn ich die "Lieben Mitarbeitenden" anspreche, würde ich es klassischer mögen könnten es sogar "Sehr geehrte Mitarbeitende" sein...

Ähnliche Beispiele kann jede*r für sich selber finden, sofern er Fragen zur geschlechtlichen Identität nicht nur für persönliche Wahnvorstellung hält und respektvoll mit Mitmenschen umgehen möchte... geht meist, aber nicht immer ganz ohne Stern oder Unterstrich...

...und Sprache lässt sich nicht verordnen, weder so noch so.

Marlene
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Re: Spiegel-Online: Frauenministerin Lambrecht will Gendersternchen stoppen

Post 15 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer »

Patricia_cgn hat geschrieben: Mi 6. Okt 2021, 22:48 Das eigentliche Problem bei Liebe Kollegen und Kolleginen ist, dass nichtbinäre Personen hierbei ebenso ausgeschlossen werden. Ich mag die sternchen, doppelpunkte etc auch nicht, da sie den Lesefluss für mich stören aber wie machen wir das Ganze so, dass wir nicht wieder jemanden exkludieren?
Beim Gendersternchen stört mich nicht, daß der "Lesefluß" für mich unterbrochen wird, sondern ist das für mich lediglich eine unnötige bürokratische Entscheidung, wobei versucht wird das Gendern "optisch" herauszuheben und jedem aufs Auge zu drücken. Ich bin nicht wirklich dafür bsw. ein Behördenschreiben zu bekommen wo ich mit diesem "Sternchen" konfrontiert werde. Allerdings bin ich auch dafür, daß dies jedem (im Privaten, Firmen,...) und jeder Behörde überlassen werden sollte, ob sie das Sternchen nutzen oder nicht. Es sollte auf jeden Fall nicht von politischer Seite vorgegeben werden.

Bei uns auf Arbeit haben wir auch mit viel Schriftverkehr zu tun und da kam auch die Diskussion auf, ob wir das Sternchen nutzen oder nicht - bisher nutzen wir es nicht.

Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!

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