nicht-binäre Personalpronomen und deren Deklination
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Mirjam
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nicht-binäre Personalpronomen und deren Deklination

Post 1 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo ihr Lieben )))(:

Ja sorry, Grammatik :mrgreen: :P Aber die Frage geht mir schon länger im Kopf rum, und weil ich heute beim Schreiben dieses Beitrags wieder daran erinnert wurde frage ich jetzt einfach mal, ob ihr da Ideen habt.

Die "bekannten" Personalpronomen werden ja so dekliniert (jeweils Nominativ – Genitiv – Dativ – Akkusativ):
(m) er – seiner – ihm – ihn
(f) sie – ihrer – ihr – sie
(n) es – seiner – ihm – es

Aber wie ist es mit nicht-binären Pronomen? Eines davon, das derzeit "in der Diskussion" ist, ist ja "en". Meine Idee dazu wäre:
en – ens – em – en?
Oder klingt das irgendwie falsch oder unpassend? Weiß eine_r von euch da besseres? Denn ohne deklinierte Formen wird es oft schwierig bis unmöglich sich passend und verständlich auszudrücken.

LG, Mirjam (buch)
Nicole Fritz
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Re: nicht-binäre Personalpronomen und deren Deklination

Post 2 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Mirjam,

bei nicht binärer Grammatik im Deutschen habe ich irgendwie aufgegeben. Auch bei einer FB-Gruppe dazu ist seit drei Wochen Funkstille. Was soll also de Nicole jetzt dazu noch sagen? Irgendwie ist ens Weisheit am Ende. Im Japanischen wäre es vielleicht einfacher. Da steht beispielsweise 友達 (tomodachi) für Freund oder Freundin. Und Artikel kennt man da nicht. Sonst ist es aber eher problematisch mit Japan und Transgender. Und was würde nun Meister Yoda dazu sagen: "Sehr problematisch das ist."

yoda-6371893_640.jpg
(C) pixabay.de (kostenloser Download)

Also wenn man da draußen in den unendlichen Weiten des Weltalls keine Antwort weiß ... ??

LG Nicole
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Mirjam
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Re: nicht-binäre Personalpronomen und deren Deklination

Post 3 im Thema

Beitrag von Mirjam »

... und ich schon wieder ;)

Mir ist aufgefallen, dass das "ens", das ich als Idee für den Genitiv hatte, irgendwie nicht so wirklich zu den drei anderen Genitivformen passt. Denn ich finde, es sollte schon sprachlich "konsistent" sein, oder wie auch immer frau da sagt. Deswegen glaube ich, da bedürfte es noch einer besseren Idee – oder besserer Ideen. Bis jetzt habe ich die nicht, aber es muss ja nicht alles von mir kommen ;)

Und wenn ich schon dabei bin: Possesiv- und Demonstrativpronomen bräuchten wir ja auch noch ...

LG, Mirjam :()b
Lorelai74
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Re: nicht-binäre Personalpronomen und deren Deklination

Post 4 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Hi du,
Eine der besten Übersichten zu xier und sier Pronomen und Deklination findest du hier

https://www.annaheger.de/pronomen/

Vielleicht findest du die Antworten auf einige deiner Fragen dort schon.

VLG
Lori
Männlich / Weiblich das sind doch bürgerliche Kategorien.
Mirjam
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Re: nicht-binäre Personalpronomen und deren Deklination

Post 5 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Ja ich habe ein paar Tage gebraucht – sorry Lori.

Hmm ... also mit dem "xier" werde ich mich wohl nicht so leicht anfreunden können. Ich finde, das "holpert" sprachlich oder besser gesagt klanglich doch ganz schön. Ich schreibe ja auch Gedichte, und deshalb achte ich auf solche Dinge vielleicht mehr als andere. "Sier" fände ich da schon besser. Ob die Deklination (sier – sieser – siem – sien) so bleiben wird? Mal gucken ... – Was mir dazu noch aufgefallen ist: Bei den "altbekannten" Personalpronomen sind es 2 bzw. 3 "Stammformen", hier wäre es nur eine, das fällt auch etwas "aus der Reihe". Das gilt übrigens auch für meine Idee zu "en" ;)

Beim Relativpronomen (dier – dies – diem – dien) bin ich mir nicht sicher, ob es da nicht zum einen oder anderen Missverständnis kommen würde, denn "dier" klingt ja praktisch genauso wie "dir" (dem Dativ von "du"), und "dies" könnte ebenfalls etwas anderes bedeuten (als Beispielsatz: "Es steht fest, dies ist ein Relativpronomen." Ist damit jetzt dieses "dies" gemeint oder weist "dies" auf etwas aus einem der vorhergehenden Sätze hin?). Wir werden also noch sprachlich feilen müssen denke ich mal ...

LG, Mirjam
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