Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang
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Anne-Mette
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Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ein Beitrag aus der Schweiz

bei "Das sogenannte «Gendern» ist heute gesellschaftlicher Konsens" habe ich (ganz persönlich) meine Zweifel - und bei einigen "Spracheveränderungsideen" auch.

z.B. Man nehme bei einer Personenbezeichnung den Wortstamm, hänge ein -y an und mache es zum Neutrum: «Der Leser» und «die Leserin» werden zu «das Lesy», die «Leserinnen» zu «die Lesys». Und wenn Ihnen die Idee nicht gefällt, dann sind Sie «Kritikys»!

https://www.srf.ch/radio-srf-1/radio-sr ... der-anfang

Gruß
Anne-Mette
Alyssa
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Re: Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang

Post 2 im Thema

Beitrag von Alyssa »

Ich halte wenig davon sich mit aus meiner Sicht oberflächlichen Problemen zu beschäftigen. Ich finde es wichtiger das er sie es oder oder im realen handfesten Leben gleichgestellt und gleichberechtigt sind und nicht ausgegrenzt oder benachteiligt sind. Ich empfinde handfeste Probleme zu lösen wichtiger für die jeweilige Personengruppe. Meine Sichtweise.
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Mirjam
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Re: Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang

Post 3 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Alyssa hat geschrieben: Mi 31. Mär 2021, 18:11 Ich finde es wichtiger das er sie es oder oder im realen handfesten Leben gleichgestellt und gleichberechtigt sind und nicht ausgegrenzt oder benachteiligt sind.
... und das fängt eben bei der Sprache an Alyssa. Als ganz einfachen Test: Was siehst du vor deinem geistigen Auge, wenn von "Lehrern" die Rede ist. Oder von "Polizisten"? Oder von "Friseuren"? Oder von ... -- Jetzt mal ganz ehrlich, ohne "so würde ich es ja sehen" oder so.

LG, Mirjam
die sich zum Beispiel bei "der Leser" irgendwie nicht angesprochen fühlt ...
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Re: Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang

Post 4 im Thema

Beitrag von Aria »

Mirjam hat geschrieben: Mi 31. Mär 2021, 21:20
Alyssa hat geschrieben: Mi 31. Mär 2021, 18:11 Ich finde es wichtiger das er sie es oder oder im realen handfesten Leben gleichgestellt und gleichberechtigt sind und nicht ausgegrenzt oder benachteiligt sind.
... und das fängt eben bei der Sprache an Alyssa. Als ganz einfachen Test: Was siehst du vor deinem geistigen Auge, wenn von "Lehrern" die Rede ist. Oder von "Polizisten"? Oder von "Friseuren"? Oder von ... -- Jetzt mal ganz ehrlich, ohne "so würde ich es ja sehen" oder so.

LG, Mirjam
die sich zum Beispiel bei "der Leser" irgendwie nicht angesprochen fühlt ...
Ich bin zwar nicht Alyssa aber ich antworte trotzdem mal. Ich sehe da immer eine Gruppe weiblicher und männlicher Personen. Das sehe ich übrigens auch, wenn ich "los invitados" lese, obwohl es sich ja auch nur um männliche Gäste handeln könnte. Eindeutig ist es bei "las invitadas". Da hat das spanische dem deutschen etwas voraus. Aber auch in Spanien wird das generische Maskulinum in Frage gestellt. Kommt zu 99 invitadas 1 invitado, dann wir daraus invitados - doof, oder?! 😅
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Re: Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang

Post 5 im Thema

Beitrag von Alyssa »

Mirjam hat geschrieben: Mi 31. Mär 2021, 21:20
Alyssa hat geschrieben: Mi 31. Mär 2021, 18:11 Ich finde es wichtiger das er sie es oder oder im realen handfesten Leben gleichgestellt und gleichberechtigt sind und nicht ausgegrenzt oder benachteiligt sind.
... und das fängt eben bei der Sprache an Alyssa. Als ganz einfachen Test: Was siehst du vor deinem geistigen Auge, wenn von "Lehrern" die Rede ist. Oder von "Polizisten"? Oder von "Friseuren"? Oder von ... -- Jetzt mal ganz ehrlich, ohne "so würde ich es ja sehen" oder so.

LG, Mirjam
die sich zum Beispiel bei "der Leser" irgendwie nicht angesprochen fühlt ...
Ich sag ja nur Oberflächlichkeiten über die ich nur lachen kann. Als wenn es nicht klar wäre das wenn zb von Polizisten geredet wird es sowohl männliche als auch weibliche gibt . Ich sehe beides! Wenn ich zb bei der Polizei anrufe wegen einem Problem ist es mir egal wer da kommt denn es ist allgemein bekannt das das sehr wohl auch Frauen sein können. Was spielt das für eine Rolle? Völlig grotesk. Und bei der Anrede finde ich es völlig ok wenn von Polizistinnen und Polizisten geredet wird.
Aber man kann sich natürlich mit klein klein beschäftigen wenn mans braucht.
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Re: Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang

Post 6 im Thema

Beitrag von Michaela Smile »

Also ganz ehrlich, ich finde dieses ganze Gendern zum Ko...n.
auf der einen Seite wird dafür gekämpft die mehrklassen Gesellschaft, das Schubladendenken, die einteilungen etc aufzulösen, auf der anderen Seite schafft man mit dieser "genderei" noch viel mehr klassen, Schubladen etc.
wenn ich gleichberechtigung für alle will, dann muss auch klar sein, das die Begrifflichkeiten für alle gelten, und nicht jedes einzelne extra beim Namen nennen.
da wird dann doch erst Recht wieder in diverse Schubladen eingeordnet, und neue Schubladen noch dazu aufgemacht.
aaarrrgh ich könnte.........

wenn, um beim Beispiel im Text zu bleiben es heißt: "der Leser", so war jahrhunderte lang ganz klar, das sich die bezeichnung auf alle die den Text lesen bezieht. der Text darf von allen gelesen werden. hat niemand in Frage gestellt, war halt so.
jetzt wird unterteilt in Leser und Leserinnen. sind das jetzt Texte die nur der Mann bzw. die Frau lesen darf?. Wenn in einem Schriftstück jetzt von der Leserinn zu lesen ist, hab ich dann als Mann etwas falsch gemacht, und dürfte das gar nicht lesen, oder umgekehrt?
Jetzt macht man daraus "Lesende" was jetzt? der lesende, die lesende, das lesende? und schon wieder sind wir bei der Schubladen einteilung :-(
langsam wirds echt lächerlich, vor allem wenn noch mehr Schubladen aufgemacht werden um wirklich jedem ( oder jeder oder jedes ?, .... ok - allen) gerecht zu werden

bleibt doch einfach bei den Bezeichnungen wie sie schon immer benutzt worden. bezieht diese grundsätzlich auf den Menschen jeder Ausrichtung. und lasst dieses zwangs maskulin/feminin / neutrum, ach was weis ich.

irgendwann sind wir echt noch bei der Mensch, die Mensch, das Mensch (wobei letzteres ja oft als Schimpfwort benutzt wird)

oder es wird Zeit alles über Bord zu werfen und Sprache komplett neu zu erfinden. aber auch das wird schief gehen, weil selbst wenn alles neutrale Bezeichnungen hätte, kommt wieder irgendjemand daher, der sein Ego nicht angemessen gewürdigt sieht und erfindet genderzuweisende Wörter (wetten?)

Ich finde alle Menschen sind gleich! da brauchts keine eindeutig zuordnende Bezeichnung.

Grüßle
der, die, das, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum

Micha
Michaela
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bunt ist das dasein......und granatenstark!
Anne-Mette
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Re: Gendergerechte Sprache - Das Gendersternchen ist erst der Anfang

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Michaela Smile hat geschrieben: Do 1. Apr 2021, 09:05 Ich finde alle Menschen sind gleich! da brauchts keine eindeutig zuordnende Bezeichnung.
das wird für viele Gelegenheiten auch passen; für andere eben eher nicht.
Es wird sich mit der Zeit entwickeln, wie sich Sprache immer entwickelt hat. Falsch finde ich eine "Verordnung".

Gruß
Anne-Mette
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