Sekundärquellen auch ganz informativ
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Manu.66
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Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 1 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mi 23. Aug 2017, 14:26

Hi Mädels!

Neulich habe ich eine Frau (39 Jahre alt) bei einem Treffen kennengelernt.

Ich habe keine Ahnung, ob sie hier im Forum über ihre postoperativen Erfahrungen berichtet hat, aber ich möchte gern über das Zusammentreffen mit ihr berichten.

Sie hat sich im Mai dieses Jahres in Hamburg im UKE operieren (große Lösung) lassen. Wir haben uns auf dem Parkplatz vor dem Treffpunkt kennengelernt. Sie läuft auf Krücken. Sie kann sich nur sehr beschwerlich vorwärtsbewegen und noch nicht allein Autofahren, deshalb wurde sie von einer Bekannten zum Treffen mitgebracht. Arbeiten ist natürlich auch noch nicht möglich. Zum Sitzen benötigt sie einen Sitzring. Sie verzieht in manchen Momenten das Gesicht, woraus ich doch auf Schmerzen schließe. Näheres ist mir nicht bekannt.

Ich schreibe das, weil mich das schon erheblich schockiert hat. Die OP ist immerhin gut drei Monate her und ich dachte, innerhalb dieses Zeitraumes wären die unmittelbar auftretenden Komplikationen einigermaßen behoben. Normalerweise wird nach diesem Zeitraum die Korrektur OP angesetzt.

Ich wünsche ihr auf jeden Fall eine schnelle Besserung ihres Zustandes.

Und ich muß zugestehen, je mehr ich von Betroffenen höre oder lese, desto mehr komme ich zu der Feststellung, dass Komplikationen schwerer Art durchaus keine Seltenheit sind. Auch mein Frauenarzt hat mir gegenüber angedeutet, dass er einige Betroffene mit schweren Komplikationen kennt/behandelt.

Liebe Grüße
Manuela
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ab08
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 » Mi 23. Aug 2017, 16:14

Hallo Manuela,

nochmals ein herzliches Danke für Deinen Beitrag!! (gitli) Ganz so krass kenn ich persönlich zwar niemand... -> ABER, ich kenne einige, die mehrere Korrekturen brauchten bzw. bei denen es insgesamt nicht so richtig "zufriedenstellend" klappte. (Von denen hatte allerdings niemand die GAOP in Bogenhausen oder bei Dr.Schaff!!)

Aber ich sehe das auch im Kontext, denn ich hatte im März die Hüft-TEP. -> Diese orthopädischen Operationen sind häufig und sollten Standard sein... Trotzdem kenn ich mehrere Personen, wo das "Ergebnis" sehr problematisch war. Öffentlich *) möchte ich hier keine Klinik/keinen Operateur an den Pranger stellen. Erstens kenn ich mich medizinisch zu wenig aus und kenn nicht alle Fakten - und zweitens steht mir das wirklich nicht zu!!

An anderer Stelle schrieb ich bereits:
Jeder/jede sollte sich zunächst genau überlegen, ob er/sie eine GAOP überhaupt braucht
und, wenn der Entschluss gefallen ist, sich Klinik + Operateur gründlich anschauen
:wink:

Andererseits -> ich kam gerade von einer großen, für mich wichtigen, Beerdigung zurück - ist unser Leben bekanntlich endlich.
Daher bin ich der Meinung, wenn uns was wirklich wichtig ist, ist es manchmal sinnvoll, gewisse Risiken einzugehen. :wink:

Liebe Grüße
Andrea )))(:

*) Im privaten Gespräch bin ich da offener, da nenn ich durchaus Namen (Patient + Klinik)

NACHTRAG: Mit dem Verlauf meiner GAOP bin ich allerdings absolut zufrieden!! -> Im Gespräch mit Berufskollegen vorhin auf dem Heimweg nach der Beerdigung meinte ich daher, dass es für mich im Rückblick wirklich sinnvoller gewesen wäre, die GAOP schon vor Jahren/Jahrzehnten Anfang der großen Ferien machen zu lassen. - Dann hätte ich im neuen Schuljahr normal beginnen können und hätte es bei der Pensionierung schon lange hinter mir gehabt. :wink: --- Zum Vergleich meine GAOP -> Link: viewtopic.php?p=153485#p153485 Also 23 Tage nach der GAOP bin ich mit dem Auto zum Einkaufen gefahren. - 31 Tage nach der GAOP fuhr ich per Zug nach Norddeutschland (Hochzeit der Tochter). - Die mehrtägige Reise war anstrengend, aber unproblematisch.

Achtung/Richtigstellung:

Die Korrekturoperation sollte frühestens 6 Monate nach der GAOP erfolgen :!:
Zuletzt geändert von ab08 am Mi 23. Aug 2017, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Claudia
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 3 im Thema

Beitrag von Claudia » Mi 23. Aug 2017, 18:50

Moin!
Manu.66 hat geschrieben:
Mi 23. Aug 2017, 14:26
Ich schreibe das, weil mich das schon erheblich schockiert hat. Die OP ist immerhin gut drei Monate her und ich dachte, innerhalb dieses Zeitraumes wären die unmittelbar auftretenden Komplikationen einigermaßen behoben.
Hast du mit ihr über diese Probleme egesprochen?

Ich frage deshalb so genau nach, weil das eine (OP) nichts mit dem anderen (Gehprobleme) zu tun haben muss. Vielleicht hatte sie diese Probleme schon vorher. Und wenn das - wie ich es jetzt erstmal vermute - nichts miteinander zu tun hat, dann verbreitest du hier unnötig Angst und Schrecken vor dieser OP.

BTW: Ich sitze im Rollstuhl, kann ohne Hilfsmittel überhaupt nicht gehen oder stehen und habe trotzdem diese OP durchführen lassen. Nun könnte jeder, der mich sieht und nicht von früher kennt, hier auch einen Zusammenhang konstruieren, den es aber definitiv nicht gibt. Ich bin froh, damals einen Operateur gefunden zu haben, der sich trotz dieser körperlichen Probleme an diese OP herangetraut hat. Leicht war es für ihn nicht, aber er hat es sehr gut gemacht.

LG Claudia
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 4 im Thema

Beitrag von Britt » Mi 23. Aug 2017, 18:52

Manu.66 hat geschrieben:
Mi 23. Aug 2017, 14:26
Sie hat sich im Mai dieses Jahres in Hamburg im UKE operieren (große Lösung) lassen. ...

Und ich muß zugestehen, je mehr ich von Betroffenen höre oder lese, desto mehr komme ich zu der Feststellung, dass Komplikationen schwerer Art durchaus keine Seltenheit sind. Auch mein Frauenarzt hat mir gegenüber angedeutet, dass er einige Betroffene mit schweren Komplikationen kennt/behandelt.
Manuela
Hallo Manu,
nicht ohne Grund lassen inzwischen viele Berlinerinnen die GaOP in München machen, obwohl Pottek in Hamburg viel näher ist.

Grüße Britt

Claudia
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 5 im Thema

Beitrag von Claudia » Mi 23. Aug 2017, 18:57

Britt hat geschrieben:
Mi 23. Aug 2017, 18:52
nicht ohne Grund lassen inzwischen viele Berlinerinnen die GaOP in München machen, obwohl Pottek in Hamburg viel näher ist.
Kleine Info am Rande: Pottek (mein Operateur) ist nicht mehr in Hamburg, sondern jetzt in Berlin. Und Pottek <> UKE

LG Claudia
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 6 im Thema

Beitrag von Katrin_F » Mi 23. Aug 2017, 19:00

hmmm...

meine eigene Erfahrung:

vor (fast) einem Jahr hatte ich meine geschlechtsangleichende Operation in Hamburg beim Universitätsklinikum Eppendorf. Vier (in Zahlen: 4) Wochen nach der Operation stand ich wieder im Badminton Court. Die zweite Operation fand 6 Monate später statt, und da habe ich nach 2 Wochen wieder gearbeitet.

Ohne zu wissen, warum jemand Gehilfen etc in Anspruch nimmt, finde ich das 'etwas schwierig' solch düstere Szenarien aufzuzeigen.

Zwei mir bekannte Frauen mit Transisitionserfahrung wurden auch dort operiert ohne nennenswerte Komplikationen.
Und der Herr Dr. Potteck hat meines Wissens nie am UKE operiert.

Nachtrag, zum Operationszeitpunkt 48 Jahre alt :shock: :lol:

Nachtrag #2
Und ganz allgemein,

auch bei der kleinen Lösung, bin ich mir ziemlich sicher, das man nach der Operation eine Zeit einen Sitzring in Anspruch nimmt.
Und so richtig informativ fand ich die Mutmassungen nicht ...

ab08
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 7 im Thema

Beitrag von ab08 » Mi 23. Aug 2017, 19:39

Hallo,

eine Freundin, die ich in Bogenhausen traf, kam aus Schleswig-Holstein. - Eine andere, die in Süddeutschland in der Nähe wohnt, war bei Pottek (damals Hamburg)
-> Es ist normal, dass bei Betroffenen Kliniken quer durch Deutschland in die Auswahl kommen. - Örtliche Nähe spielt sicher eine Rolle, aber ist bei großen Eingriffen doch eher sekundär. (Nach der Hüft-TEP war ich z.B. in einer ausgezeichneten Reha-Klinik am Starnberger See.) - Das Vertrauen zum Operateur ist andererseits entscheidend.
-> Wie bei allen großen Operationen gibt es, je nach Gesundheitszustand der Patientin/Operationsmethode/Situation an der Klinik bisweilen Komplikationen.
ABER: Je mehr Routine an der Klinik, je klassischer die Operationsmethode / je geringer die Ansprüche durch den Patienten, desto geringer das Risiko.
Wie bei den Finanzen, dort gilt auch meistens: Je größer die Gewinnchance, desto größer das Verlustrisiko :wink:

Krücken/Schwierigkeit beim Laufen/ deuten eher auf orthopädische Probleme hin ... was nicht unbedingt mit der GAOP zu tun hat... ( )):m Danke Claudia (gitli) )
Ich konnte nach der GAOP kaum mehr laufen (Hüftkopfnekrose wahrscheinlich aufgrund eines Sturzes 1996), deshalb fuhr ich ja Auto, wo immer es ging. :wink: Bei mir hatte das sicher nichts mit der GAOP zu tun, denn das Problem verschlimmerte sich bei mir über viele Jahre. Bereits in den letzten drei Jahren vor der GAOP konnte ich nur schlecht laufen. (Zugegeben eventuell verschlimmerte sich mein orthopädisches Problem in Bogenhausen, da ich mich dort operationsbedingt für einige Tage zu wenig bewegte...) :wink:

Liebe Grüße
Andrea )))(:
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 8 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mi 23. Aug 2017, 22:05

Hi Mädels!

Erst einmal liegt mir nichts ferner, als Angst und Schrecken zu verbreiten.

Zweitens hätte ich das mit den Krücken mit Sicherheit nicht erwähnt, wenn es nicht im ursächlichen Zusammenhang mit den Folgen der OP stände - alles klar soweit?

Drittens wird die betreffende Person aufgrund der OP Komplikationen wohl erst im nächsten Jahr wieder ihren beruflichen Tätigkeiten nachgehen können. Das sind dann mehr als 8 Monate nach der OP!

Viertens handelt es sich bei meinen Ausführungen nicht um Mutmassungen sondern um eigene Beobachtung und Aussagen der Betroffenen im persönlichen Gespräch.

Sicherlich ist das Beispiel dieser Betroffenen nicht repräsentativ, darum geht es auch garnicht. Es ist ein Beispiel für die möglichen Komplikationen einer OP, so wie es sicherlich auch viele positive Beispiele gibt.

Andrea drückt es richtig aus. Jede muss selbst wissen, was sie ihrem Körper antun will und sie muss ganz allein die Folgen der Entscheidung tragen - positive wie negative. Mir geht es hier einzig und allein darum, Informationen zu sammeln die helfen können, eine Entscheidung zu treffen. Und das ist beileibe schon schwierig genug. Nur wenige sind bereit, wirklich Roß und Reiter zu benennen. Da bleibt viel im nebulösen Andeutungsdickicht hängen. Da wird viel falsch interpretiert, einiges bewusst missverstanden, einiges schön geredet, sicherlich auch einiges dramatisiert. Es ist eben ein schwieriges Terrain.

Liebe Grüße
Manuela

PS. Laut der mir vorliegenden schriftlichen Aussage von Dr. Hess erfolgt die zweite OP nach ca 12 Wochen.
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 9 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Di 12. Sep 2017, 01:51

Ich bin 2 Jahre postOP und habe chronische Schmerzen, eine Vaginalstenose, Radfahren fällt lebenslang flach. Mein Sitzkissen brauchte ich 8 Monate und einigermaßen schmerzfrei laufen konnte ich nach ca. 1 Jahr, längere Strecken erst später. Meine Eltern mussten anfangs ca. 3 Monate für mich einkaufen.

Ich bekomme auch weiterhin Androcur, weil mein Testosteronwert zu hoch ist ... Gesundheitlich habe ich mich ruiniert. Soviel ist klar.

Daenerys Targaryen
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 10 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Di 12. Sep 2017, 05:30

Hi zusammen,

die GAOP ist eine sehr große Operation. Da unten ist ziemlich viel, was "neu geordnet" werden muss. :wink: Ich finde es nicht richtig, Panik vor der OP zu verbreiten. Sie zu verharmlosen halte ich allerdings auch für gefährlich.

Ich kenne Mädels, für die war die GAOP lebensrettend, weil sie mit ihrem Penis null zurecht kamen. Die wären ohne GAOP an sich zerbrochen. Wenn es gut lief, war fast immer ein erfahrener und verantwortungsvoller Operateur im Spiel, dazu eine sorgfältige Nachsorge und ein guter Heilungsprozess. Ein paar Monate mussten die sich auch erholen, aber dann konnten sie wieder voll durchstarten, leben heute gut integriert und sind glücklich.

Ich kenne allerdings auch eine ganze Reihe von Katastrophen, vom künstlichen Darmausgang bis zum Absterben der Klitoris als Folge chirurgischen Unvermögens. Wer die Berichte der psychischen und physischen Folgen dieser verpfuschten OPs aus den Mündern von Betroffenen hört, wird vermutlich kaum jemals mehr anderen kluge Ratschläge "von außen" erteilen. Zumindest erging es mir so. Zu groß war der Schock, zu grausam das Geschilderte.

Bei jeder Operation kann etwas schief gehen. Aber wie jemand hier richtig schrieb, man kann das Risiko durch die Auswahl eines erfahrenen und verantwortungsvollen Arztes minimieren. Ein Risiko bleibt dennoch immer.
Manu.66 hat geschrieben:
Mi 23. Aug 2017, 22:05
Laut der mir vorliegenden schriftlichen Aussage von Dr. Hess erfolgt die zweite OP nach ca 12 Wochen.
Ich empfehle dir vor einer Operation bei Dr. Hess dringend die Kontaktaufnahme mit aktuellen Patientinnen, z.B. über eine Facebook-GAOP-Gruppe.

LG Daenerys
Me too.

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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 11 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Di 12. Sep 2017, 07:31

Wohnortbedingt kenne ich eine ganze Reihe Mädels, die von Dr. Hess operiert wurden. Wirklich negative Erfahrungen oder gar größere Komplikationen hat keine von denen erfahren, zumindest wenn ich den Aussagen der Mädels glauben darf. Wobei mir klar ist, das Dinge, die nicht so optimal gelaufen sind gerne mal "vergessen" werden.

LG
Michelle
Der Hirntod bleibt ja bei einigen jahrelang unbemerkt.

Britt
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 12 im Thema

Beitrag von Britt » Di 12. Sep 2017, 10:57

Daenerys Targaryen hat geschrieben:
Di 12. Sep 2017, 05:30
Manu.66 hat geschrieben: ↑
Mi 23. Aug 2017, 22:05
Laut der mir vorliegenden schriftlichen Aussage von Dr. Hess erfolgt die zweite OP nach ca 12 Wochen.

Ich empfehle dir vor einer Operation bei Dr. Hess dringend die Kontaktaufnahme mit aktuellen Patientinnen, z.B. über eine Facebook-GAOP-Gruppe.
Eine Kontaktaufnahme mit anderen Mädels, welche schon eine Operation bei den Chirurgen hatten ist immer Empfehlenswert, egal wer operiert. Es gibt eben Dinge welche man nicht im Forum schreibt.

Prinzipiell muss man auch beachten/unterscheiden
- Jede Operation hat ein gewisses Risiko. So kann es beispielsweide sein, dass durch die Narkose die Stimmlippen beschädigt werden.
- Es kann typische Probleme / Komplikation bei Unterleibsoperation geben. So kann es immer passieren, dass der Chirurg in den Darm schneidet.
- Es gibt GaOP typische Probleme. So haben wir nach der OP eine Schließmuskel weniger (Gefahr der Inkontinenz)
- Dann sind Probleme die typischerweise bei der NachOP korrigiert werden. (Z.B. der Strahl bei Wasserlassen, der nicht so ist, wie er sein sollte)
- Dann haben wir noch wegen der Operationsmethode und der Erfahrung des Chirurgen unterschiedliche Risiken. (Ich war beispielsweise bei Jürgen Schaff. Er hat gesagt, dass er noch nie einen künstlichen Darmausgang legen musste, und ich brauchte dazu nichts unterschreiben. - Dies bedeutet allerdings nicht, das bei meiner NachOP alle glatt gehen muss)


Viele Grüße,
Britt

Manu.66
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 13 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Di 12. Sep 2017, 14:05

Hi Mädels!

@ dunkles_sternchen: Das tut mir unendlich leid, dass Du so schlimme Komplikationen erleiden musst. Ich hoffe sehr, dass Du da irgendwie raus kommst und nicht mehr sagen musst, dass Du Deine Gesundheit mit der OP ruiniert hast. (and by the way: Du hast ein so wirklich tolles Profilbild - ich schaue es mir immer wieder gern an!)

Eine OP ist immer ein Wagnis - egal ob es eine Blinddarmoperation, eine OP am offenen Herzen oder eben eine GaOP ist. Garantien kann niemand geben und jeder Fall ist ein totaler, individueller Einzelfall.

Und ja, ich habe direkten Kontakt zu einer Frau, die gerade kürzlich von Dr. Hess operiert wurde, die zweite OP mit Brustaufbau hinter sich gebracht hat und zufrieden ist mit dem Verlauf.

Und ja, ich habe zwar - eine wahrscheinlich natürliche - Angst vor meinem Termin, aber ich freue mich auch darauf! Und nein, ich werde mir vorher keine Horrorgeschichten zu Gemüte führen sondern ganz fest darauf vertrauen, dass alles so verläuft wie es soll und damit zu einem guten Ende kommt.

Liebe Grüße
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Re: Sekundärquellen auch ganz informativ

Post 14 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Di 12. Sep 2017, 19:47

Manu.66 hat geschrieben:
Di 12. Sep 2017, 14:05
@ dunkles_sternchen: Das tut mir unendlich leid, dass Du so schlimme Komplikationen erleiden musst. Ich hoffe sehr, dass Du da irgendwie raus kommst und nicht mehr sagen musst, dass Du Deine Gesundheit mit der OP ruiniert hast. (and by the way: Du hast ein so wirklich tolles Profilbild - ich schaue es mir immer wieder gern an!)
Chronisch heißt ja, dass es bleibt ... aus der Nummer komme ich zumindest nicht mehr raus. Ich war übrigens bei Dr. Suporn, eben weil ich einen gute Arzt wollte. Der hat auch prima Arbeit gemacht, nur wenn es nicht verheilt, nützt auch eine Highend-OP nix. Das sollte man immer einkalkulieren.

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