Ergänzungsausweis auch für Ausländer?
Ergänzungsausweis auch für Ausländer? - # 2

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ChristinaF
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 16 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

So oder so. Ich finde, dass dieser Ausweis für die meisten von uns sehr hilfreich ist. Warum sollte ich mich Erklärungen, gleich welcher Art oder mit wem auch immer, hingeben, wenn ich ganz einfach dieses Ding vorzeigen kann?
Ich persönlich möchte ihn nicht mehr missen. Ob nun bei Banken, Krankenkassen, Geschäften, öffentlichen Einrichtungen, "staatshoheitlichen" Kontrollen oder anderswo, für mich wurden mit ihm stets evtl. Rückfragen von vornherein ausgeschlossen.
Und für diejenigen, die keinen deutschen Pass oder Personalausweis haben hier die Erklärung der DGTi:
Quelle DGTi
Art des Ausweisdokumentes

Bei deutschem Personalausweis oder Reisepass kann die Ausweisnummer mit Hilfe einer Prüfziffer überprüft werden. Dazu ist die Eingabe der 10stelligen Ausweisnummer aus dem Codierungsfeld erforderlich.

Bei Ausweisdokumenten aus anderen Ländern kann die Ausweisnummer zwar eingegeben werden, die Ausweisnummer kann aber nicht anhand einer Prüfziffer geprüft werden.

Liegt kein Ausweisdokument vor, kann ebenfalls ein Ergänzungsausweis erstellt werden. Durch den fehlenden Bezug zum offiziellen Ausweisdokument sind allerdings die Möglichkeiten zur Nutzung des Ergänzungsausweises eingeschränkt.


Liebe Grüße
Christina
Engelchen
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 17 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Gut zu Wissen das dies auch mit Ausländischen Ausweisen - wenn auch zum nur bedingt, geht

Lisa
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Sabrina Verena
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 18 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

NikolaAusR hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 23:13 Hallo Sophie,

der dgti- Ausweis ist zwingend mit einem Wohnsitz in Deutschland verknüpft.
Zudem ist er dafür gedacht, trans* Menschen den Alltag zu erleichtern.

Deiner Vorstellung entnehme ich, dass Du Dich eher als Crossdresser siehst.
Da wirst Du wohl leider keinen Ausweis bekommen können.

Liebe Grüße
Nikola
Hallo!
Ursprünglich war eine F64- Bescheinigung nötig, oder ein anderer Beweis, dass man auf den Weg der Transition ist.
Heute ist das nicht mehr nötig.
Ich hatte den Ausweis Problemlos vor ca. 4 Jahren beantragen können und erhalten.
Als Crossdresser bzw. Transvestit macht es auch Sinn, finde ich.
LG Verena
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Sabrina Verena
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 19 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Patricia_cgn hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 11:42
Christiane hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 11:15
Hallo

Jetzt muss ich doch auch mal fragen.
Kann man als Crossdresser nicht auch mal "Draußen" in die "Verlegenheit" kommen, sich ausweisen zu müssen, wenn man im FM ist?
Dementsprechend sollte ja der Ergänzungsausweis einen doch zumindest davor bewahren, "strippen" zu müssen, bzw. zur eindeutigen Feststellung der Personalien mit auf die Wache "gebeten" zu werden.
Zumindest sehe ich das jetzt so.
Ich trage mich nämlich auch mit dem Gedanken, mir einen machen zu lassen.
Und - ich glaube der Streife ist es eh egal was man ist - in ihren Augen ist man in dem Moment einfach nicht das, was auf dem offiziellen Ausweis abgebildet ist.
Zumindest wäre dann so ein erklärendes Dokument doch wohl durchaus auch für Crossdresser hilfreich, wenn nicht gar empfehlenswert?
Und wer weiß, ob Cross nicht eigentlich Trans ist (aber man sich noch nicht traut). :wink:

Ich persönlich sehe so einem "Ereignis" derzeit noch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.

LG
Christiane
Der Gedanke hinter dem dgti-Ergänzungsausweis ist es inter- und transsexuellen Personen zu ermöglichen im gelebten Geschlecht angesprochen und behandelt zu werden. er soll vor Diskriminierung schützen. Es gibt Behörden und Institutionen die die Angaben auf dem dgti-Ausweis respektieren und den gewählten Namen und das dort eingetragene Geschlecht benutzen, noch vor einer offiziellen VäPä. Das Bundesministerium hat diesen Ausweis zwar nicht offiziell anerkannt, aber sich positiv über den Verwendungszweck ausgesprochen und ich habe schon irgendwo Schriftstücke gesehen welche an Behörden gingen dass der Ergänzungsausweis zu respektieren sei. (finde den Link dazu gerade nicht mehr)
Aus der Polizeiverein VelsPol

Sorry, aber eine Nutzung des Ausweises für gelegentliche Ausflüge "en femme" spiegeln nicht den Gedanken wieder für den dieser Ausweis geschaffen wurde und bringen mit sich die Gefahr, dass der Ausweis dadurch von Behörden und Institutionen nicht mehr anerkannt wird, wenn er durch Menschen benutzt wird, die nicht die Zielgruppe sind.
Im Gegensatz zu inter- und transsexuellen Menschen wird ein Großteil der Crossdresser nicht alltäglich in die Problematik kommen sich zwangsouten zu müssen. Es ist bei vielen von uns ein extremer Leidensdruck damit verbunden und mit den noch offiziellen Dokumenten ausweisen zu müssen.

Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Bist du trans- oder intersexuell, dann ist der dgti-ausweis für Dich gedacht, bist du es nicht und besorgst du dir den Ausweis, dann ist es im Endeffekt eine Form von Beschiss oder Missbrauch...auf gut deutsch. Am Ende besteht die Gefahr für inter- und transsexuelle Personen, dass dieser Ausweis nicht mehr respektiert wird und wir dadurch gewisse Probleme bekommen. Das will doch hoffentlich niemand.

LG
Patricia
Hallo!
Die DGTI sieht es offensichtlich nicht so verbissen.
Und auch bei der VTSM ist die Selbsteinschätzung der beantragenden Person ausschlaggebend.
Übrigens ist mir nicht klar, warum eine Erleichterung bei der Identifikation, Intersexuellen und Transidenten vorbehalten sein soll?
Zuweilen auch CD und TV in Verkehrskontrollen geraten können und dann identifizierbar sein müssen.
Warum wird hier wieder ein unötiger Graben gebuddelt?
Da die DGTI es offensichtlich toleranter händelt kann von Mißbrauch auch keine Rede sein.
LG Verena
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 20 im Thema

Beitrag von gerda joanna »

Sophie_H hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 16:49 Ich mir nicht ganz sicher ob das hier im richtigem Forum frage, aber trotzdem:
Ich habe Pläne mal ein Ferien ganz als Frau zu verbringen und es gibt dann selbstverständlich Momente wobei mann etwas officieler sein soll...

Also, ich habe hier gelesen von dem Ergänzungsausweis dgti und das werde hilfreich sein ))):s
Aber ich komme aus den Niederlanden, ist es auch möglich als Niederländer ein dgti Ergänzungsausweis zu bekommen?
Es gibt glaube ich auch ein Hollandische Variant, aber der ist weniger bekannt und weil ich meistens in deutschsprachige Länder unterwegs bin, werde der dgti Ausweis vielleicht besser sein.
Vielleicht das jemand das weiß?

Vielen Dank für Ihre Auskunfte (na)

Liebe Grüße,

Sophie
Hallo Sophie,
ich komme aus Österreich und habe mir den Ausweis auch bestellt und auch bekommen. Die deutsche PA Nummer stimmt halt nicht. Aber der Ausweis ist ja eh nicht offiziell.
Alles Liebe Gerda
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.


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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 21 im Thema

Beitrag von Christiane »

Aria hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 11:54
Christiane hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 11:15 Ich persönlich sehe so einem "Ereignis" derzeit noch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.
Wie sagt man so schön.....Berufsrisiko :mrgreen:

Ganz ehrlich, ich verstehe nicht warum man so versessen auf diesen Ausweis ist.
Zum Deiner ersten Bemerkung will ich jetzt mal nix sagen.... . :roll:

Und - ich bin da gar nicht darauf versessen.
Keine Ahnung, wie Du auf das schmale Brett kommst.
Ich habe diesen Ausweis nur in Betracht gezogen, um bei kommenden Ereignissen besser gewappnet zu sein.
Ob als Crossdresser oder als ... . Punkt.
Spätestens am Flughafen wäre er wahrscheinlich von Vorteil.
Da ich vorhabe bald öfter mal längere Zeiten als Christiane zu leben und auch zu reisen (wenns wieder geht) , steht er mir aus meiner Sicht wohl auch zu.
Und - vielleicht entscheide ich mich doch für eine Zukunft als Frau? Vielleicht aber auch nicht?
Auch in dieser Phase kann so ein Kärtchen helfen. Und wenn man sich nur selbst an dem Bild und dem Namen wieder aufrichten kann.
Aus Jux und Dollerei lässt sich wahrscheinlich keiner diesen Ausweis ausstellen.
Leider unterstellen Eure Antworten eine derartige Motivation. Ich sag nur "verwässern" - (nicht "rein" genug?)
Crossdresser gehen auch nicht nur aus Karnevalslaune heraus in Kleidern des anderen Geschlechts nach Draußen.

Und nun mal etwas weiter ausgreifend - dann ist ja an dem ganzen Gesülze hier im Forum - dass es keine große Grenze von Cross zu Trans und Inter und werweiswas geben soll - wohl eher nichts dran. Nur Dampfplauderei.
Es werden hier scheinbar doch sehr enge Grenzen zu anderen gezogen. Schade.

Zum Glück habt nicht Ihr zu entscheiden, wer diesen Ausweis beantragen kann.

LG
Christiane
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 22 im Thema

Beitrag von Sophie_H »

Danke alle für ihre Beitrage.
Wie gesagt, ich werde mal informieren bei DGTI was geht und erlaubt ist.
Ich habe keine lust in ein Streit wenn oder entweder mann Trans genug ist, ich möchte nur nicht zum peinliche Gesprache kommen wenn ich als Frau 24/7 unterwegs in den Öffentlichkeit gehen würde. Ich dachte so ein Ausweis würde dann hilfreich sein, weil es am diesen Momenten meine Gefühlsidentität fraulich ist.
Für mich wäre so ein Ferien kein Spielerei oder etwas.

Liebe Grüße,

Sophie
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 23 im Thema

Beitrag von Aria »

Christiane hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 16:23
Aria hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 11:54
Christiane hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 11:15 Ich persönlich sehe so einem "Ereignis" derzeit noch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.
Wie sagt man so schön.....Berufsrisiko :mrgreen:

Ganz ehrlich, ich verstehe nicht warum man so versessen auf diesen Ausweis ist.
Zum Deiner ersten Bemerkung will ich jetzt mal nix sagen.... . :roll:

Und - ich bin da gar nicht darauf versessen.
Keine Ahnung, wie Du auf das schmale Brett kommst.
Ich habe diesen Ausweis nur in Betracht gezogen, um bei kommenden Ereignissen besser gewappnet zu sein.
Ob als Crossdresser oder als ... . Punkt.
Spätestens am Flughafen wäre er wahrscheinlich von Vorteil.
Da ich vorhabe bald öfter mal längere Zeiten als Christiane zu leben und auch zu reisen (wenns wieder geht) , steht er mir aus meiner Sicht wohl auch zu.
Und - vielleicht entscheide ich mich doch für eine Zukunft als Frau? Vielleicht aber auch nicht?
Auch in dieser Phase kann so ein Kärtchen helfen. Und wenn man sich nur selbst an dem Bild und dem Namen wieder aufrichten kann.
Aus Jux und Dollerei lässt sich wahrscheinlich keiner diesen Ausweis ausstellen.
Leider unterstellen Eure Antworten eine derartige Motivation. Ich sag nur "verwässern" - (nicht "rein" genug?)
Crossdresser gehen auch nicht nur aus Karnevalslaune heraus in Kleidern des anderen Geschlechts nach Draußen.

Und nun mal etwas weiter ausgreifend - dann ist ja an dem ganzen Gesülze hier im Forum - dass es keine große Grenze von Cross zu Trans und Inter und werweiswas geben soll - wohl eher nichts dran. Nur Dampfplauderei.
Es werden hier scheinbar doch sehr enge Grenzen zu anderen gezogen. Schade.

Zum Glück habt nicht Ihr zu entscheiden, wer diesen Ausweis beantragen kann.

LG
Christiane
Du, mir ist vollkommen Wurst wer sich den ausstellen lässt. Von mir aus kann das auch Berta Bahnschranke sein.
Ich sage lediglich, dass in dieses Teil Hoffnungen gesetzt werden, die zwar erfüllt werden KÖNNEN aber nicht MÜSSEN. Was man da teilweise für abenteuerliche Geschichten erzählt bekommt. Da ist von "...mir wurden alle Zeugnisse geändert..." bis "...man hat mir meine Grundbucheinträge umgeschrieben..." alles dabei. Bei manchen Sachen frage ich mich ehrlich wieviel Wahrheit dahinter steckt und wenn ja, welcher Blindfisch das abgesegnet hat. Denn eins ist mal klar: Das alles geschieht auf KULANZ und ist rechtlich nur sehr schwer haltbar.

Ich sehe den Ausweis daher als Erklärungshilfe an und mehr nicht. Und da wären wir schon beim Thema. Um die Tatsache, dass du dich immer wieder erklären musst, wirst du nicht drumherum kommen. Denn wenn du denkst, dass das nicht nötig sein wird nur weil du dieses Teil vorlegen kannst, bist du auf dem Holzweg. Und das ist dann nämlich auch der Punkt wo viele daran scheitern: sich immer wieder gefragt oder ungefragt outen und erklären zu müssen. Nicht wenige halten diesen psychosozialen Druck nämlich nicht aus.

Du sagst du möchtest reisen?! Dann könntest du im nahen europäischen Ausland damit wohl noch Glück haben. Viele Länder der Welt ist dieser Ausweis sowas von egal, das glaubst du nicht. Ach und spätestens in US, die ja ausschließlich mir Bodyscan prüfen und der eine Warnung ausgibt wenn da eins nicht zum anderen passt, musst du Rede und Antwort stehen.

Das was wirklich überall anerkannt und rechtlich haltbar ist, ist die VÄ/PÄ nach TSG. Aber auch in der Sache gibt es nicht wenige die denjenigen die den harten steinigen Weg gehen den Vogel zeigen und sagen dass die das lieber über PstG machen und sich über all die anderen kaputtlachen, weil die ja viel Geld bezahlen und Gutachten einholen müssen. Denen kann man auch nur sagen, dass die rechtliche Haltbarkeit nicht von Dauer ist und die ggf. nachweisen müssen intersexuell zu sein. Ist dem nicht so: Good bye Personenstandänderung
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 24 im Thema

Beitrag von Patricia_cgn »

Ich möchte versuchen meinen Standpunkt zu erklären. Vielleicht versteht die eine oder andere Person es dann ein wenig besser.

Ich wage mal zu behaupten als Crossdresser, Teilzeitfrau oder wie auch immer sich die Person bezeichnen möchte, hat man relativ wenig Problem damit als Mann in die Öffentlichkeit zu treten oder zu arbeiten oder Verträge auf den männlichen Namen zu schließen. Denn diese Person legt ihren maskulinen Teil ja nicht ab, sonst wäre sie ja eher transsexuell oder nicht-binär.
Offen Transsexuelle Personen leben jedoch 24/7 in dem Geschlecht, dem sie sich zugehörig fühlen. 24 Stunden, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr und nicht nur ab und an. Diese Personen streben oft eine VäPä an, unterziehen sich hormonellen und operativen Eingriffen um ihren Körper und ihr Geschlecht an das empfundene Geschlecht anzugleichen. Diese Personen möchten auch die Möglichkeit haben im Alltag so behandelt zu werden, wie es ihrem Geschlecht entspricht und Verträge, Bankkonten und andere Sachen auf ihren zukünftigen Namen zu führen, noch bevor der kostspielige und langwierige Prozess der VäPä durchgelaufen wird. (Nicht selten mehr als ein Jahr Dauer von der Beantragung bis zum Urteil). Oder gibt es unter den Teilzeitfrauen jemanden der alle seine Unterlagen auf den weiblichen Namen umstellen möchte? Das glaube ich kaum.

Der Dgti-Ausweis hilft uns dabei an manchen Stellen, denn obwohl er kein offizielles Dokument ist, so wird er von verschiedenen Stellen anerkannt und respektiert, seien es (manche) Banken, Ämter oder Vertragspartner. Es gibt Vertragspartner welche nach diesem Ausweis oder nach einer VäPä verlangen bevor sie bereit sind die Verträge dementsprechend anzupassen.

Es ist wie Aria geschrieben hat, ja wir müssen uns auch mit dem Ausweis erklären. Und oftmals wird er nur auf Kulanz anerkannt. Aber er hilft uns einfach an manchen Stellen des Alltags an denen er für Teilzeitfrauen nicht notwendig ist.

Ich sehe einfach die Gefahr für Menschen wie mich, dass dieser Ausweis einfach komplett nicht mehr anerkannt wird, wenn jede Teilzeitfrau ihn für sich beansprucht.

Ich hoffe ihr versteht mich damit jetzt etwas besser. Es geht bei diesem Ausweis für uns um wesentlich mehr als eine gelegentliche Polizeikontrolle.

LG
Patricia

Edit: Tippfehler korrigiert
Claudia-67
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 25 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo,
Aria hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 19:25 Du, mir ist vollkommen Wurst wer sich den ausstellen lässt. Von mir aus kann das auch Berta Bahnschranke sein.
Ich sage lediglich, dass in dieses Teil Hoffnungen gesetzt werden, die zwar erfüllt werden KÖNNEN aber nicht MÜSSEN. Was man da teilweise für abenteuerliche Geschichten erzählt bekommt. Da ist von "...mir wurden alle Zeugnisse geändert..." bis "...man hat mir meine Grundbucheinträge umgeschrieben..." alles dabei. Bei manchen Sachen frage ich mich ehrlich wieviel Wahrheit dahinter steckt und wenn ja, welcher Blindfisch das abgesegnet hat. Denn eins ist mal klar: Das alles geschieht auf KULANZ und ist rechtlich nur sehr schwer haltbar.
natürlich ist es erst einmal Kulanz.

Bei der AOK Nordwest bin ich dabei meine Krankenkassenkarte auf das weibliche Erscheinungsbild ändern zu lassen. Bis die VÄ/PÄ beantragt, geschweige denn amtlich ist, wird es noch dauern. Mein erster Therapeutentermin ist nun endlich im August mit vier Monaten Vorlaufzeit.
Nach etwas Herumgezicke geht es mit der Kartenänderung. Man muss einen DGTI-Ausweis und ein aktuelles weibliches Passbild vorliegen und dann soll das gehen. So die Auskunft aus der AOK-Fachabteilung, die man mir auch schriftlich gegeben hat.

Das erspart dann Diskussionen bei Ärzten. Bei meinem Hausarzt werde ich als Frau angesprochen, aber beim demnächst anstehenden Facharztbesuch, wo man mich nicht kennt, wäre eine passende Karte schon schön.

LG
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 26 im Thema

Beitrag von Aria »

Claudia-67 hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 12:59 Hallo,
Aria hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 19:25 Du, mir ist vollkommen Wurst wer sich den ausstellen lässt. Von mir aus kann das auch Berta Bahnschranke sein.
Ich sage lediglich, dass in dieses Teil Hoffnungen gesetzt werden, die zwar erfüllt werden KÖNNEN aber nicht MÜSSEN. Was man da teilweise für abenteuerliche Geschichten erzählt bekommt. Da ist von "...mir wurden alle Zeugnisse geändert..." bis "...man hat mir meine Grundbucheinträge umgeschrieben..." alles dabei. Bei manchen Sachen frage ich mich ehrlich wieviel Wahrheit dahinter steckt und wenn ja, welcher Blindfisch das abgesegnet hat. Denn eins ist mal klar: Das alles geschieht auf KULANZ und ist rechtlich nur sehr schwer haltbar.
natürlich ist es erst einmal Kulanz.

Bei der AOK Nordwest bin ich dabei meine Krankenkassenkarte auf das weibliche Erscheinungsbild ändern zu lassen. Bis die VÄ/PÄ beantragt, geschweige denn amtlich ist, wird es noch dauern. Mein erster Therapeutentermin ist nun endlich im August mit vier Monaten Vorlaufzeit.
Nach etwas Herumgezicke geht es mit der Kartenänderung. Man muss einen DGTI-Ausweis und ein aktuelles weibliches Passbild vorliegen und dann soll das gehen. So die Auskunft aus der AOK-Fachabteilung, die man mir auch schriftlich gegeben hat.

Das erspart dann Diskussionen bei Ärzten. Bei meinem Hausarzt werde ich als Frau angesprochen, aber beim demnächst anstehenden Facharztbesuch, wo man mich nicht kennt, wäre eine passende Karte schon schön.

LG
Claudia
Eben, es ist Kulanz. Dein Vertragspartner kann das ebenso verweigern und du hast keinerlei rechtliche Handhabe dagegen.
Das die KK die Karte bei dir ändert - ob nur Bild oder auch Name weiss ich nicht - ist wahrscheinlich nur aus der Angst heraus entstanden, weil die eine Kündigung von dir befürchtet haben.

Aber jetzt nochmal, wenn es deine/eure unbedingte Intention ist unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen, dann solltest du/ihr eure Standhaftigkeit in dieser Angelegenheit mal ernsthaft hinterfragen. Ich rate dringend sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Nicht wenige versuchen anfangs sich sämtlichen Problemen fernzuhalten und fallen dann ganz bitter auf die Nase wenn die merken, dass es eben nicht nur damit getan ist einen Ausweis mit neuem Bild und Namen vorlegen zu können.
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 27 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Patricia_cgn hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 22:03 Ich möchte versuchen meinen Standpunkt zu erklären. Vielleicht versteht die eine oder andere Person es dann ein wenig besser.

Ich wage mal zu behaupten als Crossdresser, Teilzeitfrau oder wie auch immer sich die Person bezeichnen möchte, hat man relativ wenig Problem damit als Mann in die Öffentlichkeit zu treten oder zu arbeiten oder Verträge auf den männlichen Namen zu schließen. Denn diese Person legt ihren maskulinen Teil ja nicht ab, sonst wäre sie ja eher transsexuell oder nicht-binär.
Offen Transsexuelle Personen leben jedoch 24/7 in dem Geschlecht, dem sie sich zugehörig fühlen. 24 Stunden, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr und nicht nur ab und an. Diese Personen streben oft eine VäPä an, unterziehen sich hormonellen und operativen Eingriffen um ihren Körper und ihr Geschlecht an das empfundene Geschlecht anzugleichen. Diese Personen möchten auch die Möglichkeit haben im Alltag so behandelt zu werden, wie es ihrem Geschlecht entspricht und Verträge, Bankkonten und andere Sachen auf ihren zukünftigen Namen zu führen, noch bevor der kostspielige und langwierige Prozess der VäPä durchgelaufen wird. (Nicht selten mehr als ein Jahr Dauer von der Beantragung bis zum Urteil). Oder gibt es unter den Teilzeitfrauen jemanden der alle seine Unterlagen auf den weiblichen Namen umstellen möchte? Das glaube ich kaum.

Der Dgti-Ausweis hilft uns dabei an manchen Stellen, denn obwohl er kein offizielles Dokument ist, so wird er von verschiedenen Stellen anerkannt und respektiert, seien es (manche) Banken, Ämter oder Vertragspartner. Es gibt Vertragspartner welche nach diesem Ausweis oder nach einer VäPä verlangen bevor sie bereit sind die Verträge dementsprechend anzupassen.

Es ist wie Aria geschrieben hat, ja wir müssen uns auch mit dem Ausweis erklären. Und oftmals wird er nur auf Kulanz anerkannt. Aber er hilft uns einfach an manchen Stellen des Alltags an denen er für Teilzeitfrauen nicht notwendig ist.

Ich sehe einfach die Gefahr für Menschen wie mich, dass dieser Ausweis einfach komplett nicht mehr anerkannt wird, wenn jede Teilzeitfrau ihn für sich beansprucht.

Ich hoffe ihr versteht mich damit jetzt etwas besser. Es geht bei diesem Ausweis für uns um wesentlich mehr als eine gelegentliche Polizeikontrolle.

LG
Patricia

Edit: Tippfehler korrigiert

Hallo!
Es gibt auch CD, TV usw. welche 24/7 en Femme leben.
Unabhängig davon, auch für CD, TV usw., kann es eine psychische Belastung sein, sich zwangsweise erklären zu müssen, zu weilen nicht Jeder redegewandt ist.
Und es geht nicht darum, dass TV, CD usw. es als Männer in Männeroutfit leichter hätten.
Sondern es geht um die Situation, wenn sie en Femme unterwegs sind.
Und da ist ein Ergämzungsausweis gleichermaßen hilfreich, wie bei TS- Betroffenen.
Den befürchteten Geltungsverlust des Ergänzungsausweises sehe ich nicht, denn bei Transphoben ist der ehe schon unbedeutend.
Übrigens ist es denen egal ob wir TS, TV oder wasauch immer sind, für die sind wir schlicht ein Fehler der entfernt gehört.
Also warum soll TV, CD usw. unnötig das Leben erschert bleiben?

Grundsätzlich wäre ein Ergänzungsausweis für alle Trans- Betroffenen sinnvoll, nicht nur für TS und IS.
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 28 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ganz allgemein - nicht als Antwort auf einen speziellen Beitrag gemeint:

es lohnt doch nicht, jemanden auszugrenzen und die Antragstellung und Entgegennahme eines dgti-Ergänzungsausweises zu verwehren oder mieszumachen!
Eine Selbstbestimmung ist nicht nur für transsexuelle Menschen vorgesehen.
Sollte ein Crossdresser (oder was auch immer) den Antrag stellen und die dgti liefert den Ausweis, dann wird doch niemandem damit etwas fortgenommen!

Die "Probleme" werden immer so aufgebläht, als würden wir über die halbe Bevölkerung sprechen.
Es geht um eine verschwindend kleine Anzahl von Menschen, gemessen an der Gesamtbevölkerungszahl.
Futterneidigkeit hilft niemandem.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 29 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Hallo zusammen,

zuerst einmal mein Dank an dich, Anne-Mette für deine guten Worte.

Ich bekomme regelmäßig Plaque, wenn ich Beiträge in diesem spalterischen Wir-und-Ihr-Ton lesen muss. Dieses "ihr nehmt uns da was weg, wenn ihr das macht, weil das ja nuuur für uns gedacht ist" (was so auch von TERFs immer wieder zu lesen ist), gerne verbunden mit offenkundigem Nicht-Wissen, was z.B. in diesem Falle auf der Seite des DGTI zum Thema steht, sorgt nicht unbedingt für eine solidarische Grundstimmung.


Beste Grüße
Michi
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Re: Ergänzungsausweis auch für Ausländer?

Post 30 im Thema

Beitrag von Patricia_cgn »

Ich will niemandem was weg nehmen, das ist und war definitiv nicht meine Intention.
Für mich ist dieser Ausweis vorerst, evtl. für eine noch lange Zeit die einzige Möglichkeit ein Dokument zu haben welches meinen Namen trägt und welches mir ermöglicht im Alltag als die Person aufzutreten die ich bin ohne jedes Mal meinen Pass mit meinem alten Foto vorzeigen zu müssen und DANN noch mehr erklären zu müssen. Es ist für mich auch ein Dokument welches mir ein wenig dabei hilft nicht ständig daran erinnert werden zu müssen dass ich aufgrund meiner Herkunft derzeit KEINE VäPä in die Wege leiten kann. Ich kann es mir nicht leisten nach Polen zu fahren und dort die VäPä zu machen und von hier aus kann ich das ebenso wenig. Deutsche VäPä steht mir derzeit nicht zur Verfügung da ich Polin bin.

Wenn der Ausweis auch für die Verwendung durch andere als trans- oder intersexuelle Personen gedacht ist, dann ist das ok, dann habe ich das wohl falsch verstanden. Das aber definitiv dann nicht aus Boshaftigkeit.
Mich belastet nunmal die Tatsache dass ich keine VäPä beantragen kann. Ich bin an dem Problem dran, aber eine Lösung ist derzeit eben noch nicht in Sicht und wenn ich bedenke dass ich evtl. noch Jahrelang offiziell mit meinem männlichem Namen leben muss wird mir schlecht...

LG
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