Ich hab mich normal gefühlt,.. Studie in MV und dazu die Presse
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AndroSern
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Ich hab mich normal gefühlt,.. Studie in MV und dazu die Presse

Post 1 im Thema

Beitrag von AndroSern » Di 6. Dez 2016, 14:50

»Ich hab mich normal gefühlt,
ich war ja verliebt, aber
für die andern ist man anders«

»Homo- und Trans*feindlichkeit in
Mecklenburg-Vorpommern«


Heute wird in den Tageszeitungen in M-V eine Studie vorgstellt, von der Ihr sicherlich auch gerne mehr wossen wollt
Sie steht als PDF-Datei zum Downoad bereit bei dieser Adresse:

http://www.un-sichtbar-mv.de/expertise/

Der Artikel in der SVZ zeigt in vielerlei Hinwicht, dass die eigene Recherche so gut wie gar nicht statt gefunden hat und sich ledigtlich auf reißerische Momente beschränkt, die zum Verstehen der viel zu umfangreichen Materie nicht wirklich Beitragen
Sowohl in der Printausgabe, wie auch in der WEB-Titelseite wird gleich mit einem Typical gehandelt, bei dem ich mir locker vorstellen kann, wie ein nicht geringer Teil der Leser reagieren wird.
Und damit das Ganze noch ein besonderes Geschmäckle bekommt, musste wohl noch ein AfD-Mensch befragt werden, der möglichst irgendwie was mit dem Thema zu tun hat - HURRA, ein Homo! Und desses Statement erfüllt aber auch gleich alle Erwartungen (siehe ganz unten - wie passend!) - dazu auch noch mehr Polizei auf die Straße; es stellt sich die Frage, meint er Personenschutz oder was? Und warum will er nicht, dass das Urübel durch vorbildhafte Erziehung (auch) in dern Schulen angegangen wird.

Und sucht nicht nach eine Einschätzung von Crossdress -- Ob die LOLAs nicht auch noch ein viel zu enge Sicht auf die Wirklichkeit haben?

Bild
SVZ am 6.Dez.2016
Für die Anderen anders
Erstmals untersucht Studie den Diskriminierungsgrad gegenüber Homo- und Transsexuellen in MV
Schwerin


„Ich bin ein Junge. Ich bin nur in einem weiblichen Körper geboren. Das ist sozusagen meine Hülle“, Thieß hieß früher Thea und einer der Protagonisten der gestern in Schwerin vorgestellten Studie zur Homo- und Transfeindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern. Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung fühlen sich dem gleichen oder beiden Geschlechtern hingezogen, beziehungsweise sind transsexuell. Etwa zwei Drittel hat im Alltag Erfahrungen mit Gewalt machen müssen, mehr als 80 Prozent wurden in der Öffentlichkeit diskriminiert. Insbesondere im ländlichen Raum würde es dabei verstärkt zu handgreiflichen Überbegriffen kommen – in erster Linie angestoßen von Neonazis, verdeutlicht Gender- und Rechtsextremismusexpertin Dr. Heike Radvan. „Der Alltag der Betroffenen ist geprägt von Anfeindungen, Diskriminierung und Ausgrenzung.“

Erarbeitet wurde die Expertise vom Verein Lola für Demokratie im Kontext des Projektes „Unsichtbar – Lesben, Schwule und Trans in MV“. Sie soll als wissenschaftliche Grundlage für den Landesaktionsplan zur Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Land dienen. „Der Schutz von Minderheiten heißt Schutz von Menschenrechten und ist daher staatliche Aufgabe“, sagt Dr. Heike Radvan, Vorsitzende des Vereins Lola. In Interviews beschreiben Lesben, Schwulen und Trans ihre Erfahrungen. Da ist Markus, dessen Mutter wollte, dass er sich „umentscheidet“. Was könnten die Nachbarn sagen. Da ist die bisexuelle Canan, die das Tuscheln der Menschen als „sehr unangenehm“ beschreibt. „Ich hab mich normal gefühlt, ich war ja verliebt, aber für die anderen ist man anders.“ Und da ist der syrische Migrant – in der Studie nur „N“ genannt, der aufgrund seiner Homosexualität vor vielen Jahren aus seiner Heimat floh und sich fragt: „Warum muss ich immer wieder ins Krankenhaus, anstatt die Neonazis ins Gefängnis?“

In der Regel outen sich die Betroffenen im Jugendalter. Die meisten seien zwölf bis 14 Jahre alt. Deshalb konzentriert sich die Studie in einem zweiten Teil mit homophoben Erscheinungen in Schulen – sei es in Form von Beleidigungen oder Handgreiflichkeiten. Die Suizidraten lägen bei homosexuellen Jugendlichen deutlich höher als bei heterosexuellen. 2001 beging in Parchim ein 13-Jähriger Selbstmord nach homophoben Mobbing, beschreibt Prof. Anne-Christin Schondelmayer, Autorin der Expertise. „In den Schulen fällt auf, dass die Lehrkräfte häufig peinlich berührt sind, wenn sie über Schwule und Lesben sprechen“, erzählt sie.

Momentan hält das Land Mecklenburg-Vorpommern 85 000 Euro für Beratungsangebote speziell für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender bereit. Zu wenig sagt Radvan. Aufklärung und die Umsetzung des Integrations- und Demokratiegedankens könne nur erfolgen, wenn entsprechend Bildungsarbeit geleistet würde. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) unterstützt das Projekt, das sich an das Bundesprogramm „Demokratie erleben“ angliedert: „Die Studie zeigt, dass Sichtbarkeit auch heute noch gefährlich sein kann. Lesben, Schwule und Trans erleben nicht selten Diskriminierung und Gewalt“, bedauert sie.

Holger Arppe von der AfD-Landtagsfraktion und selbst bekennend homosexuell, betont hingegen, dass die Studie an der Realität vorbeiginge: „Mit endlosen Pseudostudien in unlesbarer Gender-Sprache wird nicht eine einzige Gewalttat gegen Homosexuelle verhindert“; kritisiert er. Statt die Geschlechterorientierung frühzeitig im Unterricht zu thematisieren, fordert er mehr Polizisten auf den Straßen – die bei Gewalt eingreifen.
Josefine Rosse
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Re: Ich hab mich normal gefühlt,.. Studie in MV und dazu die Presse

Post 2 im Thema

Beitrag von Kerstin » Di 6. Dez 2016, 18:05

....dazu auch noch mehr Polizei auf die Straße; es stellt sich die Frage, meint er Personenschutz oder was? Und warum will er nicht, dass das Urübel durch vorbildhafte Erziehung (auch) in dern Schulen angegangen wird.
.....
Was ist an der Aussage des AFDler mißverständlich?
Merke ! Wenn eine Transe Prügel bezieht ist es ein Hassverbrechen wenn selbiges einem Stinknormalem passiert - weil er z.B. den falschen Fanschal trägt - wird Schulter zuckent darüber weg gegangen.
Und dann wundern sich Leute wie du das sich der Wind dreht und sich die Normalos gegen euch wenden. Wobei ich erhebliche zweifel daran habe, das dem wirklich so ist.

Und was hat es mit "vorbildhafte Erziehung" zu tun wenn man sich schon an die kleinsten ran macht um ihnen zu erklären wie toll doch bestimmte Sexuallpraktien sind.
Das Benehmen im allgemeinen läst inzwischen stark zu wünschen übrig. Der bewuste Fanschal mal wieder.
Du kannst gerne einmal mit einem Fanschal vom Kleeblatt durch die Nürnberger City gehen wenn der Club wiedermal das Derby verloren hat.
Das wird ein Höllenspaß zumindestens sehr aufregent. Als Transe fällst du in Nbg weniger auf.

Und an alle die sich eine Antwort auf mein posting überlegen - überlegt euch auch einmal warum wohl der Special Treff niemals an Tagen stattfindet an denen der Club ein Heimspiel hatte. Das Stadion ist nur ca 10 fußminuten entfernt.
Und das obwohl wir dort jederzeit gern gesehen sind und die Bedienungen klasse drauf sind.

Wenn die Ice Tigers spielen gibt es übrigens keine Probleme.

Und kommt mir jetzt blos nicht mit irgent welchen pauschal Urteilen.

MFG Kerstin

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Re: Ich hab mich normal gefühlt,.. Studie in MV und dazu die Presse

Post 3 im Thema

Beitrag von AndroSern » Di 6. Dez 2016, 20:02

Kerstin, warum reagierst Du so kratzig...
mehr Polizei kann das (auch von Dir dargestellte) Problem nicht lösen.
Es sind ja nicht nur die "Transen", die sich dem rechten Mob ausgesetzt sehen - wir haben ein gewaltiges WerteProblem im Land.
In den Köpfen der Menschen muss noch viel alte braune Kruste abgearbeitet werden.
Hier für unser Gegend ist jetzt eine Pfarrerin tätig, die mit einer anderen Frau partnerschaftlich zusammenlebt. Jetzt lehnte eine knapp 80Jahre alte Frau die Trauerfeier für ihren Mann durch diese Pastorin ab, weil sie solch eine "Kranke" nicht reden hören möchte, lieber nahm sie ein Rednerin... und dann ging alles schief, die Enttäuschung war zu groß... erst als sie wenige Wochen später diese Pastorin bei einer anderen Gelegenheit erlebte und mit ihr sprechen konnte... "hätte ich doch bloß..."
Dieses ewig alte Pflegen der Vorurteile ist unser fettes Problem und dazu brauchen wir nicht mehr Polizei, sondern viel mehr Pädagogik - auch bei Erwachsenen.
Polizei kann nicht für jede unserer gesellschaftlichen Macken zuständig sein und ausbügeln. Ich verstehe meine Aufgabe darin, die Menschen neben mir zu meinen Begleitern zu machen. Das erfordert auch eigene und (unter uns) gegenseitige Stärkung...
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!

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Re: Ich hab mich normal gefühlt,.. Studie in MV und dazu die Presse

Post 4 im Thema

Beitrag von Kerstin » Di 6. Dez 2016, 21:32

...dem rechten Mob ausgesetzt sehen...
...viel alte braune Kruste...
...sondern viel mehr Pädagogik - auch bei Erwachsenen. ...
...Das erfordert auch eigene und (unter uns) gegenseitige Stärkung...
Genau deswegen.
Wenn der rechte Mob mit der braunen Kruste gegen gegen Schwule,transen,Ausländer usw usw hetzt ist das fürchterlich böse.
Wenn die örtliche Antifa gegen anders denkende Personen hetzt, diese Verleumdet und tätlich angreift wird das wohl wollend übersehen.
Wenn die AFD nach Recht und Gesetz an Wahlen teil nimmt und Erfolge einfährt ist das ein Schaden für die Demokratie und dem Ansehen Deutschlands in der Welt.
Wenn herausragende Mitglieder dieser Partei "getortet" werden, wenn diesen Leuten die Autos abgefackelt werden - ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit dritter, wenn Wahlhelfer mit Schußwaffen bedroht werden - wie in Baden Würtenberg - dann ist das der Aufstand der Anständigen.
Alle Macht dem Volke - das Volk ist der einzige Souverän und wenn es sich eine abweichende Meinung als jene der Politfürsten erlaubt greift man zu pädagogischen Maßnahmen damit das Volk wieder auf Linie ist. Das ist dann gelebte Demokratie.
Deshalb werden wir in Deutschland auch nie Volksentscheide wie in der Schweiz haben - das Volk könnte ja auf die Idee kommen und das mit dem Souverän ernst nehmen. Geht gar net.

Und nur weil ich dummer weise trans bin heist das noch lange nicht das ich dem linkem dumm Geschwätz applaudiere und zur Seite stehe.

Mfg Kerstin

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Re: Ich hab mich normal gefühlt,.. Studie in MV und dazu die Presse

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 6. Dez 2016, 23:52

Guten Abend,

was soll uns das sagen, Kerstin? Da bin ich noch nicht ganz durchgestiegen.
Wenn es Werbung für die AFD und ein Schönreden der Aktivitäten und Pläne dieser Partei sein soll, dann ist hier nicht der richtige Platz dafür :((a
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Viele Sätze in den beiden Postings lassen vermuten, dass es nicht um eine ernstgemeinte Auseinandersetzung geht, sondern mal wieder (dabei hast Du Dich so lange zurückgehalten (888) - RESPEKT) einfach darum, "rumzubollern" und mit Unterstellungen und Verunglimpfungen zu arbeiten.

Gruß
Anne-Mette
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