Mein Mann in Frauenkleidung
Mein Mann in Frauenkleidung - # 3

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Daenerys Targaryen
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 31 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Mi 29. Nov 2017, 07:23

Guten Morgen!

Es hängt doch auch immer davon ab, wie das Gesamtpaket "Mann in Frauenkleidern" daher kommt. Es gibt welche, die werfen sich von heute auf Morgen in die femininsten Klamotten, die sie finden können, Röcke und Kleider (bevorzugte Farbe: rot) und High Heels (Pumps, na logen), dazu `ne Perücke und ein paar Schminktipps von Ilse aus dem Spar-Markt. Da Frauen oft von Kindesbeinen an dazu erzogen werden, sehr auf ihr Äußeres zu achten, ist es kein Wunder, wenn viele Partnerinnen allein schon deshalb austicken.

Partnerschaft ist ein Geben und Nehmen und kann nur funktionieren, wenn tiefes Vertrauen vorhanden ist. Wer sich nach jahrelangem Versteckspiel (zur Erinnerung: Es gibt hier im Forum einen langen Thread, in dem darüber diskutiert wird, wie man am besten zu Hause seine Klamotten versteckt!) vor seiner Parterin outet, muss damit rechnen, dass das Vertrauen erst mal komplett flöten geht und langsam wieder aufgebaut werden muss. Das geht aber nur durch intensive und vor allem ehrliche Gespräche.

Wenn eine Partnerin allerdings völlig unempathisch ist und sich total gegen die Bedürfnisse ihres Partners sperrt, wird es auch nicht klappen. Menschen verändern sich, und dazu haben sie auch jedes Recht! Und niemand darf einen anderen dafür verurteilen, wie er ist und was für ein Leben er leben möchte! Ich habe mir nicht ausgesucht, transsexuell zu sein. Ich versuche es zu akzeptieren und mich als etwas besonders anzusehen, weil ich eben so bin. Aber allein an diesen Punkt zu kommen, hat lange gebraucht und viel Leid in mein Leben gebracht. Niemand versteckt sich gerne.

Ich kenne viele Paare, die haben Kompromisse gefunden. Geht aufeinander zu und sprecht miteinander.

LG Daenerys
Me too.

betty
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 32 im Thema

Beitrag von betty » Mi 29. Nov 2017, 12:45

Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu dem Text von Aubergine überhaupt Stellung nehmen soll. Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, das ich eine tolle, wohlbehütete Kindheit hatte. Ja ich habe Freunde, Urlaube, Gott sei Dank keine krankheit und eigentlich ein ausgefülltes Leben. Aber dafür arbeite ich/wir sehr viel. Ich habe 2 Jobs Haus Kinder und habe mich niemals in meiner ehe zurückgelegt und immer gearbeitet.
Mann kann aus deinem Kommentar auch den Umkehrschluss ziehen..
Aber das lasse ich jetzt
Ich recherchiere sehr viel zu dem Thema. Es gibt Menschen, die transphob sind. Vieles spricht bei mir dafür. Das stellt das ganze in ein anderes Licht. Sehr oft wurde mir im Form vorgeworfen, das ich zu unflexibel und dickköpfig bin.
Das stimmt nicht. Es würde unser Leben um so vieles erleichtern, wenn ich es akzeptieren bzw tolerieren könnte.
Mir gefällt diese Situation, wie wir sie haben ganz sicher nicht. Es ist unglaublich traurig und belastend, wenn du jemanden liebst, aber so etwas so gravierend dazwischen steht.

Michelle_Engelhardt
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 33 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mi 29. Nov 2017, 15:18

Glückwunsch betty,

das war, glaube ich, Dein erstes Posting mit tatsächlichem Inhalt und ohne gleich die Keule herauszuholen und auf alles einzukloppen, was nicht ein Dein Weltbild passt. Vielleicht ist ja doch eine normale Kommunikation mit Dir möglich....wir werden sehen.
Let's embrace the time we have, from our birth to our last breath. Don't drown in your memories, for now is your time (Mille Petrozza)

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 34 im Thema

Beitrag von Aubergine » Mi 29. Nov 2017, 16:47

Hi Betty,

Vielleicht solltest du dir mal darüber klar werden, dass dich hier niemand angreifen will, sondern dir in deiner für dich so fürchterlichen Situation helfen.
Niemand muss sich für eine behütete Kindheit entschuldigen, die hatte ich auch. Aber ich bin sehr tolerant von meinen Eltern erzogen worden, und dafür bin ich heute noch sehr dankbar. Unter wohl behüteten Wegen verstehe ich nicht Faulheit und bedienen lassen, falls du das gemeint hast, denn auch ich habe mein Leben lang gearbeitet trotz Kinder und ohne Oma und bin auch durchs Leben gekommen.

Aber in meinem Leben ist vieles schief gegangen sowohl in Beziehungen, der Ehe und auch sonst musste ich einiges einstecken. Viele schlechte Erfahrungen erweitern aber den Blickwinkel, vor allem auch für andere Personen. Wenn nicht alles im Leben so läuft wie man es gerne hätte, ist man gezwungen, sich mit Dingen auseinander zu setzen und sie zu bewältigen, wenn man nicht untergehen möchte.

Wenn alles glatt läuft, muss man das nicht und das erschwert es um so mehr, wenn in einer heilen Welt plötzlich etwas nicht mehr so ist, wie man glaubt, dass es sein sollte.

Du sagst, du leidest vermutlich unter Transphobie:
Wiki sagt dazu:
Transphobie (von lateinisch trans ‚jenseitig, darüber hinaus‘ und altgriechisch φόβος phóbos ‚Angst, Furcht, Schrecken‘; auch Transfeindlichkeit oder Cissexismus[1]) bezeichnet gegen transidente, transgender und transsexuelle (zusammengefasst auch: trans*) Personen gerichtete Vorurteile, Ekel, Aggressionen oder irrationale Angst vor ihnen, ihren Lebensweisen und dem Ausdruck ihrer Geschlechtsidentitäten sowie ihre gesellschaftliche Diskriminierung.

Das alles ist sicherlich schlimm für dich, aber sieh den roten Satz mal an. Das wichtigste Wort darin ist "VORURTEIL" und "IRRATIONAL"

Gegen Vorurteil kann man was tun und gegen Irrational auch, denn es findet in deinem Kopf statt und nur du bist diejenige, die da etwas ändern kannst. Das wichtigste daran ist, dass du das auch möchtest. Das geht nicht von heut auf Morgen. Aber wenn du mit deiner Situation besser umgehen lernen möchtest, bist du die einzige, die daran etwas ändern kann.
Versteh das bitte nicht falsch, aber wenn du hier schreibst, dann klingt das immer so, als ob du von andern erwartest, dass sich etwas ändert, nicht von dir.
Aber sei versichert, es wird sich nur was ändern, wenn du bereit bist, es zuzulassen. Such dir Hilfe bei einem Therapeuten, such Kontakt zu andern Partnerinnen (hatte dir ja schon ne Kaffeezeit angeboten), mach, was immer du für richtig und hilfreich hältst, aber mach was und steh nicht auf dem Standpunkt, dass andere etwas machen müssen damit es dir wieder besser geht.
Egal unter welcher Phobie man leidet, man braucht die Hilfe eines Therapeuten. Ob es nun Flugangst, Spinnen oder Aufzugfahren ist. Man kann immer etwas dagegen tun. Die Schritte sind klein, aber man freut sich über jeden Fortschritt, den man macht.
Wenn man einen guten Freund/in hat, gehts auch ohne. Aber das wichtige Wörtchen und der springende Punkt heißt: "selbst etwas machen"

Du hast schon 6 Jahre lang darauf gehofft, dass sich etwas ändert und es hat sich nichts getan. Jetzt bist du am Zug....

LG Aubergine
Brauchst du Hilfe beim Schminken und Stylen? Schau hier:
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=42&t=13403 oder "NEU" bei www.transpassabel.de

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 35 im Thema

Beitrag von ULI67 » Mi 29. Nov 2017, 19:02

Hallo Betty,

Wenn du das wirklich angehen willst, hier ein Vorschlag. Such einen Stammtisch in deiner Nähe und geh mal mit deinem Mann hin. Ich schreibe extra Mann, denn er geht als solcher mit. Wenn du andere Gender kennen lernst und siehst dass diese auch (meist) normal Sin, hilft es dir/euch vielleicht die Scheu abzulegen.
Wenn es nichts ist, ihr könnt jeder Zeit gehen und ich denke wenn du das an Fremden siehst ist es vielleicht auch nicht so schlimm...
LG Uli
Ja... ich bin eine Frau 👩

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 36 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 29. Nov 2017, 19:33

Hallo Betty,

meine Anerkennung, dass du dich so intensiv mit dem Thema auseinandersetzt und dieses Mal so sachlich reagiert hast. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das schwer ist, wenn die Emotionen so in dir hochkochen. (yes)

Zur Transphobie wurde ja schon einiges geschrieben. Und ich traue dir zu, dass du auch schon darüber nachgedacht hast, wie du damit klarkommen könntest.

Aber vielleicht spielen ja auch noch andere Ängste eine Rolle, wie die, deinen Partner (in welcher Weise auch immer) zu verlieren. Aber auch, dass dein bzw. euer Ansehen in Familie, Bekanntenkreis und der Nachbarschaft leidet oder dass eure Kinder darunter zu leiden haben, wenn es rauskommt, dass dein Partner "Frauenkleider" trägt, ist sicher ein Grund, erst mal Angst zu haben.

Ich bitte dich, verstehe mich nicht falsch. Ich verurteile dich nicht dafür, falls du so empfindest. Doch wenn man sich etwas bewusst wird, hat man zumindest die Chance, etwas daran zu ändern. Eine Erfolgsgarantie gibt's natürlich nicht.

Ich wünsche dir alle Kraft, deine Situation zu verbesseren, so dass du dich wieder wohl fühlst. )))(:


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 37 im Thema

Beitrag von Aria » Mi 29. Nov 2017, 21:04

betty hat geschrieben:
Mi 29. Nov 2017, 12:45
Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu dem Text von Aubergine überhaupt Stellung nehmen soll. Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, das ich eine tolle, wohlbehütete Kindheit hatte. Ja ich habe Freunde, Urlaube, Gott sei Dank keine krankheit und eigentlich ein ausgefülltes Leben. Aber dafür arbeite ich/wir sehr viel. Ich habe 2 Jobs Haus Kinder und habe mich niemals in meiner ehe zurückgelegt und immer gearbeitet.
Mann kann aus deinem Kommentar auch den Umkehrschluss ziehen..
Aber das lasse ich jetzt
Ich recherchiere sehr viel zu dem Thema. Es gibt Menschen, die transphob sind. Vieles spricht bei mir dafür. Das stellt das ganze in ein anderes Licht. Sehr oft wurde mir im Form vorgeworfen, das ich zu unflexibel und dickköpfig bin.
Das stimmt nicht. Es würde unser Leben um so vieles erleichtern, wenn ich es akzeptieren bzw tolerieren könnte.
Mir gefällt diese Situation, wie wir sie haben ganz sicher nicht. Es ist unglaublich traurig und belastend, wenn du jemanden liebst, aber so etwas so gravierend dazwischen steht.
Er kann sich nicht ändern und du kannst es nicht. Nichtsdestotrotz liebt ihr euch. Da hilft nur eins: Aus Liebe loslassen! So bitter das auch ist.

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 38 im Thema

Beitrag von Martin-a » Mi 29. Nov 2017, 21:35

Hallo Betty

Schon mal überlegt, dass vieles, was wir heute als "Frauenkleidung" bezeichnen, früher mal (auch) Männerkleidung waren. Und auch später wanderte vieles von der Männerkleidung zu der Frauenkleidung über. Nun gibt es aber immer mehr Männer, die sich aus dieser massiven Einschränkung/Korsett von Mode und Gefühlen ausbrechen wollen. Einige werden Trans*, weil sie sich (hoffentlich trete ich jetzt niemanden auf den Schlips) der anderen Seite zugeneigt fühlen oder sich als das andere Geschlecht identifizieren, weil das in der Tat mehr persönliche Freiheit gibt. Dann gibt es Männer, die einfach mehr Freiheit in der Mode wollen und eben auch Kleidung des anderen Geschlechts (zB: Röcke, Kleider, Damenwäsche, Strumpfhosen, Pumps, High Heels usw.) tragen, weil es das in der langweiligen Männermode nicht gibt. Wenn es Deinem Mann nur darum geht, sogenannte Frauenkleidung tragen zu wollen, was spricht da dagegen. Das meiste war ja auch mal Männermode gewesen. Frauen tragen heute auch alles inkl. Männerklamotten. Es gibt ja sogar die Herrenmode für die Frau. Was sollen dann die Männer nicht das Umgekehrte dürfen? Emanzipation ist keine Einbahnstrasse.

Auch Männer haben Gefühle. Das wird leider von der Gesellschaft auch heute noch weitgehend ignoriert. Eine Partnerschaft lebt davon, dass man sich gegenseitig respektiert. Falls einer in der Partnerschaft die ganze Zeit unterdrückt wird, wird der mit der Zeit zu Grunde gehen.

LG Martin-a
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 39 im Thema

Beitrag von Nora_7 » Mi 29. Nov 2017, 23:44

Vielleicht ist auch dies nachdenkenswert:

Wenn eine als Mann erkennbare Person in unserem Kulturkreis öffentlich eindeutig weiblich besetzte Kleidung und/oder Accessoires trägt, dann hat er i.d.R. massive Akzeptanzprobleme. Wenn er das aber im Frauen-Modus, vor allem mit gutem Passing tut, dann kann er seine weibliche Komponente ausleben.

Würde ich als Mann im Kleid oder mit großen Creolen auf eine Party gehen, wird es wohl schwierig mit der Akzeptanz. "unerkannt" als Frau - eher kein Problem.

Nora_7
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung -> Alternativer Vorschlag

Post 40 im Thema

Beitrag von JackieBond » Do 30. Nov 2017, 00:46

Liebe Betty,

vielleicht hab ich es auch überlesen, aber wie genau stellt sich denn das Thema "Frauenkleidung" bei deinem
Mann dar. Er trägt die Sachen wie oft? Was empfindet er dabei? Wann trägt er diese Sachen vermehrt? Da es
so viele Spielarten bei dem Thema gibt, kann niemand so richtig Ratschläge geben. Hier jedoch ein Versuch einer
Erklärung an meinem Beispiel:

Von mir selbst ausgehend als Bio-Mann kann ich nur sagen, dass je stressiger, genervter und unharmonischer ich mein
Umfeld empfand, desto ausgeprägter war mein Drang die Frauenkleidung anzuziehen - gepaart mit einer sexuellen Erregung.

Ich hab mir den Hintern bei der Arbeit aufgerissen, keiner hats gedankt, ich hatte neue Ideen, es hat niemand interessiert, ich wollte neue Wege gehen, meine Frau hat geblockt. Wir blieben im Alltag gefangen..
So wie die Frauen Anerkennung und Abwechslung suchen, so tun es auch die Männer. Auch der Mann will begehrt werden und dazu gehört auch das seelische und körperliche Begehren des Mannes durch die idealerweise eigene Frau.

Ich weiss es fält schwer so etwas durchzuführen, aber wenn die Frau den Mann (oder im Umkehrschluss der Mann die Frau) bewundert, vergöttert, begehrenswert findet und ihm das zeigt, warum soll ER sich in diesem Fall "in Frauenkleidung flüchten"? Im Umkehrschluss - warum soll sich die Frau in die Arme eines Liebhabers flüchten oder "seine" Frauenkleidung absolut ablehnen, wenn der eigene Mann sie "auf Händen trägt"? ER muss also auch das Thema Bewundern und Begehren "neu erfinden", das kann nicht ausschließlich Sache der Frau sein.

Bitte nicht falsch verstehen, wer es auslebt und ausleben kann und es nicht als "Flucht" versteht, dem sei es gegönnt.

Vielleicht ist das ein Weg für die Partnerinnen von "Männern in Frauenkleidung" um dem Mann das Selbstwertgefühl
wieder zurückzugeben. Natürlich ist das ein steiniger Weg und dieser mag auch wenig Erfolg haben. Allerdings ist es einen Versuch wert. Bei mir hat es zumindest gewirkt, natürlich weiß niemand wie lange das anhält...

Liebe Betty, also ich wollt hier mal eine andere Vorgehensweise schreiben. Vielleicht kannst du ja dem was abgewinnen.

Liebe Grüße

Jackie Bond

betty
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 41 im Thema

Beitrag von betty » So 3. Dez 2017, 13:08

Mein mann und ich führen eine wertschätzende und respektvolle Ehe, und wir wissen beide, was der andere alles leistet. Ich denke auch nicht, das er sich in die Rolle der Frau flüchtet, weil er im normalen Leben den starken Mann spielen muss. Ich denke, die Zeiten sind vorbei. In der der Mann die Familie versorgen muss und der Fels in der Brandung sein muss. Das Familienbild mag es bestimmt noch geben, aber so leben wir nicht.
@uli : wir waren schon gemeinsam mal auf einem Stammtisch. Das war für mich ein Alptraum und ein Horrortrip. Es war für mich so schrecklich, das ich mich übergeben musste. Das möchte ich nicht mehr erleben.
Es ist nach wie vor so, wenn ich versteckte Sachen von ihm finde, das ich so wütend werde und ekel empfinde, das ich mich übergeben muss.
Ich habe ihn gebeten, alles aus unserem Haus zu entfernen. Ich werde es nicht "dulden", das unsere Kinder etwas davon finden.
Natürlich würde ich mich schämen, wenn es Familie, Freunde und Nachbarn wüssten. Das hat auch nichts mit seinem passing zu tun. ( wie schon in einem Bericht vorher angedeutet wurde). Und ja, trotzdem liebe ich meinen Mann.
Ich stehe auf Männer und habe keinerlei lesbische Neigungen.

Anne-Mette
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 42 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 3. Dez 2017, 13:34

Moin,

... da bleibt wohl nur noch eine Trennung...

Entweder trennt Dein Mann sich von allem, das Dir Übelkeit verschafft - oder ihr trennt euch. So geht ihr beide kaputt.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 43 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 » So 3. Dez 2017, 13:38

Ich sage es noch einmal: da erübrigt sich jede weitere Diskussion!
Plissi
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!

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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 44 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 3. Dez 2017, 13:50

Hallo Betty,

da du hier so offen schreibst, nehme ich an, dass du an Rückmeldungen interessiert bist ...

So wie es sich für mich darstellt:
Lebt dein Partner seine weiblichen Persönlichkeitsanteil aus, dann gehst du daran kaputt.
Verleugnet dein Partner seine weiblichen Persönlichkeitsanteil, so wie von dir gefordert, dann geht er daran kaputt.
Bleibt alles so wie es ist, geht ihr beide daran kaputt.

Wenn es tatsächlich so schlimm und absolut unverhandelbar ist, dann bleibt euch wohl nur die Trennung,
denn ich glaube nicht, dass ihr eine dieser 3 Möglichkeiten für erstrebenswert haltet.

Ich wünsche euch alle Kraft, das Richtige zu tun. )))(:


Nachdenkliche und traurige liebe Grüße
Michi
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 45 im Thema

Beitrag von betty » So 3. Dez 2017, 14:11

@plissi ich habe niemanden persönlich hier angegriffen. Ich habe auf die Ratschläge geantwortet. Wo bitte ist dein Problem ?
Ihr habt vielleicht recht, und Trennung ist die einzige Option. Aber ich habe Familie und um diese werde ich kämpfen. Wenn ihr immer so schnell Bäumchen Wechsel dich macht, ist das eure sache.
Für mich ist eine Ehe und eine Familie eine Verantwortung, die ich übernommen habe, als ich mich dazu entschieden habe.

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