Mein Mann in Frauenkleidung
Mein Mann in Frauenkleidung - # 5

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ulla
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 61 im Thema

Beitrag von ulla » Do 28. Jun 2018, 08:31

Hallo Lea
Bin davon überzeugt ,nicht alle von uns wollen in einer Schublade Mann oder Frau eingeordnet werden.
Für mich persönlich,zählt nur der Mensch der unter seiner Kleidung steckt.
Das herüberkommen im anderen Geschlecht fällt nicht unbedingt jedem leicht.
Sollten jedoch trotzdem Wert,auf gepflegtem Äußeren legen.Dann gibt es auch Unterwegs keine Probleme.
Klar kommt es mal vor,daß Biomenschen auf uns noch neidisch werden.Sowas finde ich echt saudumm.
Wieso wir ohne der Bekleidung des anderen Geschlechts,nur bedingt leben können,ich weiß es nicht.
Sollten uns vom Mieder bis Mantel echt wohlfühlen.
Ulla

Cybill
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 62 im Thema

Beitrag von Cybill » Do 28. Jun 2018, 10:43

Ähm...

Nur mal kurz zurück zur Stellungnahme von Betty. Ich sehe keine einvernehmliche Lösung für die Beziehung. Es hilft uns und Betty an dieser Stelle nicht, wenn wir uns in Wortglaubereien ergehen.

Für Betty sollte eines klar sein: es gibt keinen Weg zurück. Die Veranlagung, die ihr Gatte und auch die Meisten in diesem Forum teilen, ist weder therapierbar noch eine "Phase". Es gehört zum Betroffenen wie die Augenfarbe oder die Körpergröße.

Betty hat in ihren Beiträgen klar gemacht, dass für sie ein Kompromiss keine Option bedeutet. Ich sehe auf Grund ihrer klaren Worte an dieser Stelle auch keine Lösung.
Was jedoch klar sein dürfte ist die Tatsache, dass beide in ihrer Beziehung zutiefst unglücklich sind.

Der "godfather of" Paartherapie, David Schnarch, bringt es auf den Punkt:
"Wenn in einer Krise beide unglücklich sind, dann ist es bereits ein Erfolg, wenn einer glücklich wird."

Das kann durchaus auch in der Beendigung einer Beziehung enden. Denn erst dadurch haben beide die Möglichkeit Glück und Zufriedenheit zu finden.

Ganz nebenbei bemerkt: eine Beziehung -auch eine Ehe- als ein gemeinsames Projekt anzusehen, bei dem beide Seiten zum Zwecke des "schönen Scheines" gute Mine zum bösen Spiel machen, ist der sichere Weg ins Unglück!

Ich hoffe Betty liest noch mit.

- Cy (heute in ihrer Eigenschaft als Fachfrau für "Erleben und Verhalten")
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Vicky_Rose
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 63 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Fr 29. Jun 2018, 09:33

Was jedoch klar sein dürfte ist die Tatsache, dass beide in ihrer Beziehung zutiefst unglücklich sind.
Das halte ich nicht für eine Tatsache, sondern für eine mutige These. Genauer gesagt, ich mache ein Fragezeichen an den Teil "in ihrer Beziehung".

Gerade David Schnarch hat auf die Akzeptanz der Unterschiede hingewiesen und dass dadurch die Beziehung eine neue Qualität bekommt. Sie wird dadurch wesentlich entlastet, gerade weil man sich den/die Partner/in weniger aus seiner persönlichen Sicht und seinen persönlichen Wünschen sieht. Scheinbar kommt dadurch mehr Distanz in die Beziehung, aber tatsächlich befreit man sich nur von falschen Vorstellungen.

Ich meine, genau das liegt in diesem Fall vor. Die Ansichten, die Betty von ihrem Mann hat, entsprechen nicht ihren eigenen Vorstellungen oder viel mehr den Vorstellungen von denen Betty glaubt, es seien ihre eigenen. Ich glaube viel mehr, dass Betty in der misslichen Situation steckt, weil sie selber im eigenen Konflikt steht. Auf der einen Seite ihr Mann, der sich gesellschaftlich untypisch verhält und auf der anderen Seite die Erwartungen, die von anderer Seite an sie heran getragen werden. Die Frage, die sich für mich hier offenbart, ist die inwieweit Betty in der Lage ist, eine eigene emanzipierte Antwort auf den eigenen Konflikt zu finden. Die Situation mit ihrem Mann ist nur das Vehikel dazu.

Es kann durchaus sein, dass die Trennung die beste Möglichkeit ist. Das Entscheidende ist die Motivation, mit der diese Entscheidung getroffen ist. Ich interpretiere ihren Satz, dass ihr beim Anblick ihres Mannes in Frauenkleider schlecht würde, als das Bewusstwerden, dass sie dadurch in eine innere Zwangslage kommt. Dieser Anblick konfrontiert sie mit ihrem eigenen inneren Konflikt, der für sie sehr schwer wiegt. In diesem Fall wäre eine Trennung zunächst der falsche Weg. Das wäre ein Weglaufen von dem eigentlichen Problem. Mit dem nächsten Mann käme sie wieder in eine ähnliche Situation. Dann wäre der Mann vielleicht kein CD/TS, sondern er hätte wahrscheinlich etwas anderes, was nicht ihren Ansprüchen (oder besser gesagt den Erwartungen, die an sie heran getragen werden) genügt. Aus meiner Sicht ist sie es, die sich von diesen Erwartungen emanzipieren muss. Gerade ihre heftigen emotionalen Reaktionen sind Indizien, dass das dringlichste Problem in ihr selber steckt.

Beziehungen sind nicht dazu da, das man selber durch den Partner glücklich gemacht wird. Beziehungen sind der Treiber, sich mit sich selber zu befassen und zu reifen. In dieser Reifung steckt das Glück und vertieft die Beziehung, da man ehrlicher mit sich und dem anderen umgeht. Der Schlüssel sind die eigenen Emotionen, die idealerweise zur Frage führen, warum man selber emotional so stark reagiert. Erwarte ich vom Partner, dass er sich so verhält, wie ich es mir wünsche, überfrachtet die Liebe und die Beziehung. Das ist ein Kern der Schnarch'chen Sichtweise, die im Kern auch u.a. von vielen Anderen vertreten wird (Jürg Willi, Ulrich Clement, Lukas Möller etc.).
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.

latex_lea
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Re: Mein Mann in Frauenkleidung

Post 64 im Thema

Beitrag von latex_lea » Sa 30. Jun 2018, 23:58

Hallo Ihr Lieben,

ich bin der Meinung,trotz aller gut gemeinten Ratschläge,man sollte sich nicht in Beziehungen von "Anderen", für die meisten oder für alle sicher "Fremde" einmischen.
Selbst bei engen Freunden,Bekannten und Verwandten kann das nach hinten losgehen.
Ich finde trotzdem Männer in Frauenkleidung sexy,nur bitte ohne Körperbehaarung und mit Haaren auf dem Kopf,zumindest mit Perücke und vielleicht findet es dann auch die
Partnerin erotisch?!

LG Lea
Ob Frau, Transgender,Intersexuelle wir sind das schönste Geschlecht und jeder Mann hat immer etwas Frau in sich.....

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