Ringelmiez/ politisches Handarbeitsblog
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Forumbereich für Kinder und Jugendliche, die sich als transsexuell oder transidentisch beschreiben und deren Eltern.
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Frida
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Ringelmiez/ politisches Handarbeitsblog

Post 1 im Thema

Beitrag von Frida » So 24. Jan 2016, 18:21

Eine wunderschöne Geschichte von einer Mutter und ihrem Sohn, der sich ein Kleid wünschte. (he)

"Was würde ich also machen, wenn einer meiner Söhne irgendwann tatsächlich einen Jungen mit nach Hause bringt? Meine Standardantwort
darauf lautet: Es kommt auf die Tageszeit an. Mittags vielleicht Nudeln, Abends einen Salat oder so."

http://ringelmiez.de/2016/01/20/ein-kle ... n-sollten/

Viel Freude beim Lesen!

Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend, Frida

Dolores59
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Re: Ringelmiez/ politisches Handarbeitsblog

Post 2 im Thema

Beitrag von Dolores59 » So 24. Jan 2016, 18:29

Ein super Artikel!
Unterm Strich gibt es für mich also keinen nachvollziehbaren Grund, weswegen ein Junge kein Kleid anziehen können dürfte. Oder keine Haarspangen, oder keine pinken Sandalen. Ein Junge darf daran genau so viel Freude haben, wie ein Mädchen. Es gibt keinen Grund, einem Kind Freude an irgendwas zu untersagen oder zu schmälern. Ich hoffe, meine Antworten machen euch ein bisschen Mut, auch eure Jungs zum empowern, wenn sie mit dem Wunsch nach einem Kleidchen ankommen.
Es gibt ebenfalls keinen Grund, warum nicht auch Männer sowas tragen dürfen.

Danke!

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

Feldmaus
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Re: Ringelmiez/ politisches Handarbeitsblog

Post 3 im Thema

Beitrag von Feldmaus » Di 26. Jan 2016, 08:52

Hallo zusammen

Ein sehr schöner Bericht von einer liebenden Mutter. (ap)
Sie liebt ihr Kind wie es ist und stört sich nicht an die gesellschaftlichen Normen.Sie zeigt sehr gute Denkansätze und möchte ihr Kind in seiner Entwicklung ;wie auch immer, fördern.Doch später im Kindergarten oder Schule werden die ersten Probleme auftreten. Erzieher, Lehrer und auch Schüler werden dem Kind und den Eltern zusetzten . Mutter und Kind müssen sich behaupten, das wird eine schwere und kräfte zerrende Zeit.

Saskia und ich haben Bekannte in der gleichen Situation. Der Sohn , Grundschüler, zieht gern Kleider und Röcke an. Er verhält sich sehr weiblich und möchte später einmal Frau werden. Die Eltern gehen sehr positiv auf ihn ein. Sie versuchen ihr Kind zu unterstützen und müssen es leider immer wieder vor anders denkenden Mitmenschen verteidigen und auch schützen. Besonders Erwachsende , Lehrer und Eltern anderer Schüler, zeigen für den Sohn kein Verständnis. Es gibt ständig Ärger in der Schule.Nun möchten Sie ihr Kind auf eine alternativere Schule anmelden und hoffen das es da besser laufend wird.

Der Sohn kennt uns ganz gut und stellt auch oft Fragen an Saskia, die sie ihm gerne beantwortet.Er freut sich immer wenn wir da sind und möchte uns ständig irgendetwas zeigen . Er ist ein sehr lebhaftes Kind ,das gerne singt und tanzt und voller Tatendrang ist.

Schade, das solchen lebenslustigen Kindern der Weg zur eigenen Entfaltung oft erschwert wird.Anstatt sie so zu nehmen wie sie sind werden ihnen ständig Steine in den Weg gelegt. Es entstehen plötzlich Probleme, wo eigentlich keine sind .

Viele liebe Grüße Daniela
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.(Antoine de saint-exupery)

Anke
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Re: Ringelmiez/ politisches Handarbeitsblog

Post 4 im Thema

Beitrag von Anke » Di 26. Jan 2016, 09:40

Hallo zusammen,

vielen Dank an Frida für den Link. :-)

Genau so soll es sein. Genial entspannt finde ich die Antwort mit den Nudeln und dem Salat. (ap)

Selbst habe ich das exakte Gegenteil in meiner Kindheit erfahren und weiß genau, was das mit mir gemacht hat. Vermutlich geht es einigen hier so. Deshalb freue ich mich so für diesen Jungen (oder ist es vielleicht doch ein Mädchen?), der einfach sein darf, wie er ist. (ap)

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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Re: Ringelmiez/ politisches Handarbeitsblog

Post 5 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Di 26. Jan 2016, 10:14

Hallo,

...schön, dass es heute schon so denkende Eltern gibt, die auch bereit sind, auf ihre Kinder auch in einem solchen eben doch eher seltenen Fall einzugehen und so etwas auch zu ermöglichen.
Zu meiner Zeit in den 50-ziger Jahren, als ich im Kindergarten war, gab es so etwas allgemein noch nicht und Jungs trugen damals noch den HJ-Pisspottschnitt zumindest auf dem Land - und der Frisör kostete Geld, was damals oftmals bei vielen Familien noch rar war. Trotzdem habe ich nicht Fußball mit den Jungs gespielt und lieber mit den Mädchen gemalt und Zöpfe geflochten aus Gänseblümchen. In gewissem Sinne wurde das damals von den Rot-Kreuz-Schwestern schon toleriert; ich durfte mittags auch in der Lagerküche helfen (der Kindergarten war im Flüchtlingslager) und das Essen mit austragen. Ob die damals schon etwas erkannt haben? Zumindest haben sie mich bei meinen Eltern glaube ich nicht angeschwärzt. Im Dorf hatte ich anfangs bis in die Grundschulzeit auch nur Freundinnen, mit denen ich gespielt habe. Das änderte sich erst mit dem Übergang zur weiterführenden Schule, wo ich dann einen besten Freund hatte neben einigen Freundinnen, die immer noch lange hatte.
Aus der Erinnerung an damals... ist heute aber etwas geworden; vielleicht war es damals auch schon.

LG, Ulrike-Marisa ))):s

Daenerys Targaryen
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Re: Ringelmiez/ politisches Handarbeitsblog

Post 6 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Di 26. Jan 2016, 17:40

Die Haltung der Mutter ist wirklich vorbildlich. Ganz wichtig finde ich diesen Satz:
(…) Ich möchte ihm nicht beibringen, dass er die Erlaubnis von anderen Menschen braucht, um so sein zu können, wie er ist.(…)
Ich hoffe, dass alle Menschen eines Tages in einer Welt leben, in der sie dafür niemand um Erlaubnis fragen müssen.

Als ich sechs war, wollte ich mir mal an Fastnacht Stoffschmetterlinge auf die Hose kleben und als "Frühling" in die Schule gehen. Meine Mutter hat es verboten, daran knabber ich irgendwie bis heute. :lol: Die Siebziger Jahre waren halt doch sehr konservativ und angepasst, zumal auf dem Land.

Toll, dass sich heute doch einiges geändert hat. Solche Artikel machen mir immer Hoffnung für unsere Kinder. (smili)

Liebe Grüße

Daenerys

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