Die Spielzeugwahl
Die Spielzeugwahl

Forumbereich für Kinder und Jugendliche, die sich als transsexuell oder transidentisch beschreiben und deren Eltern.
Hilfe bei Outing, Schulalltag und Zeugnisgestaltung, Umgang mit Eltern und Geschwistern
Antworten
maexine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Mo 16. Jul 2018, 04:07
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): wolkenkukucksheim
Membersuche/Plz: nord
Hat sich bedankt: 0
Danksagung oder Lob erhalten: 100 Mal

Die Spielzeugwahl

Post 1 im Thema

Beitrag von maexine »

Aktuell berichtet Noizz - Livestyle: "Ihre Gender-Identität verfolgt Kinder schon ab dem Moment, wo sie noch gemütlich in der Gebärmutter rumschwimmen und ein Frauenarzt feierlich verkündet, ob da wohl ein kleiner Penis oder eine kleine Vagina zu sehen ist. Abhängig von der Form dieses Genitals hängen dann plötzlich blaue oder rosane Ballons in der Wohnung, Grußkarten zeigen kleine Entdecker in Flugzeugen oder Ballerinas auf der großen Bühne. Wenn das Kind geboren wird, ist schon längst ein Prozess passiert, den das Kind selber gar nicht mehr aufhalten konnte:..." https://noizz.de/lifestyle/von-christen ... en/69zqh4q

Bild
Wenn auch bisher: " Barbie-Hersteller Mattel war lange zuständig dafür, ein falsches Frauenbild zu bewerben. Jetzt ist er einer der fortschrittlichsten Spielzeugfirmen überhaupt und verkauft Puppen, die gar kein Geschlecht haben. Dragqueen Trixie Mattel liebt sie..."


Es bleibt, das jede neue Generation von Eltern, die Frage nach der Bedeutung von Spielzeugpuppen neu verfolgt. Schon vor 100 Jahren wurde unter den Pädagogen diskutiert ob: “Waldorfpuppen sind im Vergleich zu herkömmlichen Puppen weit weniger deutlich ausgebildet. Hände und Füße sind nur als Stümpfe abgebildet. Das Gesicht lässt lediglich Wangen und Nase als Hervorhebungen erkennen. Ohren dagegen werden nur selten dargestellt. (…)
Bild
Es wird vermieden, durch die dargestellte Mimik eine bestimmte Gefühlsstimmung zum Ausdruck zu bringen. Dies ist nach Vorstellung der Waldorfpädagogik einzig dem spielenden Kind vorbehalten.” (Wikipedia)

Hier besteht also Raum um eure Erfahrungen zu beschreiben...einfach den Antworten-Button clicken...

eure maexine
Folgende Benutzer bedankten sich bei AutorIn maexine für den Beitrag:
triona (Fr 24. Apr 2020, 15:15)
Bewertung: 1.61%

triona
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 902
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 01:01
Pronomen:
Wohnort (Name): Aue
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 100 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 207 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 2 im Thema

Beitrag von triona »

maexine hat geschrieben:
Fr 24. Apr 2020, 08:00
Schon vor 100 Jahren wurde unter den Pädagogen diskutiert ob: “Waldorfpuppen sind im Vergleich zu herkömmlichen Puppen weit weniger deutlich ausgebildet. Hände und Füße sind nur als Stümpfe abgebildet. Das Gesicht lässt lediglich Wangen und Nase als Hervorhebungen erkennen. Ohren dagegen werden nur selten dargestellt. (…)
Bild
Es wird vermieden, durch die dargestellte Mimik eine bestimmte Gefühlsstimmung zum Ausdruck zu bringen. Dies ist nach Vorstellung der Waldorfpädagogik einzig dem spielenden Kind vorbehalten.” (Wikipedia)
Bild
Bild

Bild

Nicht daß ich dein Anliegen lächerlich machen wollte. Aber bei dem süßen Bildchen von dem Waldorf-Püppchen konnte ich mir das jetzt nicht verkneifen. :lol:

Davon ab, die CD lohnt sich wirklich anzuhören. Sehr schöne Musik.


liebe grüße
triona

maexine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Mo 16. Jul 2018, 04:07
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): wolkenkukucksheim
Membersuche/Plz: nord
Hat sich bedankt: 0
Danksagung oder Lob erhalten: 100 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 3 im Thema

Beitrag von maexine »

Gern liebe Triona

sei hier nochmals auf den Artikel https://www.erziehungskunst.de/artikel/ ... -lina-ist/ aus 2017 hingewiesen. Und ich glaube fest, das aufgeklärt erziehende Eltern, ihre Kinder liebevoll beim Heranwachsen begleiten können.
Unsere Aufgabe kann sein, entstehende *Fragen, mit unseren Erkenntnissen und Wissen zu beantworten. Hierzu wünsche ich mir eure Unterstützung und freue mich auf wohlmeinende Beiträge, die helfen, diese Fragen von Erziehenden zu beantworten.

eure maexine
Folgende Benutzer bedankten sich bei AutorIn maexine für den Beitrag:
triona (Sa 25. Apr 2020, 02:44) • Mirjam (Mo 27. Apr 2020, 16:17)
Bewertung: 3.23%

Hexemelina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 504
Registriert: Do 4. Okt 2018, 21:00
Geschlecht: Ts MzF
Pronomen:
Wohnort (Name): Friedrichshafen
Membersuche/Plz: z.Zt. ------
Hat sich bedankt: 55 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 253 Mal
Gender:

Re: Die Spielzeugwahl

Post 4 im Thema

Beitrag von Hexemelina »

hallo ihr lieben

wenn dann spielzeug aus den kindern tagen so wie ich das mir bestellt habe

Bild
und die funzt ok heizen und schleudern tut sie net aber richtig waschen

mit Hexischen grüssen die Hexemelina )))(:
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du

maexine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Mo 16. Jul 2018, 04:07
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): wolkenkukucksheim
Membersuche/Plz: nord
Hat sich bedankt: 0
Danksagung oder Lob erhalten: 100 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 5 im Thema

Beitrag von maexine »

Nicht jeder mit Penis ist ein Bub

Das neue Kinderbuch "Der Katze ist es ganz egal" von Franz Orghandl erzählt vom selbstbewussten Coming-out eines *Mädchens und den Reaktionen ihres Umfelds.
Es gibt nicht viele Kinderbücher, die vom Coming-out eines trans Mädchens oder Jungen erzählen, und nur ganz wenige, die sowohl emanzipatorisch und aufklärerisch als auch humorvoll und ironisch sind. "Der Katze ist es ganz egal" aus der Feder der österreichischen Autorin Franz Orghandl gehört auf jeden Fall dazu.
Bild
Infos zum Buch: Franz Orghandl: Der Katze ist es ganz egal. Kinderbuch für Kinder ab 9 Jahren. Mit Bildern von Theresa Strozyk. 104 Seiten. Klett Kinderbuch Verlag. Leipzig 2020. Gebundene Ausgabe: 13 €. ISBN 978-3-95470-231-2

hier eine Leseprobe: https://www.klett-kinderbuch.de/files/c ... eprobe.pdf

mit lieben Grüssen wünscht euch viel Freude beim lesen

eure maexine


PS: Liebe Hexemelina, eine Wäsche, ja manchmal auch Gehirnwäsche, wünschen wir, als Erwachsene uns alle dannundwann. Jedoch ist "brainwash" eher ein Spielzeug der Militärs und spätestens seit:
"1975 hat die UNO in ihrer Erklärung über den Schutz aller Personen vor Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (Nr. 3452, 9. Dezember 1975) auch die Methode der Gehirnwäsche mittels manipulativer Psychotechniken eingeschlossen. " https://de.wikipedia.org/wiki/Gehirnw%C3%A4sche

UND SOMIT AN ALLE ! "Hier in der Rubrik Kinder und Jugendliche" geht es ausschlieslich um zu schützende heranwachsende Minderjährige !
Folgende Benutzer bedankten sich bei AutorIn maexine für den Beitrag:
Mirjam (So 26. Apr 2020, 13:53)
Bewertung: 1.61%

Helga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 541
Registriert: Sa 9. Mär 2019, 22:07
Geschlecht: m, Feiertagsfrau
Pronomen: fallabhängig
Wohnort (Name): Norddeutschland
Membersuche/Plz: 28xxx
Hat sich bedankt: 567 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 530 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 6 im Thema

Beitrag von Helga »

maexine hat geschrieben:
Fr 24. Apr 2020, 08:00
Es wird vermieden, durch die dargestellte Mimik eine bestimmte Gefühlsstimmung zum Ausdruck zu bringen. Dies ist nach Vorstellung der Waldorfpädagogik einzig dem spielenden Kind vorbehalten.”
Hallo Maexine,
die Waldorfpuppen verzichten zwar auf Mimik und Gliedmaßen, die Gender- Zugehörigkeit wird dafür um so stärker betont. Die Puppen sind durch Haare und Kleidung als eindeutig männlich oder eindeutig weiblich klassifiziert. Im Übrigen kenne ich keinen Kindergarten, in dem die Unterschiede zwischen den Geschlechtern derartig zelebriert werden. Die Mädchen tragen zumeist lange Haare, gerne mit Zöpfen, und teilweise selbst im Winter wallende Kleider. Unübersehbar ist, dass sie hierbei die Erzieherin als Vorbild nehmen.
Aus meiner Sicht ist das meiste Spielzeug zunächst einmal genderneutral. Da das Spiel jedoch immer ein gewisses Abbild unserer Gesamtgesellschaft darstellt, wird vieles durch den Kontext gegendert. Dieser Kontext kann sich im Laufe der Zeit aber auch verändern. Beispiel: Pferde als Schaukelpferd, Steckenpferd oder Figur. Bis in die 1950er waren Pferde typisches Jungenspielzeug. Pferde waren Arbeitstiere oder Fortbewegungsmittel für Husaren oder Kavalleristen. Die Arbeit auf dem Feld und alles was mit Militär zu tun hatte waren automatisch mit "Männlich" verknüpft. Heute sind Pferde mit einem weiblich dominierten Reitsport verknüpft, daher sind die Abbilder "Mädchenspielzeug". Natürlich gibt es auch Spielzeug, das künstlich gegendert wird. Viele von uns sind mit dem klassischen Lego-Stein aufgewachsen, mit dem sowohl Jungen als auch Mädchen spielen konnten "ohne dabei rot zu werden". In den 1990ern brachte der Hersteller dann eine eindeutig auf Mädchen zugeschnittene Serie mit rosa, pink und violetten Steinen, sowie sonstigem Zubehör in Puppenhaus- Optik heraus. Immerhin sind die Einzelteile noch mit den Ursprungsserien kompatibel.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.

Helga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 541
Registriert: Sa 9. Mär 2019, 22:07
Geschlecht: m, Feiertagsfrau
Pronomen: fallabhängig
Wohnort (Name): Norddeutschland
Membersuche/Plz: 28xxx
Hat sich bedankt: 567 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 530 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 7 im Thema

Beitrag von Helga »

maexine hat geschrieben:
Fr 24. Apr 2020, 23:55

sei hier nochmals auf den Artikel https://www.erziehungskunst.de/artikel/ ... -lina-ist/ aus 2017 hingewiesen.
Liebe Maexine,
Danke für den Link. Hier haben mal alle alles richtig gemacht. Lina darf einfach sein was sie will, und sie muss sich nicht entscheiden. Leider nur im ersten Teil ihrer Geschichte, der Kindheit. Der Verweis auf die Pubertätsblocker lägt die Vermutung nahe, dass sie sich im Erwachsenenalter dann doch entscheiden muss. Entweder wieder Casper wie er auf die Welt kam oder Lina, dann aber mit Hormonen und am besten auch Goap. Wir konnten es hier im Forum oft genug lesen. Wenn erstenmal die Pubertätsblocker verabreicht werden ist die Entscheidung damit schon vorweggenommen. In der Regel werden dann auch die geschlechtsangleichenden Maßnahmen durchgeführt. Die "freie Entscheidung" soll im Erwachsenenalter gefällt werden können. Aber gehört zur Persönlichkeitsentwicklung des Erwachsenwerden nicht auch dazu eine Pubertät durchlebt zu haben?
Warum kann Lina nicht einfach bleiben wie sie ist? Warum darf aus dem Mädchen mit dem Penis nicht einfach die Frau mit dem Penis werden? Dann sind die Schultern halt etwas breiter und die Stimme etwas tiefer. Es gibt auch biologische Frauen mit breiten Schultern und tiefer Stimme.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.

Mirjam
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 431
Registriert: Do 11. Mai 2017, 12:34
Geschlecht: Frau (nicht bio)
Pronomen:
Wohnort (Name): Unterfranken
Membersuche/Plz: 97***
Galerie: gallery/album/413
Hat sich bedankt: 1575 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 254 Mal
Gender:

Re: Die Spielzeugwahl

Post 8 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo Helga,
Helga hat geschrieben:
Mo 27. Apr 2020, 14:28
Der Verweis auf die Pubertätsblocker lägt die Vermutung nahe, dass sie sich im Erwachsenenalter dann doch entscheiden muss. Entweder wieder Casper wie er auf die Welt kam oder Lina, dann aber mit Hormonen und am besten auch Goap. Wir konnten es hier im Forum oft genug lesen. Wenn erstenmal die Pubertätsblocker verabreicht werden ist die Entscheidung damit schon vorweggenommen. In der Regel werden dann auch die geschlechtsangleichenden Maßnahmen durchgeführt. Die "freie Entscheidung" soll im Erwachsenenalter gefällt werden können. Aber gehört zur Persönlichkeitsentwicklung des Erwachsenwerden nicht auch dazu eine Pubertät durchlebt zu haben?
Vielleicht liegt das ja auch daran, dass die Pubertätsblocker in den meisten Fällen sehr verantwortungsbewusst verschrieben werden? Also nur in den Fällen, in denen es sehr wahrscheinlich ist, dass das Kind transident ist? Das würde es doch auch erklären können.
Helga hat geschrieben:
Mo 27. Apr 2020, 14:28
Warum kann Lina nicht einfach bleiben wie sie ist? Warum darf aus dem Mädchen mit dem Penis nicht einfach die Frau mit dem Penis werden? Dann sind die Schultern halt etwas breiter und die Stimme etwas tiefer. Es gibt auch biologische Frauen mit breiten Schultern und tiefer Stimme.
... und dann hat sie vielleicht jeden Tag damit ihre Probleme, falsch angesprochen zu werden, falsch "einsortiert" zu werden, oder noch schlimmeres. Ja ich weiß vovon ich da rede. Und dabei habe ich noch halbwegs Glück gehabt, meine Stimme ist jetzt wirklich kein dröhnender Bass, meine Schultern nicht übermäßig breit, und auch bei der Körpergröße und Schuhgröße bin ich noch so an der Grenze dessen, was nicht ganz so auffällt. Aber was wäre mit Lina, wenn sie das Pech hätte und knapp 2 Meter groß würde, Schugröße 47, eine Figur "wie ein Schrank" bekommen würde? Und die Stimme eben auch entsprechend? Das ist alles nicht mehr rückgängig zu machen.

Ja es könnte ein Fehler sein, ihr Pubertätsblocker zu verschreiben. Aber es könnte genauso gut ein Fehler sein, es zu unterlassen.

Und es ist einfach ein Unterschied, ob ich das wirklich jeden Tag so spüre, oder nur an 5 % der Tage. Sorry, aber wer da nicht eigene Erfahrung hat kann vielleicht dann doch "nur" aus theoretischer Sichtweise mitreden ...

LG, Mirjam
Folgende Benutzer bedankten sich bei AutorIn Mirjam für den Beitrag:
!EmmiMarie! (Mo 27. Apr 2020, 16:53) • MichiWell (Di 28. Apr 2020, 22:23)
Bewertung: 3.23%

!EmmiMarie!
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1276
Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Bad Krozingen
Membersuche/Plz: 79115
Hat sich bedankt: 863 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 1273 Mal
Gender:

Re: Die Spielzeugwahl

Post 9 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! »

Mirjam hat geschrieben:
Mo 27. Apr 2020, 16:28
Vielleicht liegt das ja auch daran, dass die Pubertätsblocker in den meisten Fällen sehr verantwortungsbewusst verschrieben werden? Also nur in den Fällen, in denen es sehr wahrscheinlich ist, dass das Kind transident ist? Das würde es doch auch erklären können.
Sie müssen das sogar-wird die Pubertät zu lang geblockt, ist auch die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen da..
Osteoporose mit 25 braucht jetzt wirklich kein Mensch..

Aber ich habe Helga auch schon versucht zu zeigen wie das Gefühl ist-ich habe bis jetzt leider kein Verständnis bemerkt,
sondern immer nur den erhobenen "Altersweisheitszeigefinger" oder die Trauer darum selbst nicht in der Situation gewesen
zu sein zu sagen, so ich geh den Weg jetzt...das dann aber bei anderen zu machen, ist typisch..nein ich sags nicht...
Mirjam hat geschrieben:
Mo 27. Apr 2020, 16:28
Und es ist einfach ein Unterschied, ob ich das wirklich jeden Tag so spüre, oder nur an 5 % der Tage. Sorry, aber wer da nicht eigene Erfahrung hat kann vielleicht dann doch "nur" aus theoretischer Sichtweise mitreden ...
Wie Recht du hast! Und zwar bestenfalls "nur" theoretisch...siehe oben

noch was zum Thema Waldorf, da meine Liebste eine Waldorflehrerinnenausbildung hat.
Da Kinder werden auch schon in den Waldorfkindergärten so erzogen, der eigenen Wesenheit zu folgen.
Das rosa an den Wänden ist nicht dazu da Jungs zu Mädchen zu machen, sondern an das Empfinden
im Mutterleib zu erinnern und damit Wohlbefinden zu erzeugen.
Kleidung die nach Steiner ausgerichtet ist, verzichtet auf plakative Muster und Farben.
Und Zöpfe dürfen da auch Jungs tragen...

Alles Liebe Marie (flo)
Folgende Benutzer bedankten sich bei AutorIn !EmmiMarie! für den Beitrag:
Mirjam (Mo 27. Apr 2020, 18:40)
Bewertung: 1.61%
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

Always be yourself, unless you can be a unicorn, then always be a unicorn

maexine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Mo 16. Jul 2018, 04:07
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): wolkenkukucksheim
Membersuche/Plz: nord
Hat sich bedankt: 0
Danksagung oder Lob erhalten: 100 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 10 im Thema

Beitrag von maexine »

Nun ist es bei Kindern im Kindergarten und Grundschulalter nicht vordringlich Nötig über die Pubertät nachzudenken. Vielmehr sind Lösungen für aktuelle Situationen gefordert. Eine, Mögliche, hier als Beispiel aus der Süddeutschen: https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die- ... sein-85517
"...Die Lösung: Vor allem im Norden Europas experimentieren Kindergärten und Vorschulen mit geschlechtsneutraler Erziehung.
Was ist das nur für eine Schule? In dem einen Raum versammeln sich alle Mädchen, brüllen so laut sie können und werfen sich in Kriegerposen. »Ich bin stark!« rufen sie wieder und wieder, bis der ganze Raum hallt: »Ich bin staaaaaark!« Dann feuern sie mit einer imaginären Armbrust unsichtbare Pfeile in den Raum.
Im anderen treffen sich die Jungs, aber statt mit Handschlag wie die Mädchen begrüßen sie sich mit einer Umarmung. Statt zu brüllen lernen sie, beim Zusammensetzen eines Mosaiks friedlich zu kooperieren. Dann massieren sie sich gegenseitig die Füße.
Das ist ein gar nicht untypischer Alltag in einer isländischen Vorschule. »Wir wollen, dass jedes Kind sein volles Potenzial entfaltet, nicht, dass die Jungs jungenhaft und die Mädchen mädchenhaft agieren. Sondern dass jedes Individuum so sein kann, wie es ist, mit all seinen individuellen und sozialen Fähigkeiten«, sagt die Schulgründerin Margrét Pála Ólafsdóttir...."

Weiter wird natürlich auch hier in Deutschland Weiterbildung für Lehrkräfte angeboten. Thema: "Geschlechter- und gendersensibel handeln im Schulalltag
Individualität entwickeln statt Rollenstereotype tradieren bedeutet, Lernende individuell zu fördern, unabhängig vom biologischen Geschlecht oder der individuellen Ausgestaltung des sozialen Geschlechts (= Gender)..." https://gendersensibel-unterrichten.alp.dillingen.de/

Vielen Dank auch an Anne-Mette für den Hinweis auf das Kinderbuch: "...Ein heikles Thema, das uns alle, aber insbesondere Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Pädagogen angeht: sexuelle Belästigung und Missbrauch von Kindern, die es in allen Gesellschaftsschichten und Lebensbereichen gibt. Mit "Pfoten weg! Macht Kinder stark!", einem vielbeachteten Projekt zur Prävention von sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern, war Irmi Wette von der Konstanzer Puppenbühne im Landkreis unterwegs und machte mit ihrem interaktiven Figurentheater auch Halt in Grafenhausen.° https://www.badische-zeitung.de/pfoten- ... 23625.html

eure maexine
Folgende Benutzer bedankten sich bei AutorIn maexine für den Beitrag:
Mirjam (Fr 1. Mai 2020, 23:10)
Bewertung: 1.61%

maexine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Mo 16. Jul 2018, 04:07
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): wolkenkukucksheim
Membersuche/Plz: nord
Hat sich bedankt: 0
Danksagung oder Lob erhalten: 100 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 11 im Thema

Beitrag von maexine »

Jill ist anders
Ein Kinderbuch zur Intersexualität von Ursula Rosen

ein sehr empfehlenswertes "Spielzeug"
Bild



Weitere Infos sind zu finden unter: http://www.kinderbuch-intersexualitaet.de/index.html

und auch dem sicher schon an anderen Stellen zu findenden Link: http://www.im-ev.de/



eure maexine

maexine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Mo 16. Jul 2018, 04:07
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): wolkenkukucksheim
Membersuche/Plz: nord
Hat sich bedankt: 0
Danksagung oder Lob erhalten: 100 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 12 im Thema

Beitrag von maexine »

Auf der Suche nach einem passenden Geschenk? Hier gibt es auf den Seiten der Künstler*innen Gruppe

Bild

Angebote in unterschiedlichster Form. Das stöbern lohnt:




Als Beschreibung zu Person ist unter https://www.transfabel.de/index.php?main_page=about_us zu lesen: "Ich - der Mensch, der diese Webseite betreibt - identifiziere mich als Trans* und nichtbinär , also nicht als Frau und nicht als Mann . Ich arbeite derzeit an einem Kinderbuch zum Thema Jenseits des 2-Geschlechtersystems. Weil die meisten Kinder-, Jugend- und auch Erwachsenenbücher eine Welt zeigen, in der alle Menschen ausschließlich Cis-Frauen und Cis-Männer sind. Andere Geschlechter werden meist totgeschwiegen. Wenn nicht, gelten sie als krank oder abartig. Mein Buch soll Kindern zeigen, dass es ok ist, wenn sie oder jemand in ihrem Umfeld nicht in dieses 2-Geschlechtersystem passen. Ich habe es in Form einer Fabel geschrieben. Daher entstand der Name trans*fabel."

Auch ein etwas älter Artikel vom Mai 2018 informiert: https://www.giessener-anzeiger.de/freiz ... s_18762108 sowie auch weitere Meldungen unter: https://www.transfabel.de/index.php?mai ... ndereueber

Nicht fehlen soll das Interview:



mit lieben Grüßen verbleibt

eure maexine

maexine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Mo 16. Jul 2018, 04:07
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): wolkenkukucksheim
Membersuche/Plz: nord
Hat sich bedankt: 0
Danksagung oder Lob erhalten: 100 Mal

Re: Die Spielzeugwahl

Post 13 im Thema

Beitrag von maexine »

Widerum einige Büchertips, von der Bilderbuch-Hexe empfohlen,


mit einer Geschichte eingeleitet werden:

"

Hey Ihr Lieben, 🤗

in meinem Kinderladen im Prenzlauer Berg gab es zwei Geschwister, die hießen Greta und Franz. Greta hatte dicke Zöpfe und trug oft lange Röcke. Franz hatte kurzes volles Haar und Pausbacken. Beide sahen ein bisschen so aus als wären sie aus einem Astrid-Lindgren-Buch gefallen ☺️ Eines Tages beschloss Franz, dass er nicht mehr Hosen tragen wollte und kam in einem von Gretas abgelegten Röcken in die Kita 🙃Soweit ich mich erinnern kann, war das kein großes Thema. Für niemanden. Die Eltern von Franz hatten kein Problem mit seinem neuen Outfit und auch die Erzieherinnen und der Erzieher reagierten gelassen 👍 So wie auch die anderen Eltern und alle Kinder. Ich weiß noch, dass ich mich gefreut habe, Gretas alte Röcke und Kleider wieder zu erkennen, wie alte Bekannte, denn Franz kam eine ganze Zeit lang in ihren Klamotten. Bis er irgendwann und von sich aus beschloss, wieder Hosen anzuziehen 🤷‍♀️Ich weiß nicht, wie es in einer anderen Kita gewesen wäre. Für Franz war es eine gute Erfahrung und für alle anderen Kinder auch ☺️

Nicht jede*r kann solche (positiven) Erfahrungen machen. Darum finde ich es cool, wenn es Bücher gibt, die zeigen, wie vielfältig die Welt ist. Und die gleichzeitig Mut machen, man selbst zu sein, auch wenn man nicht den allgemeinen Bildern und Klischees entspricht 🙃 Die drei Bilderbücher auf dem Foto oben gehören alle in diese Kategorie – und alle drei finde ich richtig MEGA 👍 Sowohl in Raffi und sein pinkes Tutu als auch in Heinrich will brüten! und in Männer weinen geht es um männliches Verhalten, das nicht den typischen Genderklischees entspricht 🙃

Ich habe beschlossen, dass ich diese drei Bücher unbedingt aufbewahren möchte – damit ich sie später meinen eigenen Kindern zeigen kann und die mal ordentlich staunen können 😮 Darüber, dass es mal eine Zeit gegeben hat, in der man über solche Selbstverständlichkeiten (die es dann hoffentlich für ALLE sind!) noch Bücher machen musste 🙈 ☺️

Ich wünsch Euch einen schönen Feiertag morgen! 🌸 🌼 💛

Alles Liebe,

Eure Bilderbuch-Hexe 😘
"

Bild




@by maexine
Folgende Benutzer bedankten sich bei AutorIn maexine für den Beitrag:
Mirjam (Mo 25. Mai 2020, 22:19)
Bewertung: 1.61%

Antworten

Zurück zu „Kinder und Jugendliche“