taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"
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Anne-Mette
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taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

hier nachzulesen: https://taz.de/Diskriminierender-Wahlka ... /!5691042/

Gruß
Anne-Mette
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Ulrike-Marisa
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Re: taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 2 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

als Trans-Frau-Mensch mit auch familiären polnischen Wurzeln finde ich die Entwicklung der politischen Szene in Polen in letzter Zeit geradezu beängstigend, wie da offen die Menschenrechte in ihren Grundaussagen mit Füßen getreten werden. Das ist eigentlich nicht das Polen, das ich kenne und liebe und das meinen bisherigen Erfahrungen der Gastfreundschaft und Hinwendung zu anderen Menschen entspricht. Nein, dass ist eine Entwicklung, die sich einreiht, in das, was derzeit überall in der Welt der Trumps, Bolzonaros und anderer rückwärts gewandter Politiker/Innen sich entwickelt; Nationalismus, Rücksichtslosigkeit und Ich-Sucht bei den Akteuren, wie ja deutlich zu beobachten ist mit Lügen, Gerüchten und Fake-News angereichert. Da kann es nur helfen, selbst einen klaren und kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht davon provozieren zu lassen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen z.B. für künftiges eigenes Wahlverhalten und mit eigenem Vorbild dem entgegen zu treten.

Gruß, Ulrike-Marisa
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Petra Sofie (Di 23. Jun 2020, 15:19)
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Re: taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 3 im Thema

Beitrag von Petra Sofie »

Da steht sogar hier in Deutschland ein Herr Kalbitz wieder auf der Bühne, gerade hat er die Vorzüge der Demokratie genossen. Recht muß Recht bleiben auch ihm gegenüber. Vorläufig heißt es im Gerichts-Urteil, muß er wieder in der AFD aufgenommen werden. Das muß man als gute Demokratin aushalten können, keine Frage.

Der Tagesspiegel vom 21.06.2020 zitiert Herrn Kalbitz wie in dem Artikel zu lesen ist:

Zitat Anfang :
"Wir haben in Deutschland kein Problem mit strukturellem Rassismus,
wir haben ein Problem mit struktureller Inländerfeindlichkeit."
Zitat Ende


https://www.tagesspiegel.de/politik/flu ... 36870.html


Ich hoffe das sich polnische Zustände nicht auf diese Art und Weise hier in Deutschland, wie durch Herrn Kalbitz dargestellt, etablieren können.
LG
Petra Sofie

Dolores59
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Re: taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 4 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Beängstigender als die Trumps, Bolzonaros, Erdogans, Höckes und Orbans (und wie sie alle heissen) der Welt sind für mich die Leute, die diese Politiker wählen.

LG
Dolores
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Re: taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 5 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Ulrike-Marisa hat geschrieben:
Di 23. Jun 2020, 13:12
als Trans-Frau-Mensch mit auch familiären polnischen Wurzeln finde ich die Entwicklung der politischen Szene in Polen in letzter Zeit geradezu beängstigend, wie da offen die Menschenrechte in ihren Grundaussagen mit Füßen getreten werden. Das ist eigentlich nicht das Polen, das ich kenne und liebe und das meinen bisherigen Erfahrungen der Gastfreundschaft und Hinwendung zu anderen Menschen entspricht.
Aber es geht auch anders. Wir haben mit Koszalin eine polnische Partnergemeinde, die nicht PiS-regiert ist. Gestern habe ich erst eine Nachricht von unserer dortigen Ansprechperson bekommen, die uns mitteilt, dass dort niemand die Rechte von LGBTIQ* einschränkt und auch schon einige Male ein LGBT-Friedensmarsch (vermutlich ähnlich unserer CSDs) organisiert wurde. Auch hat der dortige Stadtpräsident im vergangen Jahr eine Charta der Vielfältigkeit unterzeichnet.

Also, trotz aller Negativ-Schlagzeilen: Noch ist Polen nicht verloren (oder so ähnlich lautet ja auch deren Nationalhymne)
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Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

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Re: taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 6 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Petra Sofie hat geschrieben:
Di 23. Jun 2020, 15:46
.......
Ich hoffe das sich polnische Zustände nicht auf diese Art und Weise hier in Deutschland, wie durch Herrn Kalbitz dargestellt, etablieren können.
.............
Das Schlimme ist, dieser Mensch hat in seiner Partei Mitglieder die mit ihn einer Meinung sind und diese Menschen werden immer irgendwelche Mitläufer finden. Diese Partei kann sehr viel in unserer Gesellschaft zerstören bzw. unsere Gesellschaft spalten.
Ich kann nur hoffen das diese Partei nie in Regierungsverantwortung kommt. Die richten in der Opposition schon genug Schaden an. Insbesondere die Außenwirkung von Deutschland leidet meiner Meinung nach. Hier wäre die CDU, CSU, SPD gefordert eine bürgernahe Politik zu machen und den Bürgern Antworten auf ihre Ängste zu liefern.
Liebe Grüße Jasmine
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Svetlana L
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Re: taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 7 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Welche Auswirkungen diese homo- und transfeindliche Rhetorik hat, kann man aktuell im Mannschaftsmagazin nachlesen: "Tod eines schwulen Models - Michals Mutter klagt polnische Politik an"
Es ist wirklich erschreckend, wie hier Menschen, die niemanden etwas getan haben, bewusst zerstört werden. Ich hoffe sehr, dass der Widerstand gegen diese menschenverachtende Politik von PiS und katholischer Kirche wächst. Die kommende Präsidentschaftswahl wird es zeigen.
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MichiWell (Do 25. Jun 2020, 21:36)
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Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

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Re: taz: "Diskriminierender Wahlkampf in Polen: Gegenwind für Homophobie"

Post 8 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo,

ich denke, dass sich auch die Katholische Kirche in der Welt von heute, wenn sie weiter bestehen will, sich ändern muss und langfristig auch wird. in der deutschen Katholischen Kirche sind die Laienorganisationen wie auch Maria2.0 und deren Vertreter/innen schon deutlich weiter als die Mehrheit der Bischöfe hierzulande; aber auch das wandelt sich, dauert aber auch vielen Mitgliedern schon viel zu lange und andere fürchten sich vor Veränderungen, ein altes Problem der Menschheit. So wird es aber auch langfristig in Polen geschehen, wie gesagt, meine persönlichen Erfahrungen deuten in diese Richtung. Meine letzte Erfahrung in dieser Richtung war eine Polnische Ärztin, mit der ich gesprochen habe und die meinen Weg gar nicht komisch oder sonst wie fand, sondern als einen heute normalen Teil der Gesellschaft und des Lebens.

Grüße, Ulrike-Marisa
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Petra Sofie (Do 25. Jun 2020, 14:01) • NikolaAusR (Fr 26. Jun 2020, 10:25)
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