SPON: So leben Thailands Ladyboys
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Anne-Mette
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SPON: So leben Thailands Ladyboys

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 8. Jun 2019, 12:55


Toni Smith
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Re: SPON: So leben Thailands Ladyboys

Post 2 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Sa 8. Jun 2019, 16:14

Schönes Beispiel für den Kapitalismus.

"Die Werbeoffensive der Regierung hat System: In Thailand haben sich inzwischen viele Firmen auf das Geschäft mit der internationalen LGBTQ-Szene spezialisiert: Kliniken für Geschlechtsumwandlungen sowie spezialisierte Clubs, Hotels und Dienstleister setzen mit Schwulen, Lesben, Bi- und Intersexuellen sowie transsexuellen OP-Touristen inzwischen Hunderte Millionen Bhat pro Jahr um."

Darauf bin ich ja schon eingegangen das Transsexualität ein Mrd. Geschäft ist. Siehe mein Thread zur Body Positivity. Vielen wollen es wohl nicht warhaben. So sagte mir mal eine trans. Freundin dass das Quatsch sei, da es viel zu wenig trans. Personen gebe. Aus Verkäufersicht ist diese Gruppe höchst profitabel, weil sie am meisten Potenzial besitzt zu konsumieren. Sie ist leicht zu manipulieren und hat viel Nachholbedarf. Wenn man es dann noch gut vermarktet und trans. als ein all "Heiltherapie" verkauft, wächst das Kundenpotenzial nochmehr an. Außerdem erhöhen trans. Personen mit ihren operierten Körpern bei den Frauen und den Muskelbepackten Körpern bei den Männern den Schönheitsdruck. Aber man will es ja nicht wahrhaben. Body Modifikation ist der neue Trend.

"In wohl kaum einem anderen Land sind Menschen des dritten Geschlechts derart sichtbar. Sie arbeiten in Friseur- und Massagesalons, fahren aufgestylt Bus und Bahn oder bedienen Touristen an der Rezeption. Es gibt Männer in Frauenkleidern. Zwischenwesen, die sich schon Brüste haben machen lassen oder, wie der Klang ihrer Stimme verrät, Hormone nehmen. Und eine ganze Menge Männer, die kaum noch von biologischen Frauen zu unterscheiden sind."

Dabei findet aber kein Umdenken statt. Trans. wurde einfach als ein DRITTES Geschlecht etabliert.

"Nach dem Studium schlug sich Thanaporn in ihrem Heimatdorf mit Gelegenheitsjobs durch. Doch das Geld reichte nicht einmal um ihren Studienkredit abzuzahlen. Also nutzte sie die finanziellen Chancen ihrer neuen Geschlechteridentität: Sie zog nach Pattaya, in die gefühlte Hauptstadt des globalen Sextourismus, und wurde, wie so viele andere thailändische Transsexuelle, ein Ladyboy."

"Von ihren ersten Einkünften als Ladyboy ließ sich Thanaporn Brüste machen. Extra große, wie sie betont und stolz herzeigt, indem sie sie leicht zusammendrückt. Ihren Penis habe sie bislang behalten, eine Geschlechtsangleichung sei ihr zu teuer. Zudem gebe es auch für Androgyne wie sie genug Kundschaft."

Daran merkt man, dass das keine gesellschaftliche Akzeptanz ist, sondern ein kapitalistischer Mechanismus. Es ist das verkaufen des eigenen Körpers. Er wird modifiziert um anderen zu gefallen, nicht um sich selbst zu gefallen, um den besten Profit heraus zu bekommen.

Solche Beispiel von schneller Geld durch Geschlechtsangleichung, erzeugt ebenfalls einen Trend und zwar kann es als Chance aus der Armut gesehen werden. Es gibt genug Menschen die für Geld und die damit versprochene Freiheit alles tun würden. Sie sind aber nicht trans., sie sind das Potenzial an Kunden das ich meine.

""Du siehst so gut aus", habe einer der Lehrer gesagt, erzählt Worawalun. "Dich werden die Jungs doch ständig angraben." - "Ich werde damit umgehen können", habe sie geantwortet. "Bitte geben Sie mir eine Chance, mein Können zu beweisen." Die Schule lehnte ab."

Also hat diese Gesellschaft also auch noch ein klares Problem mit Sexismus.

"Das Video des Gesprächs ging viral. Worawalun bekam viel Unterstützung, aber ihr schlug auch Hass entgegen. "Einige der verletzendsten Kommentare kamen von anderen Transfrauen", erzählt die junge Transfrau. "Sie schrieben, ich solle mir einen angemessenen Beruf suchen. Kosmetikerin zum Beispiel.""

Typische Reaktion in einer durch kapitalistische Schönheitsideale geprägten Gesellschaft. Neid.

Ich weiß nicht wie man das gut finden kann was da passiert und was quasi ein Model für kapitalistische Gesellschaften weltweit ist. Aber ich glaube mitlerweile man kann es nicht aufhalten. Kapitalismus ist sehr flexibel und windet sich durch alles.
Und in Zukunft wird es wohl einfach ganz normal sein. Es wird ganz selbstverständlich dazugehören im Gesellschaftsbild. Da wird es dnan die geben die es als Mittel um aus der Armut zu kommen nutzen, es wird die geben die es aus einem Fetisch heraus machen und es wird die geben die es aus wirklicher Überzeugung machen. Genau wie jetzt, genau wie immer, nur das sich die Schönheitsstandards ändern und das die Mrd. Profite bringen wird.

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Re: SPON: So leben Thailands Ladyboys

Post 3 im Thema

Beitrag von Martin-a » So 9. Jun 2019, 10:19

Auch auf den Philippinen nimmt die Anzahl Ladyboys massiv zu. Da hat auch wirtschaftliche Gründe. Denn eine Frau verdient im Schnitt 30% mehr als ein Mann und es sind wesentlich mehr Männer arbeitslos als Frauen. Und es ist für Frauen leichter, einen Job zu erhalten. Oder Ladyboys versuchen, sich mit männlichen Ausländer zu verbandeln. Es gibt sogar Datingplattformen für Ladyboys.
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.

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Re: SPON: So leben Thailands Ladyboys

Post 4 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Mo 10. Jun 2019, 13:35

Martin-a hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 10:19
Auch auf den Philippinen nimmt die Anzahl Ladyboys massiv zu. Da hat auch wirtschaftliche Gründe. Denn eine Frau verdient im Schnitt 30% mehr als ein Mann und es sind wesentlich mehr Männer arbeitslos als Frauen. Und es ist für Frauen leichter, einen Job zu erhalten. Oder Ladyboys versuchen, sich mit männlichen Ausländer zu verbandeln. Es gibt sogar Datingplattformen für Ladyboys.
Ok, woher hast du das denn? Statistiken oder Dokus dazu?

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Re: SPON: So leben Thailands Ladyboys

Post 5 im Thema

Beitrag von Martin-a » Di 11. Jun 2019, 13:52

Toni Smith hat geschrieben:
Mo 10. Jun 2019, 13:35
Martin-a hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 10:19
Auch auf den Philippinen nimmt die Anzahl Ladyboys massiv zu. Da hat auch wirtschaftliche Gründe. Denn eine Frau verdient im Schnitt 30% mehr als ein Mann und es sind wesentlich mehr Männer arbeitslos als Frauen. Und es ist für Frauen leichter, einen Job zu erhalten. Oder Ladyboys versuchen, sich mit männlichen Ausländer zu verbandeln. Es gibt sogar Datingplattformen für Ladyboys.
Ok, woher hast du das denn? Statistiken oder Dokus dazu?
Aus den lokalen News und mündlich von der dortigen Bevölkerung.
Einen Link für eine Ladyboydatingplattform ist mir bekannt.
Alles kann auch gegoogelt werden.
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.

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