Beckys Roman ecke
Beckys Roman ecke - # 2

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Valerie Bellegarde
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Re: Beckys Roman ecke

Post 16 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Sa 16. Mär 2019, 21:55

… und sagte: "Gestatten Sie dass ich mich vorstelle: "Alfred Schnösel, vom zweiten Stock unter Ihnen".

Schnösel ließ mich los, sodass ich Zeit hatte, meine verrutschten Silis wieder an Ort und Stelle zu bringen. Der Riss in der Chiffonbluse (Primark, 8,99 Euro) ermöglichte ihm allerdings gewisse Einblicke, auch dem Herrn Schnösel war das nicht verborgen geblieben, man konnte es an seinen Augen sehen. Sie waren braun.

"Ich hörte Lärm über mir und bin raufgekommen, um nachzuschauen", fuhr Schnösel fort.

"Sie haben mich vor diesem schrecklichen Sülz gerettet, Herr Schnösel" hauchte ich.

"kann ich mich irgendwie erkenntlich zeigen?"

Valerie Bellegarde
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Re: Beckys Roman ecke

Post 17 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » So 17. Mär 2019, 19:40

Hier stellt sich für den aufmerksamen Leser natürlich die Frage, wer ist diese Frau, die sich hier dem Herrn Schnösel gegenüber erkenntlich zeigen will? Wer ist die geheimnisvolle Dame? Was wissen wir über sie? Ist sie überhaupt eine Dame? Gehen wir mal kriminalistisch an diese Frage ran:

1) In Post 2 haben wir gelesen, dass ihr Kleiderschrank zusammenbrach, genauer ein Regalboden brach runter, wodurch diverse Spitzenhöschen und Strumpfhosen ins Rutschen gerieten und runterfielen auf die Erde.

2) Aus Post 3 lernen wir, der Name der Frau ist Theodor (? !) und sie hat eine Tante Luisa, die ihr (oder ihm?) zu Weihnachten einen Christstollen per Postpaket zukommen ließ, die dieser (diese?) Theodor aber erst mal nicht aufaß, sondern erst mal in den Kleiderschrank wegpackte, zu den Spitzenhöschen.

Hier stellen sich dann wiederum eine ganze Reihe von neuen Fragen, unter anderem, wer ist dieser Theodor, was hat es mit dem geheimnisumwitterten Nachbarn Sülz-Knarrenbauer auf sich, in welchem Verhältnis stehen die beiden zueinander, und warum wollte der Sülz dem Theo eigentlich den Stollen wegnehmen?

Der Auftritt des Herrn Schnösel aus dem zweiten Stock (Post 15 und 16) verkompliziert die Sache dann noch weiter. Unter anderem erfahren wir dass Theodor Silikonbrüste und einen champagnerfarbenen BH trägt und darüber eine Primark Bluse (die aber sofort zerreisst, merke: schlechte Qualität). Ich schlage deshalb vor, wir beschäftigen uns erst mal mit der Person des Theodor oder mit dieser Frau Theodor. Später kann die Beziehungskiste Theodor / Schnösel dann weiterentwickelt oder aufgedröselt werden, je nachdem, wie die Autoren das sehen. Alles klar?

tatjana
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Re: Beckys Roman ecke

Post 18 im Thema

Beitrag von tatjana » So 17. Mär 2019, 19:49

Viel wichtiger ist eigentlich die Christstollenfrage, sowie eine heiße Affäre mit dem Schnösel. Dazwischen kann man noch einen Banküberfall, Aliens und Schwiegermütter einbauen. Einen Polizeieinsatz hatten wir ja nun schon. Was kommt nun? (ap) :)

Valerie Bellegarde
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Re: Beckys Roman ecke

Post 19 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » So 17. Mär 2019, 22:10

Ja gut. ich bin dafür dass Ascona weitermachen soll. Sie hat den Theodor und seinen Stollen ins Spiel gebracht (Post 3). Samt Rosinen, Spitzenhöschen, usw. Also bitte weitermachen.

juli
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Re: Beckys Roman ecke

Post 20 im Thema

Beitrag von juli » Mo 18. Mär 2019, 19:49

sagte:
"Halli Hallo schöne Frau, ich möchte der Knopf an deiner Bluse sein!"
...
Der eine schaut nur auf meine Bluse, der andere hat Rosienen auf den Augen ....

Und ich, ... meine Gott, die Panik stieg wieder in mir auf,...
beim Gerangel war der Träger meines champagnerfarbener BHs verrutscht!
Nicht mehr lange und die Assymetrie würde allen aufmeksamen Frauen auffallen.
Wie stheh ich jetzt da?

Panik, Panik Panik
Ich schrie wie am Spieß!
Ich hyperventilierte, jetzt war Hilfe von 3. Seite dringend geboten!
Alle Türen im Hausflur öffneten sich gleichzeitig.
Grelles Licht, Blutdtuck bis in die Ohren, Trommelfelle kurz vorm zerreißen ...Polizeieinsatz!
Frau Jablonski war die erste die die Gefahr richtig erkannte.
Sie warf mich mit ihren 93 kg zu Boden, mit ihrem Seidenschaal verdeckte sie den verrutschten BH-Träger, und gab mir die Tüte zum atmen.
Ich atmete in die Tüte, Ein-Aus, langsamer Eeeiiiin-Aaauuuus ... ich wurde ruhiger, mein Blutdruck senkte sich ....

Langsam beruhigte ich mich wieder. Das war in letzter Sekunde noch mal gut gegangen.

Die zwei Männer hatten die Situation komplett misverstanden und untätig, durch dumme Witze versucht ihre Unsicherheit zu überspielen.
"Warum sind Gleichstellungsbeauftragte immer Frauen .... 30% Kostenersparnis"

"Ich kann diese dummen Sprüche am "Equal Pay Day" einfach nicht mehr hören", sagte ich zu Frau Jablonski.
Wir beide ließen die Dumpfbacken im Flur stehen, und gingen gemeinsam in die Wohnung von Frau Jablonski.
"Warte mal", bei zugezogener Tür saget sie zu mir, das nicht nur mein eine BH Träger verrutscht sei, sonderen auch mein Maskara verwischt wäre.
So gingen wir zügig in ihr Badezimmer und zogen auch gleich den Lidstrich nach.

Mit zugeknöpfter Bluse (nicht zu zugeknöpft), neuem Lidstrich in blau ;-) und einem guten Gefühl nun als Frau wieder vernünftig auszusehen, beschlossen wir den Nachmittag ohne Polizei, Christstollen und Sülz-Knarranbauer im Cafe nebenan, die besiegte Panikattake zu feiern.

Der Hausflur war wie leergefegt, wir gingen Arm in Arm, 93 kg hier und 69kg dort, die Treppen runter Richtung Strasse.
Durch die Haustür begrüßen uns schon die Sonnenstrahlen.
Als wir die Türe öffneten war der Frühling in der Stadt, die Völgel zwitscherten, die Sonne wärmte und der Duft von Blüten umgab uns.
Die Erinnerungen an den Vormittag war wie verweht, die 93Kg von Irena Jablonski gaben mir Sicherheit.
Ich wollte Irenas Arm nie wieder los lassen, es fühlte sich so gut an neben ihr.

Wir gingen die Straße hinunter, zum Café Regenbogen ...
Ein Hut ein Stock ein Regenschirm, wir sangen und spielten vergnügt wie zwei Teenager den Reim, .... vorwärts Rückwärt seitewärs ....
Die Zukunft war früher auch besser

Valerie Bellegarde
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Re: Beckys Roman ecke

Post 21 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Fr 22. Mär 2019, 15:50

Wir erreichten das Café Regenbogen am unteren Ende der Straße. Irena erzählte mir, sie sei Russin, was ich mir aber schon gedacht hatte, wegen dem russischen Namen. Irgendeine Sache mit Wolgadeutschen Vorfahren, die wohl vor etlichen Jahren wieder nach Deutschland zurückgekommen seien. Irena war groß und kräftig, ich fühlte mich wohl in ihrer Nachbarschaft. Sagte ich schon, dass ich nur 69 Kilo wiege?

Die zwei Frauen, die sich dort im Café auf die sonnenbeschienene Terrasse setzten, konnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine, die Irena war groß, breitschulterig und blond, die andere, das war ich, braunhaarig, nur mittelgroß aber eher schmal gebaut, und in meinem Perso stand immer noch mein Geburtsname, und der war Theodor. Der geneigte Leser /die geneigte Leserin wird schon von alleine draufgekommen sein: Ich, Theodor war also ein bekennender Crossdresser, das heisst ich trug hohe Schuhe und Nylons, einen eng geschnittenen schwarzen Rock und eine weiße Bluse (Primark, 8 Euro 99), die allerdings durch das Gerangel mit meinem Nachbarn etwas zerissen war. Wo zerissen? Natürlich vorne, am Ausschnitt, der dadurch einen etwas unanständigen Einblick erlaubte, wenn man genau hinschaute.

Unglücklicherweise hatte ich heute früh (ich weiß nicht mehr warum) beim Ankleiden meine schweren Silis in meinen BH eingelegt (jeweils 600 Gramm, also ich meine, einmal links und einmal rechts je 600 g) und mein champagnerfarbener BH hatte (obwohl er recht breite Träger hatte und hinten am Rücken drei Häkchen), also der BH hatte gut zu tun, um diese Silis an Ort und Stelle zu halten, wo sie hingehörten. Besonders beim Gehen auf der Straße bemerkte ich, wie meine Brüste in der Bluse auf und ab hüpften, aber ich musste eben mit Irena Schritt halten, und Irena ist eben eine andere Gewichtsklasse als ich, ihre Schritte sind deutlich länger als meine. Und mit dem engen Rock und den hohen Absätzen konnte ich natürlich sowieso keine so raumgreifenden langen Schritte tun wie Irena, meine Nachbarin und neue Freundin.

Wir saßen also im Cafè und ich hatte gerade zwei latte macchiato bestellt für uns beide, als Irenas Telefon klingelte. Ihr Klingelton war diese Don-Kosaken-Melodie, ihr wisst schon, wieder so einen russische Sache, aber sie hatte ihn wohl ausgewählt, weil er sie an ihre Heimat erinnerte.

"Jablonski" sagte Irena.

tatjana
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Re: Beckys Roman ecke

Post 22 im Thema

Beitrag von tatjana » Sa 23. Mär 2019, 10:15

Während sie telefonierte, kramte ich dann so in meiner Handtasche, auf der Suche nach meinem Handy um mal zu schauen ob mein Makeup noch sitzt und nichts verschmiert ist. Dabei fiel der Lippenstift (Tom Ford, 57,99 EUR) aus der Tasche, kullerte Richtung Nachbartisch, der gerade unbesetzt war mit Ausnahme des Chiahuahuas, der dort am Stuhlbein angeleint war (Herrchen oder Frauchen ist wohl gerade auf Toilette), wobei der Chiahuahua umgehend den auf sich zukullernden Lippenstift bemerkte und gleich ins Visier nahm, ich so: "Scheiße", hielt mir mit wachsender Panik die Hände vorm Mund, während plötzlich der Kellner autauchte und balancierend mit einem Tablett mit 2 Latte Macchiatos sich auf die Szenerie zubewegte.
In dem Augenblick sprang das Hündchen zum Lippenstift um es als Kauspielzeug zu verwenden, riss dabei den Stuhl um, während der Kellner den fatalen Fehler zu machen, auf den Hund zu treten, zumindest beinahe, denn der Kellner bemerkte den kläffenden Köter, wich aus, schmiss dabei das Tablett in unsere Richtung.
Während Irena weitertelefonierte, fing sie aus der Luft einen Latte Macchiate, ohne etwas zu verschütten oder auch nur mit einer Wimper zu zucken - sie telefonierte die ganze Zeit weiter - flog der zweite Latte Macchiate wie in Zeitlupe zu mir.
Mit einem ungalanten Hechtsprung aus der Stuhlposition rette ich mich vor der fliegenden Latte Macchiato-Tasse, dabei löste sich jedoch eine der 600g Silikontitten aus meiner demolierten Bluse und landete mit einem lauten KLATSCH auf dem Boden, zu Füßen des perplexen Kellners.

Irena ...

juli
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Re: Beckys Roman ecke

Post 23 im Thema

Beitrag von juli » Mi 27. Mär 2019, 20:18

telefonierte ungerührt weiter, und stellte die 2. gefange Latte mit einer geschickten Handbewegung auf dem Tisch ab.
"Mein Gott, das war Zirkusreif, das kann nur die sagenhafte Irena" frohlockte der Kellner und verschwand leise summend mit federndem Schritt im Cafe, ohne meiner Titte auch nur einen sekunde Aufmerksamkeit zu geben.

Mit einer weiteren lockeren Bewegung aus dem Handgelenk reichte mir Irena ein Taschentuch aus ihrer Handtasche.
Es war schon der Wahnsinn wie schnell, sicher elegent und geschmeidig sich diese Russin bewegen konnte.
Ein mit bunten Blumen handbesticktes Russlandtaschentuch, reichte sie mir mit den Worten ... "das wasche ich später wieder".
Sie zwinkerte mir beim Telefonieren neckisch zu, und telefonierte einfach weiter als wäre eben nichts passiert.

Ich beugte mich vorsichtig (ich wollte nicht auch noch einen Laufmasche riskieren) nach vorne unter den Cafetisch, als der Chiahuahua Witterung aufgenommen hatte und auf meine Titte losstürmte. Keine Ahnung wie das Vieh so schnell an meinem Arm vorbei zur vermeidlichen Beute gelangte.

Den Kampf um meine Brust musste ich um jeden Preis gewinnen. Mit dem Taschentuch und lauten Geschrei wollte ich das Tier zum Rückzug zwingen.
Handgemenge, überall Hundebeine, Hundehaare und Hundeschnauzen-Mundgeruch.

Ich war auf der Verliererstrasse, das Tier war einfach wendiger und auch schneller als ich.
Meinen Hundeangst tat ein übriges!

Ein ohrenbetäubender Pfiff durchschnitt die Luft.

Im selben Moment stand Cybill mit 2 gekrümmten Fingern im Mund, und einem Christstollen in der andern Hand neben mir.
„ChiChi Platz“ befahl sie, und ChiChi ließ von meiner Brust ab.
„... zum 2 Mal gerettet ...“ lächelte sie mich an, gab mir einen Kuss auf den Mund und dem Hund zur Belohnung vom Stollen.
Ich war vom Donner gerührt, freute mich das der Hund nicht auch noch mich verschlungen hat.
Es war gut Cybill wieder zu sehen, nur hätte ich mir andere Umstände gewünscht.
Vorrangig musste ich an meine verlorene Titte denken, hoffentlich hatte ChiChi noch was davon übrig gelassen.

Beim Abkratzten der 600gr Titte von Cafeboden klingelten mir die Ohren noch noch.
So eine Sch... die Brust war hin, eine klebrige Restmasse Silikon drückte aus dem Bissspuren, der Strassendreck und ChiChis Speichel klebten an der zarten rosa Silikonhaut.
Ich wusste gar nicht wie ich das Ding nun anfassen sollte ohne mir die Hände schmutzig zu machen.

Irena nahm den Hörer vom Ohr, und bedeutete mir mit den Worten, „die Titte ist hin“, das Taschentuch zu benutzen.

Mir wurde ganz flau im Magen, wie sollte ohne Brust, mit aufgerissener Bluse dieser Sonnen-Tag weitergehen.
Den Lippenstift, den konnte ich jetzt auch abschreiben. Der kleine Chiahuahua war zu seinem ersten Spielzeug zurückgekehrt.
Glücklich mit rot verschmiertem Hundemaul zerkleinerte er krachend meinem Lieblings-Tom-Ford Lippenstift

Unbemerkt hatte Irena das Telefonat beendet. Sie schaute mich mit wissendem Blick an und sagte .....
Die Zukunft war früher auch besser

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Re: Beckys Roman ecke

Post 24 im Thema

Beitrag von tatjana » Mi 27. Mär 2019, 21:02

"Das macht der Kerl immer, wenn er ein süßes Mädel beeindrucken will".
"Welchen Kerl meinst du?", fragte ich und runzelte die Stirn.
"Den Macho", antwortete sie mit ihrer rauchigen Stimme. "Klein wie eine halbe Wurst, aber ein Ego für drei", fügte sie hinzu.
"Macho...?", stammelte ich, während eine Zwergen-Stimme sich neben mir plötzlich beschwerte: "WURST? Wer ist hier eine Wurst?".
Ich drehte mich zur Seite, doch da saß nur Cybill, die gerade dem knackigen Hintern vom Kellner hinterherschaute.
"Ich hab' dich was GEFRAGT", sagte der Hund.
Hund??
Ein sprechender Hund, dachte ich...
"KAY", erklärte Irena. "Genauer gesagt, Agent K.".
"Und einer der besten", fügte der Hund mit seiner lustig-winzigen Stimme hinzu, was zusätzlich noch komisch aussah, da er rot-verschmierte Hundelippen hatte.
"Ich glaube wir müssen ihr was erklären", sagte Cybill.
"Genau", sagte Irena. "Wir gehören einer internationalen, intergalaktischen Behörde an, die sich, nun, ... um problematische Ausserirdische kümmert."
"Richtig", meinte der Hund, also Agent K, "wir planen eine Falle für einen besonders, ähm, ... heiklen Fall." und fügte vorsichtshalber noch ein "Wuff" hinzu.
Irena beugte sich flüstern zu mir rüber: "Die Schwiegermutter. Von dem Sülz-Knarrenbauer." Und schaute mich dann mit einem Nicken an, als ob das nun alles erklären würde.
"Was ist mit seiner Schwiegermutter?", flüsterte ich zurück.
"Was mit ihr ist?", fragte sie verwirrt zurück, als ob das nicht sowieso klar ist. "Nun, lass mich das erkl...."

In dem Augenblick...

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Re: Beckys Roman ecke

Post 25 im Thema

Beitrag von juli » Do 2. Mai 2019, 20:18

ertönte ein schriller hochfrequenter Ton.

Es schrillte mir dermassen in den Ohren, das ich davon fast ohnmächting geworden wäre.
Ohren zuhalten brachte rein gar nichts, die Schallwellen durchdrangen alle Gegenstände.
Es war beim besten Willen nicht mehr zu verstehen was Irena mir versuchte ins Ohr zu flüstern, auch sie schützet jetzt ihre Ohren.

Ich erkannt das der Ton durch eine brennene Zigarette am Nachbartisch ausgelöst wurde.

Als ich aufstand um mit meinem rechten Pump die Zigarette ausschlagen (ich hasse herrenlose Damenfahrräder und mutterseelen allein glimmende Zigaretten), packte mich Irena stramm am Oberarm.

Mein Schalg saß trotzdem, er traf genau die Glutspitze der Zigarette.
Funken stoben durch die Luft.
Endlos viel Funken verbanden zu winzigen Lichtwürmern, die sich wiederum nach einem wunderbar farbenfrohen Lichtspiel vor meinen Augen auflösten, der Zauber nahm nun seinen Lauf.
Ich hatte eigentlich nur ganz normal auf eine noch normalere Zigarette wie immer mit dem Hackenschuh eingedroschen ...
Nur diese Ziegarette war eben besonders ...

Irenas Griff wurde fester,
"Agent K" hatte sich unvermittelt in Irenas Handtasche verbissen
und der Bund meiner Feinstrumpfhose rollte sich auf
als wir Drei in sekundenbruchteilen in das riesige Wurmloch gezogen wurden.

Ich hatte schon von Wurmlöchern gelesen, ich wollte aber nicht glauben das es diesen Phänomen in Mitteleuropa überhaupt gab.
Ja die Transition nach WO-MENSA war jetzt eingeleitet.
Unsere Körper veränderten sich, jede einelne Zelle wurde neu vermessen, ausgerichtet und wie von einem unsichtbarer Magnet neu geordnet fanden alle Zellen ihren vorgesehenen Platz.

Wir fanden uns in WO-MENSA wieder, der Platz ...
Die Zukunft war früher auch besser

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