Für die Klassikfreunde
Für die Klassikfreunde - # 93

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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1381 im Thema

Beitrag von Jalana » Sa 9. Feb 2019, 22:07

"Pâle et blonde (Wahnsinnsszene 2/2)" aus der Oper "Hamlet" von Ambroise Thomas

Charles Louis Ambroise Thomas (* 5. August 1811 in Metz; † 12. Februar 1896 in Paris) war ein französischer Komponist.

Hamlet ist eine Oper in fünf Akten von Ambroise Thomas nach einem Libretto von Michel Carré und Jules Barbier, verfasst nach der französischen Adaption von Alexandre Dumas d.Ä. und Paul Meurice nach der Tragödie Hamlet von William Shakespeare. Die Uraufführung der französischen Erstfassung fand am 9. März 1868 in der Salle de la rue Le Peletier der Pariser Oper statt. Eine zweite Fassung in italienischer Sprache wurde am 19. Juni 1869 im Opernhaus Covent Garden in London uraufgeführt.

Es singt Natalie Dessay.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1382 im Thema

Beitrag von Jalana » Di 12. Feb 2019, 21:52

"Türkischer Marsch" aus dem Festspiel 'Die Ruinen von Athen op.113' von Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven (getauft 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln; † 26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich) war ein deutscher Pianist und Komponist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg.

Die Ruinen von Athen heißt ein Festspiel (op. 113) von Ludwig van Beethoven nach der literarischen Vorlage von August von Kotzebue.

Es spielt das RTVE Orch unter der Leitung von Carlos Kalmar



... und das Ganze noch einmal an 8 Flügeln



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1383 im Thema

Beitrag von Jalana » Sa 16. Feb 2019, 21:52

"Prinz Gremin's Arie" aus der Oper 'Eugen Onegin' von Piotr Ilich Tschaikowski

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (* 7. Mai 1840 in Kamsko-Wotkinski Sawod, Russland; † 6. November 1893 in Sankt Petersburg, Russland) war ein russischer Komponist. Bereits zu seinen Lebzeiten wurden viele seiner Werke international bekannt. Heute zählen sie zu den bedeutendsten der Romantik.

Die Oper Eugen Onegin wurde um 1878 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski geschrieben. Sie basiert auf dem gleichnamigen Versroman Eugen Onegin von Alexander Puschkin. Tschaikowski wählte für seine Oper den Untertitel Lyrische Szenen.

Es singt Ferruccio Furlanetto.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1384 im Thema

Beitrag von Jalana » Di 19. Feb 2019, 21:42

"Saison Eröffnungsmarsch op. 78" von Béla Kéler

Adalbert Paul von Keler, auch unter seinem ungarischen Namen Béla Kéler bekannt (* 13. Februar 1820 in Bartfeld, Komitat Sáros; † 20. November 1882 in Wiesbaden) war ein ungarischer Komponist slowakischer Herkunft.

Keler war nach einem Studium der Rechts- und Agrarwissenschaften Schüler von Simon Sechter, dem Lehrer Anton Bruckners. Er wurde Violinist am Theater an der Wien und wirkte von 1854 bis 1856 als Dirigent in Berlin. Sieben Jahre war er Kapellmeister des 10. Infanterieregiments in Galizien, bevor er sich als Musikdirektor in Wiesbaden niederließ.

Adrián Harvan dirigiert das Prešovský salónny ochester.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1385 im Thema

Beitrag von Jalana » Fr 22. Feb 2019, 21:48

"O Mimì, Tu Più Non Torni" aus der Oper 'La Bohème' von Giacomo Puccini

Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini (* 22. Dezember 1858 in Lucca; † 29. November 1924 in Brüssel) war ein italienischer Komponist, Vertreter des Verismus in seinem musikalischen Werk.

La Bohème ist eine Oper in vier Bildern, komponiert von Giacomo Puccini. Das Libretto wurde von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach dem Roman Les scènes de la vie de bohème von Henri Murger verfasst. Die Uraufführung fand 1896 im Teatro Regio in Turin unter Arturo Toscanini statt. Trotz schlechter Kritiken nach der Uraufführung wurde La Bohème ein Welterfolg. Sie gehört zum Standard-Repertoire vieler Häuser und ist eine der weltweit am häufigsten aufgeführten Opern. La Bohème steht dem Verismo nahe, es geht um Leben, Leiden und Lieben von gewöhnlichen Menschen. Sie ist die vierte der zwölf Opern Puccinis und gilt als sein Meisterwerk.

Es singen Plácido Domingo und Luciano Pavarotti.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1386 im Thema

Beitrag von Jalana » Mo 25. Feb 2019, 21:59

Vorspiel zu "Los borrachos" von Jerónimo Giménez

Jerónimo Giménez y Bellido (* 10. Oktober 1854 in Sevilla; † 19. Februar 1923 in Madrid) war ein spanischer Violinist und Komponist.

Bereits mit zwölf Jahren war er erster Geiger im Orchester des Teatro Principal seiner Heimatstadt und übernahm 5 Jahre darauf auch dessen Leitung. Stipendien ermöglichten ihm ein Studium in Paris, wo er erste Preise in Harmonielehre und Komposition errang. Er gelangte dann über Italien nach Madrid, wo er in Ruperto Chapí y Lorente einen einflussreichen Förderer fand. Er übernahm die Leitung des Orchesters des Teatro de la Zarzuela und in diesem Genre sollte auch seine Zukunft liegen. Von 1887 bis 1920 komponierte er jährlich mehrere dieser Bühnenwerke, davon etliche gemeinsam mit insbesondere Amadeo Vives, aber auch mit anderen Komponisten.

Er schuf nahezu ausschließlich Zarzuelas und zeigte sich als ein Meister dieser Form, da er einerseits ein handwerklich ausgezeichneter Komponist war, der den Orchesterklang geschickt und effektvoll einzusetzen verstand, andererseits ein Ohr für die spanische Volksmusik besaß, die er immer wieder wirkungsvoll in seine Werke einzubeziehen wusste. Hervorzuheben wegen ihres nachhaltigen Erfolges sind die Werke "De vuelta del vivero" (1895), "La boda de Luis Alonso" (1897) und "La tempranica" (1900).

García Asensio dirgiert das English Chamber Orchestra.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1387 im Thema

Beitrag von Jalana » Di 26. Feb 2019, 14:07

Programmhinweis: Samstag 02. März 20:15 auf 3SAT
Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán
Volksoper Wien, 2018

Darsteller:
Leopold Maria, Fürst von und zu Robert Meyer
Lippert-Weylersheim Sigrid Hauser
Anhilte, seine Frau Elissa Huber
Sylva Varescu Lucian Krasznec
Edwin, beider Sohn Juliette Khalil
Anastasia, Komtesse Eggenberg Jakob Semotan
Boni Graf Káncsiánu Boris Eder
Ferenc Ritter Kerekes, gen. Christian Graf
Feri Bácsi
Eugen Baron Rohnsdorff
u.a.
Bühnenbild: Ulrike Reinhard
Kostüme: Daria Kornysheva
Choreografie: Andrea Heil
Orchester: Volksopernorchester
Musikalische Leitung: Alfred Eschwé
Regie: Peter Lund

Revuestar Sylva Varescu, genannt "Die Csárdásfürstin", feiert nicht nur auf der Bühne große Erfolge: Auch die Männer liegen ihr zu Füßen. Ihr glühendster Verehrer ist Boni Káncsiánu.

Der Kaufmann setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um ihr zu imponieren. Doch dabei lernt Sylva den charmanten Rittmeister Edwin von Weylersheim kennen, der sich auf der Stelle in die Schöne verliebt. Als sie sich in Rom wiedersehen, ist es auch um Sylva geschehen.

Doch allzu lange ist dem Paar das Turteln nicht vergönnt: Edwin soll nach dem Willen der Eltern standesgemäß seine Cousine Stasi heiraten, und Sylvas Manager Ferenc Ritter Kerekes, genannt "Feri Bácsi" malt ihr in den düstersten Farben die Unmöglichkeit ihrer Liaison aus, da ihr Liebster ihretwegen seine Militärlaufbahn beenden müsste. Auf Sylva selbst wartet eine Tournee nach Australien. So verlieren sich die beiden aus den Augen, bis es in Paris zu einem schicksalhaften Wiedersehen kommt: Im selben Hotel, in dem Edwins Verlobungsfeier mit Stasi stattfinden soll, logiert Sylva mit ihrer Truppe vor der Australien-Tour. In ihrer Not gibt sich Sylva als Bonis Ehefrau aus. Der wiederum hat ist seit Kurzem in Stasi verliebt, und Edwin wird von heftiger Eifersucht geplagt. Größer könnten die Missverständnisse und Eifersüchteleien nicht sein, bevor die richtigen Paare endlich zusammenfinden.

Die Wiener Volksoper feierte 2018 ihr 120-jähriges Jubiläum. Peter Lund, unter anderem bekannt durch seine preisgekrönte und ebenfalls an der Wiener Volksoper aufgeführte Operette "Axel an der Himmelstür", inszeniert "Die Csárdásfürstin" von Emmerich Kálmán. Auch über 100 Jahre nach der Uraufführung im Jahr 1915 ist dieses Werk der Silbernen Operetten-Ära noch immer sehr beliebt.

Regisseur und Textbearbeiter Peter Lund verleiht der bittersüßen Liebesgeschichte am Rande der Kriegskatastrophe neuen Schwung: Was tun, wenn die Verbindung des Prinzen Edwin mit einer Chansonette die Ehre der Familie ins Wanken bringt?, so fragt sich der Schlossherr Lippert-Weylersheim. Und wie soll man damit umgehen, wenn ein wohlgehütetes Geheimnis der Dame des Hauses ans Licht kommt?

(ORF)

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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1388 im Thema

Beitrag von Jalana » Do 28. Feb 2019, 21:55

"Dunkelrote Rosen bring' ich, schöne Frau!" aus der Operette 'Gasparone' von Karl Millöcker

Carl Joseph Millöcker (* 29. April 1842 in Wien (Laimgrube); † 31. Dezember 1899 in Baden bei Wien) war ein österreichischer Operettenkomponist.

Gasparone ist eine Operette in drei Akten von Carl Millöcker. Das Libretto verfassten Friedrich Zell und Richard Genée. Uraufführung war am 26. Januar 1884 am Theater an der Wien.

Mariss Jansons leitet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Der Solist ist Thomas Hampson.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1389 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » So 3. Mär 2019, 19:31

Hier mal ein etwas ungewöhnlicher Vorschlag für Klassikfreunde... einfach genial!

Hier die Daten der nächsten Konzerte:
https://www.ursart.de/axel-paetz/extern/tourplan/
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1390 im Thema

Beitrag von Jalana » Di 5. Mär 2019, 21:54

"Etude Op. 10, Nr. 7 C-Dur" von Frédéric Chopin

Frédéric François Chopin (* 22. Februar oder 1. März 1810 in Zelazowa Wola, im ehemaligen Herzogtum Warschau; † 17. Oktober 1849 in Paris) war ein polnisch-französischer Komponist, Pianist und Klavierpädagoge. Er gilt als einer der einflussreichsten und populärsten Komponisten der Klaviermusik und setzte auch als Pianist Maßstäbe. Als Sohn eines Franzosen und einer Polin in Warschau aufgewachsen, lebte er nach dem gescheiterten Novemberaufstand ab 1831 im Paris der Julimonarchie und der Zweiten Französischen Republik.

Frédéric Chopin hinterließ 27 Etüden für Klavier, zwölf in op. 10, zwölf in op. 25 und drei postum veröffentlichte.

Es spielt Yasuko Furumi.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1391 im Thema

Beitrag von Jalana » Mi 6. Mär 2019, 14:51

Programmhinweis: Samstag 09. März 20:15 auf 3SAT
Levit spielt Brahms
Mit Igor Levit (Klavier)


Mit Werken von:
- Johannes Brahms: Konzert Nr. 1 d-Moll für Klavier
und Orchester op. 15
- Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande op. 5
Sinfonische Dichtung nach dem Drama von Maurice Maeterlinck
Orchester: WDR Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Jukka-Pekka Saraste

Schon 2010 zählte die Frankfurter Allgemeine Zeitung Igor Levit zu den "großen Pianisten dieses Jahrhunderts". Da war der gebürtige Russe gerade 23 Jahre alt.

In Brahms' forderndem Klavierkonzert bestätigt Levit dies eindrucksvoll. Der Weg, den Johannes Brahms mit seinem Ersten Klavierkonzert ging, war steinig: Zur fünfjährigen Entstehungsgeschichte kamen Selbstzweifel und Kritik bei der Uraufführung im Jahr 1859.

Ursprünglich hatte Brahms eine Sonate für zwei Klaviere geschrieben und sie gemeinsam mit Clara Schumann ausprobiert, dabei aber bemerkt, dass seine Ideen größer sind: "Eigentlich genügen mir nicht einmal zwei Klaviere."

Bei der Uraufführung am Königlichen Hoftheater in Hannover saß der 25-jährige Brahms selbst als Solist am Flügel. Das Konzert wurde aber in Gänze verrissen. Ein namentlich nicht genannter Kritiker beklagte sich über "schreiendste Dissonanzen", über ein "Würgen und Wühlen" und dass die Komposition "an keiner einzigen Stelle etwas Fesselndes und Wohlthuendes" habe.

Die Aufregung des Publikums scheint aus heutiger Sicht nur noch schwer nachvollziehbar, zu fest ist das Werk im klassischen Kanon der Romantik verankert, und zu sehr haben sich unsere Hörgewohnheiten verändert. Gleichwohl ist es bis heute eine Herausforderung für Orchester und Klavier, die hier "als gleichwertige Partner" aufeinandertreffen, wie Starpianist Igor Levit sagt. Gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester meistert er diese Herausforderung mit Bravour und schenkt den Zuhörern einen ganz besonderen Konzertgenuss.

Ähnlich kritisch reagierte man seinerzeit auf Schönbergs spätromantische Tondichtung "Pelleas und Melisande". Sie fußt auf Maurice Maeterlincks Drama "Pelléas et Mélisande" von 1893 - eine fast traumwandlerische, märchenhafte Erzählung entlang düsterer Bilder:

Golaud, ein alternde König, befindet sich auf der Jagd. Im Wald entdeckt er die geheimnisvolle Prinzessin Mélisande, bringt sie auf sein Schloss und heiratet sie. Doch Mélisande ist unglücklich, einzig die Nähe zu Golauds jungem Halbbruder Pelléas schenkt ihr Momente von Unbeschwertheit und beinahe übersinnlicher Liebe. Golaud wird eifersüchtig und tötet Pelléas im Zweikampf. Bald stirbt auch Mélisande - wahrscheinlich aus Gram und Liebeskummer. Sie ist das Abbild einer "Femme fragile", einer zerbrechlichen, schutzbedürftigen Frau, typisch für die Literatur der Jahrhundertwende.

1905 führte Schönberg seine sinfonische Dichtung zum ersten Mal im Wiener Musikverein auf. Das österreichische Publikum war zur Jahrhundertwende mit neuen Entwicklungen der Sinfonik durchaus vertraut, gerade auch mit der Begegnung von Dichtung und Musik. Franz Liszt und Richard Strauss wurden geliebt. Aber bei Einflüssen der Moderne war das Publikum skeptisch, mit Gustav Mahler hatte es seine Probleme. Und auch Schönbergs "Pelleas"-Komposition schien zu komplex, zu wenig greifbar die darin einkomponierte Dichtung. Der Komponist erinnerte sich später: "Einer der Kritiker schlug vor, mich in eine Irrenanstalt zu stecken und Notenpapier außerhalb meiner Reichweite aufzubewahren."

Schönberg gibt den wichtigsten auftretenden Personen und Schlüsselmomenten des Dramas musikalische Motive, eingebettet in eine komplexe sinfonische Form - eine spätromantisch flutende Tondichtung. Erst 15 Jahre nach "Pelleas und Melisande" hat Schönberg begonnen, sein Konzept der Zwölftonmusik zu entwickeln.

Das Konzert bildete den Auftakt der letzten Saison des WDR Sinfonieorchesters mit seinem derzeitigen Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste. Entsprechend wurden dafür besondere Glanzlicher der achtjährigen gemeinsamen "Ära Saraste" ausgewählt. Für den Finnen sind Johannes Brahms und dessen großer Verehrer Arnold Schönberg "Meilensteine in meiner Arbeit mit dem WDR Sinfonieorchester".

(ARD/WDR/3sat)

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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1392 im Thema

Beitrag von Jalana » Do 7. Mär 2019, 21:45

"Der Arme kann von Strafe sagen" aus der Oper 'Die Zauberflöte' von Wolfgang Amadeus Mozart

Die Zauberflöte (KV 620) ist eine Oper in zwei Aufzügen, die 1791 im Freihaustheater in Wien uraufgeführt wurde. Das Libretto stammt von Emanuel Schikaneder, die Musik komponierte Wolfgang Amadeus Mozart. Das etwa dreistündige Werk zählt zu den weltweit bekanntesten und am häufigsten inszenierten Opern. Die Arien, zu denen unter anderem Der Vogelfänger bin ich ja, Dies Bildnis ist bezaubernd schön und die Arie der Königin der Nacht Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen zählen, sind auch vielen vertraut, die die Oper noch nie gesehen haben. Da die Oper leicht zugänglich ist, wird sie gelegentlich so inszeniert, dass sie sich ganz gezielt an jugendliche Zuschauer wendet. Auch als Marionettentheater wird sie bisweilen gezeigt. Durch das umfangreich ausgeführte Kontrastprinzip verdeutlicht die Oper sehr gut den Zeitgeist der Wiener Klassik. Zunächst im bunt schillernden Gewand einer Zauberposse auftretend wendet sie sich im Verlauf der Handlung zunehmend der Verkündigung freimaurerischer Ideale zu.

Es singen Siegfried Jerusalem, Marilyn Richardson, Doris Soffel und Ortrun Wenkey.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1393 im Thema

Beitrag von Jalana » So 10. Mär 2019, 22:17

"Danza española No 5" von Pablo de Sarasate

Pablo de Sarasate (* 10. März 1844 in Pamplona; † 20. September 1908 in Biarritz) war ein spanischer Geiger und Komponist. Sarasate begann sein Violinstudium im Alter von fünf Jahren unter seinem Vater, einem Artilleriekapellmeister. Später wurde er von ortsansässigen Lehrern unterrichtet. Sein erstes Konzert gab er im Alter von acht Jahren in La Coruña.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1394 im Thema

Beitrag von Jalana » Mi 13. Mär 2019, 21:59

"Oh ,nel fuggente nuvolo...Qual suon di passi" aus der Oper 'Attila' von Giuseppe Verdi

Giuseppe Fortunino Francesco Verdi (* 9. Oktober oder 10. Oktober 1813 in Le Roncole, Département Taro, Französisches Kaiserreich; † 27. Januar 1901 in Mailand) war ein italienischer Komponist der Romantik, der vor allem durch seine Opern berühmt wurde.

Atilla ist die neunte Oper (Dramma lirico in un prologo e tre Atti) von Giuseppe Verdi. Das Libretto von Temistocle Solera, vollendet von Francesco Maria Piave, basiert auf der romantischen Tragödie Attila, König der Hunnen von Zacharias Werner.

Die Uraufführung fand am 17. März 1846 im Teatro La Fenice in Venedig statt und erhöhte Verdis Popularität. Verdi selbst sprach in einem Schreiben an die Gräfin Maffei, Ehefrau des Dichters Andrea Maffei, des Librettisten von Macbeth und I Masnadieri, am Tag nach der Premiere von einem "anständigen Erfolg".

Es singen Linka Stoyanova und Boiko Zvetanov.



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 1395 im Thema

Beitrag von Jalana » Do 14. Mär 2019, 11:30

Programmhinweis: Samstag 16. März 20:15 auf 3SAT
Der Freischütz
Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber
Wiener Staatsoper, 2018


Darsteller:
Max Andreas Schager
Agathe Camilla Nylund
Ännchen Daniela Fally
Caspar Alan Held
Samiel Hans Peter Kammerer
Ottokar Adrian Eröd
Cuno Clemens Unterreiner
Eremit Albert Dohmen
Libretto: Johann Friedrich Kind
Ausstattung: Gary McCann
Choreografie: Vesna Orlic
Chor: Chor der Wiener Staatsoper
Chorleitung: Thomas Lang
Orchester: Orchester der Wiener, Staatsoper
Musikalische Leitung: Tomás Netopil
Regie: Christian Räth
Bildregie: Agnes Méth
Moderation: Barbara Rett

Nach 19 Jahren stand 2018 erstmals wieder eine Neuproduktion von Webers Oper "Der Freischütz" auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. 3sat zeigt die Inszenierung von Christian Räth.

Die musikalische Leitung hat Tomás Netopil. Für die Bildregie zeichnet Agnes Méth verantwortlich, die insgesamt neun Kameras dirigiert. Unter den Solisten sind Camilla Nylund, Daniela Fally und Shooting-Star Andreas Schager. Durch den Abend führt Barbara Rett.

Wenige Stücke der Opernliteratur waren in ihrer Rezeptionsgeschichte einem derart häufigen Paradigmenwechsel unterworfen wie Webers romantisches Werk "Der Freischütz". Einmal verlieh man dem Gespenstischen die Hauptrolle, ein anderes Mal wieder galten das Schicksal oder gar die Natur und der Wald als zentrale Handlungselemente. Selbst bei der Einschätzung des Komponisten war man sich nicht sicher und betrachtete ihn sowohl als Schöpfer des "natürlichen Volkstons" und den "deutschesten" aller Komponisten, aber auch als Nachfolger der französischen Revolutionsoper.

"'Der Freischütz' hat ins Schwarze getroffen", schrieb Carl Maria von Weber 1821 nach der glanzvollen Berliner Uraufführung der "romantischen Oper in drei Aufzügen" an seinen Textdichter Johann Friedrich Kind. Er sollte recht behalten, denn das Werk entwickelte sich schon bald zum Serienerfolg. Unmittelbar nach den napoleonischen Kriegen entstanden, setzt der Stoff um Versagensangst, brüchige Konventionen und Wald-Spuk bildmächtig eine Fantasiewelt frei, deren Aufgebot an gespenstischen Erscheinungen schlicht beeindruckend ist.

Am Wiener Haus am Ring gab es bisher zehn "Freischütz"-Produktionen. Die erste Premiere fand schon wenige Monate nach der Eröffnung der Hofoper am 1. Januar 1870 statt, weitere acht Inszenierungen, davon eine im Volksoperngebäude, folgten bis zur Neuinszenierung 1995 in der Regie von Alfred Kirchner und unter der musikalischen Leitung von Leopold Hager. Insgesamt 477 mal wurde die Oper bisher aufgeführt, zuletzt stand das Werk im April 1999 auf dem Staatsopernspielplan.

Die Ausstattung der elften Produktion stammt aus der Feder des irischen Bühnen- und Kostümbildners Gary McCann, der an der Staatsoper bereits für "Macbeth" mit Christian Räth zusammenarbeitete. Für das Lichtdesign zeichnet Thomas Hase verantwortlich, für die Videoeffekte Nina Dunn und für die Choreografie Vesna Orlic.

(ORF)

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