Morddrohungen gegen trans* Frau
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Svetlana L
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Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 1 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Sa 7. Dez 2019, 21:44

Nach dem Fall in Oppenheim vor ein paar Wochen gibt es jetzt auch Morddrohungen gegen eine trans* Frau in Heide, wie queer.de berichtet.

Ich bin total schockiert. Nimmt der Hass tatsächlich so sehr zu, dass jetzt schon offene Morddrohungen zur Tagesordnung gehören? Wie dürfen niemals zulassen, dass wir uns an derartigen Hass gewöhnen und das nur noch Achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Dann wäre wirklich alles verloren. Ich hoffe sehr, dass der_die Täter_in identifiziert werden kann und knallhart bestraft wird.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Ulrike-Marisa
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Re: Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 2 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Sa 7. Dez 2019, 23:59

Moin,

Heide war lange eine Hochburg der NPD als es sie noch gab.
Ich weiß nicht, was wir hier auf dem Land dagegen tun können. Die alten Gedanken sind hier noch präsent. Das Leben läuft manchmal anders als sie wir es uns wünschen...

Gruß, traurige Ulrike-Marisa :(

Petra Sofie
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Re: Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 3 im Thema

Beitrag von Petra Sofie » So 8. Dez 2019, 07:02

Einige Teile der Menschen in Deutschland hätten es gern wieder einfach, so wie früher. Das Rad der Geschichte kann nicht zurückgedreht werden, ohne selbst Schaden zu nehmen, egal in welcher Sparte sie sich das wünschen. Es ist einfach gesagt: “Alle Flüchtlinge raus, das Geld den Rentnern geben, Rentnerarmut beseitigt,Basta.“ Leider haben wir nicht genug Flüchtlinge zum Rausschmeißen, damit die Einkommen der Rentner so steigen würden wie dringend geboten.

Mit derartigen Forderungen wie sie in den verschiedensten Zusammenhängen aufgestellt werden, lassen sich Gesellschaftsschichten leicht mit der entsprechenden Propaganda beeinflussen, und Wählerstimmen gewinnen, die wirklichen Hintergründe müssen nur verschwiegen werden.

Da sind Minderheiten leichte Beute, Trump, Orban und PIS-Partei machen es vor. LGBT's werden ausgegrenzt, und zu Feindbildern stilisiert. Das sind wenige im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, aber viele Wählerstimmen sind gesichert. Schon hat man die Fünfprozenthürde geknackt. Das ist erschreckender Weise ein Mechanismus der trotz der Informationsflut die uns täglich zur Verfügung steht immer wieder funktioniert.
Es ist ein erprobtes Werkzeug das seit Eins Neun Drei Drei überall wieder eingesetzt wird.

Es ist an der Zeit, das die Politik und Verfassungsschutz hier klare Fakten schaffen, die wirklichen Sündenböcke benannt werden.

Sonst wird die Ausgrenzung von Minderheiten weiter fortschreiten. Jeder einzelne Übergriff ist Einer zu viel. Ich möchte diesen Unsinn der 60er und 70er Jahre, den ich in voller Bandbreite mitmachen durfte nicht wieder erleben.

Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß sich die heutige Gesellschaft gegen Ausgrenzungen zur Wehr setzen wird.

Petra Sofie

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Re: Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 4 im Thema

Beitrag von Magdalena » So 8. Dez 2019, 07:59

Hallo

einfach nur schlimm, dass so etwas ohne weiteres geschehen kann. Die Täter sich noch im Recht fühlen, etwas gutes für die Gesellschaft getan zu haben. Wenn wir, die Gesellschaft, nichts dagegen unternehmen, fühlen sich diese Täter in ihrem Handeln bestätigt. Hier gilt es Flagge zu zeigen. So lange diese Täter unendeckt bleiben, helfen auch Gesetze nicht weiter.

Mit traurigen Grüßen Magdalena
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Re: Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 5 im Thema

Beitrag von Kadenz » So 8. Dez 2019, 08:19

Ich habe das Gefühl, Einschüchterungen durch Gewalt- und Morddrohungen sind mittlerweile ein gängiges Stimmungsmittel geworden. Wenn man sich anschaut, wie oft Politiker oder Menschen, die in der Öffentlichkeit andere Meinungen vertreten, beschimpft und bedroht werden, wird mir schlecht. Ganz schlimm ist es in den sozialen Medien, wo sich Blasen bilden, in denen es keinen Widerspruch gibt und ungehindert so eine Schei** eskalieren kann. Wo das endet, sieht man im Mordfall Lübcke. Irgendein Idiot fühlt sich zum "Helden" berufen und setzt das um, was der Chor da die ganze Zeit gebrüllt hat.
Also, der Diskurs bestimmt das gesellschaftliche Klima und letztendlich die Gewaltrealität. Es darf nicht sein, dass so eine gewaltbereite Stimmung aufgebaut wird. Drohungen und Einschüchterungen müssen unbedingt härter und konsequenter verfolgt werden.

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Re: Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 6 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » So 8. Dez 2019, 09:29

Worüber ich mich immer am meisten ärgere ist die Reaktion der Polizei.
"Ist doch nur ein dumme Jungen-Streich"
Das man dies Polizisten erstmal mit der Nase drauf stoßen muss.
Einfach nur traurig
Lisa
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Re: Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 7 im Thema

Beitrag von Menalee » So 8. Dez 2019, 09:31

Diese Zettelschreiber sind in meinen Augen feige und dies macht sie leider gefährlich. Schließlich können Betroffene nicht genau wissen wann eine Gefahr für sie eintreten könnte. Leider ist wahrscheinlich genau das von diesen Tätern so gewollt. Hier wäre zu allererst die Politik gefordert Zeichen zu setzen. Genauso schockiert war ich als ich folgendes las aus: https://www.gegen-hartz.de/news/abartig ... nachtsfest
Hausmüll Spenden an Hartz IV Bezieher und Kinder zum Weihnachtsfest
Ich bin sehr traurig wenn ich sowas lesen muss.
Menalee
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Re: Morddrohungen gegen trans* Frau

Post 8 im Thema

Beitrag von Jasmine » So 8. Dez 2019, 11:59

:((a wo entwickelt sich unsere Gesellschaft hin? :((a
Hoffentlich findet solch ein Fall nicht im erzkonservativen Bayern statt.
Ich bin bestürzt was sich Menschen vor Weihnachten (dem Fest der Liebe) erlauben.
In der Kirche, wie auch gestern Abend, durften wir erleben, wie der Pfarrer mit den
Worten "Zum Zeichen des Friedens reichen wir uns die Hände" die Gemeinde auffordert.
Bis heute habe ich noch nicht erlebt das mir oder meiner Partnerin nicht die Hand
gegeben wurde und gesagt wurde: Der Friede sei mit dir. (dr)
Liebe Grüße Jasmine
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