Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen
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Anne-Mette
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Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 31. Dez 2017, 12:52

Moin,

während in Berlin der Öffentliche Nahverkerh ausgeweitet wird, fällt er hier auf dem Land in den Dämmerschlaf :))b
Der letzte Bus fährt, wenn wir die Fahrpläne richtig studiert haben, nachmittags.
Unsere Kinder wollen nachher in die Stadt - da muss ich sie wohl fahren.

Gruß
Anne-Mette

Brigitta
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 2 im Thema

Beitrag von Brigitta » So 31. Dez 2017, 14:38

Hallo Anne-Mette,
(moin)
was kann ich dazu sagen, außer dass es mir leid tut, dass ich hier in Berlin die besseren Nahverkehrsverbindungen habe ...
Aber ich komme ja ursprünglich auch vom Land; bin als Kind oft die 3 km bis zum nächsten Bahnhof gelaufen, weil es überhaupt keinen Bus gab, da wo wir gewohnt haben. Und als es dann einen Bus gab, haben ihn bald nur noch die Schüler benutzt, weil alle anderen Leute sich schon ein eigenes Auto zugelegt hatten. So war es dann ein Teufelskreis, dass aus der Bequemlichkeit der Bevölkerung heraus, der ÖPNV wieder (fast) abgeschafft wurde, weil ihn eben kaum noch jemand genutz hat ... Angebot und Nachfrage ... So dürftet es auch bei Euch sein - oder wer fährt schon alltags oder gar sonntags mit dem Bus in die Stadt?
(snow)
Liebe Grüße
Brigitta ))):s
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Anne-Mette
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 31. Dez 2017, 14:42

Moin,

... aber dafür werden wir nicht - wie in Berlin - von den Balkons der Häuser mit Raketen beschossen (smili)

Gruß
Anne-Mette

Jaddy
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy » So 31. Dez 2017, 17:45

Ich kann das gut nachvollziehen... Bei uns sieht der Fahrplan der einzigen Buslinie so aus
Bildschirmfoto 2017-12-31 um 17.42.05.png
Folge: Zwei Menschen, zwei Autos :/
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NanaVistor
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 5 im Thema

Beitrag von NanaVistor » So 31. Dez 2017, 18:38

hier bei mir fahren 2 Busse morgens uns 2 Busse abends retour, Bushaltestelle ist ca 3km entfernt
wenn Schulferien sind, fährt selbstverständlich jeweils nur ein Bus :-)
Auch Vordenker müssen nachdenken.

Elizabeth
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 6 im Thema

Beitrag von Elizabeth » So 31. Dez 2017, 21:28

dieses unterirdische ÖPNV-Angebot kenne ich auch -
meine Konsequenz aus dieser Situation war das Fahrrad: zu besten Zeiten >7300km pro Jahr - im Schnitt 20 km pro Tag.
- das fährt dann ,wenn ich will!
LG Elly

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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 7 im Thema

Beitrag von Andrea57 » So 31. Dez 2017, 21:36

Liebe Anne-Mette,
das du auf dem Land wohnst ist doch schön. Besser kann man es nicht haben. Ich sehe nur deine Berichte, die du immer über deine Gegend geschrieben hast.
Von dir zum nächsten Ort, Flensburg ???, ist ein sehr langer Weg. Aber was nimmt man für die Kids nicht alles in Kauf. Auch ich bin mit den Kindern gefahren von a nach b
Ich lebe in der Großstadt und wünsche mir "eigentlich" das was du hast.
Ich danke dir für alles, was du mit diesem Forum für uns getan hast. Ich hoffe das dieses Forum lange bestehen bleibt.
Ich glaube das deine Kinder nachdem du sie wieder abgeholt hast glücklich zu Hause ankommen werden.
Auch sie werden sich sicherlich irgendwann eine andere Zeit wünschen, aber das dauert noch ein paar Jahrzehnte.
auf Smilies habe ich verzichtet

LG Andrea

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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 8 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » So 31. Dez 2017, 23:17

.
Abgehängt auf dem Lande – das gilt vielerorts nicht nur zu Weihnachten und Sylvester, sondern ganzjährig. Ich zähle dazu auch solche Orte, die täglich nur ein Bus anfährt, um Rentner in die nächste Stadt zum Einkaufen zu bringen und zwei Stunden später wieder zurück.
Ich habe das Glück, in einer Kleinstadt zu wohnen, die von ca. 4 Uhr bis Mitternacht mindestens einmal stündlich von Chemnitz aus erreichbar ist. So geht es ganz gut ohne Auto. Die systematische Stilllegung von Strecken, die sich angeblich „nicht rechnen“, macht mir insbesondere in meiner Gegend doch ein wenig Angst. Ich glaube nicht, dass ich mich jetzt noch aufs Auto umstellen könnte.
Ich möchte das auch gar nicht. Aufgrund weiterer Ausdünnung des ÖPNV irgendwann mal dazu gezwungen sein, wäre für mich genauso eine „Fremdbestimmung“, wie sie hier von den meisten in anderem Zusammenhang abgelehnt wird.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 9 im Thema

Beitrag von SusiS » Mo 1. Jan 2018, 01:28

Also bei München wird in der Silvesternacht der Nachtverkehr ausgeweitet: Nachtlinien fahren teilweise öfter, U-Bahn fährt durch. Bei der S-Bahn bis in etwa 3 - 4 Uhr [bei letzten Fahrten aber nur stündlich].
Zu den Streckenstilllegungen: Strecken die sich angeblich „nicht rechnen“ - zu geringes Fahrangebot und oder zu hoher Fahrpreise führen doch dazu. Prinzipiell sollten Fahrkarten für Großraumgebiet des Wohnorts günstig gestaltet sein. Das Fahrangebot akzeptablen Häufigkeit [im Sinne des Fahrgast] mit leicht merkbaren Takt.

SusiS

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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 10 im Thema

Beitrag von Jasmine » Mo 1. Jan 2018, 05:33

Ich wohne in einer Kleinstadt in Ostbayern, der ÖPNV ist hier sehr schlecht. Beispiel: unser Bahnhof liegt 2,5 Km ausserhalb und die Busverbindung ist nach 17.30 Uhr bis 6.30 Uhr einfach nicht möglich. Trotz das am Samstag und Sonntag einige Züge hier halten, Zugverbindung Bahnhof - Stadt = 0. Als ich das letzte Mal mich mit dem Zug verspätete musste ich mir ein Taxi nehmen. Dies kostete mich 8 €. Zur nächsten Kreisstadt geht morgens der Schulbus und Mittags und Nachmittags geht jeweils ein Bus zurück. Meine Meinung dazu: (ag)
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 11 im Thema

Beitrag von ulla » Mo 1. Jan 2018, 09:21

Der Nahverkehr sollte sich auch unserer Zeit unbedingt anpassen.Busse fahren über der Woche (Provinz Sachsen,Ostthüringen usw.)nur wenig ausgelastet.
Leerfahrten über viele Km.gehören hier zum Alltag.An Wochenenden haben Fahrgäste die Arschkarte gezogen.
Die Zeit,ist für ein Umdenken im Nahverkehr in der Provinz dringend reif!
Anschaffung von kleineren Bussen,würde sich schnell rechnen,die auch nach Bedarf für Wochenende eingesetzt werden können.
Sehe nicht ein,daß der Steuerzahler ein Konzept des Nahverkehrs weiterhin in dieser alten Form bezahlen soll.
Gruß Ulla

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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 12 im Thema

Beitrag von Jasmine » Mo 1. Jan 2018, 10:48

Bei uns ist der Nahverkehr ein Unternehmen der Klein-Stadt. Die fahren 95 % nur Schulkinder und in den Schul - Ferien sieht es ganz schlecht aus. Dann lassen sie sich vom Stadtrat auch noch auf die Schulter klopfen, wenn sie gute Gewinne gemacht haben. Das lustige an der ganzen Sache ist, wir haben einen behindertengerechten Bahnhof, Mit Aufzügen usw. Aber die Möglichkeiten ihn zu erreichen, bietet uns hier nur das Taxi.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 13 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mo 1. Jan 2018, 11:56

Moin,

...das ist im Schleswiger Umland auch nicht viel anders, ohne eigenen fahrbaren Untersatz bist du hier aufgeschmissen.
In Polen haben sie das so geregelt, dass je kleiner die Verbindung von der Bedeutung her ist, um so kleiner werden die Busse hin bis zum Landtaxi; eine gute Idee finde ich auch. Das waere bestimmt etwas, das bei uns auch umsetzbar ist natuerlich angepasst an den jeweiligen Tagesbedarf. Da gibt es noch viel zu tun...kommt bestimmt auch bei uns irgendwann allerdings...

LG, Ulrike-Marisa (moin)

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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 14 im Thema

Beitrag von Brigitta » Mo 1. Jan 2018, 12:21

(moin)
In Polen haben sie das so geregelt, dass je kleiner die Verbindung von der Bedeutung her ist, um so kleiner werden die Busse ...
... und noch weiter östlich gibt es die sog. "Marschrutka", also Mikrobusse oder größere PKW, die auf festgelegten Routen aber ohne Fahrplan verkehren. Dort sind die Nutzer viel flexibler, und (Warte-)Zeit spielt zumeist auch keine Rolle ... aber genau deshalb hat so ein günstiges Transportmittel bei uns leider keine Chance ... denn ohne Fahrplan gibt's bei uns keine Subventionen und ohne Subventionen keinen ÖPNV ...
LG, Brigitta ))):s
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Re: Silvester und Weihnachten - abgehängt auf dem Land, wenn auf den Bus angewiesen

Post 15 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Mo 1. Jan 2018, 13:38

Jasmine hat geschrieben:
Mo 1. Jan 2018, 05:33
Ich wohne in einer Kleinstadt in Ostbayern, der ÖPNV ist hier sehr schlecht. Beispiel: unser Bahnhof liegt 2,5 Km ausserhalb und die Busverbindung ist nach 17.30 Uhr bis 6.30 Uhr einfach nicht möglich. Trotz das am Samstag und Sonntag einige Züge hier halten, Zugverbindung Bahnhof - Stadt = 0. Als ich das letzte Mal mich mit dem Zug verspätete musste ich mir ein Taxi nehmen. Dies kostete mich 8 €. Zur nächsten Kreisstadt geht morgens der Schulbus und Mittags und Nachmittags geht jeweils ein Bus zurück. Meine Meinung dazu: (ag)
Liebe Grüße Jasmine
Wie wahr, wie wahr Jasmine. Bin auch eine, die in einer Kleinstadt in Ostbayern wohnt (vielleicht sind wir gar Nachbarinnen?? (smili) ) und hätte das gleiche schreiben können. Gottseidank hat frau aber Auto und kann fahren.
Liebe Grüße
Christina

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