Was trans-irgendwas Menschen verbindet
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LaraC
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Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 1 im Thema

Beitrag von LaraC » Di 29. Sep 2015, 10:32

Hi ihr Lieben,

vor dem Hintergrund des Threads zur Kommunikation von Trans-Begriffen wollte ich mal den Aspekt unterstreichen, der uns alle verbindet. Denn sonst wirkt das immer so, als ob wir nichts gemeinsam hätten. ;)

Wie auch immer man sich selbst auch verorten mag, transsexuell, transgender, trans*, queer, Spaghettimonster, whatever, ..., eine Sache haben wir doch im Kern gemeinsam: Andere Menschen haben auf Grund unserer körperlichen Merkmale bestimmte Erwartungen an uns (Anrede, Kleidung, Persönlichkeit, Verhalten) bzw. ordnen uns einer bestimmten Gruppe zu, obwohl das alles nicht direkt etwas mit dem Körper zu tun hat. Diese Erwartungen bzw. die Gruppenzuordnung entsprechen nicht unserer subjektiven Realität. Eigentlich ganz einfach, trifft aber irgendwie auf uns alle zu.

Was wir also alle zum Ziel haben sollten, ist doch, anderen Menschen klar zu machen, dass man solche Erwartungen nicht auf der Basis der Körpers haben sollte. Genau wie Erwartungen auf der Basis von Hautfarbe sind das einfach (nicht sehr schlaue) Vorurteile. Menschen mit Penis sind eben so und Menschen mit Vagina sind eben anders - das ist halt einfach Quatsch. Lasst uns doch für diese Einsicht kämpfen - bei anderen, aber auch bei uns! Dann wäre doch schon viel gewonnen. :)

LG,
Lara
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 2 im Thema

Beitrag von Anke » Di 29. Sep 2015, 11:03

Hallo Lara,

lieben Dank für deinen Beitrag. Ich sehe das wie Du, die Diskussion um Begriffe und die damit häufig verbundenen Abgrenzungen führen nicht wirklich weiter. Für den einzelnen ist es sicherlich wichtig, sich selbst zu definieren, zu bezeichnen und abzugrenzen. Aber das dann zu verallgemeinern und zu erwarten, dass alle das so sehen, das kann nur schief gehen.

Da finde ich es besser das in den Vordergrund zu stellen, was uns verbindet. Einen wichtigen Punkt hast Du schon genannt. Ein weiterer Punkt wäre aus meiner Sicht, dass wir einfach so leben können, wie es uns selbst am besten entspricht. Ich denke, dass das etwas ist, was zumindest die meisten wollen.

Ich stimme dir zu, lass uns dafür kämpfen und dann gewinnen wir sehr viel.

Liebe Grüße

Anke
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Anne-Mette
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 29. Sep 2015, 11:14

Moin,

sicherlich lassen sich aus dem sehr guten Thema ---))) "Was trans-orgendwas verbindet" gemeinsame Ziele entwickeln, wie ich auch schon im anderen Thread geschrieben habe.
Was könnten unsere gemeinsamen Vorschläge für eine Reform des TSG sein?

Gruß
Anne-Mette

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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 4 im Thema

Beitrag von Anke » Di 29. Sep 2015, 12:20

Hallo,

gemeinsame Vorschläge finde ich gut. Allerdings würde ich mich nicht auf das TSG beschränken, denn dort geht es ja primär um Transsexuelle.

Ein Vorschlag wäre ein Namens- und Personenstandsrecht, der allen die Möglichkeit bietet, ihren Vornamen und ihren Geschlechtseintrag ohne größeren Aufwand zu ändern. Mit "ohne größeren Aufwand" meine ich bspw. per einfachem Antrag beim Standesamt.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 5 im Thema

Beitrag von Veronika » Di 29. Sep 2015, 14:23

Hallo zusammen,

Anke hat geschrieben:
Ein weiterer Punkt wäre aus meiner Sicht, dass wir einfach so leben können, wie es uns selbst am besten entspricht.

Das ist ein Satz der alles auf den Punkt bringt. Wenn alle das akzeptieren würden, hätten wir viele Probleme weniger.
Den anderen Menschen so sehen wie man selbst gerne gesehen werden will.

LG Veronika

gaby37
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 6 im Thema

Beitrag von gaby37 » Di 29. Sep 2015, 14:54

Hallo,
Anke hat geschrieben:Ein Vorschlag wäre ein Namens- und Personenstandsrecht, der allen die Möglichkeit bietet, ihren Vornamen und ihren Geschlechtseintrag ohne größeren Aufwand zu ändern. Mit "ohne größeren Aufwand" meine ich bspw. per einfachem Antrag beim Standesamt.
Finde ich gut,
aber meine Sorge gilt dem Problem: "was Passiert mit längerfristigen Verpflichtungen (Kredite/Kaufverträge und dgl. mehr) bei Namensänderung"
Welchem Missbrauch wird hier das Tor geöffnet bzw wie kann man das vehindern, da ja nicht alle "Vertragspartner" automatisch vom "...-Amt" informiert werden können.
Veronika hat geschrieben:Hallo zusammen,
... Wenn alle das akzeptieren würden, hätten wir viele Probleme weniger.
Den anderen Menschen so sehen wie man selbst gerne gesehen werden will.
wo ich uns wieder im andrenen Threads beim Kommunikationsproblem sehe.
Wie soll ich einen Menschen ansprechen? An was kann ich mich orientieren?
Im Normalfall an der Statur und an der Kleidung - und wähle dann ein Anrede/Ansprache, die in der Häuifigkeit am wahscheinlichsten ist, oder macht ihr das anders? Wenn ja, wie macht ihr das ?

Gruß Gaby, die doch etwas verzweifelt und ratlos ob der vielen Möglichkeiten wird
_______________________________________________________________________________________________
Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.

eilinfox
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 7 im Thema

Beitrag von eilinfox » Di 29. Sep 2015, 15:01

Dass die Wünsche bestehen und berechtigt sind stelle ich ausser Zweifel.
Doch wieviele sind denn tatsächlich bereit ihre Komfortzone zu verlassen und dafür zu kämpfen?

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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 29. Sep 2015, 15:31

Moin,
Doch wieviele sind denn tatsächlich bereit ihre Komfortzone zu verlassen und dafür zu kämpfen?
Ach, da gibt es viele Möglichkeiten )))(:

Wir könnten uns z.B. diese bisher genannten und schon oft diskutierten Themen "auf die Fahnen schreiben"
  1. - Ein Vorschlag wäre ein Namens- und Personenstandsrecht, der allen die Möglichkeit bietet, ihren Vornamen und ihren Geschlechtseintrag ohne größeren Aufwand zu ändern. Mit "ohne größeren Aufwand" meine ich bspw. per einfachem Antrag beim Standesamt.
  • - Reform TSG
... wobei die beiden Themen auch miteinander verknüpft sind. Natürlich müssten die Änderungen im Personenstandsrecht "für alle Menschen" gelten

"Auf die Fahnen schreiben" - das könnte bedeuten, dass wir uns hier an prominenter Stelle so dazu äußern, dass unser Anliegen von anderen Menschen verstanden und wahrgenommen wird; denn wir werden gelesen )))(:
Weiterhin könnte es bedeuten, dass wir uns im Rahmen eines möglichen Forumtreffens im Jahre 2016 zu diesen Themen auseinandersetzen und in Gruppen dazu etwas erarbeiten, in einem Plenum vorstellen und dann "medien- und öffentlichkeitswirksam" bekanntgeben.
"Bekannte Persönlichkeiten" würden uns helfen, die Ergebnisse "nach draußen" zu bringen.

Gruß
Anne-Mette

eilinfox
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 9 im Thema

Beitrag von eilinfox » Di 29. Sep 2015, 15:57

Liebe Anne-Mette,
Ich glaube da bist du zu optimistisch.
Es gibt Menschen wie du, die so mutig sind und durch, wie du es immer nennst "tätige Öffentlichkeitsarbeit", sich dem Umfeld stellen und aufkommende Fragen beantworten.
In gewisserweise machen das transsexuelle Menschen ja auch, wenn auch bestimmt nicht so extrem aufklärerisch.
Aber zumindest sind sie sichtbar.
Und genau das erscheint mir das größte Problem.
Natürlich gibt es Transgendergruppen, die sich für gemeinsame Unternehmungen treffen und sichtbar werden.
Aber hat dies auch die gewünschte Aussenwirkung?
Ich meine nicht.
Kaum eine dieser Gruppen kommt doch mit dem Umfeld wirklich ins Gespräch.
Viel wichtiger wäre doch, dass jede einzelne in ihrem direkten Umfeld so wie du diese "tätige Öffentlichkeitsarbeit" leistet.
Mir ist so ein Mensch bisher noch nicht persönlich begegnet.

Anne-Mette
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 29. Sep 2015, 16:07

Moin,
Ich glaube da bist du zu optimistisch.
Das glaube ich wiederum nicht )))(:

Wenn wir den Leuten, denen wir begegnen, plausibel etwas erklären, dann ist die Bereitschaft groß, auch zuzuhören und uns zu unterstützen.
Beispiele gibt es genug, z.B. im Selbsthilfebereich, in der Öffentlichkeit, "in der Medienlandschaft (TV Beiträge über Freddy & Rebekka, Laura auf der Alexandra, Zeitungsartikel...)"...

Es ist allerdings hilfreich, wenn nicht gleich eine Belehrungs-Keule aus dem Rucksack hervorschaut (smili)
Also: ins Gespräch bringen - ins Gespräch kommen...
... und nicht verschanzen hinter dogmatischen Belehrungsphrasen (damit meine ich Dich nicht).

Gruß
Anne-Mette

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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 11 im Thema

Beitrag von Anke » Di 29. Sep 2015, 16:28

Hallo,

ich finde es nicht hilfreich, hier zu diskutieren, ob sich etwas bewegen lässt und sich dafür genug Personen engagieren. Besser ist es, das auszuprobieren. Es hilft auch nicht zu überlegen, was theoretisch die beste Möglichkeit wäre. Am Ende zeigt sich in der praktischen Umsetzung, was funktioniert und was nicht.

Mittlerweile kenne ich einige, die in ihrem Umfeld sichtbar werden und dort auch aufklärerisch unterwegs sind. Die treffe ich aber nur deshalb, weil ich selbst sichtbar werde und den Kontakt suche.

Ich kann verstehen, wenn jemand nicht aktiv werden will und auch lieber zurückgezogen lebt. Daran ist nichts auszusetzen. Allerdings tue ich mich schwer, wenn jemand der so leben will, die Bestrebungen und Aktivitäten derjenigen in Frage stellt, die das anders sehen und leben.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 12 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 29. Sep 2015, 16:35

Hallo Eilinfox,

stimmt, wir sind uns noch nicht begegnet. :wink:

"tätige Öffentlichkeitsarbeit" : CO 2008, --> Weiterhin Unterricht an den ursprünglichen Arbeitsstellen und an anderen Schulen.
Gespräche in den Kollegien, im Berufsverband, auf Elternabenden usw. sind normal. Da sind natürlich auch Leute mit Einfluß dabei...

Seit 1980 wohne ich im gleichen Viertel, seit 1994 gleiche Wohnung. Zum Strassenfest werde ich eingeladen.
Meine Ärzte betreuen mich seit Jahrzehnten. Im Sportclub (inzwischen über 800 Mitglieder, anfangs weniger als 50) bin ich ununterbrochen seit der Gründung 1989...
+ Gespräche mit Personen, die ich in öffentlichen Verkehrsmitteln öfters treffe, Kosmetikerin, Friseuse, Taxifahrern usw.
Ich bin Lehrerin, wenn gefragt, gebe ich offen und ehrlich Antwort. (Wenn ich nicht gefragt werde, manchmal auch :oops: )

Es sind sicher Tausende, die hier vor Ort meinen Fall kennen. Wenn ich Personen begegne, die es erfuhren, freuen diese sich meist sehr, dass sie mich persönlich treffen...

Nächstes Jahr(Ruhestand) hab ich hoffentlich endlich Zeit Einladungen anzunnehmen.
Es gibt durchaus einige, die sind an Informationen aus erster Hand interessiert.

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Wir sind "ungewöhnlich" und treffen daher oft auf Interesse, das verbindet uns. Ich persönlich empfinde dies als positiv. Daher lebe ich offen.

Nachtrag:
Jahrzehntelange Verbandsarbeit lehrte mich: Persönliche Gespräche unter vier Augen zeigen oft mehr Wirkung, als öffentliche Auftritte...
Seit 2008 meldete ich mich übrigens an einigen Stellen zu Wort, meist durch persönliche Briefe, aber ich beteiligte mich
z.B. auch 2011 kurz an der Onlinediskussion des Ethikrates zum Thema Intersexualität... (Naja, eigentlich ganz normales Verhalten einer politisch engagierten emanzipierten Frau)
Zuletzt geändert von ab08 am Di 29. Sep 2015, 16:55, insgesamt 5-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 13 im Thema

Beitrag von eilinfox » Di 29. Sep 2015, 16:43

Hallo Anke,
oh Entschuldigung.
Dein Einwand ist natürlich durchaus berechtigt.
Ich halte mich aus diesem und ähnlichen Threads dann lieber raus.

Vivian Cologne
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 14 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne » Di 29. Sep 2015, 17:04

Hallo Eilin,

hier muss sich niemand dafür entschuldigen für das, was er schreibt. Außer es ist destruktiv, übergriffig oder unverschämt. Und das ist das, was du schreibst, nicht.

Aber du mahnst ja gerne an, öffentlichkeitswirksam zu sein, stellst für dich gleichzeitig fest, dass das doch viel zu gefährlich ist. Worin deine Ängste begründet liegen, kann ich nicht beurteilen. Für mich selbst habe ich entschieden, dass mir die Folgen meines Tuns egal sind. In gewisser Weise betreibe ich also Öffentlichkeitsarbeit, indem ich als transsexuelle Frau im Leben stehe. In den letzten zwei Jahren habe ich mit schätzungsweise 100 "Ahnungslosen" und Nichtbetroffenen über Transsexualität geredet, zuletzt beim Unterzeichnen eines Arbeitsvertrags gestern. Und da habe ich es angestoßen mit dem Hinweis, dass mein offizieller Vorname erst in einem Monat Vivian lautet. Und prompt kamen interessierte Nachfragen, die ich auch in Richtung TSG-Reform beantwortet habe.

Doch das reicht nicht, um etwas zu bewegen. Deshalb mein Engagement im Bundesverband Trans*, der für manche schon wieder Teufelswerk ist, ehe er seine Arbeit aufgenommen hat. Und ich schreibe auch gerne böse Kommentare in sozialen Netzwerken, immer mit meinem Klarnamen.

Ob dieses offene Zeigen der eigenen Geschichte mal in meinem Umfeld zu Friktionen führt, weiß ich nicht. Aber stealth zu leben ist in meinem biblischen Alter Illusion. Diesen Druck mag ich mir gar nicht vorstellen. Und es verhindert natürlich auch die tägliche Öffentlichkeitsarbeit. Wenn keiner was "merken" würde, würde auch keiner fragen.

Das aber erst mal als Einwurf. Zur Fragestellung des Threads muss ich wohl mal in mich gehen, um das konkret zu fassen.

Vivian

Anne-Mette
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Re: Was trans-irgendwas Menschen verbindet

Post 15 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 29. Sep 2015, 17:08

Moin,
zuletzt beim Unterzeichnen eines Arbeitsvertrags gestern.
Ich hoffe, es war Deiner (smili)

GLÜCKWUNSCH ---))) (flo) ---))) (888) )))(:

Alles Gute und herzliche Grüße
Anne-Mette

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