Transgender und Kinder
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kira-lou

Transgender und Kinder

Post 1 im Thema

Beitrag von kira-lou » Fr 27. Jan 2012, 00:31

Hallo forum,

wir haben ein Problem - er Kira-Lou hat seine Cross Dressing neigung mental zu einem Transgender ausgebaut. Nun ist das beduerfniss die Frau herauszulassen und die 2. Haelfte seines Ichs leben zu koennen immer staerker geworden und auch die BioFrau ist dabei.

Sie unterstuetzt soweit es geht, es ist ja noch alles realtiv neu fuer Sie / auch wenn sie von der Crossdressing seite gewusst hat / ist es nun doch mehr geworden.

Nun haben wir aber auch 5 Kinder, fuer die Biofrau und Mich ist es klar das ich es in irgendeiner Form ausleben muss, da ich sonst darunter leider und zwar so sehr das ich schlechte laune habe, agressiv (nicht schlagen oder so nur lauter), aufbrausend etc. werde, da ich einfach einen Teil von mir unterdruecken muss. Nun die grosse Frage lautet - wie und ob - sagen wir es unseren Kindern. Die sind 11,8,6,4 und 1 jahr alt.

Fuer jede Hilfe auch kontakten zu professioneller Beratung sind wir dankbar, da es da wir in Irland leben, nicht einfach ist hier lokal etwas zu finden.

Liebe gruesse und vielen Dank eure Kira-Lou und Biofrau

Andrea aus Sachsen
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Re: Transgender und Kinder

Post 2 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Fr 27. Jan 2012, 09:06

.
Hallo kira-lou,
zunächst einmal herzlich willkommen in unserem Forum und vielen Dank für die interessante Vorstellung! Ich bin ebenfalls Crossdresser habe das Problem, wie und wann ich es meiner 12-jährigen Tochter beibringen soll. Ich denke aber, hier im Forum gibt es genügend Erfahrungen dazu. Mich würde auch interessieren, wie du, in Irland lebend, zu einem deutschen Crossdresserforum gefunden hast.
Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß hier. Viele Grüße auch an deine verständnisvolle Frau!
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

Anne-Mette
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Re: Transgender und Kinder

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 27. Jan 2012, 09:55

Moin,
Nun die grosse Frage lautet - wie und ob - sagen wir es unseren Kindern. Die sind 11,8,6,4 und 1 jahr alt.
Jedes Kind ist anders. Meine (sichtbare) "Entwicklung" war so spät, dass ich eine ordentliche Mannschaftsbesprechung anberaumen konnte. Da waren unsere Kinder fast erwachsen. Der Jüngste nahm es nicht so gut auf, war auch mehr von "deutscher Kultur" wie Bushido und Sido beeinflusst - und da ist es so, dass man zwischen Mann und Frau unterscheiden können muss - auch bei der Kleidung.
Wir hatten dann auch relativ heftige Auseinandersetzungen.
Die anderen beiden verfuhren mehr nach dem Motto, was wir hier schon mal diskutiert haben: "Crossdresser sind auch... Abholer, Taxifahrer, Aufräumer, Reparierer, Wäscher, Kumpel...".

Ich bin fast nur noch in Frauenkleidung unterwegs; teilweise sogar bei offiziellen Terminen. Ich weiß nicht, ob ich das schon gemacht hätte, als die Kinder jünger waren. Manche leiden unter ihren Eltern und unter den Marotten der Eltern - was immer das auch sein mag. Für ein Kind, dessen Vater Crossdresser und vielleicht sogar noch mehr ist, kann der Schulgang zur ernsthaften Prüfung werden. Es sind schon Kinder aus ganz anderen Gründen bis zur Verzweiflung gemobbt werden.

Einen Rat mag ich kaum erteilen. Allerdings solltet ihr im Gespräch bleiben. Außerdem sind die Kinder in dem Alter, in dem man das Thema mal spielerisch angehen könnte: es ist Fasching (oder auch nicht) und wir verkleiden uns...
Über die Reaktionen würde ich mich dann austauschen.
"Mein Leben in Rosarot" http://de.wikipedia.org/wiki/Mein_Leben_in_Rosarot würde ich auch mal mit den älteren Kindern ansehen und mal gucken, wie sie darauf reagieren und anschließend ein Gespräch mit ihnen führen.

Ich denke, mit dem jüngsten Kind wird es keine Probleme geben; aber die anderen, die in den Kindergarten und in die Schule gehen...
... würden sicherlich oftmals die Frage beantworten müssen: "Dein Vater, was ist denn das für einer?"

Gruß
CPG

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Re: Transgender und Kinder

Post 4 im Thema

Beitrag von Marielle » Fr 27. Jan 2012, 10:23

Hallo Kira,
Guten Tag zusammen,

Meine Meinung dazu kennst du schon seit dem Chat gestern. Ich will sie trotzdem nochmal aufschreiben, weil sowas im Chat doch eher schwierig ist.

Vorweg: Ich gehe davon aus, dass Kinder nicht gefragt wurden, ob sie die Kinder ihrer Eltern sein wollen; Das geht ja auch schlecht ;) . Aber es bleibt ein nicht ganz freiwilliges Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Auch wenn es meist von gegenseitiger Zuneigung und Respekt begleitet ist.

Wenn man weiterhin davon ausgeht, dass das Crossdressing (egal in welcher Form und Ausprägung) in der Gesellschaft nicht wirklich akzeptiert wird, würde man die Kids durch das Outing in eine schwierige Lage bringen. Entweder sie belügen ihre Freunde, sagen denen nicht, dass Papa auch mal einen Rock trägt oder sie tun es doch und setzen sich einem erheblichen Druck aus zu Aussenseitern zu werden; "Dein Dad ist doch schwul....eine Transe......."

Das hier im Forum gelegentlich angeführte Recht der Kinder auf Ehrlichkeit der Eltern zieht meiner Meinung nach nicht. Und zwar deswegen, weil dieses RECHT keinen Nutzen für die (jüngeren) Kids hat. Der Nutzniesser ist dabei doch nur der jeweiige Elternteil.

Ich bin nicht prinzipiell gegen ein Outing, ganz im Gegenteil. Wenn wir uns nicht outen merkt niemand das es uns gibt, kann uns gar niemand auch nur tolerieren. Ich finde aber, dass zu dem "Konfrontieren mit Crossdressen" immer auch Infomation, Aufklärung gehören sollte. Umso mehr, je näher diese Menschen mir stehen. Das hiesse im zweiten Schritt aber, dass die Kids deine Neigung vertreten müssten, wenn ihre Onkels, Tanten, Cousinnen, Freunde sie deswegen fragen (in welch harter Form dieses "Fragen" unter Kindern und Jugendlichen ablaufen kann dürfte bekannt sein).

Anders gesagt: Erst wenn die Kids so unahängig sind, dass sie dich nicht mehr brauchen oder wenn du dein Umfeld (Familie, Freunde, Firma, Nachbarschaft, Sportverein.......) soweit vorbereitet hast, dass nicht die Kids deine Neigung verteidigen müssen, erst dann finde ich es OK es ihnen zu sagen.

Marielle


Während ich das hier getippt habe, hat Claus-Peter was dazu geschrieben. Als ich das gelesen habe, ist mir was aufgefallen. Ich theoretisiere in gewisser Weise da ich keine Kinder habe. Aber ich war/bin selbst eines. Mein Vater war kein CD, aber ich weiss trotzdem um die oben geschilderten Umstände
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

exuser-23-02-2013

Re: Transgender und Kinder

Post 5 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 » Fr 27. Jan 2012, 10:53

Marielle hat geschrieben:Während ich das hier getippt habe, hat Claus-Peter was dazu geschrieben. Als ich das gelesen habe, ist mir was aufgefallen. Ich theoretisiere in gewisser Weise da ich keine Kinder habe. Aber ich war/bin selbst eines. Mein Vater war kein CD, aber ich weiss trotzdem um die oben geschilderten Umstände
Oder Du weißt nichts davon, weil er sich nie geoutet hat.

Ich stehe selber vor dem Problem, schiebe es aber vor mir her, weil ich es für wenig zweckdienlich halte, Kinder in der Pubertät damit zu belasten. Die brauchen erst eine gewisse geistige und charakterliche Reife, um mit so etwas umgehen zu können - und zweckmäßigerweise auch eine Alternative, falls sie es so zu Hause nicht aushalten, ergo wird das auf jeden Fall noch dauern. Wobei - und jetzt kann ich den Kreis wieder schließen - es noch in keinster Weise entschieden ist, ob meine Kinder das jemals erfahren werden (zumindest zu Lebzeiten, beim ausmisten nach meinem Tod werden Ihnen zumindest mache Dinge merkwürdig vorkommen).

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Re: Transgender und Kinder

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 27. Jan 2012, 11:17

Moin,

ich will auch nicht sagen, dass mein Weg der richtige ist, aber er war für mich der "logische Weg" - wie schon Bobby Schenk schrieb, als er begründete, warum es um Kap Horn gehen sollte.
Ich kann nicht sagen, wie weit mein "Outing" die Pubertätswirren beeinflusst und vielleicht verschlimmert hat. Vielleicht können wir später mal darüber reden.

Gruß
Claus-Peter

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Re: Transgender und Kinder

Post 7 im Thema

Beitrag von MEL » Fr 27. Jan 2012, 12:19

"Marielle hat geschrieben:
[quote="Marielle"]Hallo Kira,
Guten Tag zusammen,

Meine Meinung dazu kennst du schon seit dem Chat gestern. Ich will sie trotzdem nochmal aufschreiben, weil sowas im Chat doch eher schwierig ist.

Vorweg: Ich gehe davon aus, dass Kinder nicht gefragt wurden, ob sie die Kinder ihrer Eltern sein wollen; Das geht ja auch schlecht ;) . Aber es bleibt ein nicht ganz freiwilliges Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Auch wenn es meist von gegenseitiger Zuneigung und Respekt begleitet ist.

Wenn man weiterhin davon ausgeht, dass das Crossdressing (egal in welcher Form und Ausprägung) in der Gesellschaft nicht wirklich akzeptiert wird, würde man die Kids durch das Outing in eine schwierige Lage bringen. Entweder sie belügen ihre Freunde, sagen denen nicht, dass Papa auch mal einen Rock trägt oder sie tun es doch und setzen sich einem erheblichen Druck aus zu Aussenseitern zu werden; "Dein Dad ist doch schwul....eine Transe......."

Das hier im Forum gelegentlich angeführte Recht der Kinder auf Ehrlichkeit der Eltern zieht meiner Meinung nach nicht. Und zwar deswegen, weil dieses RECHT keinen Nutzen für die (jüngeren) Kids hat. Der Nutzniesser ist dabei doch nur der jeweiige Elternteil.

Ich bin nicht prinzipiell gegen ein Outing, ganz im Gegenteil. Wenn wir uns nicht outen merkt niemand das es uns gibt, kann uns gar niemand auch nur tolerieren. Ich finde aber, dass zu dem "Konfrontieren mit Crossdressen" immer auch Infomation, Aufklärung gehören sollte. Umso mehr, je näher diese Menschen mir stehen. Das hiesse im zweiten Schritt aber, dass die Kids deine Neigung vertreten müssten, wenn ihre Onkels, Tanten, Cousinnen, Freunde sie deswegen fragen (in welch harter Form dieses "Fragen" unter Kindern und Jugendlichen ablaufen kann dürfte bekannt sein).

Anders gesagt: Erst wenn die Kids so unahängig sind, dass sie dich nicht mehr brauchen oder wenn du dein Umfeld (Familie, Freunde, Firma, Nachbarschaft, Sportverein.......) soweit vorbereitet hast, dass nicht die Kids deine Neigung verteidigen müssen, erst dann finde ich es OK es ihnen zu sagen.

Marielle unquote]



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Also dem kann ich mich eigentlich in Gänze anschliessen.

Welcher Aspekt noch dazu kommt ist das Umfeld, in dem ihr lebt! Und da ist es für Außenstehende erst recht schwierig, eine Prognose über mögliche Reaktionen /Auswirkungen auf das outing zu treffen. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr in Irland lebt, meines Wissens nach eine eher konservativ-religiöse Bevölkerung, die Unsereins gegenüber wohl noch weniger Verständnis aufbringt als hier zu Lande, beispielsweise in einer deutschen Großstadt?!

Also was wiegt schwerer, das Wohl der Kinder/des familiären Umfeldes oder das Wohlbefinden des Einzelnen? Ich bin mir durchaus bewußt, dass dies eine harte
Aussage ist. Aber vielleicht wäre wirklich erstmal Geduld und Zurückhaltung angesagt und man(n)/Frau muss sich solange auf die wenigen Momente im Jahr beschränken, die einem erlauben so zu sein , wie man(n)/Frau sich fühlt?!

Tut mir leid, aber mehr fällt mir momentan dazu nicht ein und Kira-Lou ist damit wohl auch nicht geholfen?

LG Melanie59

Lena
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Re: Transgender und Kinder

Post 8 im Thema

Beitrag von Lena » So 29. Jan 2012, 14:50

Hi Kira-lou,
Ich glaube, das es darauf ankommt wie Alt ein Kind ist, damit es damit umgehen kann. Meine sind beispielsweise 2 und 5, und lernen gerade bzw haben gerade gelernt was der Unterschied zwichen Mann und Frau ist. Daher denke ich, es würde sie ein Stück weit überfordern, wenn der Papa jetzt Frau wäre.
Kinder haben zwar manchmal ein viel besseres Verständnis, als wir Erwachsen ihnen zu gestehen, doch darauf ankommen lassen würde ich es nicht. Da meine Kinder das wertvollste sind, was ich besitze, will ich mir gar nicht ausmalen, wie es wär, wenn sie wegen mir psychische oder gesellschaftlich Probleme bekommen würden.
Auf der anderen Seite, kann ich deine Situation verstehen. Es nur Abends, wenn die Kinder im Bett sind, zu machen obwohl man am liebsten den ganzen Tag so sein will, ist eine große Belastung.
Mir geht es da so wie dir, da ich auch Abends und Nachts arbeite, kann ich es noch seltener ausleben.
Aber auf die Frage, wann du es deinen Kindern sagst kann ich dir leider auch keine Antwort geben. Im zweifelsfall und da stimmst du sicherlich zu, immer zum Wohl der Kinder!

Ich hoffe für dich, das du einen Weg findest.

Liebe Grüße, Lena.

Sieglinde
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Re: Transgender und Kinder

Post 9 im Thema

Beitrag von Sieglinde » Mo 30. Jan 2012, 15:01

Hallo Kira, und alle anderen,
die Problematik als Transgender ist bestimmt schon eine andere Ebene als die des Crossdressers.
In einem Zwiespalt leben wir gemeinsam.
Mir schien es einfach sehr wichtig ,nicht " erwischt " zu werden, da ich glaube das das Geheimnis früher oder später sowieso entdeckt wird.
Und die Enttäuschung der Kinder, einen Vater mit Doppelleben zu entdecken, belastete mich sehr.
Deswegen habe ich mit meinen Kindern darüber gesprochen, nicht sehr ausfürlich, aber den Anfang gemacht.
Ich hatte auch schon eine Kinderpsychologin um Rat gefragt, die mir darauf sagte das die Kinder selbst eigentlich keine Probleme damit haben.
Ausser bei Auftritten oder Karneval zeige ich mich allerdings nicht in voller Montur, aber es gibt doch im Alltag eine Menge Indizien.
Liebe Grüße
Cher

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Re: Transgender und Kinder

Post 10 im Thema

Beitrag von Joe95 » Do 9. Feb 2012, 23:34

natürlich ist jedes kind anders und natürlich besteht die gefahr das die kinder irgendwelchen sprüchen oder hänseleien ausgesetzt werden...
aber für mich ist das kein grund die kinder auszugrenzen und über jahre zu belügen.

ich sperr ja auch keine kinder ein weil der strassenverkehr gefährlich is...
Den Weg sehe ich vor mir, es wird Zeit für den einen oder anderen Schritt.

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Re: Transgender und Kinder

Post 11 im Thema

Beitrag von joana » Fr 10. Feb 2012, 11:17

Da ich davon ausgehe das du deine weibliche Seite nur zu Hause auslebst und das auch so bleiben soll kannst du es den Kindern ruhig sagen ,je offener du damit umgehst desto leichter wird es den Kindern fallen diese Seite zu akzeptieren.Meine beiden Töchter(12 und 14 Jahre alt) wissen es auch und haben kein Problem damit ob ich nun abends im Rock durchs Haus laufe oder in Hosen .Je jünger die Kinder sind desto eher sehen sie es als "normal" an .Wenn natürlich Klassenkameraden oder Freunde zu Besuch sind muß Joana verschwinden,aber damit kann ich gut leben

Gruß Joana

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Re: Transgender und Kinder

Post 12 im Thema

Beitrag von Chrissie » Fr 10. Feb 2012, 20:44

[quote="Marielle"]Hallo Kira,

Wenn man weiterhin davon ausgeht, dass das Crossdressing (egal in welcher Form und Ausprägung) in der Gesellschaft nicht wirklich akzeptiert wird, würde man die Kids durch das Outing in eine schwierige Lage bringen.

...

Anders gesagt: Erst wenn die Kids so unahängig sind, dass sie dich nicht mehr brauchen oder wenn du dein Umfeld (Familie, Freunde, Firma, Nachbarschaft, Sportverein.......) soweit vorbereitet hast, dass nicht die Kids deine Neigung verteidigen müssen, erst dann finde ich es OK es ihnen zu sagen.

Marielle
[/qote]

Hallo zusammen,

Was obigen ersten Satz anbelangt muss ich sagen, dass ich isher bei allen meinen Ausflügen nur Toleranz von allen Seiten erhalten habe. Auch bei denen, bei denen ich geoutet bin gibt und gab es keine Probleme.Allerdings fanden diese Ausflüge auch nur im normalen öffentlichen Raum wie Einkaufszentren, Zoos, Cafes etc statt, und das nur tagsüber und bei den Outings bin ich wählerisch. Ich wäge hier schon ab, welchen Nutzen mir ein Outing bringen würde und ob die Person es Wert ist, dass ich mir ihr gegenüber oute.Weiterhin ziehe ich auch nur Keidung an, die eine Bio-Frau in meinem Alter auch tragen würde wenn sie NICHT dem horizontalen Gewerbe angehört.

Sicher gibt es intolerante Leute, diese gibt es aber in allen Bereichen, nicht nur im Bereich TG TS und sicher kann man erhebliche Probleme bekommen, wenn man nachts in Bereichen unterwegs ist, in denen sich viele Rechts/ Links Radikale oder Fussball-Hooligans aufhalten. Aber das kann einem auch im männlichen Outfitt passieren.

Was obige These anbelangt stellt sich die Frage : Wie gross ist der weibliche Anteil und wie wichtig wird das Ausleben jetzt und in Zukunft. Ein behutsames Outing kann da besser sein, als wenn der Nachwuchs unerwartet früher nach Hause kommt und Papa im Keid sieht oder ein Freund sagt, Du ich habe Deinen Papa die Tage in Kleid im Einkaufszentrum gesehen.

Ein gewisses Alter sollte schon vorhanden sein, und mann sollte behutsam vorgehen und nicht mit der Holzhammermethode. Vielleicht können hier Berichte über Kim Petras oder andere transidente Kinder weiterhelfen um in das Thema einzuführen, bevor man sich selbst outet.

Ganz wichtig ist natürlich ein Outing wenn man eine GaOp anstrebt,da sonst beide Seiten erheblichen seelischen Schaden erleiden können. Sowohl derjenige, der sich wegen dem Kind verleugnet,als auch das Kind selbst. in dem Fall würde ich dann aber vielleicht profess. Hilfe hinzu ziehen.


LG
Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.

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Re: Transgender und Kinder

Post 13 im Thema

Beitrag von exuserin-franka » So 12. Feb 2012, 10:53

Hallo Kira -Lou,

das was du da beschreibst kenne ich zu gut!!!

Mit meiner verstorbenen Frau war auch so aggressiv, laut und noch vieles mehr, wenn ich mich lange nicht gedrest hatte. Und Sie es wieder mal nicht wollte.
Als ich dann meine Freundin leider heute Ex kennenlernte, und Sie diese Neigung mit mir zusammen ausgelebt hat war das verhalten weg. Wir haben regelmäßig unregelmäßig immer wieder unsere Frauenabende gemacht, wo wir Fern gesehen habe, oder Scrabble gespielt haben. JA wir habe so auch hier und da mal im Garten gesessen und einfach nur gequatscht.

Da waren diese Symptome bei mir alle wie weggeblasen. Da Franka immer wieder mal kommen durfte, ich hatte auch nachher immer lackierte Fußnägel und immer wieder mal FSH und Unterwäsche unter der Männerkleidung, das war echt gut und es hat uns beiden gefallen.

Ich kann dir nur sagen das es bei mir gut gelaufen ist weil ich eine Frau an meiner Seite hatte die es liebte mit Franka so zu leben und zu sein. Als wir es dann nicht mehr so oft machten weil frank und sie immer wieder ärger hatten, wurde Frank auch wieder laut bis zur Trennung.

Aber die Kinder wir haben vier 16, 11, 9 und 8, die haben das nie mitbekommen weil wir das nur abends oder mal am W.E. gemacht haben wenn dir Kinder alle im Bett waren, und selbst wenn mal eines aufgestanden ist dann ist immer nur meine Ex an die Türe gegangen oder zu den Kindern, ja sie mögen sich schon mal gewundert haben das Mama abends späte noch so hübsch war mit Petticoat usw., das sagen Sie dann auch. " Mama bist du hübsch, aber dann war es auch wieder gut.

So haben wir das vier Jahre gemacht und es war einfach nur toll.

Ich habe es dieses W.E: meiner großen Tochter erst gesagt was ich bin und Sie hat die Schminke geholt und angefangen Papa zu Schminken. Und das habe mir sehr gut getan, aber bei den anderen werde ich noch warten bis Sie auch 16J. sind.
O.K. heute ist es so das es mich eh nur noch mit Lackierten Nägeln gibt ( Klarlack ) und die Augenbrauen gezupft, aber es werden immer mehr Männer die so sind, und meine stellen da schon gar keine Fragen mehr zu.


Wenn du und deine Partner in da an einem Strang ziehen wird das alles gut gehen, denke ich mir.
Sei froh das du so eine Frau hast!!!

VLG franka das wird schon alles gut!!!
Das Leben kann schön sein!!! man muss nur seinen eigenen Weg sehen können!!!!

Regina
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Re: Transgender und Kinder

Post 14 im Thema

Beitrag von Regina » So 12. Feb 2012, 12:11

HAllo zusammen.

TG bzw. Crossdressing und Kinder sind immer wieder eine Thema und ich denke da gibt es kein Patentrezept. Es gibt mindestens genau so viele Argumente dafür es den Kindern zu sagen, wie es gibt es ihnen nicht zu sagen. Aus meiner heutigen Sicht würde ich es ihnen aber schon sehr früh mitteilen.
Auch Kinder haben einen großen Spaß an der Verkleidung. Sie schlüpfen in ihrer Phantasie in alle möglichen Rollen und können es sehr gut nachvollziehen wenn man das auch macht. Zusätzlich erwarten die meisten von ihren Kindern Offenheit und Ehrlichkeit. Wie müssen die Kinder sich dann fühlen, wenn sie irgendwann einmal erfahren, dass sie lange Zeit hinter das Licht geführt wurden. Es geht ja auch nicht darum, die Kinder in seine Sexualpraktiken einzuweihen (bei mir jedenfalls nicht) sondern lediglich in den Wunsch, bzw. das Bedürfnis des Vaters, sich gelegentlich als Frau zu kleiden. Sicher ist es etwas anderes wenn der Papa fortan nur noch als Frau leben möchte. Dann wäre es ja kein Verkleiden mehr. Aber auch dann sollte man seine Kinder frühzeitig davon in Kenntnis setzen.

Ich habe meine Kinder erst sehr spät informiert. Sie waren 17 und 21 Jahre alt. Aufgrund unserer Erziehung und ihren Äußerungen zu Homo- und Transgenderthemen war mir aber auch klar, dass ich von ihnen keine Ablehnung zu erwarten hätte. Sicher spielen dabei auch immer egoistische Beweggründe eine Rolle. Unsere beiden Kinder leben noch bei uns und es wäre für mich mit sehr großen Einschränkungen verbunden, wären sie nicht informiert. Als sie klein waren habe ich mich auch immer erst zurecht gemacht nachdem sie im Bett waren, aber je älter sie wurden desto seltener war Gelegenheit für Regina zu erscheinen. Oft war ich dann auch viel zu müde und hatte gar keine Lust mehr dazu mich zu stylen. Schon schlimm genug, dass der Sex in der Ehe zurück geht wenn Kinder im Haus sind. Schließlich kann man auch nicht immer, wenn einem danach ist, übereinander herfallen. Das Crossdressing rückt dann noch weiter in den Hintergrund. Allein deshalb würde ich sie heute viel früher informieren.

Ich denke es ist auch eine Frage unserer eigenen Einstellung zu dem Thema.
Sind wir selbst zufrieden mit dem was wir tun? Haben wir ein gutes Gefühl dabei oder schwingt im Hintergrund immer das schlechte Gewissen mit?
Sind wir eher der Meinung etwas schlechtes, anrüchiges zu machen?
Sicher war auch ich in meiner eigenen Entwicklung damals noch nicht so weit es meinen Kindern mitzuteilen. Denn ich war ja selbst der Meinung etwas falsches zu tun. Wenn ich aber zu mir gefunden habe und mich mit gutem Gewissen und ohne schlechten Beigeschmack als Frau kleiden kann, dann kann ich es auch meinen Kindern vermitteln. Egal wie alt sie sind.

Liebe Grüße,
Regina

Mona Schwindt
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Re: Transgender und Kinder

Post 15 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » So 12. Feb 2012, 18:31

Wenn wir mit unserem Verstecken aufhören wollen, dann wohl doch auch zuerst bei unserer Familien und unseren Kinder.
Denn Umgang und das wie und wann , muss jede/r für sich selbst entscheiden können.
Ich bin auch der Meinung je früher um so besser. Kinder verstehen viel mher als wir Ihnen zutrauen. Was ich so lese und höre wieviel besser Kinder mit dem Tod oder schweren Leiden umgehen können als wir Erwachsene. Es muss ihnen halt Altersgerecht uznd mit viel Einfühlungsvermögen nahegebracht werden.
Das geht aber auch nur wenn wir selbst für uns wissen, wer bin ich und warum stelle ich mich so dar, nur dann denke ich kann auch Glaubwürdigkeit hergestellt werden. Kinder merken schneller als jede/r Erwachsene/r was echt ist und was nicht.

Gruß Mona
(flo)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

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