täglicher crossdresser?
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allgemeiner Austausch
lucaluca

täglicher crossdresser?

Post 1 im Thema

Beitrag von lucaluca »

mich interessiert es, ob einer von euch gerne täglich die kleidung des anderen geschlechts tragen würde. ich rede jetzt nicht von dem wunsch auch das andere geschlecht körperlich anzunehmen, sondern tatsächlich ein crossdresser zu sein: also ein/e mann/frau in der kleidung des anderen geschlechts.
und wenn ja, warum und als was würdet ihr euch dann bezeichnen(psychisch betrachtet)? trotzdem als mann/frau? oder als androgyn? oder als geschlechtslos?
ich möchte hier niemanden angreifen oder beleidigen. falls das der fall ist, tut es mir leid. mich interessiert einfach nur eure einstellung dazu.
und mich interessiert eigentlich auch die meinung derjenigen, die es nur zeitweise machen und wenn sie genug haben sich einfach wieder ihrem geschlecht entsprechend kleiden.
Anne-Mette
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Re: täglicher crossdresser?

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

und herzlich willkommen bei uns )))(:
Wenn es mehrere Abstufungen gäbe, würde ich mich "dazwischen" ansiedeln.
Da wir in Deutschland bisher auf zwei Geschlechter festgelegt sind, würde ich mich als Mann bezeichnen.
Ich sehe mich auch mehr als "ich", als Person; das Einordnen in "Schubladen" gelingt bei mir nicht so gut.
Irgendwie finde ich den Buchtitel "Ich bin meine eigene Frau" (Charlotte von Mahlsdorf) sehr passend, andererseits auch wieder nicht; denn ich habe keinen "Zweitnamen" aus dem weiblichen Namenkatalog :)

Gruß
CPG
conny
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Re: täglicher crossdresser?

Post 3 im Thema

Beitrag von conny »

in diesem punkt gibt es natürlich viele facetten. ich trage unter meiner herrenoberbekleidung immer damenunterwäsche. in der freizeit style ich mich oft komlett als frau und schlüpfe dann zeitweise auch in diese rolle. spätestens beim sex mit meiner frau kann ich den "mann" dann aber nicht mehr verbergen :wink:
Holinka

Re: täglicher crossdresser?

Post 4 im Thema

Beitrag von Holinka »

Ich trenne strikt zwischen Freizeit und Beruf. Während auf der Arbeit Crossdressing tabu ist, bin ich in meiner Freizeit ausschließlich Crossdresser.

Warum ich crossdresse, kann ich gar nicht wirklich erklären - wahrscheinlich ist es Masochismus. Mir fällt da Prof. Bondo aus Lars von Triers "Hospital der Geister" ein, der sich zu Forschungszwecken eine Krebsleber transplantieren lässt und später auf die Frage, wie es ihm gehe, antwortet: "Ich nutze ein gutes Gefühl."

Obwohl ich auf der Straße bis hin zur Morddrohung vermutlich schon alle Facetten von Kritik, Beschimpfungen und Beleidigungen erfahren habe und auch schon einmal krankenhausreif verprügelt wurde, ziehe ich weiter das an, was mir gefällt.

Die Heftigkeit mancher Reaktionen überrascht mich auch nach mehr als 25 Jahren Crossdressing noch immer - vor allem, weil ich weder Röcke noch hohe Absätze trage. Ich betreibe also eigentlich eher dezentes Crossdressing.
damenschuhträger

Re: täglicher crossdresser?

Post 5 im Thema

Beitrag von damenschuhträger »

ich trage nur gelegentlich mal Damenkleidung für Fotozwecke, aber Strumpfhosen und Damenschuhe dafür öfters, in den letzten 2 Wochen hatte ich aufgrund der kälte immer eine Damenleggings unter meiner Arbeitshose, war ein geiles gefühl, allein schon der gedanke; wenn die Kollegen wüssten was ich unter der Arbeitshose trage. :)

lg damenschuhträger
Bianca D.
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Re: täglicher crossdresser?

Post 6 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Hallöchen,

Ich ziehe jeden Tag nach der Arbeit meine Frauensachen an.Kleid,Rock oder auch Hausanzug.Männerunterwäsche wie auch Schlafzeugs besitze ich nicht
mehr,von daher habe ich rund um die Uhr immer etwas weibliches an.Je nach Laune styl ich mich denn noch ein bißchen dazu.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Flodur
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Re: täglicher crossdresser?

Post 7 im Thema

Beitrag von Flodur »

Ich möchte mal wieder mehr auf die ursprünglichen Fragen eingehen:
lucaluca hat geschrieben:mich interessiert es, ob einer von euch gerne täglich die kleidung des anderen geschlechts tragen würde [...] und wenn ja, warum und als was würdet ihr euch dann bezeichnen(psychisch betrachtet)
Leider wird es von der Gesellschft als Kleidung des anderen Geschlechts angesehen und die Reaktionen sind von Verblüffung bis Verachtung, aber von meinem Gefühl her würde ich einfach das Anziehen, was mir Spaß macht zu tragen.
Ich habe daher nicht das Gefühl in die Rolle des anderen Geschlechts zu schlüpfen, nur in die Kleidung, und fühle mich immer noch als Mann - definitiv.

Ich würde dann wohl 90% der Zeit Röcke und Kleider tragen. Je nach Kleid und Oberteil auch oft mit gepostertem BH, weil es wunderschöne BHs gibt und einfach Spaß macht die zu tragen und weil Kleid oder Top dann besser fallen und aussehen.

Tatsächlich trage ich FSH sehr oft, einfach weil es praktisch ist, aber wenn ich die schön bestrumpften Beine unter einer langen Hose verstecken muss, ist es einfach schade. Entsprechendes gilt für meine schönen Stiefel. Auch meine BHs trage ich öfters, muss sie aber cachieren.
An anderer Stelle habe ich schon erwäht, dass eigentlich alle meiner Hosen und Hemden als Damenbekleidung im Handel waren. Hier genieße ich einfach die bunten Farben, die es bei Männerbekleidung halt nicht gibt.
Die Umwelt erkennt das zwar als ausgefallenen Stil betrachtet es aber nicht als Crossdressing - und ich auch nicht!

Gruß, Flodur
Zuletzt geändert von Flodur am Fr 19. Mär 2010, 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
wonsti

Re: täglicher crossdresser?

Post 8 im Thema

Beitrag von wonsti »

Hallo,
täglicher Crossdresser - Das kann ich nicht mal wirklich beantworten:
Wenn ich mir meine Kleidung am Morgen aussuche, wähle ich nach Lust, Laune und Begebenheit. Ich müßte manchmal wirklich erst nachsehen, welche Hose jetzt eine Damen- und welche eine Herrengröße hat, auch bei den Schuhen müßte ich oft überlegen.
Ob ich eine Strumpfhose trage, hängt ausschließlich von der Temperatur oder der Bekleidung darüber ab, so sind z.B. Shorts im Winter ohne einfach zu kalt.
Vor Leggings, kombiniert mit einem langen Pullover und Stiefeln mache ich auch nicht Halt, aber ist das Crossdressing? Schließlich sieht die HERREN-Röhrenjeans mit dem selben HERREN-Pullover und Stiefeln auch nicht anders aus.
Selbst wenn ich eher selten mal einen Rock oder ein Kleid trage, hat es mir gegenüber nie jemand Corssdressing genannt.
Eher lustig fand ich kürzlich den Kommentar einer Kollegin, die das graue Strickkleid, kombiniert mit Glanzleggings und Stiefeln, als gut tragbar für einem Mann empfand, die rote Herrenjeans mit einem schwarzen Herrenhemd am Tag darauf aber als doch etwas zu gewagt.

Ciao
Peter
mimisch2

Re: täglicher crossdresser?

Post 9 im Thema

Beitrag von mimisch2 »

Wo arbeitest Du denn ? Tolle liberale Firma?!
Holinka

Re: täglicher crossdresser?

Post 10 im Thema

Beitrag von Holinka »

wonsti hat geschrieben:... Selbst wenn ich eher selten mal einen Rock oder ein Kleid trage, hat es mir gegenüber nie jemand Corssdressing genannt. ...
Der Begriff Crossdressing ist ja auch nicht wirklich weit verbreitet - er wird eigentlich nur von Leuten verwendet, die sich damit beschäftigen.
Viel häufiger kommt es wohl vor, daß Mann mit Damenkleidung als schwul angesehen wird.

Eine Skinny Jeans und Boxerstiefel reichen für die komplette Bandbreite an Reaktionen bereits aus.
Joe95
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Re: täglicher crossdresser?

Post 11 im Thema

Beitrag von Joe95 »

also ich würde mich crossdresser im wahrsten sinne des wortes bezeichnen.
der grund:
ich trage gerrne die kleidung des anderen geschlechts.

ich trage keine herrenröcke, keine herren- oder unisexstrumpfhosen, keine herrenbadeanzüge sondern speziell damensachen.
die müssen nicht unbedingt auffällig oder besonders feminin sein, nur eben für damen.

ob und wieviel das nun sein muss hängt von praktischen erwägungen und meiner aktuellen laune ab.
da ist dann vom "kompletten mann" bis zur geschminkten transe alles drin.
ich denke ich bin eben ein ziemlich androgyner man...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
wonsti

Re: täglicher crossdresser?

Post 12 im Thema

Beitrag von wonsti »

Holinka hat geschrieben:
wonsti hat geschrieben:... Selbst wenn ich eher selten mal einen Rock oder ein Kleid trage, hat es mir gegenüber nie jemand Corssdressing genannt. ...
Der Begriff Crossdressing ist ja auch nicht wirklich weit verbreitet - er wird eigentlich nur von Leuten verwendet, die sich damit beschäftigen.
Viel häufiger kommt es wohl vor, daß Mann mit Damenkleidung als schwul angesehen wird.
Eine Skinny Jeans und Boxerstiefel reichen für die komplette Bandbreite an Reaktionen bereits aus.
Hallo Holinka,
ich meinte auch nicht den konkreten Begriff, dass den wohl eher nur mit dem Thema Befasste verwenden ist mir schon klar.
Was ich sagen wollte, war, dass der gesamte Bereich trans... homo usw. noch nicht auf kam. Klar, ein Thema ist die Art mich zu kleiden bisweilen schon, aber nur bei den Frauen.
Ganz ehrlich habe ich keine Bedenken bezüglich meines Jobs wegen der Kleidung, die ja auch immer ordendtlich und gepflegt ist, dazu bin ich schon viel zu lange in der Firma.
Sollte mancher hinter meinem Rücken dummes Zeug schwäzen ist mir das auch völlig egal. Meinetwegen können sie mich auch für schwul halten, solange es nicht meine Frau tut :lol:
Wo arbeitest Du denn ? Tolle liberale Firma?!
In einem sehr großen sehr konservativen Bauingenieurbüro...
Gina

Re: täglicher crossdresser?

Post 13 im Thema

Beitrag von Gina »

Hallo,
beruflich kann ich es mir nicht leisten, Damenwäsche zu tragen, aber da ich in Kürze eine alleinige Wohnung habe, werde ich dort ausschließlich als Frau angezogen sein. Meine Freundin akzeptiert meinen Fabel und findet es ganz heiß!
anika1de

Re: täglicher crossdresser?

Post 14 im Thema

Beitrag von anika1de »

Hallo,

keine einfache Frage, warum ich es mache.

Vorher war es vielleicht Neugier, wie es ist, ein Mädel zu sein, so mit Rock durch die Straßen zu gehen oder einen Latte Macciato zu trinken. Ich hatte mich sehr gut vorbereitet, wie Frauen gehen, was sie anziehen und so weiter. Da ich nicht groß bin (170 cm) und eher eine schlanke, feminine Figur habe, also das völlige Gegenteil von einem Muskelpaket, fällt es nicht auf. Bisher hat noch keiner gemerkt, dass ich keine Bio-Frau bin. Eher das Gegenteil, ich meine, ich bin von Männern angesprochen worden, Café und so..

Anfang Oktober war mein erster Tag als Anika, wo ich das Haus verließ. Mittlerweile bin ich nur noch im Beruf Mann - ansonsten die ganze Freizeit (bis auf einige Ausnahmen) nur noch Anika. Da meine Eltern nicht mehr leben und ich Single bin, geht das relativ unproblematisch. Auch wohne ich in einem Mehrfamilienhaus, wo es nicht sonderlich auffällt, wenn eine junge Frau das Haus verlässt oder betritt.

Was ich bin? Einfach "Ich"...und ziemlich neugierig, wo die Reise sozusagen hingeht, ich kann mir im Moment gut Vorstellen, ganz Frau zu sein. Gleichzeitig hätte ich aber auch Angst davor.

Vielleicht beantwortet das etwas deine Frage
Anika
ShayeLaShade

Re: täglicher crossdresser?

Post 15 im Thema

Beitrag von ShayeLaShade »

Ich versuch das Pferd mal für mich von hinten aufzuzäumen - ich würde mich als androgyn bezeichnen, auch gestützt von einer professionellen Meinung. Nur das ist gesellschaftlich, normativ und staatlich keine anerkannte Option.
Von daher machen mich meine Aussehens- Selbstdarstellungs- und Kleidervorlieben (leider meist alles noch nur Wünsche) prädestiniert zum Crossdresser, da ja alles hübsch in männlich/weiblich aufgeteilt ist, und "unisex" meist im Kontext einem der beiden Lager zugeschrieben wird. Siehe auch mein Forenname - Shaye, der eigentlich erst mal geschlechtlich unbelegt ist. Im Kontext wie ich in in meiner Signatur zum Beispiel dargestellt habe jedoch...

Und auf die erste Frage antworte ich dann entsprechend "ja". Ich will diese schönen Shirts tragen, auch wenn sie bauchfrei sind und "Kranke Schwester" oder "Borderlineprinzessin" oder "Sadistin im Dienst" draufsteht. Ich will dabei auch ein hübsches Bauchnabelpiercing mit einem lila Glassteinchen und Sternchen zeigen, wenn mir danach ist.
Einfach weil es Dinge sind die mir gefallen. Mir gefallen Dinge, die dem gesellschaftlichen Schema nach "weiblich" sind. Dass das Crossdressing ist wenn ich mich traue das anzuziehen weil ich im binären, biologischen Schema der männlichen Seite zugeordnet bin, nun, das habe ich nicht entschieden, aber das ist halt so... (und deshalb fehlt fällt es mir wohl auch schwer, das tatsächlich umzusetzen.)

Differenzierte Selbstbetrachtung sagt mir auch, dass das Ausmaß in dem ich solche Dinge im aktuellen Ausmaß begehre durchaus dadurch bedingt sein könnte, dass ich bisher nur den Part meiner selbst problemlos zeigen durfte, der in die männliche Sphäre hereinragt und ich daher gerade überkompensiere. Nun denn, so sei es.

Ich werde jetzt anfangen den schönen Kunstledermantel zu tragen, den mir eine Freundin abgetreten hat. Bis auf den recht schlanken Schnitt und die Knöpfe auf der "falschen Seite" fällt wohl nicht auf, dass es ein Damenmantel ist - und wer schaut schon so genau hin. Ist das schon Crossdressing? Wohl kaum im gebräuchlichen Sinne. Für mich wohl schon, da ich was "nach aussen zeigen" am Anfang stehe, und ich mir des Unterschiedes zu einem Herren/Unisexmantel bewusst bin.

Und jetzt hör ich besser auf...
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