Wie soll der anfang.....
Wie soll der anfang..... - # 4

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Mona
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Re: Wie soll der anfang.....

Post 46 im Thema

Beitrag von Mona » Mi 12. Sep 2018, 09:31

Wally hat geschrieben:
Di 11. Sep 2018, 17:34
Liebe Mona,

Auch ich würde Dir raten, gleich zu einem einschlägigen Spezialisten (egal ob Psychiater oder Psychologe, Hauptsache anerkannter TS-Gutachter) zu gehen; Adressen und Empfehlungen kriegst Du bei diversen Transsexuellen-Selbsthilfe-Vereinigungen, bei denen Du am besten auch den persönlichen Kontakt und Erfahrungsaustausch suchen solltest. Der Hausarzt mag fachlich gut und persönlich ein lieber Mensch sein, aber Transsexualismus ist doch was sehr Spezielles; davon hat ein Allgemeinarzt i.d.R. einfach null Ahnung. Den kannst Du dann später mal konsultieren, um für die Weiterführung einer bereits eingeleiteten Hormontherapie nicht jedesmal in die Großstadt fahren zu müssen.

Herzlichen Gruß
Wally
Hallo Wally,

Also der Herr Gschwind ist ein einschlägiger Spezialist was das Thema Trans angeht und er ist ein Psychotherapeut,wenn meine Liste von Transsexuellev stimmt wird er Transerfahren sein.

Gruß Mona

sabine_allein
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Re: Wie soll der anfang.....

Post 47 im Thema

Beitrag von sabine_allein » Di 18. Sep 2018, 11:01

Liebe Mona,
ich erkenne mich, in vielem was du geschrieben hast, wieder. nicht nur ganz allgemein, da es sicher vielen von uns ähnlich ergangen ist, vielmehr befinde ich mich momentan in einer ähnlichen situation.
ich bin diesen sommer in meinem leben an einen punkt angekommen, an dem ich gemerkt habe, dass ich so nicht mehr weiter kann. eine vollkommene lebenskrise, die mich dazu gebracht hat, dass ich mich an einen psychiatrische notfallstelle gewandt habe. bei einem der gespräche mit einem therapeuten habe ich mich endlich geoutet und ein wenig erzählt, was mich seit jahren bewegt. eigentlich habe ich diesen konflikt schon seit ich denken kann. seit der pubertät beschäftigt er mich pausenlos und seit damals verdränge ich ihn auch in den hintersten winkle meines selbst.
um psychotherapeutisch behandelt werden zu können musste ich zu einem kassenarzlich zugelassenen Therapeuten bzw. Psychiater. dort habe ich mich noch nicht geoutet, werde das aber nächste woche tun.
vorher gehe ich aber zu einem beratungsgespräch bei einer institution, die sich extra dieser aufgabe stellt.
ich hätte die möglichkeit, schnell eine therapie bei dem oben beschriebenen arzt und psychiter beginnen zu können, aber ich bin mir nicht sicher, ob er sich im bereich geschlechteridentität wirklich auskennt. aber das alles möchte ich morgen bei der beratung klären.
das outing ist sicher ein wichtiger erster schritt in die richtige richtung, aber sicher weit entfernt von dem, was eine gute therapeutische begleitung leisten kann. seit ich mich zum ersten mal bei dem notdienst geoutet habe, würde ich am liebsten die ganze zeit darüber reden, wie es in mir aussieht. es fällt mir sehr schwer in die alte männliche rolle zurückzukehren. aber in dieser rolle lebe ich momentan noch, zumindest für die meisten und momentan kann ich auch nicht sagen ob sich das jemal ändern wird.
ich lebe auch wie so viele hier in einer partnerschaft mit einer frau und mit unseren drei kindern zusammen. das macht den wechsel nicht leicht und lässt eventuell nachvollziehen warum es mit dem entschluss und dem outing eben nicht getan ist. die selbstzweifel bleiben. wer und was bin ich, warum mache ich das ... eventuell reicht es mir ja, wennich meine lebensgefährtin in meine probleme mit einbeziehe bzw. ihr gestehe, wie es in mir aussieht. wenn ich mich mit anderen treffe, denen es ähnlich geht. das alles weiß ich im moment noch nicht. um all diese schritte gehen zu können braucht es sehr
viel kraft, die nicht jede von uns zu allem zeiten aufbringen kann. sichernimmt auch mit den hormonen das chaos im kopf zu. ich stelle mir das ein wenig wie eine zweite pubertät vor. in dieser zeit brauchen sicher viele dringen eine professionelle begeitung.
ich selbst habe keinen ahnung wie weit ich gehen werde oder kann. ich in mittlerweile weit über 40 und die jahre gehen an mir nicht spurlos vorbei.
als junger mensch war ich sehr androgyn, wog bei 183 nur 65 kg und hatte sehr lange haare. damals fehlte mir aber der mut mich zu outen. ich wurde sehr oft für ein mädchen oder eine frau gehalten und das freute mich insgeheim, nach außen habe ich das aber dann durch verstärkt maskulines verhalten zu umgehen versucht. das scheint mir gelungen zu sein, denn jetzt lebe ich sicher so, dass kein mensch auf die idee kommen würde, hinter dieser fassade verbirgt sich jemand vollkommen anderes.
ich würde mich freuen, wenn du von den erfahrungen mit deinem therapeuten berichten würdest.

liebe grüße
alex/sabine

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