Begehrenswert fühlen
Begehrenswert fühlen - # 7

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Ronda_PTL
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Re: Begehrenswert fühlen

Post 91 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » So 11. Mär 2018, 21:10

Guten Abend, ChrisTina;
Und in der Hoffnung, hier der Mensch sein zu können der ich bin, spüre ich hier trotz allem nur Ablehnung. Man wird reduziert auf das Frau sein, Frau sein wollen, und wird nicht als Mensch wahrgenommen. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und zerlegt, zurecht gebogen, wie es dem eigenen Empfinden nach passt, nur um sich selbst in seiner eigenen Art bestätigt zu sehen
Nein, das stimmt doch nicht! Wir setzen und nur kritisch mit allem auseinander, was in diesem thematisch breitgestreuten Forum an begründeten Positionen, komplexen Erfahrungen und divergenten Meinungen geschildert wird. Ich erkenne nicht diese S/W Schubladen, von den denen Du sprichst. Im Gegenteil: Ich kenne andere Foren, wo dieser Vorwurf wirklich zutrifft, DIESES ist sicher keines davon. Sonst wäre ich längst schon wieder weg, glaub mir! :shock:

Ich denke, meine Vorrednerin hat es schon sehr gut beschrieben: Wir ALLE haben meist jahrelange und tiefgreifende Kämpfe um die "subjektive Wahrheit über unser Selbst" hinter uns, viele kennen die Zweifel, die Frustrationen, die vermeintlichen "Jetzt-bin-ich-ganz sicher-Momente", die sich später wieder als Irrweg erweisen, all diese verwirrenden Dinge sehr gut. Bis wir begreifen, dass für die meisten unter uns GENAU DIES DER KÖNIGSWEG ist: zu erkennen, dass dieser Prozess womöglich bis an unser Lebensende andauern kann und wird, wir nur hoffen können, wie die Buddhisten meinen, dass wir der "Wahrheit" ein kleines Stück näher kommen -- jedesmal.

Wenn wir die Gelassenheit dieser "Erleuchtung" erreichen, dann wird alles viel weniger bedrückend, weniger stressig und auf jeden Fall weniger beängstigend. Wir können glücklich sein! Wir sind alle Kinder auf einer spannenden Reise, voller positiver wie negativer Erlebnisse, wie jeder Mensch, der sich auf die Suche nach dem wahren Selbst macht. Das ist kein exklusiver Prozess für uns CD/TG/TS/TI/CIS ..., whatever you may be.

Let it flow, sister!

LG, die Ronda.
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Silke61
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Re: Begehrenswert fühlen

Post 92 im Thema

Beitrag von Silke61 » So 11. Mär 2018, 21:16

betty hat geschrieben:
So 11. Mär 2018, 11:21
Also möchte ich mich heute mal ausführlicher äußern. Ich habe gestern den ganzen Tag gearbeitet und hatte schlichtweg keine Zeit zu antworten.
Ich kann und möchte gar nicht auf alle Antworten eingehen.
Ich verstehe euch ja, ihr habt hier im forum eine seelenoase gefunden. Hier verurteilt euch keiner, hier sagen euch die anderen, wie toll und echt ihr nach außen hin wirkt. Tut euch allen gut, kann ich total verstehen.
Aber macht ihr euch da nicht alle etwas vor? Wenn es doch soooo normal ist, wenn ein Mann als Frau verkleidet durch die Gegend läuft, dann frage ich euch, warum macht ihr das in weit entfernten Städten, heimlich wenn es dunkel wird. Zieht euch auf Toiletten um und versteckt eure Sachen. Wenn es doch so normal ist.
Mir wurde vorgeworfen, ich würde wie die afd argumentieren , da ich Mehrheitsbehauptungen aufstelle. Aber ich bin davon überzeugt, daß der sehr große Anteil der Bevölkerung mit einem Mann verkleidet als Frau nix anfangen kann.
Ich weiß, dass hier auch Frauen sehr aktiv im forum vertreten sind. Aber nur eine handvoll, die damit kein Problem haben, ja es sogar als Bereicherung sehen.
Aber ich schlage euch was vor. Geht mit euren Frauen mal ins Gespräch : wieviel eurer Partnerinnen würden sich wünschen, das ihr Mann ein "ECHTER" Mann wäre. Wieviel weinen heimlich und hoffen, daß es weg geht. Wieviel eurer Partnerinnen haben Angst vor einer Trennung, wieviel bleiben, weil sie Angst vor finanziellen Schwierigkeiten, vor sozialem Abstieg oder vor zerbrechen der Familie haben( wenn Kinder da sind). Wieviele Frauen haben Angst vor dem Alleinsein? Fragt eure Frauen, was sie sich wünschen würden, wenn ne kleine gute Fee käme.
Bis auf ein Wort alles richtig. Ja, ich habe Angst vor manchen Reaktionen, ja, auch meiner Frau hat daran zu knacken, daß ich nicht nur Mann bin (auch wenn sie mich sehr liebevoll unterstützt) und auch alles andere voll ok -- bis au dieses eine Wort: "verkleidet".

Es ist eben keine Verkleidung, sondern ein Ausleben dessen, was ich wirklich bin, wenn ich als Frau ausgehe. Y-Chromosom hin oder her, ich weiß dann, daß ich (auch) eine Frau bin, kein verkleideter Mann, sondern eine Frau, die irgendwie beides ist, Mann und Frau. Und manche sind eben nur Frau, auch wenn sie in einem männlichen Körper geboren wurden. Es ist das Ausleben der Realität.

Und wenn es keine Verkleidung ist, dann gibt es eben keine Wahl mehr bezüglich des "ob", sondern nur noch die Frage, wie mit den gesellschaftlichen Konventionen, den Wünschen und Ängsten der Ehefrau, der Verwirrung der Kinder und all den anderen Dingen, die das Leben als Trans* kompliziert machen, möglichst verantwortungsbewußt und liebevoll umzugehen ist.
Und ja, dann ist vielleicht mancher allzu kurze Rock und allzu hohe Absatz eher peinlich aber genauso auch Ausdruck einer tiefen Sehnsucht, einfach mal als Frau sexy zu sein, so what?

Grüße
Silke
Zuletzt geändert von Silke61 am So 11. Mär 2018, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.

Ronda_PTL
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Re: Begehrenswert fühlen

Post 93 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » So 11. Mär 2018, 21:20

Hi Jaddy;

WOW, jetzt wirds aber hochwissenschaftlich! :o

Quantenphysik und Schrödinger's Katze ... ob uns da noch viele Members folgen können oder wollen? Aber ich finde auch DAS hier so klasse, dass es jede Menge Menschen gibt, die nicht nur mit Eloquenz engagiert sich äußern, sondern sogar hoch-kompliziertes Backgroundwissen mit einbringen. Eine echte Herausforderung für die angestaubten grauen Zellen manchmal. :P :lol: (yes)

LG, die Ronda. (na)
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Lorelai74
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Re: Begehrenswert fühlen

Post 94 im Thema

Beitrag von Lorelai74 » So 11. Mär 2018, 21:27

Jaddy hat geschrieben:
So 11. Mär 2018, 20:55
Mal so ins Blaue gefragt: Kennt ihr Schrödinger-Forenaccounts?

Ein möglicher Quantenzustand von A ist "Fake". A ist eine Vorspiegelung von Person B, die über den Account bestimmte Absichten auslebt, warum auch immer. Indizien sind zum Beispiel mit Verve geführte Diskussionen zu bestimmten Triggerthemen, die an der Stelle abbrechen, wo es zum Schwur, zur Lösung, zur Erklärung kommen soll. Wenn sich über lange Zeit hinweg die Triggerthemen nicht weiterentwickeln verstärkt sich der Eindruck. Man dreht sich im Kreis, bekommt keine Antworten, ist sinnlos mit der Wiederholung der gleichen Fragen beschäftigt.

Für Schrödinger-Accounts gibt es die klassische Lösung: Kiste aufmachen. Entweder von aussen oder von innen. Und die andere: Ignorieren und sich der makrophysikalsichen Realität zuwenden, weil die Frage in der Kiste ein Pseudoproblem ist, dessen Beantwortung einem nicht weiterhilft.

Möge sich jede.r einen eigenen Reim auf diesen Beitrag machen :)
(fwe3) (fwe3)(fwe3)

Toll geschrieben und in diese Richtung dachte ich auch schon. Aber leider leider springen wir alle auf die Art an
Viele liebe Grüße
Lorelai

Wenn alles gegen dich zu laufen scheint, erinnere dich daran, dass ein Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm.
H. Ford

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 95 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 11. Mär 2018, 21:29

Ich möchte hier an dieser Stelle einmal ganz ausdrücklich dir liebe Ronda danken, dass du deine schwere persönliche Situation hier einbringst, um Bettys Problem aus einer anderen, unabhängigeren Perspektive zu beleuchten. (hs) (ki)
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 96 im Thema

Beitrag von betty » So 11. Mär 2018, 21:32

@semele, wenn du meine alten Beiträge durchsucht hast, wirst du festgestellt haben, daß ich, seid ich hier angemeldet bin, immer wieder meine Kommentare schreibe. Es ist aktuell nichts passiert, das den Auslöser für meinen Kreuzzug gegeben hat. Aber herzlichen Dank der Sorge und Nachfrage.
Ich hatte in diesem aktuellen thread nur mitbekommen das da wieder eine Ehefrau ist, die mit dem outing des partners Probleme hat. Und die Reaktion dieser Ehefrau konnte ich voll und ganz nachvollziehen.
Ronda, das mit deiner Frau tut mir leid.

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 97 im Thema

Beitrag von conny65 » So 11. Mär 2018, 21:52

Ich bin der Partner von Betty und finde es unwahrscheinlich interessant hier mitzulesen (auch in anderen Threads). Auch ich bin der Meinung, dass es total dämlich ist was ich/wir hier tun - dennoch kann ich es nicht lassen, aber das muss ich vermutlich niemandem hier erklären.
Und... ich habe sogar Verständnis für meine Frau. Ich tue etwas, in der ich viel Verständnis von meinen Mitmenschen erwarte wenn ich mal "unterwegs bin", und so finde ich es nur gerecht, auch Verständnis für die Gefühle meiner Frau zu haben, die dummerweise nicht mit meinen Gefühlen konform gehen. Wenn ich ehrlich bin habe ich es verbockt, ich habe es ihr zu spät gesagt (anderes Thema) - Sie hat einen Mann geheiratet weil Sie auf Männer steht, warum soll ich ihr dafür böse sein, ich habe "mit falschen Karten" damals gespielt.
Zuletzt geändert von conny65 am So 11. Mär 2018, 22:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 98 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV » So 11. Mär 2018, 22:09

Hallo,

erst mal große Klasse, dass du deine Frau unterstützt und hier auch schreibst. (yes)

Die Ängste deiner Frau können wir alle an sich nachvollziehen. Es also nicht, dass Problem das sie Ängste hat. Betty schreibt in Ihrem Profil, dass sie Hilfe suchen würde. Auch das finde ich super. Das Problem allerdings sind m.E. die Schlussfolgerungen die sie daraus zieht. Niemand verlangt, dass sie mit deinen Gefühlen konform geht, nein das muss sie nicht. Was sie allerdings ebenfalls nicht tut, ist diese zu tolerieren. Ich schreib bewusst tolerieren. Sie muss es nicht akzeptieren. Sie kann es aber tolerieren. Das wäre ein wichtiger Schritt. Im Moment steht sie sich selbst im Weg. Ich weiß nicht wie ihr es handhabt, wir haben feste Regeln, sodass genug vom Mann übrig bleibt. Dann kann sie auch klarkommen, ohne dass sie Angst haben muss ihren Mann zu verlieren.

LG
Viktoria
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Re: Begehrenswert fühlen

Post 99 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » So 11. Mär 2018, 22:13

Erstmal möchte ich mich wirklich von ganzem Herzen bei Dir, liebe Ronda, für Deine Offenheit, Deine ehrlichen Gefühle und Worte bedanken. Fühl Dich einfach gedrückt. Und auch wenn ich Deine Reaktion auf betty's Post nachvollziehen kann, habt Ihr beide mein ehrliches Mitgefühl und Verständnis, unabhängig voneinander.
Denn jedes Gefühl hat erstmal das Recht, ausgesprochen zu werden, ohne es gleich zu verurteilen oder erklären zu wollen.

Viele Liebe Grüße,

ChrisTina
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 100 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » So 11. Mär 2018, 22:44

@Lalilauna,

das becircen war nicht auf Dich bezogen, liebe LaliLaluna, sondern die allgemeine Tendenz, die ich hier über Monate wahrgenommen hab, es ist alles okay, wie es ist und die Zweifel einfach zu ignorieren.
Denn, grad wenn es in bestehenden langjährigen Partnerschaften durchbricht, kann durch die Vorgehensweise viel zerstört werden. Mit meiner Äusserung, Mann mit starker femininer Seite sollte genau dieser Tendenz entgegenwirken und zeigen, das es auch einen anderen Weg gibt, denn ein Mann, der sich innerlich selbst verliert, trägt in den meisten fällen nicht grad zu stabilen bindenden Gefühlen einer Frau bei.

LG

ChrisTina

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Ronda_PTL
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Re: Begehrenswert fühlen • Zur tiefen Nacht ...

Post 101 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Mo 12. Mär 2018, 03:00

... ein letzter Versuch, durch AUFKLÄRUNG und INFORMATION aus 1_ter Hand die Wogen zu glätten. Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. (flo) Lohnt sich die 5 Minuten zu investieren, FreundInnen! (yes)

http://www.ardmediathek.de/tv/Lindenstr ... d=50674510

LG Ronda.
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Re: Begehrenswert fühlen

Post 102 im Thema

Beitrag von VanessaL » Mo 12. Mär 2018, 06:05

Guten Morgen,

Jetzt habt Ihr mich doch noch mal aus der Reserve gelockt (ap)

Was ich "tue" ist nicht dämlich ....

Ich bin entsetzt :o :((a

Aber wenn andere das so für sich empfinden, kann ich wohl nicht widersprechen? Oder doch? Also meinem Gefühl entspricht das so gar nicht.

Liebe Grüße
VanessaL
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 103 im Thema

Beitrag von ULI67 » Mo 12. Mär 2018, 07:50

Hallo Betty, es geht hier um Menschenwürde und des Recht so sein zu dürfen, wie man ist. Ihr Frauen kämpft seit vielen Jahren darum, ich gebe zu noch nicht 100% erfolgreich, aber doch schon nahe dran, auf jedenfalls in den westlichen Ländern. Gerade deshalb schmerzen solche Aussagen über deinen Partner und uns umso mehr. Weißt du wie entwürdigend es ist, fragen zu müssen, das zu leben, was man ist und das bei dem Menschen, den man liebt? Dagegen sind die Probleme der Gesellschaft darüber winzig. Die Welt ist nicht nur Schwarz / Weiß, sie ist bunt, mach deine Augen auf und lass die Menschen so leben wie sie wollen, du nimmst dir schließlich auch das Recht.
Ja... ich bin eine Frau 👩

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 104 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Mo 12. Mär 2018, 07:56

Ich habe hier lange mitgelesen.
Erstmal Danke an Ronda für den Link vom Interview.
Wie soll ich anfangen ? So viele Gedanken . Es ist nicht DÄMLICH . :((a . Ich habe keine Partnerin , die mich ablehnt . Als Mann hatte ich NIE eine Freundin . Ich war Nie verliebt . Wenn ich zu jemand hingezogen fühlte , kamm Ablehnung . Es kamm die Zeit , da habe ich kein Mädchen , keine Frau mehr angesprochen .
Ich lebe seit dem 16.7.2016 Simone aus . Ich fühle mich angesprochen , manchmal begehrt . Ich sehe in den Spiegel und sehe mich , eine schöne Frau . Ich bin frei .
Ich habe in mein Hochzeitskleid geheiratet, es war ein So geheimer Traum . Er wurde war . Ich war an dem Tag so glücklich .
Ich bin oft in Frankfurt bei Manuela ( Transnormal ) , meine Frau . Ich sehe und beobachte die Menschen die kommen . Wenn Manuela diese Menschen schminkt und berät, sie kommen aus den Schminkraum und stehen dann vor dem grossen Spiegel . Da ist ein Strahlendes zu sehen . Einige stehen lange , nein ewig vor dem Spiegel . Dieses Strahlen , was ich sehe , erlebe , ist unwahrscheinlich. Besonders bei Dehnen , die zum ersten mal dort sind . Ich habe dann auch schon öfter beim ersten Mal Draussen bekleidet. Ich habe die Angst gespürt, das kenne ich , war bei mir doch auch so . Die Angst angestarrt, ausgelacht werden ,oder noch schlimmer .
Ich gehe jetzt ganz selbstverständlich als Simone raus . Ich verkleide mich nicht , ICH BIN SIMONE, EIN MENSCH. Ich gehe in die Welt und habe eine neue Welt gefunden .
Darf ich Glücklich sein ?
Liebe Grüße Simone


Mein Pfarrer Nulf Schade-James , der mich als Simone diesen Januar getauft hat , hat ein Buch geschrieben . Gottes Kleid ist bunt .
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

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Re: Begehrenswert fühlen

Post 105 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV » Mo 12. Mär 2018, 10:22

conny65 hat geschrieben:
So 11. Mär 2018, 21:52
Auch ich bin der Meinung, dass es total dämlich ist was ich/wir hier tun - dennoch kann ich es nicht lassen, aber das muss ich vermutlich niemandem hier erklären. [...] Wenn ich ehrlich bin habe ich es verbockt, ich habe es ihr zu spät gesagt (anderes Thema) - Sie hat einen Mann geheiratet weil Sie auf Männer steht, warum soll ich ihr dafür böse sein, ich habe "mit falschen Karten" damals gespielt.
Ich habe mir deinen Post noch mal durchgelesen und muss dazu nochmal was schreiben: Dämlich ist das was wir tun nicht...vielmehr ist dies doch Ausdruck eines Bedürfnisses, eines Gefühls. Zumindest mir hilft es einen inneren Ausgleich zu finden. Man kann dieses Bedürfnis natürlich vollkommen rational vor dem Hintergrund althergebrachter Rollenbilder betrachten, wo das was hinter dem Gefühl/steckt, einfach ignoriert wird. Dann kann man das sicherlich als so sehen. Damit wird man der Sache an sich nicht gerecht und begreift sich selbst als Nichtnormal.

Da kommen wir zum zweiten Punkt; du schreibst "verbockt haben", mit "falschen Karten gespielt" haben. Anscheinend wusstest du vor der Ehe bereits im Gegensatz zu vielen anderen von uns Bescheid und hast das deiner Frau nicht mitgeteilt. Letztlich kann ich das auch verstehen, sowas ist halt kein leichtes Thema und ich glaube bei vielen besteht die Hoffnung, durch die Ehe das Thema hinter sich lassen zu können. Nun vielleicht war das nicht ganz fair deiner Frau gegenüber. Wie dem auch sei, dass alles scheint bereits eine ganze Weile bei euch her zu sein. Aber ihr beide scheint keinen Frieden damit gemacht zu haben: Du redest von "verbockt haben" und gibst dir die Schuld, dass deine Frau damit nicht klar kommt. Dabei ist es ihr Problem. Sie kommt nicht klar. Sie muss allerdings ihren Frieden mit der Situation machen und dabei hilft es nicht immer wieder zu betonen, dass du doch dran schuld bist, dass es ihr schlecht geht. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass es ihr gut geht. Du kannst nicht deine eigenen Bedürfnisse zurückstellen nur damit ihr es gut geht.

Anderes Beispiel um die Situation deutlicher zu fassen: Ich weiß nicht ob ihr Kinder habt. Man kann Kinder nicht vor allen unangenehmen Themen hundertprozentig schützen. Sie bekommen Dinge (Kriege, Elend,Gewalt usw. ) früher oder später so oder so mit. Kinder lernen mit diesen Dingen umzugehen, weil sie diese nicht ändern können. Sind wir als Erwachsene Schuld, dass es diese Dinge gibt? Als Einzelperson betrachtet, nein. Sind wir verantwortlich unseren Kindern die Ängste zu nehmen und einen Umgang damit zu ermöglichen? Ja definitiv.

Genauso ist es hier: Du bist verantwortlich, deiner Frau die Ängste zunehmen. Sie aber verantwortlich, da auch mitzuwirken und auch deine Bedürfnisse zu sehen/bzw. diese auch zu tolerieren. Daher ist es falsch sich immer wieder die Schuld dafür zu geben, dass der Partner nicht in der Lage ist, einen Umgang mit dem Problem zu finden und auf dogmatischen Positionen verharrt. Selbstverleugnung nur damit es Partner gut geht, ist keine Lösung. Umgekehrt stellt sich mir doch die Frage, wenn du das verleugnest und es dir schlecht geht deswegen, gibt sich dann deine Frau auch die Schuld dafür,dass es dir schlecht geht?

So wie sich mir die Situation darstellt, hat Betty diese Ängste seit mind. 2Jahren. Wie es scheint, bist du eher Crossdresser ohne Ambition vollständig eine Frau werden zu wollen. Zwei Jahre sind eine lange Zeit. Ich vermute mal, dass wenn du vollständig Frau sein wollen würdest, du dies wahrscheinlich schon längst getan hättest, oder? Noch eine andere Frage, was bekommt deine Frau von Conny mit? Sieht sie sie? Wenn ja würde ich einsehen, dass dies ihr weh tut und Conny nur in ihrer Abwesenheit ausleben.

LG
Viktoria
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