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Beitragvon jkon » Mi 14. Jul 2010, 02:09

Hallo an alle, )))(:

In so manchem Thread wird gelegentlich von der eigentlichen Fragestellung oder vom eigentlichen Thema abgeschweift und Grundsätzliches ausdiskutiert. Zugegebener Maßen habe ich nicht alle Threads durchgelesen und kann daher nicht wirklich beurteilen, ob die Notwendigkeit dazu besteht, dies Grundsätzliche explizit anzusprechen. Anscheinend gehen aber doch viele Meinungen dahingehend auseinander, was unter DWT, CD, TS, TV, TG usw, (das sind einige Beispiele an Abkürzungen, die ich gelesen habe) zu verstehen ist. Gibt es diese konkreten Trennungen überhaupt? Sind deren Übergänge vielleicht fließend, je nachdem welche Kriterien der Einzelne mit einbezieht?

Ich für meinen Teil muß ehrlich sagen, daß ich nicht weiß, wie ich für mich einzelne Begriffe definieren würde und wo ich welche Abgrenzungen sehe, geschweige denn, wo ich mich selbst einordnen sollte.

Ist es überhaupt notwendig, irgendetwas zu definieren? Definiert sich letztendlich nicht jeder selbst über das, was er tut, oder auch nicht tut? Wollen wir wirklich der Erscheinung des Einzelnen "Grenzen" setzen, indem wir ihn/ ihr einer bestimmten Gattung zuordnen? Ist es nicht gerade das, was wir der Gesellschaft vorwerfen? Maßstäbe anzusetzen auf Grundlage des sog. "Commen Sense"!?

???
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Re: Definitionen

Beitragvon Maid-Jessy » Mi 14. Jul 2010, 03:17

DWT's (DamenWäscheTräger) & CD's (CrossDresser) sind doch so ziemlich ein und das selbe...

auch

TG's (TransGender) & TS's (TransSexuelle) stimmen in der Definition überein...

während TV's (TransVestiten) eine eigene Gattung verkörpern...

Allerdings ist es oft nur die Vielzahl der englischen Begriffe, die im deutschen Anwendung finden...

Im großen und ganzen ist es aber so ziemlich egal, was wir sind, solange wir uns verstehen.... ODER??? :lol:
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Re: Definitionen

Beitragvon Anna Maria » Mi 14. Jul 2010, 17:17

Maid-Jessy hat geschrieben:DWT's (DamenWäscheTräger) & CD's (CrossDresser) sind doch so ziemlich ein und das selbe...

auch

TG's (TransGender) & TS's (TransSexuelle) stimmen in der Definition überein...

während TV's (TransVestiten) eine eigene Gattung verkörpern...

Allerdings ist es oft nur die Vielzahl der englischen Begriffe, die im deutschen Anwendung finden...

Im großen und ganzen ist es aber so ziemlich egal, was wir sind, solange wir uns verstehen.... ODER??? :lol:




Da muss ich dir uneingeschränkt Recht geben.
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Re: Definitionen

Beitragvon Johnnman » Mi 14. Jul 2010, 18:12

Maid-Jessy hat geschrieben:DWT's (DamenWäscheTräger) & CD's (CrossDresser) sind doch so ziemlich ein und das selbe...



Siehste, genau das denke ich nicht. Damenwaesche ist ja nicht Oberbekleidung. Aber, wie Ihr schon sagtet, ist es muessig sich darueber auszulassen. Offizielle Begriffserklaerung gibt es nicht, also kann man es auch sein lassen. Das ist so ein bischen wie in der Musik. Du kannst Rockmusik soweit ins Kleine unterteilen und kategorisieren, dass es fast schon lachhaft ist (ich denke gerade an "White Metal" in den 80ern, das war "Black Metal" aber mit christlichen Texten. Die Anhaenger waren sich spinnefeind, obwohl sie genau das gleiche gehoert haben.......)

Ich trage z.B. keine Damenunterwaesche, keinen BH, nur Damenoberbekleidung und Schuhe. Da muesste man eigentlich schon wieder ne Schublade aufmachen. CDminusDWT.

Wir sollten uns in unserem Facettenreichtum eher sonnen als abgrenzen, Abgrenzung gibt zu schnell Abneigung. Wir muessen aber zusammenhalten......Oder?
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Re: Definitionen

Beitragvon Regina cd » Mi 14. Jul 2010, 20:00

Hi zusammen,

ich bin genau wie Johnman der Meinung, wir sollten diese Schubladen Definitionen sein lassen. An den Beschreibungen der einzelnen Mitglieder hier im Forum sieht man doch wie vielfältig unser Hobby ist. Wem hilft es zu wissen in welche Schublade man gesteckt wird.

Liebe Grüße,
Regina

Hetero Mann, der sich als solcher sehr wohl fühlt. Trage gelegentlich Damenwäsche, also Hüfthalter Miederhosen, Unterröcke, Strumpfhalter und natürlich auch BHs. Gern aber auch Kleider Blusen und Röcke und natürlich High Heels.
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Re: Definitionen

Beitragvon Maid-Jessy » Mi 14. Jul 2010, 20:01

Johnnman hat geschrieben:Damenwaesche ist ja nicht Oberbekleidung.


und genau das ist der Fehler... obwohl die meisten denken Damenwäsche ist Unterwäsche, so hat es doch in diesem Fall anders...

weil eigentlich auch Oberbekleidung im allgemeinen Wäsche ist. somit sind und bleiben alle CD's automatisch auch DWT's...

Johnnman hat geschrieben:Ich trage z.B. keine Damenunterwaesche, keinen BH, nur Damenoberbekleidung und Schuhe. Da muesste man eigentlich schon wieder ne Schublade aufmachen. CDminusDWT.


und somit bist auch du ein CD oder DWT. Weil außer das das eine Wort deutsch und das andere englisch ist, gibt es keinen Unterschied...

ABER DAS IST EGAL!!!
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Re: Definitionen

Beitragvon Ghislaine » Mi 14. Jul 2010, 21:26

jkon hat geschrieben:Hallo an alle, )))(:

In so manchem Thread wird gelegentlich von der eigentlichen Fragestellung oder vom eigentlichen Thema abgeschweift und Grundsätzliches ausdiskutiert. Zugegebener Maßen habe ich nicht alle Threads durchgelesen und kann daher nicht wirklich beurteilen, ob die Notwendigkeit dazu besteht, dies Grundsätzliche explizit anzusprechen. Anscheinend gehen aber doch viele Meinungen dahingehend auseinander, was unter DWT, CD, TS, TV, TG usw, (das sind einige Beispiele an Abkürzungen, die ich gelesen habe) zu verstehen ist. Gibt es diese konkreten Trennungen überhaupt? Sind deren Übergänge vielleicht fließend, je nachdem welche Kriterien der Einzelne mit einbezieht?

Ich für meinen Teil muß ehrlich sagen, daß ich nicht weiß, wie ich für mich einzelne Begriffe definieren würde und wo ich welche Abgrenzungen sehe, geschweige denn, wo ich mich selbst einordnen sollte.

Ist es überhaupt notwendig, irgendetwas zu definieren? Definiert sich letztendlich nicht jeder selbst über das, was er tut, oder auch nicht tut? Wollen wir wirklich der Erscheinung des Einzelnen "Grenzen" setzen, indem wir ihn/ ihr einer bestimmten Gattung zuordnen? Ist es nicht gerade das, was wir der Gesellschaft vorwerfen? Maßstäbe anzusetzen auf Grundlage des sog. "Commen Sense"!?

???



Die angestossene Diskussion passt, da gerade gestern Abend ich einige Gedanken in diese Richtung "verschwendet" habe .......

Das Thema war der Begriff "Crossdresser" angstossen von der Tatsache, dass ich gerade mehr Reiz darin sehe mich nicht unbedingt 100 % en famme zu präsentieren sondern das männliche Aussehen doch durchaus erkennbar sein kann/soll.
Für mich gestern zunächst die ursprüngliche Definition des crossdressen - ein Mann, der sich gelegentlich in "Frauen"-Kleidern zeigt ..... stellte mir dann die Frage wenn ich dann wieder eher total feminin gehe..... ist das dann eher Travestie ?
Ich fand keine für mich schlussendlich gültige Definition ... mir gefällt der Ausdruck "Crossdresser" gut, weil er m.E. eben derzeit noch nicht belastet ist in die eine oder andere Richtung also uns alle in allen Ausprägungen beinhalten kann.
So habe ich dann alle Schulbladen wieder zugemacht und für mich entschieden: einfach CD !

Insoweit kann und möchte ich mich dem Standpunkt von jkon also voll und ganz anschließen - die gesellschaftliche "Notwendigkeit" alles in Gattung zu definieren entspringt meines Erachtens deren Sicherheitsbedüfnis respektive deren die Angst vor Unbekanntem und was man dann einer klar umrissenen Gattung zuordnen kann ist folglich nicht gefährlich.

Grußle
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Re: Definitionen

Beitragvon Er-im-Roeckchen » Mi 14. Jul 2010, 21:34

Es ist mir egal welches Etikett mit angepappt werden soll. Mir gerecht wird es sowieso nicht. Ob nur Unterwäsche unter Herrenoberbekleidung oder auch Rock und Damenschuhe. Ich bin ich, egal was ich anhabe.

Die Etiketten dienen auch nur der breiten Masse, uns in irgendwelche Schubladen zu stecken. Dann hat alles wieder seine Ordnung.
Der Vergleich mit der Hard'n Heavy Szene ist die passende Analogie. Dark Metal, Industrial Metal, Chrom Metal usw.
Auch hier, Hauptsache es gibt eine Schublade.

Nach den "offiziellen" Definitionen wär ich ein DWT + 1/2 CD. Macht was draus...
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Re: Definitionen

Beitragvon Nelly » Mi 14. Jul 2010, 21:52

Hallo an alle,
Die für mich am anschaulichste Einteilung stammt von Harry Benjamin.
http://www.transx.at/4200_00_Benjamin.htm
Das Problem welches ich allerdings mit dieser Einteilung habe ist, daß er die Selbstidentität mit der sexuellen Präferenz vermischt.
Für mich sind das zwei Paar Schuhe.

Viele Grüße von Nelly
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Re: Definitionen

Beitragvon Bianca D. » Mi 14. Jul 2010, 22:09

Hallöchen,

Ich denke,es ist einfach eine ureigene menschliche Eigenschaft,seine Umwelt zu kategorisieren,zu sortieren usw.,einfach um sein Umfeld besser zu verstehen.Wir leben zwar nicht mehr in der Steinzeit,aber da war dieses Verhalten überlebensnotwendig.Man mußte schließlich wissen,wer da vor einem stand.Dagegen kann man sich wehren,in dem man die Grenzen nicht zu eng zieht,
bezogen auf das Forum hier vielleicht in Transsexuelle und Crossdresser.Die einen streben eben ein Leben als Frau an,die Anderen schlüpfen nur mal mehr oder weniger in die Rolle,wobei sie körperlich immer Mann bleiben wollen.

Wir sollten uns in unserem Facettenreichtum eher sonnen als abgrenzen, Abgrenzung gibt zu schnell Abneigung. Wir muessen aber zusammenhalten......Oder?

Diesem Satz ist nichts mehr hinzu zufügenBild

LG Bianca
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Re: Definitionen

Beitragvon Oscar » Mi 14. Jul 2010, 23:20

Ich versuche auch immer ohne diese Schubladen aus zukommen, da ich immer wieder die engstirnigsten Kommentare lesen, sei es Musik, Kleidungstil, Essen, Menschen ja einfach alles.
Diese Einteilung von Harry Benjamin gefällt mir schon deswegen nicht weil er die Frauen übersieht. :x. Ansonsten würde ich wohl auf der Straße eher als CD gelten, da ich nicht immer gänzlich männlich aussehe. Außerdem gehen mir die Leute mit ihrem "Boyfriend Look" auf den Keks.
Bin eine der wenigen Frauen die lieber ein Mann wäre =D
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Re: Definitionen

Beitragvon TVAnja » Do 15. Jul 2010, 17:43

Hallöchen ihr Lieben,

nun, dann will ich mich auch mal an der Diskussion beteiligen, aber ich bin auch gleich fertig, denn ich bin kein Freund des Schubladendenkens und von daher ist mir auch egal, ob nun jemand CD oder TV, TS oder TG oder sonst was ist. Hauptsache ist doch, dass es sich immer um einen Menschen dabei handelt und dass man ihn als solchen akzeptiert wie er ist. Das ist ja auch das, was wir alle von der Gesellschaft erwarten, nämlich dass wir akzeptiert werden.

Klar hat Akzeptanz auch ihre Grenzen, aber solange sich jeder im legalen Rahmen bewegt, ist doch nichts verwerflich oder?

Liebe Grüße

Anja
Es ist so schön eine weibliche Seite zu haben.
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Re: Definitionen

Beitragvon jkon » Do 15. Jul 2010, 18:04

Johnnman hat geschrieben: ... Wir sollten uns in unserem Facettenreichtum eher sonnen als abgrenzen, Abgrenzung gibt zu schnell Abneigung. Wir muessen aber zusammenhalten......Oder?


Das sehe ich absolut genauso!

Ghislaine hat geschrieben:
Insoweit kann und möchte ich mich dem Standpunkt von jkon also voll und ganz anschließen - die gesellschaftliche "Notwendigkeit" alles in Gattung zu definieren entspringt meines Erachtens deren Sicherheitsbedüfnis respektive deren die Angst vor Unbekanntem und was man dann einer klar umrissenen Gattung zuordnen kann ist folglich nicht gefährlich.

Grußle
Ghislaine


Ja, das denke ich irgendwie auch. Nur verstehe ich nicht, worin diese Angst begründet sein sollte. Nur weil es unbekannt ist? Das will ich nicht so ganz glauben. Ich denke, es hat vielmehr mit der Eingefahrenheit in unsere gesellschaftlich anerkannten Normen zu tun. Sich derer loszusagen, birgt eben die Gefahr, plötzlich allein dazustehen, bzw. zumindest, dieses Gefühl zu haben. Keiner, der die Kleidung des jeweils anderen Geschlechtes trägt, sich komplett als Frau/ Mann kleidet (die umgekehrte Seite trifft das ja ebenso) stellt eine Gefahr, in welcher Hinsicht auch immer, für andere dar. Genauso wenig wie alle anderen "Außenseiter" auch, ob Homosexuelle, Transvestiten, Transgender oder wer auch immer. Wahrscheinlich wird schon die bloße Existenz solcher Personen gefürchtet, vor dem Hintergrund persönlicher "Diskreditierung". Hoffentlich begegne ich niemals so jemandem! Hoffentlich spricht mich so jemand um Himmels Willen nicht an! Hoffentlich sieht mich niemand mit so jemandem! Hoffentlich begrabscht mich so jemand nicht! Was für ein BLÖDSINN!!!

Bin irgendwie gerade dabei, mich hier herein zu steigern. Deshalb ....

Schöne Grüße
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Re: Definitionen

Beitragvon jkon » Do 15. Jul 2010, 18:11

Und nur so am Rande:

Wer, dieser selbst ernannten "Normalos", hat je von DWT, CD, TV, TS, TG usw. gehört, geschwiege denn, verbindet damit etwas Genaueres? Ich behaupte: niemand! Für die sind wir einfach alle "Schwuchteln". :oops:

Ääh, zum K.....!
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Re: Definitionen

Beitragvon Synnoeve » Sa 17. Jul 2010, 11:41

Ich kann diese Furcht vor Definitionen und "Schubladen" nicht verstehen. Wir brauchen doch Definitionen und Begriffe, um überhaupt über dieses Thema kommunisieren zu können. Wenn es nicht den Begriff "Crossdresser" gäbe, wie sollten wir dann das Forum nennen? Menschen-Forum? Die Verwirrung über DWT finde ich schade, da sich sehr viele Mitglieder als DWT vorgestellt haben und ich jetzt nicht mehr weiß, was sie damit gemeint haben. (Ich hatte bisher immer 'Wäsche' hier als 'Unterwäsche' interpretiert, wie in Versandkatalogen.)

Die Begriffe CD und DWT sollten eigentlich unproblematisch sein, da ihnen objektive Kriterien zugrunde liegen. Schwieriger wird es, wenn man versucht, Transvestiten nach Beweggründen zu klassifizieren. Trotzdem finde ich die Einteilung der ICD-10 in fetischistischen und transsexuellen Transvestitismus hilfreich, siehe F64 und F65 in
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/di ... 60-f69.htm.
Ich betrachte diese als "Pole", oder Extremfälle, die ganz klar definiert sind. Wie die meisten hier wissen, sieht die Wirklichkeit komplizierter aus - nicht jeder ist ein Extremfall - aber das verhindert nicht, dass diese Begriffe wichtig und nützlich sind.

Gruß, Synnoeve
Zuletzt geändert von Synnoeve am So 18. Jul 2010, 06:21, insgesamt 1-mal geändert.
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