Kastration Entfernung der Hoden
Kastration Entfernung der Hoden - # 3

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triona
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 31 im Thema

Beitrag von triona » Mo 27. Mär 2017, 10:14

Saari hat geschrieben:
Mo 27. Mär 2017, 08:25
Einziger Ausweg: Operation. Wer will das dann aber?
Ist mir ein Fall bekannt, da hat eine nach begonnener und später wieder abgebrochener HT aus familiären Gründe die Brüste wieder operativ entfernen lassen. Nach längerer Zeit hatte sich die Kehrtwende aber doch als Fehler herausgestellt. Als sie endlich wieder als Frau weiter leben wollte, blieb ihr dann nur noch die Möglichkeit, Prothesen zu tragen.

Die erste HT war da wohl zu früh, die letzte Entscheidung dann die Brüste betreffend leider zu spät. Man kann daraus lernen, daß auch der richtige Zeitpunkt wohl überlegt sein will, wann Entscheidungen getroffen werden für Maßnahmen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen.


liebe grüße
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Chrissie
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 32 im Thema

Beitrag von Chrissie » Mi 29. Mär 2017, 21:50

Hi zusammen: ein kleiner Tipp : vor so einer Entscheidung erst mal eine zeitlang Androcur und Gynokadin verschreiben lassen und nehmen. So kann man relativ gefahrlos testen wie es spàter mal ohne Testofabrik aussehen würde.

LG Chrissie
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Michelle_Engelhardt
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 33 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mi 29. Mär 2017, 21:59

Viele haben mit Androcur ziemlich üble Erfahrungen gemacht (mich eingeschlossen). Das Medikament hat nicht umsonst nicht den allerbesten Ruf, um es mal vorsichtig auszudrücken. Von daher habe ich meine Zweifel an dem sicherlich gut gemeinten Tipp!

LG
Michelle
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Britt
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 34 im Thema

Beitrag von Britt » Mi 29. Mär 2017, 23:49

Hallo,
Ich habe cpa recht gut vertragen. Meiner Meinung nach liegt es in den meisten an einer überdosierung wenn man es nicht verträgt. Es kommt auf die regelmäßig Einnahme gleicher Mengen an. Nicht mehr als 10mg am tag. Und morgens einnehmen.
Auch sollte man Androcur erst einnehmen, wenn man schon mindestens einen Monat e2 eingenommen hat.

Grüße,
Britt

triona
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 35 im Thema

Beitrag von triona » Do 30. Mär 2017, 08:23

Und auf jeden Fall sollte man vorher eine Untersuchung des persönlichen Thromboserisikos (APC-Resistenz-Test) durchführen lassen. Sonst kann es schnell tödlich enden oder andere schwerwiegende Folgen mit bleibenden Schäden haben wie z.B. Lungenembolie, Hirnschlag, Herzinfarkt.

Und selbstverständlich macht wie immer die Dosis das Gift. Es gibt Ärzte, die verschreiben locker mal 50 oder gar 100 mg / Tag.

Aber auch von synthetisch hergestelltem E2 ist in dieser Hinsicht dringend abzuraten, das auch in viele Antibabypillen wie z.B. Diane 35 enthalten ist, häufig als Kombinationspräparat mit CPA.


liebe grüße
triona

Andrea66
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 36 im Thema

Beitrag von Andrea66 » Mo 12. Feb 2018, 19:46

Hi,

ich bin zwar nur noch selten hier aber genau dieses Thema ist sehr interessant für mich.
Es gibt auf jeden Fall mehrere Operateure, die diese OP durchführen würden. Die Vorgespräche beginnen nächsten Monat und ich bin echt gespannt.

Sollte es Probleme mit der GKV geben, könnte ich mir sogar vorstellen diese relativ kleine OP auch aus eigener Tasche zu zahlen, da ich dann sicherlich noch die Möglichkeit der von der GKV bezahlten GAOP habe. Ich könnte mir vorstellen, dass die GKV sich quer stellt, wenn sie 2 OP´s zahlen soll.

Eure Andrea
Endlich bin ich in mir zu hause, auch wenn mensch mich von außen nicht erkennt.

Frau wird zu früh alt und zu spät gescheit...ich habe noch Hoffnung

Chrissie
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 37 im Thema

Beitrag von Chrissie » Di 13. Feb 2018, 10:06

Hi Andrea:

lass die Orchiektomie aber von jemandem durchführen, der auch GaOp macht. Für eine spätere Gaop kommt es dabei nämlich auf die Schnittführung und darauf an, wo die Gefässe, Samenleiter, etc gekappt werden.

Der Schnitt sollte enlang der Mittelnaht des Hodensackes verlaufen und die Trennung sollte möglichst weit oben Richtung Leistenkanal erfolgen, da sonst die Gefahr von Verwachsungen besteht, was bei einer späteren GaOp kontraproduktiv wäre.

Ich kann aus eigner Erfahrung z.B. Klinikum Essen Mitte empfehlen.

Was die KK anbelangt : ich habe meiner Kk ( allerdings Privat ) erklärt, dass eine Gaop in absehbarer Zeit aus beruflichen Gründen nicht in Frage kommt, ich aber wieder Sport treiben möchte ( Schwimmen) und einer langfristigen Einnahme von Androcur bezügl. Spätfolgen kritisch gegenüber stehe. Ich hatte dann die Zusage schnell bekommen.

LG Chrissie
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 38 im Thema

Beitrag von Chrissie » Mi 14. Feb 2018, 21:16

Hi, ich will noch kurz zu den Mythen bezüglich Kastration Stellung nehmen:

Die Stimme ändert sich nicht , einmal Stimmbruch immer Stimmbruch

Die Erektions- und Orgasmusfähigkeit hat nur indirekt mit dem Testolevel zu tun. Fehlendes Testo senkt den Trieb. Orgasmus und Erketion werden allerdings durch den Kopf gesteuert und funktionieren auch bei extrem niedrigem Testowert. Man hat also weniger Lust, wenn doch funktioniert es, allerdings ist das Gefühl anders, da eine Ejakulation nur geringe Mengen Gleitflüssigkeit liefert

Testosteron wird auch zum Teil in den Nebennieren produziert. Daher bleibt immer ein gewisser Level im Körper.

Testosteron kann durch Östrogen ersetzt werden, darauf zielt ja auch die HRT, eines von beiden ist aber unbedingt notwendig, da sonst Osteoporose entsteht.

Nach einer Orchiektomie, sofern sie korrekt durchgeführt wurde, ist auch nach längerer Zeit noch eine GaOp möglich.

Örchiektomien werden von der Kasse bezahlt, wenn eine Krankheit vorliegt oder eine entsprechende Indikation vom Psychotherapeuten. Bei letzterem muss ggf. etwas gekämpft werden.

Die Hormonumstellungen können die Psyche beeinflussen, man ist z.B. Näher am Wasser.

Nach einer OP ist man ziemlich schnell wieder fit, allerdings muss man sich die ersten Tage auf Phantomschmerzen und heftiges Ziehen in den Leisten einstellen, die nach einiger Zeit , ca 2 Wochen, verschwinden.

LG Chrissie
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Re: Kastration Entfernung der Hoden

Post 39 im Thema

Beitrag von triona » So 18. Feb 2018, 20:09

1.
Chrissie hat geschrieben:
Mi 14. Feb 2018, 21:16
Testosteron kann durch Östrogen ersetzt werden, darauf zielt ja auch die HRT, eines von beiden ist aber unbedingt notwendig, da sonst Osteoporose entsteht.
... entstehen kann (nicht muß).

2.
Chrissie hat geschrieben:
Mi 14. Feb 2018, 21:16
Nach einer OP ist man ziemlich schnell wieder fit, ...
Kann bei manchen Ärzten sogar bei lokaler Betäubung ambulant durchgeführt werden.
Ich hatte Anfang 2009 schon einen Termin für diese OP.
Würde leider vom Arzt am Tag vor der vorgesehenen OP abgesagt, weil er sich das mit meinem Faktor IV (Gerinnungsstörung) noch einmal überlegt hatte und dann doch nicht mehr daran wollte. War immerhin so verantwortungsvoll, das dann wieder abzusagen, wenn er es sich doch nicht zutraute.
Sollte damals ca 1.000 € kosten + ca 400 € für die Betäubung.
Aus genau dem Grund, den du genannt hast (später vlt doch noch "ganze" OP auf Kosten der KV) hatte ich auch vor, dies selber zu zahlen. Außerdem lag das eh nicht mehr soviel über meiner Selbstbeteiligung (PKV).

3.
Kurze Ergänzung bezügl verbreiteter Mythen über Testosteron:
Alle Frauen haben normalerweise Testo (erzeugt durch die Nebennieren). Ist halt nur deutlich weniger als bei Männern. Frauen mit zu niedrigem (frauenspezifischem) Testo-Wert haben z.B. selten oder nie Lust auf sexuelle Betätigung, neigen leichter zu Depressionen u.ä.
Zu hohe Testo-Werte hingegen verursachen bei Frauen z.B Bartwuchs, verstärkte Körperbehaarung u.ä. oder auch schlimmere Störungen der Fortpflanzungsorgane oder des Menstruationszyklus.
Im Falle von TS wird das dann Revirilisierung (= "Wiedervermännlichung") genannt.


liebe grüße
triona

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