Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
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petra
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Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 1 im Thema

Beitrag von petra » Do 15. Nov 2018, 19:03

Hallo, ich möchte hier einen kurzen Bericht über meine Op posten. Ich versuche das so objektiv wie
möglich zu beschreiben und bitte alle, sich nicht beeinflussen zu lassen. Das habe ich auch nicht getan.
Es ist wichtig, dass ihr euch euer eigenes urteil bildet.

Ich kenne Dr. Hess seit etwa 6 Jahren. In dieser Zeit habe ich immer wieder Bekannte und Freundinnen
dort besucht und es gab häufg die Gelegenheit mit Dr. Hess zu sprechen. Von daher war für mich klar,
dass ich meine Op bei ihm machen lassen wollte. In Feb 2017 habe ich dann um einen Termin für ein
Vorgespräch angefragt. Einen Termin habe ich für in 8 Monaten erhalten....
Oktober : ich musste relativ lange warten, ca. 2,5 Stunden. Der Wartebereich ist mit dem Urologischen
in einem Vorraum zu den Büros, d.h. man sitzt zusammen mit überwieged älteren Herren -und deren
manchmal seltsamen Blicken- . Ok, war nicht mein Problem. Da ich schon seit über 5 Jahren in der
Öffentlichkeit lebe, so what.
Das Gespräch war sehr gut, informativ und es wurden alle Fragen meinersets beantwortet. Dr. Hess
hat die Vorgänge bei der Op auf einem Blatt aufgezeichnet. Jetzt beginnt die Wartezeit auf den Op
Termin. Die Aussage war, ab Eingang der Kostenzusage der kk etwa ein Jahr.
Es war bislang so, dass die Sekretärin innerhalb von 1 Monat einen Termin bekannt gegeben hatte.
Das war nicht mehr so. Ich musste erst per e-mail bei Hess intervenieren um dann im Juni den Termin
zu bekommen. ... 09.10.18 Op am 08.10. Stationäre Aufnahme und alle Vorunteruchungen.

Davon im nächsten Teil.
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.

Karin61
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 2 im Thema

Beitrag von Karin61 » Do 15. Nov 2018, 23:44

Hallo petra,
danke schon mal für die Bereitschaft, darüber zu berichten und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

LG

Karin

petra
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 3 im Thema

Beitrag von petra » Fr 16. Nov 2018, 22:01

Teil 2
Ich war am Aufnahmetag schon um 6:30 in der Patientenverwaltung. Also der normale Wahnsinn.
Es funktionierte alles ohne weitere Probleme.
Angekommen in der Urologie Station 1, musste ich etwa 2 Stunden warten. Das Zimmer war noch
nicht klar.
Ich muss an dieser Stelle kurz erklären: ich habe einen multiresistenten Keim in der Blase. Die
Bezeichnung ist e-coli 3mrgn. Habe ich vor 4 Jahren in einem Krankenhaus sozusagen als kostenloses
Präsent bekommen. Damit falle ich unter die allgemeinen Hygiene Vorschriften : Einzelzimmer, eigene
Toilette und Dusche.
Also beziehe ich ein Einzelzimmer, oh Graus, Toilette und Dusche auf dem Flur. Was solls. Ich richte
mich ein, sondiere das Umfeld. Super, Zugang zu dem Balkon ... aber, es gibt keinen Vorhang vor der
Aussentür. Jeder der über den Balkon geht, oder sich dort aufhält, kann ohne Hinderniss in mein
Zimmer sehen. Öhm, wie soll ich Bougieren, wenn mir der Rest der Station dabei zusieht. Punkt 2
dieser Farce, die Balkontür lässt sich nicht abschließen und ist von aussen ebenso zu öffnen wie
von innen. Wertsachen ????
Ich verlange ein anderes Zimmer. Weitere 1.5 Stunden im Wartebereich. Es wird mir ein anderes
Zimmer zugewiesen. Da die Toiletten immer ? für 2nebeneinander liegende Zimmer gedacht sind,
wird bei mir kurzerhand die Tür abgeschlossen. Meine Toilette und Dusche befinden sich in mehr
als 50 m Entfernung in einem anderen Flur. Dies ist kein Scherz !!! Was soll ich also tun ? Ich bin ja
mobil. Was für ein Blödsinn, die Op ist doch erst morgen ....
Die Vorgespräche laufen gut, keine Probleme zu erwarten. Inzwischen ist es Nachmittag, die Sonne
kommt rum und scheint is Zimmer.Vorhänge Fehlanzeige. Aussenrollo kaputt. Ich verlange nach
einer Decke, die ich ins Fenster klemmen kann. Inzwischen sind 35° in dem Raum. Fenster auf über
Nacht ist illusorisch. Zum einen ist die Unikinik eine riesige Baustelle, (auch nachts) zum anderen
liegt vor meinem Fenster der Wohnblock Personal. Sprachlich nicht einzuordnen, aber laut und das
bis 23 Uhr.

Morgen gehts zur Op....
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
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petra
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 4 im Thema

Beitrag von petra » Sa 17. Nov 2018, 20:45

leider ist das tv gerät, andem ich im kh tippe kurz vor der fertigstellung
des 3. Teils abgestürzt. Also wird sich der Teil etwas verzögern
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petra
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 5 im Thema

Beitrag von petra » Mi 21. Nov 2018, 08:10

seid mir bitte nicht böse, aufgrund des unmöglichen internetzugangs bzw einer nicht funktionierenden Tastatur und dicken Fingern, möchte ich die Fortsetzung ab nächster Mittwoch weiter führen
LG
Petra
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 6 im Thema

Beitrag von petra » So 2. Dez 2018, 19:52

Ich melde mich nochmal, und möchte mich für die Verzögerung entschuldigen. ich bin am 28.11.18
abends spät um 23 uhr zuhause angekommen. die Verzögerung ergab sich aus einem outbreak meines
lieblings Blasens Keims. ich habe das entsprechende Antibiotikum genommen und natürlich mit einer
extremen Diarrhoe reagiert.... aktuell gehts wieder, bin aber noch ein wenig schwächlich. Ich schreibe
natürlich weiter.

LG
Petra
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Elizabeth
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 7 im Thema

Beitrag von Elizabeth » So 2. Dez 2018, 20:04

Erhol Dich gut, nix übertreiben!
Auf Deine Berichte vom weiteren Fortgang bin sicher nicht nur ich gespannt!
LG Elly

petra
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 8 im Thema

Beitrag von petra » Do 6. Dez 2018, 00:37

Teil 3
Datum 09.10.18
Meine Erinnerung an diesen Tag ist ziemlich reduziert, sei es wegen der Nervosität oder Angst? Ich
weiß es nicht. Eine Beruhigungstablette, die ich eigentlich bei der Anesthesistin angefragt hatte
habe ich nicht bekommen. OP Vorbereitung, Zugang wird gelegt und PDA Katheder wird gesetzt. klappt
alles gut.
Ich werde etwa 4 Stunden später auf meinem Zimmer wieder halbwegs wach. Aufwachraum usw. habe ich
nicht mitbekommen. Schmerzen ohne Ende, nicht genau zu lokalisieren und das Gefühl auf die Toilette
zu müssen. Die PDA liegt noch, ist aber relativ niedrig eingestellt. Ich klingle und frage nach
Schmerzmittel. "Moment ich sehe nach" ... Nach gefühlt einer Stunde kommt die Schwester wieder und
teilt mir mit: "Es ist nichts verordnet, ich kann ihnen nichts geben!" .. Dann holen sie mir einen
Arzt, dass wir das klären können. "Es ist zur Zeit kein Arzt verfügbar". Gut dass ich Selbstversorgerin
bin. Ich habe in weiser Voraussicht meine Standarddmedikamente mitgenommen. Hormone usw.
sind in den meisten Krankenhäusern sowieso nicht zu bekommen. also 2x 500 mg Novalmin und eine
100/8 Tilidin. Das hilft mir über die nächsten Stunden .... dachte ich. Wirkung gegen 0. Ich klingle
nochmal. die Nachtschwester kommt. Ich erkläre ihr meinen Zustand und sie zieht wieder ab... keine
Schmerzmittel, PDA nicht höher eingestellt, kein Arzt greifbar. Ich habe das Gefühl, mir platzt der
Darm, also frage ich nach einem Abführmittel oder wenigstens einem Stuhlverdünner. "Das gleuben sie
doch wohl nicht, dass ich ihnen das in der Nacht gebe !? Wenn dann etwas passsiert, ich bin hier
ganz alleine". Aber sie können doch wenigstens die PDA höher einstellen ?? Nein, das muss ein Arzt
entscheiden, Alle im Moment bei einer Not OP. Ich schlucke nochmal aus meinem Bestand.Tabeltten.
Aus meiner Erfahrung eigentlich zu kurz hintereinander, aber ich halte die Schmerzen nicht aus..
Nach einer schlaflosen Nacht kommt morgens dann ein Arzt vorbei, bleibt aber wegen angeblicher
Seuchengefahr direkt an der Tür stehen ... ich schildere meine Situation.
>>"Sie müssen keine Schmerzen haben, melden sie sich beim Personal,"<<
Was soll ich sagen...
>>"ich kann ihnen nichts geben, es ist nichts verordnet."<<

Ich verlange nach dem Arzt, der noch vor 15 min bei mir war .."Die Ärzte sind alle im OP nd erst
nachmittags wieder greifbar." Ich mache eine Ansage, entweder hier steht in 10 min ein Arzt auf der
Matte oder ich eine Theater, von dem sie nur träumen können. Es kommt ein Arzt ??? ich bin völlig
überrascht. Ich erkläre die Situation und höre:.
>>"Sie müssen keine Schmerzen haben, melden sie sich beim Personal,"<<
Was soll ich sagen...
>>"ich kann ihnen nichts geben, es ist nichts verordnet."<<

Ich helfe mir selbst. Aus meiner Dialyse kann ich mit dem Perfusor, der die Medikamentenmenge für
die PDA dosiert, gut umgehen. also erhöhe ich um 2 Punkte. statt 4 ml/Std auf 6ml/Std.
Das alles setzt sich die nächsten 8 Tage so fort. kein Arzt, keine Verordnung nur Schmerzen und ein
zu hoher Blutverlust.

Davon in Teil 4

Und danke, dass ihr solange gewartet habt ... (ki)
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
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VanessaL
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 9 im Thema

Beitrag von VanessaL » Do 6. Dez 2018, 04:36

Lieben Dank für den Bericht.

Sowas habe ich in all meinen Klinikaufenthalten noch nicht erlebt. Harter Tobak!

Ich bin gespannt, was noch positives kommt ....

Liebe Grüße
Vanessa
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 10 im Thema

Beitrag von Jasmine » Do 6. Dez 2018, 07:39

Vielen Dank für den Bericht.
Ich werde ihn weiterverfolgen.
Liebe Grüße Jasmine
Ich bin wie ich bin --- Ich lebe meinen Traum

petra
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 11 im Thema

Beitrag von petra » Do 6. Dez 2018, 22:18

Teil 4
Der zeitliche Ablauf ist nun nicht mehr gegeben. Ich berichte von den Untersuchungen, die nach der
Op durchgeführt wurden.
15.10.2018
1. Untersuchung von Dr. Hess persönlich. Wechsel des Platzhalters. Alles in
allem sehr vorsichtig und einfühlsam. Ich habe ein Foto machen lassen, und bin sehr überrascht,
wie wirklich übel das aussieht. Man stelle sich vor, dass da zwischen den Beinen eine Handgranate
explodiert ist.
(vielleicht hat Anne Mette ja eine Idee, wie die Bilder für Menschen,
die interessiert sind, eingestellt werden können.)

Auf die Schmerzen angesprochen kam der bekannte Satz ... dass das nicht funktioniert wurde nicht
wahrgenommen.
17.10.2018
2. Verbandskontrolle durch zwei Ärztinnen. sehr grob und mit erheblichen Schmerzen verbunden. Der
Platzhalter bleibt nicht an seinem Platz und fällt trotz engem Verband immer wieder raus.
18.10.2018
3. Verbandskontrolle wieder nur die beiden Ärztinnen. Wunde wird gespühlt und dann testen die
beiden, ob schon Gefühl da ist. Nach einiger Zeit, 5 min. ohne dass ich etwas gemerkt habe, kommt
die Aussage, "Wenn sie jetzt nichts fühlen, dann wird da auch nie etwas kommen." Ich bekomme einen
Nervenzusammenbruch, schreie die Station zusammen und werde letztendlich ruhig gestellt. Fertig,
kaputt, wertloses Stück Fleisch ... waren so meine Gedanken. Ich schreibe das meinen Freundinnen
bei der Dgti. Meine Freundin aus Potsdam stellt daraufhin den Kontakt ein. Noch ein Tiefschlag. Dabei habe ich doch nur auf ein tröstende Wort gewartet.
Ich trage mich mit Selbstmord Gedanken. Hess ist nicht zu sehen. Ich erfahre, dass die Chefin
der Dgti, Petra W. bei Hess angerufen hat und gefragt hat, was denn da wohl abgeht. Hess läßt sich
für eine Minute bei mir blicken und wurde nie mehr gesehen.

Entlassung ist für den 19.10.2018 vorgesehen. Ich verliere am Tag noch zwischen 150 und 250 ml Blut.
Wer sich auskennt, der Hb Wert sollte bei etwa 12 liegen, Bei mir waren es noch 6.5. Ich bekomme
zwei Bluttransfusionen. Da sich der Blutverlust nicht eindämmen läßt, verweigere ich die Entlassung.
in der weiteren Woche gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Die Blutungen lassen etwas nach
und ich lasse mich am 25.10.2018 nach Hause bringen. Fühle mich schlecht, gehe aber trotzdem zur
Dialyse. Wieder mal mit Ärzten sprechen, denen ich vertraue, und um auf andere Gedanken kommen.
Einfach nur die UNI Klinik Essen und Hess vergessen, und versuchen mit meiner Situation klar zu
kommen. Zum Glück habe ich eine supertolle Familie, die mich stützt und auffängt.

Wichtig ist noch zu wissen, dass Aufgrund von Urlaub Hess eine
erste Nachuntersuchung für den 19.11.2018 geplant ist


Und jetzt passieren Dinge, die für mich immer noch nicht ganz zu begreifen sind ...

Davon in Teil 5
Zuletzt geändert von petra am Fr 7. Dez 2018, 05:37, insgesamt 2-mal geändert.
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 12 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Do 6. Dez 2018, 22:27

petra hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 22:18
Teil 4
Der zeitliche Ablauf ist nun nicht mehr gegeben. Ich berichte von den Untersuchungen, die nach der
Op durchgeführt wurden.
15.10.2018
1. Untersuchung von Dr. Hess persönlich. Wechsel des Platzhalters. Alles in
allem sehr vorsichtig und einfühlsam. Ich habe ein Foto machen lassen, und bin sehr überrascht,
wie wirklich übel das aussieht. Man stelle sich vor, dass da zwischen den Beinen eine Handgranate
explodiert ist.
(vielleicht hat Anne Mette ja eine Idee, wie die Bilder für Menschen,
die interessiert sind, eingestellt werden können.)

Auf die Schmerzen angesprochen kam der bekannte Satz ... dass das nicht funktioniert wurde nicht
wahrgenommen.
17.10.2018
2. Verbandskontrolle durch zwei Ärztinnen. sehr grob und mit erheblichen Schmerzen verbunden. Der
Platzhalter bleibt nicht an seinem Platz und fällt trotz engem Verband immer wieder raus.
18.10.2018
3. Verbandskontrolle wieder nur die beiden Ärztinnen. Wunde wird gespühlt und dann testen die
beiden, ob schon Gefühl da ist. Nach einiger Zeit, 5 min. ohne dass ich etwas gemerkt habe, kommt
die Aussage, "Wenn sie jetzt nichts fühlen, dann wird da auch nie etwas kommen." Ich bekomme einen
Nervenzusammenbruch, schreie die Station zusammen und werde letztendlich ruhig gestellt. Fertig,
kaputt, wertloses Stück Fleisch ... waren so meine Gedanken. Ich schreibe das meinen Freundinnen
bei der Dgti. Meine Freundin aus Potzdam stellt daraufhin den Kontakt ein. Noch ein Tiefschlag.
Ich trage mich mit Selbstmord Gedanken. Hess ist nicht zu sehen. Ich erfahre, dass die Chefin
der Dgti, Petra W. bei Hess angerufen hat und gefragt hat, was denn da wohl abgeht. Hess läßt sich
für eine Minute bei mir blicken und wurde nie mehr gesehen.

Entlassung ist für den 19.10.2018 vorgesehen. Ich verliere am Tag noch zwischen 150 und 250 ml Blut.
Wer sich auskennt, der Hb Wert sollte bei etwa 12 liegen, Bei mir waren es noch 6.5. Ich bekomme
zwei Bluttransfusionen. Da sich der Blutverlust nicht eindämmen läßt, verweigere ich die Entlassung.
in der weiteren Woche gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Die Blutungen lassen etwas nach
und ich lasse mich am 25.10.2018 nach Hause bringen. Fühle mich schlecht, gehe aber trotzdem zur
Dialyse. Wieder mal mit Ärzten sprechen, denen ich vertraue, und um auf andere Gedanken kommen.
Einfach nur die UNI Klinik Essen und Hess vergessen, und versuchen mit meiner Situation klar zu
kommen. Zum Glück habe ich eine supertolle Familie, die mich stützt und auffängt.

Wichtig ist noch zu wissen, dass Aufgrund von Urlaub Hess eine
erste Nachuntersuchung für den 19.11.2018 geplant ist


Und jetzt passieren Dinge, die für mich immer noch nicht ganz zu begreifen sind ...

Davon in Teil 5
Hallo Petra,

Deine Berichte sind ja echt heftig.
Das ist ja schon gruselig.
Die Nachuntersuchung die du mit 19.11. angibst ist das ein Schreibfehler und du meintest Dezember? Oder ist der Termin gewesen und du schreibst erst im nächsten Bericht darüber.
Ich würde schnellstens den Arzt, die Klinik wechseln.
Auch für spätere Untersuchungen.
Es gibt eine Reihe wirklich guter Ärzte, nur ein gutgemeinter Rat.
Die weiß nicht ob du meine Berichte in "mein Weg zu mir" gelesen hast. Obwohl bei mir nicht unbedingt alles Gold war was glänzt. So sind doch Welten zwischen deiner und meiner Nachsorge zu finden. Positiv bei mir gemeint.

LG Tatjana

petra
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 13 im Thema

Beitrag von petra » Do 6. Dez 2018, 22:47

Kein Schreibfehler. Da Dr Hess in Urlaub ist, liegt der erste
Nachsorgetermin am 19.11.201, etwa 3 Wochen nach Entlassung.
Es löst sich alles auf.
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Lea92
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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 14 im Thema

Beitrag von Lea92 » Do 6. Dez 2018, 22:51

petra hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 22:47
Kein Schreibfehler. Da Dr Hess in Urlaub ist, liegt der erste
Nachsorgetermin am 19.11.201, etwa 3 Wochen nach Entlassung.
Es löst sich alles auf.
Der 19.11. war aber bereits ;)
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.

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Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen

Post 15 im Thema

Beitrag von petra » Do 6. Dez 2018, 22:54

Ja, gut erkannt. Aber ich bin ja auch noch nicht
am Ende des Berichts. Datum im Bericht ist also
der 25.10.2018. Noch 3 Wochen bis zur
Nachuntersuchung ....
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.

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