Humanismus und Satanismus
Humanismus und Satanismus - # 3

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Anja
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 31 im Thema

Beitrag von Anja » Fr 25. Aug 2017, 15:43

dunkles_sternchen hat geschrieben:
Mi 23. Aug 2017, 03:18
Was lässt uns denn irgendwie an dem alten Glauben festhalten, es gäbe einen Gott? Wer glaubt da wirklich noch dran?
Also ich nicht.
Egal wie man es nennen mag. Höhere Macht oder Gott oder Allah oder Odin usw...
Für mich gibt es 3 Möglichkeiten. Der Einfachheit halber nehme ich mal die Bezeichnung Gott:
  • 1. Es gibt einen Gott und er hat die Macht alles zu beeinflussen und zu verändern. Dann macht er aber einen scheiss Job, wenn ich mir so das Elend auf der Welt angucke. Wenn Kinder an Krebs oder im Krieg oder an Hunger sterben. Wenn er die Macht hat, das zu ändern, Sie aber nicht nutzt, kann er mich mal...
  • 2. Es gibt einen Gott aber er hat nicht die Macht irgendwas zu ändern. Insofern kann er mir ebenso egal sein.
  • 3. Es gibt keinen Gott
Ich persönlich komme für mich zu dem Schluss, egal ob es ihn gibt oder nicht, mir kann es (er) egal sein.

Wenn ich mit jemandem darüber spreche, der an Gott glaubt und ich dann frage, warum dann das ganze Leid auf der Welt? Dann kriege ich i.d.R. die Antwort: Die Wege des Herrn sind unergründlich. Ja ne, is klar...

Ich geh meinen eigenen Weg )))(:

Grüße
die Anja
WER WILL FINDET WEGE. WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE.

Dolores59
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 32 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Fr 25. Aug 2017, 16:17

Anja hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 15:43
Wenn ich mit jemandem darüber spreche, der an Gott glaubt und ich dann frage, warum dann das ganze Leid auf der Welt? Dann kriege ich i.d.R. die Antwort: Die Wege des Herrn sind unergründlich. Ja ne, is klar...

Ich geh meinen eigenen Weg )))(:

Grüße
die Anja
Komisch nur, dass selten oder nie nach Gott gefragt wird, wenn alles glatt läuft. Darüber beschwert sich niemand, auch Du nicht!

Der Hinweis auf das Leid in der Welt ist oft genug eine Ausrede, um sich nicht auf Gott einlassen zu müssen. Menschen sind sehr erfinderisch damit, sich vor essentiellen Fragen des Lebens zu drücken.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

Anja
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 33 im Thema

Beitrag von Anja » Fr 25. Aug 2017, 16:28

Moin,
Dolores59 hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 16:17
Komisch nur, dass selten oder nie nach Gott gefragt wird, wenn alles glatt läuft. Darüber beschwert sich niemand, auch Du nicht!
Ich verstehe die Formulierung nicht. Ist denn heute kein Kind an Hunger oder Krebs gestorben?

Grüße
die Anja
WER WILL FINDET WEGE. WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE.

Dolores59
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 34 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Fr 25. Aug 2017, 17:55

Anja hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 16:28
Moin,
Dolores59 hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 16:17
Komisch nur, dass selten oder nie nach Gott gefragt wird, wenn alles glatt läuft. Darüber beschwert sich niemand, auch Du nicht!
Ich verstehe die Formulierung nicht. Ist denn heute kein Kind an Hunger oder Krebs gestorben?

Grüße
die Anja
Du würdest Dich also mit Gott einlassen, wenn kein Kind an Hunger oder Krebs stirbt? Oder hast Du noch andere Bedingungen?
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
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ChrisTina73
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 35 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Fr 25. Aug 2017, 18:34

Anja hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 16:28

Ich verstehe die Formulierung nicht. Ist denn heute kein Kind an Hunger oder Krebs gestorben?

Grüße
die Anja
??? Ist doch einfach.

Wie oft bedanken wir uns in stiller Einsamkeit, wenn uns großes oder einfach nur ein kleines Glück widerfahren ist? Nehmen wir dieses Glück überhaupt bewußt wahr?
Ich habe Respekt vor Menschen, die ihren Dienst etwas Größerem widmen (Danke Anne-Mette). Ich hätte gar nicht die Kraft dazu und bin dankbar, das es solche Menschen gibt.

Wir wissen nicht, warum Kinder an Hunger sterben müssen obwohl doch soviel für die lt. Medien getan wird... oder wir wollen es erst gar nicht wissen und verschliessen die Augen?
Wir wissen auch nicht warum letztendlich Kinder/Menschen an verschiedensten Krankheiten sterben müssen, oder in ein andere Welt übergehen. Viele Lebensumstände kennen wir nicht. Wir wissen auch nicht, warum manche biologische Frauen keine Kinder bekommen können, obwohl alles in Ordnung scheint.

Warum Du übrigens direkt Kinder und Krebs "vorschiebst", entzieht sich meiner Erkenntnis. Mein Mitgefühl bezieht sich nicht ausschliesslich auf Kinder und Krebskranke ;) oder meinst Du, Glauben ist "Kinderkram" ? Tabaluga und Lili lässt grüssen ;)

Das Dumme ist halt, uns wird nur jeden Tag oft vorgespielt, wie "schlecht" doch alles in der Welt ist, ob Medien oder viele Bekannte. Oft wird darüber geredet, was alles passiert ist, am liebsten groß und dramatisch, jeder will in seinem Schmerz wahrgenommen werden und "hechelt" nach Mitgefühl und Aufmerksamkeit.
Das ich gestern einen Nachtfalter mit weissen Flügeln, die Schwarz umrandet waren (und in was für einer Symmetrie!), gesehen hab (wie ich ihn noch nie kannte), der von meinem Fensterlicht angelockt wurde und sich zwischen Rollade und Fenster setzte, dafür interessieren sich die wenigsten, es sei denn, ein Kind erzählt es der Familie, den Verwandten.
Mich interessiert nicht, warum er so geworden ist. Einfach das Erlebnis vorm Bett gehen, das er sich "zufällig" mein Fenster ausgesucht hat und sich mir "offenbarte".

Meine "Schicksalsschläge" (Es gibt auch weitaus größere als meine) haben mir eins gezeigt: Wer ich bin und wo meine Grenzen sind. Ich lerne mich zu lieben, mich anzunehmen. Denn wie kann ich erwarten, das andere mich lieben und annehmen, so wie ich bin, wenn ich nicht mal selbst in der Lage dazu bin? Und andersrum schlußgefolgert, liebe den anderen wie Dich selbst.

Es zeugt von großer Kraft und innerer Stärke, wenn z.B. ein junges Mädchen mit Glatze, das WEISS, das es das 18. Lebensjahr nicht erreichen, nie heiraten wird, keine Kinder bekommt, sich auf Youtube zeigt, Schminktipps gibt und anderen Mädchen in ihrer unsicheren Pubertätszeit zeigt, wie schön jede einzelne von ihnen ist, und sich und das Leben anzunehmen, wie es ist? Sie wollte bestimmt kein youtube Star werden.

Erkennen, Bewßtwerden, Annehmen... Was wir daraus machen können, liegt nicht allein in unserer Macht, auch wenn wir es gern so wollen.

LG

ChrisTina

PS: Es gibt 2 "Sprüche", die mich geprägt haben:

Es interessiert mich nicht, was Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von innen aufrecht erhält, wenn alles andere wegbricht.

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und Die Weisheit,
Das eine vom anderen zu unterscheiden
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

Mina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 36 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 25. Aug 2017, 19:11

Und jetzt der Paukenschlag......tataaaa....
Anja hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 15:43
Die Wege des Herrn sind unergründlich.
Mein Tenor!

Die Klarstellung vor dem Herrn......Herrn? ....kenne ich auch aus dem BDSM - Bereich. Eine Sub braucht einen Herrn. Der Herr hat die Aufgabe, seiner Sub das zu geben was Sub braucht. Von daher ist der Herr, oder auch neudeutsch "Top" der eigentlich devote Part, da dieser weiß, wenn der bereit ist der Sub zu geben wonach sie dürstet, kommt er auch zu seinem Ziel - der Erlösung! (im interdisziplinären Sinne)

Nein, ich muß alle leider enttäuschen - es gibt schlicht die Evolution.

Fettmoleküle, Proteinmoleküle und andere Moleküle haben sich zu einer "Ur-RNA" bilden können welche sich in der Ursuppe des Planeten Erde, gebildet haben. Dadurch konnte sich dann etwas später die erste Zelle bilden, welche sich freudig teilte. Geteilt haben sich aber nur stabile Verbindungen, welche in ihrer Konklusion sicher waren.
Die Zellen teilten sich und lernten hinzu. Sodann gab es die ersten Mikroorganismen.....

.....gefühlte 1,4 Millarden Jahre später grub Adam und Eva Knochenreste eines Tieres aus der Erde, von welchen in der Bibel keine Rede war.

Zur Erklärung:

Ich bin religiös erzogen worden. Habe immer den Kindergottesdienst besucht und später im Kinderkirchenchor gesungen. Ausserdem noch in meinem Dorf ca. 250 Leute auf dem letzten Weg begleitet, als Kreuzträger bei Beerdigungen.

Mir braucht gewiss keiner erzählen, was Religion bedeutet und Gott wäre.

Mein logisches Denken sagt - NEIN! Da gebe ich Anja recht und zitiere mich selbst: Bei dem was der Mensch heute im Deckmantel der Religion verbockt und dem was die Bibel schreibt, müßte es eine Naturkatastrophe sondersgleichen geben. Es passiert aber nichts - ausser das der Mensch sich selbst für seine saudumme Dämlichkeit einen Freifahrtschein ausstellt. Wenn es einen unergründlichen Gott gäbe, wäre längst Ruhe auf der Erde. Das gleiche gilt für die Satanwurst.
Wenn ich allerdings "Satansdeathmetal" höre.....nunja, ein Stück beweiß das es ihn vielleicht doch gibt? :lol:

Wenn ich aus dem Herzen sprechen könnte ohne eine Sanktion zu erwarten, würde ich sagen: Wer sich seines Weges nicht sicher ist, der glaubt!

Aber das tue ich nicht, denn es stellt sich mir mein innerer Respekt vor dem Individuum in den Weg. Das eine geht nicht, das andere auch nicht. Also lieber nichts, oder? )))(:
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

Mona Schwindt
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 37 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » Fr 25. Aug 2017, 19:24

Schwieriges Thema,

Wie kann ich "Gut" und "Bös",
Humanismus und Satanismus
unterscheiden, wenn ich persönlich nicht beides kennengelernt habe.

Ich denke, der Gott an den ich glaube hat mir Freiheit, in allen Richfungen geschenkt.
Ich kann mich entwickeln.

Auf alle Fragen, besonders die Frage nach dem "Warum" , da ist es für mich oft besser,
dies nicht zu Fragen.

In meinem Augen nehmen wir vieles als zu selbstberständlich hin, was gut läuft und stellen dann eher nicht die Frage - wo war Gott.

Die wird oft doch nur gestellt, wenn es in unseren Augen schlecht läuft.

Ich bin glaube, ich bin gedanklich gesprungen, aber irgendwie gehört beides Gut und Schlecht
Humanismus und Satanismus in unser Leben, um das jeweilige zu verstehen und zu erkennen.

LG Mona
die jetzt aufhört zu schreiben, sonst herrscht hier Gedankenchaos

)))(: (flo)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

Mina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 38 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 25. Aug 2017, 19:44

Das verstehe ich nicht Mona?

Böse haben wir doch jeden einzelnen Tag, wenn wir Nachrichten hören/sehen.

Gut haben wir im Alltag. Aber auch nur weil wir in Deutschland sitzen.

Was sagt eine indische Frau die regelmäßig Massenvergewaltigungen zum Opfer wird?

Was sagt eine syrische Familie welche niedergebomt wurde?

Was sagt ein Israeli der einem pakistanischen Anschlag zum Opfer fiel?

WO IST GOTT?

Wer sich im Wohlstand suhlt hat natürlich leicht glauben, oder?

Naja, vielleicht den Klingelbeutel füttern, dann hat man sich sein gutes Gewissen wieder freigekauft, nicht?

Gottogott.......*kopfschüttel*
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

Dolores59
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 39 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Fr 25. Aug 2017, 19:57

Wer sich im Wohlstand suhlt hat natürlich leicht glauben, oder?
Wer sich im Wohlstand suhlt (das tun keineswegs alle Leute in Deutschland), tut sich in der Regel besonders schwer mit dem Glauben.

Es gibt Menschen, die trotz Verfolgung durch Menschen am Glauben an Gott festhalten. Was sagst Du denen?

In Deinen aufgeführten Beispielen aus Syrien, Israel und Indien sind es Menschen, die vergewaltigen, bombardieren, Anschläge verüben. Nicht Gott. Also musst Du in diesen Fällen Menschen auf die Anklagebank setzen.

Unglücksfälle, Krankheiten und Ereignisse, auf die Menschen keinen Einfluss haben, kann ich auch nicht erklären oder deuten. Die muss ich so annehmen wie die guten Dinge. Auch wenn das nicht leicht ist.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 40 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 25. Aug 2017, 20:04

Dolores59 hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 19:57
Wer sich im Wohlstand suhlt hat natürlich leicht glauben, oder?
Wer sich im Wohlstand suhlt (das tun keineswegs alle Leute in Deutschland), tut sich in der Regel besonders schwer mit dem Glauben.

Es gibt Menschen, die trotz Verfolgung durch Menschen am Glauben an Gott festhalten. Was sagst Du denen?

In Deinen aufgeführten Beispielen aus Syrien, Israel und Indien sind es Menschen, die vergewaltigen, bombardieren, Anschläge verüben. Nicht Gott. Also musst Du in diesen Fällen Menschen auf die Anklagebank setzen.

Unglücksfälle, Krankheiten und Ereignisse, auf die Menschen keinen Einfluss haben, kann ich auch nicht erklären oder deuten. Die muss ich so annehmen wie die guten Dinge. Auch wenn das nicht leicht ist.

Wozu soll dann Gott geglaubt werden wenn wir sowieso für alles verantwortlich sind?

Wozu Fürbitten?

Zitat: wenn du glaubst zu töten wäre schwer, wo kommen dann all die Toten her?
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

ChrisTina73
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 41 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Fr 25. Aug 2017, 20:17

Israel und Pakistan??? Geschichte/Erdkunde 6 setzen :D

Du meinst wohl Palästina. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn man Dich Deiner Existenzberechtigung, Deiner Heimat beraubt im Namen Jahwes und die "Siedlungspolitik" entspannt das ganze ja nicht grad?
Hinduismus herrscht übrigens in Indien und in vielen "alten" Vorstellungen ist es eher das Problem, das dem männlichen Gott das weibliche Prinzip Sophia abhanden gekommen ist. Das weibliche hat unterwürfig zu sein, so wird es zumindest von vielen vermittelt. Und das ist für mich sicher nicht das, was ich mit Gott, göttlichem oder höhere Macht asoziiere! Ich möchte nicht gegen Deine Vorstellung und die damit verbundene Ablehnung, was man an Deiner Reaktion sieht, kämpfen. Der Kampf tobt schon längst in Dir ;)

Ist Dein "Wandel" zwischen den männlichen und weiblichen Prinzipien nicht auch ein subtiler Protest gegen das "dominante" Männliche? Herrscht dahinter nicht auch die Sehnsucht, dem männlichen das weibliche gleichzustellen?

fragende liebe Grüße

ChrisTina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 42 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 25. Aug 2017, 20:44

Nein, es tobt kein Kampf in mir.

In mir gibt es Frieden und nur Frieden denn ich weiß. Ich bin. Und ich bin eins mit mir.

Und werde ich auf dem Sterbebett liegen, werde ich wissen es war gut. Bis heute war es und zukünftig wird es ob meiner Motivation nicht anders sein.

Sorry, und eine Autovervollständigung meines Smartphones wird es auch nicht ändern. Setzen sechs würde ich aber in anderen Belange gerne zurück geben, nur das widerspricht meiner Toleranz. ;-)
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 43 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » Fr 25. Aug 2017, 21:28

Mina hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 19:44
Das verstehe ich nicht Mona?

Böse haben wir doch jeden einzelnen Tag, wenn wir Nachrichten hören/sehen.

Gut haben wir im Alltag. Aber auch nur weil wir in Deutschland sitzen.

Was sagt eine indische Frau die regelmäßig Massenvergewaltigungen zum Opfer wird?

Was sagt eine syrische Familie welche niedergebomt wurde?

Was sagt ein Israeli der einem pakistanischen Anschlag zum Opfer fiel?

WO IST GOTT?

Wer sich im Wohlstand suhlt hat natürlich leicht glauben, oder?

Naja, vielleicht den Klingelbeutel füttern, dann hat man sich sein gutes Gewissen wieder freigekauft, nicht?

Gottogott.......*kopfschüttel*
Hallo Mina

Wenn mir die Freiheit gegeben wurde, habe ich auch die Wahl zwischen beidem "Gut" und "Bös".
Ist Gott der Schiedsrichter? Ich kann dir keine Anworten geben, wenn du fragst, warum lässt er soviel menschliches Leid zu.

Meistens suchen oder fragen die Menschen in Not oder Leid nach Gott.

Wirklich ich kann auch dein Kopfschütteln verstehen.

Ich weiss auch keine Handreichung zu schreiben, so ist das mit Gott und es wird alles gut und es gibt kein Leid, du musst nur glauben.
Ich denke so einfach ist das nicht und geht es auch nicht.
Ich kann das hier auch nicht mit Worten so einfach niederschreiben.

Für mich ist es halt stimmig, mein Gefühl mit meinen Lebenserfahrungen mit Gott.

Ich denke, da ist jeder Mensch selbst gefragt, ob er glaubt oder nicht.

LG Mona )))(:
(flo)

.
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" Guy de Maupassant"

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Re: Humanismus und Satanismus

Post 44 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Fr 25. Aug 2017, 23:42

Liebe Mina,

ich hab nur Fragen gestellt, wenn auch vielleicht etwas "provokativ", und mit setzen 6 war eigentlich ironisch gemeint. Autovervollständigen hin oder her. Ich konnte nur davon ausgehen, was Du schreibst. Persönlich kenne ich Dich nicht. Vielleicht haben wir uns da Mißvestanden, dann tut es mir leid.

Ich weiß wo ich her komme, welcher Weg hinter mir liegt, welche Illusion ich hinter mir lassen musste, welche Schmerzen ich spüren musste, welche Menschen mir auf meinem Weg begegnet sind, auch Menschen die vergessen haben, überhaupt an etwas zu glauben. Sehr Nahestehende Menschen haben Selbstmord begangen oder es versucht, andere sind abgerutscht und ich konnte nichts dagegen tun. Ich weiß, was ich gesehen hab und das hat bestimmt nichts mit dem kindlich naiven Glauben an den "Lieben Gott" zu tun oder "Unterwürfigkeit und BDSM", wenn ich sage, es gibt eine "höhere Macht, eine kosmische Ordnung, Gott oder wer weiß was".
Nur wenn man schon Argumente vorbringt, dann bitte nicht die 08/15, die nichts aussagen. Viel Glück auf Deinem weiteren Weg der Erkenntnisse.

LG einer geerdeten ChrisTina
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ExuserIn-2018-09-04
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 45 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-09-04 » Sa 26. Aug 2017, 00:51

Ich glaube ihr schweift etwas vom Thema ab... Soweit ich weiß heißt der Thread nicht "Gibt es Gott oder nicht?"
Zumal diejenigen die glauben und diejenigen die nicht glauben nie eine Antwort bekommen werden ob es ihn gibt oder nicht, daher ist es doch sinnlos sich über eine Theorie die nicht bewiesen werden kann sich so den Kopf zu zerbrechen.
Es ist nunmal eine Theorie, es gibt keine Beweise und keine Gegenbeweise... Also für mich ist das Thema geklärt: Unlösbar!

Dabei finde ich es aber witzig wie die gläubigen (meiner Erfahrung nach) nach einem immer erzählen wollen dass es die Wahrheit ist und leute die nicht daran glauben mächtig auf dem Holzweg sind und hier ein Zitat meines Opas der Pfarrer einer christlichen Kirche ist "Du glaubst nicht an Gott? Du läufst blind durch dein Leben".

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