Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?
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Mina
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Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 1 im Thema

Beitrag von Mina » Mi 22. Nov 2017, 21:07

Ich wollte mal gerne ein Thema anstupsen, was mir im Moment durch den Kopf geht.

Die Quelle liegt in Michelle´s Thread "Weg mit den doofen Kilos".

Ich hatte mich an dem Thread immer nur sporadisch beteiligt und keine strenge Motivation geäußert. Zumindest nicht in dem Maß der regelmäßig aktiv schreibenden Mädels (Jungs in diesem Sinne waren ja keine dabei).

So hatte ich im stillen meine ganz andere Erfahrung gemacht. Ich wollte meiner Figur etwas weniger Fülle bieten. Sprich abnehmen und mein Traumgewicht erreichen. Und ich mache auch kein Geheimnis draus das ich mich am liebsten gertenschlank und eher zu dünn als zu weiblich sehe. Nur das Problem war, ich wusste das ich eh schon sehr verhalten bin in Sachen Zuckerkonsum und Mengen an Mahlzeiten. Zwar aß ich immer gerne und auch viel, vor allem herzhaftes, konnte aber keinen kausalen Zusammenhang in Nahrungsaufnahme und statischen Gewicht feststellen. Zu Beginn wog ich knapp 80 Kilo.

Mein bis dahin gewöhnlicher Rythmus war: Essen, essen und essen. Früh morgens und Abends, vorallem aber immer genug, meines Hungergefühles nach. Hunger und Lust zu Essen war immer da. Also, aß ich.
Meinen 80 Kilo waren das relativ egal, sie standen wie eine eins.
So versuchte ich die Probe aufs Exemple. Ich stellte um auf Rohkost. Morgens, Mittags und Abends. Nur Karotten, Kohlrabi und ein wenig schwarzwälder Schinken um die Vitamine durch das Fett spalten zu können. Jeden Tag noch einen Apfel, denn : A Apple a Day - Keeps the Doctor away.
Natürlich variierte ich mit den Gemüsesorten und gönnte trotz allem auch mal abends ein leckere Pizza.

Ich wog und wog. Es passierte aber nichts. Erst als ich beschloss die Menge an aufgenommener Nahrung drastisch zu reduzieren, konnte ich Bewegung in die Sache bringen. Ich begann es alles mit einem Klistir. Einem sogenannten hohem. Das Resultat: Die ersten drei Tage weder Appetit noch Hunger. Natürlich aß ich trotzdem, ich wollte ja nicht anfangen eine Heilfastenkur durch zu starten. Aber ich bemerkte wie wenig an Nahrung ich am Tag wirklich brauche um meinen Kalorienbedarf zu decken. Die Waage war ja Zeugnis. Ich aß ab diesem Zeitpunkt nur noch Abends, gegen 18.00h. Ich hatte tagsüber zwar Bewegungen in meinem Bauch gefühlt, hatte aber nicht das Gefühl durchzudrehen und Amok zu laufen für ne "Flasche Pommes Frites". Klar, der Wunsch war schon da. Ich würde Lügen wenn ich sagte es wäre ohne Verzicht. Nunja.

Und nach ein paar Monaten war ich an meinem Wunschgewicht dran. Und bisher bleibe ich dabei auch.
Die neue Erfahrung, welche ich dabei gemacht habe, ich fühle mich kraftvoll, mental so stabil wie lange nicht und so leicht und beschwungen. Energie satt.

Meine aktuelle Einnahme ist: Morgens zwei Milchkaffee mit jeweils nem halben Teelöffel Zucker. Abends dann etwas aus der durchschnittlichen Oma´s Küche. Aber eben nur ne kleine Portion und keinen gehäuften Teller.

Und nun zum Eklat: War ich eine Verdauungsmaschine? Nahrungsmittel aufgenommen um mich durch die notwendige Verdauung in ein niedriges Energielevel zu begeben? Verdauen der Zungesfreuden Willen?

Ich fühle mit meiner Ernährungsumstellung soviel mehr Energie, einen wohlig fühlenden Bauch und eine innere Zufriedenheit. Das große Blutbild der letzten Woche zeigt gesunde Werte.

Nun die Frage: Wie ist es bei Euch? Was durftet Ihr an positiven Erfahrungen machen in Bezug auf Ernährung?

Ich frage nur deshalb, da die Menschen ja so unterschiedlich sein können und verschiedene Erfahrungen auch Wegweiser sind für ambitionierte Lösungssuchende. )))(:
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Viktoria-TV
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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 2 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV » Mi 22. Nov 2017, 21:59

Seitdem ich Viktoria ausleben kann, achte ich bewusster auf die Ernährung. Früher hab ich alles gegessen was ich wollte und wann ich wollte.Im Moment verkneife ich mir vor allem Snacks und zuckerhaltige Getränke. Allerdings ist es so, dass meine weibliche Seite nicht dafür verantwortlich ist. Sie befeuert das nur etwas. Die treibende Kraft für gesunde Ernährung ist eigentlich meine Frau. Diese verzichtet seit einem Jahr auf Fleisch und Wurst. Das gibt es seitdem bei uns (nicht für meine Frau ;) ) nur 2x pro Woche. Auchich kann bestätigen, dass ich seitdem Gefühl habe mehr Energie zu haben. Zudem habe ich auch etwas abgenommen ... im Moment fühl ich mich pudelwohl damit (gitli)
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it´s shameful to be a woman. - Iggy Pop -

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 3 im Thema

Beitrag von _ChrisTine_ » Mi 22. Nov 2017, 23:25

Sehe ich genau so. Seit ich meine Vorliebe für Kleider entdeckt habe stört mich als CD eigentlich nur der leichte Bauchansatz. Seit diesem Jahr versuche ich dreimal die Woche Sport zu treiben und habe meine Ernährung umgestellt auf mehr Obst und Gemüse. Das hat schon mal etwas gebracht und ein paar Kilos gingen da relativ einfach weg.
Nun versuche ich seit ein paar Wochen die Portionen die ich esse zu verkleinern da mir für mich bewusst geworden ist dass ich nicht aus reinem Hunger esse sondern eigentlich nach einer Portion satt bin und die zweite aus reiner Lust am Essen in mich schaufle. Und da gebe ich Victoria voll recht: man hat mehr Energie wenn der Körper nicht damit beschäftigt ist ständig zu viel Nahrung verdauen zu müssen.
Es bedarf ein wenig Disziplin und man muss sich natürlich auch etwas damit auseinander setzten was man da eigentlich isst.
Für mich funktioniert es auf jeden Fall. Ganz arg fällt es mir beim Thema Schokolade auf. Während ich da früher problemlos eine Tafel verdrücken konnte bin ich nun nach zwei kleinen Stücken durch damit falls ich da mal Heißhunger drauf verspüre.
Ich glaube dass es da jede(r) seinen eigenen Weg finden muss aber man sollte sich auch nicht zu sehr beschränken denn das Leben soll ja auch noch Spaß machen. (smili)

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 4 im Thema

Beitrag von Lina » Do 23. Nov 2017, 01:01

Ich verstehe es immer noch nicht. Trotzt der schwer erkaempften Erfolge und Teilerfolge - immer wieder wird nur von der Reduzierung der Energieaufnahme, nicht von der Erhoehung des Energieverbrauchs geredet. Obwohl eigentlich jeder mal gehoert haben muesste, dass der Koerper durch die geringere Energieaufnahme zu einem Energiesparmodus provoziert werden kann.
Ihr wollt euch wohl alle das Leben schwierig machen, scheint es mir.

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 5 im Thema

Beitrag von MichiWell » Do 23. Nov 2017, 01:13

Mina hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 21:07
Meine aktuelle Einnahme ist: Morgens zwei Milchkaffee mit jeweils nem halben Teelöffel Zucker. Abends dann etwas aus der durchschnittlichen Oma´s Küche. Aber eben nur ne kleine Portion und keinen gehäuften Teller.
Hallo Mina,

darf ich mal fragen, ob das alles ist, was du pro Tag zu dir nimmst? Wie wenig Kalorien sind das wohl?
Ich frage mich, wie du da den ganzen Tag über genug Energie hast und leistungsfähig bist.
Ehrlich gesagt halte ich das für zu wenig, und es können schwerwiegende Folgeprobleme entstehen.

Selbst habe ich das Problem, dass ich mich schon immer an der Untergrenze des Normalgewichts bewege, und sehen muss, dass ich genug esse, um nicht abzunehmen. Als Kind war ich ein schlechter Esser. Aber irgendwann habe ich Spaß am Kochen gefunden, und das Essen hat mir auch besser geschmeckt.

Vor Jahren hatte ich das Verhalten meiner damaligen Lebensgefährtin übernommen. Ich habe morgens nichts mehr gegessen, nur noch Kaffee. Dafür hatte ich dann abends mehr Hunger und entsprechend gegessen. Die negativen Folgen dieses Essverhaltens haben sich dann ein paar Jahre eingestellt: Magenprobleme und ein unschöner Bauchansatz, obwohl ich sonst schlank bin. Das Problem ist, dass man beides nicht wirklich wieder los wird.

Von daher überlege dir gut, was du tust. Sprich vielleicht mal mit einem Ernährungsberater, denn allein auf meine Worte musst du gewiss nicht hören.


Liebe Grüße )))(:
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 6 im Thema

Beitrag von Mina » Do 23. Nov 2017, 05:33

Vielen Dank für Eure Einwände @Lina und Michi

Zunächst ist es einfach, das jeder Mensch tendenziell einen differenzierten Stoffwechsel hat. Das bedeutet, der Energieumsatz ist unterschiedlich. Den Energieumsatz zu erhöhen kann mich mehr essen lassen. Aber warum soll das nötig sein? Nur um meinen Bauch mit Sachen voll zu stopfen? Also ich mache mehr Sport um das rituelle Essverhalten aus zumeist zuckerhaltigen und kurzkettigen Kohlenhydrate, in Konformität zu den drei üppigen Mahlzeiten am Tag wieder auszugleichen? Ja natürlich, kann man so machen. )))(:

Anders aber, und ja, ich habe mich beraten lassen, ist es in der Regel unserem Verdauungsapparat ziemlich wurscht wann er wieviel an Nahrung über den Tag verteilt bekommt. Wiegesagt, Vorrausetzung: kein Befund und die Grundmenge an Kalorien.
Da ich regelmäßig meine Blutwerte untersuchen lasse, diese bisher immer top waren, meine Haare, Nägel und Haut super in Ordnung sowie meine Augäpfel weiß und klar, sonst keinerlei Vergiftungserscheinungen zu Tage treten, ich mich sehr wohl fühle, einen dauerhaft erholsamen Schlaf habe und mir das Leben sonst auch Spaß macht - sage ich Attacke. )):m

Andersherum gefragt, und das ist kein Urteil eher die Beobachtung, warum neigt der Moderne Mensch immer mehr zu Übergewicht? Alles faule Couchpotatoes welche durch „Zuckerkost“ zunehmen? Hmm...oder eher Nahrung im Überfluss da ist und man ja essen muss. Hat ja Oma immer schon gesagt. ;-)
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 7 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Do 23. Nov 2017, 07:21

Liebe Mina,

vielen Dank für diesen Thread. Wie ich in "meinem Thread" zu Beginn schrieb, habe ich im Jahre 2010 34 Kilo verloren. Damals mit 3 kleinen Mahlzeiten am Tag und 2 Snacks (Apfel, Banane, etc.) Hinzu kam ein wenig Sport, Fahrrad und Inliner und ich habe an 5 - 6 Tagen einen Sattelzug be- und entladen, hatte also einiges an Bewegung. Heute sitze ich gute 8 Stunden vorm Computer, telefoniere mit Menschen und bekomme auch nach Feierabend nicht den A.... hoch, mich zu bewegen. Außerdem habe ich bemerkt, das ich oftmals nicht esse, weil ich Hunger habe, sondern es geht nur um die Lust am Genuss. Das alles sind denkbar schlechte Voraussetzungen, das Gewicht spür- und sichtbar zu reduzieren. Ich muss da sehr hart an mir arbeiten und den inneren Schweinehund besiegen.

Liebe Grüße
Michelle
Polnischer Triathlon: Zu Fuß ins Freibad, mit dem Fahrad nach Hause^^

Vicky_Rose
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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 8 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 23. Nov 2017, 07:44

Ich denke, es ist nicht nur der Zucker. Obwohl der ja in geradezu unheimlichen Mengen in aufbereiteten Nahrungsmittel enthalten ist. Aber auch Fruchtzucker ist Zucker. Aber eine "gewichtige" Rolle dürften die Fette haben, vor allem die tierischen Fette. Dazu kommt, dass die tierischen Proteine sehr "hochwertig" sind, also viel Körperprotein aufbaut. Verbunden ist dies mit oftmals mit tierischen Fetten wie Wurst oder Käse. Maß halten und ausgewogen ernähren. Die Menge richtet sich auch nach dem Verbrauch.

Bewegung ist das A und O. Nicht nur für den Energiehaushalt. Es steigert massiv das Wohlbefinden und beugt z.B. Rückenschmerzen vor. Couchpotatoes bauen massiv Muskeln ab. Aber die braucht der Körper nicht nur zum Gewichte heben, sondern vor allem zur Stützung des Körpers. Schwach entwickelte Muskeln müssen bei hohem Gewicht verhältnismäßig mehr arbeiten. Wen wundern da Rückenschmerzen durch Verspannungen ?

Ich habe früher viel Sport gemacht. Nicht leistungsmäßig, sondern mit Freude an der Bewegung. Ich wog bei 1,86m ca. 65 kg. Dabei konnte ich essen, was ich wollte. Mit Anfang 40 kam die Änderung. Ich hatte viel weniger Bewegung, änderte auch meine Ernährung hin zu mehr Fleisch und ließ innerhalb weniger Jahre die 80 kg-Marke hinter mir. Meine Körperform änderte sich recht unvorteilhaft. Das sieht man wegen der Größe nicht so stark, aber als Bilder von mir am Strand sah, war ich ziemlich erschreckt.

Ich machte wieder mehr Sport und mein Wohlbefinden stieg wieder. Es ging mir ähnlich wie Mina. Bewegung machte mir Freude an der Bewegung und hatte viel Energie. Ich spürte meinen Körper wieder stärker und fühlte mich viel gesünder. Die Blutwerte waren alle in Ordnung. Auch die Gedanken und Gefühle in mir wurden gesünder.

Ich bin davon überzeugt, dass die Ernährung eine zentrale Rolle spielt. Aber die Lebensweise und die eigenen inneren Einstellungen sind ebenso wichtig. Ich darf eben nicht nur an einer Schraube drehen, sondern an allen. Dazu gehört auch eine positive Einstellung zum Alter. Wenn das Paket stimmt, ist vieles gewonnen.
Viele Grüße
Vicky

Conny-Andrea
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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 9 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » Do 23. Nov 2017, 08:02

Hallo ihr Lieben,

seit ich ein Kind war, habe ich alles gefressen, dass langsamer war als ich. Warum das so war kann ich nicht nachvollziehen. Und mit diversen Unterbrechungen (Diäten mit Jojo-Effekt) ging das immer weiter.
Mein Höchststand war Anfang dieses Jahres 149 kg. Plötzlich fand ich meine lange verlorene Selbstdisziplin zurück und seitdem habe ich eine neue Diät. Bis jetzt 43 kg Gewichtsverlust, ob es weitergeht, ob es aufhört, wer weiß das schon (siehe Michelle's Thread "Weg mit den doofen Kilos").

Mir ist bewusst, das Bewegung gesund ist, aber Sport lehne ich aus mehreren Gründen entschieden ab:

1. weil ich Sport nicht mag
2. weil ich nach einem Autounfall gehbehindert bin
3. weil ich Sport nicht mag
4. weil ich Athrose in verschiedenen Gelenken habe
5. weil ich Sport nicht mag

Mir ist auch bewusst, dass meine Art der Gewichtsreduktion nicht optimal ist, aber sie hat Erfolg und ich fühle mich wohl, und das ist für mich das Wichtigste. Mein CD hat damit wenig zu tun. Ich finde es aber schön, dass ich jetzt kleinere Größen tragen kann.

Liebe Grüße von Conny-Andrea

Jenina
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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 10 im Thema

Beitrag von Jenina » Do 23. Nov 2017, 08:55

Mädels,

das ist schon ein wichtiges Thema und hat eigentlich nichts mit trans* zu tun, es geht ja einfach nur um unsere Gesundheit.

Bei mir kam die Zäsur, als ich wegen eines Mobbingangriffs körperliche Beschwerden hatte und endlich zum Arzt gegangen bin. Diagnose zu hoher Blutdruck, schlechte Fettwerte und Zuckerwerte knapp an der Grenze. Ich hatte auch schon selber gemerkt, dass in meinem Leben etwas nicht stimmt, den "Ärger in sich reinfressen" - das scheint wohl tatsächlich so zu sein. Als ich beim zubinden der Schnürsenkel ins Schnaufen geriet merkte ich das dass da etwas zu viel war. Der Arzt sagte das auch, gegen den Blutdruck gab es Pillen, gegen das Andere nicht: eindrücklich wurde ich aufgefordert meine Gewohnheiten zu ändern. Leicht gesagt!

Doch, es geht. Allerdings war ich auch nicht radikal. Zuallererst wurde die Cola verboten, nach der ich schon süchtig war. Dann gab e sweniger Flesich und Wurst, es wurde auch bewusster gegessen, langsamer. Meine Frau machte da mit, denn auch sie wollte etwas schlanker werden. Die Süßigkeiten wurden reduziert, aber nicht drastisch, denn das hätte nur Heißhunger hervorgerufen. Das Ganze hat die Fettwerte und den Zuckerspiegel in den normalen Bereich gebracht.

Nur wurde das Gewicht nicht so viel geringer. Also eine Diät mit Eiweißpulver. Mag sein dass das nicht so gut ist, mir hat es jedenfalls geholfen. In Zusammenhang mit weiterer eiserner Disziplin bei der Essensumstellung ging das gut, es gab keinen Jo-Jo-Effekt.

Dann habe ich auch ein Problem: ich mag keinen Sport, noch nie... Trotzdem musste mehr Bewegung her, das sah ich ein. Also begann ich meine Wege mehr zu Fuss zurückzulegen, im Sommer zur Arbeit auch mit dem Rad zu fahren, keinen Fahrstuhl mehr, nur durchs Treppenhaus. Und dann noch Gymnastik für Rücken und Bauch. Nur ja nicht für die Oberarme: das geht für Jenina gar nicht, sieht ja aus wie ein Mann. :wink:

Damit bin ich jetzt auf 79 kg bei 1,80m. Nicht traumhaft, 75 kg wären mir schon lieber, aber dafür möchte ich mich nicht quälen müssen. Das Restfett stört als Mann überhaupt nicht und für Jenina gibts es Mittel das halbwegs zu verstecken. Die Hauptsache ist, dass ich mich so wohl fühle.

Fazit: es gibt nur einen Erfolg, wenn man das, was man vorhat, auf seinen inneren Schweinehund anpasst. Und nicht auf jeden kleinen "guten Rat" der Experten hört. Am schädlichsten ist wohl sich zu viel Druck zu machen.

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!

Anja
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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 11 im Thema

Beitrag von Anja » Do 23. Nov 2017, 12:49

Mahlzeit,

ich habe mal irgendwo gelesen "Einer schlechten Ernährung kann man nicht davon laufen" und ich habe auch schon selbst feststellen dürfen das da etwas dran ist.
Wie die eine oder andere von euch vielleicht weiß, habe ich mit meiner Frau zusammen 2 Monate Elternzeit genommen, die wir Urlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte gemacht haben. Natürlich isst man im Urlaub anders, es wird mehr gegrillt, Knabberzeug zum Film abends, nahezu täglich Kaffee & Kuchen. Auf mein geliebtes Bierchen abends wollte ich auch nicht verzichten...
Trotzdem ich mich viel bewegt habe während dieser Zeit. z.B. hab ich mit unserem Großen Fahrradfahren geübt und musste dann nebenher laufen, wir haben diverse Ausflüge gemacht, waren häufig schwimmen gewesen. Trotzdem habe ich es locker geschafft, in diesen 8 Wochen 10kg zuzunehmen.
Also ich sehe Sport nicht als die Schraube zum Abnehmen. Sport mache ich um mich besser zu fühlen, Muskeln und Ausdauer zu trainieren, aber abnehmen... Offensichtlich ist das der falsche Ansatz.
Alan Carr hat dazu mal geschrieben, das wäre ja so, als würde man ständig zu viel in sein Auto tanken und dann abends dann um den Block runden drehen um den übervollen Tank zu leeren. Und recht hat er!
Wenn man abnehmen will, sollte man beim Tanken ansetzen und nicht beim Verbrauch...
Ich esse meistens zu viel, da ich so erzogen wurde, das ich meinen Teller leer zu essen habe. Egal ob ich satt bin oder nicht. Es fällt mir bis heute schwer, dieses Verhalten abzulegen. Ich arbeite daran, mir nicht so große Portionen aufzufüllen, bzw. nicht so oft nachzunehmen. Gelingt nicht immer, aber es wird!
Und das mit dem Sparmodus des Körpers ist ein Mythos. Zumindest habe ich bisher noch von keinem Beweis gelesen.
Wie auch in dem anderen Thread "weg mit den doofen Kilos" kann ich hier auch noch mal das Buch "Fettlogik überwinden" empfehlen. Das räumt mit vielen Irrtümern auf, die immer wieder verbreitet werden. Und zeigt einen Weg auf, um dauerhaft ein Wohlfühlgewicht zu erreichen.
Ich hab immer wieder den Eindruck, das gesund mit wenig Kalorien gleichgesetzt wird. Fleisch ist wesentlich nahrhafter als Obst oder Gemüse. Auch Fleisch enthält Vitamine.
Niemand würde auf die Idee kommen, den Krafstoff (um beim obigen Bild zu bleiben) als den besten anzupreisen, der am wenigsten Energie, am wenigsten Reichweite liefert.
Wir leben in einer Welt, in der wir uns aussuchen können was wir essen. Das ist Luxus pur. Die Hälfte der Weltbevölkerung ist froh wenn sie überhaupt satt wird.
Also wenn man bewußt weniger Energie zu sich nehmen möchte, sind kalorienarme Nahrungsmittel sicherlich die bessere Wahl. Aber deswegen sind sie noch lange nicht gesünder.

Grüße
die Anja
WER WILL FINDET WEGE. WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE.

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 12 im Thema

Beitrag von Brigitta » Do 23. Nov 2017, 14:34

Hallo Ihr Lieben,
(moin)
da auch ich unter dem "Jojo"-Effekt leide und - über's Jahr gesehen - immer wieder versuchen muss auf mein "Normalgewicht" (Betonung auf 'mein') zu kommen,
hier mal ein Vorschlag, was zum Abnehmen mit beitragen könnte. Wie Anja schon bemerkte:
Wenn man abnehmen will, sollte man beim Tanken ansetzen und nicht beim Verbrauch...

kann ich nur empfehlen, die Nahrungsaufnahme zu ändern.
Ich schaffe das - für einen absehbaren Zeitraum - u.a. dadurch, dass ich völlig auf mein Abendessen verzichte.
Es ist zwar anfangs unangenehm. mit knurrendem Magen ins Bett zu gehen, das Hungergefühl kann ich aber zum Schlafengehen leichter wegdrücken als tagsüber ... :mrgreen:

Liebe Grüße
Brigitta ))):s
Nicht jede Frau kann eine Gazelle sein. (Elena Uhlig)

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 13 im Thema

Beitrag von Mina » Do 23. Nov 2017, 16:47

Brigitta hat geschrieben:
Do 23. Nov 2017, 14:34
"Jojo"-Effekt leide
Dazu gibt es einen bemerkenswerten Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 31107.html

Und 800 Fresspunkte schaffe ich auch am Tag, trotz meiner neuen Essgewohnheit. )))(:

Vielleicht noch interessant zu lesen:

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/A ... en100.html

https://www.wissenschaft-aktuell.de/art ... 90290.html

https://www.wissenschaft-aktuell.de/art ... 90241.html


Edit: Fasst vergessen noch mit einem Märchen aufzuräumen, ups: http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund ... 10890.html
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 14 im Thema

Beitrag von Donna » Do 23. Nov 2017, 16:49

Hallo Mädels.
ich muss zugeben das seitem ich mich als Teilzeitfrau bewege achte ich auch mehr aus das was ich esse bzw auf meine Figur.
Wenn jch en femme bin stört mich auch mein Bäuchlein. Sieht im Kleid nicht so chic aus.

Aber macht Euch nicht verrückt.

Wenn ich unzufrieden mit meinem Körper bin dann sollte ich was tun. Was das ist muss jeder für sich allein rausfinden.

Egal was es ist, sollte man auch langfristig durchziehen können.

Ob es Sport ist. (Wobei es nicht hilft sich z.b. nur im Fitnessstudio anzumelden/mann sollte dann auch regelmäßig hingehen)

Oder die Ernährung.
Es gibt so viele Programme/ Theorien. Hier gilt es das mann das auch langfristig durchziehen sollte.
Ich finde z.b. Käse unter 20Prozent Fett nicht lecker und ich könnte nicht auf Wurst verzichten. Aber ich habe versucht langsam zu Essen sodass das Hungergefühl schneller kommt.

Ich denke aber auch das die Werbung uns ein Bild von der perfekten Frau vorgaukelt das sehr schwer umzusetzen ist.

Vorallem die die schon ein wenig älter sind.

Ein paar Pfunde zuviel finde ich voll in Ordnung.

ulla
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Re: Ernährung? Gewicht und Notwendigkeit?

Post 15 im Thema

Beitrag von ulla » Do 23. Nov 2017, 17:24

Hallo Donna
Gut Speisen gehört zum Leben.Jedoch spielen die Menge und Qualität eine wichtige Rolle dabei.
Gruß Ulla

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