Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht
Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht - # 2

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Astrid
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 16 im Thema

Beitrag von Astrid » Mi 22. Nov 2017, 16:34

sbsr hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 15:29
johanna-moritz hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 15:14
Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Sry wenn das OT ist, aber solche Aussagen nerven mich. Natürlich hast Du Recht, es wäre so einfach. Nur doof wenn dadurch Job und Ehefrau weg sind :x
Aber es liest sich gut. Hat sowas herrlich Schnodderiges.
Es muss ja nicht gerade die Partnerin oder der Chef sein, aber gegenüber manchen Leuten , auf die man so trifft, wirkt das Wunder. Man muss sich nicht vor jedem Hansel rechtfertigen.

---

Dem Themenstarter meine Glückwünsche zur Genesung! Bis zum nächsten Besuch.
Wichtige Erkenntnis: F64.x und F65.x sind heilbar! Öfter mal fremdgehen.

Liebe Grüße - Astrid

Vicky_Rose
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 17 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 22. Nov 2017, 16:50

Jenina hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 12:13
Aber losgeworden ist es wirklich noch keiner, sofern er ehrlich war und nicht vor lauter gezwungener Unterdrückung nicht zur Rückkehr der Gefühle steht.
Das ist eine mutige Behauptung. Nur weil hier niemand darüber schreibt, ist es noch lange nicht wahr. Warum sollte denn hier noch jemand schreiben, der/die es tatsächlich "geschafft" hat ? Und wenn dieser Mensch es schriebe, würde man es bezweifeln. So nach dem Motto: "Es hat ja noch niemand geschafft. Warte nur ein paar Wochen oder Monate".

Das Thema kann man auf mindestens zwei Ebenen sehen. Erstens: die gesellschaftliche Anerkennung und zweitens die persönliche Anerkennung des eigenen Körpers/Seele. Das sollte man nicht verwechseln, obwohl es Verbindungen gibt. Viele schreiben, dass sie körperlich männlich bleiben wollen, aber eben nur zeitweise in die weibliche Rolle schlüpfen. Bei manchen kommt eine Ablehnung des männlichen Geschlechts im Allgemeinen dazu. Aber ist das wirklich so tief verankert, dass eine Veränderung unmöglich ist ?

Ich tendiere dazu, dass Menschen gibt, denen eine Veränderung nicht möglich ist. Aber ich glaube auch, dass für Andere nicht gänzlich unmöglich ist. Mit Zwang lässt sich definitiv nichts verändern. Dazu gehört ein inneres Wollen. Vielleicht kommt es ja auch aus dem Belohnungzentrum, dass mich das Gegengeschlechtliche anzieht ? Wer hat den Mut, sich von seinen weiblichen Sachen freiwillig zu trennen ? Ich meine nicht, sie in Verzweiflung wegzuwerfen oder um etwas abzuschwören. Brauche ich dieses Gefühl von weiblicher Kleidung wirklich ? Ich bezweifle das für mich. Ich könnte ohne diesen Wunsch viel ruhiger leben, viel Geld und Zeit sparen und den Kopf für andere Dinge frei haben.

Lasse ich die erotische Komponente weg, wobei ich glaube, dass das nicht geht, bedeutet en femme zu sein, in einer anderen Welt zu leben. Ich meine das mehr im Sinne einer anderen "inneren" Welt. Es ist eine Flucht vor meinem täglichen Leben. Das hilft mir, zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen vom Druck des Alltags. Mein Belohnungszentrum quittiert das mit Jubelchören. Aber ist diese Selbsttäuschung, psychologisch betrachtet, dann nicht "hausgemacht" ?

Mir kommt da eine Idee in den Sinn. Bei Depressionen (Melancholie) hilft intensive körperliche Bewegung. Was passiert, wenn man statt dem Wunsch en femme zu sein, eine Runde Laufen geht ? Positiv ist das für Herz, Kreislauf, Lunge, Körpergewicht etc. allemal. Die Frage ist, wollen wir wirklich auf das Dressen verzichten ?

Ich bin in dieser Frage etwas gespalten ...
Viele Grüße
Vicky

JackieBond
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 18 im Thema

Beitrag von JackieBond » Mi 22. Nov 2017, 17:30

Hi Leute,

also da hab ich ja was angerichtet. Ich wollte Euch nicht zu nahe treten und/oder Euch was ausreden...
Hier nun ein paar Info's im Detail:

Wer den Beitrag richtig gelesen hat, merkt vielleicht dass ich mich
durchaus auf dem Boden der Realität befinde. Frauenmode finde
immer noch superklasse und gehe auch gerne mit meiner Frau tolle Sachen
einkaufen (man höre und staune..).

Natürlich fragte ich mich "wenn meine Frau meine Neigung stärker toleriert hätte, ja dann..." - Hätte hätte - Fahrradkette
Sie hat und sie tut es nicht tolerieren - Punkt! Muss sie auch nicht, aber Petting und Sex könnten wir doch trotzdem haben?...

Aber ich kann meine Frau noch so begehren, ihr Geschenke machen, ihr die Kinder abnehmen,
für sie da sein... Es kommt nicht zur Zweisamkeit, sie steht auf die platonische Kiste.
Das hab ich jetzt über 10 Jahre mitgemacht und eine Veränderung ist nicht in Sicht...
Vermutlich bin ich nicht der Typ Mann den meine Frau bräuchte..

Ich habe mir persönlich folgendes vorzuwerfen:
1. Ich habe die letzten Jahre es geschehen lassen ohne etwas zu unternehmen und damit eine Lücke geschaffen,
die jetzt eine Geliebte ausfüllt (rosa Wolken hin oder her)
2. Ich habe mich von der Phantasiewelt der Frauenkleidung völlig einnehmen lassen.
Damit muss ich klarkommen...
Wer mir aber hier mit Moral kommt, der kann sie behalten und "kehre vor seiner eigenen Tür"...

Ich wollte Euch nur berichten, wie die romantische Liebe einer Frau mir
einen anderen Weg offenbart hat. Wenn jemand das Thema rund um
das Tragen von Frauenkleidung nicht als Belastung empfindet, so ist
das aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Vielleicht kommt diese Neigung
ja wieder mit geballter Macht zu mir zurück, aber ich würde damit dann anders umgehen.

Alles klar? Ich schreib Euch von Zeit zu Zeit was sich ergeben hat...

Viele Grüße

Jackie Bond

P.S.: Da dieses Thema erst kürzlich geschehen ist, habe ich mich jetzt erst registriert

Nora_7
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 19 im Thema

Beitrag von Nora_7 » Mi 22. Nov 2017, 19:32

Irgendwas irritiert mich: Keine "Schwester" mehr, dafür jetzt im Forum? Welche Botschaft steht dahinter?

Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.

ascona
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 20 im Thema

Beitrag von ascona » Mi 22. Nov 2017, 23:10

ich sehe das etwa so wie cristelle:
cristelle hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 12:02
ich mache auch Pausen vom "Frausein" besonders wenn ich sehr viel Sport betreibe und verstehe in dieser "Auszeit" nicht was ich an den Sachen eigentlich schön finde. ABER ich habe gelernt das wenn "Cristelle" sich meldet sie sehr wohl was an den Sachen findet....es ist ein HIN UND HER.
... bzw so: man nimmt es als eine Art sich was gutes zu tun, glücklich zu sein.
Wenn man wegen einer neuen Liebesbeziehung glücklich ist, dann braucht man es nicht. Wenn man wegen viel Sport treiben glücklich ist, braucht man es auch nicht.
Wenn man nichts hat und nicht ausgefüllt ist, dann weiss man, da hat man doch noch was, und dann bekommt es wieder einen grösseren Platz im Leben.

Also ist es doch ganz normal, wenn Jack Bond es erst mal nicht mehr braucht. (ap)
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 16:50
Jenina hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 12:13
Aber losgeworden ist es wirklich noch keiner, sofern er ehrlich war und nicht vor lauter gezwungener Unterdrückung nicht zur Rückkehr der Gefühle steht.
Das ist eine mutige Behauptung. Nur weil hier niemand darüber schreibt, ist es noch lange nicht wahr. Warum sollte denn hier noch jemand schreiben, der/die es tatsächlich "geschafft" hat ? Und wenn dieser Mensch es schriebe, würde man es bezweifeln. So nach dem Motto: "Es hat ja noch niemand geschafft. Warte nur ein paar Wochen oder Monate".
genau ! Es ist gut wenn einer das mal schreibt, daß er es "geschafft" hat. Dann gibt es noch Hoffnung auf Rettung vor dem Verderben ! :roll:

Gruss, ascona

Jenina
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 21 im Thema

Beitrag von Jenina » Do 23. Nov 2017, 07:53

Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 16:50
...
Ich bin in dieser Frage etwas gespalten ...
Liebe Vicky, ich weiß... (smili)

Wir kennen uns jetzt schon ziemlich lange (und es wäre gut wenn wir mal wieder persönlich zusammenkommen könnten). Aber gerade Du bist ein leuchtendes Beispiel dafür dass man es nicht los wird. Wie viele Auf und Ab hast Du schon hinter Dir? Und - ist es jetzt für immer weg?

Diese vertrackte trans* Sache steckt einfach zu tief in unserer Persönlichkeit. Sie ist keine Krankheit die man behandeln kann. Sie ist Teil unseres Ich. Und da soll sie verdammt noch mal auch ihren gebührenden Platz einnehmen. Eben mal mehr, mal weniger bei uns Transvestiten (oder Crossdressern für die empfindlichen Naturen).

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 22 im Thema

Beitrag von cristelle » Do 23. Nov 2017, 08:01

Jenina hat geschrieben:
Do 23. Nov 2017, 07:53
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 16:50


Diese vertrackte trans* Sache steckt einfach zu tief in unserer Persönlichkeit. Sie ist keine Krankheit die man behandeln kann. Sie ist Teil unseres Ich. Und da soll sie verdammt noch mal auch ihren gebührenden Platz einnehmen. Eben mal mehr, mal weniger bei uns Transvestiten (oder Crossdressern für die empfindlichen Naturen).

Liebe Jackie,

Janina hat da völlig recht. Es ist ein Teil von uns. also nichts was man "heilen" müsste oder loswerden oder schon garnicht als Dämon bezeichnen sollte. Wenn wir es "loswerden" überdecken wir nur und verneinen einen Teil unserres Ich`s. Aber besiegen ? Es würde uns ein Teil fehlen...
Aber wenn uns etwas fehlt haben wir auch nichts davon....
greetings
cristelle

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 23 im Thema

Beitrag von cristelle » Do 23. Nov 2017, 08:02

achherrje wieder mal zu schnell die tasten gedrückt....
peinlich....

Vicky_Rose
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 24 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 23. Nov 2017, 08:33

Wie viele Auf und Ab hast Du schon hinter Dir? Und - ist es jetzt für immer weg?
Ja, Du hast recht, es waren schon einige. Aber ein Beispiel bin ich deshalb noch lange nicht. Ich habe sehr intensive Phasen des Transens hinter mir. Aber ich habe auch sehr lange Phasen (ich spreche von Monaten, teilweise von ein bis zwei Jahren), da spielt es für mich keine Rolle. Mir ist zumindest ein deutlich entspannteres Verhältnis zu meinem Transen gelungen. Ich kämpfe nicht dagegen an, wenn es mich "überfällt", sondern ich versuche, mich damit positiv auseinander zu setzen.

Was heißt das ?

Es geht mir z.B. um meine Motivation. Was ist der Grund, dass ich mich in eine Traumwelt zurück ziehe ? Da gibt es viele Anlässe: von der mentalen Auszeit bis hin zum Leben des anderen Geschlechts. Es ist aber in jedem Fall eine Flucht vor den gegebenen Realitäten. Diese kleine Fluchten brauchen alle Menschen. Sie äußeren sich nur unterschiedlich. Manche trinken einen über den Durst, andere machen einen Kurzurlaub im Kloster. Was auch immer, es hilft uns bei den Widrigkeiten im Alltag gesund zu bleiben.

Andererseits bin ich auch in der Lage, Druck als Mann auszuhalten und es überkommt mich nicht der Wunsch nach einer Auszeit en femme. Es ist also nicht zwangsläufig. Man kann es als einen Teil meines Reaktionsspektrums sehen. Das ist dann sicher eine Persönlichkeitsfrage, aber Persönlichkeitsaspekte sind veränderbar.

Die Frage, die ja so oft hoch kommt, ist die nach den Aspekten, die aus eigener Kraft unveränderlich sind. Aber genau dort fehlen uns die Möglichkeiten, das wirklich zu bestimmen. Beispiele sind dazu nicht geeignet. Und Dein "für immer" kann man schon gar nicht bestimmen, da uns die Möglichkeiten fehlen, das zu messen. Wir wissen ja nicht einmal, was wir wo messen sollten. Deshalb werfe ich meine Frauenkleider auch nicht weg, sondern behalte sie griffbereit im Schrank. Ich werde wahrscheinlich niemals sagen können, ich sei "es" losgeworden. Das sehe ich immer nur im Rückblick.

Auch eine Ehe wird für ewig geschlossen. Böse Zungen behaupten jedoch, dass jede Ehe geschieden wird. Bei manchen kommt eben der Tod zuvor. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in Frauenkleider sterbe, dürfte eher gering sein. Das bedeutet, dass es mir am Ende doch gelingen wird, mich vom "en femme-Drang" dauerhaft zu lösen ... :roll: :wink:

EDIT:
@Jenina: Du schreibst in Deinem Beitrag in https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 46#p183046 über Deine Maßnahmen zur Gewichtsreduktion. Man könnte hier ebenfalls schreiben, "jede/r unterläge dem Jojo-Effekt". Es ist nur eine Frage der Zeit.Woher weißt Du, dass Du nicht wieder "rückfällig" wirst ? Wir nehmen an, dass man manche Dinge dauerhaft "überwunden" haben. Aber können wir uns da jemals ganz sicher sein ?
Viele Grüße
Vicky

juli
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 25 im Thema

Beitrag von juli » Do 23. Nov 2017, 20:23

Was für ein Thread,

Großartig ...
Ich finde mich in deiner Beschreibung sehr sehr gut wieder!!!
Heimlich Weiblich/Ehe/nicht ausgelebte Sexualität/Geliebte ...die mich verstehten und bestätigen ... ich habe so meine Traumfrau gefunden!
DANKE für die Schilderung deiner (und meiner damaligen) Gefühlswelt

Und ich denke die meisten im Forum bestätigen deine Schilderung grundsätzlich ebenso.
Parallelen zu deiner Entwicklung findest du auch überall hier im Forum.
Daher auch die Aufregung ...DAS geht nicht weg ;-)

DER UNTERSCHIED liegt in Wort ZWANG
DER ZWANG ... wird doch komplett subjektiv erlebt.

ABER.... sich weiblich zu kleiden erleben die meisten von uns eben nicht als Zwang, sondern als Befreiung,....

Ich für meinen Teil reflektiere pausenlos wie viel Weiblichkeit ich generell in meinem Leben integriere.
Ein Genuss-Raucher würde seine Sucht doch nie als Zwang bezeichnen, er raucht weil es ihm schmeckt, weil nur so das Essen, der Sex ... die Welt ...perfekt ist!
Ein Nichtraucher würde das ggf. als zwanghaftes Suchtverhalten bezeichnen ....Der Raucher nimmt ggf. sogar das Raucherbein für den Genuss in Kauf.

Ich für meinen Teil reflektiere pausenlos wie viel Weiblichkeit ich generell in meinem Leben brauche weil es mich ausbalanciert und mir als Mensch gut tut.
Sehr bewusst beschäftige ich mich damit wie viel Weiblichkeit ich mir als „Extra-Juli-Special“ zu gestehe, um mich weiter zu entwickeln, mich in neuen Rollen und Situationen auszuprobieren...
Ja manchmal ist da ein gewollter bewuster "Zwang" mit im Spiel ...
Columbus hat sich sicher auch "überwinden" müssen - nicht umzukehren-
Odysseus hat sich an den Mastbaum binden lassen um den Gesang der Sirenen zu hören ....
Ja nenne es Zwang und den Mut damit umzugehen,
Zwang kann uns auch Türen aufstossen.

Für mich ist es ein "Zwang" Krawatte zu tragen (Spielbank; Heirat; Beerdigung, Banker als Beruf...)
Ich gab dem Zwang ein Leben lang nicht nach und bin auch kein Banker geworden.
Für mich war klar, ich werde in meinem Leben NIE (weder als Mann oder Frau) eine Krawatte getragen. ---
Mein ganz subjektiver „kranker“ Zwang ... auf den ich sehr stolz bin!
(oder kennt ihr Viele die ein Leben lang ohne Krawatte durch halten? grins)


Wissen um konkrete Schritte x gewünschts Ziel
--------------------------------------- = Veränderung
Leidensdruck


Liebe und Lebe deine rosa Wolke!
Ich fliege damit um die Welt ... und will noch mehr ....

Schreib mal wieder ... ;-)
Die Zukunft war früher auch besser

MichiWell
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 26 im Thema

Beitrag von MichiWell » Do 23. Nov 2017, 20:39

Vicky_Rose hat geschrieben:
Do 23. Nov 2017, 08:33
Wie viele Auf und Ab hast Du schon hinter Dir? Und - ist es jetzt für immer weg?
Ja, Du hast recht, es waren schon einige. Aber ein Beispiel bin ich deshalb noch lange nicht. Ich habe sehr intensive Phasen des Transens hinter mir. Aber ich habe auch sehr lange Phasen (ich spreche von Monaten, teilweise von ein bis zwei Jahren), da spielt es für mich keine Rolle. Mir ist zumindest ein deutlich entspannteres Verhältnis zu meinem Transen gelungen. Ich kämpfe nicht dagegen an, wenn es mich "überfällt", sondern ich versuche, mich damit positiv auseinander zu setzen.
Hallo Vicky,

mir ging es in der Vergangenheit genau so. Die längste Phase war fast 2 Jahre, und danach kam Michi um so stärker zurück. 2 Tage nach der Hochzeit hatte ich einen krassen Rückfall, und wahrscheinlich habe ich es nur den damals günstigen Umständen zu verdanken, dass ich nicht aufgeflogen bin.

Seit gut 10 Jahren bin ich dazu übergegangen, mein Regelverhalten zu verbessern, mehr Stetigkeit hinein zu bringen und meine weiblichen Anteile gleichmäßiger auszuleben, weil die extremen Schwankungen auch zu starker negativer emotionaler Belastung führten. Ich hatte immer mit Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen zu kämpfen, und mich damit nicht mehr wohl gefühlt. Das habe ich überwinden können.

So muss jede ihre eigene Lösung finden, und ich denke schon, dass du ein Beispiel bist, eines von mehreren. :wink:


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 27 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Do 23. Nov 2017, 21:42

Ich denke, Jackie hat es durchaus richtig beschrieben, wie er es wahrgenommen hat.

Viele Dinge übernehmen wir ja schon in der Kindheit, wo die Welt noch "archetypischer" betrachtet wird, denn wenn Du nicht artig bist, dann.... oder wenn Du nicht das tust, was ich sage... Jeder hat Zwänge verinnerlicht und hat nur noch in Extremen Situationen das Gefühl, wie unter "Zwang" zu handeln, weil das Gefühl sonst ausgeblendet wird. Und was tun wir? Wir schieben es auf den alltäglich gebräuchlichen und gesellschaftlich verharmlosten Begriff "Stress", denn Stress ist nix anderes, wie Dinge zu tun, die wir gar nicht wollen. Die Pflicht ruft, Du hast Verantwortung,, sei doch bitte so lieb... sind dann noch nette aber schon bestimmende "Schlüsselwörter"
Und wer "Burnout" hat, wird als faul, als Weichei, als Simulant oder wer weiß wie herablassend verurteilt oder beschimpft und das "Ego", das sich fälschlicher Weise als Zentrum Selbst betrachtet baut sich auf, hat es doch keinen anderen Bezugspunkt zur Stärke, als Macht zu haben, über die es sich definiert.
Das Unterbewußtsein ist in der Lage, einiges zu kompensieren, aber irgendwann trifft es eine Schwachstelle im Körper, wenn keine Kompensationsmöglichkeit mehr vorhanden ist. Es ist Fakt, das es viele "Erkrankungen" unserer westlichen Welt in den alten letzten überlebenden Stämmen der Ureinwohner gar nicht gibt.

Es geht letztendlich ja nicht mehr darum, das ICH die Kleidung "unbedingt" tragen möchte/will (ein verinnerlichter Zwang?) sondern ich bin ich selbst und trage die Kleidung nur, wenn ich WIRK-lich LUST (darauf) habe ;) Denn das Paradoxe ist ja, viele von uns mussten sich ja anfangs oft mit Alohol "betäuben" oder enthemmen, um es zu ertragen, was für mich bedeutet, das ich die "enthemmende" Wirkung des Alkohol benutzt habe um einfach mal dieses tiefgehende Lustempfinden zuzulassen. Vielleicht liegt da ja auch die große Angst drin, das es irgendwann nachlässt, wo es sich doch so schön anfühlt und dem "vorbeugen" will? Ich habe mich selbst gewundert in den letzten Wochen, das es nachliess, das Bedürfnis und da schwang auch leicht diese oben beschriebene Angst mit, aber hab sie einfach mal zugelassen und plötzlich merke ich, das es auch einfach mal schön ist, sich es in der Phantasie mal wieder nur vorzustellen, was ja die Vorfreude auch ein wenig steigert, und mein Kopf ist wieder "frei" für andere Dinge.

Selbstverwirklichung ist, wenn sich das ICH nicht selbst verwirklicht, sondern dem SELBST zu seiner Verwirklichung verhilft. Gestern und heute sind meine neu bestellten Bücher gekommen und wie ich es so häufig mache, einfach mal kurz aufschlagen und ne kleine Leseprobe mittendrin genommen und da tauchte doch "zufällig" dieser Satz auf. Das macht Lust auf mehr und ich freu mich schon drauf :D War es nicht ein Philosoph, der sagte, es gibt keine "Zufälle", nur kosmische Notwendigkeiten. Betrachteteinfach mal, wann und wie unbewußt dieses Wort benutzt wird und in welchen "emotionalen" Zusammenhängen ;)

LG

ChrisTina
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

heike65

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 28 im Thema

Beitrag von heike65 » Fr 24. Nov 2017, 04:37

JackieBond hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 17:30
Hi Leute,

also da hab ich ja was angerichtet. Ich wollte Euch nicht zu nahe treten und/oder Euch was ausreden...
Hier nun ein paar Info's im Detail:

Wer den Beitrag richtig gelesen hat, merkt vielleicht dass ich mich
durchaus auf dem Boden der Realität befinde. Frauenmode finde
immer noch superklasse und gehe auch gerne mit meiner Frau tolle Sachen
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Natürlich fragte ich mich "wenn meine Frau meine Neigung stärker toleriert hätte, ja dann..." - Hätte hätte - Fahrradkette
Sie hat und sie tut es nicht tolerieren - Punkt! Muss sie auch nicht, aber Petting und Sex könnten wir doch trotzdem haben?...

Aber ich kann meine Frau noch so begehren, ihr Geschenke machen, ihr die Kinder abnehmen,
für sie da sein... Es kommt nicht zur Zweisamkeit, sie steht auf die platonische Kiste.
Das hab ich jetzt über 10 Jahre mitgemacht und eine Veränderung ist nicht in Sicht...
Vermutlich bin ich nicht der Typ Mann den meine Frau bräuchte..

Ich habe mir persönlich folgendes vorzuwerfen:
1. Ich habe die letzten Jahre es geschehen lassen ohne etwas zu unternehmen und damit eine Lücke geschaffen,
die jetzt eine Geliebte ausfüllt (rosa Wolken hin oder her)
2. Ich habe mich von der Phantasiewelt der Frauenkleidung völlig einnehmen lassen.
Damit muss ich klarkommen...
Wer mir aber hier mit Moral kommt, der kann sie behalten und "kehre vor seiner eigenen Tür"...

Ich wollte Euch nur berichten, wie die romantische Liebe einer Frau mir
einen anderen Weg offenbart hat. Wenn jemand das Thema rund um
das Tragen von Frauenkleidung nicht als Belastung empfindet, so ist
das aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Vielleicht kommt diese Neigung
ja wieder mit geballter Macht zu mir zurück, aber ich würde damit dann anders umgehen.

Alles klar? Ich schreib Euch von Zeit zu Zeit was sich ergeben hat...

Viele Grüße

Jackie Bond

P.S.: Da dieses Thema erst kürzlich geschehen ist, habe ich mich jetzt erst registriert

Ach ich denke das war doch alles recht glimpflich,oder ?
Moralisch musste selber damit klarkommen
Ich denke nur das du deiner neuen Geliebten reinen Wein einschenken solltest, sprich das du auf Frauenklamotten stehst.
Stell dir nur vor du verlässt deine Frau (oder sie verlässt dich) für die neue, und nach dem reiz der ersten wochen und deinem dann langsam folgendem outing ist wieder 10 Jahre nichts ausser vielleicht handbetrieb oder spezieller puff etc

Heike

ULI67
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 29 im Thema

Beitrag von ULI67 » Fr 24. Nov 2017, 06:41

Also, das Thema verschwindet nicht einfach, das habe ich auch erst einmal lernen müssen. Hätte ich das früher gewusst, wäre mein Leben anders verlaufen. Egal kann man nicht ändern. Bitte kläre deine Freundin auf, das spart ihr und dir viele Tränen. Wenn du Glück hast und sie dich damit immer noch liebt, hast du ein glückliches Leben, wenn sie aber nur den Mann in dir liebt... dann wird das nichts. Hört sich böse an, aber ist leider so. Als erstes musst du aber dich selbst akzeptieren.. ich denke das kann dir hier auch 100x bestätigt werden. WIR SIND WIE WIR SIND UND KÖNNEN DA NICHT RAUS, wir können nur lernen damit zu Leben.
Ja... ich bin eine Frau 👩

Olivia
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 30 im Thema

Beitrag von Olivia » Fr 24. Nov 2017, 11:43

Hallo JackieBond,

Du hast geschrieben:

"ich habe kürzlich ein holdes weibliches Wesen kennengelernt und ... mit einem Mal ist dieses über 20 Jahre entwickelte Zwangsgefühl feminine Kleidung zu tragen, wie ein Kartenhaus in sich zusammengestürzt. ..."

Ich muss Dich leider beunruhigen: Sobald diese neue Frau in Deinem Alltag Routine geworden ist, kommt das Verlangen nach weiblicher Kleidung zurück - das war bei mir so, das war bei anderen so und es wird bei Dir auch so sein. Dieses "Verlangen" ist nur für kurze Zeit nicht erkennbar, aber es ist nicht weg. Wir habe "es" und wir haben "es" für immer - glaub mir das...

Liebe Grüße von Olivia

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