Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht
Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Antworten
JackieBond
Beiträge: 7
Registriert: Mo 20. Nov 2017, 20:48
Geschlecht: männlich
Pronomen: Er
Wohnort (Name): Ludwigsburg
Membersuche/Plz: 71636
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal
Gender:

Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 1 im Thema

Beitrag von JackieBond » Mi 22. Nov 2017, 11:13

Hallo Leute,

bis vor kurzem hat das Tragen von femininer Kleidung (also das ganze Programm inkl. Unterwäsche) zu meinem
Leben gehört. Bei mir löste es eine unglaubliche Erregung seit der Pubertät aus - mit den entsprechenden
Folgen für die Psyche und Umwelt etc.

Mein Leben in Kürze: Freundinn(en), Beruf, der Frau das Thema gebeichtet, von ihr Akzeptanz aber wenig Toleranz erfahren,
geheiratet, 2 Kinder, der "blanke" Alltag... Soviel zur Vorgeschichte - Der Zwang die feminine Kleidung als "Ventil"
für den männlichen Stressabbau einzusetzen und sich in eine Phantasiewelt zu stürzen war vorprogrammiert.
Strumpfhosen und BH's unter der normalen Kleidung, Selbstbefriedigung, ab und zu ins Dirndl geworfen, Sucht
nach Damenschuhen, zu Karneval als Frau, Selbstzweifel ob nicht doch transsexuell... - alles gehörte zu meinem Leben dazu.

DANN ABER - ich habe kürzlich ein holdes weibliches Wesen kennengelernt und jetzt kommt's! Sie begehrt mich so wie ich bin, also
als Mann. Sie liebt die Art wie ich rede, wie ich singe, wie ich handele, wie ich die Dinge anpacke. Wir begehren uns
so arg, dass es schon fast schmerzt. Sie gibt mir das Gefühl begehrt zu sein und das "läuft runter wie Öl"...
Dinge die ich von meiner Ehefrau niemals erfahren konnte, weil sie das irgendwie nicht kann und immer unter Selbstzweifeln
leidet, egal was ich die Jahre unternommen habe.

MIt einem Mal ist dieses über 20 Jahre entwickelte Zwangsgefühl feminine Kleidung zu tragen, wie ein Kartenhaus in sich zusammengestürzt.
Natürlich lösen sich über so viele Jahre entwickelte Zwänge nicht über Nacht auf. Ich find Strümpfe oder Unterwäsche immer noch schick, aber eben nicht
mehr unbedingt an mir, sondern an der Geliebten!
Manchmal prüfe ich mich selbst und ziehe etwas aus dem besonderen Kleiderschrank an. Aber das hat nicht mehr den Effekt wie zuvor.
Es ist nicht unangenehm aber - bitte verzeiht den Ausdruck - der "Dämon" ist verschwunden und hat keinen Raum mehr.

Wenn meine Gattin meine nun abgelegte Neigung komplett tolerieren und mich darin bestärken würde, gäbe es wohl
keine Grund den Zwang "aufzugeben". Allerdings ist das wohl für die meisten (Ehe-)Frauen zuviel verlangt und wohl blanke Utopie...

Selbst wenn die Beziehung zur Geliebten nicht gelingt, habe ich doch gelernt, dass ich mich wohl auf dem Irrweg befand.
Ob der Zwang zurückkommt, kann ich nicht beurteilen, aber er beherrscht nicht mehr mein Leben.

Vielleicht hilft es der/dem interessierten LeserIn - womöglich in ähnlicher Situation befindlich - einen alternativen Lebensweg
zu sehen. Also dann macht's gut und keinen Stress ))):s

Jackie Bond

Anja
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 758
Registriert: Di 26. Jan 2016, 09:45
Geschlecht: Transfrau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Buchholz in der Nordheide
Membersuche/Plz: 21244
Hat sich bedankt: 1084 Mal
Danksagung erhalten: 1015 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 2 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 22. Nov 2017, 11:31

Hallo Jackie,

ich glaube nicht, das die Neigung Damensachen schön zu finden dein Irrweg darstellt, eine Geliebte neben der Ehefrau schon eher. Aber ich beurteile nicht...
Mir ging es früher genauso, das in einer frischen Beziehung andere Dinge in den Hintergrund traten. Für eine gewisse Zeit.
Der Drang war nicht weg, er war nur von anderen (Glücks)Gefühlen überlagert.
Du wärst der erste Fall von dem ich höre, der diesen Drang ablegen konnte. Nahezu unglaublich...

Grüße
die Anja
"Ein in sich gespaltenes Haus kann keinen Bestand haben"

Dolores59
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1366
Registriert: Sa 16. Jan 2016, 00:13
Geschlecht: unverkennbar
Pronomen: Is mir egal
Wohnort (Name): Bad Fallingbostel
Membersuche/Plz: Bad Fallingbostel
Hat sich bedankt: 119 Mal
Danksagung erhalten: 920 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 3 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Mi 22. Nov 2017, 11:39

Sie begehrt mich so wie ich bin, also als Mann. Sie liebt die Art wie ich rede, wie ich singe, wie ich handele, wie ich die Dinge anpacke
Was hat das mit Kleidung zu tun?

Für mich ist das Tragen von (Männer-)Hosen und Anzügen ein Zwang, nicht jedoch das Tragen von Frauenkleidung. Als Mann, so wie ich bin und die Dinge anpacke.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

Samira-St
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 144
Registriert: Di 17. Okt 2017, 18:26
Geschlecht: Mann
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Essen
Membersuche/Plz: 45143
Hat sich bedankt: 49 Mal
Danksagung erhalten: 45 Mal
Gender:

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 4 im Thema

Beitrag von Samira-St » Mi 22. Nov 2017, 11:56

Hallo

Bei mir ist das auch kein Zwang Frauenkleidung zu tragen, im Gegenteil.
Was er da erlebt ist eher was anteres evt.
Weil sein Umfeld ihn ja so kennt mit Frauen Sachen wie möchte er das erklären auf einmal nicht mehr mit die Sachen kommt.

Dann schauen wir mal wie es weiter geht mit Ihm.

LG Samira

cristelle
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 40
Registriert: Do 9. Mär 2017, 11:00
Pronomen:
Wohnort (Name): münchen
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 5 im Thema

Beitrag von cristelle » Mi 22. Nov 2017, 12:02

Liebe Jackie,
dein Lebenslauf klingt wie meiner (sogar die zwei kinder stimmen). Dann neue Frau kennengelernt usw. wieder geheiratet. Kleidung beim zusammenziehen ausgesondert und und und das volle Programm das viele hier kennen aus ihren eigenen Erfahrungen.....wir sind jetzt seit 10 jahren verheiratet. und jetzt ?
Bin ich wieder hier....und glücklich hier zu sein und nicht alleine alles mit mir ausmachen zu müssen...
ich mache auch Pausen vom "Frausein" besonders wenn ich sehr viel Sport betreibe und verstehe in dieser "Auszeit" nicht was ich an den Sachen eigentlich schön finde. ABER ich habe gelernt das wenn "Cristelle" sich meldet sie sehr wohl was an den Sachen findet....es ist ein HIN UND HER. Also kann ich Anja nur zustimmen.
das soll dich jetzt nicht runterziehen. So wie cristelle ein teil von mir ist und mir auch im täglichen Leben viel hilft sollte dir deine weibliche Seite eine Hilfe sein und Dich ergänzen....z.B. beim shoppen mit deiner Frau....
greetings
Cristelle

Aubergine
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 507
Registriert: Do 26. Mai 2016, 16:17
Geschlecht: weiblich
Pronomen:
Wohnort (Name): Zwischen Stuttgart und Karlsru
Membersuche/Plz: 75xxx
Hat sich bedankt: 191 Mal
Danksagung erhalten: 856 Mal
Kontaktdaten:

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 6 im Thema

Beitrag von Aubergine » Mi 22. Nov 2017, 12:05

Hi Jackie,

ich lasse jetzt mal das thema Trans völlig außen vor.
Kennen wir das nicht alle? Wir haben uns neu verliebt und glauben, dass nun die Welt für immer in rosa Wölkchen schwebt und nichts und niemand unserer Liebe etwas anhaben kann..... Aber wie lange hält dieser Zustand an?
Einige wenige haben das Glück und es bleibt für den Rest des Lebens so. Aber für den Rest ist es doch so, dass irgendwann die rosa Wölkchen verfliegen, der erste Krach und langsam zieht der Alltag ins Leben, der zwar nicht schlechter sein muss, aber realistischer.
Wie heißt es doch so schön....neue Besen kehren gut.

Vermutlich wärst du der erste, der mit der Traumfrau auch das Trauma (bitte nicht falsch verstehen) ablegen könnte.
Ich gönne es dir von Herzen, aber leider habe ich da so meine Zweifel.

LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.


Brauchst du Hilfe beim Schminken und Stylen?
Schau hier: www.transpassabel.de

Michelle 59
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 41
Registriert: Sa 23. Sep 2017, 21:50
Geschlecht: MzF
Pronomen:
Wohnort (Name): Leipzig
Membersuche/Plz: Leipzig
Hat sich bedankt: 88 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 7 im Thema

Beitrag von Michelle 59 » Mi 22. Nov 2017, 12:12

Liebe Jakie

ich könnte Mir das für mich nicht vorstellen. Ich würde am liebsten alle Männerkleidung die ich noch habe vernichten.
Geht Leider wegen meiner Arbeit nicht.

LG Michelle

Jenina
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 425
Registriert: Sa 26. Aug 2017, 10:45
Geschlecht: männlich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Jena
Membersuche/Plz: Jena
Hat sich bedankt: 80 Mal
Danksagung erhalten: 455 Mal
Gender:

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 8 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 22. Nov 2017, 12:13

Hallo,

da kann ich nur sagen: schön wärs!

Lieber Jackie Bond, Du wirst schon bald auf den Boden der Realität zurückkehren. Jeder der einmal gespürt hat dass er irgendwie trans* ist, und der Drang zur "gegengeschlechtlichen" Kleidung ist eine der Formen, wird früher oder später - aber ganz sicher - wieder dazu zurückkehren.

Auch ich kenne diese Phasen wo andere Dinge die trans* Aspekte verdrängt haben. Doch der Drang kame immer wieder, oft mit größerer Heftigkeit als jemals. Für Transvestiten völlig normal, bei TS mag das anders sein. Aber losgeworden ist es wirklich noch keiner, sofern er ehrlich war und nicht vor lauter gezwungener Unterdrückung nicht zur Rückkehr der Gefühle steht.

Wir sprechen uns in X Monaten/Wochen/Tagen wieder.

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!

sbsr
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 638
Registriert: Mi 17. Aug 2016, 10:21
Geschlecht: biologisch Mann
Pronomen: Prinzessin
Wohnort (Name): Niederbayern, LK Kelheim
Membersuche/Plz: 933xx
Hat sich bedankt: 300 Mal
Danksagung erhalten: 519 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 9 im Thema

Beitrag von sbsr » Mi 22. Nov 2017, 13:24

Hallo Jackie,

wenn Du den Drang nach weiblicher Kleidung als Bürde siehst, ist es Dir zu wünschen, dass Du "davon los kommst".

Diese Hochphase in der neuen Beziehung ist bei mir mit ein Grund für mein jetziges Stubentransen Dasein. Als ich meine Lebensgefährtin kennen lernte, war auch alles andere unwichtig, so auch meine Vorliebe für weibliche Kleidung. In der Annahme, diese "Phase" überwunden zu haben, erzälte ich ihr nichts davon. Und nun warte ich seit 15 Jahren auf den passenden Moment, das nachzuholen.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

ulla
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 227
Registriert: Sa 7. Apr 2012, 14:28
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 47 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 10 im Thema

Beitrag von ulla » Mi 22. Nov 2017, 14:44

Leider muß ich Anja mit ihrem Beitrag absolut zustimmen.
Allein tragen von Kleidung des weiblichen Geschlechts würde ich als ´Sucht´einordnen.Ist noch keinem gelungen,diese abzustellen.
Kann sich nur noch weiter entwickeln,was dir erspart bleiben sollte.
Fühle mich persönlich mit meiner Veranlagung eher um mein Leben betrogen.
Gruß Ulla

VanessaL
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 694
Registriert: Mi 8. Feb 2017, 13:34
Geschlecht: weiblich
Pronomen: bitte „SIE“
Membersuche/Plz: 61
Hat sich bedankt: 636 Mal
Danksagung erhalten: 598 Mal
Gender:

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 11 im Thema

Beitrag von VanessaL » Mi 22. Nov 2017, 15:03

Hallo,

mich macht der ganze Beitrag etwas stutzig.
Am Montag registriert und am Mittwoch diesen Beitrag geschrieben ..... hm ....

Aber sei es drum .... wenn Du es bislang als Last empfunden hast, bin ich froh, dass Du davon befreit wurdest .... und es Dir jetzt besser geht.

Denn darum geht es ja letztendlich bei jedem Menschen. Mit sich selbst im Reinen sein und in Frieden mit den anderen leben können.

Allerdings - meine ich - wäre der Gang zum Psychologen oder gute, offene Gespräche mit ebensolchen Freunde ratsam. Denn egal ob Trans oder nicht Trans, ich denke es macht Sinn nach hinten und nach vorne zu blicken.

Liebe Grüße und alles Gute
VanessaL
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

Anja
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 758
Registriert: Di 26. Jan 2016, 09:45
Geschlecht: Transfrau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Buchholz in der Nordheide
Membersuche/Plz: 21244
Hat sich bedankt: 1084 Mal
Danksagung erhalten: 1015 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 12 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 22. Nov 2017, 15:03

Moinsen,
ulla hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 14:44
Fühle mich persönlich mit meiner Veranlagung eher um mein Leben betrogen.
Wie ist das denn gemeint?

Grüße
die Anja
"Ein in sich gespaltenes Haus kann keinen Bestand haben"

johanna-moritz
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 138
Registriert: So 9. Jun 2013, 14:25
Geschlecht: M/W
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 13 im Thema

Beitrag von johanna-moritz » Mi 22. Nov 2017, 15:14

Hat eine Frau , die Hosen trägt eine Veranlagung oder ist nach maskuliner Kleidung süchtig ?
Leute solange ihr euch als Crossdresser bezeichnet werdet ihr Unverständniss ernten !
Dann werde ich lieber Künstler und schaffe eine Kunstfigur und nenne mich ab Morgen ,

Gabi Brötchen !

Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Oder tragt Rock und sagt ihr seid Schotte !

Übrigens im Urwald laufen fast alle nackt herum und kleiden sich nur zu Festen in besondere Festgewänder !
(hs)
Meine Biografhie --- http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=79&t=6564

Es ist nicht leicht eine Frau zu sein. Aber ich bin dankbar,so leben zukönnen .

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

sbsr
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 638
Registriert: Mi 17. Aug 2016, 10:21
Geschlecht: biologisch Mann
Pronomen: Prinzessin
Wohnort (Name): Niederbayern, LK Kelheim
Membersuche/Plz: 933xx
Hat sich bedankt: 300 Mal
Danksagung erhalten: 519 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 14 im Thema

Beitrag von sbsr » Mi 22. Nov 2017, 15:29

johanna-moritz hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 15:14
Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Sry wenn das OT ist, aber solche Aussagen nerven mich. Natürlich hast Du Recht, es wäre so einfach. Nur doof wenn dadurch Job und Ehefrau weg sind :x
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Mina
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1295
Registriert: Mi 26. Apr 2017, 18:23
Pronomen:
Membersuche/Plz:
Hat sich bedankt: 518 Mal
Danksagung erhalten: 836 Mal

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 15 im Thema

Beitrag von Mina » Mi 22. Nov 2017, 16:00

Hm, eigentlich hab ich keine konkrete Idee darüber zu schreiben.

Der eine Mensch hat Angst
Der andere Hoffnung etwas zu verlieren was er ist
Ein weiterer nervt sich in stiller Einsamkeit
Und ein weiterer appelliert zum unkontrollierten Blowout

Und ich ahne aber, alle haben sie recht und Gründe. Beweggründe welche auf besseres hoffen lassen. Oder wenigstens ein Licht am dunklen Horizont entzünden möchten.

Ich verstehe es alles aufzugeben, wegwerfen, sich selbst bekehren für etwas von dem man Jahrelang geplagt wurde obgleich es mit Gutem bestückt war. Es aber vielleicht einfach nicht in die Welt passte, in der man integriert war/ist. Nicht jeder hat die offene Türe vor der Nase.
Diese offene Türe gibt es auch nur dann, wenn man bereit ist sie zu sehen.

In meinem Fall ist es eine einfache Priorisierung. Was möchte ich im Leben, was war die Entwicklung meines bisherigen Lebens? Habe ich Dinge zu sehr vermisst als das ich von unsäglichem Leid sprechen kann? Warum habe ich nicht längst etwas unternommen? War ich nicht bereit Verantwortung mir selbst und meinem Umfeld zu gewähren? Ich habe Priorisiert. Mich entschieden, den Weg gewählt.

Oder wähle ich nun ob der Ehrlichkeit mir selbst gegenüber und meinen Nächsten, einen neuen Weg. Eine frische Chance, gepflückt wie der Apfel des Lebensbaumes. Meines Baumes. Ich treffe Entscheidungen und fühle.

Emotionen kommen und gehen, wir können vergeben wenn wir wollen. Wir können einsehen und durch kleines Leid, großes vielleicht abwenden. Was wäre ehrlich. Was wäre die einfachste Lösung im Spiel des Lebens?

Ich habe durch all die Gedanken und Fragen verstanden, das ich nur alleine Entscheiden kann. Ich kann keinen Menschen ausser mich selbst für mein Tun und Handeln verantwortlich machen. Nur ich kann es ändern - niemand sonst. (flo) (so)
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

Antworten

Zurück zu „Gesundheit, Medizin, Psychologie“