Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht
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JackieBond
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Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 1 im Thema

Beitrag von JackieBond » Mi 22. Nov 2017, 11:13

Hallo Leute,

bis vor kurzem hat das Tragen von femininer Kleidung (also das ganze Programm inkl. Unterwäsche) zu meinem
Leben gehört. Bei mir löste es eine unglaubliche Erregung seit der Pubertät aus - mit den entsprechenden
Folgen für die Psyche und Umwelt etc.

Mein Leben in Kürze: Freundinn(en), Beruf, der Frau das Thema gebeichtet, von ihr Akzeptanz aber wenig Toleranz erfahren,
geheiratet, 2 Kinder, der "blanke" Alltag... Soviel zur Vorgeschichte - Der Zwang die feminine Kleidung als "Ventil"
für den männlichen Stressabbau einzusetzen und sich in eine Phantasiewelt zu stürzen war vorprogrammiert.
Strumpfhosen und BH's unter der normalen Kleidung, Selbstbefriedigung, ab und zu ins Dirndl geworfen, Sucht
nach Damenschuhen, zu Karneval als Frau, Selbstzweifel ob nicht doch transsexuell... - alles gehörte zu meinem Leben dazu.

DANN ABER - ich habe kürzlich ein holdes weibliches Wesen kennengelernt und jetzt kommt's! Sie begehrt mich so wie ich bin, also
als Mann. Sie liebt die Art wie ich rede, wie ich singe, wie ich handele, wie ich die Dinge anpacke. Wir begehren uns
so arg, dass es schon fast schmerzt. Sie gibt mir das Gefühl begehrt zu sein und das "läuft runter wie Öl"...
Dinge die ich von meiner Ehefrau niemals erfahren konnte, weil sie das irgendwie nicht kann und immer unter Selbstzweifeln
leidet, egal was ich die Jahre unternommen habe.

MIt einem Mal ist dieses über 20 Jahre entwickelte Zwangsgefühl feminine Kleidung zu tragen, wie ein Kartenhaus in sich zusammengestürzt.
Natürlich lösen sich über so viele Jahre entwickelte Zwänge nicht über Nacht auf. Ich find Strümpfe oder Unterwäsche immer noch schick, aber eben nicht
mehr unbedingt an mir, sondern an der Geliebten!
Manchmal prüfe ich mich selbst und ziehe etwas aus dem besonderen Kleiderschrank an. Aber das hat nicht mehr den Effekt wie zuvor.
Es ist nicht unangenehm aber - bitte verzeiht den Ausdruck - der "Dämon" ist verschwunden und hat keinen Raum mehr.

Wenn meine Gattin meine nun abgelegte Neigung komplett tolerieren und mich darin bestärken würde, gäbe es wohl
keine Grund den Zwang "aufzugeben". Allerdings ist das wohl für die meisten (Ehe-)Frauen zuviel verlangt und wohl blanke Utopie...

Selbst wenn die Beziehung zur Geliebten nicht gelingt, habe ich doch gelernt, dass ich mich wohl auf dem Irrweg befand.
Ob der Zwang zurückkommt, kann ich nicht beurteilen, aber er beherrscht nicht mehr mein Leben.

Vielleicht hilft es der/dem interessierten LeserIn - womöglich in ähnlicher Situation befindlich - einen alternativen Lebensweg
zu sehen. Also dann macht's gut und keinen Stress ))):s

Jackie Bond

Anja
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 2 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 22. Nov 2017, 11:31

Hallo Jackie,

ich glaube nicht, das die Neigung Damensachen schön zu finden dein Irrweg darstellt, eine Geliebte neben der Ehefrau schon eher. Aber ich beurteile nicht...
Mir ging es früher genauso, das in einer frischen Beziehung andere Dinge in den Hintergrund traten. Für eine gewisse Zeit.
Der Drang war nicht weg, er war nur von anderen (Glücks)Gefühlen überlagert.
Du wärst der erste Fall von dem ich höre, der diesen Drang ablegen konnte. Nahezu unglaublich...

Grüße
die Anja
*staatlich geprüfte Frau*

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 3 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Mi 22. Nov 2017, 11:39

Sie begehrt mich so wie ich bin, also als Mann. Sie liebt die Art wie ich rede, wie ich singe, wie ich handele, wie ich die Dinge anpacke
Was hat das mit Kleidung zu tun?

Für mich ist das Tragen von (Männer-)Hosen und Anzügen ein Zwang, nicht jedoch das Tragen von Frauenkleidung. Als Mann, so wie ich bin und die Dinge anpacke.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 4 im Thema

Beitrag von Samira-St » Mi 22. Nov 2017, 11:56

Hallo

Bei mir ist das auch kein Zwang Frauenkleidung zu tragen, im Gegenteil.
Was er da erlebt ist eher was anteres evt.
Weil sein Umfeld ihn ja so kennt mit Frauen Sachen wie möchte er das erklären auf einmal nicht mehr mit die Sachen kommt.

Dann schauen wir mal wie es weiter geht mit Ihm.

LG Samira

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 5 im Thema

Beitrag von cristelle » Mi 22. Nov 2017, 12:02

Liebe Jackie,
dein Lebenslauf klingt wie meiner (sogar die zwei kinder stimmen). Dann neue Frau kennengelernt usw. wieder geheiratet. Kleidung beim zusammenziehen ausgesondert und und und das volle Programm das viele hier kennen aus ihren eigenen Erfahrungen.....wir sind jetzt seit 10 jahren verheiratet. und jetzt ?
Bin ich wieder hier....und glücklich hier zu sein und nicht alleine alles mit mir ausmachen zu müssen...
ich mache auch Pausen vom "Frausein" besonders wenn ich sehr viel Sport betreibe und verstehe in dieser "Auszeit" nicht was ich an den Sachen eigentlich schön finde. ABER ich habe gelernt das wenn "Cristelle" sich meldet sie sehr wohl was an den Sachen findet....es ist ein HIN UND HER. Also kann ich Anja nur zustimmen.
das soll dich jetzt nicht runterziehen. So wie cristelle ein teil von mir ist und mir auch im täglichen Leben viel hilft sollte dir deine weibliche Seite eine Hilfe sein und Dich ergänzen....z.B. beim shoppen mit deiner Frau....
greetings
Cristelle

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 6 im Thema

Beitrag von Aubergine » Mi 22. Nov 2017, 12:05

Hi Jackie,

ich lasse jetzt mal das thema Trans völlig außen vor.
Kennen wir das nicht alle? Wir haben uns neu verliebt und glauben, dass nun die Welt für immer in rosa Wölkchen schwebt und nichts und niemand unserer Liebe etwas anhaben kann..... Aber wie lange hält dieser Zustand an?
Einige wenige haben das Glück und es bleibt für den Rest des Lebens so. Aber für den Rest ist es doch so, dass irgendwann die rosa Wölkchen verfliegen, der erste Krach und langsam zieht der Alltag ins Leben, der zwar nicht schlechter sein muss, aber realistischer.
Wie heißt es doch so schön....neue Besen kehren gut.

Vermutlich wärst du der erste, der mit der Traumfrau auch das Trauma (bitte nicht falsch verstehen) ablegen könnte.
Ich gönne es dir von Herzen, aber leider habe ich da so meine Zweifel.

LG Aubergine
Brauchst du Hilfe beim Schminken und Stylen? Schau hier:
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=42&t=13403 oder "NEU" bei www.transpassabel.de

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 7 im Thema

Beitrag von Michelle 59 » Mi 22. Nov 2017, 12:12

Liebe Jakie

ich könnte Mir das für mich nicht vorstellen. Ich würde am liebsten alle Männerkleidung die ich noch habe vernichten.
Geht Leider wegen meiner Arbeit nicht.

LG Michelle

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 8 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 22. Nov 2017, 12:13

Hallo,

da kann ich nur sagen: schön wärs!

Lieber Jackie Bond, Du wirst schon bald auf den Boden der Realität zurückkehren. Jeder der einmal gespürt hat dass er irgendwie trans* ist, und der Drang zur "gegengeschlechtlichen" Kleidung ist eine der Formen, wird früher oder später - aber ganz sicher - wieder dazu zurückkehren.

Auch ich kenne diese Phasen wo andere Dinge die trans* Aspekte verdrängt haben. Doch der Drang kame immer wieder, oft mit größerer Heftigkeit als jemals. Für Transvestiten völlig normal, bei TS mag das anders sein. Aber losgeworden ist es wirklich noch keiner, sofern er ehrlich war und nicht vor lauter gezwungener Unterdrückung nicht zur Rückkehr der Gefühle steht.

Wir sprechen uns in X Monaten/Wochen/Tagen wieder.

Jenina
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 9 im Thema

Beitrag von sbsr » Mi 22. Nov 2017, 13:24

Hallo Jackie,

wenn Du den Drang nach weiblicher Kleidung als Bürde siehst, ist es Dir zu wünschen, dass Du "davon los kommst".

Diese Hochphase in der neuen Beziehung ist bei mir mit ein Grund für mein jetziges Stubentransen Dasein. Als ich meine Lebensgefährtin kennen lernte, war auch alles andere unwichtig, so auch meine Vorliebe für weibliche Kleidung. In der Annahme, diese "Phase" überwunden zu haben, erzälte ich ihr nichts davon. Und nun warte ich seit 15 Jahren auf den passenden Moment, das nachzuholen.
LG, Svenja

Kann bitte jemand die deutsche Sprache wieder geschlechtsneutral machen? Mit "Arbeitnehmern" sind auch Frauen gemeint!

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 10 im Thema

Beitrag von ulla » Mi 22. Nov 2017, 14:44

Leider muß ich Anja mit ihrem Beitrag absolut zustimmen.
Allein tragen von Kleidung des weiblichen Geschlechts würde ich als ´Sucht´einordnen.Ist noch keinem gelungen,diese abzustellen.
Kann sich nur noch weiter entwickeln,was dir erspart bleiben sollte.
Fühle mich persönlich mit meiner Veranlagung eher um mein Leben betrogen.
Gruß Ulla

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 11 im Thema

Beitrag von VanessaL » Mi 22. Nov 2017, 15:03

Hallo,

mich macht der ganze Beitrag etwas stutzig.
Am Montag registriert und am Mittwoch diesen Beitrag geschrieben ..... hm ....

Aber sei es drum .... wenn Du es bislang als Last empfunden hast, bin ich froh, dass Du davon befreit wurdest .... und es Dir jetzt besser geht.

Denn darum geht es ja letztendlich bei jedem Menschen. Mit sich selbst im Reinen sein und in Frieden mit den anderen leben können.

Allerdings - meine ich - wäre der Gang zum Psychologen oder gute, offene Gespräche mit ebensolchen Freunde ratsam. Denn egal ob Trans oder nicht Trans, ich denke es macht Sinn nach hinten und nach vorne zu blicken.

Liebe Grüße und alles Gute
VanessaL

Anja
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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 12 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 22. Nov 2017, 15:03

Moinsen,
ulla hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 14:44
Fühle mich persönlich mit meiner Veranlagung eher um mein Leben betrogen.
Wie ist das denn gemeint?

Grüße
die Anja
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Wenn meine Gattin meine nun abgelegte Neigung komplett tolerieren und mich darin bestärken würde, gäbe es wohl keine Gru

Post 13 im Thema

Beitrag von Tara Luna » Mi 22. Nov 2017, 15:13

Lieber Jackie Bond,
dieser Absatz macht mich hellhörig. "Wenn Gattin tolleriert - kein Grund Zwang aufzugeben." Klingt nach dem berühmten Hintertürchen, nach unser aller immer wiederkehrenden Verlorenheit in dem, was wir nicht verstehen aber auch nicht wirklich ändern können. Leider müssen wir selbst entscheiden, wie wir leben wollen. Die Welt da draußen, das Weib, geliebt oder nicht, wird am Ende nicht den Ausschlag geben und Dir nicht als Ausrede dienen können, getan oder gelassen zu haben. Der Wunsch, frei von dem zu sein, was uns eben neben aller Lust und Freude leider doch auch gefangen hält - kann ich gut verstehen. Und deswegen wünsche ich Dir, Deine Freiheit zu finden.
Mit Rücksicht auf meine Kinder, habe ich mich lange nicht transvestiert. Und nun explodiere ich wieder.
May be you´ll succeed better.

Liebe Grüße von Tara

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 14 im Thema

Beitrag von johanna-moritz » Mi 22. Nov 2017, 15:14

Hat eine Frau , die Hosen trägt eine Veranlagung oder ist nach maskuliner Kleidung süchtig ?
Leute solange ihr euch als Crossdresser bezeichnet werdet ihr Unverständniss ernten !
Dann werde ich lieber Künstler und schaffe eine Kunstfigur und nenne mich ab Morgen ,

Gabi Brötchen !

Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Oder tragt Rock und sagt ihr seid Schotte !

Übrigens im Urwald laufen fast alle nackt herum und kleiden sich nur zu Festen in besondere Festgewänder !
(hs)
Meine Biografhie --- http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=79&t=6564

Es ist nicht leicht eine Frau zu sein. Aber ich bin dankbar,so leben zukönnen .

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" - Erfahrungsbericht

Post 15 im Thema

Beitrag von sbsr » Mi 22. Nov 2017, 15:29

johanna-moritz hat geschrieben:
Mi 22. Nov 2017, 15:14
Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Sry wenn das OT ist, aber solche Aussagen nerven mich. Natürlich hast Du Recht, es wäre so einfach. Nur doof wenn dadurch Job und Ehefrau weg sind :x
LG, Svenja

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