Selbsthass und Ehrlichkeit
Selbsthass und Ehrlichkeit - # 2

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Nicole Doll
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 16 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » So 20. Aug 2017, 11:51

Hallo Michi,

danke für Deine Warnung. Die Leute in dieser SHG sind echt nett. Und da ich nun weiß, was ich (nicht) will, lasse ich mich auch nirgendwo hin drängen. Das werde ich beim nächsten Treffen der Gruppe auch ansprechen. Wer aber (noch) nicht weiß, was er will, könnte sich leicht genötigt fühlen.

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

MichiWell
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 17 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 20. Aug 2017, 12:59

Hallo Nicole,

wenn du bereits eine gefestigte Position hast, dann ist es ja nicht mehr so gefährlich für dich. Ich finde es auch gut, dass du deine Position vertreten, und den Punkt mal ansprechen möchtest. Vielleicht kannst du ja ein Umdenken, eine Öffnung in der Gruppe bewirken. Das wäre doch schön.

Liebe Grüße
Michi
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

Britt
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 18 im Thema

Beitrag von Britt » So 20. Aug 2017, 22:35

dunkles_sternchen hat geschrieben: ... und 5 Jahre Hormone haben irgendwie kaum Spuren hinterlassen, als erhielte ich Placebos. Weiblich bin ich im Personenstand, aber sonst ... :cry:
Rauchst du? Nikotin und Östrogene vertragen sich nicht.

Liebe Grüße,
Britt

Inga
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 19 im Thema

Beitrag von Inga » Mo 21. Aug 2017, 00:18

Hallo, Sternchen,

ich war bei der Diskussion im Chat nicht dabei, sondern bin vielmehr jetzt auf diesen deinen Thread gestoßen.

'Ich lese einen wichtigen Aspekt daraus, nämlich dass die Transition für dich nicht so sehr der Weg zu dir selbst und zu deiner eigentlichen Idendität war, sondern eher ein Teil deiner Rebellion gegen die unverständige Umwelt. Sozusagen eher noch ein Umweg zu dir selbst, der für dich die Probleme noch eher verstärkt.

Transition ist für mich aus vielerlei Gründen kein Thema. Für mich stellt sich eher die Frage, wie häufig und intensiv ich mein Teiltzeitfrauensein lebe. Kann ich mich da in dich schon einfühlen?- frage ich mich. Wahrscheinlich musst du hier uns noch mehr erzählen.

Doch soviel glaube ich begriffen zu haben: Hätte ich so viel Ärger wie du damit, würde ich auch verzweifeln wollen, ist doch alles irgendwie viel Opfer ohne irgendeine Erlösung in Sicht.

So denke ich, verzweifle nicht völlig daran. Und lass dich vom Selbsthass nicht zerfressen. Du hast irgendwo in dir versteckt auch noch einen guten Kern. Der ist einzigartig. Und den musst du beizeiten erst noch entdecken, keimen und aufblühen lassen.

Liebe Grüße
Inga

dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 20 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Mo 21. Aug 2017, 15:05

Britt hat geschrieben:
So 20. Aug 2017, 22:35
Rauchst du? Nikotin und Östrogene vertragen sich nicht.
Ich rauche nicht. Soweit mir bekannt potenziert sich mit dem Rauchen lediglich die Thrombosegefahr. Nikotin deaktiviert ja nicht das Östrogen-Molekül am Rezeptor.

Inga hat geschrieben:
Mo 21. Aug 2017, 00:18
'Ich lese einen wichtigen Aspekt daraus, nämlich dass die Transition für dich nicht so sehr der Weg zu dir selbst und zu deiner eigentlichen Idendität war, sondern eher ein Teil deiner Rebellion gegen die unverständige Umwelt. Sozusagen eher noch ein Umweg zu dir selbst, der für dich die Probleme noch eher verstärkt.
Nein, das meinte ich jetzt überhaupt nicht. Meine Transition war ja keine Identitätssuche - das passiert doch lange vorher. Die Transition ist doch immer dann angezeigt, wenn der Selbstfindungsprozess abgeschlossen ist und dann eben das Mittel, um dieses Identitätskonflikt zu behandeln, in dem der Körper angeglichen wird. Und natürlich ist der Erfolg dieser Therapie wichtig, denn das Ergebnis einer Angleichung ist doch letztlich entscheidend, ob ich mich dann wohl fühle.

Und wenn dann, wie z.B. in meinem Fall und um willkürlich was zu nennen, nicht mal paar Minibrüstchen wachsen - dann geht da eben auch viel Vertrauen und Hoffnung kaputt. Letztlich mussten dann sowieso fast alle zum Brustaufbau - aber da bekam ich dann Probleme, da ich nun gar kein Drüsengeweben habe. Und obwohl ich 2x von einem Top-Arzt operiert wurde, schaut es aufgrund des fehlenden Eigengewebes irgendwie künstlich aus.


Und solcher "Es-lief-schief-Anekdoten" könnte ich noch mind. 10-15 andere liefern.
Es ist völlig Wurst, welchen Teilaspekt ich aus der Transition rauspicke - ich kann mich einfach an nix erinnern, was positiv lief, ausser der Papierkram. Und das hat im Nachgang meine Optimismus - den ich immer im Leben hatte - völlig zerstört. Zweckpessimist, wie man so schön sagt. Und da helfen leider auch lange schon keine gut gemeinten Ratschläge mehr - im Sinne "nehme dich an" oder "guck nach vorn". Da bin ich Welten weit entfernt. Ich bin in psychologischer Behandlung, habe eine chronische Belastungsstörung und habe mich kaputt gespielt. :(

Und wie gesagt, ich spüre das ja - und dieser Hass gegen mich wird mein Begleiter im Leben sein. Die Saat wurde als Kind gelegt, weil man ja nie gut genug war, und mit der Transition wurde da nochmal so richtig tonnenweise Öl ins Feuer gekippt. Man hat es ja förmlich täglich aufs Brot geschmiert bekommen, dass man wieder nicht gut genug ist - der Körper völlig unwillig. Letztens gab es auch wieder eine Diskussion zur Fettverteilung ... da musste ich dann auch wieder passen. Irgendwann habe ich wütend den Zettel mit meinen Maßen weggeworfen, die ich über die Jahre notiert hatte - und da war einfach nix. Punkt. Null Veränderungen. Ich wollte ja nun keine Wespentaille oder ne Megahüfte ... aber wenigstens son bisschen ... :cry:

Magdalena
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 21 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mo 21. Aug 2017, 18:52

Hallo Sternchen,

gut ich bin kein Arzt, und kann Dir keine Lösung für Dein Problem vorschlagen. Nur schlagen die Hormone bei Dir nicht richtig an. Sie bringen nicht die Wirkung, die Du Dir erhoffst. Ist denn bei Dir der Hormonspiegel in letzter Zeit ermittelt worden? Oder liegt es in Deiner Veranlagung, dass die verabreichten Hormone nicht die Wirkung zeigen. So wie es auch Biofrauen gibt, die wenig Brust ihr Eigen nennen und um die Hüfte sehr schmal sind. Es gehört zur Ehrlichkeit dazu, zu erkennen welche Grenzen uns die Natur setzt, leider.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 22 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Mo 21. Aug 2017, 22:04

Wie ich das bereits erwähnte: Wenn man, wie ich, sich 5 Jahre intensiv mit der Materie befasst und auch schon zig Ärzte, Blutbilder und Medikamentenumstellungen hinter sich, erwarte man nicht, dass hier jemand kommt und was neues erzählt. Darum hatte ich auch nirgends gebeten und es geht auch nicht darum mir zu helfen. Das kann keiner.

Die Argumente sollten lediglich dafür dienen die Gründen meines Selbsthasses zu untermauern.
Und was sich da über Jahre verfestigt und manifestiert hat, kann und wird man nicht mal eben aus dem Ärmel umknicken und entkräften. Wir sprechen da eher von der Dimension "Wunder" ... das würde mich dann sicherlich überzeugen und auch ein Abweichen meiner Position veranlassen. So bleibt das alles ein Status Quo.

Simone
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 23 im Thema

Beitrag von Simone » Di 22. Aug 2017, 02:46

Liebes Sternchen,
dein Beitrag hat mich sehr bewegt.
Du beschreibst das, wovor ich mich fürchte, nämlich mir selbst nicht zu genügen.
Aber die Behandlung mit Hormonen und die Personenstandsänderung und der reibungslose übrige Papierkram wären so nicht passiert, wenn du nicht eine (Trans-) Frau wärst.
Daran gibt es nichts mehr zu zweifeln.
Du bist in der gleichen Situation, wie ein Mädchen, das während der Pubertät feststellt, dass sich bei ihr nicht wie bei den Gleichaltrigen Rundungen an Brust und Hüfte entwickeln.
Stattdessen bekommt sie von ein bisschen Handballtraining wohlmöglich ein Kreutz wie ein Preisboxer. Das ist einen schwierige Situation, mit der sie fertig werden muss, wie du. Ich kann die Wut auf eure Körper nachvollziehen, denn ich glaube, mir ginge es ähnlich. Und ich habe große Angst davor.
Aber es gibt nichts mehr daran zu zweifeln, dass ihr Frauen seid. Ihr müsst einen Weg finden, damit umzugehen, etwas anders zu sein. Du nun schon zum zweiten Mal.
Aber du weißt selber, dass Weiblichkeit nicht am Umfang von Brust, Taille und Hüfte messbar ist. Ihr müsst in eurer Weiblichkeit einen Weg finden, mit euren Körpern zu leben und ihr werdet es.
Liebe Grüße und gute Nacht,
Simone

Delfinium
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 24 im Thema

Beitrag von Delfinium » Di 22. Aug 2017, 04:38

Ich weiß dass ich es im Vergleich zu anderen noch ziemlich gut habe aber nach deinem Bild was du im Chat gezeigt hast scheinst du ganz hübsch auszusehen.
Ich habe auch keine breite Hüfte, über mein Brüste wird sich öfter lustig gemacht und auch sonst bin ich nicht so wie ich mich selbst gerne hätte. Aber da muss jeder durch. Du bist ein hübsches Mädchen und hast wie alle anderen auch zu lernen damit umzugehen nicht immer das zu bekommen was du willst.

Wie gesagt ich fand das Bild von dir sehr hübsch und es tut mir auch leid dass deine OPs nicht so gut gelaufen sind aber ich sage jetzt mal meine Meinung:

Du kommst mir etwas verwöhnt vor, du bist mit dir nicht zufrieden, was okay ist aber anstatt damit klarzukommen wie du bist und damit zu Leben gehst du zu "Top Ärzten" bezahlst mehr Kohle als ich in meinem ganzen Leben verdient habe um deinen "Anforderungen" an dir selbst gerecht zu werden. Sorry aber das Leben ist kein Wunschkonzert und du kannst nicht allen deinen Anforderungen gerecht werden und dass du wirklich nur um deine perfekten "Modelmaße" zu erreichen dir selber so ein Leid zufügst ist mir unverständlich. Du bist nicht die einzige mit ner kleinen oder garkeinen Brust, frag mal andere Frauen, du bist auch nicht die einzige die unzufrieden mit sich selbst ist. Aber du hast kein Problem mit deinem Aussehen, wie du selber sagtest sprechen dich öfters Männer an und ich finde dich auch voll hübsch. Dein Problem ist dass du selber nicht bereit dazu bist dich so zu aktzeptieren wie du bist. Du hat uns Bilder gezeigt von irgendeinem Model und hast davon geschwärmt wie hübsch sie doch ist und dass du nie so sein wirst undso... 1. Kann man Models mit einer Agentur im Rücken nicht mit normalen Menschen vergleichen 2. Musst du auch kein super model sein.

Sorry aber du wirkst auf mich wie eine 13 Jährige die sich Zeitschriften von Supermodels anschaut und dann Minderwertigkeitskomplexe bekommt weil sie nicht so "toll" und "schön" ist wie die ganzen Frauen auf den Bildern. Mir geht es auch oft so dass ich mir wünschte mein Körper wäre anders, ich deshalb traurig bin oder mich minderwertig fühle weil andere Frauen schöner sind oder ich nicht meinen Wünschen entsprechen. Viele hier im Forum sehen ja wie ich öfter deshalb rumheule obwohl mein passing eigentlich voll gut ist ABER ich lerne damit klarzukommen du das solltest du auch lernen. Du bist total passable als Frau, wirst öfter von Männern angesprochen und siehst in meinen Augen auch hübsch aus! Ich glaube viele im Forum würden ne Menge geben um so ein gutes passing wie du zu haben

Nicole Doll
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 25 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Di 22. Aug 2017, 11:07

Hallo Delfinium,

Du hast mit deinem Beitrag in allen Punkten absolut Recht - nur wird das Sternchen leider nichts helfen. Was Du schreibst, habe ich mir als Mann tausend mal anhören müssen. Ich war als Mann wirklich attraktiv und nicht wenige Frauen drehten sich nach mir um. Ich sah da aber immer nur diesen blöden Hampelmann, den ich an liebsten umgebracht hätte. Seit ich nun überwiegend als Frau unterwegs bin, ist das anders. Was ich bei Sternchen lese, spiegelt genau die Befürchtung wieder, die ich habe, wenn ich an meine Transition denke. Wenn sich dabei wieder negative Eindrücke ansammeln, weil irgend etwas - wie schon tausendfach erlebt - nicht richtig läuft, könnte dieser alte Selbsthass wieder aufkommen. Dann wäre nicht nur der Mann "tot", den ich ein Leben lang gespielt habe, sondern auch Nicole. Und das will ich nicht. Wenn es Nicole nicht gäbe, wäre ich aus diesem Loch aus Selbsthass und Depression wahrscheinlich nie heraus gekommen und würde mich im Alkohol ertränken.

Daher kommt meine allgemeine Empfehlung sich unbedingt Zeit zu lassen und dabei sein Leben als Frau so zu gestalten, dass es möglichst als angenehm empfunden wird. Dann bauen sich extreme negative Gefühle und Selbsthass hoffentlich gar nicht erst auf. Ich habe mich von meinem Umfeld in diese verhasste Rolle als Mann drängen lassen. Deshalb versuche ich als Nicole nur noch auf mein Inneres zu hören. Dann stimmt mein Passing, wenn ICH mich wohl fühle. Wie viel Angleichung an das andere Geschlecht ich dafür brauche, werde ich so nach und nach heraus finden. Ich habe jetzt die Haare gefärbt und denke als nächstes über Ohrlöcher nach - ein kleiner Schritt nach dem anderen eben. Minibrüstchen - die mich als Mann sehr stören - habe ich bereits ohne Hormone.

Und Dir Sternchen, kann ich nur wünschen, dass Dein Psychologe möglichst bald heraus findet, wie er Dir helfen kann. Ich kann es nicht.

LG Nicole
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dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 26 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Di 22. Aug 2017, 14:47

Naja, wenn das die einhellige Meinung ist, dann lassen wir das Thema einfach mal an der Stelle. Wenn einer 20-Jährigen - die wahrscheinlich noch bei Mutti wohnt - irgendwie in puncto Lebenserfahrung mehr Glaubwürdigkeit entgegengebracht wird, als mir - die immerhin auch schon 5 Jahre Transition hinter sich hat - dann tuts mir an der Stelle einfach mal Leid. Das hatten wir ja schon mal ...

Mir zu unterwerfen, ich verhalte mich wie eine 13-Jährige, ist bestenfalls kindisch und typisch halt für einen unerfahrenen Teenager - ich könnte deine Mutter sein. Ich denke, dass ich sehr gut dargestellt habe, was die Gründe für meine Belastungsstörung sind <<<--- da steht übrigens, WAS ich habe. Ich sagte auch, dass der Verlauf chronisch ist wegen meiner Schmerzen und meinen hormonellen Problemen. Natürlich träumt jeder davon irgendwie hübsch zu sein, ich kann mich aber nicht entsinnen den "Typ Modellfrau" in irgendeiner Weise hier als erstrebenswert anzusehen. Das unterstellst Du mir da ganz frech. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum hier überhaupt was geschrieben habe, wenn es nicht gelesen wird. Und meine Ärzte habe ich damals ausgewählt, eben weil ich kein medizinisches Risiko eingehen wollte. Ob Brust oder GaOP ... die Diskussion wird mir aber an der Stelle auch einfach zu blöd.

So, und nochmal was zu mir:
Die erste, die das nicht gelesen hast, ist Delfinium. Ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis und Dich schätze ich als sehr egozentrisch ein. Das merkt man fast in jedem Satz von Dir, weil Du einfach primär gern von Dir sprichst, als auf andere einzugehen. Und darum hast Du mit 100%iger Wahrscheinlichkeit auch überhaupt nicht gelesen, was ich HIER geschrieben habe. Da macht es auch keinen Sinn überhaupt über irgendwas zu diskutieren - und schade eigentlich auch, dass so ein Chat immer "missbraucht" wird, um im Fazit solche extrem platten Psychogramme auszugeben, die dann auch noch geliked werden. Das hilft dann niemandem auf der Welt ...

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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 27 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 22. Aug 2017, 15:08

Moin,
Naja, wenn das die einhellige Meinung
Wie kommst Du darauf, dass es "einhellige Meinung" ist?

Wer fragt, bekommt natürlich Antworten, auch solche, die nicht gefallen.
Manchen Leuten würde ich zwar raten "vor der eigenen Tür zu kehren", anstatt so ein Posting abzulassen; aber auch so etwas wie von Delfinium gehört wohl zur viel gelobten "Meinungsfreiheit".

Also: nicht gleich die Flinte ins Korn werfen )))(:

Gruß
Anne-Mette

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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 28 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Di 22. Aug 2017, 15:21

Ach, weißt Du Anne. Mir fehlt mittlerweile die Kraft mich solchen "plumpen Einschätzungen" entgegenzustellen. Solche Vorwürfe höre ich natürlich seit Jahren. Mir scheint, dass da gedanklich bei vielen ein Automatismus vorherrscht. Sobald in irgendeiner Weise die Rede davon ist, dass man gewisse Erwartungen an seine Transition hat - und sei es sowas banales wie Gesundheit - rutscht man nach einem Schwarzweiß-Muster auf diese Schiene "man wird halt kein Modell" ... finde dich damit ab. Davon war nie ansatzweise die Rede. Wenn jemand aber erstmal auf seiner vorgebackenen Meinung besteht, kommt man da auch mit guten Argumenten nicht mehr raus.

Ich kann nur nochmal wiederholen, dass meine Transition kein Model aus mir machen sollte - ich wollte lediglich am Körper eine gewisse Verweiblichung erfahren, die aber nie eingetreten ist. Im Gesicht hatte ich etwas Glück, da ich nie sehr maskulin aussah. Mit den Hormonen hat das fast nichts zu tun. Aber wie auch immer ... habe keine Lust mich hier zu streiten.

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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 29 im Thema

Beitrag von Delfinium » Di 22. Aug 2017, 17:48

Also falls ich das richtige verstanden habe kann ja meine Meinung nicht sinnvoll sein weil ich jünger bin als du? Und der mit mehr Lebenserfahrung hat immer Recht? Ach und wer noch bei seinen Eltern wohnt hat eh nichts zu melden?
Ehm sorry aber es hat nichts mit dem Alter zutun ob jemand Recht hat oder nicht und meine Lebenssituation spielt da auch keine Rolle.
Wenn meine Meinung dir nicht passt dann nimm den einfachen Weg und ignoriere sie aber der positiven Resonanz nach solltest du trotzdem nochmal drüber nachdenken ob da nicht ein Funke Wahrheit drin steckt.

Sorry aber was du zu mir sagst prallt an mir ab. Nachdem du im Chat gelogen und mich noch beleidigt hast als ich dir schrieb dass ich das nicht gut finde hast du deine Glaubwürdigkeit und Beurteilungsfähigkeit zumindest bei mir versaut.
Und wegen solchen Strohmann Argumenten (siehe oben) erst Recht, weil sie Inhaltslos sind und nur geschrieben wurden um mich schlecht dastehen zu lassen.

Und zum Thema Ehrlichkeit... Die Dinge die du geschrieben hast bezüglich wie unschön du doch bist und was für einen Traumkörper dieses Model doch hat und wie du dich daraufhin selbst schlecht gemacht hast kannst du nicht leugnen. Und auf mich wirkt das halt wie eine pubertierende die von einem Modelkörper schwärmt und sich selbst schlechter macht weil sie noch nicht bereit dazu ist sich mit all ihren Fehlern zu aktzeptieren und sich zu sehr von anderen beeinflussen lässt. Ich bin mir sicher dass andere dies bezeugen können die im Chat anwesend waren. Und dass du einen Selbsthass hast den du die öfters untermauern willst ist bestimmt auch jedem klar der deine Postings hier liest.

Das ist halt das Ding, die Hormontherapie hat nicht so angeschlagen wie sie sollte ABER was bringt dich jetzt weiter im Leben? Darüber rumzuheulen wie scheiße es ist? Oder versuchen damit klarzukommen weil es nunmal eine Sache ist die du nicht ändern kannst?

Jemand hier im Forum sagt mir immer 2 Dinge wenn ich rumheule z.B. über meine Brüste oder Haare mit denen ich unzufrieden bin.
1. Kannst du es ändern?
2. Wenn du es nicht ändern kannst wieso verschwendest du dann deine Zeit damit? Es ist sowieso aussichtlos...

Ich finde den Ansatz gut. Wieso sollte man seine Zeit und Kraft mit Dingen verschwenden auf die man keinen Einfluss hat? Ab dem Punkt braucht man die nötige Zeit und Aktzeptanz um mit bestimmten Dingen klarzukommen.

Ich habe nix dagegen dass du deine Probleme hast aber ich setz mich nicht hin und schreibe dir "Nein süße du bist total hübsch blabla" wenn du das unbedingt brauchst. Diese Zuwendung und liebe Wörter kannst du nicht erwarten von Menschen die du belogen und beleidigt hast. Weil durch so eine Aktion hast du von mir persöhnlich keine lieben Wörter mehr verdient wenn du sie mal brauchst. Ich finde dich nach wie vor sehr hübsch und das ist meine ehrliche Meinung, aber nachdem du dich so gegenüber mir Verhalten hast werde ich dich nicht noch trösten.

Es geht mir auch nicht darum wie du dich hier im Forum darstellst sondern wie du im Chat bist und dich dort im direkten Kontakt zu anderen verhälst und da spalten sich die Geschichten... Dass du gelogen hast, hast du erwähnt... Aber als alle gegangen sind und du mich beleidigt hast als ich gesagt habe dass ich das nicht gut finde hast du natürlich nicht erwähnt...

Im Chat hast du gesagt dass du dich nach Zuwendung, lieben Wörtern und Mitleid sehnst, ABER zu lügen um das zu erreichen bringt dich auch nicht weiter. Man kann auch ohne zu lügen das bekommen was man will und ich muss ganz ehrlich sagen dass du allein deshalb für mich unglaubwürdig bist. Ich kenne dich noch nicht lange aber du kannst es sicher nachvollziehen dass ich jemand den ich gerade erst kennenlerne nurnoch wenig glauben schenken kann nachdem er mich und alle anderen angelogen hat oder?

In dem Sprichwort "Wer einmal lügt dem glaubt man nicht" steckt halt doch ein Funke Wahrheit und dass es angeblich früher ähnliche Probleme mit deiner Glaubwürdigkeit im Forum gab wundert mich ab dieser Stelle überhaupt nicht..

Ich sage dir Dinge die dir nicht passen und damit kommst du nicht klar. Wenn mir keiner glaubt kann ich die screenshots hier als Beweis posten aber ich hoffe soweit muss es nicht kommen.

Anne-Mette
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 30 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 22. Aug 2017, 18:27

Guten Abend,
Wenn mir keiner glaubt kann ich die screenshots hier als Beweis posten aber ich hoffe soweit muss es nicht kommen.
Du wirst hier keine Screenshots aus dem Chat posten; außerdem könntest Du mal bei Gelegenheit einen Wohnberechtigungsbescheid für den Chat einreichen )))(:

Gruß
Anne-Mette

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