Selbsthass und Ehrlichkeit
Selbsthass und Ehrlichkeit - # 3

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Nicole Doll
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 31 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Di 22. Aug 2017, 18:36

Hallo Sternchen und Delfinium,

ich denke , ich hätte mich hier besser heraus halten sollen. Ich war bei dem Chat nicht dabei und kenne den ganzen Hintergrund nicht. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass solche Äußerungen wie die von Delfinium niemandem helfen, der völlig verzweifelt ist, auch wenn sie gut gemeint und vielleicht auch zutreffend sind. Da habe ich mich wohl nicht vorsichtig genug ausgedrückt.

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 32 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Di 22. Aug 2017, 20:51

Zutreffend ist davon überhaupt nichts. Und immer wenn man andere Menschen be- und verurteilt, begibt man sich damit auf sehr dünnes Eis. Eine gute Diskussionskultur lebt sicher nicht davon andere Mitglieder persönlich anzugreifen und irgendwelche Urteile zu fällen. Ich finde es eine Frechheit vollmundig irgendwelche Behauptungen in den Raum zu stellen über eine Person, die man weder je gesehen, noch gesprochen hat und sich nur irgendwelchen platten Vorurteilen zu bedienen. Von geistiger Tiefe, und irgendwie auch Respekt gegenüber einer anderen Person, zeugt das nicht unbedingt.

Und sowieso: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.

Im übrigen erbitte ich mir das Posten von persönlichen Bildmaterial zu unterlassen. Ich wollte hier eigentlich keine rechtliche Schritte einleiten, weil Leute nicht wissen, wie sich im Internet zu verhalten haben.

Nobbi56
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 33 im Thema

Beitrag von Nobbi56 » Di 22. Aug 2017, 22:47

Liebes dunkles sternchen,

entschuldige, aber was ist das Lebensalter? Eine Zahl auf einem Stück Papier, mehr nicht!

Es gibt 20jährige (oder gar noch jüngere), die haben im Leben mehr durchgemacht und erfahren als so manche Greise!

Ich habe beruflich mit dem Thema Geflüchtete zu tun, Du weißt ja sicherlich, wie viele gerade junge Menschen - größtenteils alleine - aus Kriegsgebieten unter Lebensgefahr nach Europa flüchten: was glaubst Du, haben diese Menschen trotz ihres jungen Alters schon alles an "Lebenserfahrung" erleiden müssen, einschließlich Dinge, die wir uns in unseren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen möchten :o

Zugegeben sind das extreme Beispiele und eine Perspektivverzerrung; aber es zeigt doch, wie irrelevant die Zahl an Jahren ist, die der Perso ausweist. Und bei allem Verständnis für Deine subjektive, zweifellos sehr belastende Situation finde ich es doch für jemanden, der, wie mir scheint, an sich selbst einen hohen intellektuellen Anspruch stellt, etwas oberflächlich, die (nach meiner Überzeugung gut gemeinte und konstruktive) Kritik im besagten Posting von D. nun mit dem platten Verweis auf den Altersunterschied abzutun! Kennst Du André Heller? Der sagte einmal so treffend "Wer das Denken nicht schlagen kann, schlägt die Denkenden". Eine kritische Replik auf meine (auf Rezipienten durchaus mitunter etwas larmoyant wirkende) Selbstzerfleischung passt mir nicht? Na, ganz klar, das muss an der Inkompetenz der Verfasserin liegen! Das erspart es mir, mich mit ihren inhatlichen Argumenten auseinander zu setzen.

Bedenke doch auch Folgendes: Es dürfte hier wohl niemanden geben, der es auf seinem/ihrem Weg zur neu definierten geschlechtlichen Identität besonders leicht hatte! Wenn da jetzt jemand kommt, der sein eigenes - unbestrittenes - Leiden sehr breit darstellt, kann bei anderen leicht der Eindruck entstehen, dass ihr eigener Lebens- und Leidensweg relativiert wird, ja dagegen sogar verblasst, weil er offenbar so viel "weniger schlimm/belastend" war. Das kommt verständlicherweise nicht gut an :x !

Es ist natürlich absolut frustrierend und kann einen traurig und zugleich wütend machen, wenn man macht und tut und irgendwie will sich so gar kein Erfolg einstellen! Die Frage scheint doch aber zu sein: hat sich wirklich kein Erfolg eingestellt oder nimmst Du ihn nur nicht wahr, weil er nicht in Dein "paint-it-black- Welt(und Selbst-)bild passt? Apropos schwarz: Warum trägst Du nach eigener Aussage "nur schwarz"? Lass Dir gesagt sein, so ein Dunkeldüsteroutfit wirkt auf viele Männer eher abtörnend, selbst wenn sie die Trägerin durchaus attraktiv finden mögen!

Wenn D. schreibt, sie beurteilt Dich nach den Bildern (die ich nicht kenne) durchaus hübsch, habe ich keinen Grund, daran zu zweifeln. Ich frage mich daher: kannst Du das überhaupt zulassen, oder weigerst Dich, dies zur Kenntnis zu nehmen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf...?

Zu klären wäre m. E. auch: was erwartest Du Dir hier eigentlich von diesem Forum :?:

LG N.

PS: Hehe, ich bin Jg. '56 - na WER hat hier den Hut auf... :lol:

dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 34 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Mi 23. Aug 2017, 01:33

Ich erwähnte ja bereits, dass ich durchaus gewohnt bin auf Unverständnis zu stoßen - vor allem dann, wenn man mich nur sehr oberflächlich kennt bzw. wahrnimmt. Im Regelfall "schieße" ich auch erst zurück, wenn auf mich geschossen wird. Das mag durchaus nicht immer geistig anständig sein und von Verletztlichkeit zeugen, aber das gestehe ich mir einfach mal an der Stelle zu. Wenn man beginnt unfair zu werden, muss man auch mit unfairen Reaktionen rechnen. Und da achte ich zugegeben auch nicht immer auf moralische Korrektheit.

Was ich wollte?
Wenn man den ersten Post aufmerksam liest, steht da alles drin. Ich wollte mich ursprünglich entschuldigen und dies lediglich kommentieren. Um mehr ging es nicht. Ich habe nirgends darum gebeten mir zu helfen, Tipps zu geben, mich zu bemitleiden und auch nicht meine doch sehr verstrikte Situation von außen in irgendeiner Weise zu kommentieren. Und ich finde, dass man davor einen gewissen Anstand haben sollte, wenn sowas nicht ausdrücklich erwünscht wird.

Und wie ich ebenfalls erwähnte habe ich diese "platten Model-Diskussionen" zu hunderten im Netz gehabt. Es gibt Menschen, die einen guten empathischen Draht haben und andere nicht. Man kann sowas auch nicht erlernen. Und ich merke relativ schnell, welche Diskussionsteilnehmer sich zum einem Thema einfinden und dazu eine empathische Beziehung aufbauen oder eben nicht. Mir liegt es absolut fern hier meine Probleme ausbreiten zu wollen und den Eindruck zu erwecken ich wäre besonders mitleidenswert. Das implizierst Du an der Stelle völlig falsch.

Und das schwarze ...
So, wie andere bei Gott ihren Glauben gefunden haben, so habe ich meinen Glauben woanders gefunden. Die Black- und Death Metal-Szene verarbeitet eben die Themen, die mich im Herzen bewegen. Das fängt eben bei meiner persönlichen Entwicklung an und erstreckt sich über die Gesellschaft, bis hin zum Menschsein, dem Nihilismus. Das sind natürlich alles schwere Kopfgeburten und man muss dafür einen gewissen Hang zur Tiefe haben. Ich kann mit Dir stundenlang über den Tod und das Leben reden. Oder auch einen Monolog zum Thema Tod halten - oder das Leben. Über Licht und Schatten. Das Gute und das Böse. Für mich ist die Nacht ein besonderer Zeitpunkt im Tagesverlauf - einfach auch schon philosophisch, als auch emotional. Allein der Gedanke, dass die "Maschine Menschheit" hier ruht und sich auf das nächste "Fließband-Gerödel" am nächsten Morgen vorbereitet, böte Gesprächsstoff für etliche Gesprächsabende. Ich trage auch deshalb schwarz, um da irgendwie "kontra" zu bieten - still und leise. Ich bin gegen eine Gesellschaft, in der nur Leistung und Erfolg zählt, in der man keine Schwächen haben darf, die Jammer als unangenehm empfindet und Menschen Vorrang gibt, die "alles wie richtige Männer durchziehen".

Schwarz ist keine Farbe, sondern eine Art zu Leben.

Inga
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 35 im Thema

Beitrag von Inga » Mi 23. Aug 2017, 21:58

Hallo, Sternchen,

machst du dir eigentlich auch Gedanken, wie deine Beiträge bei anderen ankommen?

Als ich deinen ersten Beitrag gelesen habe, habe bei mir einige Alarmglocken geläutet. So ist dein Beitrag bei mir angekommen. Wenn ich jetzt den Thread weiter verfolge, habe ich eher den Eindruck, dass du dich in provozierender Weise in Szene setzen willst. Ich weiß nicht, ob du das brauchst. Ich weiß auch nicht, ob das Sinn des Forums ist. Zumindest verspielst du dir dadurch Sympathien.

Okay, daran muss ich mich da nicht betroffen fühlen. Ich muss mich dran nicht weiter beteiligen.
Das wollte ich dich zumindest wissen lassen.

Eine Frage habe ich noch: Du schreibst viel, schnell und provozierend. Kannst du auch zuhören? Ich meine so einfühlend zuhören?

Liebe Grüße
Inga

Nicole Doll
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit

Post 36 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Fr 25. Aug 2017, 10:03

Hallo Inga,

.. einfühlend zuhören, wenn ich das nur könnte! Meine sensiblen Gefühle stecken unter einem dicken Panzer. Und wenn der aufbricht, dann kracht es gewaltig (ag) - vor allem dann, wenn ich einmal besoffen etwas poste. :( Ich denke Sternchen hat da das selbe Problem. Sollten wir hier nicht tolerant sein und Nachsicht üben? :wink:

LG Nicole
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