Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?
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CDenise
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Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 1 im Thema

Beitrag von CDenise » Mo 3. Apr 2017, 15:55

Hallo ihr Lieben,

weiß hier jemand sicher, ob mit der Diagnose F64.1 (Transvestitismus) eine Hormontherapie möglich ist?

Wenn ich mir diese zwei "Klassifizierungen" anschaue, dann finde ich mich in keiner 100% wieder.

F64.- Störungen der Geschlechtsidentität

F64.0 Transsexualismus
Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.

F64.1 Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen
Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, um die zeitweilige Erfahrung der Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu erleben. Der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur besteht nicht; der Kleiderwechsel ist nicht von sexueller Erregung begleitet.
Störung der Geschlechtsidentität in der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter, nicht transsexueller Typus
Exkl.: Fetischistischer Transvestitismus ( F65.1 )

Ich bin wohl F64.05 oder F64.1/2.
"Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden."
Da ich Schubladen und Etiketten nicht mag, ist mir das Schnuppe, wie man mich bezeichnet.

"Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, um die zeitweilige Erfahrung der Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu erleben."
*check*

"Der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur besteht nicht".
Jetzt wird es kompliziert: Ich stelle mein körperliches Wohlbefinden über die Optik einer Vagina, die ich später nicht "benutzen" würde.
Na klar würde ich sofort tauschen, nur ist der Eingriff, die Nachsorge und mögliche Komplikationen zu viel für mich.
Nase, Wangen, Brust, Epilation? Klares ja.

"Störung der Geschlechtsidentität in der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter, nicht transsexueller Typus."
Wenn ich das richtig verstehe, dann ja.

"Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen."
Unbedingt! Das ist mein größter Wunsch, da ich meinen Körper als "falsch" ansehe. Das bin einfach nicht ich, der mich da im Spiegel anschaut :-(

"Da steh' ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!"

Eure Denise

Katrin_F
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 2 im Thema

Beitrag von Katrin_F » Mo 3. Apr 2017, 19:25

Wissen, tue ich es nicht ... bin nicht im medizinischen Bereich tätig.

Vermute aber das F64.1 keinen Zugang zu medizinischen Maßnahmen ermöglicht. Auf meinen Überweisungen etc steht F64.0 G (G für gesichert).

CDenise
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 3 im Thema

Beitrag von CDenise » Di 4. Apr 2017, 08:51

Danke Dir.
Das würde bedeuten, dass ich unbedingt auf F64.0 hinarbeiten muss.
Kann mich ja keiner im Anschluss zwingen im Kleidchen zur GaOp zu müssen ;-)

LG, Denise

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 4 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Di 4. Apr 2017, 09:36

Hallo Denise,

wenn Du Dich, wie Du ja oben schreibst, nicht 100% in F64.0 (Transidentität) wieder findest, frage ich mich, was Du mit Hormonen möchtest!

Liebe Grüße
Michelle


edit: Nach nochmaligem Lesen habe ich das Gefühl, das meine Frage etwas provokant rüber kommt. Deswegen ändere ich sie ein wenig ab: Was möchtest Du mit Hormonen erreichen? Was stellst Du Dir vor?
We all stay skinny as we just won´t eat^^

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 5 im Thema

Beitrag von Tabea » Di 4. Apr 2017, 11:46

Ganz ehrlich, ich würde erstmal mit einem Therapeuten sprechen der Ahnung davon hat.

Klar wirst du heute nicht mehr gezwungen die GaOp zu machen, denke aber das es
trotzdem den Schritt voraussetzt, dass man sich im Klaren ist das man als Frau leben will.
Zumindest gesellschaftlich gesehen.
Meine Kasse hat kein Problem mit meinem TS und auch bei den Kosten waren sie bisher
recht easy aber sie wollen eben wissen und sehen wofür.
Glaube sie hätten mir, und ja ich weiß es auch von anderen die auf F64.1 stehen, mit der
Diagnose nichts gezahlt. Es sind doch schon gut Kosten die sie bis zum Lebensende (wenn ich
mir nur überlege wie teuer immer die Blutbilder sind wenn ich die zahlen müsste) übernehmen
und da zahlen sie nur wenn sie müssen. Privat sieht es anders aus da bist eben du in der Pflicht.

Gruß,
Tabea

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 6 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 5. Apr 2017, 13:31

Was ich erwarte ist eine äußerliche Angleichung meines Inneren.
Klingt vielleicht blöd, ist aber so.
Ich möchte keinem Klischee entsprechen müssen, nur um mich selbst zu verwirklichen.
Hätte ich gern eine Vagina? Ja! Wäre ich bereit die Risiken einzugehen, die eine GaOp mit sich bringt? Nein! Zumindest nicht zum heutigen Tag.
Stand heute sehe ich im Spiegel einen Mann. Das stört mich ungemein. Bin ich deshalb eine Frau? Ich würde sagen nein?
Woher sollte ich wissen, dass ich eine Frau bin, wenn ich doch nur das kenne, was ich bin?

Hätte ich die Wahl 100% Frau oder Mann sein (gute Fee, einen Wunsch frei, Blabla), würde ich nicht einen Moment zögern und "Frau" wählen.
Aber so einfach ist das nunmal nicht. 40 Jahre Testosteron haben nunmal Spuren hinterlassen.
Meine Körper-, Schuhgröße, Stimme, Körperbau, Haarwuchs, all das lässt sich nicht leugnen und kann nur noch in begrenztem Maß und ggf. mit hoher Investition (Geld & Zeit) dem angepasst werden, wie ich eigentlich fühle.

Da bin ich realistisch und versuche mit dem auszukommen, was ich als möglich erachte.
Das vermeintlich "einfachste" ist da die hormonelle Therapie, um zumindest Haarwuchs, Fettverteilung und Emotionalität bestmöglich anzugleichen. Für Laserepilation fehlt leider das Geld.

Sollten die Ergebnisse meine Erwartungen übertreffen, möchte ich nicht ausschließen, dass ich in 5-10 Jahren auch den Schritt der Namens- und Personenstandsänderung gehen würde.
Ist in 5 Jahren aber noch immer ein Mann im Spiegel, würde ich mich weiter meinem männlichen Schicksal beugen.
Ich würde nicht für Außenstehende als "Mann im Kleid" leben wollen, denn für diese Art von Kampf gegen die Gesellschaft fehlt mir schlicht die Kraft.

Kann man das irgendwie nachvollziehen?
LG, Denise

Britt
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 7 im Thema

Beitrag von Britt » Mi 5. Apr 2017, 14:32

Hallo Denise,
was du schreibst klingt danach das du in der Findungsphase bist. Lass dir Zeit, und setze dir keine Fristen.
Deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Ich habe als Teenager so gedacht. Das war Anfang der 80’er. Ich habe verzweifelt nach einen Weg gesucht an Hormone zu kommen, jedoch keine bekommen … schließlich irgendwann aufgegeben.
Wegen den 40 Jahren Testo mach dir keine Sorgen. Ich habe auch erst mit fast 50 die Transition begonnen. Klar ein sonderlich feminines Gesicht bekommt man nicht mehr, wenn man die Transition so spät startet. Für das Passing kann man jede Menge anderes machen. Z.B: Frisur, Stimme, Parfüm, Makeup, Kleidung.

Liebe Grüße,
Britt

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 8 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 5. Apr 2017, 14:45

Dann würde meine "Findungsphase" aber verdammt lang andauern :-/
Nein, ich bin mir sicher, dass ich versehentlich mit einem Y statt einem X ans Licht gekommen bin.

Ich denke das mein Fokus einfach auf anderen Dingen liegt, die mir wichtig sind. Frisur, Stimme, Parfüm, Makeup, Kleidung ist für mich sekundär. In erster Linie geht es mir um mein Körperempfinden, welches derzeit einfach nicht stimmt.
Bei "Passing" wären wir wieder bei dem, wie andere mich sehen und über mich urteilen. Das ist im ersten Stadium für mich nicht relevant.
Ganz banal und stark vereinfacht:
Ab jetzt --> Hormone -- bis --> Körperempfinden OK -- ggf. nächster Schritt --> outing als "Frau"? -- sonst --> weiterhin Hormone

Denise

TessaLouboutin
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 9 im Thema

Beitrag von TessaLouboutin » Mi 5. Apr 2017, 15:01

Hi Denise (888) ,

ich schlage mich auch manchmal mit genau diesen Überlegungen herum und bin bis jetzt zu keinem richtigen Schluß gekommen.
Hier im Forum gibt es ja viele Beiträge zum Thema HRT und die Antworten bezüglich Für und Wider fallen ganz unterschiedlich aus.
Die z.B. bei Youtube dokumentierten HRT Verläufe sind schon verlockend, wenn aus dem "bärtigen Etwas" nach 2-3 Jahren eine
bezaubernde "Barbie" geworden ist. Aber ich glaube es ist eben nur die halbe Wahrheit. Eine HRT im Alter von 18 -20 wirkt anders
als eine HRT ab 40. Die "Schönheit" der Jugend wird sie Dir nicht zurückbringen können. Dazu kommen die möglichen medizinischen
Nebenwirkungen die man sich gerne selbst ausredet. Ich bastel da auch noch an meiner eigenen "Argumentationslinie" aber vieleicht
hilft der Thread hier ja weiter etwas mehr Klarheit in die Sache zu bringen. Therapeuten und Mediziener können aufklären und Dir
die Medikamente verschreiben, aber letztendlich bleibt es ein Experiment an Dir mit ungewissen Ausgang. Die große Frage ist, was
passiert wenn Deine Erwartungen an die HRT (wie immer die auch aussehen) nicht erfüllt werden? Welchen "Plan B" gibt es dann,
wenn doch das "Äußere" immer noch nicht zum "Inneren" passt? Ich glaube nicht das Du dich dann so einfach deinem
"...männlichen Schicksal beugen..." kannst. Ich glaube eher das der Druck dann noch um ein Mehrfaches stärker wird.

LG Tessa.
Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick.

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 10 im Thema

Beitrag von Britt » Mi 5. Apr 2017, 15:45

CDenise hat geschrieben:
Mi 5. Apr 2017, 14:45
Dann würde meine "Findungsphase" aber verdammt lang andauern :-/
Nein, ich bin mir sicher, dass ich versehentlich mit einem Y statt einem X ans Licht gekommen bin.

Ich denke das mein Fokus einfach auf anderen Dingen liegt, die mir wichtig sind. Frisur, Stimme, Parfüm, Makeup, Kleidung ist für mich sekundär. In erster Linie geht es mir um mein Körperempfinden, welches derzeit einfach nicht stimmt.
Bei "Passing" wären wir wieder bei dem, wie andere mich sehen und über mich urteilen. Das ist im ersten Stadium für mich nicht relevant.
Ganz banal und stark vereinfacht:
Ab jetzt --> Hormone -- bis --> Körperempfinden OK -- ggf. nächster Schritt --> outing als "Frau"? -- sonst --> weiterhin Hormone

Denise
Das was du da schreibst klingt für mich nach f64.0 = transsexuell.
F64.1 = Transvestit . Also als Mann weiter leben wollen. Abends mal als Freizeitfrau.

Grüße,
Britt

PS: Bitte jetzt nicht anfangen über die Begrifflichkeiten zu diskutieren, ich weiß das es dort einen fließenden Übergang gibt, alles komplizierter ist.

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 11 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 5. Apr 2017, 16:07

Britt hat geschrieben:
Mi 5. Apr 2017, 15:45
Das was du da schreibst klingt für mich nach f64.0 = transsexuell. [...]
Wäre auf jeden Fall schlüssig. Ich möchte nur nicht zum Beginn der Transition diesen harten Schnitt, das ist alles.
Es fühlt sich manchmal an wie:"Entweder Sekt oder Selters! Du kannst nicht "einfach" Hormone nehmen und dann nicht sofort komplett als Frau leben wollen!" Überspitzt geschrieben.
Das mißfällt mir.

Mein Idealer Weg wäre:
Beginn der begleiteten Hormontherapie -> Wirkung entfalten lassen -> Wirkung ist wie gewünscht -> nächsten Schritt planen
Da ich aber weiß, dass "Wirkung ist wie gewünscht" dehnbar und leider auch nicht bei jedem zutreffend ist, möchte ich nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.

LG, Denise

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 12 im Thema

Beitrag von Tabea » Mi 5. Apr 2017, 16:15

Die Wirkung ist unterschiedlich von Person zu Person. Erwartet keine Wunder von den Hormonen... .

Britt
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 13 im Thema

Beitrag von Britt » Do 6. Apr 2017, 11:36

CDenise hat geschrieben:
Mi 5. Apr 2017, 16:07
Mein Idealer Weg wäre:
Beginn der begleiteten Hormontherapie -> Wirkung entfalten lassen -> Wirkung ist wie gewünscht -> nächsten Schritt planen
Da ich aber weiß, dass "Wirkung ist wie gewünscht" dehnbar und leider auch nicht bei jedem zutreffend ist, möchte ich nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.

LG, Denise
Hallo Denise,
Ich kenne einige (mich eingeschlossen) die mit den Hormonen angefangen haben und noch als Mann rumgelaufen sind.
Viele Wege führen nach Rom, jedoch ist das Ziel immer das gleiche.

Eins solltest du jedoch im Hinterkopf haben, wenn du möchtest, dass die KK mal was zahlt, benötigst einen Nachweis der HRT und einen Nachweis der Psychotherapie.

LG Britt

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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?

Post 14 im Thema

Beitrag von Anja » Di 18. Apr 2017, 11:58

Moinsen,

(ich glaube), ich verstehe das Dilemma von Denise.
Sie möchte erst eine Zeit lang Hormone nehmen und erst dann als Frau leben, wenn durch die Hormone optisch bereits so große Veränderungen eingetreten sind, das ein "Seitenwechsel" ohne Spießrutenlauf möglich ist, bzw. sie sich dann auch als Frau wohl fühlt.
Sofern der Psychologe einen Leidensdruck unter dem männlichen Körper erkennt (den Denis ja nun mehrmals erwähnt hat), sollte eine Indikation für die Hormontherapie unproblematisch zu begründen sein.
Ich würde sie auch eher bei F64.0 sehen, zumindest bei dem, was sie hier schreibt. Sie wünscht sich körperliche Veränderungen, das geht doch über F64.1 hinaus...
Aber wie es in ihr aussieht, kann nur sie selbst sagen..

Grüße
die Anja
WER WILL FINDET WEGE. WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE.

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