Der Weg zum Endokrinologen
Der Weg zum Endokrinologen - # 2

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Britt
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 16 im Thema

Beitrag von Britt » Do 30. Mär 2017, 00:05

Hallo manu,
Dgti und hormonmädchen sind nach meiner Meinung die besten Informationen.
Ja, es ist richtig Hormone darf jeder Arzt "ohne weiteres" verschiedenen. Allerdings muss bei der verschreibung ein grund angegebenen werden. Das ist die Diagnose f64.0 wie ich oben geschrieben habe. (oder bei cis eben die wechseljahre)
Das Problem ist, das viele Ärzte auf das schreiben vom Psycholgen bestehen. .. dann kommt die wartezeit beim Therapeuten noch hinzu.

Britt

Manu.66
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 17 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Do 30. Mär 2017, 10:46

Hallo Mädels - guten Tag Britt!

Ich hoffe mal, dass ich mich in der toleranten, weltoffenen Art meiner Hausärztin nicht getäuscht habe.
In immer mehr Fällen erfahre ich, dass auf die Seelenklempner gut und gern verzichtet werden kann (Okay, es ist schlimm, wenn frau diese Berufsgruppe näher kennt und genau weiss, wie die ticken.)
Die Bescheinigung, dass eine Transsexualität vorliegt, benötige ich ja auch für die Beantragung des dgti-Ergänzungsausweises.

Schaun wir mal, es wird sich noch einiges ergeben in nächster Zeit.

Liebe Grüße
Manuela
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Michelle_Engelhardt
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 18 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Do 30. Mär 2017, 11:02

Hallo Manu,

ohne Deine Euphorie bremsen zu wollen, kann ich mir schwerlich vorstellen, das eine Allgemeinmedizinerin eine TS bescheinigen kann / wird, völlig egal wie tolerant und weltoffen sie sein mag. Sie kann sehr wohl die Diagnose stellen und Dich an einen Therapeuten überweisen. Nichtsdestotrotz drücke ich Dir die Daumen.

Liebe Grüße
Michelle
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Hanna S.
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 19 im Thema

Beitrag von Hanna S. » Do 30. Mär 2017, 19:47

Hallo Ihr Lieben,
Manu.66 hat geschrieben:
Do 30. Mär 2017, 10:46
...
Ich hoffe mal, dass ich mich in der toleranten, weltoffenen Art meiner Hausärztin nicht getäuscht habe.
...
an meine Hausärztin hatte ich zuerst auch gedacht, zumal wir vor einigen Jahren familiär auch recht engen Umgang hatten. Ich habe mich dann - nachdem ich sie vorab angerufen hatte, wann es bei Ihr gut passen würde - vor über einem Monat recht frohgemut auf den Weg gemacht:
Wie enttäuscht war ich aber, als ich feststellen musste, dass sie von der Materie überhaupt keine Ahnung hat und auch nicht gewillt schien, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen! Ihr Kommentar nachdem ich ihr meine Situation vielleicht zehn Minuten beschrieben hatte:

"... hm seit zwei Jahren hast Du das? Naja, das ist ja eigentlich noch nicht so lang... Mach das hier bloß nicht publik, Du weißt doch wie klein die Stadt ist, das schadet dir nur! Und dann musst Du doch auch mal an Eure Kinder denken! ...vielleicht geht das ja auch wieder weg!?"

So hab ich mir von ihr eine Überweisung zum Therapeuten geben lassen, mit der ich aber nix anfangen kann, da (wie ich nachher erfahren habe) der von mir gewählte Therapeut nur eine Überweisung von einer/m Gyn/Uro akzeptiert. So hab ich also am Montag den Termin bei meinem Uro um mir die "richtige" Überweisung geben zu lassen und in einem Monat dann beim Therapeuten.

Ich überlege aber ehrlich gesagt die ganze Zeit, ob ich nicht versuchen sollte, meinen Urologen davon zu überzeugen, die eigenmächtig begonnene HT im Nachhinein zu legalisieren, noch bevor ich die Indikation vom Therapeuten habe... (da ich die Nadelepilation auch schon begonnen habe und aus eigener Tasche zahle, juckt mich der MDK nicht so sehr, erst bei der GAOP könnte das interessant werden, aber wenn ich zur GAOP schreite, ist hoffentlich die S3-Leitlinie draußen und die 2009er Begutachtungsrichtlinie längst in der Tonne... :)

Manu.66 hat geschrieben:
Do 30. Mär 2017, 10:46
...
Die Bescheinigung, dass eine Transsexualität vorliegt, benötige ich ja auch für die Beantragung des dgti-Ergänzungsausweises.
...
Wenn ich mich recht erinnere, reicht auch die Überweisung der/s Hausärztin zum Therapeuten oder zu wem auch immer mit der Diagnose: Verdacht auf Transsexualismus. Und die bekommst Du wahrscheinlich im Handumdrehen.

Liebe Grüße
Hanna

***

Britt
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 20 im Thema

Beitrag von Britt » Do 30. Mär 2017, 22:33

Hallo Manu,
was alles für den dgti Ausweis geht, steht auf der dgti Seite.

Liebe Grüße,
Britt

Manu.66
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 21 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Fr 31. Mär 2017, 09:42

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Do 30. Mär 2017, 11:02
Hallo Manu,

ohne Deine Euphorie bremsen zu wollen, kann ich mir schwerlich vorstellen, das eine Allgemeinmedizinerin eine TS bescheinigen kann / wird, völlig egal wie tolerant und weltoffen sie sein mag. Sie kann sehr wohl die Diagnose stellen und Dich an einen Therapeuten überweisen. Nichtsdestotrotz drücke ich Dir die Daumen.

Liebe Grüße
Michelle
Hallo Michelle - hi Mädels!

Danke für das Daumendrücken (smili)
Eine Diagnose nach f64.0 kann auch ein Allgemeinmediziner erstellen.

Okay, ich gebe zu es ist ein Jammer, aber ich kann nun mal die Berufsgruppe der Therapeuten nicht akzeptieren. Mag ja sein, dass es innerhalb dieser Spezies durchaus brauchbare Vertreter der Zunft gibt, aber ich habe halt so meine Negativerfahrungen im privaten Umfeld gemacht. Dabei war ich keine Patientin.

Wenn es irgend geht, möchte ich auf diese möglicherweise hochqualifizierten Leute wenn es um meine Person geht verzichten. Um es klar auszudrücken, dies ist meine ganz subjektive Meinung, die keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt.

Liebe Grüße
Manuela
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 22 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Fr 31. Mär 2017, 09:56

Manu.66 hat geschrieben:
Fr 31. Mär 2017, 09:42

Eine Diagnose nach f64.0 kann auch ein Allgemeinmediziner erstellen.
Das schrieb ich ja auch. Möglicherweise wird die Diagnose "Verdacht auf TS" lauten. Eine Diagnose ist aber sicher noch keine Bescheinigung um an eine HRT zu kommen, obwohl es auch da garantiert Ausnahmen gibt. Ein Zahnarzt wird auch keine Indikation zur Behandlung von Plattfüßen erstellen....um es stark überspitzt auszudrücken........und ja, es gibt ganz hervorragende Therapeuten (moin)

LG
Michelle
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 23 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Fr 31. Mär 2017, 10:17

Hi Britt!

Den Antrag für den Ergänzungsausweis hatte ich schon ausgedruckt und ausgefüllt - ich sammle jetzt die nur noch notwendigen Unterlagen.

Ein besonders schönes Wochenende mit viel Sonnenschein wünsche ich allen (na)

Manuela
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 24 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mo 3. Apr 2017, 13:39

Hi Mädels!

Mal eine Anmerkung zur Diagnose f64.0.
Diese Diagnoseart gehört wohl zu denen, die eine psychische Störung diagnostizieren.

Ich fühle mich aber auf keinen Fall psychisch gestört!

Ich verweise in diesem Zusammenhang mal auf eine Forderung des Europarates:

Der Europarat hat in seiner Resolution 2048 vom 22. April 2015 für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Transpersonen die 47 Mitgliedsstaaten unter anderem dazu aufgefordert, alle Einstufungen als geistige Störungen in nationalen Klassifikationen zu streichen. Das Europaparlament hatte bereits 2011 die Europäische Kommission und die WHO aufgefordert, Störungen der Geschlechtsidentität von der Liste der psychischen und Verhaltensstörungen zu streichen und in den Verhandlungen über die 11. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11 per 2018) eine nicht pathologisierende Neueinstufung sicherzustellen.[14]

Frankreich hat sich zum Beispiel längst daran gehalten und per Dekret festgelegt, dass Transsexualität nicht als Störung klassifiziert werden darf!

In Deutschland gibt es wohl da noch einigen Nachholfbedarf.

Liebe Grüße
Manuela - nicht psychisch gestört!
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 25 im Thema

Beitrag von CDenise » Mo 3. Apr 2017, 15:24

F60-F69 gehören zu den Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen und bezeichnen Störungen der Geschlechterrolle.
Das wir mWn nicht als "psychische Störung" benannt, korrigiert mich bitte.

Aus meiner Sicht sollte auch ein Allgemeinmediziner beurteilen können, ob:
Der Wunsch besteht, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden.
Dies mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einhergeht.
Ob der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung besteht, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.

Das ist eine Checkliste, die in einem halbstündigen Gespräch als Grundlage zur angeschlossenen Aufklärung über eine mögliche hormonelle Therapie dienen sollte.

Es geht hier nicht um den leichtfertigen Umgang mit einer Diagnose oder Hormonen, aber ich erwarte von jedem Hausarzt und Facharzt die Mündigkeit eine Einschätzung im Sinne des Patienten und mit ihm vornehmen zu können.

Es läuft doch niemand aus purer Langeweile zum Arzt und möchte mal eben ein paar Hormone, weil er sonst nichts zu tun hat.

Denise

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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 26 im Thema

Beitrag von Atalanta » Mo 3. Apr 2017, 23:54

Manu.66 hat geschrieben:
Mo 3. Apr 2017, 13:39
Hi Mädels!

Mal eine Anmerkung zur Diagnose f64.0.
Diese Diagnoseart gehört wohl zu denen, die eine psychische Störung diagnostizieren.

Ich fühle mich aber auf keinen Fall psychisch gestört!
Dem dürfte nimand hier widersprechen.
Ich verweise in diesem Zusammenhang mal auf eine Forderung des Europarates:
[...]
In Deutschland gibt es wohl da noch einigen Nachholfbedarf.
Nicht nur darin.

Aber es ist Land in Sicht und das Lemma des betreffenden Artikels in Wikipedia sollte dann auch angepasst werden. Daraus folgender Abschnitt (mit meinen Hervorhebungen und zusätzlichen Absätzen):

Die Neufassung der ICD-10, ICD-11 (Entwurfsstatus 3.2015) [3] bezeichnet Störungen der Geschlechtsidentität künftig als
gender incongruence (6A30), Nichtübereinstimmung des Identitätsgeschlechts mit dem zugewiesenen Geschlecht
in der Pubertät und als Erwachsener,
eingeordnet in der neuen Kategorie 06, Zustände sexueller Gesundheit,
die keine Kategorie psychischer Störungen oder Krankheiten ist.

Die Diagnose kann mit Beginn der Pubertät gestellt werden.

Für Kinder, vor der Pubertät, ist die Diagnose 6A31, gender incogruence in childhood, vorgesehen.

Manu.66
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 27 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Do 6. Apr 2017, 23:27

Hi Mädels!

Heute ist für mich ein glücklicher Tag!

Meine Hausärztin ist wirklich so weltoffen, tolerant und verständnisvoll wie ich sie eingeschätzt habe. (fwe3)

Die Diagnose f64 lehnt sie ab - Transsexualität ist für sie weder eine Krankheit noch eine Störung in irgendeiner Form. (ap)

Ergo: Ich habe von ihr ein ärztliches Attest bekommen, in dem sie mir meine Transsexualität attestiert. (yes)

Das müsste eigentlich jedem Endokrinologen ausreichen, denn das Attest einer Kollegin wird er wohl nicht anzweifeln. (smili)

Mein Termin für den Endokrinologen steht fest, bis dahin macht meine Hausärztin ein großes Blutbild und wird meine Leberwerte checken. Vielleicht kann ich dann schon in naher Zukunft mit einer Hormontherapie beginnen - wer weiß das schon.

Liebe Grüße )))(:
Manuela - einfach nur happy
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 28 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Fr 7. Apr 2017, 06:50

Hi Manu,

Glückwunsch! Ich kann mir vorstellen, das Du Dich freust wie Bolle. Nun bin ich sehr gespannt, wie der Endo reagiert.

Liebe Grüße
Michelle
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Tabea
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 29 im Thema

Beitrag von Tabea » Fr 7. Apr 2017, 08:03

Moin,
der Endo ist da eher das kleinere Problem. Fragt sich eher ob die Kasse das auch so anerkennt.
Weil die dir ja die Leistung bereit stellen sollen oder?

Gruß,
Tabea

Manu.66
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 30 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Fr 7. Apr 2017, 09:07

Tabea hat geschrieben:
Fr 7. Apr 2017, 08:03
Moin,
der Endo ist da eher das kleinere Problem. Fragt sich eher ob die Kasse das auch so anerkennt.
Weil die dir ja die Leistung bereit stellen sollen oder?

Gruß,
Tabea
Hi Tabea!

Kasse interessiert mich nicht. Ich bin Privatpatientin und da ist die Beihilfe für mich maßgeblich.

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