Selbstbestimmung durch Selbstmedikation
Selbstbestimmung durch Selbstmedikation - # 3

Antworten
Nora_7
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 538
Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
Pronomen:
Membersuche/Plz: 67*
Hat sich bedankt: 24 Mal
Danksagung erhalten: 192 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 31 im Thema

Beitrag von Nora_7 » Di 7. Mär 2017, 23:47

An dieser Stelle sollte man auch mal daran denken, wie ein Gesundheitswesen funktioniert. Alle zugelassenen Therapien beruhen auf Dignosen und belegbarem Nutzen von Therapien. "Ein bisschen weiblich" ist da sicher nicht enthalten. Denn es fehlen klinische Erfahrungen (=Studien), und kein Arzt sollte ich auf Derartiges einlassen. Und bei Komplikationen werden die Krankenkassen sicher hinterfragen, warum die Solidargemeinschaft die Konsequenzen derartigen Verhaltens tragen soll.

Nora_7
NB: Ich bin selbst auch im Gesundheitswesen tätig und befasse mich mit innovativen Gesundheitsformen und deren Vertragsgestaltungen
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.

Michelle_Engelhardt
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 2463
Registriert: Mi 27. Aug 2014, 14:15
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Dortmund
Membersuche/Plz: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 1577 Mal
Danksagung erhalten: 1852 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 32 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mi 8. Mär 2017, 06:55

Ich habe es ja schon in meiner Geschichte erzählt. Mit 42 Jahren habe ich erst mein weibliches Ich entdeckt bzw. angenommen. Relativ spät eigentlich. Dementsprechend dauerte es 13 Monate, bis ich von meiner Psychologin die Indikation für die HRT und somit die Diagnose F64.0 bekam. Sie wollte da absolut auf Nummer Sicher gehen, denn auch Ärzte bzw. Psychologen können für Medikationen haftbar gemacht werden, wenn ich richtig informiert bin. Das sie sich da möglichst absichern wollen, ist irgendwo verständlich.

LG
Michelle
Posting © by Michelle 2018. Alle Rechte vorbehalten. Kein Verwenden, Zitieren und Kritisieren ohne Erlaubnis.

Nina_68
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 154
Registriert: So 22. Nov 2015, 08:22
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: Sie
Membersuche/Plz: Recklinghausen
Hat sich bedankt: 47 Mal
Danksagung erhalten: 74 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 33 im Thema

Beitrag von Nina_68 » Mi 8. Mär 2017, 07:45

Hallo,

Ich habe keine Ahnung von Hormonen und kann Dir nur google empfehlen.
Ich fände es gut, wenn hier sinnvolle Medikationen und Beschaffungswege ohne einen Arzt aufgezeigt würden. Irgendwas im Web zu bestellen ist doch auch nicht ok, oder?

LG

Nina

Anja
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 612
Registriert: Di 26. Jan 2016, 09:45
Geschlecht: Transfrau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Buchholz in der Nordheide
Membersuche/Plz: 21244
Hat sich bedankt: 860 Mal
Danksagung erhalten: 801 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 34 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 8. Mär 2017, 09:15

Hallo Britt,
Britt hat geschrieben:Das meine ich doch auch. Für die Hormone wird keine Indikation gefordert
Also das düfte die Krankenkasse vielleicht etwas anders sehen. Da sie die Kosten der HRT tragen (sollen). Ich habe das bei meiner HRT strikt getrennt. Vorher, also ohne Indikation habe ich ausschließlich auf Privatrezept Hormone genommen, erst nach der Indikation die Kassenleistung in Anspruch genommen. Die Kassen müssen für die HRT aufkommen. Aber soweit ich weiß nur, wenn auch ein entsprechender Grund dafür gegeben ist. Natürlich verschreiben manche Ärzte Hormone auch ohne Indikation, aber ich könnte mir vorstellen, das es dann bei eventuellen Problemen (z.B. Organschäden) es Probleme mit der Kasse geben könnte....

Vielleicht kann sich ja jemand dazu äußern, der davon mehr Ahnung hat als ich.

Grüße
die Anja
WER WILL FINDET WEGE. WER NICHT WILL FINDET GRÜNDE.

CDenise
Beiträge: 26
Registriert: Do 16. Okt 2014, 15:43
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 35 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 8. Mär 2017, 11:25

Nochmal: Es geht mir nicht darum auf eigene Faust im Internet Hormone zu bestellen und diese ohne Aufsicht zu nehmen.
Auch nicht darum Hormone ohne Rezept beim Discounter kaufen zu können.
Ich prangere aber an, dass es durchaus nachvollziehbar ist, dass Menschen so handeln möchten.

Erstaunlich finde ich es, dass gerade hier in manchen Zeilen ein Unterton von Inakzeptanz mitschwingt.

Man muss meine Lebensauffassung nicht teilen, oder die von Joe, Anja, Michelle ... wem auch immer.
Aber warum sollte jemand wie Joe weniger Rechte auf eine HRT haben, als Nora oder Anja?
Wenn jemand für sich selbst der Auffassung ist, dass er einen anderen Weg einschlagen möchte und ausreichend gefestigt scheint, warum nicht?

Das Risiko für einen Leberschaden ist für die Solidargemeinschaft bei einem CD/DWT/TV/TG/MtF/WTF ... in Betreuung sicherlich gleich hoch, nicht aber bei unkontrollierter Einnahme von Hormonen, was für manche der einzige Ausweg scheint.
Zerstört jemand seine Leber jahrelang durch Alkohol fängt ihn das System auf, eine/n "Nicht-TS-Diagnostizierte/n" vom Arzt überwachten HRT auf Privat- oder Kassenrezept nicht?
Das wäre aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar.

Fassen wir mal zusammen (gern ergänzen und/oder berichtigen):
HRT kann mein Hausarzt verschreiben, macht er in der Regel aber nicht, möchte sich gern absichern durch ein psychologisches Gutachten.

Privatrezept von Hausarzt einfacher zu bekommen, da keine "unangenehmen Fragen" der Kasse zu erwarten sind.

Endokrinologe benötigt eine Überweisung von Hausarzt, und möchte sich gern absichern durch ein psychologisches Gutachten.

Vermutung: Psychologe wird Transsexueller Person mit Wunsch zur Geschlechtsangleichung schneller/wahrscheinlicher zustimmen, als "Transvestit unter Beibehaltung beider Geschlechterrollen".

LG, Denise

VanessaL
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 480
Registriert: Mi 8. Feb 2017, 13:34
Pronomen: bitte „SIE“
Membersuche/Plz: 61
Hat sich bedankt: 438 Mal
Danksagung erhalten: 353 Mal
Gender:

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 36 im Thema

Beitrag von VanessaL » Mi 8. Mär 2017, 12:04

(888)

Hallo,

ich bin ja, trotz meines Alters, eher ein Neuling und vielleicht liegt es daran, dass ich die Problematik zwar verstehe, aber nicht verstehe ...
Mal abgesehen von Gesundheitsrisiken hin oder her ... ich verstehe nicht wozu Hormone dienen sollen, wenn nicht zur Unterstützung der Wandlung von MzF oder FzM?. Vielleicht kann mich da mal jemand aufklären ... das wäre lieb von Euch. Danke!

Liebe Grüße
VanessaL
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

CDenise
Beiträge: 26
Registriert: Do 16. Okt 2014, 15:43
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 37 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 8. Mär 2017, 12:38

Nun, weil es eben nicht nur "Mann" und "Frau" gibt, "Schwarz" und "Weiß", sondern jede Menge dazwischen.
Ich für meinen Teil habe akzeptiert, dass ich nunmal keine Frau bin, aber eben auch mit der "klassischen" Männerrolle nicht klar komme. Was bin ich also?
Biologisch den äußerlichen Merkmalen nach zu urteilen ein Mann. Mein persönliches Bild von mir ist aber ein anderes. Und das stimmt so gar nicht mit meinem Spiegelbild überein. Noch komplizierter wird es, wenn wir in den Bereich der Gefühle und Empfindungen eindringen.

Und um diesen, aus meiner Sicht, Missstand zu ändern, ist nach langer Recherche für mich als Fazit herausgekommen, dass die mit großer Wahrscheinlichkeit viele meiner Leiden anscheinend durch eine Hormonersatztherapie zu lindern sind.

Dadurch werde ich aber nicht zur Frau ...

Klingt kompliziert, ist es auch ;-)
LG,
Denise

Nora_7
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 538
Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
Pronomen:
Membersuche/Plz: 67*
Hat sich bedankt: 24 Mal
Danksagung erhalten: 192 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 38 im Thema

Beitrag von Nora_7 » Mi 8. Mär 2017, 12:44

Wer als Mann unbedingt sichtbar Brüste haben will, sollte den direkten Weg zu Implantaten gehen. Im Unterschied zur Hormontherapie ist dies reversibel.
Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.

Silvia
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 60
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 15:49
Geschlecht: androgyn
Pronomen:
Wohnort (Name): Norddeuschland
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal
Gender:

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 39 im Thema

Beitrag von Silvia » Mi 8. Mär 2017, 13:04

Hi Denise,

ich kann sehr gut nachvollziehen was Du möchtest. Im Prinzip geht es mir genauso. Ich möchte meine weibliche Ader, die definitiv vorhanden und auch stark ausgeprägt ist, mehr ausleben. Liebend gerne würde ich diese auch mit vernünftigen Hormonen unter ärztlicher Kontrolle nach meinen Vorstellungen formen. Aber eben nicht den "ganzen" Weg gehen. Nicht nach außen als Frau auftreten. Und du wirst lachen: Nachdem ich diesem Beitrag gelesen habe überlege ich mal wieder ob ich nicht meine Frau einpacke und bei meiner Ärztin vorstellig werde.
Bisweilen begnüge ich mich seit mehreren Jahren mit den pflanzlichen Produkten. Ich hab da eine, für mich gut wirkende Dosierung gefunden, die bereits gute Wirkung zeigt.
Ich zeige mich also schon mit einer Ganzkörperrasur und deutlich sichtbaren Brüsten in der Öffentlichkeit. Und das seit bereits langer Zeit. Meine Denkens Weise ist vielleicht ein wenig "weiblicher" geworden. Und genau das ist es was ich mir für meinen Seelenfrieden wünsche. Dies noch ein wenig auszubauen. Und das am liebsten unter ärztlicher Aufsicht mit richtigen Hormonen.
Ich glaube, nicht mehr und nicht weniger wünscht Du dir, oder?

LG

Silvia
Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße - Ich bin was ich bin und das bin ich gerne

CDenise
Beiträge: 26
Registriert: Do 16. Okt 2014, 15:43
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 40 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 8. Mär 2017, 13:10

Nora_7 hat geschrieben:
Mi 8. Mär 2017, 12:44
Wer als Mann unbedingt sichtbar Brüste haben will, sollte den direkten Weg zu Implantaten gehen. Im Unterschied zur Hormontherapie ist dies reversibel.
Nora_7
Als "Mann" geht es mir persönlich nicht in erster Linie um Brüste.
Joe z.B. scheint dem eine ganz andere Gewichtung zu geben, was sein gutes Recht ist, wie ich finde.
Anderen geht es um Gefühle, Emotionen, Hautbild, Fettverteilung ...-

Die Wahrscheinlichkeit mehr als "A" Brüste zu bekommen scheint bei einer HRT eh nicht besonders groß und Veranlagung zu sein.
Du reduzierst hier die hormonellen Änderungen sehr auf einen einzelnen Aspekt, wie ich finde.

LG, Denise

CDenise
Beiträge: 26
Registriert: Do 16. Okt 2014, 15:43
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 41 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 8. Mär 2017, 13:13

Silvia hat geschrieben:
Mi 8. Mär 2017, 13:04
[...] Ich glaube, nicht mehr und nicht weniger wünscht Du dir, oder?
LG
Silvia
Ja, in etwa trifft es das. Schön das Dich der Thread angestoßen hat, aktiv zu werden.
Würde mich freuen davon zu lesen, wie es weitergeht.

LG, Denise

VanessaL
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 480
Registriert: Mi 8. Feb 2017, 13:34
Pronomen: bitte „SIE“
Membersuche/Plz: 61
Hat sich bedankt: 438 Mal
Danksagung erhalten: 353 Mal
Gender:

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 42 im Thema

Beitrag von VanessaL » Mi 8. Mär 2017, 13:16

Hallo Denise,

vielen Dank für Deine Antwort. Leider habe ich noch immer nicht verstanden, was die Hormone jetzt genau "regeln" sollen. Aber vielleicht ist das am Ende auch gar nicht entscheidend, solange es Dir gut geht.

Aber - das muss ich jetzt leider aus meiner Perspektive schreiben - ich kann Mediziner verstehen, die mit Vorsicht walten (passiert ja oft auch selten Genug) und nicht ohne Weiteres ein Medikament verschreiben. Das muss man ihnen einfach auch zugestehen ...
und ob Hormone helfen Deine Zerrissenheit zu "heilen" glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, dass Du auf dem Holzweg bist, da mit Hormonen Dein 60M/40F Gleichgewicht beibehalten zu können.
Versteh das bitte nicht als Angriff oder Bevormundung- jeder ist für sich selbst verantwortlich.... es ist eher ein Blick auf das was Du geschrieben hast und wie es bei mir, dem Leser angekommen ist. Vielleicht ist es auch eine Art Reflektion für Dich ... und hilft Dir bei Deinem Weg weiter ... viel Glück und Erfolg ... bin gespannt zu lesen, wie es weiter geht ...

VanessaL
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

Silvia
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 60
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 15:49
Geschlecht: androgyn
Pronomen:
Wohnort (Name): Norddeuschland
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal
Gender:

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 43 im Thema

Beitrag von Silvia » Mi 8. Mär 2017, 13:21

Nora_7 hat geschrieben:
Mi 8. Mär 2017, 12:44
Wer als Mann unbedingt sichtbar Brüste haben will, sollte den direkten Weg zu Implantaten gehen. Im Unterschied zur Hormontherapie ist dies reversibel.
Nora_7
Hallo Nora,

ein chirurgischer Eingriff ist da auch nicht ohne. Und wenn es danach ginge, könnte chirurgisch auch ein gewachsener Busen wieder entfernt werden.
Für mich käme z.B. ein chirurgischer Eingriff nicht in Frage. Ich möchte (und habe) EIGENE Brüste und nicht irgendetwas fremdes was so aussieht wie Brüste.
Ich fahre bis hierhin gut mit meiner Entscheidung und trage das was ich an Brust gewonnen habe ohne Scharm und mit Stolz. Für mich sieht es nicht unnatürlich sondern richtig aus. Und ja: Ich möchte auch noch etwas mehr haben. Brüste sind EIN Bestandteil das mich aus meiner Sicht etwas näher an das bringt, was ich denke was ich bin.
Aus diesem Grund sollte man es hier aber nicht auf Brüste "ja oder nein" reduzieren. Das Thema ist schon etwas komplexer. Das eine HRT eben auch Brüste hervorbringt, ist eben ein willkommener "Nebeneffekt".

LG
Silvia
Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße - Ich bin was ich bin und das bin ich gerne

CDenise
Beiträge: 26
Registriert: Do 16. Okt 2014, 15:43
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 44 im Thema

Beitrag von CDenise » Mi 8. Mär 2017, 13:33

VanessaL hat geschrieben:
Mi 8. Mär 2017, 13:16
[...] ich kann Mediziner verstehen, die mit Vorsicht walten (passiert ja oft auch selten Genug) und nicht ohne Weiteres ein Medikament verschreiben. Das muss man ihnen einfach auch zugestehen ...
Auf jeden Fall. Die sollen mich gern anhören und feststellen, dass ich mit beiden Beinen im Leben stehe, nicht unter Alkoholeinfluss stehe und gut informiert und aus voller Überzeugung die Auffassung vertrete, dass Östrogene mir gut tun werden (he)
Medizinische Einwände, Anmerkungen etc. sind hier hilfreich, nicht aber eine Übertragung des subjektiven Weltbilds.
VanessaL hat geschrieben:
Mi 8. Mär 2017, 13:16
und ob Hormone helfen Deine Zerrissenheit zu "heilen" glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, dass Du auf dem Holzweg bist, da mit Hormonen Dein 60M/40F Gleichgewicht beibehalten zu können. [...]
Na ich will stark hoffen, dass ich nach Monaten der HRT mich weiblicher fühle als jetzt. Ich bin auch nicht für eine starre Festlegung auf solche Werte. Sollte sich in den nächsten Jahren ergeben, dass ich im mit Lippenstift und Rock durch den Regen tanze, dann ist das so, aber ich möchte nicht darauf festgelegt werden. Es sollte meine Entscheidung sein.
Sollte ich nach x-Jahren feststelle, dass ich den falschen Weg eingeschlagen habe, dann ist auch das meine Realität, die ich akzeptieren muss, mit allen Konsequenzen.
Das müssen MtF/FtM allerdings auch und von denen gibt es auch welche, die nach der GaOP in Depressionen fallen.
Das kann man zuvor nicht ausschließen, bei niemandem.

LG,
Denise

Britt
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 152
Registriert: Do 16. Jun 2016, 08:36
Pronomen:
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: Berlin
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 96 Mal

Re: Selbstbestimmung durch Selbstmedikation

Post 45 im Thema

Beitrag von Britt » Mi 8. Mär 2017, 14:32

Anja hat geschrieben:
Mi 8. Mär 2017, 09:15
Hallo Britt,
Britt hat geschrieben:Das meine ich doch auch. Für die Hormone wird keine Indikation gefordert
Also das düfte die Krankenkasse vielleicht etwas anders sehen. Da sie die Kosten der HRT tragen (sollen). Ich habe das bei meiner HRT strikt getrennt. Vorher, also ohne Indikation habe ich ausschließlich auf Privatrezept Hormone genommen, erst nach der Indikation die Kassenleistung in Anspruch genommen. Die Kassen müssen für die HRT aufkommen. Aber soweit ich weiß nur, wenn auch ein entsprechender Grund dafür gegeben ist. Natürlich verschreiben manche Ärzte Hormone auch ohne Indikation, aber ich könnte mir vorstellen, das es dann bei eventuellen Problemen (z.B. Organschäden) es Probleme mit der Kasse geben könnte....

Vielleicht kann sich ja jemand dazu äußern, der davon mehr Ahnung hat als ich.

Grüße
die Anja
Hallo Anja,
ich bekomme seit Anfang an die Hormone auf Kassenrezept. Das erste halbe Jahr hat mir ein Gynäkologe die Hormone verschrien und die Werte überprüft. Inzwischen bin ich zu einem Endokrinologen gewechselt.
Die Krankenkasse hat an dieser Stelle kein Mitspracherecht.

gucke mal hier unter Hormontherapie
http://hormonmaedchen.de/ablauf/


Liebe Grüße,
Britt

Antworten

Zurück zu „Gesundheit, Medizin, Psychologie“