Anfrage zu GAOP
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triona
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Anfrage zu GAOP

Post 1 im Thema

Beitrag von triona » Sa 25. Feb 2017, 13:18

Ich suche jemand, wo eine Neo-Vulva macht (= nur Hodenentfernung, Verlegung des Ausgangs der Harnröhre, oberflächlicher Aufbau einer Vulvaplastik).
Neo-Vagina (penetrierbar) brauch ich nicht wirklich und will ich auch nicht unbedingt haben.

Ist mir die OP zu invasiv + risikoreich und auch die Nachsorge / Pflege zu aufwendig. Machen anscheinend aber nicht allzu viele.

In Leipzig und Magdeburg soll es neuerdings auch Operateure geben. Tschechische Republik ginge auch (Karlovy Vary, Prag, Pilsen).
Weiß hier jemand, wie derzeit die Wartezeiten bei Klotz in Weiden sind, und ob der sowas macht?

Weiß da wer genaueres?


liebe grüße
triona

ab08
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Re: Anfrage zu GAOP

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 » Sa 25. Feb 2017, 18:39

:oops: Liebe Triona,

nichts für ungut, aber bist Du Dir sicher, dass Kliniken /Operateure diese wahrscheinlich seltener durchgeführte(!) Operation wirklich gut beherrschen?
Dass Prof. Dr. med. T. Klotz in Weiden so etwas ähnliches machte / bzw. eventuell noch macht, davon hörte ich über drei Ecken in der Nürnberger SHG
http://www.trans-ident.de/trans-ident-nuernberg
-> Es wäre zunächst wichtig, Betroffene zu finden, die diese GAOP irgendwo machten und mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Da kenn ich leider niemand persönlich. :oops:

Ganz liebe Grüße,
und alles, alles Gute
Andrea )))(:
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Michelle_Engelhardt
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Re: Anfrage zu GAOP

Post 3 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » So 26. Feb 2017, 07:43

Hallo Triona,

ich kann leider nichts zu Deiner Frage beitragen. Genau wie Andrea möchte ich Dir aber auch sagen, das Du Dir diesen Schritt mehr als gut überlegen solltest. Ich kenne zwei Mädels, die sich für die "kleine Lösung" entschieden haben. Bei der einen ist es egal, denn sie lebt sowieso in ihrer eigenen Welt. Die andere jedoch, bereut es inzwischen bitter. Nicht das die OP nicht gut gelaufen wäre, aber inzwischen wäre ihr doch eine "voll funktionsfähige" Vagina lieber. Ich habe keine Ahnung, ob das nachträglich überhaupt noch möglich ist. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die KK da ein zweites Mal die Kosten übernimmt. Beide OP´s wurden am Uniklinikum in Essen durchgeführt.

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Anfrage zu GAOP

Post 4 im Thema

Beitrag von Chrissie » So 26. Feb 2017, 15:04

Hi Triona, wende Dich mal an die Uni Klinik Essen, Herr Dr. Hess.
Ich weiss. On einigen die dort diese kleine Lösung haben machen lassen.
Das Risiko ist dabei deutlich geringer, da kein Hohlraum zwischen den Därmen geschaffen werden muss. Der Rest ist wohl identisch zur grossen Lösung.

LG Chrissie
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Re: Anfrage zu GAOP

Post 5 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » Mo 27. Feb 2017, 12:15

Moin Triona!

Ich weiß, wir waren nie so gut beeieinander, aber hier kann ich Dir vielleicht einen Tipp geben.

Diese "kleine Lösung" macht Dr. Pottekin HH-Rissen. Oder hat er bisher gemacht, weil er ja dort weggeht. Vielleicht führt er das an derneuen Klinik ja fort. Und er macht das wirklich sehr gut, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, es ist eben auch meine Lösung.

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Ich habe keine Ahnung, ob das nachträglich überhaupt noch möglich ist. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die KK da ein zweites Mal die Kosten übernimmt.
Es ist nachträglich möglich, wenn auch aufwendiger und etwas riskanter. Und die Krankenkasse übernimmt diese Kosten, weil Frauen einen Anspruch auf eine funktionsfähige Vagina haben. Da ist nicht einmal ein Kostenübernahmeantrag über den MDK nötig.

Details gerne per PN.

LG Claudia
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Re: Anfrage zu GAOP

Post 6 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Sa 1. Apr 2017, 10:56

Hi Mädels!

Die kleine Lösung bei der GAOP erscheint auch für mich als ein gangbarer Weg.

Meine Internetrecherchen haben ergeben, dass wirklich sämtliche OP Risiken dabei erheblich gemindert sind.

Hier ein Vergleich (Quelle: gendertreff.de)

Bei dieser Tabelle handelt es sich um Zirka-Werte und ist abhängig von dem Krankenhaus, der Wundheilung und jedem Einzelnen:
Kleine Lösung Große Lösung
Operationsdauer 3-4 Stunden 6-8 Stunden
Krankenhausaufenthalt ca. 2 Wochen ca. 2-3 Wochen
Arbeitsunfähig (Insgesamt) ca. 6 Wochen ca. 6-8 Wochen

Die OP bei der kleinen Lösung ist insgesamt unblutiger und vor allem die Gefahr der Darmverletzung ist deutlich verringert. Außerdem ist die Nachsorge unproblematischer (kein Platzhalter, keine Spülungen usw notwendig)
Äußerlich dürfte es keinerlei erkennbaren Unterschiede geben, die Vagina bei der kleinen Lösung ist lediglich nur 2-3 cm tief und eben nicht für einen Geschlechtsverkehr geeignet.

Auf jeden Fall wird immer betont: Egal wie Frau sich entscheidet, es gibt kein richtig oder falsch!


Liebe Grüße
Manuela
Mein Lebensmotto: "Ich kann, weil ich will, was ich muss." (Kant)

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Re: Anfrage zu GAOP

Post 7 im Thema

Beitrag von Katrin_F » Sa 1. Apr 2017, 18:00

Manu.66 hat geschrieben:
Sa 1. Apr 2017, 10:56
Meine Internetrecherchen haben ergeben, dass wirklich sämtliche OP Risiken dabei erheblich gemindert sind.

Hier ein Vergleich (Quelle: gendertreff.de)

Bei dieser Tabelle handelt es sich um Zirka-Werte und ist abhängig von dem Krankenhaus, der Wundheilung und jedem Einzelnen:
Kleine Lösung Große Lösung
Operationsdauer 3-4 Stunden 6-8 Stunden
Krankenhausaufenthalt ca. 2 Wochen ca. 2-3 Wochen
Arbeitsunfähig (Insgesamt) ca. 6 Wochen ca. 6-8 Wochen
Hmmm, meine GaOp (Bildung einer Neovaina am Universitätsklinikum Eppendorf-Hamburg) hat im ersten Durchgang 2 1/2 Std. gedauert, ich war 14 Tage im Krankenhaus, und danach noch 3 Wochen krankgeschrieben, im 2. Durchgang (im wesentlichen nur optische Korrekturen) war die OP-Dauer weniger wie eine halbe Stunde, das ich dann danach noch 3 Tage im Krankenhaus verbleiben musste empfand ich selber als komisch, als reine Vorsichtsmaßnahme habe ich mich danach noch eine Woche krankschreiben lassen, selber gefühlt wäre das nicht notwendig gewesen.

Ich respektiere das einige die 'kleine Lösung' bevorzugen, verstehen kann ich es selber nicht, warum sollte ich mich mit einem Apfel zufriedengeben, wenn ich einen Apfelkuchen mit Sahne haben könnte ...

Und ich denke auch nicht das daß OP-Risiko erheblich bei der 'kleinen Lösung' gemindert ist, eine OP ist immer ein Risiko und von vielen individuellen Parametern beeinflußt.

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Re: Anfrage zu GAOP

Post 8 im Thema

Beitrag von ab08 » Sa 1. Apr 2017, 19:50

Hallo,

nur zur Erinnerung:
http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 89#p152037
Meine GAOP "große Lösung/klassische Op-Methode" dauerte 4 Stunden, nach 12 Tagen war ich daheim.
5 Wochen nach der GAOP heiratete meine jüngste Tochter in Norddeutschland und ich(Alter 66) feierte mit.
(Die Hüftoperation verzögert leider die Korrekturoperation, so dass diese Antwort noch dauert.)

Liebe Grüße
Andrea

--> Trotzdem, jede muss selber entscheiden ...
und Risiken Darmverletzung etc. sind bei der kleinen Lösung eventuell / vermutlich geringer.
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Re: Anfrage zu GAOP

Post 9 im Thema

Beitrag von triona » So 2. Apr 2017, 22:00

Oh, ich habe gar nicht mitbekommen, daß hier nochmal einige Leute in den letzten Wochen und Tagen etwas neues geschrieben haben. :oops: (Ich war die letzten Tage auf Arbeit außer Haus. Bin ich auch nächste Woche wieder.) Danke an alle für die weiteren Informationen und Meinungen.

OP-Dauer und Wundheilung werden wohl tatsächlich je nach Patientin, deren allgem Gesundheitszustand, Alter usw sehr unterschiedlich sein. Da stimme ich all denen zu, die sich hier in dieser Richtung geäußert haben.

Die einfachere Nachsorge bei " kleiner OP" (Dilatieren / Bougieren entfällt völlig) ist allerdings ein sehr gewichtiger und mitentscheidender Grund, der mir schon seit längerem bekannt ist. Wozu soll ich so etwas in Kauf nehmen, wenn ich nach bisherigen Erfahrungen und Überlegungen aller Voraussicht nach das "neue Organ" niemals für penetrierenden Geschlechtsverkehr mit einem Mann nutzen will / werde? Und bei Nicht-Nutzung wächst die Scheide mit ziemlicher Sicherheit ohne Dilatieren nach einiger Zeit wieder zu. Wozu also erst machen lassen, wenn kein wirklicher Bedarf danach besteht?

Dies ist übrigens auch einer der Hauptgründe - neben einigen ebenfalls gewichtigen anderen, warum ich die Erwägung einer OP bei Dr. Suporn in Thailand schon nach recht kurzer Zeit der Überlegung für mich ausgeschlossen hatte. Auch Dr. Pottek scheidet daher für mich aus - von mangelndem Vertrauen zu dessen Künsten mal ganz abgesehen. (Trotzdem Dank für diesen Vorschlag.) Wegen eventueller OP am UKE (Hamburg) werde ich mich allerdings in nächster Zeit mal schlau machen. Scheint mir durchaus eine mögliche Alternative zu sein, die ich bislang noch nicht in Erwägung gezogen hatte.

Bin bisher noch nicht dazu gekommen, weitere konkrete Schritte in Angriff zu nehmen. Bei mir dauert alles bisserl länger. Aber ich denke, dieses oder nächstes Jahr werde ich wohl zu einer (wahrscheinlich endgültigen) Entscheidung kommen müssen. Wenn nicht jetzt, wann dann?


Eine OP-Indikation (von Dr. Seikowski) habe ich übrigens schon seit 2009. Weiß eigentlich zufällig jemand, wie lange solche Gutachten "Gültigkeit" besitzen? Schließlich wurde darin ja bestätigt, "daß sich dieser Zustand voraussichtlich nicht mehr ändern wird". Wobei die "Dringlichkeit" mit der in diesem Gutachten zu dieser Maßnahme geraten wird, natürlich von manchen Ärzten auch anders bewertet werden kann. Geändert hat sich bei mir ja schließlich nichts. Die attestierte Dringlichkeit könnte allerdings schon in Zweifel gezogen werden in Anbetracht von nunmehr bald 8 Jahren, die seither vergangen sind.

Mein auch damals schon einigermaßen fortgeschrittenes Alter (damals 56) war für mich in Verbindung mit dem auch damals schon feststellbaren Verfall meines allgemeinen Gesundheitszustands schon damals ein Argument, der mich an einer Entscheidung für eine OP gebremst hatte. Allerdings zählte das nicht zu meinen entscheidenden Gründen.

Allerdings wird das mit fortlaufender Zeit aus nachvollziehbaren Gründen auch nicht besser. Jünger wird schließlich niemand. Und was an der Gesundheit einmal kaputt ist und keine Aussicht auf grundlegende Heilung hat, wird mit zunehmendem Alter auch nicht besser. Mehr als Achtsamkeit und der Versuch des Bremsens von weiteren Verfall ist bei manchen Sachen einfach nicht drin. Und eine weniger gesundheitsschädliche Arbeit zum Broterwerb habe ich bislang trotz ständiger Suche auch noch nicht gefunden.


liebe grüße
triona

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