Psychosozialer Lebenslauf
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Tanja77
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Psychosozialer Lebenslauf

Post 1 im Thema

Beitrag von Tanja77 » Mo 23. Jan 2017, 13:54

Hi,
hoffe ich habe das richtige Forum erwischt. Wenn nicht bitte verschieben.

Ich soll für meine Therapeutin einen Psychosozialen Lebenslauf schreiben, gibt es da eine gewisse Seitenanzahl?
Habe bisher 3 Seiten geschrieben. Gibt es eigentlich NoGo`s die da nicht reingehören, bin da unsicher.
Beim Schreiben kammen auch einige unschöne Erlebnisse wieder hoch.

Habe nun endlich auch die Bescheinigung, dass ich den Ergänzungsausweis beantragen kann.

LG
Tanja

Michelle_Engelhardt
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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 2 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 23. Jan 2017, 14:53

Hallo Tanja,

von einer bestimmten Seitenzahl ist mir nichts bekannt. Von 1,5 bis 40 Seiten habe ich schon alles erlebt. Ich selbst habe damals 5 Seiten geschrieben. Ich nehme mal an, das Du den transidenten Lebenslauf meinst, den Du für die VÄ/PÄ brauchst.
NoGo´s sind Dinge, die Dir vielleicht negativ ausgelegt werden können (z.b. Frauenkleidung nur aus sexuellen Gründen).

Liebe Grüße
Michelle
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ab08
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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 23. Jan 2017, 15:11

Hallo Tanja,

das erwarteten Therapeuten/Gericht/Amtsärztin (da musste ich ja auch hin!) ... bei mir auch.

Umfang: Mehr als drei Seiten (Schriftgröße 12) waren es bei mir nicht. /eher, 2,5 Seiten. Es war ein Lebenslauf mit Bezug auf meine TS.
-> Wenn sich die Therapeutin für einzelne Punkte stärker interessiert, kann sie ja beim nächsten Termin nachfragen.

Trotzdem würde ich es sorgfältig und möglichst vollständig machen, denn auch das Amtsgericht(NÄ/PÄ) verlangt so etwas häufig. (Z.B. bei mir.)
( Den Lebenslauf konnte ich öfter (Siehe oben) brauchen und schrieb ihn zum jeweiligen Zweck jeweils ein wenig um.) :wink:

NOGO's (ev. siehe Michelle) aber eigentlich kenn ich keine -> Ich würde an Deiner Stelle möglichst ehrlich sein, dann ist es für alle Beteiligten am einfachsten.
Wenn ein Therapeut/ eine Therapeutin nicht damit umgehen kann, ist es der falsche Therapeut/ die falsche Therapeutin -> dann würde ich wechseln!

Liebe Grüße und viel Erfolg
Andrea

P.S. Unschöne Erlebnisse --> Das fing bei mir in frühester Jugend an, beim Schreiben des Lebenslaufs war ich gerade 57, so kam einiges zusammen /wieder hoch.
Für mich war das Schreiben ein Horrortrip!! -> Aber so eine Bilanz ist leider nötig! -> Verdrängen bringt ja nix und ist vor allem auch sehr ungesund. :oops:
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 4 im Thema

Beitrag von Kelly » Mo 23. Jan 2017, 17:33

Hi Tanja,
Ich mußte auch vor kurzen auf Wunsch meiner Psychologin einen Lebenslauf verfassen und ihr schicken.Eigentlich dachte ich"OK so schwer kann's ja nicht sein,es ist ja soviel passiert in den letzten 40 Jahren seitdem mir bewußt wurde das ich anderst bin".Aber dann saß ich da und es viel mir erschreckend wenig ein was mir irgendwie schon wieder richtig Angst machte und die Selbstzweifel wieder aufkammen.Letztendlich brachte ich gerade einmal zwei Seiten aufs Papier und ich war richtig stolz drauf da ich wirklich keine große Schreiberin bin.
Bei meiner daraufvolgenden Sitzung sprach ich dann mit meiner Psychologin darüber und sie lächelte"Ja,ist schon ein wenig mager ausgefallen"Als ich dann mit ihr über alles gesprochen habe strömte auf auf einmal wahnsinnig viel aus mir heraus und sie schrieb und schrieb. (smili)
Ich denke halt auch das einige sehr viel erlebt und durchlebt haben in ihren Leben und andere haben halt Jahrelang nur "funktioniert" und können deswegegen nicht unbedingt viel niederschreiben.Und wie Andrea schon schrieb,schreiben ist bestimmt für einige hier ein "Horrortrip".Ich würde auch solche Dinge weglassen die Michelle beschrieb.
Also mach Dich nicht verrückt und schreib einfach was Dir einfällt (smili)
Liebe Grüße
Kelly

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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 5 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 23. Jan 2017, 19:19

@Kelly,

das mit dem Herausprudeln passierte mir während des Schreibens. Kurz nachdem ich angefangen hatte kamen mir soviele Dinge und verschüttete Erinnerungen in den Sinn, das ich alles an einem Abend aufgeschrieben habe.
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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 6 im Thema

Beitrag von Aria » Mo 23. Jan 2017, 20:37

Na, da habe ich ja Glück, dass ich vor einiger Zeit - da war noch gar nichts abzusehen - sowas schon mal aufgeschrieben habe. Nur für mich.
Einfach um vielleicht dadurch mehr Klarheit erlangen zu können. Wirklich weitergeholfen hat es mir damals aber leider nicht....
Trotzdem war es im Nachhinein für etwas gut, wie sich jetzt rausgestellt hat. Dann brauche ich ja nur noch mal Korrektur lesen und um die letzten
paar Jahre ergänzen. Werden dann ca. 10 Seiten werden, denke ich.

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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 7 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Mo 23. Jan 2017, 20:55

Hallo Tanja,

ich habe 5 Seiten geschrieben, die ich grob gegliedert habe in meine Kindheit, meine Pubertät, meine Versuche, das Crossdressing zu unterdrücken, mein "Inning" und zum Schluss eine Art Ausblick auf Wünsche für das weitere Leben. Meine komplizierte Sexualität habe ich nicht verschwiegen, weil trans-erfahrene Psychologen in der Regel eh Bescheid wissen, was es alles gibt und wie sie das einzuordnen haben. Nur ein besonders traumatisches Erlebnis habe ich weggelassen, weil ich Angst hatte, es würde einen zu großen Raum in meinem Lebenslauf einnehmen, was aber im Grunde so nicht stimmt.

Liebe Grüße, Daenerys
Me too.

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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 8 im Thema

Beitrag von Britt » Mo 23. Jan 2017, 22:14

Hallo Tanja,
in deinem TS Lebenslauf muss du die Sachen weglassen, die die Krankenkasse gegen dich verwenden kann, wie Selbstmordversuch, SVV, Selbtmeditation ....
Klar kannst du es deinem Therapeuten erzählen, aber nichts schriftliches.

Liebe Grüße,
Britt

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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 9 im Thema

Beitrag von Tanja77 » Mo 23. Jan 2017, 22:19

Hi,
vielen lieben Dank für eure Ratschläge. I
ch bin eigentlich auch nicht so die Schreiberin. Habe zum nächsten Termin auch noch etwas Zeit.

@Michelle_Engelhardt
Ich denke das meine Therapeutin diesen meint. Das tragen aus sexuellen Gründen war bei mir nie der Fall.

@ ab08
Meine Therapeutin ist in der UK Münster. Bei mir war es die Schulzeit in der weiterführenden Schule, Horror pur.

@ Daenerys Targaryen
So in der Art habe ich es auch gegliedert.

Liebe Grüße
Tanja

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Re: Psychosozialer Lebenslauf

Post 10 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Mi 25. Jan 2017, 10:06

Vielleicht hilfts, wenn du dir immer wieder mal kurze Stichpunkte deines bisherigen Lebens notierst. Nicht auf einmal sondern immer dann, wenn dir was markantes einfällt.
Mir hat diese "Stoffsammlung" ungemein geholfen. Denn wenn ich mir vorstelle ich müsste alles auf einmal auf mehrere Blätter bringen, grauts mir.
LG
Christina

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