Der blaue Dunst und die Nikotinsucht
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desir3
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Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 1 im Thema

Beitrag von desir3 » Fr 25. Sep 2015, 16:08

Hallo Ihr Lieben.

Aus gegebenen Anlass, möchte ich Euch an meinen Erfahrungen mit der E-Zigarette teilhaben lassen.

Viele von Euch die rauchen, kennen es sicherlich selbst. Man raucht, möchte es aber eigentlich nicht. Dabei geht es mir weniger um die gesellschaftliche Akzeptanz, wobei wir Raucher schon ziemlich diskriminiert werden, sondern eher um darum, warum man es nicht einfach sein lässt.
Aber vielleicht noch eine Annekdote zu der Diskriminierung... oO

Letztens stand ich am Bahnhof ca. 1m neben dem ausgewiesenen Bereich für Raucher. Ihr kennt den? Meistens eine gelbe Umrandung. Warum gelb? Nikotinfarbe? Signalzeichen für Nikotin-Süchtels? Wie dem auch sei... Ich wurde von einer Person auf ziemlich rabiate Art und Weise angeschnauzt, dass ich mich doch in das Kästchen stellen soll. Darauf entgegnete ich ziemlich angesäuert (hatte nicht den besten Tag), ob ich denn auch noch eine Armbinde anlegen sollte. Mein Kommentar war sicherlich nicht passend, aber der werte Herr hatte ihn nichtmal verstanden. Sei es drum... Das war es dann zum Glück auch... Hab ihn stehen lassen und mich umgedreht. Aus den Augen aus dem Sinn? ;)

Aber zurück zum Thema.

Ich rauche nun schon seit 20 Jahren und mochte es eigentlich nie so wirklich. Es stinkt, macht krank und kostet nebenher noch eine Menge Geld, das man eindeutig besser investieren kann. Allerdings habe ich nie wirklich den Versuch gemacht damit aufzuhören. Da ich starker Raucher bin, der sonst jeden Tag ein Päckchen Tabak geraucht hat, ohne Filter wohlgemerkt, das Rauchen für mich ein Ritual war/ist, stellte ich mir das Aufhören doch recht schwierig vor. Es geht ja schließlich bei den meisten von uns Rauchern morgens schon direkt nach dem aufstehen los. Dann auf dem Weg zur Arbeit, in den Pausen, nach dem Essen.... Ihr wisst was ich meine. Ein Ritual eben... :(

Als ich dann vor einigen Wochen wirklich Probleme beim Atmen bekommen habe, hab ich mir ernste Gedanken gemacht und überlegt, wie ich seicht davon abkomme. Nun denn. Über die E-Zigarette habe ich gehört und gelesen. Mal Positives, mal Negatives. Das Negative allerdings meist von irgendwelchen Tabak-Lobbyisten. Meist wird auch der Punkt rausgestellt, dass es halt auch schädlich ist und man die Folgen noch nicht absehen kann. Es gibt mittlerweile eindeutige Studien, dass es weniger schädlich ist als das Rauchen von Tabak-Zigaretten. Aber weiter im Kontext... Der Plan war da, nur was kaufe ich mir? Hab mich mehrfach über sehr lange Zeit eingelesen und kam zu dem Schluss, dass so ein Einsteiger Set für mich nichts sein wird. Viele erwerben so ein Produkt und ärgern sich später über die Anschaffung.

Da ich eh einen Faible für elektronischen Schnick-Schnack habe und auch so recht begabt bin, was die Feinmotorik angeht, habe ich mich für einen Selbstwickler entschieden. Kurz zur Erklärung. Es gibt Modelle mit Verdampfer-Köpfen, also der Teil, der für den Dampf sorgt. Die muss man nachkaufen, da die Heizwendel nach einer Weile kaputt geht. Bei einem Selbstwickler kann man die Heizwendel selbst herstellen und wieder einsetzen. Man sagt letzteren Geräten auch nach, dass sie einen besseren Geschmack haben. Und ja, den haben sie! :)

Nun denn... Ich rauche immer noch, allerdings komme ich nun mit einer Packung Taback gute 3-4 Tage aus, anstatt nur einem. Bis jetzt mache ich wohl recht gute Fortschritte. Ich habe immer weniger das Verlangen nach einer Zigarette. Am schlimmsten war es eigentlich morgens in den ersten paar Tagen. Denn da habe ich mich tot gehustet, sobald ich an der E-Zigarette gezogen habe. Nun geht es auch so. Ich huste morgens nicht mehr und lasse auch die Zigaretten weg. Ich ertappe mich aber immer wieder dabei, dass ich z.B gerade nach dem Essen zu meinem Päckchen Tabak greife und mir eine drehe. Aber dann... MOMENT, was mache ich da?! Verfalle ich wieder in alte Verhaltensmuster? Eindeutig! Seit nun einigen Tagen greife ich dann zur E-Zigarette und komme damit auch gut klar. Immer wieder habe ich zwischendurch das Verlangen nach einer normalen Zigarette, die gönne ich mir dann auch. Mir ist aufgefallen, es ist sehr wichtig, dass ich mich selbst nicht unter Druck setze. Habe auch schon einige Freunde probieren lassen. Die haben auch erstmal direkt ziemlich gehustet. Es ist halt was anderes als das Rauchen von Zigaretten. Leider sind die meisten dann direkt abgeschreckt. Nach dem Motto: "Ich rauche jeden Tag 40 Zigaretten und huste bei einem mal ziehen von einer E-Zigarette. Ne Danke..."
Fazit ist, dass immerhin zwei Freunde, die mir wirklich am Herzen liegen, es auch probieren wollen. :)

Aber wie soll es weiter gehen? Erstmal komplett auf den Tabak verzichten. Sobald das geschehen ist, werde ich das Nikotin langsam ausschleichen. Es gibt die so genannten Liquids in der Regel mit 0, 6, 12 und 18 mg/ml Nikotin. Angefangen hab ich mit 6, was mir aber nicht reichte(Ersten beiden Tage). Habe mir dann welche mit 12mg geholt und mische sie mit den 6mg Liquids. So habe ich für mich einen guten Mittelweg gefunden, der meinen Nikotinhaushalt ausgleicht.

Einer der Vorteile ist, dass ich selbst nach so kurzer Zeit schon merkbare Resultate vorzuweisen habe. Mir geht es besser, ich habe keinen Ekelgeschmack mehr morgens nach dem Aufstehen, ich kann besser riechen und schmecken. Und das beste ist, es geht mir körperlich besser. Bis jetzt eindeutig eine Win-Win Situation.

Klar wird es auch die Ex-Raucher geben, die sagen, einfach von jetzt auf gleich aufhören ist der beste Weg. Aber muss es das für jeden sein? Gibt es "den" besten Weg? Im Endeffekt ist es ja nur eine Sucht-Verlagerung. Allerdings tue ich mir die ganzen krebserregenden Verbrennungstoffe nicht mehr an und ich fühle mich besser.

Für mich jedenfalls scheint es sich als gute Alternative erwiesen zu haben. Mal sehen wie es weiter geht. Wünscht mir das Beste, für ein rauchfreies Leben. :)

Falls von Euch jemand Fragen dazu hat, kann ich gerne versuchen sie zu beantworten. Dann kann ich evtl. jemand das Wochenlange einlesen ersparen.

In diesem Sinne, alles gute an Euch, und ein rauchfreies langes Leben.

desire3

geraldine
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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 2 im Thema

Beitrag von geraldine » Fr 25. Sep 2015, 18:05

Hallo Desire,
ich hab zwar keine Erfahrung mit E Zigaretten, aber ich habe über
vierzig Jahre stark geraucht, ein bis zwei Schachteln pro Tag.
Die Nebenwirkungen wie bei dir!
Nebenbei als denkender Mensch weis jeder, das rauchen nicht gesund ist.
Aber diese Sucht lässt nicht so leicht los!
Seit 33 Monaten bin ich Rauchfrei.
Von heute auf morgen war damit Schluss.
Ist verdammt schwer für dich und deine Umwelt.
Aber es geht.
Du glaubst nicht wie stark das ist.
Ich kann nur jeden zuraten ihr schafft das auch!
Die Gewohnheiten und Rituale umzustellen braucht schon einen
gewisse Taktik um diese umzustellen.
Mittlerweile kann ich neben Rauchern sitzen ohne das ich da verlangen
verspüre.Auch will ich nicht zu einen Anti-Kampf-Nichtraucher werden.
Also jeder so wie es ihm recht ist.
L G Geraldine

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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 3 im Thema

Beitrag von Franka » Fr 25. Sep 2015, 19:12

Ich rauche auch schon über 30 Jahre. ein 3/4 Jahr war ich mal Nichtraucher und habe 18kg zugenommen in der kurzen Zeit.
Bin auch schon mehrmals auf E-Zigaretten umgestiegen, das klappte eigentlich ganz gut, weiß gar nicht warum ich nicht dabei geblieben bin.
Habe mal die Akkus von meinen beiden iJust von Steamo aufgeladen und werde wohl auch mal wieder umsteigen.
Danke für den Anstoß Desire
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.

Bianca D.
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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 4 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Fr 25. Sep 2015, 20:34

Moin,

mich hat der blaue Dunst seit meinem 13. Lebensjahr verfolgt,mal mehr,mal weniger.Die letzten 10 Jahre aber selten mehr als 3 Zigaretten nach Feierabend.Am Wochenende auch schon mal 6-7,auf Feiern auch schon mal ne Schachtel. Das so niedrig zu halten,da hat mir das Rauchverbot in der Firma geholfen(immer nach draußen gehen hatte ich keinen Bock) und nach Feierabend das strikte Verbot in meiner Wohnung. Die Entscheidung zum Aufhören viel beim Vorstellungsgespräch zur GAOP damals bei Dr.Schaff. Es dauerte dann zwar noch 1,5 Jahre,aber drei Wochen vor der Op hab ich dann knall auf Fall aufgehört,um den Heilungsprozeß zu unterstützen.
Rückblickend bin ich froh,daß ich dieses Laster los bin.Es war Anfangs nicht leicht,diese Gewohnheiten,(Zum Bierchen oder nach dem Kaffee)abzulegen,aber es hat sich gelohnt.Mir geht es besser,krieg besser Luft,das Essen schmeckt besser usw...

Also,versucht es! Und am Besten von jetzt auf gleich,wobei das meine Erfahrung ist. Da muß jeder seinen Weg finden.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial

ddaniela
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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 5 im Thema

Beitrag von ddaniela » Fr 25. Sep 2015, 21:16

Hallo,

Ich hab auch so meine Probleme mit dem Aufhören. Ich rauche auch schon seit ich 17 bin und hab immer mal wieder aufgehört. Ich hab auch permanent ein schlechtes Gewissen weil ich immer dieses Tromboserisiko im Kopf habe. Ein paar Monate vor der Hormontherapie habe ich es geschafft ganze 5 Wochen ohne Zigaretten und es fiel mir auch gar nicht so schwer es auzuhalten weil ich mir fest vorgenommen hatte das ich das nicht brauche. Ich bin mir auch sicher das ich es wieder schaffe aber ich bin in dieser Hinsicht ziemlich leichtsinnig. In den fünf Wochen als ich nicht rauchte, hat sich meine Haut im Gesicht sofort verbessert. Zwischenzeitlich habe ich auch mal E-Zigarette geraucht, aber dem konnte ich nicht so viel abgewinnen. Ich hatte immer das Gefühl ich müsste danach noch eine rauchen :).


Liebe Grüße.

Salmacis
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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 6 im Thema

Beitrag von Salmacis » Fr 25. Sep 2015, 21:31

Ich hab früher Kette geraucht.
Mit 9 die erste, mit 12 ne Schachtel pro Woche ab 14 mindestens eine Schachtel am Tag.
Mit 21 habe ich dann aufgehört weil der Scheiß nur kostet, stinkt und krank macht.

Habe mit dem Buch "Endlich Nichtraucher" aufgehört.
Wenn man das nicht nur liest, sondern verinnerlicht, klappt das ohne Umschweife. Bin jetzt seit über 10 Jahren rauchfrei :)
"Verzweiflung ist keine Todessehnsucht, sondern die Sehnsucht, nicht mehr leben zu müssen." (Erhard Blanck)

exuserin-2016-12-21

Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 7 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 » Fr 25. Sep 2015, 23:28

)))(: :)p Ja ,ich rauchte von meinem 5zehnten Lebensjahr an bis zum 45 zigsten , im Schnitt 25-30 am Tag ,ich habe mehrere Versuche unternommen diese Sucht los zu werden,6 Wochen war das längste und dann habe ich mich belohnt,na komm, jetzt haste es im Griff ,eine rauchst du jetzt. Ok. Der Tag drauf ,na alles im Griff,jetzt rauch ich zwei,letztendlich war es dann so, das ich noch mehr geraucht habe .Mein Bruder erlitt im Mai 2005 einen schweren Herzinfarkt mit 48 Jahren ,und dieses leider um 2 Uhr morgends,der Notarzt kam und reanimierte in fast 48 Minuten laut Protokoll,mein Bruder lebte fortan als Wachkoma -Patient,Luftroehrenschnitt und keine erkennbaren Zuckungen mehr in der Muskulatur. Jeder Besuch war für mich ein Trauma ,und ich flüchtete mich auf den Balkon,und versuchte eine zu Rauchen um mich zu beruhigen ,weil es mir so schlecht ging ,meinen Bruder so zu sehen.Mir blieb die Zigarette teilweise im Hals stecken da ich dachte ,jetzt auch gleich einen Herzkasper zu erleiden.Ich drückte sie aus . Das war der Anfang!Während dieser Zeit erlitt ein sehr guter Freund ,der sehr viel raucht,leider Heute auch noch(er hat es nicht kapiert ,und schwer Übergewichtig)einen mittleren Schlaganfall,den lebt er Heute noch mit etlichen Arztbesuchen.Er lebt noch!...Noch...Mein Bruder ist dann nach fast 1 Jahr Wachkoma (7 Tage) ,erloest worden und durfte endgültig einschlafen,eine Erloesung total ,er hat sich schon spatisch verformt ,hatte Wundgelegen,Krankenhauskeim ,zwei Lungenembolien überlebt,aber es war wie ein Gefühl eine Kerze auszublasen .Er durfte nicht mehr leben,der "Liebe Gott hat schon auf in gewartet",eine kleine Zeit verging noch,und ich saß dann im späten März 2007 in meinem Garten,und das am Wochenende ,meine Zigaretten waren fast aufgebraucht und ich habe Automatengeld zusammen gekruschtelt ,meine Scheckkarte (die ich schon zweimal sperren lassen musste ,da ich sie stecken lies )geschnappt ,und zum Automaten der sich ca 2km bei meinem Freund befand,Zigaretten ziehen. Wieder Heim ,ab im Garten ,hingesetzt ,schoen warm ,Sonne scheint ,und jetzt ein lecker Bierchen ,Bild und eine Zigarette,und ploetzlich sagte eine innerliche Stimme zu mir !!!

Hee du Bloedmann,du weißt das es dir schwindelig wird wenn du diese Teile qualmst,ich nahm sie ,und legte sie in der Küche aufs Bücherregal,nach einer Woche habe ich die Packung meiner Nachbarinn geschenkt ,die rauchen wie Socke ,werden aber denke ich "Uralt".Es ist Schicksal ,der eine verträgt es ,der,die nicht!! Seit diesem Tag ,und das sind jetzt ca 7 Jahre rauch ich nicht mehr ,und habe auch kein verlangen nach .Ich denke es ist eine Kopfsache!: Liebe Grüße :P )))(:

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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 8 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Sa 26. Sep 2015, 09:06

Offenbar mich auch als Raucherin. Allerdings nicht so viele am Tag. Bei mir sinds rund acht Zigaretten, die genieße ich jedoch mit voller Freude. Geraucht wird aber nur im Freien, also nicht im Haus oder bei der Arbeit. Und bislang gehts mir, trotz der Hormone, einfach super.
Liebe Grüße
Chrissie

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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 9 im Thema

Beitrag von Beatrix » Sa 26. Sep 2015, 13:39

Ja, ja das leidige Raucherthema.
- Ich habe mit 12 die erste Zigarette geraucht, mit dem Ergebnis das ich husten mußte und mir schwindelig wurde.
- Mit 14 habe ich regelmäßig geraucht, man wollte in der Clique ja dazu gehören.
- Mit 17 habe ich wieder aufgehört, das war eine Vereinbarung mit meinem Vater, damit er mir die Hälfte vom Führerschein finanziert.
- Erst mit 22 habe ich wieder angefangen (Trottel (ag) )
- Zwischendurch mit 27, nach einer schweren Lungenentzündung, habe ich mal für ca. 1/2 Jahr wieder aufgehört.
- Bedingt durch viele Wartezeiten im Job (damals Servicetechniker im Außendienst) steigerte sich der Konsum auf zeitweilig 2 Schachteln am Tag.
- Zwischenzeitlich habe ich jedweden Grund versucht, wieder damit aufzuhören (Geburtstage, Neujahr, Jesusalter (33), Krankheiten, Urlaub usw. usw.)
- Mit 40 habe ich es dann ENDLICH (yes) geschafft von dem Teufelszeug los zu kommen.
- Wie? Ganz EINFACH (smili) : ich hatte von einem auf den anderen Tag kein Bedürfnis mehr zu rauchen.
- Seitdem (seit 12 Jahren) habe zugenommen :| , habe morgens keinen Enkelgeschmack mehr im Mund, rieche + schmecke besser, brauche DEUTLICH weniger Medikamente und fühle mich rundum besser.
(888)
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"

exuserin-2016-12-21

Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 10 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 » Sa 26. Sep 2015, 15:46

Hey Beatrix, wir haben ja fast die gleiche Geschichte , von einen Tag auf den anderen aufgehoert,man glaubt es nicht ,weil man sooft gezwungen versucht hat aufzuhoeren,und ploetzlich aus dem nichts hoert man auf .Schon komisch ,aber so war es auch bei mir. )))(: Grüße und lieber ein :)p .Prost!!!

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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 11 im Thema

Beitrag von geraldine » Sa 26. Sep 2015, 18:01

Hallo,
Na so aus dem nichts aufhören...
So leicht ist das bei mir nicht gewesen.
Hat ganz schön geschlaucht!
Da gehört schon eine Meng Stehvermögen dazu.
Aber ich bin wie ihr heilfroh da weggeckommen zu sein!
Kann nur das jedem raten.
Und das Gewicht bekommt man (frau) auch hin wenn schon so viel Wille aufgebracht wurde.
L G Geraldine

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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 12 im Thema

Beitrag von Michaela » Sa 26. Sep 2015, 21:50

Kann mich Inge und Beatrix anschließen, mein Werdegang war ähnlich.
Bin dann 1993 im Alter von 39 im 2. ernsthaften Versuch davon losgekommen. Morgens noch die letzte geraucht, dann über den Tag keine nachgekauft und abends beschlossen, es jetzt ganz zu lassen.
Ging recht problemlos, ich denke, es muss einfach im Kopf passieren, dass man aufhören WILL.
Bin aber immer noch mit meinem besten Kumpel befreundet und der raucht 2 Packungen am Tag. Muss aber gestehen, dass ich nach,einem Abend mit Rauchern meine Klamotten lieber in der Garage auslüften lasse und springe vorm Zubettgehen nochmal unter die Dusche.

LG, Myriam

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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 13 im Thema

Beitrag von Lina » So 27. Sep 2015, 13:47

Ich habe ja vollen Respekt vor Raucher - und auch sonstige Nutzer von anderen Substanzen - wenn sie zu dem stehen, was sie tun. Einige meinen ja, dass es für sie keine negativen Wirkungen hat - z.B. Vater - der letztendlich nach und nach doch das Rauchen aufgab, jedoch um meine Mutter zu schonen. Gut, jetzt kann man natürlich sagen, er ist letztendlich doch an den direkten oder indirekten Folgen eines Herz-Lungenproblems gestorben. Da war er aber 93.

Was ich aber immer wieder bemerke und irgendwie erschreckend tragikomisch finde ist folgende Beobachtung: Häufig bemerke ich, dass Leute beim Rauchen - so typisch die entsprannte Zigarettenpause vor der Tür - gerade vor dem einsaugen, einen Bruchteil einer Sekunde den Gesichtsausdruck des Ekels zeigen.
Das ist eine sogenannte "microexpression" - einer der 7 kulturell unabhängigen Gesichtsausdrücke, die - wenn sie ganz kurz aufblitzen - bewusst oder unbewusst unterdrückten Emotionen zeigen. Wer die Fernsehserie "Lie to me" kennt, werden davon gehört haben. Sonst geh mal auf die Website von dem Wissenschaftler, Paul Ekman. Scheinbar sind Raucher als doch weiter von Genuss entfernt als Heißhungerer oder Schkolade-Süchtige.

Die Posts in diesem Thread scheinen mir auch nicht wirklich erfreulich. Mehrere von euch reden davon, dass ihr seit Jahren oder Jahrzehnten das Rauchen als Problem sieht.

Trotzdem versucht einige von euch immer noch ALLEINE, das Problem zu lösen. Meine Frage an euch: Warum glaubt ihr, ein Problem das ihr über Jahrzehnte nicht ohne fremde Hilfe bewältigen konntet, immer noch alleine bewältigen zu können? Welche neuen Ansätze könnt ihr vorweisen, die die Lösung greifbar nahe erscheinen lässt? Ich meine, das rumnuckeln an irgend einem elektrischen Verdunstungsgerät - wie cool dessen Design auch sein mag - kann ja nicht wirklich eine Lösung sein ...

Es gibt doch so viele Möglichkeiten, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Beim Rauchen ist Hypnose immer noch mit einer Erfolgsquote von ca. 70 Prozent am Erfolgreichsten.
Was hält euch davon ab? Vorausgesetzt, dass ihr es wirklich wollt, natürlich. Der Klient muss es auch ernsthaft wollen, damit irgend etwas, auch Hypnose, erfolgreich sein kann.

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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 14 im Thema

Beitrag von Olivia » So 27. Sep 2015, 14:42

Hallo,

ja, ich war auch sehr starker Raucher, ich habe zum Schluss (nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen, aufzuhören) ca. 40 Zigarillos am Tag geraucht. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir das nicht guttut, im Gegenteil: Ich bekam richtig Angst vor den Folgen. Ich denke also, es ist reine Kopfsache, ob man/frau aufhört oder nicht. Ich würde immer noch Rauchen, wenn es nicht gesundheitsschädlich wäre. Wer den Genuss kennt, zur Tasse Kaffee eine Rothhändle, Schwarzen Krauser oder Dannemann zu rauchen...wenn da die Angst vor dem Lungenkrebs nicht wäre...und die ehrliche Erkenntnis: ohne Rauch geht es mir wesentlich besser als vorher, aber das muss jeder/jede für sich selbst erfahren.

Rauchfreie Grüße von Olivia

Anna Marie
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Re: Der blaue Dunst und die Nikotinsucht

Post 15 im Thema

Beitrag von Anna Marie » Mi 15. Mär 2017, 12:45

Hallo allerseits (moin)

Ich möchte dasThema wieder "aufleben" lassen oder aber nachträglich als ehemalige(r) Raucher(in) mein Statement dalassen.

Mit ca. 14 Jahren habe ich das rauchen angefangen, war ja cool damals.
Schnell hat es einen erwischt, die Sucht.
Auch mir war klar, dass das Rauchen ungesund ist! Aber wieso aufhören?
Bei einem Bier, lecker nach dem Essen oder einfach Stress abbauen, die Kippe hat geholfen.
Durchschnittlich war es eine Schachtel...mal etwas mehr am Tag.
Und bei einem Bier und ein paar Likörchen konnten es auch mal 2 Schachteln werden. Je nachdem wie lang die Nacht war.
Halbherzig wollte ich zu meinem 40. Geburtstag aufhören...
Ganze 7 Stunden habe ich durchgehalten :P

Am 8.6.15 hatte ich Montag morgens einen Spontanpneumothorax was zur Folge hatte, das ich 2 OP´s hatte und es kurzzeitig auch nicht so gut aussah.
4 Wochen lag ich im KKh.
Seitdem rauche ich nicht mehr!
Da ich aber an dem 8.6. noch geraucht hatte, sehe ich den 9.6.15 als meine Rauchfreie Zeit an.
Sicher gibt es noch einige Momente, wo das Verlangen da und auch mal stark ist.
Ich hoffe aber durchzuhalten und freu mich auf den 9.6.17, denn dann sind es 2 Jahre ohne Glimmstengel (yes) :)p

Negativer Effekt = ich denke aufgrund des Nichtrauchens und der Einnahme von Antidepressiva´s habe ich ca. 15 kg zugenommen :oops: :cry:
Aber lieber einen dicken Bauch als eine kaputte Lunge :P
Nun geh ich aber den Speck an den Kragen :mrgreen:

Lg,
Anna (moin)
Nicht jeder wird meinen Weg verstehen, das ist ok. Ich bin hier um mein Leben zu leben. Nicht um von jedem verstanden zu werden!

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