40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie
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Anne-Mette
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40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 29. Jun 2013, 10:36

Als Guido wuchs Pamela Halling in Bühren bei Emstek auf. Erst mit 38 Jahren wagte sie den Schritt zur Geschlechtsanpassung.

Das "erst" wundert mich. Viele sind viel später dran...

http://www.nwzonline.de/politik/nieders ... 14195.html

Bianca D.
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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 2 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Sa 29. Jun 2013, 10:55

Moin Claus-Peter,

an dieser Stelle mal ein Danke für deine immer wieder guten Links zu interessanten Presseberichten um das Thema Transidentität.Diese hier könnte auch von mir sein: vier Jahre Bundeswehr,gelernte KFZ-Mechanikerin,verheiratet gewesen,Kind gezeugt,alles was man so landläufig dafür hält,ein geordnetes Leben als Mann zu führen.Nun,zum Glück bedurfte es bei mir keiner Suizidversuche,um zu der Erkenntnis zu gelangen,daß bei mir über Jahrzehnte was falsch lief.Aber die Gedanken waren schon da...

LG Bianca
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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 3 im Thema

Beitrag von Lieschen » Sa 29. Jun 2013, 12:13

Hallo,

danke für den Hinweis. Hier ist der Link zu dem WDR-Bericht über Pamela:
http://www.wdr.de/programmvorschau/obje ... Id=4294964

Tschüs, Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 4 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Sa 29. Jun 2013, 15:37

Ein bemerkenswert guter Zeitungsbericht. Schade, dass solche nicht öfters vorkommen. Sachlich und mit richtigen Beschreibungen. (Geschlechtsanpassende OP statt Geschlechtsumwandlung usw.=
LG
Chrissie

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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 5 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 29. Jun 2013, 23:40

cpg hat geschrieben:Als Guido wuchs Pamela Halling in Bühren bei Emstek auf. Erst mit 38 Jahren wagte sie den Schritt zur Geschlechtsanpassung.

Das "erst" wundert mich. Viele sind viel später dran...

http://www.nwzonline.de/politik/nieders ... 14195.html

Zu spät ist es natürlich nicht. Ich finde es trotzdem krass spät erst mit ca. 40 das Leben zu leben, was man eigentlich wollte. Viele werden nicht mal 40 Jahre alt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich über 40 werde.

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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 6 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » So 30. Jun 2013, 00:17

Moin!
Lina hat geschrieben:Ich finde es trotzdem krass spät erst mit ca. 40 das Leben zu leben, was man eigentlich wollte.
Vielleicht hat man - wie ja auch hier - etwas aufgebaut, eine Familie gegründet. Und dann versucht man solange es eben geht, dies auch zu erhalten. Für mich kommen da Verantwortungsbewußtsein und Rücksicht ins Spiel. Wichtig ist aber schon, nicht sich selbst aus den Augen zu verlieren. Wenn man sich selbst schadet, ist es dringend an der Zeit etwas zu ändern. Leben wollte ich schon lange anders, aber die Notwendigkeit wurde erst mit Mitte 50 klar.

LG
Claudia

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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 7 im Thema

Beitrag von Bianca D. » So 30. Jun 2013, 10:16

Lina hat geschrieben: Ich finde es trotzdem krass spät erst mit ca. 40 das Leben zu leben, was man eigentlich wollte.
Moin,

vergiß bitte nicht,daß viele von uns in einer anderen Zeit groß geworden sind.Meine Kindheit lag in den 60igern,da galten ganz andere Werte als heute,die Zeit der Aufklärung wurde von meinen Eltern noch verteufelt.Da fügt man sich eben in sein Schicksal und versucht sein Leben in der vorbestimmten Rolle zu leben.daß das nicht funktioniert,merkt man eben erst später,bei mir so mit Anfang 40.

Gruß Bianca
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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 8 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » So 30. Jun 2013, 17:05

Lina hat geschrieben:Ich finde es trotzdem krass spät erst mit ca. 40 das Leben zu leben, was man eigentlich wollte.
Ich finde, es kann nie zu spät sein, das bisher geführte Leben zu ändern, wenn ich feststelle, so wie bisher will ich nicht mehr weiter leben.
Ich muss doch nicht das bisherige Leben, ob es wir jetzt gefallen hat oder nicht, immer so weiter führen.

Einmal falsch oder nicht ganz richtig, wenn auch für 40 Jahre, muss doch nicht bedeuten, dies immer so weiter zu leben.
Gut, krass mag es schon sein, nur manchmal sind halt die Ereignisse so von ihrer Konstellation, dass es früher irgendwie nicht zu realisieren war, warum auch immer.

Gruß Mona
(flo)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

Lina
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Re: 40-Jährige begegnet Vorurteilen mit Ironie

Post 9 im Thema

Beitrag von Lina » Mo 1. Jul 2013, 19:05

Bianca D. hat geschrieben:
Lina hat geschrieben: Ich finde es trotzdem krass spät erst mit ca. 40 das Leben zu leben, was man eigentlich wollte.
Moin,

vergiß bitte nicht,daß viele von uns in einer anderen Zeit groß geworden sind.Meine Kindheit lag in den 60igern,da galten ganz andere Werte als heute,die Zeit der Aufklärung wurde von meinen Eltern noch verteufelt.Da fügt man sich eben in sein Schicksal und versucht sein Leben in der vorbestimmten Rolle zu leben.daß das nicht funktioniert,merkt man eben erst später,bei mir so mit Anfang 40.

Gruß Bianca

Stimmt. Aber es muss trotzdem schlimm sein. Extrem schlimm.

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