Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland
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natürlich männlich und weiblich
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Anne-Mette
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Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 26. Jan 2016, 11:34

Moin,

"Vogelfrei im Asylbewerberheim" lautet der Titel: http://www.deutschlandfunk.de/homosexue ... _id=343595

Gruß
Anne-Mette

Patricia.
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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 2 im Thema

Beitrag von Patricia. » Di 26. Jan 2016, 12:59

Einfach nur traurig... ;(

"Die Sicherheitsleute waren aggressiv. Einer beschimpfte mich und sagte, ich sei nur gekommen, um Sex mit Männern zu haben. Ich sollte zu meiner Müllhalde in Ägypten zurückkehren. Ein anderes Mal warfen mich die Wachposten sogar zu Boden. Die meisten von ihnen sind arabischstämmig, denn sie beschimpften mich auf Arabisch, nicht auf Deutsch."
Das finde ich besonders gruselig, hier sollte man diese Leute durch Menschen ohne islamischen Migrationshintergrund ersetzen.

"Früher sei Beirut eine tolerante Stadt gewesen, erzählt Maggie, doch das ändere sich durch die vielen konservativen syrischen Flüchtlinge."
Hoffentlich kriegt unsere Regierung hin, dass das sich bei uns nicht auch so entwickelt. Leider habe ich da wenig Hoffnung.

Was die Sache schlimm macht, ist dass diese Flüchtlinge und Migranten eines Tages hier das Wahlrecht haben könnten und mit ihrem Hass wichtige Gesetze verhindern. Solche Vorkommnisse hatte ich in Kaiserslautern jedenfalls noch nicht, aber da hats auch nicht so viele Araber, ein paar angewiederte Blicke sind alles.

LG Patricia

Ulrike-Marisa
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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Di 26. Jan 2016, 15:07

Moin,

wenn ich den Bericht lese, bin ich nicht nur traurig darüber, was in unserem Land möglich ist und was uns als von der Thematik Betroffene in der Zukunft da erwarten könnte, sondern ich habe die Befürchtung, dass in Deutschland versucht werden wird, das Rad zurück zu drehen - vielleicht aus wahltaktischen Gründen sicher auch um Ruhe zu haben im Land. Wir haben bald Wahlen...und Fortschritte sind derzeit nicht in Sicht; ob wir das schaffen? Was nützt dann ein persönliches Engagement für die Sache, wenn du im Dreck liegst und getreten wirst und du in diesem ach so freien Land dich nicht mehr recht trauen kannst, vor die Tür zu treten... vielleicht ein wenig hart ausgedrückt, aber das haben wir doch schon in Deutschland mindestens 13 Jahre lang schon mal gehabt...


Gruß, Ulrike-Marisa :(

Anne-Mette
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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 26. Jan 2016, 15:21

Moin,

meine Güte, ich möchte wachrütteln, wenn ich so etwas höre!
Es ist unser Land, es ist unsere Zeit, es ist unser Leben. Wir müssen mitgestalten - nicht hinnehmen!

Man soll nicht von früher sprechen; aber was haben früher viele Leute auf die Beine gestellt: Protest gegen den Vietnam-Krieg, Protest gegen Atomkraftwerke...

Einige gingen mit IDEEN voran, nicht (nur) mit Ängsten - und viele machten mit )):m

Und nun?
Einige haben Angst, einige schüren die Angst - und immer mehr Menschen gehen mit. Dazu sage ich :((a

Gruß
Anne-Mette

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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 5 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Di 26. Jan 2016, 16:21

Hallo,

...ein wenig Angst habe ich trotzdem, da ich ja kaum in meinem eigenen Umfeld und in der Familie etwas bewirken kann. Unverständnis, mangelnde Information u.v.m. machen es oftmals unmöglich, vollständig meine Sache vertreten und leben zu können...

Gruß, Ulrike-Marisa

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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 6 im Thema

Beitrag von Claudia-Luisa » Di 26. Jan 2016, 16:26

Liebe Anne-Mette!

Danke für deinen Beitrag.


Heute Morgen dachte ich noch, ich hätte mich verhört.
Heute Abend werde ich eine Beschwerde an die Redaktion schreiben

"Nur ihre Stimme verrät: Maggie ist transsexuell, ein Mann in Frauenkleidern."

hoererservice@deutschlandradio.de


LG, C.-L.

Anne-Mette
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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 26. Jan 2016, 16:31

Moin,

es ist bestimmt richtig, es nicht zu "überhören". Ich bin schon auf die Antwort gespannt.
So ein Sender mit Anspruch sollte schon die Unterschiede von "einem "Mann in Frauenkleidern" (gibt es natürlich auch) und transsexuellen Menschen kennen und das auch berücksichtigen.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 8 im Thema

Beitrag von Marielle » Di 26. Jan 2016, 17:43

Nabend,

ich habe das auch gehört. Es war zum Teil auch im O-Ton zu hören, wie Maggie selbst ihre Situation in Beirut geschildert hat.

Man könnte aufgrund dieser Schilderung, nur testhalber und ohne Kaufzwang natürlich, mal versuchen sich vorzustellen, dass das 'Mann in Frauenkleidern' keine Beschreibung der Person Maggie ist, sondern die Beschreibung der Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit in Beirut. Das gibt das Beitragsskript sprachlich zwar tatsächlich nicht her, aber es kommt dann ein etwas anderes Bild raus.

Der Sprecher redet durchgängig von 'sie' und benennt sie als transsexuell. Es liegt m.E. nicht sonderlich nahe anzunehmen, dass er nicht weiss wovon er redet. Maggie selbst sagt im Zusammenhang mit dem Fernsehbericht übrigens "mein wahrer Name" und meint den männlichen! Namen, der in ihrem Ausweis steht. Ist dazu auch eine Beschwerde fällig?

Als wenn es sonst nichts zu tun gäbe.

Marielle
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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 9 im Thema

Beitrag von Anke » Di 26. Jan 2016, 19:10

Hallo,

es gibt sonst noch einiges zu tun. Trotzdem darf das einem Sender wie dem Deutschlandfunk nicht passieren. Und wenn sie es so meinen, wie Marielle es formuliert hat, dann sollen sie es auch so sagen und schreiben.

Irgendwie ist dieser Satz auch wie ein Fremdkörper in diesem Artikel, den ich ansonsten ziemlich gut finde. Das, was da beschrieben wird ist einfach entsetzlich und es ist gut, dass der Deutschlandfunk darüber berichtet.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 10 im Thema

Beitrag von Marielle » Di 26. Jan 2016, 20:45

Namd zusamm,

Ja, stimmt. Der DLF ist eine der wenigen verbliebenen Rundfunkanstalten, denen man einen hohen Qualitätsstandard zugute- und auch vorhalten kann und darf bzw. muss.

Ich fand (und finde) nur die Relation zwischen dem geschilderten Sachverhalt und der Kritik an der sprachlichen Darstellung nicht ganz richtig gesetzt. Hier wurden neulich sehr deutliche Worte für die Übergriffe auf cis-Frauen gefunden und wenn es jetzt um eine transsexuelle Person (wohl eher zufällig auch eine Frau) geht, die den gleichen (oder gar noch schlimmeren) Mist erlebt hat, steht plötzlich die sachrichtige Benennung durch einen Journalisten so deutlich im Vordergrund, dass die miese Situation des /der betroffenen Menschen dahinter irgendwie verschwindet. Mir ging dabei etwas durch den Kopf: unsichtbar machen. Warum grade diese Wörter? Keine Ahnung.

Aber natürlich: Claudia-Luisa, Anne-Mette und Anke haben Recht, wenn sie es bemängeln. Und es waren NICHT SIE, die hier entsprechend über die vorhergehenden Übergriffe geschrieben haben. Es hatte sehr viel mehr mit mir, den noch weiter oben stehenden und noch ganz anderen Beiträgen und mit meiner Sicht auf die gesamte Situation zu tun, dass ich den Beitrag so geschrieben habe wie er da steht.


Habt es gut

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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 11 im Thema

Beitrag von Claudia-Luisa » Di 26. Jan 2016, 21:29

Meine eMail ging eben raus an:
hoererservice@deutschlandradio.de


...............................................................

http://www.deutschlandfunk.de/homosexue ... _id=343595


Sehr geehrte Damen und Herren,

fassungslos habe ich heute Morgen die Worte von Herrn Igal Avidan vernommen:


"Maggie ist transsexuell, ein Mann in Frauenkleidern.............."

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind an den Programmauftrag (vgl. § 11 RStV) gebunden. Insbesondere sind die Rundfunkanstalten zu Ausgewogenheit,
Unparteilichkeit, Objektivität und zur Einhaltung der journalistischen Sorgfalt verpflichtet. Das Niveau des Programms muss dem Grundversorgungsauftrag
der Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung dienen.


"Die Würde des Menschen ist unantastbar"
(Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz).

Was ist Transsexualität?

Als transsexuell bezeichnet man Menschen, die ihr rechtliches Geschlecht ändern wollen, weil sie wissen, dass sie diesem nicht angehören, bzw. Menschen deren genitales Geschlecht, auf Grund dessen sie bei der Geburt eingeordnet wurden, nicht ihrem eigentlichen Geschlecht entspricht.
Transsexuelle Menschen sind also z.B. Mädchen, die mit Penis und Hoden und mit xy-Chromosomen oder Jungs, die mit Klitoris, Eierstöcken und mit xx-Chromosomen geboren wurden.

Kurz gefasst, voraussgesetzt Ihnen ist der Unterschied zwischen SEX und GENDER bekannt:

Transsexuelle Menschen sind Menschen mit geschlechtlichen Normabweichungen, Frauen, bzw. Männer, deren Geschlechtskörper vom Geschlecht abweicht.

Mit freundlichen Grüßen

Anne-Mette
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Re: Deutschlandfunk: Homosexuelle Flüchtlinge in Deutschland

Post 12 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 26. Jan 2016, 23:02

Moin,

das hängt die Sache in meinen Augen etwas (zu) hoch; aber leider gibt jedes weitere Posting (auch von mir) der Angelegenheit noch mehr Bedeutung - und ich habe nicht das Gefühl, dass dann noch die Gewichtung im Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema stimmt.
Eigentlich wollte ich deswegen auch nichts mehr schreiben; denn ich meine nur das, was ich schon gesagt habe: viewtopic.php?p=133455#p133455

Ein Hinweis - oder noch besser: ein "ins Gespräch kommen" hätte ich besser gefunden.

Gruß
Anne-Mette

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