Jalana hat zum ersten Mal Ausgang
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Jalana
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Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 1 im Thema

Beitrag von Jalana »

Diesen Bericht werde in meinen beiden Leibforen posten und auch der CD/TV-Gruppe Hamburg für die Rubrik "Geschichten" zur Verfügung stellen. Habt bitte Verständnis, dass ich jetzt nicht drei verschiedene Varianten schreiben möchte und deshalb an der einen oder anderen Stelle eine Redundanz für Euch vorkommen kann weil ich in Eurem Forum bereits eine Information an anderer Stelle gegeben habe. Sorry, aber da müsst Ihr durch.

Hallo Ihr Lieben,

an dieser Stelle möchte ich Euch über meine Motive, Erlebnisse und Gefühle während meines ersten Auftritts "en femme" berichten. Ich tue dies einerseits um dieses Erlebnis für mich persönlich aufzuarbeiten, zu dokumentieren und in Erinnerung zu halten, andererseits um Anfängern Mut zu machen, wenn sie Angst davor haben, den ersten Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen. Erfahrene "Ausgängerinnen" finden hoffentlich ab und zu einen Anlass zum Schmunzeln oder sich an ihre Anfänge zu erinnern.

1. Vorbereitungen

Für Diejenigen, die mich nicht kennen: Der Rest kann gleich zum nächsten Absatz wechseln. Ich bin über 60 Jahre alt, seit über 30 Jahren verheiratet und habe erwachsene Kinder die inzwischen ihr eigenes Leben führen. Ich lebe in der Nähe einer norddeutschen Großstadt, bin selbständig und habe mein Büro in der Wohnung. Da meine Frau seit ein paar Jahren einen Arbeitsplatz weit weg von hier gefunden hat, führen wir eine Wochenendehe d.h. wir sehen uns am Wochenende bei ihr oder in unserer gemeinsamen Wohnung. Unter der Woche kann ich somit heimlich weitgehend tun und lassen was ich will. Und auf Eure bisher nicht gestellte Frage: Nein, ich habe mich meiner Frau gegenüber noch nicht geoutet. Ich habe ihr gegenüber allerdings ein sehr schlechtes Gewissen und deshalb möchte ich diesen Schritt so schnell wie möglich nachholen. Evtl. dadurch, dass ich ihr diesen Bericht zu lesen gebe.

Bisher lebte ich mein CD-Dasein als "Wohnungstranse" aus. Wobei ich eigentlich selbst nicht genau weiß, was ich bin und ob der Begriff CD überhaupt auf mich zutrifft. Aber das ist eine andere Kiste und ich weiß im Moment noch nicht, ob ich mich in diesem Post mit diesem Thema befassen möchte. Normalerweise kleide ich mich tagsüber untenherum weiblich mit Rock. Oben mische ich durchaus männliche und weibliche Kleidungsstücke. BH mit Innereien verwende ich nur, wenn ich mich voll stylen möchte (mit Make-up, Perücke und Accessoires). Das kommt aber nur selten vor, da ich tagsüber immer damit rechnen muss, dass jemand an der Tür klingelt. Der Rock wird dann ganz schnell gegen eine Hose getauscht. Mit Schminke etc. wäre das schon schwieriger. Am Abend war ich bisher in der Regel zu schlapp um den vollen Aufwand (Einkleiden, Make-up, Perücke und Abschminken) zu betreiben.

Ich lese seit Jahren die Beiträge in verschieden Foren die sich auch mit DWT, TV, CD oder TS beschäftigen, aber erst seit relativ kurzer Zeit bin ich in 2 verschiedenen Foren "aktiv" unterwegs d.h. ich gebe dort auch meinen "Senf" zu verschieden Beiträgen ab, oder öffne eigene Threads — so wie jetzt bei Euch. Auffällig war für mich, dass in den — ich nenne sie mal jetzt pauschal — CD-Foren der Umgang miteinander sehr behutsam, empathisch und hilfsbereit ist. Dieser eher feminine Stil sagt mir persönlich sehr zu, da mich Macho-Gehabe, Zoten gegenüber Frauen und der zugehörige Jargon einfach nur "ankotzt" (sorry für den harten Begriff, er drückt aber mein Empfinden am Besten aus). Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als 100 % iger Hetero die Frauen und alles Weibliche (Kleidung, Bewegung, Sprache, ...) mag/liebe/schätze. Oder ist es meinen ausgeprägten "weiblichen Anteilen" geschuldet? Ich weiß es nicht, es spielt aber letztlich auch keine Rolle für mich. Ich nehme mich, wie ich bin.

Es war also auch irgendwann an der Zeit, Leute aus der CD-Szene (damit meine alle "Transgender" also CD, TV, TS, DTW ... ) persönlich kennen zu lernen. Klar, jede von uns ist anders, aber mich interessierte auch wie sie untereinander kommunizieren, sich darstellen und bewegen. Versuchen sie die weibliche Stimme zu imitieren? Kommen "Ach, was hast Du wieder für ein tolles Täschchen, Elfriede."-Phrasen? Werden weibliche Bewegungsmuster (evtl. übertrieben) imitiert? Wie gehen sie miteinander um? Und so weiter ...

In irgend einem Forum habe ich gelesen, dass es in meiner Großstadt einen CD-Stammtisch in einem Lokal am Rande der Innenstadt gibt. Im Internet fand ich leider keine Kontaktinformationen zu diesem Stammtisch. Einerseits wäre es für mich am Einfachsten gewesen, dort vorbeizuschauen. Andererseits wäre ich evtl. in männlicher Kleidung nicht richtig aufgenommen worden. So einfach en femme dort aufzutreten kam für mich nicht in Frage. Dazu hatte ich viel zu viel Schiss. Also musste ich auf eine andere Gelegenheit warten.

Regina aus dem http://www.crossdresser-forum.de/ lud alle Interessierten zum monatlichen Stammtisch der CD/TV-Gruppe nach Hamburg ein. http://www.Crossdressinghamburg.de berichtet sehr informativ über die Stammtische und die Gruppe. Ich las mich intensiv durch die HP und was ich sah, sagte mir sehr zu. Der nächste Stammtisch sollte am Sonnabend den 22.9.2012 stattfinden. Aus gewissen Gründen war es mir möglich, an diesem Tag einen Ausflug nach Hamburg zu unternehmen, ohne dass meine Frau das mitbekommen könnte. Regina war mir bereits während meiner "passiven" Phase in dem Forum sehr positiv aufgefallen. In ihren Beiträgen las ich immer wieder ein verschmitztes Augenzwinkern zwischen den Zeilen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und war gerade dabei eine PN an sie zu schicken, mit der Bitte um Unterstützung bei meinem ersten Ausflug en femme, da las ich, dass sie just an diesem Sonnabend im Urlaub weilt (hoffentlich verbringst Du einen schönen Urlaub, liebe Regina!). Schade, dann klappt das leider nicht. Ohne Schutz und/oder Begleitung konnte ich mich nicht in die Öffentlichkeit wagen.

Dann las ich im Forum, dass auch Anja aus dem Crossdresserforum bei der Hamburger Gruppe mitmacht. Das wäre also eine andere Möglichkeit, Kontakt zu knüpfen. Da ich meine Ängste wiederum nicht jederFrau offenbaren wollte (es gibt eben überall Badische und Umsymbadische), las ich einen großen Teil ihrer Beiträge und insbesondere ihr Tagebuch. Da mir ihre Art zu schreiben zusagte, schickte ich ihr eine PN und schilderte ihr darin mein Anliegen. Prompt bekam ich eine umfangreiche Antwort. Anja hatte an diesem Sonnabend vor, zunächst ein Kosmetikstudio zu besuchen und sich dann mit Paula und deren Ehefrau Anne aus Schwerin zu treffen um anschließend in Hamburg einen Bummel durch die Einkaufsmeile zu machen. Das war natürlich noch eine Nummer mehr für mich. Nicht nur das Treffen mit der Gruppe, sondern jetzt auch noch ein Gang durch die Metropole "en femme"; na ja, da muss Jalana eben durch. Anja schlug vor, uns in dem Kosmetikstudie http://hob-buchholz.de/ (Die Inhaberin gab mir die Erlaubnis, den Link zu posten. Danke, ich wünsche dem Studio noch viele weitere "schräge Kundinnen" wie Anja und mich.), das sie vor dem Gruppentreffen regelmäßig besucht, zu treffen und falls ich Wünsche hätte, wollte sie gerne behilflich sein, diese für mich zu realisieren. Klar hatte ich Wünsche! Als heimliche Wohnungstranse fehlt mir jegliche Stilsicherheit in der Kleiderwahl und auch das Vertrauen zu meinen Schminkkünsten hält sich in Grenzen. Also bat ich Anja auch für mich einen Termin im Studio zu vereinbaren. Postwendenden teilte mir Anja mit, dass sich Vanessa ab 10:00 Uhr um mich kümmern würde.

In den letzten Tagen vor dem 22.9. machte ich diverse Streifzüge durch Geschäfte mit Damenoberbekleidung und "erbeutete" noch ein Shirt, ein Top und eine Strickjacken um mein Outfit oben herum zu vervollständigen. Wetter.de sagte für den Sonnabend in Hamburg eine relativ kühle Witterung voraus. Deshalb besorgte ich mir noch eine Thermo-Strumpfhose. Freitagabend packte ich das gesammelte Jalana-Outfit in einen Koffer, vervollständigte den Inhalt meiner Handtasche und stellte sicherheitshalber gleich 2 Wecker auf 7:00 Uhr in der Frühe.

Am Sonnabend wachte ich kurz vor 7:00 Uhr auf und genoss die letzten Minuten im Bett, bevor die Wecker klingelten. Danach ging es ab ins Bad. Nach einer gründlichen Rasur duschte ich ausgiebig, verzichtet auf Deo und Aftershave und zog männliche Kleidung an. Danach frühstückte ich in Ruhe, warf noch einen Blick in die Tageszeitung und machte mich um 8:00 Uhr auf den Weg zum Kosmetikstudio. Innerlich war ich überraschend ruhig. Für den Weg zum Kosmetikstudio hatte ich 90 Minuten angepeilt, aber man weiß ja nie welche Überraschung die Autobahn bietet. Dann schaltete ich mein Navi an, um die Adresse des Kosmetikstudios einzugeben. Dass mein Navi gewisse Anlaufschwierigkeiten hat, war mir bekannt, aber wenn es dann endlich funktioniert ist es sehr hilfreich. Zunächst fand es keine GPS-Signale. Das war nicht neu für mich; also machte ich mich erst einmal auf den Weg in Richtung Hamburg. Die Fahrstrecke hatte ich weitgehend im Kopf und das Navi brauchte ich nur für den letzten Rest der Strecke. Für den Fall aller Fälle hatte ich auch noch den Autoatlas zur Hand.

Auf der Autobahn kam ich zügig voran. Ich dachte an die Begegnung mit Vanessa und wollte ihr gleich zu Beginn das "Du" vorschlagen um auf diese Art die ganze Sache für beide Seiten lockerer zu gestalten. Schließlich war ich ja nun wirklich keine "normale Kundin". Ein Kosmetikstudio besuchte ich zum ersten Mal. Hin und wieder fuhr ich auf einen Parkplatz um das Sch...Navi (*GrußanPascha) zur Mitarbeit zu bewegen. Die Diva verweigerte aber leider weiterhin ihre Dienste. Die bevorstehende Begegnung mit Anja und Vanessa verbreitete selbstverständlich in mir eine gewisse Anspannung aber das Verhalten meines Navis setzte mich so langsam aber sicher richtig unter Stress. Schließlich wollte ich ja einigermaßen pünktlich im Kosmetikstudio ankommen. Irgendwann war dann Schluss mit lustig. Glücklicherweise hatte ich mit Anja die Handynummern ausgetauscht. Ich rief sie an und sie beschrieb mir den Weg zum Studio. An dem fuhr ich dann in meiner Aufregung erst einmal vorbei. Aber im zweiten Anlauf klappte es, ich fand einen Parkplatz gegenüber, schnappte meinen Koffer und betrat das Studio.

2. Im Kosmetikstudio und in der Hamburger Innenstadt

Sogleich wurde ich von einer netten jungen Dame freundlich begrüßt. Ich sagte: "Hallo, ich bin Jalana und habe hier eine Verabredung mit Vanessa." Sie erwiderte: "Ich bin Vanessa, schön dass Du da bist! Darf ich Dir etwas zu Trinken anbieten?" Wow, sie hatte exakt den passenden Umgangston gefunden und das Eis war auf Anhieb gebrochen. Danach führte sie mich in eine Kabine und fragte nach meinen Vorstellungen hinsichtlich Bekleidung und Kosmetik. Ich wollte als unauffällige ältere Dame in Erscheinung treten und weder als Vogelscheuche noch als "Olivia Jones"-Verschnitt in Hamburg herum laufen. Aus meinen mitgebrachten Klamotten schlug Vanessa ein ansprechendes Ensemble bestehend aus einem knöchellangen schwarzen Rock, einem brombeerfarbenen langärmligen Shirt und einer schwarzen Strickjacke (*GrußanSteffi) vor. Ich hatte zwar ursprünglich eine andere Idee, aber ich verließ mich lieber auf den Geschmack einer echten Bio-Frau und das war auch gut so.

Damit ging es für mich erst einmal an das Entkleiden. Vanessa fragte, ob sie die Kabine verlassen sollte. Da ich inzwischen jegliche Berührungsängste abgelegt hatte, bat ich sie zu bleiben. Zu Hause hatte ich bereits ein hübsches Damenhöschen angezogen. Als erstes war der BH dran. Drei schlichte Exemplare hatte ich in der Größe 95C in den Farben schwarz, weiß und rot mitgebracht. Vanessa schlug den Schwarzen vor. Ich versuchte ihn anzuziehen, da unterbrach mich Vanessa und wies mich auf das Schleifchen hin, das immer vorne sitzt. Silis besitze ich nicht. Zwei Paar zusammengewickelte Socken erfüllen den gleichen Zweck bei mir. Daraufhin erläuterte mir Vanessa das "weibliche Zwiebelschalensystem": Da Frau immer leicht friert, zieht sie immer mehrere Schichten übereinander. Zuerst reichte sie mir also ein Top, danach ein schwarzes Shirt und schließlich zog ich das brombeerfarbene Shirt über. Vanessa schaute mich dann kritisch an, schnappte sich ein Paar Damenstrümpfe und stopfte mir jeweils rechts und links einen Strumpf in den BH. Damit meine weiblich Proportionen stimmen, meinte sie. Danach erklärte sie mir, wie Frau eine enge Strickjacke über ein langärmliges Shirt anzieht damit keine Falten entstehen.

Dann ging es an die "untere Etage". Zuerst zog ich meinen "Bauchweggürtel" an. Das ist eine breiter Damen-Taillenformer der mein leider vorhandenes Bäuchlein ein wenig kaschiert. Anfangs war das Tragen wegen des Drucks etwas gewöhnungsbedürftig, inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt. Das Ergebnis ist aber beeindruckend. Der Bauch ist nahezu weg. In Anbetracht der kühlen Witterung schlug mir Vanessa die Thermostrumpfhose vor und zeigte mir wie Frau selbige anzieht. Wie selbstverständlich zupfte Vanessa sie an meinem Bein zurecht. Überhaupt, sie behandelte mich so, als würde sie täglich Männer in die Kunst des "Damenbekleidungstragens" einführen. Später erzählte mir Anja, die ja schon lange vor mir im Kosmetiksalon aufgetaucht war, dass Vanessa hochgradig nervös gewesen sei, da ich ihr erster männlicher Kunde war. Ich hatte keine Spur Nervosität an ihr festgestellt. Sie hat sich mir gegenüber absolut professionell verhalten (*DankeundLiebenGrußanVanessa)! Danach waren Rock und Schuhe dran. Vanessa suchte noch einen passenden Schal für mich aus, danach wanderten die übrigen Klamotten wieder in den Koffer. Vanessa und Jalana verließen gemeinsam die Kabine und gingen zurück in den Salon.

Jetzt begann der letzte Schritt zu Jalanas "Frausein". Nun war der Kopf dran. Vanessa bat mich auf dem Kosmetikstuhl Platz zu nehmen und verwandelte mein Gesicht. Die markanten männlichen Züge wurden nach und nach durch ihre Künste weicher. Sie erklärte mir auch bei jedem Schritt welchem Zweck er diente, warum sie lieber Pinsel statt Finger verwendet usw. Leider habe ich inzwischen wieder einige Details vergessen, aber die wesentlichen Ratschläge werde ich zukünftig beherzigen. Inzwischen kamen auch Anja mit Maike (*GrußanMaike), Vanessas Kollegin, aus der anderen Kabine. Wir plauderten, während Vanessa weiter an mir hantierte. Zwischendurch betrat eine Kundin mit ihrer 9-jährigen Tochter den Salon. Für beide war unser Anblick anscheinend selbstverständlich — zumindest konnte ich kein Tuscheln oder irritierte Blicke erkennen. Zuletzt war dann mein "Pudel" dran. Ich wusste, dass meine Perücke ein Schwachpunkt war. Ich hatte sie im Internet für unter 18 € gekauft. Auf den Abbildungen sah sie auf der Puppe recht ansprechend aus, aber ich hatte bei der Auswahl - unbedarft wie ich war - übersehen, dass der weibliche Kopf in der Regel wesentlich kleiner ist als mein Quadratschädel. Somit ist sie leider etwas zu klein für mich. Mea culpa. Meine nächste Perücke kaufe ich in einem Perückenstudio, das steht fest.

Dann war ich endlich fertig. Im Spiegel lächelte mich eine ältere Dame freundlich an. Klar, Vanessa konnte bei all ihrer Kunst eine "alte Schachtel" nicht in ein hübsches junges Mädchen verwandeln. Aber ich war zufrieden. Dann betrat eine Kundin namens Vanessa den Kosmetiksalon. In ihrem Gesicht konnte ich nicht die kleinste Regung erkennen. Wir baten sie, Fotos von uns Vieren zu machen. Wie selbstverständlich kam sie unserem Wunsch nach (*VielenDankKundinVanessa). Wir Teilzeitmädels (Anja und ich) verabschiedeten uns herzlich von den drei Bio-Mädels und machten unseren Abgang.

Mit dem Öffnen der Salontür begann für mich der Eintritt in eine neue Welt. Um zum Auto zu gelangen mussten wir zunächst an einer Fußgängerampel warten. Ich stellte mir vor, wie man uns betrachten würde. Anja kommt in Pumps locker auf eine Körperhöhe von 190 cm und ich bin gut 20 cm kleiner. Altersunterschied ca. 30 Jahre. Naja, Mutter und Tochter ist doch ok. Aber trotzdem sah ich uns als seltsames Paar an. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich die Menschen um uns herum. Niemand schenkte uns Beachtung.

Wir setzten uns ins Auto und machten uns auf den Weg nach Hamburg um uns mit Paula und ihrer Frau Anne zu treffen. Dabei ergab sich die erste Gelegenheit uns persönlich näher kennen zu lernen. Wir hatten uns zwar schon per PN und Telefon ausgetauscht, aber eine persönliche Begegnung ist etwas ganz anderes. Wir führten auf Anhieb eine zwanglose, freundschaftliche Unterhaltung über Gott und die Welt, über unsere weiblichen Anteile, über unsere Ergebnisse beim COGIATI-Test und über unsere persönlichen Gefühle. Anja fragte mich, ob ich, da es ja mein erstes Mal war, besonders aufgeregt sei. Ich blickte in mich und stellte fest, dass ich absolut gelassen war. Wir wunderten uns beide darüber, zumal Anja eingestand, dass sie bei ihrem "ersten Mal" tierisch aufgeregt war. Ich konnte es in dem Moment auch nicht erklären. Anscheinend hatte ich zuvor bei dem Stress mit meinem Navi mein Adrenalin restlos verschüttet.

Anja telefonierte mit Paula und verabredete ein Treffen auf einem Parkplatz in der Innenstadt von Hamburg. Paula kam leider allein, da ihre Ehefrau mit 40 Grad Fieber das Bett hüten musste (*GuteBesserungAnne). Nun versuchte Anja mein Navi zum Arbeiten zu bringen. Nach einiger Zickerei klappte es endlich. Anja gab die Adresse ein und das Navi nahm seinen Dienst auf. Kurz vor Hamburg gerieten wir in den obligatorischen Stau, der uns einige Zeit kostete. Schließlich landeten wir auf dem Parkplatz neben Paulas gelben Transporter. Anja und Paula nahmen sich in die Arme wie es sich für alte Freundinnen gehört und auch ich wurde von Paula fröhlich begrüßt. Wegen meiner Gehbehinderung beschlossen wir, mit meinem PKW in ein Parkhaus am Rande der Einkaufsmeile zu fahren und von dort aus einen Bummel in die Hamburger Fußgängerzone anzutreten.

Vom Parkhaus der Hamburger Kunsthalle aus setzten wir uns in Bewegung. Nun war ich wirklich in der Öffentlichkeit angelangt. Die paar Schritte vom Kosmetikstudio zum Auto und der kurze Aufenthalt auf dem Parkplatz zählten nicht. Ständig beobachtete ich aus den Augenwinkeln meine Umgebung. Schließlich waren wir schon ein herbes Trio. Anja und Paula mit jeweils einer Körperhöhe von ca. 190 cm und ich Zwergin, wobei mit knapp 170 cm passe ich in Bezug auf Größe eher in die Frauen- als in die Männerwelt. Aber doch spätestens auf den zweiten Blick müssten die Leute, die uns entgegenkamen, bemerken, dass wir keine richtigen Frauen waren. Aber anscheinend schenkte uns das Hamburger Publikum keinen zweiten Blick. Wir unterhielten uns die ganze Zeit auch ganz normal mit unserer männlichen Stimme. Auch das fiel anscheinend niemandem auf.

Nach einiger Zeit verspürten meine Begleiterinnen ein Hungergefühl und wir beschlossen, das Vapiano in der Lilienstraße aufzusuchen. Das ist ein riesiges Selbstbedienungsrestaurant mit verschiedenen Ausgabestationen für Pasta, Pizza, Antipasti, Salate, ... an denen man anstehen und auf die Zubereitung des Gerichts warten musste. Paula und ich stellten uns bei der Pasta an. Anja zog die Pizza vor. In der Warteschlange war der Abstand zu den anderen Gästen wesentlich enger als vorher auf der Straße. Vor uns standen zwei Damen — evtl. Mutter und Tochter? - an. Paula und ich unterhielten uns ganz normal weiter, während wir anstanden. Die jüngere Dame vor mir schaute mich einmal kurz an. Ob sie mich als Crossdresser erkannte, weiß ich nicht. Zumindest zeigte sie keine Reaktion. Das Hamburger Publikum ist entweder sehr diskret oder es hat keine Augen im Kopf. Mir war beides recht.

Nach — gefühlt sehr langer Zeit — erhielten wir unsere Pasta. Wir gingen zu dem Tisch an dem Anja für uns Plätze auf Hockern freigehalten hatte. Die Pasta war ok, aber die Lautstärke war durch die vielen Menschen und die offenen Kochabteilungen sehr gewöhnungsbedürftig. Nachdem wir aufgegessen hatten, beschlossen wir deshalb, ruhigere Plätze in einem anderen Bereich des Restaurants aufzusuchen. Dort gab es Kaffee und Kuchen. Wir fanden auch gleich eine freie kleine Sitzecke für drei Personen, nahmen Platz und unterhielten uns über den weiteren Ablauf. Nach dem Essen war dann auch für Jalana der Gang zur Toilette angesagt. Sie schnappte sich ihr Täschchen und machte sich auf den Weg zur — selbstverständlich - Damentoilette. Die sah etwas derangiert aus. Die Kabinentüren standen offen. In meiner Kabine fehlte das Papier, aber Frau hat ja sicherheitshalber immer etwas dabei. Danach wusch ich mir die Hände, prüfte den Sitz der Frisur vor dem großen Spiegel, hängte mir das Täschchen um und ging zurück zu unserer Sitzecke.

Wir überlegten, wie es weitergehen sollte. Ich benötigte irgendetwas aus meiner Handtasche. Da ich sie umgehängt hatte, musste ich den Tragriemen über meinen Kopf führen. Da passierte der Mega-Gau: Durch eine ungeschickte Bewegung schob ich mir die Perücke, die ja nicht sonderlich fest saß, vom Kopf. Ganz schnell fing ich sie auf und setzte sie mir wieder fix auf den Kopf. Natürlich erst einmal falsch herum. Nach einer gefühlten Ewigkeit saß sie wieder einigermaßen. Anja leistete sofort schwesterliche Hilfe mit ihrer Handykamera, in der ich mich wie in einem Spiegel betrachten konnte. Nun hieß es erst einmal entspannen, da meine Pulsfrequenz sicher die 200-er Grenze überschritten hatte. Aus den Augenwinkeln betrachte ich meine Umgebung. Niemand gaffte mich an. Nachdem sich mein Puls wieder einigermaßen beruhigt hatte, begab ich mich zurück zur Toilette um meinen "Pudel" zu richten. Leider war am großen Spiegel immer Publikum. Dadurch konnte ich meiner Perücke nicht den richtigen Sitz geben. Sie saß nicht richtig, wie auf den späteren Fotos erkennen musste. Das ist der einzige Negativpunkt bei meinem Hamburg-Ausflug. Da Frau eitel ist, gibt es deshalb keine Bilder für Euch. Sorry.

Mit Blick auf die Uhren stellten wir fest, dass es inzwischen 15:00 Uhr war. In einer Stunde begann der Stammtisch. Da Anja und Paula noch etwas Einkaufen wollten, beschlossen wir uns zu trennen. Mir war zwar etwas mulmig zumute die Millionenstadt jetzt ganz allein zu erobern, aber dann sagte ich mir: "Jalana, da musst Du jetzt durch!. Bisher hat alles geklappt. Niemand hat Dich angegafft. Anscheinend ist das Passing ok. Das wird schon!" Und so war es auch. Niemand beachtete mich. Ich ging mutterseelenallein vom Vapiano über den Glockengießerwall zur Hamburger Kunsthalle und dann weiter zum Parkhaus. Ich hätte zwischendurch fast geschrieen: "Leute, was ist los mit Euch! Da spaziert so ein schräger Vogel mitten durch Hamburg und ihr nehmt mich überhaupt nicht zur Kenntnis?" Das tat ich allerdings nicht. Schließlich wollte ich ja nicht auffallen.

3. Der Stammtisch

Im Auto angekommen übermittelte ich meinem Navi die Adresse des Stammtischs. Diesmal war die Diva willig, allerdings bereitete ihr eine Baustelle auf dem Weg in der Nähe des Treffpunkts zunächst einige Schwierigkeiten. Dafür konnte sie aber nichts. Ich machte einen neuen Anlauf und sie leitete mich auf den richtigen Weg. Einen Parkplatz fand ich zum Glück in der Nähe, schnappte meine Handtasche und machte mich auf den Weg zum KISS. Auf der Homepage der CD/TV-Gruppe Hamburg war die Gaußstr. 21 als Adresse genannt worden und eine Abbildung zeigt den Hauseingang. So ging ich zum Haus Nr. 21. Huch, das Haus sah ganz anders aus, als auf dem Bild, das ich noch im Kopf hatte. Ich ging um das Haus herum, fand aber keinen weiteren Eingang. Ich ging wieder zurück und drückte die Klingel vom KISS. Niemand öffnete. Endlich las ich im Fenster, dass sich der blaue Raum im Haus Nr. 25 befindet. Damit war auch das geklärt.

Auf der Strasse suchte ich vergebens Paulas gelben Transporter. Anscheinend waren die beiden noch nicht da. Was soll"™s, Jalana schafft das auch allein! Ich klingelte, stapfte die Treppe hoch, dabei musste ich meinen knöchellangen Rock etwas raffen, klopfte kurz an die Tür und betrat den Raum. Sofort kam mir eine groß gewachsene Dame freundlich lächelnd entgegen: "Hallo, ich bin Juliane. Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast." Ich erwiderte: "Guten Tag, ich heiße Jalana. Anja hat mich mitgebracht. Aber die kommt wohl erst später mit Paula." Ich stellte mich noch einmal den anderen Damen vor. Insgesamt waren wir ca. 10 Frauen, die aus den verschiedensten Ecken Deutschland zu dem Stammtisch gekommen waren. Gina hatte den weitesten Weg auf sich genommen. Sie kam aus der Nähe von Mainz, wollte allerdings noch ein paar Tage gemeinsam mit ihrer Ehefrau (*GrußanLinda) in Hamburg verbringen, dann aber in männlicher Kleidung.

Zum Stammtisch gab es keine feste Tagesordnung und so plauderten wir über Gott und die Welt. Falls es mal eine Pause gab, hatte Juliane sofort ein nettes Anekdötchen parat. Das Themenspektrum war selbstverständlich ein anderes als an einem Männerstammtisch. Statt über Fußball, Formel 1 und die Bild-Zeitung ging es zum Beispiel darum, wo Frau Schuhe in Übergröße einkaufen kann. Eine Teilnehmerin erzählte in diesem Zusammenhang von ihren positiven Erlebnissen bei Schuh-Kaufmann. Selbstverständlich war auch Schminken ein Thema. Im Gegensatz zu den Bio-Frauen, die diese Kunst bereits seit den Kinderschuhen erlernen, haben wir Teilzeitmädels ja einige Probleme uns zu "hübschen". Neben mir gab es noch zwei weitere Damen, die zum ersten Mal "en femme" unterwegs waren und hierher gefahren sind. Ute und Josefine waren aber direkt zum Stammtisch gekommen und hatten nicht wie ich in der Hamburger Innenstadt noch weitere Abenteuer erlebt. Später kamen dann noch Anja und Paula dazu.

Wir unterhielten uns mit unserer ganz normalen männlichen Stimme. Klar, Juliane trug eine schicke rot-weiß gestreifte Bluse und das wurde ihr auch mitgeteilt. Aber auch das ging freundlich und ohne Übertreibung vonstatten. Juliane berichtete uns daraufhin, dass Ute, ihre Ehefrau, diese Bluse bei einer Einkaufstour für sie ausgesucht und ihr mitgebracht habe. Überhaupt war die Atmosphäre sehr freundschaftlich und ich fühlte mich nach kurzer Zeit so, als ob ich die anderen Mädels bereits seit Jahr und Tag kennen würde.

Um 19:00 Uhr räumten wir den Raum auf, packten unsere Sachen zusammen und brachen zum Stammrestaurant der Hamburger-CD-Gruppe "Zum Falkenstein" in Richtung Blankenese auf. Paula nahm Anja mit und ich setzte mich allein in Bewegung. An dieser Stelle verzichte ich auf die Beschreibung der weiteren Unarten meines Navis. Nur soviel: Ich war kurz davor, es aus dem Fenster zu schmeißen. Somit traf ich mit einiger Verspätung beim Restaurant ein. Nun begann der nächste Schritt allein in die Öffentlichkeit. Einmal tief Luft holen. "Das schafft Du, Jalana!" machte ich mir selbst Mut. Also öffnete ich die Tür zum Restaurant, nickte freundlich nach rechts und links. Aus nahe liegenden Gründen verzichtete ich auf einen lauten Gruß. Schließlich fand ich in einer Ecke meine Stammtischkolleginnen sowie noch drei weitere Damen mit erheblich weicheren Gesichtszügen Ute, Carola und Linda — die Ehefrauen von Juliane, Petra und Gina. Ich wurde mit einem freundlichen "Hallo" begrüßt und suchte mir einen freien Platz.

Die lockeren Gespräche vom Nachmittag wurden jetzt bei leckeren Speisen und Getränken fortgesetzt. Die drei Biofrauen nahmen mich und die anderen Neuen in ihrer Mitte auf, als seien wir alte Freundinnen. Im Restaurant fielen wir nicht weiter auf. Klar, die Bedienung wusste Bescheid. Schließlich waren wir im Stammlokal der Crossdressergruppe Hamburg. Die übrigen Gäste nahmen keine Notiz von uns. Am Nebentisch saßen zwei kleine Mädchen. Sie beschäftigten sich mit ihren Mahlzeiten und würdigten uns keines Blicks. Nur eine ältere Dame an einem anderen Nebentisch blickte ab und an zu uns herüber. Ob sie was entdeckt hatte? Ich weiß es nicht. Zumindest hat sie sich nicht mit ihren Tischnachbarn über uns unterhalten. Die würdigten uns nämlich keines Blicks.

Gegen 23:00 Uhr löste sich unsere Versammlung langsam auf. Wie es sich für alte Freundinnen gehört, drückten wir uns wie selbstverständlich zum Abschied. Ich versprach wiederzukommen, wenn es Zeit und Umstände zulassen. 4 (mit dem Umweg über Anja sogar 6) Stunden Fahrzeit kann ich nicht jeden Monat auf mich nehmen. Man versicherte mir aber, dass ich jederzeit willkommen sei; und das glaube ich gerne.

Auf dem Weg von Hamburg zu Anjas"™s Wohnung unterhielten wir uns über den Tag und über unsere Empfindungen. Anja berichtete über den "Kick" beim Umschalten in den "Frauenmodus". Den ganzen Tag über hatte ich nicht nur meine Umgebung, sondern ganz besonders mein Inneres und meine Empfindungen beobachtet. Den Kosmetiksalon habe ich in männlicher Bekleidung betreten und im weiblichen Outfit verlassen. Das war eigentlich die einzige Wandlung an diesem Tag. Psychisch konnte ich keine Veränderung in mir feststellen.

Ich setzte Anja um Mitternacht bei ihrer Wohnung ab. Wir verabschiedeten uns herzlich und ich setzte meinen Weg allein fort. Auf der Autobahn war zu dieser Nachtzeit zum Glück nichts mehr los. Dadurch musste ich mich nicht voll auf das Autofahren konzentrieren, sondern konnte meine Gedanken auch ein wenig abschweifen lassen. Verwundert war ich vor allen Dingen über mich selbst und über meine Gelassenheit den ganzen Tag über. Schließlich überkommt mich bereits eine gewisse Nervosität, wenn ich vor fremden Menschen in der Öffentlichkeit auftreten soll, z.B. um einen Vortrag zu halten. Und jetzt war ich seit mehr als 12 Stunden in weiblicher Kleidung in einer Millionenstadt teilweise ganz allein unterwegs. Kapiert habe ich diese ruhe noch immer nicht, aber muss man das immer?

LG
Jalana

PS: Inzwischen habe ich mich meiner Frau gegenüber geoutet. Insgesamt nahm es meine Frau wesentlich gelassener auf, als ich insgeheim befürchtet hatte. Details erspare ich Euch an dieser Stelle. Wir kamen überein, dass meine Damenbekleidung nicht im Müll entsorgt wird und, dass meine Frau zunächst keinen Wert darauf legt, Jalana zu Hause kennen zu lernen oder bei irgendwelchen Events zu begleiten. Andererseits akzeptiert es meine Frau, wenn ich hin und wieder das Bedürfnis verspüre, mich mit Gleichgesinnten zu treffen. Ich persönlich bin sehr froh, mich endlich geoutet zu haben und dankbar über die Toleranz meiner Frau.
Leben und leben lassen
Pauline

Re: Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 2 im Thema

Beitrag von Pauline »

Liebe Jalana :()b

vielen Dank für diesen ausführlichen und spannenden Bericht, den ich förmlich
verschlungen habe. Du schreibst sehr ausführlich und lebendig und ich bekomme richtig
Herzklopfen beim Lesen...Könnte sogar noch ausführlicher sein, ich lechze nach jedem Detail.
Schließlich steht mir dieser Schritt in die Öffentlichkeit noch bevor, bin immer noch 'ne "Stubentranse",
wenn auch eine glückliche. Jedenfalls lese ich solche Berichte sehr gern...

Leider gibt es hier in Mainz solche Treffpunkte nicht, und die CD's aus der Umgebung halten sich
ziemlich bedeckt.

Ich wünsche Dir weitere schöne Ausflüge! Und ich freue mich jetzt schon auf Deine ausführlichen Berichte (so) .

LG Pauline )))(:
Regina
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Re: Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 3 im Thema

Beitrag von Regina »

Hallo Jalana,

vielen Dank für Deinen netten Bericht. Dein Stil zu schreiben gefällt mir sehr gut.

Bei Deinem ersten Ausflug hast du ja nicht nur von 0 auf 100, sondern von 0 auf 300 beschleunigt.
- Tageslicht - Kosmetikstudio - Einkaufspassage - Restaurant - CD Treffen - und vieles mehr. Holla, das geht aber ab bei Dir.

Ja, es war schade, dass ich gerade an dem Tag nicht dabei sein und wir uns somit nicht treffen konnten. Aber sei versichert. Mein Urlaub war so toll, da konnte ich das gut verschmerzen. Und wie Du ja selbst schriebst, war es wohl nicht das letzte Mal, dass Du an einem der Treffen in Hamburg teilnahmst.

Evtl. sehen wir uns ja noch in diesem Jahr.

Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
Andrea aus Sachsen
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Re: Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 4 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hallo Jalana,
einen Superbericht hast du da geschrieben! Das Lesen hat richtig Spaß gemacht.
Wie du richtig vermutest, die Erinnerungen an das eigene erste Mal kommen dabei unwillkürlich wieder hoch. Wenn es auch ganz anders verlaufen ist, das anfangs ängstliche Gefühl, das immer mehr einem entspannten Genießen weicht, ist offensichtlich immer wieder das gleiche.
Ich denke, auf das nächste Mal (dann mit fest sitzender Perücke) brauchen wir bei dir nicht lange zu warten, und wünsche dir jetzt schon mal viel Spaß dabei. Mit dem Wissen, dass deine Frau es zumindest toleriert, kannst du es gleich viel entspannter angehen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Gina
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Re: Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 5 im Thema

Beitrag von Gina »

Liebe Jalana,

mit großem Interesse habe ich gerade Deinen Bericht gelesen - der ist ja Bombe-ausführlich.

Wir hatten noch schöne Tage in Hamburg einschließlich Biltzerfoto am Abend des Treffens - leider lässt das Knöllchen bis heute auf sich warten :wink:

Schön, dass Du Dich auch bei Deiner Frau geoutet hast - wie auch immer das ausgehen mag. Gib ihr Zeit - ich denke, ihr seid auch schon einen Tag länger zusammen, so dass sich das erst mal setzen muss. Aber ihre erste Reaktion ist ja schon mal ok (und nicht, dass sie Dir die Fummel gleich um die Ohren geschleudert hat :D ). Vielleicht begreift sie es als Bereicherung für Eure Beziehung und will demnächst auch mal Jalana kennen lernen... wer weiß das ...

Alles Gute auf Deinem weiteren Weg und Hut ab, dass Du Dich nach draußen gewagt hast!

Linda (bin hier nicht angemeldet und schreibe auch im Namen von Gina) :P
Jalana
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Re: Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 6 im Thema

Beitrag von Jalana »

Hallo Ihr Lieben,

danke, dass Euch mein kleiner Bericht gefallen hat. Inzwischen hatte ich ein weiteres Treffen mit Mitgliedern aus einem anderen Forum. Das war aber weniger spektakulär. Ausserdem ist der "erste Mal" etwas ganz besonderes.

@Ute: Am 27.10. habe ich schon etwas anderes vor, am 24.11. bin ich hoffentlich im Urlaub unterwegs und der 22.12. ist zu nahe an Weihnachten. Insofern wird es nichts mehr in diesem Jahr mit einem Stammtischtreffen in Hamburg. Aber sei so lieb und grüße bitte die Mädels von mir.

LG
Jalana
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Inga
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Re: Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 7 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo Jalana,

erst jetzt lese ich deinen tollen Bericht vom "ersten Mal" in Hamburg.

Da gratuliere ich dir, dass der Tag so schön geworden ist.

---))) (flo) ---))) (flo) ---)))

Ich selber kann leider auch zu selten zur Hamburger Gruppe kommen, komme aber gerne, denn ich mag nicht nur den Austausch mit Gleichgesinnten über Gott und die Welt, vor allem der Welt der Frau. Die Atmosphäre empfinde ich als ausgesprochen freundlich einladend und angenehm.

So werden wir wohl dies Jahr aneinander vorbei gehen. Aber vielleicht klappt es mal im nächsten Jahr, dass wir uns in Hamburg sehen.

Liebe Grüße
Inga
Heike40HH

Re: Jalana hat zum ersten Mal Ausgang

Post 8 im Thema

Beitrag von Heike40HH »

Hallo Jalana,

ein sehr schöner und interesanter Bericht. Mein ersten mal komplet "en feme" raus zu gehen steht mir noch bevor. Diesen Schrittt zu gehen muss ich noch überwinden. Vielleicht ja auch mit der Hilfe der Mädels hier. Komme aus Hamburg. Wäre also recht einfach zu den Treffen zu gehen. nur habe ich an den Tagen immer Kinderwochenende. Aber ich hoffe ich werde es irgentwann schaffen. ich war bis jetzt einmal beim CSD mit Bluse, Hose, Strumpfhose, BH mit Einlagen, Sandalen und Perücke da. Das war schon ein tolles erlebniss. Und hatte dabei auch abseits des CSD keine Probleme. Also alles Gute weiterhin, toll dass Deine Frau dich zumindest moralisch unterstützt. Ich denke dieses Weg werde ich auch gehen. On Tour mit meiner Parterin wird ausfallen.
Liebe Grüße Heike
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