Die Wette - eine Geschichte
Die Wette - eine Geschichte - # 3

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Denise-Patricia
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 31 im Thema

Beitrag von Denise-Patricia » So 11. Nov 2012, 12:08

Hallo Melli,
danke, daß Du die Geschichte weiterschreibst. Die hat so schön angefangen - da wäre es schade, nicht das Ende kennenzulernen.
Lieber Gruß
Denise

micaela
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 32 im Thema

Beitrag von micaela » So 11. Nov 2012, 12:28

Hallo Melli,

Deine Fortsetzung der Geschichte ist wirklich sehr gut gelungen. Ich hoffe, Du kannst den Stil so weiter fortsetzen, ich bin jedenfalls sehr neugierig, was jetzt noch kommt (die Pillen, die Brüste, der Tanzkurs ...).

Beim Tanzkurs fällt mir ein, dass ich ja auch mal ein paar Stunden als Dame in meinem Tanzkurs mit getanzt habe - es war wunderschön ... :oops: :P

micaela

Melli

Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 33 im Thema

Beitrag von Melli » Mo 12. Nov 2012, 08:21

Danke Ihr zwei, na dann will ich mal weitersehen...

Melli

Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 34 im Thema

Beitrag von Melli » Mo 12. Nov 2012, 12:23

Viel Spass beim Lesen und ich freue mich über jede Art von Anregung.

Melli

2 Woche 6. Tag (Samstag)
Es war Samstag. Der Wecker klingelte um 6.00 Uhr. „Nicht einmal am Samstag kann ich ausschlafen. Also, aufstehen, Bademantel und zur Morgenwäsche zu Frau Manz.“ Dachte Sabrina, als der Wecker klingelte. Doch beim Aufstehen merkte Sabrina das Gewicht an ihrer Brust. Sie hatte gar nicht mehr daran gedacht, dass seit gestern zwei neue Körperteile mit ihr „verwachsen“ waren. Sabrina nutzte die Gelegenheit, um sie sich genauer anzuschauen. Sie zeigten keine überstehenden Zipfel. Vielmehr schlossen sie sich direkt an ihre Brust an. Die Farbgebung war etwas unterschiedlich zu ihrem eigentlichen Teint. Sabrina zog etwas an ihnen und spürte, dass sich der Zug auf ihre Brust erweiterte. Erst dann legte sie den Bademantel an, um zur Morgenwäsche zu Frau Manz zu gehen. Während sie ging wackelten ihre neuen Körperteile seltsam vor ihr her. Sabrina lehnte sich weiter nach hinten beim Gehen, als sie es sonst tat und ging langsamer. Die Morgenwäsche fiel wie immer mit Gummihandschuhen aus. Sabrina war wie immer festgebunden, um sich nicht selbst berühren zu können. „Hier ist ein Antiseptikum für deine Ohrringe.“ Frau Manz gab Sabrina ein Fläschchen. „Damit sich deine Ohren nicht entzünden solltest du sie mehrfach desinfizieren. Das beruhigt auch die Haut, damit die Wunde schneller verheilt.“ „ja, Frau Manz.“ Als Sabrina das Bett verließ, desinfizierte sie sich die Ohren wie geheißen. Die Öffnung des Antiseptikums passte genau über die goldenen Knöpfe, die jetzt ihre Ohren schmückten. Ihre Kleidung für heute sah ein mittelalterliches Kleid vor. Es war grün und Beige, und an zwei Seiten wurde es geschnürt. Sabrina zog ein helles Mieder darunter. Die Strumpfhose schmiegte sich an ihre Beine. Eigentlich passte sie auch ohne Mieder in diese Formen hinein, dachte sie sich. High Heels wollten zu diesem Kleid nicht so recht passen, also gab Frau Manz ihr Schuhe mit den kleinen Absätzen – 8 cm. Dafür hatte sie jetzt einen recht großen Ausschnitt. Sabrina sollte heute ihre neuen Brüste zeigen.
Als Sabrina zu Frau Kraft kam, war sie erwartungsvoll. Wie würde der Tag wohl weitergehen? „Nun Sabrina, du hast mich eine ganze Menge Geld gekostet und da sollst du auch die Möglichkeit haben, dir dieses Geld wieder zu erarbeiten. Ich habe dich heute für die Bedienung auf einer Burgfeierlichkeit angemeldet. Du wirst Getränke ausgeben und servieren. Komm mit, ich bringe dich hin.“ Keine 20 Minuten später saßen Frau Kraft und Sabrina im Auto. „Hör zu,“ sagte Frau Kraft „Ich werde dich heute allein und ohne Aufsicht arbeiten lassen. Ich erwarte, dass Du Deine Pflichten voll erfüllst. Und ich erwarte, dass niemand deine Tarnung durchschaut.“ Sabrina kam an der Burg an, ihre hohen Schuhe bereiteten ihr auf dem Kopfsteinpflaster ziemliche Mühe. Zum Glück war das Burginnere nicht so mit Fallen gespickt. Eva stellte Sabrina der Chefin vor. „Hallo Michaela, dies ist Sabrina. Sie ist im Moment neu hier und will sich heute ein paar Cent dazuverdienen.
„Alles klar Sabrina“ sagte Michaela, „mein Name ist Frau Schröder und ich zeige dir jetzt erst einmal alles.“ Frau Schröder brachte Sabrina in die Küche, wo sie sich umziehen konnte. Sie hatte die Tracht einer mittelalterlichen Magd mit Haube und Kleid zu tragen. Ihre hohen Schuhe durfte sie heute gegen etwas bequemere Ballerinas austauschen. Sabrinas Füße machten Freudensprünge. Frau Schröder zeigte Sabrina, wie sie die Teller halten kann, wobei Sabrina zugute kam, dass sie in ihrem früheren Leben als Student schon einmal bedient hatte.
Sabrina machte sich in der Küche nützlich bis die Gäste kamen. Sie schnitt Zwiebeln, schälte Kartoffeln, putzte die Platten blank und tat, was man ihr aufgab. Die Küchenarbeit machte ihr Spass – sie konnte etwas abschalten und musste sich nicht so konzentrieren wie vorher. Bei einer kurzen Mahlzeit nahm sie ihre Pille. Nur ihre langen eleganten Fingernägel waren ihr bei der Küchenarbeit ab und zu im Weg. Dann kamen die ersten Gäste.
Sabrina reichte Sekt und begrüßte die Gäste. Frauen und Männer hatten sich entweder sehr in Schale geworfen, oder mittelalterliche Kleidung angezogen. Sabrina servierte, eilte von hier nach da und versuchte alle zu bedienen. Unter der etwa 80 Personen starken Gesellschaft sah sie auch ein homosexuelles Paar. Es waren zwei Männer, die händchenhaltend hereinkamen. Wie Sabrina sie ansah, stellte sie fest, dass sie beide sehr attraktiv fand. Dann musste sie weiter bedienen. Sie drehte sich um und fühlte eine Hand auf ihrem Hintern, die sich streichelnd abwärts bewegte. Als sie sich umdrehte, stand ein etwa 50 Jahre alter großer dickerer Herr neben ihr und grinste sie an. Sabrina unterdrückte den Impuls, zuzuschlagen und ging zurück in die Küche. Sie brauchte ein paar Minuten für sich und verschwand auf die Toilette. Glücklicherweise hemmten die Pillen, die sie jetzt nahm, die Schmerzen, denn die Berührung hatte sie – auch wenn sie es nicht wollte – erregt. Sie ordnete ihr Make-up und wandte sich wieder der Arbeit zu. Der dickere Mann fasste sie an diesem Abend noch zweimal an, und jedes mal verkniff Sabrina sich, sich zu wehren. Sie wollte nicht gleich am ersten Abend den Ärger machen. Langsam wurde es Abend und die Gesellschaft wurde alkoholisierter und fröhlicher.
Beim Tanzen saß der dicke Herr meist allein, während die zwei homosexuellen Männer miteinander auf der Tanzfläche wirbelten. Sabrina nahm sich ein paar Minuten Zeit, um ihnen zuzusehen, denn sie waren wirklich gut. Da fasste sie jemand an. „Komm Süße, lass uns tanzen.“ Der dicke Mann hatte sich ihr genährt, ohne dass sie es gemerkt hatte. Er roch nach Bier und wollte sie auf die Fläche zerren. „Na, komm, du willst es doch auch.“ Sabrina wehrte sich, doch eher unentschlossen, denn ihn richtig zu schlagen, hatte sich nicht den Mut. „Nein, ich will nicht.“ sagte sie und versuchte, den massigen Körper von sich wegzuschieben. „Ach, komm schon...“ Sabrina hatte nicht gemerkt, dass einer der zwei Homosexuellen gerade auf sie zugekommen war. „Lassen Sie die Bedienung in Ruhe. Sie sollten ins Bett gehen.“ „Verpiss dich, Schwuchtel kam von dem Dicken zurück.“ Sabrina war es mittlerweile gelungen, sich loszureißen, weil der Homosexuelle den Dicken angefasst hatte. Da holte der Dicke aus und verpasste dem Homosexuellen einen Schlag, dass dieser regungslos auf dem Boden liegen blieb. Sabrina ging zwischen die zwei. „Schluss jetzt.“ Der Dicke schob sie brutal zur Seite, und wollte sich auf den am Boden liegenden Mann stürzen, als Sabrina ausholte und ihm ihre neuen Fingernägel durch das Gesicht kratzte. Drei blutige Spuren liefen ihn über sein Gesicht. Dann kamen die anderen und zogen die Streithähne auseinander. „Ich werde dich verklagen, du Schlampe!“ rief der Dicke hinter ihr her. Frau Schröder nahm Sabrina nach hinten. „Ich habe beobachtet, was passiert ist. Ich sehe, dass du versucht hast, was du konntest. Ich hätte schon etwas sagen sollen, als er dich angefasst hat, aber ich habe gedacht, dass er aufhört. Geh jetzt nach Hause, ich kann dich heute hier nicht mehr brauchen.“ Als Sabrina im Auto saß wunderte sie sich über sich selbst. Sie hatte gekratzt, und ihn nicht geschlagen. Sie war nicht imstande gewesen, so einen Typen aufzuhalten, was ihr als Mann einfach gelungen wäre. Sie war schwach geworden – ohnmächtig und schutzbedürftig.
Sabrina kam nach Hause und zog sich um. Der Tanzkurs wartete. Sie legte die Mittelalterkleidung ab und zog einen Minirock und eine Bluse an. Ihre Absätze nahm sie so hoch,m wie sie es gewohnt war. Heute wollte sie für Ulrich schön sein. Der Abend war sehr angenehm. Niemand erkannte, dass sie keine echte Frau war. Sie und Ulrich unterhielten sich über dies und das, lachten und Sabrina konnte danach ein paar kleine Extras im Walzer. Besonders stolz war sie, dass sie auch beim Lachen, oder bei anderen spontanen Äußerungen ganz Frau blieb. Ein Workout, abschminken und die Pille schlossen ihren Abend ab.

micaela
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 35 im Thema

Beitrag von micaela » Mo 12. Nov 2012, 20:16

Hallo Melli,

na ob Sabrina (ehemals Sebastian, Renates Mann!) da wieder raus kommt bzw. rauskommen will? Ich bin echt gespannt, wie Du den Bogen (noch) weiter spannen willst! :roll:

Die sehr gespannte micaela

Svenja80
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 36 im Thema

Beitrag von Svenja80 » Mo 19. Nov 2012, 14:54

Hi Melli,

ich würde mich auch freuen, wenn du die Geschichte weiter schreibst.

lg

Svenja

Melli

Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 37 im Thema

Beitrag von Melli » Mo 19. Nov 2012, 15:36

Schon passiert:
Bitte um Rückmeldung - auch gerne kritisch.
Melanie

Sonntag (2. Woche 7. Tag)
Sonntag 6.00 Uhr und der Wecker klingelt dennoch. Und wieder beginnt der Tag mit aufstehen, duschen und der Reinigung. Festschnallen und Eva ist es, die ab jetzt die Reinigung voll übernimmt. „Sabrina, heute ist es Zeit, dass du etwas Geld abarbeitest, das du mir schuldest. Ich muss deinen Tanzkurs ja bezahlen. Du bist heute bei Baldauf eingeteilt.“ „Ja, Frau Kraft.“ Sabrina machte sich also für die Arbeit fertig. Sie trug ein knielanges Kleid, Feinstrumpfhosen und ihre Absätze. Dazu schminkte sie sich, drehte Ihre Haare wie jeden morgen auf den Bürsten auf und machte sich dann auf zum Frühstück. „Oh Mann, jetzt soll ich dich wieder durch die Gegend fahren – ich glaube, dass es Zeit wird, dass du selbst wieder Auto fährst.“ Jammerte Frau Kraft beim Frühstück. „Ich habe aber keinen Führerschein, auf dem man mich erkennen würde.“ gab Sabrina zu bedenken. „Stimmt, aber ich bin es leid, wie deine Mama, dich durch die Gegend zu kutschieren. Also los.“ Eva brachte Sabrina zu Baldaufs Firma. Alles war leer und wirkte verlassen. Aber das Sekretariat hatte geöffnet. Baldauf war nicht da, hatte aber einen Zettel hinterlegt:
Aufgaben Sabrina
1.Jahresabrechnung 2010,
2.Eingang Ausgang Konten prüfen
3.Rechnungseingang Rechnungsausgang prüfen.

War in einer krakeligen Schrift darauf zu lesen. Na herzlichen Dank dachte sich Sabrina. Sie fuhr den Computer hoch, kochte sich einen Kaffee und machte sich an die Arbeit. Nach etwa 2 Stunden Suchen, Knicken, Lochen, Abheften, Eintragen und Chaosbekämpfung musste sie auf Toilette. Die Toilette vom Büro war aber verschlossen. „Dieser Depp denkt auch an gar nichts.“ fluchte Sabrina – mit ihrer Männerstimme. „Verflixt – sowas darf ihr später nicht mehr passieren“, dachte sie und wiederholte den Fluch mit ihrer weiblichen Stimme zwei bis dreimal. „Ich muss auf mich achten, wenn ich sauer werde.“ dachte sie. Dann machte sie sich auf die Suche nach einer Toilette, aber im ganzen Haus schien alles zugeschlossen. Als Mann hätte sie sich einfach hinter eine Ecke gestellt, aber als Frau ging das nicht - sie brauchte einen geschützten Raum. Sie ging ins Lager – dort war sehr selten etwas abgeschlossen. Zur Not würde es sicher auch ein Eimer tun – hier ist ja niemand. So suchte sie und fand unter dem Putzmitteln einen schwarzen Plastikeimer. Sie zog sich ihren Rock und die Strumpfhose aus, als sie die Kamera an der Ecke bemerkte. Es war zu spät, denn sie konnte es nicht mehr einhalten – sie setzte sich und versuchte sich so gut es ging, bedeckt zu halten. Aber die Kamera hatte sie sicher schon gefilmt. Beim Aufstehen zog sie den Putzschrank etwas vor, so dass sie nicht mehr voll im Blick war. Etwas hinter dem Putzschrank fiel auf den Boden. Sabrina zog sich wieder an und hoffte, dass niemand dieses Video sehen würde. Dann schaute sie, was da hingefallen war. Als sie um die Ecke schaute, traute sie ihren Augen nicht. Hinter dem Schrank war ein Stein aus der Wand gefallen. Dahinter war ein Hohlraum, aus dem ein Plastiksack herausschaute. Sie nahm ihn in die Hand und betrachtete ihn neugierig. In dem Hohlraum konnte sie mehrere Festplatten, dazu viele Plastikbeutel mit weißem Pulver ertasten. „Mein Gott, Fingerabdrücke“ dachte sie und wischte mit dem Putzlappen schnell über die Plastikbeutel, die sie berührt hatte, um sie danach wieder an ihren alten Platz zu stellen. Den Schrank schob sie wieder davor – und nun hatte sie wirklich Sorgen wegen der Videoüberwachung. Sie brachte den Eimer weg und suchte in Baldaufs Computer die Aufzeichnungen. Da sie sich auskannte, hatte sie schnell die Kamera gefunden und löschte die Aufzeichnung von sich und diesem Schrank – „Es hatte sich doch gelohnt, Informatik zu studieren.“ dachte sie und lächelte.

Etwa um 14.00 Uhr kam Baldauf herein. „Na, Süße, wie weit bist du gekommen?“ „Ich habe die Jahresrechnung 2010 fertig.“ Baldauf stellte sich hinter sie und fasste sie auf die Schulter. „Lass sehen...“ Sabrina rief die Daten auf und zeigte ihm ihre Arbeit. Dabei schien sich Baldauf mehr für ihre neuen Brüste zu interessieren, als für die Arbeit. Zumindest kamen seine Hände ihnen immer näher. Sabrina schob die Hand weg und warnte ihn: „Sie wissen Bescheid, was Frau Kraft gesagt hat. Noch einmal und sie sitzen im Gefängnis.“ „Richtig, sagte Baldauf – wenn Du es ihr erzählst. Aber ich habe nachgeforscht. Schau mal – das habe ich gefunden – Sebastian Wohlfahrt – Referendar in der Einstein Schule. Der sieht dir echt ähnlich – das ist bestimmt dein Bruder, oder Sabrina? Was hältst Du davon, wenn ich diese Bilder an seine Schulleitung und an ein paar Schüler verschicke. Baldauf hielt ihr Fotos vor, in denen sie vor Baldauf kniete. Er hatte alles mit einer Kamera aufgezeichnet. Sabrina war deutlich zu sehen. Ich denke, dass ich das tun werde – vielleicht sogar mit Tonspur.“ Sabrina war wütend und schämte sich gleichzeitig. Was konnte sie tun? Sie tat das, was sie mit Baldauf schon einmal getan hatte. Sie hasste ihn dafür. „Und morgen kannst du weitermachen. Wenn Eva mich anzeigt, weiß ich ja, woher es kommt. Und dann kommt die Post – hähä.“ Baldauf lachte dreckig. „Ab heute bist du meine kleine Privatsekretärin.“
Um 18.30 holte Eva Sabrina wieder ab. „Ist er wieder zudringlich geworden?“ fragte Eva. “Nein“, log Sabrina – „er hat sich rausgehalten. Aber er sollte die Toilette öffnen, wenn ich noch einmal bei ihm arbeiten soll.“ Beim Tanzen, den Stimmtraining und später auf dem Laufband versuchte Sabrina zu vergessen, aber es ging ihr immer noch im Kopf herum. An diesem Tag hasste sie es, eine Frau zu sein. Sie wünschte sich aus diesem Körper und aus diesem Leben. Vielleicht lag es an der Kleidung und an den letzten zwei Wochen - sie begann zu weinen, als sie im Bett lag und konnte kaum aufhören. Dann schlief sie ein.

Montag (3. Woche 1. Tag)
Frau Kraft erwartete Sabrina in ihrem Büro. „Guten morgen Sabrina, ich halte es für sinnvoll, dass du dein eigenes Geld wieder bekommst. Auch einen Ausweis und einen Führerschein solltest du haben, falls dich jemand kontrollieren will. Ab jetzt kannst du wieder selbst Auto fahren.“ Auf dem Tisch lagen die Papiere – alle ausgefüllt auf Sabrina Wohlfahrt. Sabrina nahm die Papiere hoch und wunderte sich. Der Personalausweis war noch im großen Format und zeigte sie mit dem Lächeln auf den Lippen. Das war das Passfoto, dass sie beim Friseur hat machen lassen, aber ihr Gesicht stimmte nicht so ganz. „Was ist los, Sabrina?“ fragte Frau Kraft - „Das ist doch nicht mein Gesicht, oder?“ Frau Kraft lächelte – „Es ist ja nur für zwei Wochen eine recht plumpe Fälschung. Ich habe es ein wenig mit Fotoshop bearbeitet. Die Augen sind etwas größer, Lippen etwas voller, das Kinn etwas kleiner, die Nase etwas kürzer und gerader, die Wangenknochen etwas nachgezeichnet, der Haaransatz etwas korrigiert – alles, was ein Mädchen so braucht, um schön zu sein. Aber es bist immer noch du selbst. Ich habe nur dein Bild bearbeitet. Ich habe deinen Personalausweis als Vorbild genommen und das Bild von Samstag eingefügt. Gefällt es dir nicht? Ab jetzt kannst du dich wieder ausweisen.“ „Danke schön.“ sagte Sabrina, die nicht so recht wusste, ob man sie mit diesem Ausweis noch erkennen würde. „Du hast doch nicht etwa gedacht, dass du deinen echten Ausweis zurückbekommst, oder? Also Kindchen, den gibt es erst am Ende deiner Zeit hier. So, und jetzt gehst du los und eröffnest ein Konto bei der Commerzbank bei Herrn Underberg.“ „Aber Frau Kraft, ist das für die zwei Wochen noch nötig?“ „Natürlich, du sollst doch mit eigenem Geld bezahlen können, oder? Außerdem muss Herr Baldauf dir ja auch dein Honorar überweisen!“ Der Name löste in Sabrina einen Schwall von Hass aus.
Andererseits wusste Sabrina nicht, wie ihr geschah, sie hatte sich in der Frauenwelt durchgesetzt. Stolz nahm sie den neuen Personalausweis und ging zur Commerzbank. Herr Underberg war sehr freundlich und stellte keine überflüssigen Fragen, als der Computer einen Fehler meldete. Dann war das Konto fertig und Sabrina würde die Karte an die neue Adresse in Frankfurt zugeschickt bekommen. Auf dem Weg zurück schaute sich Sabrina ihr neues Passbild an. Sie erkannte sich wieder, wenn sie auch nicht ganz so aussah, wie auf dem Bild. Auf dem Bild war sie weiblicher, ihre Augen waren ausdrucksstärker, ihr Mund sinnlicher. Eva hatte ganze Arbeit geleistet – sie hatte aus dem Original eine hübsche Frau gezaubert. Sabrina hatte Hunger, musste aber zur Arbeit aber das Tragen des Korsetts machte ihr auf Schritt und Tritt klar, dass Essen keine gute Idee ist.
Auf dem Weg zur Arbeit kam ihr ein Gedanke – Sie ging zur nächsten Telefonzelle und wählte die Nummer der Polizei. Auf der anderen Seite meldete sich eine Männerstimme. Sabrina räusperte sich und nutzte Sebastians Stimme: „Guten Tag“ „Guten Tag, was kann ich für sie tun?“ „Mein Name ist Sebastian Wohlfahrt und ich wollte Ihnen melden, dass mir zu Ohren gekommen ist, dass sich im Geschäft von Herrn Baldauf in der Industriestraße 35 hier in FFM Kokain befindet.“ „Aha – klang es auf der anderen Seite – und woher wissen sie das? Meine Schwester Sabrina arbeitet im Betrieb und hat es mir erzählt. Sie hat sich mir anvertraut, aber hat Angst vor der Drogenmafia. Ich mache mir nun Sorgen.“ „Das kann ich verstehen, Herr Wohlfahrt. Können Sie uns auch sagen, wo sich die Drogen befinden?“ „Meine Schwester erwähnte eine Lagerhalle, wo hinter einem Putzschrank ein Loch in der Wand sei. Aber genauer kann ich es nicht sagen. Meine Schwester hat mich auch darum gebeten, nichts weiterzusagen, weil sie die Rache dieser Leute fürchtet.“ „Vielen Dank Herr Wohlfahrt, wir gehen der Sache nach. Ihre Personalien bitte“ Sabrina nannte die Adresse ihres früheren Lebens. Irgendwie kam ihr diese Adresse sehr weit weg vor. Er sei nur heute zu Besuch in FFM. Sabrina legte auf und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Das werden die teuersten zwei Stunden in Baldaufs Leben werden, dachte sie sich. Und ihr würde niemand etwas nachweisen können, weil es ja nicht Sabrina war, die in FFM lebte, sondern Sebastian aus Hamburg.
Zurück an der Arbeit lies sie sich nichts anmerken. Baldauf war im Moment auch nicht mehr so zudringlich. Er grinste sie eher dreckig an, blieb glücklicherweise aber weg. Der Abend schloss mit dem Stimmtraining und dem Workout ab. Als sie sich auf die Waage stellte, merkte sie, dass sie bisher 4 Kilo in den 2 Wochen abgenommen hatte. Sie nahm noch die Pillen, die tatsächlich gegen die Schmerzen halfen – es schien so, als habe Sabrina ihren Körper, was das angeht besser unter Kontrolle. Als sie schlafen wollte holte sie die Erinnerung wieder ein. Wieder musste sie weinen – irgendwie schien sie mehr Kontakt zu ihren Gefühlen zu haben, als zu der Zeit, wo sie Männerkleidung trug. Dann schlief sie ein.

Jasmin
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 38 im Thema

Beitrag von Jasmin » Mo 19. Nov 2012, 16:56

Hey Melli,

wirklich sehr gelungen deine Weiterführung der Geschichte. Weiter so!

Lg Jasmin

micaela
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 39 im Thema

Beitrag von micaela » Mo 19. Nov 2012, 20:02

Hallo Melli,

ich kann mich Jasmin voll und ganz anschließe: Du hast eine spannende wendung hinbekommen: klasse!
Ich bin neugierig, wie es weitergeht!
micaela

Svenja80
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 40 im Thema

Beitrag von Svenja80 » Di 20. Nov 2012, 12:13

micaela hat geschrieben:Ich bin neugierig, wie es weitergeht!
Ich auch, bei der ganzen Pillenschluckerei ahnt man ja, in welche Richtung es geht. ))):s
Schön, daß die Story weitergeschrieben wird.

Melli

Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 41 im Thema

Beitrag von Melli » Sa 24. Nov 2012, 11:16

Dienstag (3. Woche 2. Tag)
Und wieder klingelte der Wecker – Sabrina schälte sich aus dem Bett. Sabrina hatte sich langsam an ihr Morgenritual gewöhnt. Waschen, Schminken, anziehen, Pillen nehmen, frühstücken, Kontrollblick in den Spiegel, und los.
Als Sabrina in Baldaufs Betrieb ankam, war dort schon ein großer Auflauf. Die Nische war wohl gefunden worden. Sabrina wollte zu ihrem Arbeitsplatz gehen, als sie von einem Polizisten aufgehalten wurde. „Harald Radler, Drogenfahndung FFM – wer sind Sie?“ „Sabrina Wohlfahrt.“ antwortete Sabrina, wobei ihr bei dem Gedanken an eine Passkontrolle sehr unwohl wurde. „Ah ja, wenn sie bitte mitkommen möchten, ich werde ihre Daten aufnehmen.“ Der Polizist brachte sie in einem Raum und nahm ihre Fingerabdrücke. Es folgte ein Verhör, in dem Sabrina zugab, die Päckchen gefunden zu haben und beteuerte, nichts mit der Sache zu tun zu haben. Sie schilderte die Geschehnisse von Sonntag, lies aber die Dienste für Baldauf weg. Sie spielte ihre Rolle recht gut, denn sie hatte ja offiziell keine Ahnung, dass ihr Bruder die Informationen weitergegeben hatte. Herr Radler begegnete ihr mit großer Freundlichkeit. Er lächelte viel und bot ihr einen Kaffee an. Schließlich nahm der Polizist noch einmal den Ausweis - „Komisch, sie haben sich sehr verändert, seit der Ausweis ausgestellt worden ist. Vielleicht müssten wir den noch einmal prüfen. Naja, da komme ich später noch einmal dazu. Ich kopiere ihn mir zur Sicherheit. Vielen Dank Frau Wohlfahrt. Ich bringe sie gerade raus.“ Herr Radler begleitete Sabrina zur Tür, wobei er ihr die Hand auf die Schulter legte. „Keine Sorge, wir werden den Täter schon dingfest machen.“
Sabrina sah noch, wie Baldauf in seinem Büro verhört wurde. Er schien ziemlich in Bedrängnis zu sein. Verdient hatte er es ja, da war sie sich sicher. Hoffentlich gab er ihr Geheimnis nicht preis.
Sabrina machte sich auf den Weg zu Eva. Diese empfing sie in ihrem Büro voller Aufregung. „Hast Du gehört Sabrina, die Drogenfahndung hat bei Baldauf 20 Kilo Kokain gefunden. Sie hatten ihn die Nacht wohl beobachtet und heute morgen haben sie ihn und ein paar Gangster hochgenommen. Die haben da scheinbar in großem Rahmen Drogen gehandelt. Unglaublich – und ich habe dich dahin geschickt.“ „Ich komme gerade von dort.“ sagte Sabrina und berichtete jedes Detail von dem Verhör mit Herrn Radler. „Hat er wirklich gesagt, dass er den Ausweis noch einmal prüfen will? Dann müssen wir etwas unternehmen – wenn rauskommt, dass du einen falschen Ausweis hast, mit einem falschen Namen an dieser Stelle gearbeitet hast und auch noch ein falsches Konto eröffnet hast, dann gehen wir beide ins Gefängnis – und zwar direkt. Die werden uns die ganze Sache mit den Kokain unterschieben. Und mich werden sie als Menschenhändlerin darstellen.“ „Aber was können wir tun?“ „Als erstes darf der biometrische Vergleich nicht ergeben, dass du eigentlich jemand anderes bist.“ „Und wie soll das gehen, ich kann mein Gesicht doch nicht ändern. Hättest du das Foto mal so gelassen. Du kannst mir bestimmt einen neuen Ausweis besorgen.“ „Sabrina, jetzt ist nicht die Zeit für Vorwürfe. Hattest Du nicht gesagt, dass Radler den Ausweis kopiert hatte? Und jetzt willst du einen neuen Ausweis mit einem neuen Bild? Das geht nicht, dein Gesicht muss mit dem auf dem Ausweis übereinstimmen. Ich kenne jemanden, der dein Gesicht ändern kann.“ sagte Eva. „Nein, ich werde dann nie wieder Sebastian sein. Das geht nicht! Da mache ich nicht mit. Was soll Regina sagen?“ Eva lehnte sich zurück. „Dann sind wir beide geliefert – du gehst als Tunte ins Gefängnis und ich bin all meine Geschäfte los.“ Sabrina überlegte einen Moment. Im Gefängnis als Tunte – sie malte sich in den leuchtendsten Farben aus, was das für sie bedeuten würde. „Also gut ...“ – gab sie kleinlaut zur Antwort. „Ich mache mit.“ „Gut.“ antwortete Eva, die sichtlich erleichtert war.
Eva schickte Sabrina aus dem Raum, um ein paar Telefonate zu machen – 30 Minuten später saßen beide im Auto. Eva nahm einen Seidenschal vor. „Ich muss dir jetzt die Augen verbinden, denn die Mediziner, die ich angesprochen habe, möchten nicht, dass du sie siehst. Bitte verdirb es nicht, denn der Spaß hat mich 20.000 Euro gekostet.“ Sabrina lies es geschehen. Es war ihr sehr unwohl, ihr Gesicht aufzugeben. Das Auto hielt, beide überquerten eine Nebenstraße, auf der kaum Verkehr war. Man ging eine Treppe hinauf, öffnete eine Tür, wo mit einem Handschlag sich begrüßt wurde. Sabrina sollte sich hinlegen, dann bekam sie eine Injektion und die Welt verschwomm vor ihrem inneren Auge.

Mittwoch (3. Woche Tag 3)
Schmerzen – Sabrinas Gesicht war voll davon. Alles war geschwollen – die Augen, die Wangen, das Kinn, die Lippen, die Haare – einfach alles – auch Sabrinas Brust. Jede Bewegung fühlte sich so an, als ob jemand mit einem Messer einschneiden würde. Sabrina erwachte langsam. „Au“ Die Welt war noch verschwommen. Sie lag in ihrem Bett – zuhause bei Eva. Es war Tag. Die Schmerzen kamen sofort, als sie ihren Oberkörper bewegen wollte. Sie nahm langsam ihre Hände hoch, ihre Brüste waren noch da, aber sie konnte sie fühlen. Ihre Brüste hatten - Gefühl. „Das kann nicht sein.“ dachte Sabrina – das darf nicht sein – wir hatten nur vom Gesicht gesprochen. Sabrina tastete langsam ihren Körper ab – sie hatte Brüste – Implantate. Dann schwanden ihr wieder die Sinne – vielleicht, weil sie ausgehungert war.
Sabrina wachte wieder auf. Die Schmerzen waren etwas zurückgegangen. Wie lange sie geschlafen hatte, weiß sie nicht, aber es war dunkel draußen. Zur Kontrolle schaute sie noch einmal an sich herunter. Durch die Verbände am Kopf konnte sie kaum etwas erkennen. Sie tastete die Brüste ab. Tatsächlich, sie hatten ihr Silikonbrüste verpasst. Sabrina fasste an sich herab. Sie konnte ihr bestes Stück noch fühlen, obgleich es noch immer in dieser Hose steckte. Wenigstens er war ihr geblieben. Sabrina schlief wieder ein.
Dann wurde sie geweckt. „Guten morgen Sabrina, es ist Zeit die Verbände zu wechseln.“ Der Nebel lichtete sich etwas mehr und etwas schneller. Sabrina konnte Eva erkennen. „Ihr habt mir Silikonbrüste gemacht!!“ Eva schaute Sabrina an - „Dein Eindruck muss perfekt sein – ich hänge jetzt an dir dran. Wir können uns keine Fehler leisten. Außerdem kannst du sie auch wieder rausnehmen lassen. Das ist ganz einfach. Ein kleiner medizinischer Eingriff und du bist sie wieder los. Und jetzt nehme ich dir die Verbände ab.“ Eva wickelte Sabrinas Gesicht aus. Die Schmerzen hatten nachgelassen. „Wie lange habe ich geschlafen?“ „Insgesamt 18 Stunden. Die letzten Tage hatten dich wohl ziemlich angestrengt. Du warst davon 8 Stunden im OP. Aber wie ich sehe, ist die Operation recht gut verlaufen. Ich denke, dass ich dir erst morgen den Spiegel zeigen werde, du musst dich noch etwas schonen.“ Sabrina hatte Hunger. „Kann ich etwas zu essen bekommen?“ „Ist schon unterwegs, meine Kleine.“ Sabrina wurden Eier, Toast und Marmelade gereicht.“ „So, meine Kleine, jetzt muss ich zur Arbeit. Ich habe dir ein paar DVDs hiergelassen. Vergiss deine Pillen nicht.“ Sabrina nahm eine.
Sabrina machte es sich gemütlich. Nach den Stress der letzten Tage dachte sie, hat sie sich das verdient. Sie schaute Titanic, Notting Hill, und einige andere Filme. Jeder Meter, den sie gehen musste, fiel ihr schwer, weil die neuen Brüste schwere Schmerzen verursachten. Also blieb sie lieber regungslos liegen. Ob das ganze diese Anstrengung wert war? Fragte sich Sabrina. Was wird Regina sagen, wenn ich sie wiedersehe? Sebastian mit einem weiblichen Gesicht und Brüsten? Hoffentlich will sie sich deswegen nicht von mir trennen. Sabrina aß ihr Mittagessen – einen großen Salat. Schließlich kam Eva zurück, wechselte noch einmal die Verbände und lies Sabrina dann schlafen.

Donnerstag 3. Woche 4. Tag
„Aufwachen.“ Sabrina fühlte sich zum ersten Mal in den zwei Wochen ausgeschlafen. Eva stand vor ihr und begann ihr die Verbände abzunehmen. Danach ging es in die Dusche. Sabrina genoss es, wieder einmal richtig sauber zu sein. Die Schmerzen in ihren Brüsten hatten schon stark abgenommen. Dennoch musste sie sie beim Gehen halten. Sabrina legte sich auf das Bett, lies sich anbinden und dann wurde sie gesäubert. Schließlich gab Eva ihr Kleidung. Als Sabrina den BH anzog, konnte sie ihre Brüste zum ersten Mal richtig spüren. Sie taten ihr weh und Sabrina musste sehr vorsichtig in ihren Bewegungen sein, um sich nicht selbst zu verletzen. Eva wusch und föhnte ihr die Haare, Als sie fertig war, begann Eva sie zu schminken. Sabrina fühlte Schmerzen, als Eva ihre frisch operierten Stellen traf. Eva gab sich aber große Mühe, vorsichtig zu sein. Eva zog Sabrina ein Sommerkleid an. Schließlich führte Eva Sabrina zum Spiegel.
Was Sabrina sah, war unglaublich. Ihr Gesicht glich dem auf dem Personalausweis – vollere Lippen, sanfteres Kinn, größere Augen selbst der Haaransatz war weiblich. Dennoch gab es einige Schwellungen und kleinere Narben, die Eva, so gut sie es konnte versucht hatte zu überschminken, aber Sabrina war jetzt unverkennbar eine Frau. Voller Staunen brach ein „Oh mein Gott“ aus ihr hervor. „Das gibt es nicht, ich sehe aus...“ „...wie eine Frau“ antwortete Eva. „Und jetzt ist es Zeit, dass wir die Formalien klären. Als erstes brauchst Du einen neuen Arbeitsvertrag und ich werde Dich in meinem Friseursalon anmelden. Dort ist gerade eine Frau schwanger geworden. Die kannst du vertreten.“ „Eva, ich habe doch gar keine Ahnung von Haaren.“ „Dann wirst du es dort lernen. Der Vertrag beinhaltet die Ausbildung.“ „Ich bin Lehrer und in 3 Wochen wird die Schule wieder anfangen. Ich kann keine Ausbildung machen.“ „Aha, und dann gehst du zur Schule und erzählst allen, dass du zufällig unter falschem Namen in FFM 20 Kilo Kokain gefunden hast. Und dein neues Gesicht kommt von einem Autounfall hmmmm...? Du wirst wohl noch etwas bleiben müssen.“ Sabrina seufzte und unterschrieb.
„Als nächstes brauchst du eine Lohnsteuerkarte. Dafür gehst du morgen erst einmal auf das Amt und holst dir, was du brauchst. Das wird nicht leicht, weil deine Daten nicht vorliegen, aber ich kenne da jemanden...“
Ab Übermorgen heißt es Probearbeiten. Eva brachte Sabrina zum Salon, wo sie zunächst die Termine verwaltete und die Akten auf Vordermann bringen sollte. Dann zeigte ihr Steffi, wie man einer Kundin die Haare wäscht. Sabrina sah an diesem Tag nur zu. Am Abend taten Sabrinas Beine weh, doch langsam sollte wieder der Alltag einziehen. Stimmtraining, Pille, Rasieren und Workout waren wieder auf dem Programm.

Melli

Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 42 im Thema

Beitrag von Melli » Sa 24. Nov 2012, 11:18

Vielleicht war das doch zu offensichtlich - stimmt. Hätte ich das mit den Pillen besser lassen sollen?

Exuser-2014-02-18

Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 43 im Thema

Beitrag von Exuser-2014-02-18 » Sa 24. Nov 2012, 14:26

Sehr schön, daß jemand die Geschichte weiterschreibt. Es wäre ja auch jammerschade, wenn so eine schöne Geschichte mittendrin aufhört. Ich finde, Du machst das sehr gut.
Ich gucke jeden Tag hier ins Forum, um zu sehen, ob die Geschichten weitergehen.
Es lesen bestimmt auch jede Menge unregistrierte Gäste mit.
All denen machst Du bestimmt eine kleine Freude.
Sehr schön, Danke und bitte weiterschreiben
LG Tina ))):s

Melli

Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 44 im Thema

Beitrag von Melli » Sa 24. Nov 2012, 20:14

Naja - Ich finde, dass ich die Geschichte etwas zu schnell schreibe - Tag für Tag gibt es eine neue Wendung. Das ganze wird dadurch unrealistisch. Andererseits ist Zeit auch für Sabrina - gerade jetzt - ein knappes Gut. However es ist meine erste Geschichte...

Lena27
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Re: Die Wette - eine Geschichte

Post 45 im Thema

Beitrag von Lena27 » So 25. Nov 2012, 07:32

Hallo Melli,

ich finde die Geschicht echt super und kann nicht genug davon lesen.
Ich glaube man kann sich auch manchmal gut in die rolle von Sabrina hinen denken.

LG Lena

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