Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)
Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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jessy83
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Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 1 im Thema

Beitrag von jessy83 » Di 13. Feb 2018, 02:43

Wer erinnert sich noch an das Thema, das Ann-Kathrin 2013 in dieses Forum gestellt hat, eine wahre Geschichte aus ihrem Leben, also wirklich passiert ist. Eine schön erzählte Story, die dann aber leider keine Fortsetzung mehr fand.

Nun habe ich diese Geschichte aufgegriffen, den Teil 1 von Ann-Kathrin leicht modifiziert, ich nenne sie nun "Meine ersten Lackschuhe mit 13", und einfach mal weitergesponnen, so wie ich es vielleicht selbst gerne einmal erlebt hätte.

Jessy

jessy83
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 2 im Thema

Beitrag von jessy83 » Di 13. Feb 2018, 08:16

Teil 1

Meine ersten Lackschuhe mit 13


Wie oft habe ich diese schicken Schuhe schon im Schaufenster bewundert, und in Gedanken auch getragen.

Und dann kam der besagte Tag, es war an einem Mittwochnachmittag. Allen Mut zusammen nehmen, rein ins Geschäft und die schicken Pumps finden, was nicht so einfach war. So viele schicke Schuhe! Wie gern würde ich doch mal alle anprobieren.
In Gedanken streiften die Blicke all die herrlichen Schuhregale entlang. Und da waren sie, ja, genau diese.

Bis mich eine Verkäuferin aus meinen Träumen riss und meinte: „Jungenschuhe sind da vorne ...“
Jetzt musste ich Farbe bekennen, Augen zu und durch.
Ich meinte nur, dass ich für Karneval welche suche. Wobei es bis dahin noch gute fünf Wochen waren.

„Na, dann wollen wir mal schauen und deine Füsse vermessen.“ Grösse 38 fand sie heraus.
Mir gefielen besonders die schwarzen Lack-Riemchen-Pumps, die ich ja schon vorher ausfindig gemacht hatte.

Die Verkäuferin meinte aber, dass ich die Schuhe nicht mit Tennissocken probieren könne und reichte mir die üblichen Nylonsöckchen, die ich dann auch anzog.
Ich sagte zur Verkäuferin, dass ich diese gerne probieren würde und zeigte auf die schicken Lackpumps. Ich bat, dass sie mir bitte beide und neu verpackt bringen solle.

Kurze Zeit später kam sie wieder mit den Wunsch-Pumps. Ich zog sie an und guckte in den Spiegel. Einige Damen und Mädchen haben mich dabei beobachtet und tuschelten und grinsten, was mich wiederum wenig störte, da ich endlich meine Traumschuhe an mir bewundern konnte.

„Wie teuer sind sie denn?“, fragte ich. „49,90 Euro.“, erklärte mir die Verkäuferin. „Ups“, dachte ich, „das ist viel.“ und ging noch mal ein paar Schritte. Das war so ein tolles Gefühl, das Klackern der 8 cm hohen Absätze.
Ein wenig größer zu sein, so einen schmalen Fuß zu haben, einfach überwältigend.
Die Verkäuferin meinte: „Oh, du bist wohl ein Naturtalent, kannst ja richtig gut laufen darin. Ist aber auch ein sehr guter Gabor-Schuh“, und schmunzelte.

Ich meinte nur: „Ja, die sind sehr bequem, aber leider habe ich nur 35 Euro dabei. Sonst würde ich sie gerne kaufen. Schade!“
Die gute Dame entgegnete: „Wir haben auch welche für 29,90 Euro, aber nicht diese Machart und Qualität.“ Sie zeigte mir ein paar der günstigeren Pumps, welche ich anprobierte.

Wie ich sie an hatte und mich im Spiegel betrachtete, war dieses Gefühl von vorhin nicht mehr da. Kein Lack und keine Riemchen!
Die Dame sah wohl an meinen Gesichtszügen, dass mir diese nicht gefallen würden. Ich war dabei völlig in Gedanken beim teureren Paar.

„Aber für den Karneval reichen die doch bestimmt aus“, meinte sie noch.

„Ich würde gerne die anderen noch mal probieren“ und zog die schönen Pumps wieder an. Und da war es wieder, das tolle Gefühl.
Und die Gedanken, wie gut diese Schuhe zum Kleid passen würden! Ich träumte so vor mich hin, bis ...

… ich von der netten Verkäuferin ‚geweckt‘ wurde, die nur meinte, der Laden war fast leer:
„Da hast du dich ja richtig in die verliebt“ und grinste nett.
„Stehen dir aber auch wirklich sehr gut. Was ziehst du denn sonst noch so an?“

Und so erzählte ich von meiner Schwester, die mir ein schönes, blau-weisses Blumenkleid und eine weisse Spitzen-Strumpfhose zur Verfügung stellen wollte. Das war ein wenig gemunkelt, denn meine Schwester wusste ja noch gar nichts von all dem.

„Und dazu würden diese Schuhe perfekt zu passen“, ergänzte ich. Eine Mädchen-Frisur hatte ich eh schon, denn damals trug ich die dunkelblonden Haare Schulter lang.

„Eine Schleife im Haar und Ohrclipse sollt ich auch noch erhalten.“
„Ui, das sieht bestimmt Klasse aus, wie eine kleine, junge Dame.“
Ich wurde rot im Gesicht. „Ja, das finde ich auch, aber die Schuhe sind leider zu teuer. Schade.“

Der Laden war mittlerweile leer und die Dame sagte: „Wenn du mir versprichst, so am Rosenmontag mal ‚Hallo‘ hier im Laden zu sagen, bekommst du die Schuhe für 29,90 Euro. Ich kann ja die junge Dame nicht ohne passende Schuhe laufen lassen“, und lachte.

Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, zog die Schuhe wieder aus und bezahlte sie an der Kasse.
Die Dame wünschte mir noch einen schönen Abend und fügte hinzu, dass ich noch ein wenig üben solle, obwohl mein Gang schon sehr gut aussehe.

Also, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Nur zu dumm, dass ich nicht den Mut hatte, eine Feinstrumpfhose darunter anzuziehen.
Sonst hätte ich die Pumps doch glatt heimlich im Dunkeln auf dem Schulhof noch ein wenig ausgeführt.

Aber egal, ich hatte nun endlich meine ersten schwarzen Lack-Riemchen-Pumps.

Da zu Hause zu diesem Zeitpunkt niemand Bescheid wusste, musste ich mir mal wieder etwas einfallen lassen.

Und so machte ich mir Gedanken, damit ich auch zu Hause meine Pumps tragen konnte, obwohl besser nicht vor meinem Dad!

Aber egal, mit der Tüte in der Hand schlenderte ich durch die Einkaufspassage und war sehr glücklich, endlich diesen Schritt gemacht zu haben.

Zu Hause angekommen schloss ich erst mal schnell und leise die Tür auf, und schwups ab in mein Zimmer. Erst mal die ‚Einkaufsbeute‘ verstecken.

Die Zeit für das Abendessen war gekommen und mein Dad, der Chemie-Panscher, kommt sicher auch gleich heim. Also erst mal Abendbrot essen.

Während des Essens kam natürlich die Frage, was ich heute so getrieben hätte. Ich antwortete, dass ich nur ein wenig durch die Geschäfte geschlendert sei.

Aber in Gedanken war ich schon bei meinen Pumps. Nach dem Essen also sofort ins Zimmer und erst mal eine FSH angezogen, die ich mir aus Moms Schublade ‚besorgt‘ hatte.
Dann schlüpfte ich in meine Pumps, die mit den nett bestrumpften Beinen noch eleganter wirkten. So zockte ich noch ein wenig am Computer.

Langsam wurde es dunkel. Weil meine Eltern sehr tolerant waren, was das Draußenbleiben betrifft, plante ich natürlich noch einen Spaziergang zur Schule. Ich verstaute die Pumps im Rucksack, zog Tarnsocken an und die Pilz-Container (Turnschuhe).
Dazu natürlich eine Jeans ...

Los ging es, die Straßenlaternen waren mittlerweile an. Ich ging zum Schulhof. Dort angekommen checkte ich erst Mal die Lage.
Und siehe da, niemand war da. Schnell aus den ollen Turnschuhen raus, Tarnsocken weg und rein in die schicken, schwarzen Riemchen-Pumps. Allein der Einstieg in die Pumps ließ mein Herz höher schlagen. Jetzt noch die Riemchen schließen und ein wenig spazieren gehen.

‚Klick klack‘ machte es bei jedem Schritt. Und ich war schon in Trance, wie sie wohl zum Kleid aussehen würden ...

Aber dazu musste ich mir erst mal etwas einfallen lassen, damit meine Schwester mir helfen würde beziehungsweise mir die Sachen leihte ...

Jeder Schritt war ein klasse Gefühl und so entschloss ich mich, auf dem Sportplatz ein paar Runden auf der Tartanbahn zu gehen, nicht joggen.
Bin bestimmt fünf Runden gelaufen.

Aber immer wieder kam der Gedanke in mir auf „Wie kann ich denn nun meinen Traum erfüllen, im Karneval als kleine Lady zu gehen?“

Da kam mir dann die super Idee, ich hätte eine Wette verloren.

Also jetzt erst mal nach Hause, es war ja schon spät, beinahe 22 Uhr. Aber nach Hause brauchte ich ja eh nur 10 Minuten.

Im Gedanken mutig und die schicken Pumps anlassen oder doch nicht? Als ich dann so Richtung Schulhof zurück ging und am Ende des Schulgeländes angekommen war, verließ mich der Mut. Also wieder die Tarn-Socken und die blöden Pilz-Container an.

Zuhause angekommen, huschte ich erst mal lautlos hinein.

Leider ist man als kleiner Junge doch nicht immer so schlau wie man denkt, denn der Schuhkarton war zwar gut verstaut im Schrank, aber meine Mom hatte an diesem Tag die Wäsche gemacht und räumte natürlich auch die frisch gewaschenen und gebügelten Sachen in den Schrank ...

Wie sollte es auch anders sein, meine Mom entdeckte den Schuhkarton und wollte wissen, was es damit auf sich hätte.

Also schnell überlegt und raus mit der Geschichte, denn lügen war nicht so meine Sache.

Der Kommentar meiner Mom war nur: „Na, ist doch in Ordnung, Karneval darf jeder machen, was er mag“, und grinste.
Sie fügte hinzu, dass ich das früher ja schon gerne gemacht hatte, mit meinen Schwestern zusammen als Mädel Karneval zu feiern.

Mit so einer Antwort hatte ich dann doch nicht gerechnet, das sah sie mir auch gleich an,
denn sie meinte dazu nur: „Jetzt bist du baff, aber ein passendes Kleid habe ich noch nicht entdeckt, aber du kannst ja mal eine deiner Schwestern fragen. Die helfen dir bestimmt gern aus. Ruf doch Julia mal an und frage sie offen, was du vorhast.“

Ich antwortete: „Na, was die wohl sagen wird? Hmmm.“

„Was soll deine Schwestern schon sagen? Zum einen kennt sie es eh von früher und zum anderen wer A sagt muss auch B sagen können.“

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Ich zeigte meiner Mom die schicken schwarzen Lack-Riemchen-Pumps.

Sie wollte nur wissen, warum ich die Pumps im Rucksack verstaut hätte. Und da ich, wie schon erwähnt, nicht lügen konnte, erzählte ich ihr von meinem nächtlichen Spaziergang. Sie forderte mich auf, die Pumps einmal anzuziehen, damit sie sehen könne, wie gut ich damit gehen könne. Das bedeutete aber, dass ich zuerst die Tarnsocken ausziehen musste und sie dann sehen konnte, dass ich eine Feinstrumpfhose darunter anhatte. Sie hat es bestimmt bemerkt, sagte aber nichts.

Nachdem ich ein paar Mal im Zimmer auf und ab gegangen war, lobte mich meine Mom, wie gut dass ich das schon könne. Ich strahlte und freute mich. Was für eine verständnisvolle Mom!

Am nächsten Tag rief ich meine Schwester Julia an, die ganz bei uns in der Nähe wohnt. Natürlich wollte ich am Telefon nicht alles erzählen.
Also fragte ich, wann sie mal Zeit für mich hätte, aber mein Schwager Paul nicht da wäre.

Zur Antwort bekam ich: „Na, dann komm doch am Freitag nach der Schule vorbei, da ist er auf Mittagsschicht. Warum willst du ihn eigentlich nicht sehen?“
„Das erkläre ich dir am Freitag.“

Immer noch in Gedanken hakte meine Mom natürlich nach und wollte wissen, was sie gesagt hatte.

„Ich habe mich für Freitag verabredet, aber ihr noch nichts erzählt.“

„Die Schuhe, die du gekauft hast, sehen wirklich schick aus. Wenn du hier in der Wohnung noch üben möchtest, dein Vater hat ab morgen Nachtschicht und wir können ja auch mal schauen, ob wir etwas für dich in meinem Schrank finden, damit du schon mal richtig üben kannst. Feinstrumpfhosen hast du dir ja schon geholt.“ Dabei grinste sie.

Da war ich natürlich baff. Klar, damals fand sie es auch richtig toll, wie sie mich als Prinzessin zu Karneval zu Recht gemacht hatte. Da war ich etwa 4 bis 6 Jahre alt.

Ich wurde ein wenig rot und das wiederum bemerkte meine Mutter auch, lachte und fügte hinzu: „Du musst dich doch nicht schämen. Ich freue mich für dich. Und morgen Abend werden wir mal schauen was wir so machen können. Zum Beispiel mit deinen Haaren, die ja schon schulterlang sind. Und Bartwuchs hast du ja auch noch nicht“ und schmunzelte.

Mit all diesen Gedanken ging ich noch mal zu meinem Dad ins Wohnzimmer und wünschte ihm eine gute Nacht, denn unterdessen war es schon weit nach 22 Uhr.

Mein Dad nur: „Junior, alles in Ordnung? So früh schon schlafen? Das kenne ich ja gar nicht von dir oder doch noch im Zimmer eine Runde zocken?“ Er grinste.

Na, ich dachte mir nur, wenn du nur wüsstest und grinste meinerseits. Im Zimmer schnell die Tür abgeschlossen, dann schnell die schicken Pumps angezogen und mit ihnen ab ins Bett, um noch ein wenig zu lesen.

Aber wer kann schon still im Bett liegen, wenn er so schicke Schuhe anhat?

Also musste ich mich doch noch ein wenig im Spiegel betrachten und ein paar Mal im Zimmer auf und ab gehen, ohne dass das ‚Klick klack‘ zu hören war. Endlich fand ich dann doch den Weg ins Bett, behielt aber meine Schuhe an.


(Fortsetzung folgt, Jessy)

jessy83
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 3 im Thema

Beitrag von jessy83 » Di 13. Feb 2018, 08:41

Teil 2 (ab hier von mir erdacht)

Mit Julia zum Einkauf

Endlich war Freitag. In der Schule konnte ich mich nicht richtig konzentrieren, war mit den Gedanken schon bei Julia zu Hause und stellte mir vor, wie sie mir ein Kleid aussuchen würde, das ich natürlich gleich probieren müsste.

Meine Mom hatte ein besonders leckeres Mittagessen zubereitet, Spaghetti Carbonara, eines meiner Lieblingsgerichte. Sie merkte auch, dass ich nervös war und meinte:
„Geh dann gleich nach dem Essen zu Julia, du musst mir heute in der Küche nicht mehr helfen.“

Ich verschwand in meinem Zimmer, zog mir die Feinstrumpfhose unter die Jeans an und natürlich auch noch die Tarnsocken, denn ohne diese rauszugehen fehlte mir noch der Mut.
Die Pumps packte ich in den Rucksack, verabschiedete mich von Mom und fuhr mit dem Fahrrad die kurze Strecke zu Julia.

Bei ihr angekommen musste ich unten an der Haustür läuten, denn diese war wie immer verschlossen. „Wer ist da?“ tönte es aus der Gegensprechanlage. „Ich, Dani!“ So nannten mich meine Schwestern und meine Eltern meistens, in der Schule wurde ich von den Mitschülern immer so gerufen. Und schon ertönte das Surren, dass die Haustüre nun entriegelt war. Schnell die Treppen hoch in die 2. Etage, wo mich Julia bereits unter der Tür erwartete.

„Hallo, Dani. Da bin ich mal gespannt, was dich zu mir führt. Du siehst ja richtig überglücklich aus.“

Ich erzählte ihr nun die ganze Geschichte, holte die Pumps aus dem Rucksack und zeigte sie ihr mit Stolz.
„Sehr schöne Schuhe hast du dir da ausgesucht. Aber kannst du mit diesen hohen Absätzen auch richtig gehen?“, wollte sie noch wissen.

Auch da erzähle ich ihr von meinen bisherigen Erlebnissen mit den Pumps. Aber sie wollte es sehen. Also Turnschuhe und Tarnsocken aus, Julia schaute ein bisschen perplex, meinte dann aber: „Aha, gut vorbereitet ist mein kleiner Bruder.“

Ich spazierte ein paar Mal im Zimmer auf und ab. Julia war zufrieden mit dem, was sie gesehen hatte.

„Und nun möchtest du von mir noch ein passendes Outfit dazu, habe ich das richtig verstanden?“ „Ja, ein schönes Kleid wäre wunderbar, ein blau-weisses Blumenkleid und auch noch weisse Spitzenstrumpfhosen.“

„Das wird schwierig“, meinte Julia und fuhr fort „So etwas habe ich nicht und wenn, würde dir die Grösse nicht passen. Aber schauen wir mal in meinem Kleiderschrank, ob wir dennoch etwas Passendes für dich finden.“

Wir betraten das Schlafzimmer. Julia öffnete den Kleiderschrank und begann darin zu suchen. Sie zeigte mir ein paar Kleider, die mir aber alle nicht wirklich gefielen. Nur ein gelb-weisses Kleid mit Muster wusste mir einigermassen zu gefallen.

„Probier das mal an! Dann weiss ich auch, welche Grösse für dich in Frage kommt.“

Also zog ich die Jeans und den Pulli aus, das T-Shirt wollte ich an behalten.
„Nein, so geht das nicht, Daniel. Warte mal kurz, ich hole dir ein schönes Träger-Top.“
Sie brachte ein weisses Top und half mir beim Überstreifen des Tops und des Kleides. Ich konnte mich im grossen Spiegel anschauen und sah, dass das Kleid doch zu gross war. Ich war sehr enttäuscht, denn ich hatte mich doch so auf ein Kleid gefreut. Julia sah mir meine Enttäuschung an und schlug vor: „Los, zieh dich wieder um. Behalte das Top aber an. Wir fahren in die Innenstadt und kaufen dir etwas Schönes, das dir gefällt und die richtige Grösse hat.“

Bevor ich aus dem Schlafzimmer raustreten wollte, sagte Julia: „Halt, so kannst du nicht mitkommen. Zieh die Tarnsocken und den Pulli wieder aus und die Pumps an. Und ich suche dir einen schicken Damenpulli aus meinem Schrank aus.“

Gesagt, getan. Julia kam mit einem hellblauen, langärmligen Pulli wieder, der auch noch mit Strasssteinchen verziert war. Beim Betrachten im Spiegel sah ich da ein hübsches Mädchen vor mir. Ich konnte fast nicht glauben, dass ich das sein sollte.

„Ein bisschen Makeup wäre auch nicht schlecht“, sagte Julia weiter und zog mich zu ihrem Schminktischchen. Etwas Lidschatten, Eyeliner, Mascara und Rouge, dann ganz dezent ein wenig rosaroten Lippenstift und schon war ich ‚verwandelt‘. Ein wohliges Gefühl machte sich in mir breit wie ich mich im Spiegel betrachtete.

„Du strahlst ja über beide Backen, Brüderlein. Oder soll ich Schwesterlein sagen? Es gefällt dir offenbar wie ein Mädchen auszusehen.“ Sie lächelte und gab mir einen Kuss auf die Wange.

Julia zog sich auch noch um, und so zu recht gemacht fuhren wir in die Innenstadt, wo wir das Auto in einem Parkhaus noch einen freien Parkplatz fanden.

Zuerst war mir etwas mulmig, so als Mädchen ‚verkleidet‘ in die Öffentlichkeit, in die Fussgängerzone zu gehen, denn ich hatte auch ein wenig Angst, dass ich jemandem aus meiner Klasse oder Schule begegnen würde. Die ganze Unsicherheit war aber umsonst. Den ganzen Nachmittag sah ich niemandem, der mich hätte erkennen können.

Als erstes steuerten wir in ein Kleidergeschäft für junge Leute. Der Verkäuferin, die sofort auf uns zusteuerte, erklärte Julia, dass wir uns gerne ein bisschen umsehen möchten. So liess sie uns in Ruhe herumstöbern. Jeder Menge Kleider schauten wir an. Julia nahm eins nach dem anderen von der Stange und hielt es vor mich hin. Aber irgendwie wollte einfach keines gefallen. Wir wollten schon aufgeben, da erblickte ich im hinteren Teil des Ladens ein Kleid, das mir gleich ins Auge sprang. Blau-weiss, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dezent gestreift mit dunkel- und hellblauen Blumen. Auch Julia fand das Kleid schön.

Die ungefähre Grösse vom Ständer genommen suchte ich die Umkleidekabine auf und zog das Kleid an. Da es in der Umkleide einen grossen Spiegel hatte, konnte ich sehen, dass es mir zu gros war.
„Bring mir eine Nummer kleiner“, rief ich Julia aus der Kabine heraus zu.
Das kleinere Kleid passte wie angegossen. Ich trat hinaus, Julia strahlte und sagte: „Perfekt, auch die Länge ist gerade richtig. [Es reichte bis etwa 10 cm übers Knie.] Wenn es dir gefällt, kaufen wir es. 19,95 Euro wären ja auch recht günstig.“

„Hör mal, Dani, etwas müssen wir aber noch ändern. Du mit deiner Waschbrettbrust, das geht gar nicht. Du brauchst noch einen BH.“ Ich erschrak. „Nein, bitte nicht!“
„Lass dich doch erst mal einen anprobieren, dann wirst du erkennen, dass es dich noch femininer sein lässt.“
„Also, gut“, war alles, was ich zu entgegen wusste.

Wir gingen rüber in die Dessous-Abteilung, wo mir Julia einen dezent formgebenden, weissen BH in meiner Grösse aussuchte, den ich dann auch gleich anprobieren musste. Da ich immer noch das Kleid anhatte, musste ich wieder zurück zur Umkleide. Julia kam mit hinein und half mir beim Anlegen des BHs, denn so ein Teil hatte ich noch nie angezogen.

Ich musste zugeben, mit dem BH sah ich noch besser aus. „Danke, Julia, du hast Recht gehabt.“ So gekleidet ging ich locker als Mädchen durch. Julia meinte, dass ich BH und Kleid gleich anbehalten, aber noch den Pulli darüber ziehen sollte, sobald wir an der Kasse gewesen seien.

Julia bezahlte die beiden Teile und wir verliessen das Geschäft. Wir schlenderten weiter durch die Fussgängerzone und ich erwischte mich dabei, wie ich mich beim Vorbeigehen in jedem Schaufenster betrachtete, das spiegelte. Eine riesige Freude herrschte in mir drin.

Wir betraten dann ein Kaffeehaus, wo wir etwas tranken. Julia nahm einen Kaffee, ich trank eine Cola. „Willst du noch etwas zu essen?“, fragte Julia. „Nein, danke, ich habe keinen Hunger.“

Nachdem wir wir wieder draussen, gab mir Julia bekannt, dass sie mir noch ein kleines Geschenk machen wolle.
Wir steuerten schnurstracks auf einen Juwelierladen zu. „Schmuck?“ ging mir durch den Kopf und überlegte, was Julia mir schenken wollte. Eine Halskette, ein Armkettchen, einen …? Ich wusste es nicht.

Mit der Verkäuferin, die Julia angesprochen hatte, tuschelte sie etwas, das ich aber nicht verstehen konnte.
„Junges Fräulein, nehmen sie bitte Platz“, eröffnete mir die junge, freundliche Verkäuferin. Sie hatte offenbar nicht bemerkt, dass ich ein Junge bin.

Sie machte meine Ohren frei indem sie die Haare hinten mit einem Haarband zu einem Pferdeschwanz band. Dann markierte sie mit einem Stift je einen Punkt auf den Ohrläppchen. Ich erschrak. Ohrringe? Ich schaute fragend zu Julia, die nur meinte: „Das gehört doch zu einem hübschen Mädchen.“

Sofort kamen in mir aber Bedenken auf. „Was würden sie in der Klasse dazu sagen?“ Gut, der eine oder andere Junge hatte auch ein Earpiercing, aber gleich zwei! Weil ich aber bereits andere Jungs aus der Schule auch mit zwei Ohrringen oder –steckern gesehen hatte, verflog meine Angst.

Ich durfte die sogenannten medizinischen Ohrstecker selber aussuchen. Wenn schon, denn schon hätte ich eigentlich lieber Ohrringe gehabt. Die Veräuferin lehrte mich, dass bei frisch gestochenen Ohrlöchern Stecker besser seien. Ich müsste die Ohrstecker gut drei Wochen drin lassen und immer gut pflegen, damit die kleinen Löcher gut verheilten. Danach könne ich zu Ohrringen wechseln. Sie überreichte mir ein kleines Fläschen mit Desinfektionsflüssigkeit.

Beruhigt, dies zu wissen, liess ich die Prozedur nun über mich ergehen. Ich hatte silbrige Sternchen mit einem kleinen, glänzenden Steinchen ausgesucht, die mir dann mit einer Zange ins Ohr verfrachtet wurden. Meine Angst, dass es höllisch wehtun würde, bewahrheitete sich überhaupt nicht. Der kleine Pieks tat überhaupt nicht weh!

Julia kaufte mir dann auch gleich noch zwei Paar Ohrringe. Ein kleineres für die Schule und den Alltag und grössere Kreolen, die ich als Mädchen tragen sollte. Ich bedankte mich mit einem dicken Kuss bei ihr.

Weil meine langen Haare die neuen Ohrstecker ziemlich verdeckten, nahm Julia einen schwarzen Haargummi aus ihrer Handtasche und band mir meine Locken zu einem Pferdeschwanz zusammen. Die Verkäuferin hatte ihr ‚Provisorium‘ wieder abgenommen gehabt.

„Weisst du, was, Schwesterlein?“ fragte Julia. „Du brauchst noch etwas wärmere Strümpfhosen, falls es am Rosenmontag kalt ist.“

Dazu betraten wir wieder ein Kaufhaus und gingen in die Strumpfwarenabteilung. Dort suchte Julia mehrere Paar Strumpfhosen aus. Eine weisse mit Spitzen, wie ich sie mir gewünscht hatte, zwei blickdichte, hautfarbene und eine schwarze, nicht ganz blickdichte mit Punken und eine unifarbene schwarze.

Wir kehrten nun zurück zum Auto und fuhren zu Julia nach Hause. Dort machte sie von mir mit dem Handy noch ein paar Fotos, die sie mir auf mein Handy senden wollte. Danach zog ich mich wieder um, Julia schminkte mich ab. Ich bedankte mich nochmals ganz herzlich bei meiner grossen Schwester und kehrte vollbepackt nach Hause zurück.

Meine Mom wartete schon, mein Dad war noch nicht zu Hause. Ich begrüsste meine Mutter, die natürlich sofort gesehen hatte, dass ich Ohrstecker hatte. Bevor sie etwas fragen konnte, kam ich ihr zuvor und sagte: „Die hat Julia mir geschenkt. Und all das hier auch noch, weil wir bei ihr nichts Passendes gefunden haben.“ Und packte währenddem ich redete alles aus. Mom kam aus dem Staunen nicht heraus.

„Und wie erklären wir das deinem Vater?“
„Ganz einfach, dass ich so zum Karneval will!“
„Ja, schon, aber das mit den Ohrsteckern wird ihm nicht so gefallen.“
„Keine Angst, ich erkläre ihm, dass es mehrere Jungs an der Schule hat, die Ohrstecker oder –ringe tragen würden. Und den Haargummi nehme ich vorher auch noch ab.“
„Ok, schaun wir mal!“

Ich verstaute all meine Einkäufe noch in meinem Zimmer, ehe wir dann in der Küche auf Dad warteten, damit wir zu dritt noch etwas zu Abend essen konnten. Schon bald kam Dad nach Hause. Wie er mich so angeschaut hat, ist er zunächst recht erschrocken und fragte: „Was soll das?“
Die Erklärungen meiner Mom und mir reichten ihm dann zum Glück aus und das Thema war vom Tisch.

Freudestrahlend ging ich an diesem Tag früh zu Bett und schlief lang und tief.


(Wird fortgesetzt. Lasst mich wissen, ob es euch gefällt und ob ich tatsächlich weiterschreiben soll. Jessy)

jessy83
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 4 im Thema

Beitrag von jessy83 » Di 13. Feb 2018, 15:34

Teil 3

Das süsse Geheimnis

Das Wochenende verlief bis auf den Samstagnachmittag ziemlich ereignislos, das regnerische Wetter war auch keine Motivation, um nach draussen zu gehen. Dabei träumte ich davon, im neuen Outfit im Dorf herum zu spazieren. Aber so viel Mut hätte ich dann doch nicht aufgebracht. So beliess ich es damit, mit den Pumps im Zimmer auf- und abzugehen, die Feinstrumpfhosen gehörten schon ganz selbstverständlich dazu, oder in ihnen auf dem Bett zu liegen und lesen oder am Computer zu spielen. Das Zimmer hatte ich jeweils wohlweislich abgeschlossen.

Nur am Samstagnachmittag war etwas Bewegung in die Familie gekommen. Mein Dad klopfte an die Tür, blieb aber draussen und fragte durch die Türe: „Dani, willst du mitkommen, ich geh zum Fussball?“ „Heute nicht, das Wetter ist mir zu schlecht. Aber danke, dass du an mich gedacht hast.“

Nachdem mein Dad weg war, öffnete ich mein Zimmer und ging, immer noch mit den Pumps, in die Küche, um etwas zu trinken. Mom sass da und las in einer Zeitschrift.

Plötzlich drehte sie den Kopf zu mir und sagte: „Ich möchte dich in den Sachen sehen, die dir Julia gekauft hat. Jetzt wo Dad nicht da ist, könntest du dich einmal für mich umziehen.“

Damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Es kam aber sofort ein unbeschreiblich schönes Gefühl auf. „Ja, mach ich. Kannst du mich danach auch noch schminken?“

„Zuerst das Makeup! Danach kannst du dich umziehen“ diktierte Mom. „Kein Problem.“ Und schon begaben wir uns ins Badezimmer, wo all ihre Schminkutensilien lagen. Sie verstrich mir im ganzen Gesicht eine Creme und pinselte dies dann mit einem Puder ein. Dann zog sie mir die Augenbrauen nach, trug bläulichen Lidschatten auf, strich Mascara auf die Augenhäärchen und zeichnete mit einem Stift noch etwas die Augenlider nach. Zu guter letzt gab sie mir einen rosafarbenen Lippenstift und meinte, dass ich mir diesen selbst auftragen könne. Sie zeigte mir dann noch die nötigen Mundbewegungen dazu, damit der Lippenstift schön gleichmässig aussah.

Die Haare band ich mir selber zu einem Pferdeschwanz, damit man die Ohrstecker gut sehen konnte.

Dann verschwand ich in meinem Zimmer, zog bis auf die Unterhose und die Feinstrumpfhose alles aus und kleidete mich in Julias Sachen. Ein kurzer Blick in den Spiegel sagte mir, dass Daniel(a) für die Modeschau nun bereit sei.

„Mom, du kannst reinkommen!“ Die Türe öffnete sich, meine Mom trat ein und erstarrte vor Bewunderung. „Toll siehst du aus! Das hätte ich nicht gedacht. So gehst du glatt als Mädchen durch. Darf ich dich Daniela nennen?“

Und nach kurzer Überlegung: „Lass uns in die Stadt fahren und ein Eis essen gehen. Ich ziehe mich auch rasch um. Und vergiss den Schirm nicht.“
„Als Mädchen?“ – „Klar.“

Keine zehn Minuten später war sie bereit. Wir verliessen die Wohnung, gingen ohne dass wir Jemandem begegneten zum Auto und fuhren in die Stadt, in der ich schon mit Julia war.

Weil es regnete, öffneten wir unsere Regenschirme, als wir aus der Tiefgarage ins Freie traten. Da meinte Mom mit breitem Lächeln im Gesicht: „Daniela, du kannst doch nicht mit so einem schwarzen Schirm durch die Gegend laufen!“

Das war das Zeichen, ins nächste Kaufhaus zu gehen, um einen richtigen Mädchenschirm zu kaufen. Ich suchte mir einen hellblauen Schirm mit Pinguinen darauf aus. Und weil der alte Schirm nicht mehr ganz richtig funktioniert, liessen wir diesen gleich im Laden zurück.

„Weisst du, was! Wir suchen noch eine schöne Regenjacke für dich aus.“

Auch diese fanden wir sehr schnell, auch in hellblau, aber unifarben, damit ich sie auch zur Schule anziehen konnte. Natürlich hätte ich lieber eine in pink gehabt. Aber da hätten mich meine Schulkameraden bestimmt mächtig ausgelacht. Und was würde Dad dazu sagen?

Die Regenjacke behielt ich gleich an. Wir spazierten noch eine Weile herum, ehe wir ein Café aufsuchten, in welchem es auch feine Eiscoupes gab.

Am Kiosk kaufte sich Mom noch eine Zeitschrift, ich durfte mir eine ‚Bravo‘ nehmen.

Zu Hause zog ich mich rasch aus und schminkte mich ab, damit es Dad nicht merken konnte. Er kam dann bald auch zurück, leicht missgestimmt, hatte sein Verein doch eine Heimniederlage einstecken müssen.

Nach dem gemeinsamen Nachtessen verzog ich mich in mein Zimmer und spielte noch am Computer, meine Eltern sahen fern. Mom kam dann noch zum Gute-Nacht wünschen und meinte: „Wenn wir das nächste Mal zusammen ausgehen, müssen wir dir noch die Fingernägel lackieren“, und lächelte dabei. Ich legte mich ins Bett, um noch etwas in der ‚Bravo‘ zu lesen.

„Gute Nacht, Mom.“
„Gute Nacht, Dani …el …a.“
Ich musste schmunzeln. Welch schönes Gefühl, das mich mit meiner Mom nun ein so süsses Geheimnis verband.
* * *
(Fortsetzung folgt, Jessy)
Zuletzt geändert von jessy83 am Di 13. Feb 2018, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.

JanaH
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 5 im Thema

Beitrag von JanaH » Di 13. Feb 2018, 18:39

Hallo Jessy,

sehr schöne Geschichte *Tränchen verdrück*

Weiter so und Dir selbst ganz viel Mut...

Liebe Grüße

Jana

Lorelai74
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 6 im Thema

Beitrag von Lorelai74 » Di 13. Feb 2018, 20:24

Wow, tolle Geschichte die bestimmt die meisten von uns gerne so erlebt hätten
Vlg
Lorelai
Viele liebe Grüße
Lorelai

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jessy83
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 7 im Thema

Beitrag von jessy83 » Mi 14. Feb 2018, 19:20

Teil 4

Schmetterlinge im Bauch

Der Wecker klingelte, es war Montagmorgen. Der Schulalltag rief. Wieder ganz als Junge gekleidet begab ich mich zur nahegelegenen Schule. Was würden wohl meine Klassenkameraden und
–kameradinnen zu meinen Ohrsteckern sagen? Ich betrat das Schulzimmer wenige Sekunden bevor der Deutschlehrer erschien, setzte mich sofort an meinen Platz und packte die Schulsachen aus. Es hatte noch niemand von meinem Schmuck Kenntnis genommen. In der Stunde verhielt ich mich völlig unauffällig, so dass auch der Lehrer ‚es‘ nicht gesehen hat.

Erst in der Pause als ich mit ein paar Jungs zusammenstand und über Fussball, Computer und Fernsehen diskutierte, bemerkte einer meiner engsten Freunde, der Max, die Ohrstecker.
„Hey, Mann, was ist das denn? Seit wann hast du die? Und mussten es so glitzernde sein?“ Bevor ich etwas antworten konnte, stimmten die anderen in dumme Sprüche und kleine Sticheleien, aber auch für den Mut, so etwas machen zu lassen, mit ein.

Zwei, drei Mädchen, die in der Nähe standen und alles mit angehört hatten, laut genug waren die Sprüche ja auch, kamen zu uns herüber und bestaunten meine Sternchen.

„Super, Dani, das hätte ich dir nicht zugetraut, und dann auch noch gleich zwei! Mutig!“, sagte mir Dani, eigentlich Daniela. Beide wurden wir Dani gerufen, das war schon speziell.
„Lass dich von den Machotypen nicht fertig machen! Die sind doch bloss neidisch, dass sie nicht so mutig sind“ meinte Laura und lächelte mir ins Gesicht.
Auch Xenia sagte: „Ich finde sie schön.“

Die Pausenglocke läutete, wir mussten zurück ins Klassenzimmer. Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Klasse. Und alle mussten es aus der Nähe unter die Lupe nehmen.

Zum Glück war ich in der Schule nicht der Underdog, heute würde man Mobbingopfer sagen. Gut in Mathe, in Computer und in Englisch hatte ich mir eine gute Position in der Klasse geschaffen, denn ich half den anderen vorwiegend in Mathe, wenn diese ein Problem hatten. Meine schwächeren Fächer waren Geschichte, Kunst und zum Teil Sport.

Vorallem im Sportunterricht hatte ich meine Probleme, wenn wir Fussball, Rugby oder andere rauhe Sportarten machen mussten. Stark war ich in den leichtathletischen Laufdisziplinen, wo ich immer zu den Besten gehörte, was mir einen gewissen Respekt verschafft hatte.

Die Sticheleien einiger Mitschüler wurden von Tag zu Tag immer weniger. Für die Mädchen, für die ich mich bis anhin (noch) nicht gross interessierte, hatten das Thema längst abgehakt, denn praktisch jedes von ihnen trug ebenfalls mindestens zwei Earpiercings oder Ohrringe, teilweise richtig grosse. Zwei oder drei hatten soger ein Pearcing in der Nase.

In der darauffolgenden Woche bemerkte ich, dass mich ein Mädchen aus der Klasse, die schräg vor mir in der anderen Reihe sass, immer häufiger zu mir herüberschielte. Sie hiess Laura, hatte kastanienbraunes, schulterlanges Haar, das immer zusammengebunden oder zu zwei Zöpfen geflochten war, grüne Augen (wusste ich bis anhin noch nicht) und immer schön lackierte Fingernägel.

Wie sie wieder einmal während einer langweiligen Geschichtsstunde herüber sah und lächelte, tat ich es ihr gleich und lächelte zurück. Dies wiederholte sich noch ein paar Mal an diesem Tage. Am nächsten Tag sprach sie mich beim Hinausgehen in die Pause an und fragte:
„Kommst du mit mir in die Pause?“
„Ja, klar.“
Wir begaben uns in einen ruhigeren Bereich des Pausenhofs und schwatzten über Gott und die Welt.
Dann läutete schon wieder die Pausenglocke. Und bevor wir losgehen konnten:
„Ich mag dich!“ gab mir einen Kuss auf die Wange und rannte weg.
„Oh, was war das denn?“
Glücklich, aber auch etwas überrumpelt, kehrte ich ins Klassenzimmer zurück, wo Laura bereits an ihrem Platz sass und mir beim Vorbeigehen zuzwinkerte.

Nach Schulschluss folgte ich ihr und sprach sie vor dem Verlassen des Schulhofes an:
„Hey, Laura, ich möchte mit dir reden.“
„Ja, gerne. Komm wir gehen in den Park da drüben.“

Wir setzten uns auf eine Bank. Laura legte gleich los: „Sorry, Dani, wenn ich dich überrumpelt habe. Aber ich glaube, ich habe mich in dich verliebt. So, nun weisst du es.“
„Wie lange weisst du das schon?“
„Schon ein paar Wochen. Und wie du letzte Woche mit den Ohrsteckern in die Schule gekommen bist, wusste ich es. Das ist er. Kein Machotyp wie viele der anderen. Als hilfsbereit habe ich dich ja schon kennengelernt, denn du hast mir doch schon oft in Mathe geholfen. Weisst du das nicht mehr?“
„Doch, schon, aber ich habe mir nichts dabei gedacht“, war alles, was ich zu entgegnen wusste. Ich schaute ihr tief in die Augen – da sah ich zum ersten Mal, dass diese grün waren! – und war hingerissen von ihrem Blick. Es kamen Gefühle in mir auf, die mir die anderen jeweils beschrieben, wenn sie erzählten, dass sie Schmetterlinge im Bauch hätten. „Aha, das ist also Liebe.“ sagte ich zu mir. Wir tauschten noch die Handynummern aus …

… und ehe ich etwas sagen konnte, kam mir Laura schon wieder zuvor: „Ich möchte, dass du mein Freund wirst und wir zusammen gehen.“
Eigentlich unüblich, dass ein Mädchen auf diese Weise den ersten Schritt macht, aber da ich in der Klasse als eher schüchtern galt, sah sie offenbar keine andere Möglichkeit als selber in die Offensive zu gehen.

„Ja, schon. Aber darf ich das noch eine Nacht überdenken? Denn du hast mich schon ein bisschen vor den Kopf gestossen, zugegeben auf eine sehr liebe Art.“
„Ja, klar.“
Wir küssten uns kurz auf die Wangen und verliessen den Park in entgegengesetzter Richtung, da wir nicht im gleichen Dorfviertel wohnten. Ich drehte mich dann noch einmal um, sie sich auch. Und wir sandten uns noch ein paar Kussmünder zu und winkten zum Abschied.

Zu Hause angekommen wartete bereits ganz ungeduldig meine Mom. „Wieso kommst du so spät? Die Schule ist doch längst aus. Musstest du nachsitzen? Ist etwas passiert?“
„Nein, Mom, beruhige dich, ich erzähle es dir gleich.“

„Esen ist fertig!“, rief es aus der Küche.
„Ich komme!“
Während des Essene berichtete ich ihr alles was ich mit Laura an diesem Tage erlebt hatte. Irgendwie freute sie sich mit mir, denn sie lächelte höchst genussvoll.

„Dad will ich es aber noch nicht erzählen“, meinte ich bevor ich im Zimmer verschwand.

Den ganzen Abend liess ich mir das Ganze nochmals durch den Kopf gehen. Laura ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich entschloss mich, ihr am kommenden Morgen mitzuteilen, dass ich mit der Freundschaft einverstanden sei und mich freue, mit ihr zusammen sein zu können.

Freitag, letzter Schultag vor dem Wochenende.
Laura wartete am Eingang zum Schulgelände. Wir gaben uns aber nur die Hand. Zu viele hätten die Küsserei sehen können. Und Aufsehen wollten wir ja nicht erregen.
Ich sagte: „Wir reden in der Pause.“
„Ok.“
Ich denke, dass Laura die Pause mehr ersehnt hat wie ich. Aber dann war es soweit. Wir gingen zusammen an die gleiche Stelle wie beim letzten Mal.

„Und?“
„Wie heisst es jeweils in den Filmen im Fernsehen? JA, ICH WILL!“
„Ehrlich? Super, ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan, weil ich befürchtete, dass du nicht mein Freund sein möchtest. Ui, wie bin ich erleichtert!“ sagte es und küsste mich kurz auf den Mund.

„Wollen wir uns am Wochenende treffen, damit wir uns besser kennen lernen können?“
Laura war einverstanden und wollte nur noch wissen wo.
„Kommst du zu mir, soll ich zu dir oder willst an einem neutralen Ort sein?“
Ich ergänzte noch, dass ich meine Mom bereits in alles eingeweiht hätte.

Sie war noch nicht so weit, dass sie es ihren Eltern mitgeteilt hatte. Und so schlug sie vor, dass wir uns bei ihr treffen könnten. So könnten ihre Eltern mich gleich kennen lernen.

Am Samstagmorgen läutete mein Handy, es war Laura. Sie hatte ihre Mutter eingeweiht, die mich dann prompt zum Mittagessen einlud.
„Ich komme! Wann?“
„12 Uhr. Kuss und tschüss bis dann.“ Und weg war sie.

„Mom, ich bin bei Laura zum Mittagessen eingeladen. Kannst du mir noch etwas Geld geben, damit ich sie zu einem Eis oder so einladen kann?“
Wortlos, aber innerlich schmunzelnd, überreichte mir Mom einen 20-Euroschein.

Nach einer ausgiebigen Dusche zog ich mir die coolsten Sachen an, die ich in meinem Kleiderschrank fand. Die hübschen Mädchensachen mussten aber alle zu Hause bleiben.

„Mom, kannst du Dad mitteilen, dass ich heute wieder nicht zum Fussball mitgehe. Lass dir eine gute Ausrede für mich einfallen! Tschüss, schönen Nachmittag noch.“

„Halt, mein Junge!“
„Was bringst du als Gastgeschenk zu Laura und ihrer Mutter mit?“
„Oh, ähhm …“
„Kauf dir auf dem Hinweg einen Blumenstrauss für die Mutter und etwas für Laura.“ Sie steckte mir einen weiteren Euro-Schein zu, diesmal einen 50er. „Ich zieh es dir von deinem Taschengeld ab“, ergänzte sie noch augenzwinkernd.

Im Blumengeschäft einen Strauss schöner Blumen und am Kiosk eine Schachtel ‚Mon Cherie‘ gekauft, gings schnurstracks Richtung Lauras Wohnsiedlung.

Im Einfamilienhausquartier, in welchem Laura wohnte, sahen alle Häuser beinahe gleich aus. Zum Glück gibt es ja auch Hausnummern!
Beim Näherkommen an ihr Haus sah ich, dass Laura hinter dem Vorhang herausschaute. „Konnte sie es kaum erwarten, mich zu sehen?“ ging mir durch den Kopf.

Ich musste nicht einmal läuten, die Türe ging vorher auf. Laura stand unter der Tür und begrüsste mich mit einem herzhaften Kuss auf die Lippen. Ich trat ein, zog die Schuhe aus und betrat das Wohnzimmer wo die Eltern sassen. Ich grüsste artig, wie es sich gehört und übergab die Gastgeschenke.
„So ein Gentleman!“ sagte Lauras Mutter und zu ihrem Mann gewandt, vorwurfsvoll: „Wann habe ich eigentlich von dir das letzte Mal Blumen bekommen?“
„Danke, Daniel! Das wäre aber nicht nötig gewesen.“ Sie gab mir die Hand und küsste mich links und rechts auf die Wange.

Auch Laura war über das Geschenk hocherfreut und bedankte sich mit einem Kuss auf den Mund.

Mein erster Eindruck, den ich bei Lauras Familie hinterlassen hatte, konnte kein schlechter gewesen sein, habe ich mir dann so gedacht.

Laura trommelte noch den Rest der Familie zusammen, ihren kleinen Bruder Tom und die Cocker Spaniel-Hündin Peggy, die mich auch ganz schnell in ihr Herz schliess.

„Oh, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich euch auch noch etwas mitgebracht. Aber ich denke, dass ich wieder einmal zu euch komme und dann bringe ich euch auch etwas mit.“

Aus der Küche duftete es schon herrlich. Mein erster Gedanke: Pizza. Und so war es auch. Lauras Mutter hatte zwei Bleche mit Pizzas vorbereitet, die wir fünf im Nu verschlungen hatten. Lecker!
Die Gespräche am Tisch drehten sich vorwiegend um die Schule.

Nach dem Essen gab es einen kleinen Disput zwischen Laura und ihrem Bruder, der keine Freude hatte, dass er für seine Schwester in der Küche helfen sollte. Laura versprach ihm, dass sie dafür zwei Mal mit ihm abtauschen würde. Das half und Tom war happy.

Laura und ich durften uns dann in ihr Zimmer in der 1. Etage zurückziehen. Mich traf beinahe der Schlag. Das war nicht einfach nur ein Zimmer, das war eine kleine Suite, so gross. Ein grosses französisches Bett mit pinkiger Bettwäsche beherrschte den Raum, in welchem es auch Platz hatte für einen grossen Schreibtisch, auf dem auch ein Computer stand, eine kleine Sitzgruppe mit Fernseher, einem ziemlich grossen Kleiderschrank und einer Wäschekommode, einem kleinen Schminktisch und an der Wand einem riesigen Bücherregal mit vielen Schubladen im untersten Bereich. Dann war da noch eine Tür, von der man auf einen kleinen Balkon hinaustreten konnte. Die Wände in dezentem pink gestrichen waren mit Postern von Musikgruppen und Filmstars beklebt.

Laura dirigierte mich zur Sitzgruppe und setzte sich direkt neben mich.
„Ich glaube, meine Eltern haben dich schon ins Herz geschlossen“, waren ihre ersten Worte. „Und dass dich Peggy nicht angekläfft hat, ist auch ein gutes Zeichen, denn wenn sonst männliche Wesen zu uns zu Besuch kommen, ist Peggy unmöglich und würde diese am liebsten zerfleischen.“
„Aha, Glück gehabt!“ [Oder war das ein weiteres Zeichen für meine feminine Seite?]

Eine gute Stunde quatschten wir händchenhaltend über Themen wie Schule, unsere Klasse, Freizeit, unsere Familien und vieles andere mehr. Ab und zu tauschten wir auch ein kleines Küsschen aus.
Laura erzählte mir unter anderem, dass sie in einer Kindertanzgarde im Karnevalsverein der nächstgrösseren Stadt mitmache und jetzt kurz vor Karneval fast jeden Tag Training hätte.

„Hast du auch Schmetterlinge im Bauch?“ fragte ich zwischendurch einmal.
„Ja, und wie!“
Das war das Zeichen für den ersten Zungenkuss, den ersten für uns beide. Und ‚Bravo‘ sei Dank, ‚wussten‘ wir wie das in etwa abläuft. Es war ein unbeschreibliches Gefühl mit der Zunge Lauras Mund zu liebkosen. Die Zungen verschlangen sich ineinander, wir waren uns ganz nah, und es entstand dieses gewisse Prickeln, das Lust auf mehr macht. Aber mehr war an diesem Tage nicht angesagt.

Es klopfte an der Tür.
Laura: „Herein!“
Die Mama brachte Getränke vorbei. „Vom vielen Reden habt ihr doch sicher Durst bekommen, oder?“
„Aber keine Angst, es hat euch niemand belauscht, ehrlich!“
Ich glaubte ihr und Laura meinte, dass ihre Mama immer ehrlich sei. Sie hätte vollstes Vertrauen in sie und müsse so ihr Zimmer auch nie abschliessen. Nur Tom nerve manchmal und platze unangemeldet herein.

Nachdem wir die Limo fertig getrunken hatten, zeigte mir Laura noch das ganze Haus. Sogar Tom liess mich einen Blick in sein Zimmer werfen. Lego und Playmobil beherrschten überall die Szene oder anders gesagt, sein Zimmer war ein begehbares Wimmelbild.
Auch ins Schlafzimmer der Eltern durfte ich von aussen einen Blick werfen. Ebenso in den Rest des Hauses, Luxus pur. Davon konnte unsere Familie nur träumen.

„Komm, wir gehen etwas spazieren!“, forderte mich Laura auf.
„Lass uns doch Peggy mitnehmen. Die hat sicher Freude, nochmals rauszukommen.“
„Gut! … Mama, wir gehen noch etwas mit Peggy raus!“, schrie Laura durchs Haus. Nur Tom hatte keine Freude, dass er nicht mitgehen durfte.

„Die wollen doch alleine sein“, erklärte ihm seine Ma.
„Nur damit sie in Ruhe knutschen können“, erwiderte er schon ganz schön altklug.

Wir schlenderten durchs Quartier und ich durfte Peggy an der Leine führen. Mit der anderen Hand hielt ich ganz fest Lauras Hand.

„Laura, ich hatte im Sinn, dich noch zu einem Eis einzuladen. Aber ich denke, dass wir dies auf ein anderes Mal verschieben müssen, denn der Nachmittag ist schon weit fortgeschritten und ich muss bald wieder zu Hause sein.“

Eine gute halbe Stunde spazierten wir herum, kehrten zu Lauras Haus zurück, wo ich mich von der ganzen Familie mit einem herzlichen ‚Dankeschön für alles‘ verabschiedete.

Von Laura trennte ich mit Küsschen auf die Wange.
„Siehst, du!“, war der Kommentar von Tom.

„Was machst du morgen Sonntag?“, wollte ich von Laura noch wissen.
„Ich muss am Morgen zum Training unserer Tanzmariechengruppe.“
„Ja, da möchte ich einmal zusehen.“
„Nein, das geht nicht, für Jungs gibt es keinen Zutritt.“
„Na, dann tschüss. Bis Montag“, sagte ich etwas traurig.
„Ok, bis Montag. Kuss!“


(Fortsetzung folgt, Jessy)

Lorelai74
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 8 im Thema

Beitrag von Lorelai74 » Mi 14. Feb 2018, 20:41

Macht Spaß zu lesen.
Bin gespannt wie es weitergeht!
Viele liebe Grüße
Lorelai

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micaela
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 9 im Thema

Beitrag von micaela » Fr 16. Feb 2018, 08:30

Schöne Geschichte! Bin schon ganz Dani-el-a 😉

cora
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 10 im Thema

Beitrag von cora » Fr 16. Feb 2018, 17:06

„Nein, das geht nicht, für Jungs gibt es keinen Zutritt.“.... wie gut das er ein Mädchen ist ;)

lg Cora

jessy83
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 11 im Thema

Beitrag von jessy83 » Fr 16. Feb 2018, 20:14

Teil 5

Das erste Mal draussen

„Na, wie war’s?“, wollte meine Mutter wissen, kaum war ich zu Hause.
„Super, und in was für einem schönen Haus die wohnen. So eine Küche würde dir auch Spass machen. Übrigens soll ich euch von Lauras Eltern grüssen und sie würden euch gerne bald einmal kennen lernen.“
„Danke, aber ich meinte wie es mit Laura war?“
„Mama, ich bin über beide Ohren in sie verliebt. Meine erste grosse Liebe. So schön!“

Mein Dad war auch schon zu Hause und sagte: „Hallo, Casanova. Deine Mutter hat mir von deiner Freundin berichtet. Klar, dass dann Fussball hinten anstehen musste. Aber ich freue mich für dich.“
Er gab mir einen liebevollen Klaps auf den Hintern. So kannte ich meinen Dad noch gar nicht.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und eröffnete ihm, dass ich an Karneval gerne als Mädchen gehen würde.
„Ja, mach das, wenn‘s dir Spass macht“, war alles was er erwiderte.
„Möchtest du mal sehen, was ich dann tragen werde? Ich war mit Julia in der Stadt einkaufen. Daher habe ich mir auch Ohrstecker piercen lassen.“
„Was ziehst du denn Verrücktes an? Ja, lass mal sehen!“

Ich huschte in meinem Zimmer, holte die Sachen und ging ins Wohnzimmer, wo Dad schon wieder vor dem Fernseher sass und Fussball schaute.
Wie ich mich vor ihn stellte, drehte er den Ton des TV-Gerätes auf sehr leise.
„Aha, sieht schön aus. Kannst du in diesen Schuhen überhaupt gehen? Zieh sie mal an!“
„Alles oder nur die Schuhe?“
„Wenn du magst, alles.“
„Willst du mich geschminkt sehen oder ungeschminkt?“
„Komplette Maskerade, bitte!“ Und er lächtelte hämisch.

„Mama, hilfst du mir?“ Sie hatte das Gespräch mitverfolgt.
„Klar, komm wir schminken dich wieder zuerst.“

Dann folgte die ganze Prozedur mit Schminken und Umziehen mit dem Unterschied, dass ich diesmal die weissen Spitzenstrumpfhosen anzog.

Fertig gestylt trat ich zu Dad ins Wohnzimmer, der mich mit offenem Mund anschaute, aus dem Staunen nicht herauskam und dann sagte: „Das sieht wirklich sehr schön aus. Wenn ich nicht wüsste, dass du mein Sohn bist, ich hätte dich nicht erkannt, Dani. Oder muss ich jetzt Daniel…a zu dir sagen?“ Wir lachten beide.

Mir fiel ein Stein vom Herzen. Mein Vater hatte also nichts dagegen. Das ganze Versteckspiel und das schlechte Gewissen waren umsonst.
Ich blieb den ganzen Abend noch in den Mädchenkleidern, zuerst zum Nachtessen, dann beim Fernsehschauen zusammen mit den Eltern. Wir schauten ‚Wetten, dass?‘.

Wie immer überzog Thomas Gottschalk und so gingen wir alle recht spät zu Bett. Ich hockte mich aber dennoch an den Computer, um noch etwas zu gamen, immer noch in voller Montur.

Plötzlich überfiel mich der Gedanke, in diesem Outfit nach draussen zu gehen. Meine Eltern schliefen schon, ich hörte auf jeden Fall nichts mehr. Meinen ganzen Mut zusammennehmend verliess ich die Wohnung, schlich auf leisen Sohlen das Treppenhaus hinunter und begab mich ins Freie. Keine Seele weit und breit. So spazierte ich gut eine Viertelstunde hin und her, immer in der Nähe meines Zuhauses bleibend, aber immer mit der Angst, es könnte jemand kommen.

Dann passierte es doch. Wie ich um die Ecke ging, kamen mir zwei Erwachsene entgegen, die ich aber nicht kannte. Wir grüssten uns gegenseitig, das war’s.

Nach diesem anfänglichen Schrecken hatte ich genug von meinem nächtlichen Ausflug und kehrte in die Wohnung zurück. Ausziehen, abschminken und rein ins Bett. „Gute Nacht, Laura!“, habe ich ihr noch in Gedanken zugerufen.


(Fortsetzung folgt, Jessy)

Dana X07
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 12 im Thema

Beitrag von Dana X07 » Fr 16. Feb 2018, 21:15

Tolle Geschichte , weiter so . Ich verschlingen förmlich jede Folge .

LG Nicole
Im Alter wird man meißt schlauer , deswegen " ICH BIN ICH " . Das lasse ich mir auch nicht mehr nehmen .....

jessy83
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 13 im Thema

Beitrag von jessy83 » Mo 19. Feb 2018, 17:00

Teil 6

Laura und mein Geheimnis

Der Karneval rückte immer näher. Auch in der Schule war es immer mehr das Thema.
Jeder wollte vom anderen wissen, ob er am Karneval mitmache, verkleidet oder nicht. Ich hielt mich aus den Diskussionen raus.

In der vorletzten Stunde hatten wir bei unserem Klassenlehrer noch Erdkunde. Es wurde aber keine Erdkundestunde, denn Herr Lehmann eröffnete uns, dass wir am Freitag einen klasseninternen Maskenball feiern würden mit Morgenessen im Klassenraum und Party mit Maskenprämierung im grossen Singsaal. Alle waren von der Idee hell begeistert, nur ich etwas weniger, was Laura umgehend bemerkte. Sie wippte fragend mit dem Kopf, um mir zu verstehen zu geben, was ich hätte. Ich warf ihr einen Zettel zu, auf welchen ich geschrieben hatte: „Nach der Schule an unserem Ort.“ Sie gab sich damit zufrieden.

Den Rest der Stunde verbrachten wir mit der Planung und dem Verteilen der Aufträge. Ich anerbot mich, von meiner Mutter selbst gemachte Erdbeer- und Brombeermarmelade mitzubringen und beim Bereitstellen des Klassenzimmers für das Frühstück zu helfen. Es gab keine Einwände.

Nach Schulschluss eilten Laura und ich an unseren Ort auf dem Schulhof, setzten uns auf das Mäuerchen.
„Warum hast du so ungehalten reagiert, als Herr Lehmann den Vorschlag der Party am Freitag machte?“, wollte Laura wissen.
„Ich weiss doch nicht, was ich anziehen soll.“ munkelte ich ihr vor.
Sie machte Dutzende von Vorschlägen: Clown, Cowboy, Indianer, Pirat, Vampir, Schotte, Eisbär, Pinguin, Doofmann und so weiter und so fort. Sie würde auch einen guten Kostümverleih kennen, liess sie mich wissen. Ich winkte bei jedem Vorschlag ab.

„Als was kommst du am Freitag?“ fragte ich meine Freundin und entschuldigend küsste ich sie, denn sie war ob meiner abweisenden Art etwas ungehalten geworden.
„Ich komme als Leopardin. Das Kostüm hat mir meine Mutter vor zwei Jahren genäht, das müsste noch passen.“
„Hör mal, ich verrate dir nun ein Geheimnis. Versprich mir und gib mir das Ehrenwort, dass du mit niemandem darüber sprichst.“
„Ok, versprochen, Ehrenwort.“

Ich eröffnete Laura die ganze Geschichte in Kurzform. Sie kam immer mehr ins Staunen und brachte den Mund beinahe nicht mehr zu.
„Als Mädchen? Das ist sehr mutig von dir. Hoffentlich machen dich die Jungs in der Klasse nicht fertig.“
„Diese Befüchtungen hatte ich auch schon, aber ich werde da durchgehen. Sollen sie doch Sprüche reissen. Mein Gefühl, als Mädchen zu gehen, lässt mich einfach nicht mehr los.“
Laura schaute ziemlich verdutzt, verstand meine Worte aber wahrscheinlich nicht ganz.

„Ziehst du dich für mich einmal als Mädchen an, bevor wir die Party schmeissen?“
„Ja, mein Schatz, für dich tue ich doch alles.“
„Komm morgen nach der Schule zu uns zum Mittagessen, danach werde ich mich dir als Mädchen präsentieren. Und du bringst dein Leoparden-Gewand mit!“
Laura war einverstanden und wir verabschiedeten uns.

Zu Hause erzählte ich das Geschehene meiner Mom und dass Laura am nächsten Tag zum Mittagessen kommen würde.


(Wird fortgesetzt, Jessy)

jessy83
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 14 im Thema

Beitrag von jessy83 » Di 20. Feb 2018, 16:38

Teil 7

Als Mädchen vor Laura

In Gedanken bereits beim Nachmittag konnte ich mich in der Schule nicht richtig konzentrieren, was auch dem Englischlehrer und der Biologielehrerin aufgefallen war. Ich riss mich dann nochmals zusammen, um keinen Eintrag ins Klassenbuch zu bekommen.

Die anderen aus der Klasse hatten natürlich längst mitbekommen, dass sich da ein neues Paar in der Klasse gebildet hatte. Weil sie aber selbst in Liebesbeziehungen oder –kummer steckten, bekamen wir keine dummen Sprüche zu hören. Nur Kevin, nomen es omen, unser wandelnder Big-Mac, konnte es nicht lassen, uns zu verhöhnen.
Mit dem Spruch „Dich will eben eh keine, du Dickerchen!“ gab er dann Ruhe. Ich hatte ihn an seiner verwundbaren Stelle getroffen.

Nach der Schule schlenderten Laura und ich Hand in Hand zu mir nach Hause. Ich trug ihre Schulsachen, weil das Leopardenkostüm in einem grossen Sack steckte, den man mit beiden Händen halten musste.

Meine Mom erwartete uns schon und sie wusste auch, was wir am Nachmittag vorhatten.
Zuerst begrüsste sie ganz herzlich Laura mit den Worten: „Ich habe schon viel von dir gehört. Du bist ja noch hübscher wie Dani erzählt hat.“
„Danke.“ Als Geschenk hatte Laura ein Säckchen getrockneter Kräuter aus dem eigenen Garten mitgebracht, über das sich Mom sehr freute.

Zum Essen gab es Salat, Schnitzel mit Ofenfritten und einen Schokoladenpudding. Lecker.

„Ich mach die Küche alleine, geht ihr schon mal in Danis Zimmer. Ich möchte euch dann aber gerne sehen, wenn ihr umgezogen seid“, und weiter: „Dani, was ist mit Schminken?“
„Das mache ich!“, schoss es aus Lauras heraus.

In meinem Zimmer hatte Mom mir schon alles bereit gelegt.
Zu Laura sagte ich: „Zuerst musst du mich schminken.“
Wir gingen ins Badezimmer. Ich merkte schnell, dass auch sie viel Routine mit Make-Up mitbrachte. Auf jeden Fall sah es Klasse aus als ich mich im Spiegel betrachten durfte. Auch die Haare hatte sie mir liebevoll gekämmt und nach hinten gebunden.
Zurück in meinem Zimmer zog ich mich bis auf die Unterhosen aus. Laura musterte meinen Körper von oben bis unten.
„Du hast aber einen schönen Body.“
Ich lächelte, trat auf sie zu und wir küssten uns innig. Wie schon bei Martina zu Hause regte sich bei mir unten etwas. Ohne die Jeans war die Veränderung unverkennbar. Zum Glück war ‚er‘ noch recht klein, aber Laura hatte es dennoch bemerkt und lächelte. Blöd war nur, dass nach der wilden Küsserei nun der ganze Lippenstift verschmiert war und Laura ein paar Abdrücke auf den Wangen hatte.
Sie holte im Badezimmer den Lippenstift, so dass ich nachbessern konnte und reinigte ihre Wangen.

Dann begann ich mich anzuziehen. Zuerst die weissen Spitzen-FSH, dann den BH, ein Top darüber, das mir meine Mom zur Verfügung gestellt hatte, dann das Kleid und die Pumps. Laura staunte mit jedem Teil, das ich mehr anzog, immer mehr. Ich brachte mich noch in Pose, um meine Freundin endgültig zu ‚hypnotisieren‘.
„Nein, so was. Du siehst super aus. Ich kann es nicht fassen. Mir gefällt es. Doch, so musst du am Freitag zur Party kommen.“
Es fiel mir auch noch ein, dass ich die Ohrstecker endlich durch die Ohrringe austauschen durfte. Laura musste mir helfen, weil ich es nicht schaffte, den Verschluss der Sternchen zu öffnen. Dann nahm sie eine der beiden grossen Creolen und zeigte mir, wie man die einsetzen müsse. Die zweite ‚durfte‘ ich dann selber anlegen. Ein Blick in den Spiegel sagte mir, dass das mit dem neuen Ohrschmuck nicht schlecht aussah. Laura bestätigte es mit einem neuerlichen Kuss.
Und dann zog sie ihr schwarzes Tatoo-Halsband ab, das bei Mädchen voll der Trend war, und schenkte es mir. Das heisst, sie liess es sich nicht nehmen, es mir eigenhändig über den Kopf zu streifen. Und weil wir uns schon wieder so nahe waren, gab es erneut eine paar Küsse auf Wange und Mund.

„Doch, sieht gut aus.“, musste ich zugeben, als ich mich mit dem Halsband, das zwar nur aus Plastik war, im Spiegel betrachtete.

Nun war Laura an der Reihe, sich ins Kostüm zu werfen. Da der Leopard ziemlich warm geben würde, zog sie sich bis auf die Leggins, das Top und die Socken aus. Ich konnte durch das Top auch den BH sehen und dass sie schon ein bisschen einen Busen hatte.
Dann schmiss sie sich ins Leopardenkostüm und schminkte noch ein wenig ihr Gesicht, damit dieses katzenhaft wirkte.

„Mom, du kannst jetzt kommen!“, rief ich zur Tür hinaus.
Sie kam, musterte uns von oben bis unten und war voller Lob.
„Lass uns ein paar Fotos schiessen“, meinte sie dann noch.
„Ok, hier hast du mein Handy.“
„Nein, nicht hier, das wird nichts. Wir gehen nach draussen, fahren hinaus an den Dorfrand, suchen uns ein schönes Plätzchen und knipsen dort die Bilder. Ich nehme die Spiegelreflexkamera von Dad mit.“
„Und wenn uns jemand sieht?“
„Schätzchen, dich erkennt doch so niemand“, erwiderte Laura. Mom nickte zustimmend.

Ab ins Auto und raus aus dem Dorf, zu einem kleinen Abstellplatz in der Nähe eines Waldes.
Mom fotografierte drauf los. Einmal mich alleine, dann Laura, dann beide zusammen und wieder von vorn. Immer wieder sollten wir andere Posen einnehmen. Zu guter letzt forderte sie uns auf, dass wir uns küssen, denn eine solche Szene wollte sie auch fotografiert haben. Wangenküsse, Küsse auf den Mund und den langen und schönen Zungenkuss zum Schluss hielt sie mit ihrem Fotoapparat fest.

Danach ging es wieder zurück und wir zogen uns um. Dann brachten wir Laura nach Hause. Sie musste noch ins Training. Wir verabschiedeten uns natürlich mit einem herzhaften Zungenkuss.

Wieder daheim schnappte ich mir die Kamera, entnahm ihr die Speicherkarte, kopierte die Fotos auf meinen Computer und betrachtete jedes Bild mit Wonne. Ich gefiel mir wirklich sehr gut, so als Mädchen aufgestylt. Und besondere Freude hatte ich an den Kussbildern.

Vor dem Zubettgehen kam Mom zu mir und teilte mir mit, dass sie mir noch die Finger lackieren würde, denn dafür wäre am Freitagmorgen keine Zeit mehr. Ich entschied mich für ein hellblau, passend zu meinem Kleid. Zuerst der Grundlack, dann der Farblack und zum Schluss noch der Finisher. Dazwischen war ich jeweils völlig hilflos zur Untätigkeit verdammt. Die Wartezeit des Lacktrocknens verbrachte ich vor dem Fernseher.


(Wird fortgesetzt, Jessy)

Lorelai74
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Re: Meine ersten Lackschuhe mit 14 (Fortsetzung)

Post 15 im Thema

Beitrag von Lorelai74 » Di 20. Feb 2018, 19:14

Tolle Fortsetzungen!!
Einfach gut geschrieben!
Ich bin gespannt wie es weitergeht!

Lorelai
Viele liebe Grüße
Lorelai

Wenn alles gegen dich zu laufen scheint, erinnere dich daran, dass ein Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm.
H. Ford

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