Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Jenina
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Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 1 im Thema

Beitrag von Jenina » Mo 25. Dez 2017, 09:56

Liebe Mädels im Forum!

Es ist Weihnachten, eine Zeit die immer irgendwie anders ist, still und besinnlich meist, aber auch manchmal aufregend und schlimm. Auch ich habe jetzt einmal zurück gedacht.
Es war das Weihnachten vor acht Jahren, eine für mich ganz besondere Zeit...

Es war eine Zeit, als es Jenina noch nicht gab, jedenfalls nicht dem Namen nach. Es gab da einen Menschen mit einem Leben, das war eines, wie ein Leben so ist. Mit vielen Höhen, aber auch vielen Tiefen. Gerade war mal wieder eine schlimme Zeit überstanden. Der Mensch, nennen wir ihn Uwe, hatte gerade eine Mobbingattacke hinter sich, eigentlich war es Bossing, die durch die Hilfe guter Freunde glücklich überstanden war. Nur hatte sich gezeigt, dass das seine Spuren hinterlassen hatte, Blutdruck und Blutwerte waren schlecht. Er musste sich in Behandlung begeben, das machte ihn nachdenklich, denn er hatte bisher nicht so viel mit Ärzten zu tun. Doch plötzlich brauchte er sie und sie gaben ihm den Rat etwas für sich selbst zu tun, sein Leben anzuschauen und wenn möglich besser zu machen. Wenn er gewusst hätte, wie sehr sich bald etwas ändern würde, ja etwas ändern musste.

Er hatte auch eine Neigung, die er gut versteckt hielt. Er mochte Mode, war immer etwas anders gekleidet als die anderen Männer, eine Zeitlang war er richtig auffällig. Auch seine Frisur war etwas anders als die der anderen. Ohrring trug er auch, das zu einer Zeit als es noch nicht zum guten Ton gehörte sich alles zu zerstechen was geht. Er wusste auch woher das kam, denn er zog auch gerne Kleidungsstücke an, die eigentlich für Frauen gemacht waren und er schminkte sich gerne.

Das alles versteckte er aber gut. Schließlich war er verheiratet, hatte einen Sohn. Da macht man doch so etwas nicht. Und so stand er kurz vor Weihnachten im Jahre 2009 eines morgens vor dem Spiegel und übte sich im Schminken. Da kam seine Frau herein...

Das war der Beginn einer neuen Zeit. Das möchte ich Euch in diesem Tagebuch vorstellen. Denn diese Zeit war der Beginn meines Outings, der Zeit als ich es endlich zuließ auch eine starke weibliche Seite zu haben die ihre Äußerung brauchte ohne Versteckspiele.

Es war die Zeit, als ich mich in einem Forum anmeldete. Das war damals professionell moderiert. Dort wurde mir geholfen und mich verbinden viele gute Erinnerungen damit, vor allem wegen der Persönlichen Treffen mit den Foristinnen. Das führte zu festen Freundschaften, die mir sehr viel bedeuten. Da wurde auch mein Name geboren.

Diese ganze Zeit habe ich in einem Buch verarbeitet. Es ist allerdings nicht mehr erhältlich, die Verlagsrechte sind an mich zurück gefallen. So kann ich jetzt einige Auszüge daraus benutzen, sie Euch, liebe Leser in diesem schönen Forum, als Beiträge zu meinem Tagebuch veröffentlichen. Ich hoffe es wird Euch ein klein wenig gefallen. Und vielleicht, wenn es die Jenina so richtig packt, überarbeitet sie ihr Buch ja noch mal und bringt es als E-Book heraus.

Alles entwickelt sich, es war so wie es gekommen ist richtig und gut und es wird richtig und gut weiter gehen. Wenn Ihr mir folgen wollt: Bitteschön...

Jenina
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Mina
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 2 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 25. Dez 2017, 10:04

Ich folge gerne. Es ist immer sehr aufschlussreich, wie andere Menschen als man selbst, den Weg gegangen sind zur Selbstfindung. (flo)
Und dazu, das ja nicht alle so mutig sind und die Geschichte des Lebens erzählen zu können oder wollen. Aber solche Tagebücher können auch Hilfe oder Wegweiser sein. Danke Jenina.

Ich freue mich darauf )))(:
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 3 im Thema

Beitrag von Jenina » Mo 25. Dez 2017, 10:06

Wie Jenina zu ihrem Namen kam

Bei den Mädels, die sich eher als Transvestit sehen, ist es nicht
selbstverständlich, einen Namen zu haben. Einen als Mädel, denn
den als Mann hat man ja, das genügt doch, oder? Und jetzt muss
man? Nun gibt es ja nicht nur unser Forum, das sich doch der eher
ernsthaften Seite der Transidentität widmet. Und so gibt es Foren
im Netz, wo sich Menschen tummeln, die Transvestismus als
Sexuelle Obsession ausleben wollen. Auch sie brauchen ein
Pseudonym und da sind sie sehr kreativ, was Abartigkeit angeht.
Die Mädels unseres Netzes sind davon eher abgestoßen. Schließlich
wollen sie ernsthafte Teilhabe an einer Gemeinschaft, die helfen
soll und kann. Da sind sexuelle Anspielungen mehr als daneben.
Somit sind auch die Transvestiten unseres Netzwerkes gehalten,
sich Gedanken zu machen um einen Namen, mit dem sie sich
wiederfinden. Auch sie fragen manchmal ihre Eltern mit obigem
Ergebnis. Die haben es gut. Aber manche überrascht auch die
Notwendigkeit und das Grübeln fängt an. Aber bis jetzt hat noch
jede ihren schönen Namen gefunden, auch mal ganz phantasievoll.
Oft auch mit esoterischem Anspruch auf die Wirkung des Omen. Tief
sitzt der Glaube im Menschen.

Nun gehört auch unsere liebe Jenina zu den armseligen Geschöpfen,
die sich noch nie in ihrem Leben darüber Gedanken gemacht haben,
wie denn nun eigentlich die Gestalt heißt, die da zeitweise
erscheint und verdammt ähnlich einer schönen Frau ausschaut. Als
sie sich das erste Mal in einem Netzwerk für Transgender, es war
nicht das unsere, angemeldet hat, musste sie aber. Nun werden
sich schon einige über den seltsamen, den seltenen und unerhörten
Namen gewundert haben -- Jenina. Für unsere Ohren schon beinahe
exotisch, etwas neugierig machend. Denn wir haben schon von
Janines gehört, vielleicht gar von Janinas, aber eine Jenina, mit
"e" vorne? Das ist toll, irgendwie schön, oder? In
lateinamerikanischen Ländern ist der Name tatsächlich existent,
aber das ist weit weg. Ist Jenina also eine exotische Schönheit
aus Brasilien? Im knappen Bikini an der Copa Cabana schlendernd
oder mit ihrer Sambaschule, halbnackt in ein glitzerndes
fast-Nichts gehüllt, vor Millionen Karnevalsverrückter tanzend
unter heißer brasilianischer Sonne -- unsere Jenina. Wer sie
schon mal gesehen hat, hat da ernsthafte Zweifel. Man kann ja
nicht alles haben, sagt Jenina gerade und seufzt tief und
schmerzlich. Wo sie doch Hitze gar nicht mag, unsere Jenina
meinen wir jetzt.

Wo kommt also bei unserer Jenina der Name her? Er ist synthetisch
und satirisch. Er hat mit dem Wohnort von Jenina zu tun. Nun
kommt es also, das Outing. Wir erfahren, woher Jenina kommt. Was
schadet das unserer guten verrückten Nudel? Gar nichts. Denn da
leben noch ein paar andere Leute. Jenina also wohnt in Jena. Die
paar anderen Leute sind gut über 100000. Dazu noch gefühlte
5000000 Studenten. Malerisch im Tale der Saale, von steilen
Kalkfelsen umrahmt, die mit prächtig grünem Gehölz bewachsen sind
lebt sie unter klugen und fleißigen Leuten. Kurz, in einem der
größten und schönsten Dörfer der Welt, oder wie der Herr
Geheimrat Goethe, ja, der mit dem Faustus, schon sagte: ein
liebes, närrisches Nest. So ein Nest ist zwar relativ klein, aber
eben schön warm und weich, man fühlt sich darin wohl. Jenina
auch. Und einigen scheint dieser Stolz auf ihre Heimat wohl etwas
zu Kopfe gestiegen zu sein. Wenn sie hier eine Firma gründen
brauchen sie eine Namen -- der Beamte, Sie erinnern sich? Und so
wird alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist, mit dem Schönen
Präfix "Jen-" versehen: Jenprojekt, Jensensorik, Jen-design,
Jen-catering und so weiter und so fort bis zur Krone der
Schöpfung, der Jenoptik. Darauf gehen wir mal jetzt nicht näher
ein, nur soviel: es stößt Jenina immer etwas seltsam auf, wenn
sie an die exzessive Verbreitung dieser Vorsilbe denkt. Da sie
etwas ironisch-sarkastisch veranlagt ist, hat sie für ihre
Pseudonyme im Netz immer diese Vorsilbe verwendet. Und da hat sie
sich doch gedacht, das geht für das Mädchen erst recht. Und nach
kurzer, schwerer Geburt war er da, der Name, der zu größerem
berufen macht, der Omen ist für die Transe aus Jena. Soweit also
das Märchen, wie die Jenina in die Welt kam. Und wenn sie nicht
gestorben ist, dann transt sie noch heute.
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 4 im Thema

Beitrag von Jenina » Mo 25. Dez 2017, 10:25

Mädels,

oben schreib ich von dem schrecklichen Weihnachten 2009. Es war ein Weihnachten des Schreckens, denn es war Totenstille zwischen Meiner Frau und mir. Es musste sich etwas ändern. Und das rigoros. Es entwickelte dann so ein fatales Eigenleben, es ging plötzlich alles so schnell. Ich fühlte mich wie in einem Strudel. Würde er mich hinweg reißen aus meinem Leben wie der Malstrom, aus dem man nicht entkommen kann? Oder werde ich wieder an seine Rand gespült in ruhiges Fahrwasser?

Diesen Strudel, diese Hektik, habe ich versucht in dem folgenden kurzen Text darzustellen. Ich hoffe es reisst Euch mit...

How to get an expert boarder in thirty days

In einer Woche ist Weihnachten, André ist endlich mal wieder da.
Studenten schlafen gerne lang, Else schläft Samstags auch gern.
Ich will zum Bäcker, da muss man früh aufstehen. Am Samstag
Morgen habe ich Zeit für mich. Kajal und Mascara liegen noch da,
ich habe mir Creme genommen, abschminken, ich muss los.
Die Tür geht auf. „Ich muss mal ! Was…was machst Du da ! Was ist
das ? Was soll Das ?....“ Schweigen, ich möchte versinken.
Rumpelstilzchen hats gut.
Das ist das Ende.

Was tue ich da. Ich bin jetzt 50, was mache ich hier?
Ich war 15, meine Schwester zum Studium weit weg. Der Lederrock
sieht gut aus – Wildleder, bisschen wie Hippie und Woodstock.
Sieht gut aus, schöne Beine hab’ ich. Wimperntusche, Lidschatten,
wie geht denn das?
Was ist das hier. Lesen. Siegfried Schnabl: Transvestismus,
kleiden wie das andere Geschlecht, meist heterosexuell, Devianz,
Norm, sexuelle Orientierung, was bin ich….
Das Leben ist schnell. Abitur, Studium Arbeit. Freundin.
Ich muss sie beeindrucken. Ohrringe stechen mit der Rouladenna
del. Blutet ja gar nicht. Panthenolsalbe drauf, juckt ja wie
blöd, aber was juckt, heilt. Sieht gut aus.
Dauerwelle, blond gefärbter Streifen und raus auf die Straße,
beeindrucken. Schluss.

Da ist Else, Gott hat die Beine und lange schwarze Haare. Tolle
Klamotten, schön kurz das Röckchen. Wir gründen eine Familie.

Wieder im jetzt, es ist Weihnachten. Es gibt Ente und Stollen.
Ein Fest der Familie. Es ist gemütlich.
André muss wieder nach Berlin, es gibt in der Bude noch einiges
zu machen, der Vater hilft.

„Ich komme nicht mit, macht euer Ding mal alleine“.

Wie kommt man denn nach Spandau zu Ikea? Und dann noch in die
Schönhauser wegen dem neuen Akku. „Wegen DES neuen Akkus!“, egal
der Genitiv ist sowie schon tot. Es gibt so viel zu tun, bohren,
Vorhänge nähen, Lampe aufhängen, nicht viel Zeit bleibt zum
philosophieren und es macht Spaß – Vater und Sohn.
Es wird Winter, hoffentlich schneit es nicht mehr, auf der
Autobahn geht es ja noch.
Es ist bald Silvester.
Wir haben angestoßen.

„Hast Du dir Vorsätze gemacht ?“
Vorsätze ? Wozu, das Leben ist vorbei. Wozu Vorsätze wenn die
Liebe stirbt, was bin ich, was tue ich, ich bin schmutzig.
Ende.
2010, was soll das noch, vielleicht hilft das Internet.

Am Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts hat sich die
Informationsgesellschaft durchgesetzt. Das Internet ist zum
wichtigsten Medium geworden. Schnelle Zugänge und Flatrates
machen es einfach, im weltweiten Netz zu surfen.
Informationsbeschaffung ist so einfach wie nie. Communities
bilden sich in einer virtuellen Umgebung, die Kommunikation
bekommt weltumspannende Bedeutung. Jeder kann jede Information
jederzeit abrufen, ein Segen aber auch ein Fluch.

„Was schaust Du da?
Wer ist die Frau auf dem Video?
Warum bist Du ständig im Internet ?“
Schweigen.
Ich fühle mich schlecht, ein Kloß liegt in meinem Hals, er nimmt
mir die Luft.
Ich werde ihr eine Mail schreiben, ich kann nicht reden.
Julas Homepage hat guten Lesestoff, drucken wir mal was aus.

„Blumen? – Schön ! Danke ! Hast Du ein schlechtes Gewissen oder
was ?“.
„Ich habe Dir eine Mail geschrieben“.
„Ich weiß“.
„Hast Du sie gelesen ?“
„Ja, na und ?“
„Bitte lies es noch mal, ich hab auch was ausgedruckt, wir müssen
reden“.
Schweigen.
„Ich muss es Dir erklären, es ist wie eine Sucht, ich kann nichts
dagegen tun, ich bin ein Transgender. Du hast es gelesen. Ich
liebe Dich !“

Man nennt es Outing,
warum nennt man es nicht Todesschmerz ?
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 5 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Mo 25. Dez 2017, 13:21

Danke Jenina , das Du hier schreibst , etwas von Deinem Leben teilhaben lässt.
Der letzte Satz ist doch so wahr .
Ich wünsche Dir noch ein paar schöne Tage. LG Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

Mina
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 6 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 25. Dez 2017, 13:50

Ganz ehrlich Jenina,

Dein Schreibstil möchte das ich schneller lese als wie Du es schaffst Deine Erlebnisse an die Leinwand in meinem Kopf zu werfen. Wow - Danke das Du uns teilhaben lässt. Du bist für wahr eine Autorin! (ap)
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Jenina
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 7 im Thema

Beitrag von Jenina » Mo 25. Dez 2017, 17:35

Mina,

ich hoffe dass Dir nicht schwindlig geworden bist beim lesen. Ja es war wie Karussell und Achterbahn gleichzeitig. Schön wenn man das nachvollziehen kann. Jedenfalls bin ich froh das überstanden zu haben und dass ich heute in geordneten Bahnen leben kann - mit meiner geliebten Frau zusammen.

Und Weihnachten ist jetzt richtig schön! (wmue)

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Diana.65
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 8 im Thema

Beitrag von Diana.65 » Di 26. Dez 2017, 00:15

Hallo Jenina.

Danke, dass du uns an deiner Entwicklung teihaben lässt. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Fortsetzungen.

Liebe Grüße, aus deer Nachbarschaft und noch ein schönes Rest-Weihnachten,
Diana.

Jenina
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 9 im Thema

Beitrag von Jenina » Di 26. Dez 2017, 10:16

Mädels,

schön, dass ihr schon gespannt seid...

Aber ich sage es euch gleich, diesmal wird es etwas anstrengender. Es steht ein längeres Stück an, aber das wird auch ein ganzes Stück Leben sein, das braucht schon etwas Raum. Aber schließlich ist ja noch Feiertag, da hat man Zeit zu lesen. Auch wenn es so etwas unbedeutendes wie das Leben von so einer verrückten Transe ist.

Wenn ihr das gelesen habt wisst ihr sehr viel von mir, mehr als so mancher andere Mensch weiß. Auch wenn die jeden Tag mit mir zu tun haben wissen sie doch nichts von Jenina, weil sie doch nur den anderen Teil kennen. Aber das ist auch gut so. Die, die es wirklich etwas angeht wissen davon und sie tragen es mit mir.

Jenina, wie sie in die Welt kam

Der Mensch wurde geboren im letzten Jahr einer Epoche, die wir
die 50er Jahre nennen. Da haben wir es wieder, dieses 20.
Jahrhundert. Gerade war der schreckliche Krieg zu Ende. Er
forderte 60 Millionen Menschenleben. So viel wie das Land, das
diesen Krieg begonnen hatte. Ein ganzes Land ausgelöscht. Die
Trümmer blieben lange unübersehbar.
...

Die Elterngeneration des Menschen war gerade befreit worden von
einer mörderische Ideologie. Doch auch diese Idee war stark und
unter weißen Westen gut zu tragen. Man redete trotzdem vom Neuen
Anfang. Und doch lebte sie bei allem Neuaufbruch in repressiver
Atmosphäre alten Denkens. Es war eine schöne schlimme Zeit, die
Zeit der Eltern dieses Menschen, der ich bin.

Geboren 1959. Die Menschheit erobert das Weltall und fliegt das
erste Mal zum Mond. Mit Raketen getrieben, die entwickelt wurden,
um Bomben zu tragen gegen den anderen Teil der geteilten Welt.
Nur langsam hellt sich auch das Denken der Menschen auf.

Geboren 1959 - damit gehöre ich heute zur Generation der über 50
Jährigen. Erfahrene Menschen, die trotzdem als zu alt angesehen
werden von einer Welt, die dem Jugendwahn verfallen ist, dem
Tempo, der Oberflächlichkeit und des Konsums. Die dem
Kapitalismus verfallen ist. Dieser Zwiespalt prägt.

Denn der Zwiespalt geht weiter, in das Innere hinein. Ich bin
gespalten in mir selbst, in meiner Identität, in meiner sexuellen
Identität.

Die Kindheit verläuft glücklich und ohne herausragende
Ereignisse. Es ist alles da zum Spielen, wir haben sogar einen
Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine, Küchenmaschine. Helfer,
die gebraucht werden, denn die Eltern arbeiten beide. Damit es
ihre Kinder, ein Mädchen und ein Junge, einmal besser haben
sollen.

Meine Schwester ist sieben Jahre älter, ein großer Unterschied.
Sie ist mein Tyrann und wir lieben uns doch trotz allem Zoff.
Dann kommt die Pubertät. Meine Schwester hat ihr Abitur und
beginnt zu studieren. Ich musste immer durch das Zimmer meiner
Schwester hindurch wenn ich in meines wollte. Sie war nicht da,
sie war zum Studium in Leipzig. Da hat es mich gepackt und ich
habe in ihren Sachen gekramt. Ihre Röcke und Blusen probiert und
ihre Schminksachen. Ich fand es wunderbar und fühlte mich doch
seltsam schlecht. Was war los mit mir ? Das ist doch nicht normal!
Das ging eine ganze Weile, das schlechte Gewissen immer dabei
und die Fragen.

Bei manchen Sachen gehörte ich auch nicht dazu. Ganz schlimm beim
Fußball. Dabei war ich nicht unsportlich. Im Sprint, Weit- und
Hochsprung war ich richtig gut. Und gespielt haben wir oft auf
dem Sportplatz. Ein idyllischer Ort am Bach mit schönem Rasen und
einer großen Vorratsgrube für Sand und Klettergerät und
Kletterbäumen. Nur der Fußball machte mir keinen Spaß. Beim
Wählen der Mannschaft war ich immer unter den Letzten. Ich war
eben kein richtiger Junge. Wirklich nicht?

Da bekam ich das Aufklärungsbuch „Mann und Frau intim“ von
Siegfried Schnabl in die Hände. Es war wie eine Offenbarung.
Darin stand, dass es Abweichungen vom Sexualleben gibt. Dass man
das als eine Abweichunge, eine Spielart des Normalen bezeichnet.
Es stand geschrieben, dass das eine natürliche Sache ist. Es ist
keine Perversion, keine Krankheit die man heilen könne. Er
bezeichnet es als Devianz, als Abweichung von der sozialen Norm.
Das ist schlimm genug und trotzdem hat es mich beruhigt. Nur
sagen was mit mir ist - nein das konnte ich nicht - sagen wie ich
war, was ich war - ein Transvestit. Ich geriet in eine Krise, die
sich durch geringes Selbstvertrauen äußerte, ich war ständig
unsicher.

Mit Mädchen hatte ich immer meine Schwierigkeiten. Sexuell fühlte
ich mich nur zum weiblichen Geschlecht hingezogen, aber es war
nicht leicht mit ihnen zusammen zu kommen. Sie mochten mich immer
gern, meine ruhige und zuvorkommende Art, dann auch meine
Zärtlichkeiten. Nur das draufgängerische der anderen Jungs ging
mir ab. Es machte mich traurig und noch zurückgezogener.

Dann zum Studium. Beim Praktikum packt es mich plötzlich. Ich
muss mich ändern. Ich verändere mein Äußeres. Dauerwelle,
gefärbt. Ohrringe. Ausgeflippte Klamotten im Stil der 80er. Es
tut mir gut, denn endlich traue ich mich am Leben teilzunehmen.

Und dann bin auch ich mit dem Studium fertig. Ich halte mein
Diplom in der Hand als Ingenieur. Ich könnte promovieren, ein
Forschungsstudium steht mir offen. Doch ich kann nicht bleiben an
diesem abgelegenen Ort im Thüringer Wald, ich muss hier weg.
Denn ich bin zwar fertig als Fachmann, aber unfertig als Mensch.
Ich muss weg, in die große Stadt.
Es wird mir leicht gemacht mich zu entscheiden,
denn viel Geld winkt. Viel mehr als all meine Kommilitonen
bekommen. Wissenschaft, sei nicht traurig, dass ich dich
verlassen habe, ich muss jetzt mein privates bisschen Scheißglück
suchen.

Es läuft gut in der großen Stadt. Ich lerne Else (Bitte, meine
Geliebte, verzeih mir dieses Pseudonym!) kennen.
Kurzer Rock, lange schwarze Haare. Schneewittchen
lebendig. Es klappt diesmal, ihr gefällt meine Art. Die Art, die
ich selbst nicht richtig kenne. So viel Glück empfand ich noch
nie, denn ich liebte und wurde wieder geliebt. Wir zogen
zusammen, bekamen sogar eine Wohnung zu zweit, ein seltenes Gut
damals obwohl doch so viele Wohnungen so schnell und so unbedacht
gebaut wurden. Wir heiraten. Und bekamen einen Sohn.

Heute ist es die Liebe meines Lebens und erprobt durch Stürme.
Der Sohn ist schon erwachsen. Und er hat mittlerweile selbst
einen Sohn.

Und immer war doch die versteckte Seite. Ich hatte sie als
Jugendlicher erprobt unter größter Heimlichkeit. Klamotten aus
alten abgelegten Sachen selber geschneidert. Nähen war meine
Leidenschaft. Nur ich wusste, wie gut ich es konnte. Meine
Urgroßmutter war mein Vorbild. Ihre „Singer“ mein Idol. Als
faszinierende Maschine mit ausgeklügelter Mechanik, die man
analysieren konnte. Und als Werkzeug, um Dinge herzustellen, nach
denen die versteckte Seite in mir verlangte. Und die man
verstecken musste.

Als Paar war das etwas anderes. Else war verrückt nach Mode. Und
ausgeflippt musste sie sein, niemand sonst auf der Welt durfte so
etwas haben. Da kam ich gerade recht. Ich konnte nähen und
verstand etwas von Schnittkonstruktion und lesen in den Modezeit-
schriften konnte ich auch. Sybille hieß die Freundin aller
Modeinteressierten. Die enthielt viel mehr Mode als die
Frauenzeitschriften heute, denn sie war vollkommen ohne Werbung,
die uns heute Inhalt vorgaukelt wo doch nur heiße Luft drin ist.
Sybille war anders, auch in der Mode, kreativ, frech, neu. Nicht
das dumpfe Bild, dass die Dumpfbacken malen wenn sie das
untergegangene Land beschreiben und dabei die Füße derer lecken,
deren Brot sie fressen wie dumme Tiere. Es kamen auch
Zeitschriften aus dem anderen Land, vom Herrn Burda
beispielsweise. Das war so komisch altbacken, nur die Vogue, das
war gut und neu.

Im armen Land gab es die Mode nicht, die Sybille uns zeigte. Auch
nicht für viel Geld in den exquisiten und jugendlichen
Geschäften. Sie schafften es nicht... - ein armes Land. Doch
glücklich, vor allem wenn man seinen Kopf gebrauchte und selbst
etwas tat. Und so fing ich an, für uns beide zu nähen. Sachen,
die es auf der Welt nur einmal gab. Auf den Leib geschneidert,
nach etwas Lehrgeld zwar, aber immer besser. Man brauchte schon
etwas Mut für Mode, doch da hatten wir beide keine Probleme. Und
mich befriedigte es. Es befriedete mich auch. Man konnte auch mal
einen Rock anprobieren "um zu sehen ob der Schnitt gelungen ist".
So war es Ventil für das Anderssein, dazu die gefärbte
Lockenpracht wie George Michael und die Ohrstecker. Ein
androgynes Bild, dass in den 80er Jahren aber nicht auffiel.
Anders auszusehen war nicht ungewöhnlich, sondern modern, auch im
viel geschmähten armen Land ging das.

Verhaftet wurden wir jedenfalls nicht für unsere Klamotten, im
Gegenteil. Eine besondere Freude für uns war der Besuch von Modenschauen.
Da wurde dann natürlich etwas ganz besonderes angezogen. Wir
genossen den Auftritt, den Neid der Besitzlosen, das Getuschel,
die Scham der Anderen. Eine Modenschau war somit ein besonderer
Genuss nicht nur für die Augen, auch für die Seele.

Der Gipfel der Nähkunst sollte kommen, als wir heiraten wollten.
Da musste etwas her, was es wieder einmal nirgends sonst auf der
Welt gab. Und so nähte ich meiner Frau das Hochzeitskleid. Das
kein Kleid war im herkömmlichen Sinne und von den üblichen
Prinzessin-auf-der Erbse Kleidern in der Facon längst vergangener
Zeiten Lichtjahre weit entfernt. Der Anzug für mich wurde dann
nicht mehr fertig, ich musste mich mit gekauften Teilen begnügen,
die jedoch auch fern waren von jeder Konvention. Und so waren
wir, die wir ja schon nicht mehr die Jüngsten waren und für die
Verhältnisse dieses armen Landes längst überfällig, ein ganz
besonderes Paar. Das gehört dazu, wenn der Tag, der ein
Versprechen für ein Leben besiegelt, etwas Einmaliges in diesem
einen Leben sein soll.

Der Alltag holte unser Leben ein, es wurde etwas ruhiger. erst
einmal anstrengend durch das Kind. Danach durch etwas, dass sie
die Wende nannten. Unser Leben wendete das schon. Doch gewollt
haben wir diese Art Wendungen des Lebens nicht. Es schwebte uns
schon die Notwendigkeit vor, dass das arme Land nicht so arm
bleiben konnte und so dumpf und abgegrenzt von Weite und
Freiheit. Doch wohin es sich wendete, das war und ist die
Richtung nach rückwärts, auch wenn die schönen Dinge des Konsums
einem eine andere Richtung vorgaukeln.

Die Freiheit, die der Große Dicke Mann uns brachte mit grinsendem
Gesicht, war nur so viel Wert wie das, was er für das Wichtigste
hielt. Das Wichtigste war ihm, was hinten raus kommt. Nur wenige
wollten sehen, dass es braun war. Denn er kam aus dem Land, wo
die alten Männer unter ihren altersgrauen Westen immer noch die
braunen Hemden trugen. Und mit dem Großen Dicken Mann kamen viele
Männer, die in ihrem Lande nichts rechtes werden konnten und nun
Geschäfte machten mit dem Vermögen, dass einmal der Stolz der
Menschen des armen Landes war.
....

Der Stolz wurde ihnen vergangen. Den Zugang zu den Töpfen, nach
denen sie sich schon immer die Nasen platt drückten. Zuerst an
den Mattscheiben des Buntfernsehens und dann mit ihrem ersten
richtigen Geld, mit dem das Land sie begrüßen wollte, an den
Schaufenstern, deren Auslagen allesamt teurer waren als der eine
blaue Schein. Sie hätten gewarnt sein sollen. Ein Land, dass mit
Geld begrüßt anstatt mit dem Herzen kann nicht das gelobte Land
sein.

Mit dem Rückzug in das private Einerlei kam auch wieder dieser
Drang. Und die Heimlichkeit des Versteckens. Es wurde immer
schlimmer. Das Verstecken immer belastender.

Ja, erwischt wurde ich schon mehrmals. Die passende Ausrede war
schon parat. Das hielt auch viele Jahre. Jahre, die glücklich
waren, auch wenn das Verstecken unglückliche Momente machte. Bis
zur Jahreswende 2010. Da ging es nicht mehr weiter. Unsere
Partnerschaft stand auf der Kippe. Ich musste das Lügen lassen.
Entweder unsere Liebe ist stark genug und verträgt die ganze
Wahrheit oder es ist aus. Nach fast 25 Jahren Ehe. Das durfte
nicht sein.

Ich outete mich vor meiner Frau: ich bin ein Transvestit, wie
weiter ?

Es geht zuerst gar nichts mehr. Ich suche Hilfe im
Internet. Das ist so groß und weit, da müsste es doch mit dem
Teufel zugehen, wenn sich nicht etwas fände. Zunächst fanden sich
reichlich Abgründe. Dahin wollte ich nun wirklich nicht. Doch
endlich die richtige Seite. Die richtigen Tipps, die richtige
Sprache, das richtige Gefühl. Ich bekomme Hilfe aus dem Internet.
Zuerst in einem Forum. Das war schon interessant.

Dann ein Hinweis auf eine anderes Forum, dass sich auch mit der
Partnerschaft von transidenten Menschen befasst. Das Projekt hilft
mit Fragen, Beratung, Menschen zum Quatschen. So wird geworben.
Man muss sich anmelden, das ist eine Hürde. Wird
es mir denn gefallen, stimmt die Werbung, wo doch Werbung
meistens lügt? Ich werde ein Teil davon und aktiv, ein
Vielschreiber. Es entstehen neue Freundschaften, recht enge
sogar, echte Freunde.
....

Ein anderer Teil meines Ich manifestiert sich in einer Person.
Jetzt habe ich auch einen neuen Namen dafür.
Der ist aus der Not geboren, aber einmalig und
selten. So wie damals die Klamotten in den jungen Jahren. Es
kommt die Schönheit zurück, die guten Gefühle, die so lange
versteckt wurden und ganz verkümmert waren. Das Wesen ist zwar
keine Frau, es sieht nur so aus. Es darf jetzt richtig leben, es
ist so schön, wenn man leben darf. Auch wenn man etwas Seltsames
ist für die anderen.

... Jenina ist keine Frau. Sie ist auch nicht wirklich eine Person. Sie ist ein
Kunstprodukt und doch aus Fleisch und Blut - und aus Gedanken,
Gefühlen und Wünschen. Sie ist ein Transvestit, nicht mehr und
nicht weniger. Und das ist gut so. Bürgermeister können nicht irren....

Jenina
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MichiWell
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 10 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 26. Dez 2017, 10:57

Hallo Jenina,

vielen Dank für den Text. )))(: (Mir kann er gar nicht lang genug sein. :wink: ) Auch wenn ich zu den Glücklichen gehöre, die dich kennelernen durften, und im Grunde genommen alles schon kenne, so war es mir doch ein Genuss, das noch mal in dieser Kompaktheit zu lesen. (ki)

Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Simone 65
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 11 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Di 26. Dez 2017, 11:01

Danke Jenina. Das ist schön geschrieben . Gedanken, Gefühle Du drückst es aus .
Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 12 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mi 27. Dez 2017, 07:25

Ja, eine packende Geschichte und toll geschrieben.
Den Weg sehe ich vor mir, es wird Zeit für den einen oder anderen Schritt.

Cybill
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 13 im Thema

Beitrag von Cybill » Mi 27. Dez 2017, 09:20

Mädel,

Du solltest deine Beiträge bereits verfassten, bzw. auch die in deinem Stirnlappen noch Gärenden , unbedingt zu einem Buch zusammenfassen. Fühl dich gedrückt!

Und ein schönes 2018!

Cybill
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Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 14 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 27. Dez 2017, 09:40

Liebe Cybill,

das Buch ist schon lange geschrieben, nämlich 2011 und dann in einem Print-on-demand Verlag erschienen. Jetzt habe ich die Verlagsrechte wieder und kann daher einige Ausschnitte in abgemessenen Dosen hier veröffentlichen.

Warum? Weil mir dieses Forum mit seiner offenen Atmosphäre sehr zusagt und ich glaube dass es einige Interessenten für Jeninas Ansichten vom Leben geben könnte. Schließlich öffne ich mein innerstes für eine recht große Gemeinschaft, da braucht es eben auch Vertrauen und ein gutes Gefühl.

Jenina
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heike65

Re: Die Erlebnisse der Jenina K. in einer anderen Welt

Post 15 im Thema

Beitrag von heike65 » Mi 27. Dez 2017, 11:25

Jenina hat geschrieben:
Mo 25. Dez 2017, 10:06
Wie Jenina zu ihrem Namen kam

. Und so gibt es Foren
im Netz, wo sich Menschen tummeln, die Transvestismus als
Sexuelle Obsession ausleben wollen. Auch sie brauchen ein
Pseudonym und da sind sie sehr kreativ, was Abartigkeit angeht.
Die Mädels unseres Netzes sind davon eher abgestoßen. Schließlich
wollen sie ernsthafte Teilhabe an einer Gemeinschaft, die helfen
soll und kann. Da sind sexuelle Anspielungen mehr als daneben.
Somit sind auch die Transvestiten unseres Netzwerkes gehalten,
sich Gedanken zu machen um einen Namen, mit dem sie sich
wiederfinden.
Was für eine Anmassung jemanden der Abartigkeit zu bezichtigen

ziemlich entsetzte Grüsse

Heike

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