Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang? - # 3

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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sbsr
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 31 im Thema

Beitrag von sbsr » So 4. Feb 2018, 11:27

Cabriotussi hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 09:46
Ich wünsche Dir Kraft, Mut und Erfolg auf diesem Weg.
Vielen Dank (dr)
Nur ist im Moment gerade erstere, die mir langsam ausgeht.

MichiWell hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 10:08
Als wir vor ein paar Tagen telefoniert hatten, warst noch recht optimistisch gestimmt.
Das war ich tatsächlich. Ich hatte ernsthaft die Hoffnung, nach den kleinen Lichtblicken könnte vielleicht einmal eine größere Lichtung kommen. Vermutlich habe ich doch einfach zu viel erwartet, alles was ich als Ansatz von Toleranz interpretiert hatte, war in Wirklichkeit wohl einfach nur gerade unterhalb der Schmerzgrenze, mehr nicht.

biene38 hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 10:22
Wie kann man das nur ertragen?
Das frage ich mich oft selbst. Angst vor dem familieren GAU. Angst davor allen hin zu werfen, was wir uns geschaffen haben. Angst davor, nach einigen anderen in unserer Familie ein Weiterer zu sein, der es nicht schafft eine dauerhafte Ehe zu führen. Ist es das wert wegen blöden Klamotten alles andere aufzugeben, frage ich mich dann wieder.


Manchmal rätsle ich, ob ich mir das alles nur einrede, ob ich nur aus Langeweile angefangen habe Frauensachen im Katalog anzuschauen. Vielleicht war es ein Fehler, das Mädchen überhaupt raus zu lassen. Es kommt mir so vor, als hätte es weniger Kraft gekostet, sie zu unterdrücken und nur manchmal aus dem Dunklen ins Halbdunkel hervor blicken zu lassen, als sie jetzt wieder in den Griff zu bekommen wo sie das Tageslicht gesehen hat.

Danke fürs lesen und entschuldigt, wenn das hier zu melancholisch ist.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 32 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 4. Feb 2018, 11:45

sbsr hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 11:27
biene38 hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 10:22
Wie kann man das nur ertragen?
Das frage ich mich oft selbst. Angst vor dem familieren GAU. Angst davor allen hin zu werfen, was wir uns geschaffen haben. Angst davor, nach einigen anderen in unserer Familie ein Weiterer zu sein, der es nicht schafft eine dauerhafte Ehe zu führen. Ist es das wert wegen blöden Klamotten alles andere aufzugeben, frage ich mich dann wieder.
Dazu knallte mir gerade dieser Spruch von innen an die Stirn: "Sein Leben hat allen gefallen nur ihm nicht."
sbsr hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 11:27
Manchmal rätsle ich, ob ich mir das alles nur einrede, ob ich nur aus Langeweile angefangen habe Frauensachen im Katalog anzuschauen. Vielleicht war es ein Fehler, das Mädchen überhaupt raus zu lassen. Es kommt mir so vor, als hätte es weniger Kraft gekostet, sie zu unterdrücken und nur manchmal aus dem Dunklen ins Halbdunkel hervor blicken zu lassen, als sie jetzt wieder in den Griff zu bekommen wo sie das Tageslicht gesehen hat.

Danke fürs lesen und entschuldigt, wenn das hier zu melancholisch ist.
Nein, Svenja.

Bloß nicht so anfangen zu denken. Darüber gehst du irgendwann kaputt. Fange nicht an, an dir selbst zu verzweifeln, dich zu verdammen, dafür dass du so bist wie du bist.

Es könnte auf der Welt so viel schöner sein, wenn unsere Mitmenschen uns nicht dafür ablehnen würden, dass wir so sind wie wir sind, und begreifen würden wie viel Gutes auch für sie dabei herauskommen würde, wenn wir so sein dürfen wie wir sind.

Letztlich leben wir ohne diese Anerkennung nur mit angezogener Handbremse und müssen einen Großteil unserer Kraft dafür verwenden, den inneren Widerstand gegen dieses fremdbestimmte Leben zu überwinden.


Liebe Grüße
Michi

PS: Wenn du reden möchtest, dann gib mir einfach kurz ein Zeichen (per PN). :wink:
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 33 im Thema

Beitrag von biene38 » So 4. Feb 2018, 12:02

sbsr hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 11:27

Manchmal rätsle ich, ob ich mir das alles nur einrede, ob ich nur aus Langeweile angefangen habe Frauensachen im Katalog anzuschauen. Vielleicht war es ein Fehler, das Mädchen überhaupt raus zu lassen. Es kommt mir so vor, als hätte es weniger Kraft gekostet, sie zu unterdrücken und nur manchmal aus dem Dunklen ins Halbdunkel hervor blicken zu lassen, als sie jetzt wieder in den Griff zu bekommen wo sie das Tageslicht gesehen hat.
Ich sehe das etwas anders, Du lässt nicht das Mädchen raus, sondern nur Dich selbst, und das passt nicht zu der momentan geltenden Männerrolle. Passt eben besser zur sozialisationsbedingten Geschlechterrolle der Frau.
Röcke, Strumpfhosen etc. zu tragen hat nichts mit Weiblichkeit an sich zu tun. Und das lasse ich mir auch von niemanden einreden.
Ansonsten könnte ich mir nicht erklären, warum ursprünglich Männer Strumpfhosen und Miniröcke getragen haben.

Anpassung ist meist einfacher als gegen den Strom schwimmen. Deswegen kann ich es auch gut nachvollziehen, dass viele lieber den Weg gehen. Die Gesellschaft und deren Ansichten lassen sich nur schwerlich beeinflussen.

Janine
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 34 im Thema

Beitrag von Janine » So 4. Feb 2018, 12:10

Hallo liebe Svenja (moin) ,

nachdem ich deinen fred hier ein wenig verfolgt habe, möchte ich dir erstmal danken für deine offenen Worte und dass du uns teilhaben lässt an deiner derzeitigen Situation was dein outing, insbesondere gegenüber deiner Frau, betrifft. Man kann sehr gut nachvollziehen, in welcher 'Zwickmühle' du dich aktuell wohl befindest. In jedem Beitrag hier ist immer auch etwas, was einen selbst zum nachdenken und eben auch irgendwie weiter bringt, das ist das Schöne hier! (ap) . Ich lebe zwar derzeit in keiner festen Beziehung, wohne auch alleine, aber auch diese Art von Mini-/Micro-/Nano-Outing gehören für mich zum Alltag, besonders wenn ich in fraulicher Kleidung die Wohnung verlassen möchte. Das ist schon für sich eine große Schwierigkeit, insbesondere wenn man(n) die inneren Widerstände spürt, aber dies dann noch mit jemanden abzustimmen, der dies völlig ablehnt :((a , stell ich mir dann fast als ein unüberwindliches Hindernis vor. Ist schon ein sehr prekäre Situation, aus der es eigentlich keinen Ausweg zu geben scheint. Ich stelle mir vor, dass es vielleicht noch einen Zugang gibt, wenn man(n) sich die Sache einfach mal andersherum vorstellt. Wie würde ich reagieren, wenn es denn so wäre, ich habe eine Frau geheiratet, die ihre weibliche Rolle lebt, vielleicht habe ich auch schon vorher in der Partnerschaft ab und an irgendwelche Anzeichen einer etwas männlichen Ausrichtung an ihr bemerkt, diese jedoch mehr oder minder ignoriert, da ja das weibliche Erscheinungsbild klar und für alle sichtbar, den Vorrang hatten. Diese männliche Seite an ihr sind auch für keinen ein Grund die Beziehung in Frage zu stellen. Und plötzlich erfährt man(n), dass sie weiblichen Attributen eigentlich gar kein Interesse hat und der Drang, ihre männliche Seite zu leben, immer stärker wird. Ja sie möchte keine weibliche Kleidung mehr tragen, fängt an sich bei entsprechenden Herrenausstattern bzw. Herrenabteilungen nach Klamotten umzuschauen, die ihre Weiblichkeit vergessen lassen. Sie entwickelt eine Vorliebe ungeschminkt aus dem Haus zu gehen, beginnt sich einen typische Herrenfrisur schneiden zu lassen und als Krönung beginnt sie sich beim Rausgehen noch einen Bart (Schnauzer oder Vollbart) ins Gesicht. Den Busen versucht sie natürlich so weit wie möglich zu verstecken. So, mein lieber Mann, jetzt gehen wir mal auf die Straße, zwei Männer, Hand in Hand, mal schauen wie die Leute reagieren!? (cow) . Schön, wenn einen die Geschäftskolleg(inn)en nicht so sehen. Ich glaube, da würdest man(n) schon ordentlich in Erklärungsnotstand geraten. Ich weiß nicht, wie würdest du reagieren? Würdest du zu deiner Mann-Frau, die am liebsten gern ganz Mann sein möchte, so stehen, ohne wenn und aber?

Du merkst, mir geht da bei der Konstellation schon ordentlich die Fantasie durch. Und eine Lösung weiß ich da, ehrlich gesagt auch nicht. Aber verstehen kann ich absolut alle Seiten. Ich weiß halt nur nicht, ob es gut ist, seine Partnerin, die man ja auch liebt, in so eine Situation zu bringen. Vielleicht wäre es ja gut in gemeinsame Therapie oder eine Selbsthilfegruppe zu gehen, wenn der Wunsch, sich äußerlich als Frau zu präsentieren (sei es jetzt Frauenkleider, Schminke, Verhalten u. a.) so klar und stark ist.

Wenn ich deine Situation so betrachte, kommt es mir manchmal vor, wie in der Zeit, als ich noch meine geheimen Wünsche (als sie noch lebten) vor meinen Eltern verborgen habe. Es ist einfach auch diese kleinbürgerliche Welt, die so eine Art von Nicht-Konformität einfach nicht in ihr Weltbild aufnehmen wollte und konnte, da sonst das ganze System wie ein Kartenhaus zusammen brechen würde (was es schließlich und endlich auch tut, wenn die ganze Wahrheit auf den Tisch kommt und gelebt wird! (fwe3) ) .

Der Weg wird zwar kein leichter sein, aber ich denke und bin fest überzeugt, wer selbst den Wunsch hat Frau zu sein und als solche zu scheinen, ist bereits eine Frau (das gilt natürlich auch für die 'Wunsch'-Männer! :wink: )

Es gäbe ja noch sehr viele zu schreiben, weil die Sache so derartig viele Aspekte hat, wenn man(n) es mal richtig beleuchtet. Letztendlich ist das Schritt zur Weiblichkeit für mich auch einer in eine unendliche Dimension der Möglichkeiten, und eben auch Erfüllung, was heißt, er ist es immer wert ihn zu gehen (yes) .

Ganz liebe Grüße von deiner Seelenverwandten

Janine (ki)

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 35 im Thema

Beitrag von sbsr » So 4. Feb 2018, 16:46

Hallo Janine,

Dein Einwand ist durchaus berechtigt, man sieht das ganze nur immer von seiner eigenen Warte aus, dabei ist es wichtig auch die andere Seite zu verstehen.

Allerdings möchte ich nochmal betonen, wir reden hier im Moment noch überhaupt nicht von als Frau Leben oder dergleichen, was ich auch so nicht vor habe. Auch um Ausflüge als Frau geht es erst mal noch nicht. Ebenso habe ich nie davon gesprochen Makeup verwenden zu wollen.

Aktuell bin ich sozusagen dabei, eine rote oder weiße Jeans, Jacken mit Blumenprint oder solche Sachen akzeptiert zu bekommen. Also noch überhaupt nichts "Dramatisches", sondern nur "normale" Kleidung, aber die halt in für Männer unüblichen (bzw. nicht erhältlichen) Farbgebungen. Zwangsläufig käme dabei ein anderer Schnitt, weil es halt Damensachen sind, also wäre die Jacke vielleicht tailliert und die Jeans am Bein enger.

Schon auf diesem Level gibt es kein Vorankommen. Wenn Rock, Kleid oder von mir aus Chiffon Oberteile auf Ablehnung stoßen, kann ich das in gewissen Maßen verstehen. Aber sie schämt sich ja neuerdings, wenn ich mit einer meiner Damen Strech Jeans in die Öffentlichkeit gehe, jetzt sind die aber dunkelblau und used denim, also farblich wohl bitte wirklich unisex. Nur an einem Mann hat eine Jeans gefälligst ein weites gerade geschnittenes Bein (ag)
LG, Svenja

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 36 im Thema

Beitrag von biene38 » So 4. Feb 2018, 17:26

sbsr hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 16:46
Aber sie schämt sich ja neuerdings, wenn ich mit einer meiner Damen Strech Jeans in die Öffentlichkeit gehe, jetzt sind die aber dunkelblau und used denim, also farblich wohl bitte wirklich unisex. Nur an einem Mann hat eine Jeans gefälligst ein weites gerade geschnittenes Bein (ag)
Vielleicht wäre es ja eine Idee, mit Deiner Frau zusammen mal zum H&M zu fahren, und dort einzukaufen...dann sieht sie, dass Stretch-Jeans für Männer nichts ungewöhnliches mehr sind. Ich laufe jeden Tag so rum, komplett als Mann, und es schaut nie jemand...ist völlig unauffällig.
Stretch-Jeans für Männer sind mittlerweile im Mainstream angekommen.

Nachteule
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 37 im Thema

Beitrag von Nachteule » So 4. Feb 2018, 17:48

Hallo,
hier mal das umgekehrte Beispiel:
Ich habe so in etwa 8kg abgenommen, das bedeutet meine normalen Männerjeans haben etwas geschlabbert.
Meine Frau mich zu H&M geschleppt...
Während ich noch nach meinen üblichen Jeans gesucht hab, drückt Sie mir 2 in die Hand und meint "Probier die mal an".

Ok, ich brav zur Umkleide, und oh Schock... das waren stretchige Skinny-Jeans mit Knopfverschluss.
Sie passten nicht ganz, und nach erstmal streuben (so kann ich als Mann doch nicht losgehen), hat dann eine andere Größe gut gepasst...

Inzwischen habe ich 4 Stk. von der Sorte! :D

Nu findet Sie mich auch im MM-Modus schicker ... (he)

Liebe Grüße
Andrea

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 38 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 4. Feb 2018, 18:43

Ok, wenn wir jetzt schon bei Kaufempfehlungen sind ...

Ich kann auch Mister*Lady empfehlen, wo ich mir grad erst im Herbst wieder mal 2 Paar Skinny- / Slim-fit- oder wie auch immer Jeans (aus der Männerabteilung) für den Alltag gekauft habe. Dort ist man wohl eher auf Menschen mit niedrigem BMI ausgerichtet, also für mich.
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 39 im Thema

Beitrag von sbsr » So 4. Feb 2018, 19:00

Naja, wo ich die Sachen bekommen könnte, die mir gefallen, ist mitunter das geringste Problem :wink:
LG, Svenja

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 40 im Thema

Beitrag von Brigitta » So 4. Feb 2018, 19:51

Hallo Svenja,
)))(:
nachdem ich mir Deinen Thread noch einmal durchgelesen habe, glaube ich Dein Dilemma endlich zu verstehen.
Denn eigentlich ...
sbsr hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 16:46
..., dabei ist es wichtig auch die andere Seite zu verstehen.
...
Aktuell bin ich sozusagen dabei, eine rote oder weiße Jeans, Jacken mit Blumenprint oder solche Sachen akzeptiert zu bekommen.
...
Schon auf diesem Level gibt es kein Vorankommen ... (ag)
... ist es ursächlich auch gar nicht Dein Problem sondern das Deiner Frau.
Sie scheint ja ziemlich konservativ, in manchen Dingen sogar rückständig zu sein.
Deshalb wäre es wohl zunächst wichtig Deiner Frau klarzumachen, wie die heutige
Mode für Männer aussieht, und damit meine ich nicht Männer auf dem Catwalk
sondern den allgemeinen Trend und was derzeit als "gutaussehend" läuft.

Wenn es schon Schwierigkeiten gibt, sich auf die richtige Farbe einer Hose oder
eines Pullovers zu einigen, weil schon ...
... ein Mann in weißer Jeans für schwul gehalten wird.

... dann zeige doch erstmal Deiner Frau, was man(n) heute so trägt.
Aus einschlägigen Zeitschriften und Versandhauskatalogen lässt sich doch ersehen,
was Männr+er heute alles tragen (dürfen) - da sind sogar rosa oder fliederfarbene
Oberhemden durchaus kein Anzeichen für "schwul" sondern eher für "chic"!

Dank des allgemeinen Trends zu androgyner Kleidung und dem Durchmischen
vormals einem Geschlecht vorbehaltener Farben und Merkmale kommst Du
dann doch unweigerlich auf die Möglichkeit des Crossdressens im eigentlichen
Sinne des Wortes ... das müsste doch auch Deine Frau verstehen können?!

Ich hoffe, dass ich Dir einen Denkanstoß geben konnte
und wünsche Dir viel Glück und alles Gute auf Deinem Weg!
(smili)
Liebe Grüße
Brigitta ))):s
Nicht jede Frau kann eine Gazelle sein. (Elena Uhlig)

JanaH
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 41 im Thema

Beitrag von JanaH » Mo 5. Feb 2018, 07:56

Sorry, die ganze Diskussion um Jeans, Farbe und Schnitte geht meilenweit am Problem vorbei.
Mein Eindruck: Deine Frau will sich nicht mit dem Gedanken auseinandersetzen, „mein Mann hat eine weibliche Seite".
Deshalb muss sie fast zwangsläufig ALLES, was irgendwie in diese Richtung geht, ablehnen.
Sonst musste sie Gedanken und dann vielleicht sogar Diskussionen um das Thema zulassen.
Problem negiert, Problem nicht vorhanden.
Just my 2 cents..

Liebe Grüße

Jana

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 42 im Thema

Beitrag von sbsr » Mo 5. Feb 2018, 08:19

Brigitta hat geschrieben:
So 4. Feb 2018, 19:51
Deshalb wäre es wohl zunächst wichtig Deiner Frau klarzumachen, wie die heutige
Mode für Männer aussieht, und damit meine ich nicht Männer auf dem Catwalk
Oh das ist noch mal ein anderer Punkt. Ihr Geschmack bzw. was sie als "aktuelle Männermode" empfindet ist dieser typische Hipster Look. Wenn es nach ihr ginge, würde ich in zu kurzen Hosen ohne Socken in Anzugschuhen rumlaufen, nur Rollkragen Pullover mit schräger Knopfleiste tragen, dazu 4-Eck Bart um Mund und Kinn, und Tom Beck Frisur.

Nicht falsch verstehen, es gibt Männer denen das steht, mein Geschmack ist das aber absolut nicht. Da käme ich mir wirklich verkleidet vor.

JanaH hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 07:56
Mein Eindruck: Deine Frau will sich nicht mit dem Gedanken auseinandersetzen, „mein Mann hat eine weibliche Seite".
Deshalb muss sie fast zwangsläufig ALLES, was irgendwie in diese Richtung geht, ablehnen.
Gut formuliert, ja ich denke das trifft es so ziemlich.


Nun habe ich noch mal zwei Nächte drüber geschlafen, oder auch nicht, und bin zu dem Schluss gekommen es ist wohl das beste einfach so weiter zu leben wie bisher. Das Versteckspiel geht seit einer Weile gut, wird es auch weiterhin gut gehen, mittlerweile habe ich in vielen Dingen ja schon Übung. Wahrscheinlich ist ein ruhiges Leben eine weit bessere Ausgangslage im Falle eines ungewollten Zufalls Outings, als ein kürzlich vorang gegangener Streit über das Thema.

Gestern Abend hat sie noch mal irgendeine Bemerkung wegen Makeup fallen lassen, ich weiß aber ehrlich gesagt nicht mal mehr was genau und in welchem Zusammenhang, weil ich es in dem Moment einfach weg ignoriert habe. Es bezog sich wieder auf irgend etwas, was gerade im Fernseh lief, während ich aber gerade am Handy das aktuelle geschehen auf meinem Svenja Facebook Account gecheckt habe :wink:
LG, Svenja

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 43 im Thema

Beitrag von Brigitta » Mo 5. Feb 2018, 08:42

Hallo Svenja,

da habe ich leider Deine frühere Beschreibung falsch verstanden. Wenn es so ist ...
sbsr hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 08:19
...
Oh das ist noch mal ein anderer Punkt. Ihr Geschmack bzw. was sie als "aktuelle Männermode" empfindet ist dieser typische Hipster Look.
Wenn es nach ihr ginge, würde ich in zu kurzen Hosen ohne Socken in Anzugschuhen rumlaufen, nur Rollkragen Pullover mit schräger Knopfleiste tragen,
dazu 4-Eck Bart um Mund und Kinn, und Tom Beck Frisur.
Nicht falsch verstehen, es gibt Männer denen das steht, mein Geschmack ist das aber absolut nicht. Da käme ich mir wirklich verkleidet vor.
... dann muss ich meine Bemerkung bzgl. der Einstellung Deiner Frau korrigieren.

Ihr klarzumachen, was heute so geht, solltest Du trotzdem versuchen - vielleicht mit Unterstützung anderer (Freunde, Verwandte?)

Liebe Grüße
Brigitta ))):s
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 44 im Thema

Beitrag von Elizabeth » Mo 5. Feb 2018, 23:11

Hallo Svenja,
hast Du Dich schon einmal so "verkleidet", wie es sich Deine Frau von Dir wünscht?
Wenn "nein", wärst Du dazu bereit?
Hattest Du schon Wünsche bzgl. ihres Outfits, die sie abgelehnt hat?
Beides führt zu Frust: Wenn man selbst nie anziehen darf, was man mag und wenn der Partner nie das anzieht, was man gerne an ihm/ihr sehen würde...
Unerfüllte Wünsche brennen sich um so leichter irgendwo fest...
(Darfst Du ihr auch gerne mit einem Gruß von mir sagen!)

LG Elly

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 45 im Thema

Beitrag von sbsr » Di 6. Feb 2018, 08:47

Elizabeth hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 23:11
hast Du Dich schon einmal so "verkleidet", wie es sich Deine Frau von Dir wünscht?
Wenn "nein", wärst Du dazu bereit?
Hattest Du schon Wünsche bzgl. ihres Outfits, die sie abgelehnt hat?
Jein, einige meiner Pullover wurden von ihr ausgesucht, bzw. hat sie mir zu Weihnachten oder Geburtstag geschenkt. Zwei Jeans ebenfalls. Die Sachen ziehe ich auch regelmäßig an.

Diesem Hipster Look kann ich absolut nichts abgewinnen, deshalb nein.

Wünsche an ihr Outfit habe ich noch nie geäußert, insofern hatte sie nichts zum ablehnen. Sie trifft bei ihren Klamotten meist eine Vorauswahl und ich soll dann entscheiden, welche(s) der Teile sie kaufen soll. Das führt regelmäßig zu Diskussionen, wenn ich sage mir gefallen alle gleich gut und sie soll entweder alle nehmen oder selbst auswählen.
LG, Svenja

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