Doku Soap
Doku Soap - # 5

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Vanessa93
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Re: Doku Soap

Post 61 im Thema

Beitrag von Vanessa93 » Mi 2. Sep 2015, 08:57

Eine wunderbare Geschichte (he) (he) ich würde sofort mit Laura tauschen :mrgreen:

sandra93
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Re: Doku Soap

Post 62 im Thema

Beitrag von sandra93 » Mi 2. Sep 2015, 22:54

Plötzlich erscheint mir die ganze Schönheitschirurgie wie schwarze Magie. Das Mädchen im Computer ist unglaublich attraktiv. Ich möchte mich sofort mit ihr treffen. Aber es erscheint mir total absurd, dass ich dieses Mädchen sein soll. Klar habe ich sofort eine Vorstellung, wenn ich mir dieses Gesicht anschaue. Wie sie sich verhält, wie sie sprechen sollte. Als Rolle wird es funktionieren. Mein Körper ist dann wie eine Marionette die ich selbst steuere. Aber so etwas habe ich bis jetzt erst für ein bis zwei Stunden als Theateraufführung gemacht. „Klappt das auch wirklich mit dem wieder rückgängig machen?“, frage ich etwas ängstlich. Aber die beiden klären mich dann ausführlich über jedes Detail auf. Ujnd wenn ich will kann ich mein Gesicht auch mehr männlich als vor rekonstruieren lassen. Dann zeigen Sie mir einige Beispiele von männlichen Gesichtern, die Dr. Karlson operativ optimiert hat. Es beruhigt mich sehr, dass er auch in die andere Richtung sein Handwerk zu verstehen scheint. Trotzdem habe ich keine Ahnung wie ich in diesem bald völlig fremden Körper ein Jahr durchstehen soll. Ich werde wohl auf Beziehungen und Sex völlig verzichten müssen. Welches Mädchen wird sich von solch einem Engelsgesicht verführen lassen. Höchstens Lesben oder Hannah, aber, da habe ich ja gerade schon erste schlechte Erfahrungen gesammelt. Und im Kopf habe ich mich ja nicht verändert. Nur weil ich auf einmal wie ein Mädchen aussehe fange ich ja nicht plötzlich an Jungs attraktiv zu finden. Zum ersten Mal ahne ich, wie sich Transsexuelle vielleicht fühlen. Man ist einfach im falschen Körper, aber für die Außenwelt erscheint alles in Ordnung. So ähnlich wird es mir im kommenden Jahr auch gehen, denke ich.
Noch völlig in Gedanken, werde ich in ein Behandlungszimmer geführt. Dort steht eine Art Friseurstuhl. Man bittet mich Platz zu nehmen und erklärt mir das nun die erste vertragsgemäße Laserepilation meiner Barthaare vorgenommen wird. Ich bekomme eine Art Sonnenbrille aufgesetzt zum Schutz gegen das Laserlicht.

sandra93
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Re: Doku Soap

Post 63 im Thema

Beitrag von sandra93 » Sa 5. Sep 2015, 11:07

Ich schließe die Augen, weil ich doch ein wenig Angst vor dem Laserlicht habe. Dann höre ich ein Brummen und es riecht etwas nach verbranntem Haar. Das Ganze dauert einige Minuten und am Schluss werden noch meine Augenbrauen behandelt. Anschließend habe ich das Gefühl, mein ganzes Gesicht brennt so wie nach einem starken Sonnenbrand, aber ich werde mit einer angenehm kühlenden Creme behandelt. Anschließend muss ich mich wieder ausziehen. Dabei bemerke ich eine dicke Laufmasche in meiner Strumpfhose. Aber bevor ich mich weiter damit beschäftigen kann, muss ich meine Hüftpolster ausziehen und meine künstlichen Brüste werden entfernt. Das ist etwas langwierig und schmerzhaft, da der Kleber doch sehr fest sitzt. Auch das kleine „Kunstwerk“ zwischen den Beinen wird wieder entfernt. Dann darf ich meinen Slip wieder anziehen, der nun deutlich schlechter sitzt. Ich werde nochmals zum 3D-Scanner geführt.
Dann kommt eine Schwester herein. „Die Blutwerte sind in Ordnung und wir haben die Dosis auch schon berechnet. Dann bekomme ich zwei Spritzen in meine Pobacken. Man erklärt mir, dass seien weibliche Hormone in Form einer Depotspritze. Dann bekomme ich einen roten Trainingsanzug gereicht. Schnell ziehe ich ihn an. Das mit den Hormonen macht mich nun doch etwas nervös. Zwar spüre ich im Moment rein gar nichts, aber man hat mir gesagt, des die Hormone auch mein Gefühlsleben beeinflussen können. Stärkere Stimmungsschwankungen z.B. Dann reicht man mir ein kleines Päckchen mit Tabletten. Die Einnahme sei freiwillig, aber sie würden dafür sorgen, dass die weiblichen Hormone besser wirken. Als ich nachfrage was für Pillen das seien, erklärt man mir, dass dadurch die Produktion meiner männlichen Hormone unterdrückt wird. Sobald ich sie absetzte hört die Wirkung dann nach einigen Tagen auf. Aber sie können auch helfen den Sexualtrieb in den Griff zu bekommen. Das kann u.U. sehr hilfreich sein, um sich auf die neue Rolle zu konzentrieren. Mir sind die Dinger unheimlich und ich beschließe sie zunächst nicht einzunehmen.
Dann bekomme ich noch eine Creme ausgehändigt, mit der ich vor allem meinen Brustbereich einreiben soll. Das seien auch weibliche Hormone und sie würden die Fettverteilung im Brustbereich optimieren.
Dann werde ich in mein Zimmer gebracht. Es ist ein Zweibettzimmer, aber das Bett erscheint noch unberührt. Aus dem Fenster hat man einen fantastischen Blick über den See. Heute sind viele Segelboote unterwegs. Ich lasse meine Gedanken schweifen. „Laura?“ höre ich da auf einmal eine vertraute Stimme. Es ist Hannah. Ich umarme sie kurz. Obwohl auch sie ohne künstliche Hüften und Brüste ist und ebenfalls den scheinbar obligatorischen roten Trainingsanzug trägt, wirkt sie trotzdem sehr weiblich. Ob ich ähnlich wirke, frage ich mich und suche nach einem Spiegel. Mit einer Entschuldigung gehe ich ins Bad. Dort muss allerdings zu meiner Verwunderung feststellen, dass dort kein Spiegel hängt. Als ich einige Minuten später wieder aus dem Bad komme und dies Hanna verwundert mitteile, erzählt sie mir, das das bei Gesichtsoppatientinnen normal sei. Die ersten Tage schaut man angeblich sehr wüst aus. Wenn dann nach ca. einer Woche die Schwellungen weg sind, dann kann man das Ergebnis in Ruhe bewundern. Der Gedanke, dass mein gesamtes Gesicht sich bald in eine Art Kraterlandschaft verwandeln wird beunruhigt mich. Ich versuche mir nichts anmerken zu lassen, denn Hannah berichtet voller Begeisterung, was sie allen erfahren hat. Wir beide werden direkt morgen früh operiert und wir und Miss „Frozen Jogurt“ sind die einzigen, die alles gebucht haben. Zwei andere haben noch eine Nasen OP. Der Rest begnügt sich mit Brustimplantaten und aufgespritzen Lippen. Bei einer soll noch eine Haaransatzkorrektur gemacht werden. „Woher weißt du das alles?“, frage ich. Von Lina; sie hat bei mir die Laserbehandlung gemacht. Sie ist selber auch transsexuell und als ich ihr gestanden habe dass ich mich „eingeschlichen“ habe sind wir aus dem Reden nicht mehr rausgekommen.

Amanda72
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Re: Doku Soap

Post 64 im Thema

Beitrag von Amanda72 » Sa 5. Sep 2015, 12:22

Hallo Sandra

Sehr schöne Fortsetzungen, danke. Du scheinst dich gut auszukennen, was die Geschichte recht plastisch macht.
Ich an Lauras Stelle hätte den Ärzten ein Foto meiner Schwester gezeigt, damit hätten sie die feminine Annäherung des neuen Gesichts bestimmt noch verbessern können.
Das mit den Tabletten hat mich erstaunt, daran hätte ich nicht gedacht. Wie ist das denn bei einer HRT bei TS MzF mit GA? Muss man dann ständig wieder weitere weibliche Hormone bekommen und die Tabletten für die Unterdrückung der männlichen Hormone, für den ganzen Rest des Leben einnehmen?

Liebe Grüsse
Amanda

Patricia.
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Re: Doku Soap

Post 65 im Thema

Beitrag von Patricia. » Sa 5. Sep 2015, 15:51

Eine tolle Geschichte!
Ich lese sie gerade zum zweiten Mal, klasse wie echt sich das Alles liest.

Liebe Grüße,
Patricia :)

Miley
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Re: Doku Soap

Post 66 im Thema

Beitrag von Miley » Mo 14. Sep 2015, 22:37

Hey Sandra,

schade dass es hier momentan nicht weiter geht.
Ich freue mich so sehr auf die nächste Fortsetzung.

Liebe Grüße,
Miley

sandra93
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Re: Doku Soap

Post 67 im Thema

Beitrag von sandra93 » Di 15. Sep 2015, 07:51

Dann bekommen wir beide einen dicken Stapel Papier gebracht. Dort werden wir noch einmal ganz genau auf die möglichen Risiken einer Operation hingewiesen. Ich überfliege das Ganze nur noch und setze schnell meine Unterschrift darunter. Eine halbe Stunde später kommt Dr. Karlson zusammen mit einer neuen Kamerafrau. Luci stellt sich kurz vor. Dann erklärt uns Dr. Karlson noch mal ausführlich wie morgen alles ablaufen wird. Ich versuche interessiert zu gucken und hoffe, dass es schnell zu Ende ist. Am liebsten wäre ich jetzt mit meinen Gedanken alleine. Aber stattdessen läßt Luci uns die Szene dreimal durchspielen. Als es endlich vorüber ist, versuche ich zu lesen. Hannah merkt, dass ich nicht viel reden möchte und schaltet den Fernseher an: „Verbotene Liebe“. Nach einer Weile schaue ich mit. Auf einmal scheint mich dieser ganze „Beziehungskram“ doch zu interessieren. Irgend ein Typ gesteht gerade einer sehr schlanken Brünetten in extrem engen Jeans seine verzweifelte Liebe. Sie weist ihn aber auf die mitleidige Tour ab. Von wegen Freunde sein usw.
Dann wird mir mit einem Mal klar, dass ich kommenden Jahr so etwas auch öfter erleben werde. Jungs verlieben sich in hübsche Mädchen, und ich werde wohl den einen oder anderen Verehrer abweisen müssen. Jungs werden sich nach mir umdrehen und mir wird klar sein, welche Gedanken sie dabei haben. Aus meinem Roman weiß ich, dass Frauen sich dadurch oft geschmeichelt und in ihrem Selbstwertgefühl bestärkt fühlen; solange der Typ nicht zu plump oder zu hässlich ist.
Ich fühle mich bei dem Gedanken, dass andere mich angaffen nur extreme Unsicherheit. Auch wenn ich mir einrede, dass das alles nur eine Rolle ist. Ich weiß ja selber, was ich denke wenn ich einer hübschen Frau hinterhersehe. Das ist teilweise alles andere als jugendfrei. Aber auch das werde ich in dieser Form zukünftig nicht mehr machen können stelle ich fest. Frauen beobachten Frauen, aber irgendwie ganz anders.
Dann fange ich wieder an zu lesen. Alles dreht sich um Beziehungen und es gelingt mir nicht, mich zu entspannen. Schließlich schlafe ich dann doch ein. Am nächsten Morgen werden wir wieder gefilmt. Ich muss mit Hannah zusammen unsere Aufregung nochmal für die Kamera spielen. Solange wir nicht irdendeine Szene wiederholen, bemerke ich die Kamera kaum.
Schließlich bekommen wir ein Beruhigungsmittel gespritzt und werden gemeinsam in den OP gefahren. Als wir ankommen sehe ich in einem Dämmerzustand nur noch Hannah, wie sie selig zu mir rüberlächelt. Ich versuche zurückzulächeln, um ihr und mir selber Mut zu machen. Dann merke ich, wie man mir eine Atemmaske über das Gesicht legt…
Das nächste, was ich wahrnehme ist der Fernseher in unserem Zimmer. Irgendeine Kochsendung läuft. Aber es erscheint mir sehr weit weg. Alles nehme ich ein wenig wie durch einen Nebel wahr. Neben meinem Bett sitzt eine Schwester. Sie hält den Finger vor den Mund und will mir zeigen, dass ich nicht sprechen darf. Dann spüre ich den Verband oder eine Art Pflaster an meinem Hals, dann merke ich, dass ich fast überall irgendwie verbunden und bandagiert bin. Ich will mein Gesicht ertasten, aber überall sind irgendwelche Pflaster und Verbände und jede Berührung verursacht einen gedämpften Schmerz. Um meine Brust habe ich eine Art gigantischen BH der wahrscheinlich meine neuen Brüste stabilisieren soll. Ich wandere mit meinen Händen zu Hüfte und spüre eine Art riesie Miederhose. Dann wandere ich mit den Händen wieder zu meinem Oberkörper. Es schmerzt etwas, aber viel merkwürdiger ist das Gefühl insgesamt. Da scheint ein riesiger Fremdköper in meinem Oberkörper zu sein. Jede Berührung tut mehr oder weniger weh. Dann habe ich das Gefühl mein ganzer Körper zieht und scherzt und juckt. Die Schwester schein es zu bemerken und gibt mit eine Schmerztablette. Nach einiger Zeit wird es wieder etwas erträglicher, aber ich nehem alles nur wie durch Watte wahr.

Magdalena
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Re: Doku Soap

Post 68 im Thema

Beitrag von Magdalena » Di 15. Sep 2015, 09:39

Hallo Sandra,


wieder gut und spannend geschrieben. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, wenn beide ihre Veränderung richtig wahrnehmen.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.

Dani
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Re: Doku Soap

Post 69 im Thema

Beitrag von Dani » So 20. Sep 2015, 08:23

Hallo Sandra,

danke für die tolle Fortsetzung, bitte weiter so. Wir warten schon auf den nächsten Teil.

LG Dani

Anne-Mette
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Re: Doku Soap

Post 70 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 20. Sep 2015, 09:29

Moin,

irgendwie lustig, dass von Dir seit 2011 genau 4 Beiträge geschrieben wurden, die ziemlich gleich immer nur "schreib weiter so" ausdrücken :mrgreen:

Gruß
Anne-Mette

sandra93
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Re: Doku Soap

Post 71 im Thema

Beitrag von sandra93 » Di 22. Sep 2015, 14:56

Dann schaue ich zu Hannah herüber. Ihr Gesicht ist vor lauter Verbänden kaum zu erkennen und das was ich sehen kann sieht alles andere als schön aus. Sie sieht aus wie nach einer hefigen Schlägerei. Ich bemerke, dass sie wach ist und versuche etwas zu sagen. Da spüre ich plötzlich einen Finger auf meinem Mund. Die Schwester an meinem Bett hatte ich zunächst nicht bemerkt. „Sie dürfen die nächsten drei Tage nicht sprechen, da die Narben an den Stimmbändern noch zu empfindlich sind. Bis dahin müssen sie alles Schriftlich äußern.“ Sie zeigt auf einen Block und einen Stift der auf dem Nachtschrank liegt. Aber dann ist mir doch alles zu anstrengend und ich falle in einen unruhigen Schlaf. Am nächsten Morgen erscheint eine große Gruppe von Ärzten. Im Hintergrund sehe ich noch irgendwo die Kamera, aber es interessiert mich nicht wirklich. Die Verbände im Gesicht und am Hals werden teilweise abgenommen und die Ärzte begutachten das Ergebnis sehr genau. Sie werfen mit Unmengen von Fachausdrücken um sich, aber alle scheinen recht zufrieden zu sein. „Es wird etwas eine Woche dauern, bis die Schwellungen im Gesicht zurückgegangen sind und noch mal eine Woche bis ihr Gesicht wieder eine normale Farbe bekommt.“ Dann muss ich mich etwas aufrichten und mein „BH“ wird vorsichtig entfernt. Dann darf ich mich wieder hinlegen. Dann betastet einer der Ärzte vorsichtig eine erstaunlich kleine Narbe am unteren Ende „meiner“ Brüste. Die Narbe selber kann ich wegen der neunen Sicht gar nicht sehen, aber ich spüre einen leichten Schmerz. Dann werde ich gebeten, aufzustehen. Als ich mich hinstellen will sacken mir die Beine etwas weg. Und eine Schwester muss mich zunächst stützen. Dabei spüre ich zum ersten Mal das Gewicht meiner Brüste. Es fühlt sich alles sehr eng an und die Implantate sind deutlich zu spüren. Die Ärzte unterhalten sich angeregt über die Größe und die Position der Implantate. Zu meiner Beruhigung scheinen sie auch hier recht zufrieden zu sein. Dann muss ich die Arme Strecken und mich einmal nach vorne beugen. Wieder wird die Lage der Brüste genau begutachtet. Dann berührt der Arzt mit einem kalten Metallgegenstand meine Brustwarze. Eine Mischung aus Schmerz und Erregung Scheint meine gesamte Brust zu durchzucken. So etwas habe ich noch nie gespürt. Gleichzeitig bemerke ich, wie sich meine Brustwarze zusammenzieht und ihre Form verändert. Ich zucke etwas zurück. Dann folgt die gleiche Prozedur an der anderen Brustwarze. Diesmal bin ich nicht ganz so überrascht, aber wieder geht das Gefühl durch und durch. Auch der Arzt scheint etwas überrascht. „ Ihr Körper scheint extrem schnell auf die Hormongaben anzusprechen. Aber das war nicht das Ziel dieses kleinen „Attentats“. Es sind keine Nerven verletzt. Das ist das wichtigste. Meine Hüften werden nur kurz von Aussen begutachtet. Dann muss ich meinen MonsterBH wieder anziehen und darf mich wieder hinlegen. Dann geht das Team zu Hannah.
Als die Meute wieder draußen ist. Nehme ich den Block und Schreibe: „Tut die auch alles weh?“ Hannah dreht sich zu mir rüber, aber sie kann nichts lesen. Dann zeigt sie auf das Handy. Ab da ist alles ganz einfach. Wir führen endlose WhatsApp „Gespräche“ und schauen auf Hannas Wunsch sehr viel Soap im Fernsehen. Sie sagt, dass sei eine wichtige Fortbildung für mich, da ich von Frauen und Gefühlen ja noch kaum Ahnung hätte. Also versuche ich so gut es geht mit ihrem Getratsche und Geläster bezüglich der Hauptpersonen mitzuhalten. Zwischendurch brauche ich einige Lesepausen, aber nach einigen Tagen macht es mir sogar Spaß. Einmal überrasche ich mich sogar dabei, wie mir bei einer Liebesszene eine Träne die Wange runterkullert.
Nach einer Woche werden unsere Verbände abgenommen und die Fäden werden gezogen. An das Sprechen mit Handy und Notizblock habe ich mich fast gewöhnt. Aber ich habe das dringende Bedürfnis nach einer Dusche. Damit muss ich aber noch einen Tag warten. Stattdessen darf ich mich notdürftig mit feuchten Tüchern abreiben. Richtig sauber fühle ich mich aber trotzdem nicht. Nach dem Fäden ziehen werde ich zu meinen ersten Logopädietermin gebracht. „Endlich wieder Sprechen“ denke ich erfreut. Dann bin ich aber doch sehr nervös. Wie wird sich meine Stimme anhören? Oder ist vielleicht etwas schiefgegangen und ich werde nie wieder sprechen können.
Die Logopädin bittet mich zu setzten. Dann erklärt sie mir, dass die ersten Sprechversuche sich sehr ungewöhnlich anfühlen könnten. Vor gibt sie mir noch einen Schluck zu trinken. Dann soll ich einige Sätze so deutlich wie möglich aber nicht laut vorlesen. „Mollige Mandelbäume malen marode Muster“ Ich versuche den Satz zu sprechen, aber es kommen nur unkoordinierte eher hohe Laute aus meinem Hals. Als Sie die Angst in meinem Gesicht sieht, beruhigt sie mich: „das ist normal. Der Ganze Kehlkopf ist verändert und sie müssen wieder jeden Laut neu „finden“. Wieder und wieder lese ich den Satz mit den Mandelbäumen. Nach einigen Minuten habe ich kaum noch Probleme, aber die Stimme die ich höre, erscheint mir extrem fremd. Natürlich ist sie deutlich höher und auch nicht irgendwie fiepsich, aber sie hört sich nicht wirklich wie eine Frauenstimme an. Irgendwie doch männlich. Dann bekomme ich erklärt, dass Frauen nicht nur eine höhere Stimme haben, sondern auch anders sprechen und betonen. Selbst die weibliche Wortwahl ist anders. Nach 90 Minuten und einem Haufen sinnloser Sätze später bin ich völlig erschöpft, aber die Logopädin scheint sehr zufrieden mit mir zu sein. Auf dem Weg zurück zum Zimmer sehe ich ein sehr „buntes“ Gesicht, dass sich flüchtig im Fenster spiegelt. Dann wird mir klar, dass war mein Gesicht und es sah noch sehr ramponiert aus.
Als ich zurück ins Zimmer komme muss ich Hannah alles haarklein erzählen. Sie selber hat erst am Nachmittag ihren ersten Termin. Sie ist total begeistert von meiner Stimme und meint, ich höre mich schon sehr, sehr weiblich an.

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Re: Doku Soap

Post 72 im Thema

Beitrag von Mayu » Di 22. Sep 2015, 16:53

Ich häng an deinen Zeilen... Würde mich interessieren ob ein derartiges Experiment genug Zuschauer finden würde um kommerziell Erfolgreich zu sein ;)

Die Frage ist dann nur, wie findet man jemanden der keine bekannnten Tendenzen hat und trotzdem mit macht. Ich denke spätestens wenns ans Aufschneiden geht würde so ziemlich jede reale Person halt machen (Zumindest bräuchte man bei mir schon jede Menge überzeugungsarbeit und ich weiß nicht ob die von Erfolg gekrönt wäre, und nunja... bin nicht Grundlos in diesem Forum^^).

Aber irgendwie ist die Geschichte schon stimmig wie er in die Rolle der Laura gerutscht ist/ gedrängt wurde...

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Re: Doku Soap

Post 73 im Thema

Beitrag von sandra93 » Fr 25. Sep 2015, 22:40

Die nächsten Tage verbringen wir im Wesentlichen mit Logopädie, Lesen von Liebesromanen und dem Gucken von Seifenopern. Schließlich sagt man uns, dass die Zeit des Wartens vorbei ist und wir langsam wieder gesellschaftsfähig sind. Wenn ich Hannah so betrachte sehe ich zwar schon große Fortschritte in ihrem Gesicht, aber es schaut immer noch recht bunt aus. Aber das Ergebnis der OP lässt sich schon recht gut erkennen. Ihr eh schon sehr hübsches Gesicht ziert nun eine perfekte Stubsnase und auch sonst sieht alles sehr zart aus. Nur die bunten Flecken und einige nachgewachsene Barthärchen wirken sehr befremdlich. Wir bekommen für die Nacht eine Salbe in unsere Gesichter aufgetragen, damit die Reste der Verfärbungen schneller weggehen.
Am nächsten Morgen dürfen wir endlich duschen. Ich lasse Hannah den Vortritt. Es dauert recht lange, aber als sie wiederkommt mit einem Handtuch um den Kopf und die das Badetuch über den Brüsten zusammengebunden, da wirkt sie doch sehr, sehr natürlich nur die weichen, aber doch recht gut zu erkennenden restlichen Barthärchen wirken nun noch deplazierter.
Das gehe ich duschen. Das erste was ich im Bad bemerke ist ein Spiegel. Leider recht beschlagen, aber ein Spiegel. Dann steige ich unter die Dusche. Als der Wasserstahl meine Brüste berührt zucke ich zunächst etwas erschrocken zusammen. Es tut nicht mehr weh und um die Implantate als Fremdkörper zu spüren, muss ich mich schon etwas konzentrieren. Aber meine Brustwarzen sind total empfindlich geworden und auch insgesamt scheinen mein Brustbereich nun sehr viel empfindlicher als vorher. Dann bemerke ich, dass sich meine Brustwarzen verfärbt haben und deutlich größer geworden sind.
Schließlich gewöhne ich mich etwas an dieses neue Gefühl. Dann versuche ich mir meine langen Haare zu waschen. Das ist deutlich schwieriger als ich es mir gedacht habe. Ich erinnere mich, wie ich meiner Schwester früher beim Haare waschen zugeschaut habe. Schließlich gelingt es mir doch halbwegs gut meine Haare in den Griff zu bekommen. Ich spüre das Gewicht der langen nassen Haare deutlich. Als ich fertig bin, versuche ich es wie Hannah zu machen. Die Haare mit dem Handtuch zu umwickeln klappt beim zweiten Versuch. Aber das Große Handtuch über den Brüsten zusammenzustecken, dass gelingt erst etwas später. Im Zimmer zurück ist Hannah eine große Hilfe. Sie erklärt mir die kleinen Kniffe beim Fönen und Kämmen. Schließlich sind wir beide soweit fertig.
Heute hat man uns statt der roten Trainingsanzüge neben einem frischen Slip und einem passenden BH mit recht viel Spitze noch weiße Bademäntel hingelegt.

Anni
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Re: Doku Soap

Post 74 im Thema

Beitrag von Anni » Sa 26. Sep 2015, 09:49

Hallo Sandra )))(:

auch an Dich ( wie eben vor Kurzem an Magdalena ) mal ein Danke ! für Deine Geschichte (smili)

Über die Authentizität solcher " modernen Märchen " mag ich nicht streiten - ich genieße sie einfach :wink:

Die Story hat Potenzial ... da freu ich mich auch schon auf die Fortsetzungen - lass uns nicht zu lange warten !

LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw

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Re: Doku Soap

Post 75 im Thema

Beitrag von Banny » So 27. Sep 2015, 07:11

Hallo
Eine tolle Geschichte warte immer gespannt wann es weitergeht. Hab nur eine Frage was wurde mit seinen P...s gemacht?? Oder hab ich das überlesen

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