Doku Soap - # 7
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Drachenwind
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Re: Doku Soap
Hi Sandra,
also ich finde deine Geschichte noch immer gut und bin immer sehr neugierig, wie es weitergeht.
Einen gravierenden Fehler hat sie aber, die Fortsetzungen sind immer sooooo kurz .............
also ich finde deine Geschichte noch immer gut und bin immer sehr neugierig, wie es weitergeht.
Einen gravierenden Fehler hat sie aber, die Fortsetzungen sind immer sooooo kurz .............
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Lea Michele
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Re: Doku Soap
Hallo ihr Lieben
Zwar kurz, aber wunderschön!!!!!!!!
LG Lea Michele

Zwar kurz, aber wunderschön!!!!!!!!
LG Lea Michele
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
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Christine
Re: Doku Soap
Super Geschichte; hach, warum erleb ich nicht so etwas...
Ich freue mich auf weitere Abenteuer..
C.
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sandra93
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Re: Doku Soap
Als mich seine Lippen berühren, scheint die Zeit stillzustehen. Wie in Trance lasse ich es geschehen. Er streichelt mich und ich beginne seine Küsse zu erwidern. Jeder Kuss, jede seiner Berührungen verursachen einen wohligen Schauer am ganzen Körper. Ich spüre, wie er mich zu sich heranzieht und die harte Beule in seiner Hose. Nach einer gefühlten Unendlichkeit, schaffen wir es ein wenig voneinander zu lassen. Immer noch stehen wir eng beieinander. Sehr sanft streicht er mir durch das Haar. "Das war wunderschön.", flüstere ich. Wieder küsst er mich sanft, fast schüchtern. Diesmal kann ich nicht anders und ich möchte ihn am liebsten verschlingen. Meine Brustwarzen sind extrem erregt und den Schmerz zwischen den Beinen spüre ich kaum. Seine große sportliche Figur fühlt sich sehr gut an.
Dann piepst mein Handy. Langsam kehre ich in die Wirklichkeit zurück. Es ist die Erinnerung, dass in einer halben Stunde mein letzter Zug fährt. Etwas weiter weg sehe ich Julia und Sven auf einer Bank.
Wir lassen uns los und gehen zu den beiden herüber. Julia will etwas sagen, aber dann lächelt sie mir nur zu. Mark schlägt vor, mich zum Bahnhof zu bringen und in ich stimme freudig zu. Dann verabschieden wir uns noch, auch von Kati, die meint, sie müsse ja nicht alles filmen. Marks Auto ist natürlich etwas Besonderes; ein Mini des ersten Jahrgangs im Original rot.
Natürlich bringt er mich noch bis zum Bahnsteig und der Abschiedskuss ist auch unvergesslich. Mir stehen die Tränen in den Augen. Er wischt sie mir vorsichtig weg. Dann sagt er sehr leise: "Das war heute der perfekte Tag für mich. Ich weiß, dass es nicht einfach weitergehen kann, aber wenn du jemals beschließen solltest eine Frau zu bleiben, dann will ich dich unbedingt wiedersehen. Denn das bist du jetzt. Eine wunderschöne Frau zwar nur auf Zeit aber eine Frau das bist du und das weist du auch."
Im Zug denke ich sehr, sehr viel nach. Erst will ich es nicht wahrhaben. Aber heute bin ich wirklich eine Frau gewesen. Ich habe mich einfach darauf eingelassen und es hat mit einfach mit einer wahnsinns Geschwindigkeit mitgerissen. Im Zug lese ich diesmal extra keinen Liebesroman. Stattdessen vertiefe ich mich in den Sportteil einer liegen gebliebenen Tageszeitung. Trotzdem muss ich den vergangenen Tag immer wieder Revue passieren lassen. Dann wird mir langsam klar was mich so verwirrt. Wenn ich zurückblicke war es ein sehr schöner Tag und dass ist total verwirrend für mich. Ich hab einfach versucht zu vergessen, dass ich keine Frau bin; das hat geklappt und dann war der Tag einfach nur schön. Im Grunde ist es eigentlich logisch. Warum sollen Frauen keinen Spaß am Leben haben? Es war ein schöner Tag als Frau. Über Marks Abschiedsworte muss ich auch sehr lange nachdenken. "..beschließen, eine Frau zu bleiben." Für ihn bin ich schon jetzt ein Mädchen. Nur für ihn? Eigentlich für jeden, der mich nicht kennt. Aber eine Frau zu bleiben, dass ich einfach absurd. Dafür waren die vergangenen 18 Jahre einfach zu schön und zwischen den Beinen, da kommt mir kein Chirurg dran.
Als ich in der Klinik ankomme schläft Hannah schon fest. Leise schleich ich mich ins Bad uns ziehe mich um. Beim Ausziehen bemerke ich die Bikinistreifen von Sonnenbaden. Kritisch betrachte ich meinen Busen. Ob die Form nicht zu künstlich aussieht. Auch habe ich etwas Sorgen, dass man andere die Narben in meinem Gesicht erkennen können. Als ich fertig abgeschminkt bin schaue ich in den Spiegel und mache mir etwas Sorgen, dass das mein Gesicht doch etwas zu männlich ausschaut.
Schließlich gehe ich zurück ins Zimmer und versuche Hannah nicht zu wecken. Ich will erst einmal schlafen und sie ist bestimmt wahnsinnig neugierig.
Dann piepst mein Handy. Langsam kehre ich in die Wirklichkeit zurück. Es ist die Erinnerung, dass in einer halben Stunde mein letzter Zug fährt. Etwas weiter weg sehe ich Julia und Sven auf einer Bank.
Wir lassen uns los und gehen zu den beiden herüber. Julia will etwas sagen, aber dann lächelt sie mir nur zu. Mark schlägt vor, mich zum Bahnhof zu bringen und in ich stimme freudig zu. Dann verabschieden wir uns noch, auch von Kati, die meint, sie müsse ja nicht alles filmen. Marks Auto ist natürlich etwas Besonderes; ein Mini des ersten Jahrgangs im Original rot.
Natürlich bringt er mich noch bis zum Bahnsteig und der Abschiedskuss ist auch unvergesslich. Mir stehen die Tränen in den Augen. Er wischt sie mir vorsichtig weg. Dann sagt er sehr leise: "Das war heute der perfekte Tag für mich. Ich weiß, dass es nicht einfach weitergehen kann, aber wenn du jemals beschließen solltest eine Frau zu bleiben, dann will ich dich unbedingt wiedersehen. Denn das bist du jetzt. Eine wunderschöne Frau zwar nur auf Zeit aber eine Frau das bist du und das weist du auch."
Im Zug denke ich sehr, sehr viel nach. Erst will ich es nicht wahrhaben. Aber heute bin ich wirklich eine Frau gewesen. Ich habe mich einfach darauf eingelassen und es hat mit einfach mit einer wahnsinns Geschwindigkeit mitgerissen. Im Zug lese ich diesmal extra keinen Liebesroman. Stattdessen vertiefe ich mich in den Sportteil einer liegen gebliebenen Tageszeitung. Trotzdem muss ich den vergangenen Tag immer wieder Revue passieren lassen. Dann wird mir langsam klar was mich so verwirrt. Wenn ich zurückblicke war es ein sehr schöner Tag und dass ist total verwirrend für mich. Ich hab einfach versucht zu vergessen, dass ich keine Frau bin; das hat geklappt und dann war der Tag einfach nur schön. Im Grunde ist es eigentlich logisch. Warum sollen Frauen keinen Spaß am Leben haben? Es war ein schöner Tag als Frau. Über Marks Abschiedsworte muss ich auch sehr lange nachdenken. "..beschließen, eine Frau zu bleiben." Für ihn bin ich schon jetzt ein Mädchen. Nur für ihn? Eigentlich für jeden, der mich nicht kennt. Aber eine Frau zu bleiben, dass ich einfach absurd. Dafür waren die vergangenen 18 Jahre einfach zu schön und zwischen den Beinen, da kommt mir kein Chirurg dran.
Als ich in der Klinik ankomme schläft Hannah schon fest. Leise schleich ich mich ins Bad uns ziehe mich um. Beim Ausziehen bemerke ich die Bikinistreifen von Sonnenbaden. Kritisch betrachte ich meinen Busen. Ob die Form nicht zu künstlich aussieht. Auch habe ich etwas Sorgen, dass man andere die Narben in meinem Gesicht erkennen können. Als ich fertig abgeschminkt bin schaue ich in den Spiegel und mache mir etwas Sorgen, dass das mein Gesicht doch etwas zu männlich ausschaut.
Schließlich gehe ich zurück ins Zimmer und versuche Hannah nicht zu wecken. Ich will erst einmal schlafen und sie ist bestimmt wahnsinnig neugierig.
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Beatrix
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Re: Doku Soap
Danke für die Fortsetzung
, dann kann ich jetzt ja auch beruhigt schlafen gehen ...
Nachtrag:
Ich habe mal ein paar Lieblingslieder zusammengestellt die meines Erachtens gut zu den letzten beiden Teilen passen.
Nachtrag:
Ich habe mal ein paar Lieblingslieder zusammengestellt die meines Erachtens gut zu den letzten beiden Teilen passen.
Zuletzt geändert von Beatrix am Do 22. Okt 2015, 23:33, insgesamt 1-mal geändert.
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
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Drachenwind
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Annabelle-R.
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Re: Doku Soap
Wirklich eine tolle Geschichte, Sandra, da hast Du ja wohl die Fantasien der meisten von uns voll getroffen.
Bei der letzten Folge mußte ich doch tatsächlich bei der Kußszene ein paar Rührungstränchen verdrücken.
Mich hast Du jedenfalls angefixt, das ist klar, dieses schöne Märchen werde ich weiterverfolgen.
Liebe Grüße
Annabelle
Bei der letzten Folge mußte ich doch tatsächlich bei der Kußszene ein paar Rührungstränchen verdrücken.
Mich hast Du jedenfalls angefixt, das ist klar, dieses schöne Märchen werde ich weiterverfolgen.
Liebe Grüße
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Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
Kurt Tucholsky
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sandra93
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Re: Doku Soap
Die Einladungslisten. Endlich sind sie fertig. Hannah hat mich davon überzeugt auch meine alten Kumpel von der Schule einzuladen. Heutzutage ist man ja viel toleranter. Auch Mark meint, das sei kein Problem. Er hat enorm zugenommen aber an den richtigen Stellen seit es noch mehr Bodybuilding macht. Auch das Teil zwischen seinen Beinen ist durch das tägliche Training mit mir nicht kleiner geworden. Ich habe furchtbare Angst die Einladungen rauszuschicken. Als mich mein Vater schließlich in die Kirche führt will ich mich umdrehen und weglaufen. Aber ich bin wie gelähmt und gleichzeitig schwerelos er schiebt mich gegen meinen Willen zum Altar, wo Mark auf mich wartet. Die Beule in seiner Hose ist riesig, aber niemand scheint das zu bemerken. Stattdessen sitzen meine Kumpels in Schalke Trikots in der ersten Reihe und halten eine großes Transparent mit der Aufschrift Schwuchtel in die Höhe. Ich kann mich immer noch nicht bewegen, aber alle feuern mich an mit lauten Schwuchtel rufen. Es ist schrecklich, aber ich kann mich nicht bewegen. Schließlich sehe ich Hannah. Sie trägt einen Schalke Minirock. Freude strahlend entreißt sie mich meinem Vater und führt mich zum Altar. Laura, "Willst du diesen Mann zu deinem"¦" In letzter Verzweiflung schreie ich scheinbar lautlos "Neiiiin.."
Dann werde ich wach und erblicke Hannah. Sie trägt ein blaues Shirt und hat sich sanft über mich gebeugt. Etwas erschrocken weicht sie zurück und fragt mich, was los sei. "Nur ein blöder Traum", erwidere ich. Dann setzt sie sich auf meine Bettkante; ich richte mich auf und dann muss ich alles haarklein erzählen. Natürlich stellt sie wahnsinnig viel Fragen nach Mark, obwohl sie merkt, dass ich nicht alles erzählen will. Schließlich rücke ich mit der ganzen Wahrheit raus; das wir uns geküsst haben. "Aber es war wirklich nicht meine Schuld," betone ich. "Ich war einfach nur völlig verwirrt und wusste nicht, was ich tun sollte. Er hat mich einfach genommen." "und du hast dich einfach nicht getraut nein zu sagen. Damit er nicht so traurig ist. Das klingt nicht so ganz glaubhaft, Laura. Ich glaube einfach, du fandest es sehr, sehr schön. Und jetzt schämst du dich, dafür das dir der Kuss eines Jungen gefallen hat." Ich werde rot und nicke. "Weißt du, dass du ganz schön spießig und verklemmt bist. Du hast bestimmt noch nie einem Jungen geküsst. Oh, verzeih. ..von einem Jungen küssen lassen. Und nun meinst du, du bist auf einmal schwul." Sie hat Recht und ihre Worte treffen mich sehr. Aber statt aufzubegehren schaue in nur betreten zu Boden. Dabei weiß ich gar nicht genau, wofür ich mich schäme. Das ich schwul geworden bin oder dass ich so verdammt intolerant bin. Sie legt ihren Arm um mich: "Versuch doch einfach unkomplizierter zu denken. Da ist ein Mensch, den du sympathisch findest. Und es ist angenehm mit einem Menschen den du magst, Zärtlichkeiten auszutauschen. Im Grunde ist es ziemlich egal ob es ein Mann oder eine Frau ist. Glaub mir, ich weiß das recht gut. Du hattest bislang einfach keine Gelegenheit, die andere Seite auszuprobieren und jetzt bist du etwas verwirrt, dass man als Junge, der du ja bist —sonst hättest du nicht so einen Müll erzählt und versucht etwas mit mir anzufangen — auch mit anderen Jungs Spaß haben kann. Hey, freu dich einfach. Du kannst nicht nur mit der Hälfte der Menschheit, du kannst mit allen Spaß haben."
Auf einmal komme ich mir sehr albern vor. Mir wird klar, bis heute Morgen war ich einfach ein kleiner engstirniger Spießer. Wir leben in einer freien Welt und da ist es einfach dumm, wenn man nicht das tut, wozu man Lust hat. Und gestern hatte ich Lust, geküsst zu werden. Und es war wunderschön. Das Kribbeln in meinem Bauch, das Gefühl seiner Zunge, seine starken Arme zu spüren und mich völlig fallen lassen zu können. Es war einfach nur schön. Warum soll ich mich für einen wunderschönen Abend schämen? Dann erzähle ich ihr auch die letzten Details. Wie sich seine rauhes Gesicht angefühlt hat, und seine Brusthaare.
Die nächsten zwei Wochen sind dann fast schon Routine. Regelmäßige Logopädie, Verfeinerung der weiblichen Bewegungen und des Verhaltens. Etwas nervig ist das auswendig Lernen unserer "Coverstory". Für Außenstehende soll es eine Art Aschenputtelprojekt sein. Ich bin angeblich von einer drogenabhängigen alleinerziehenden Mutter großgezogen worden und war bis vor einem Jahr stark magersüchtig. Nun soll ein Jahr den Luxus verwöhnter Vorstadtkinder erleben. Aber das Lernen nervt. Da sind die ekligen Details die ich mir merken muss und jeden Detail muss stimmen und zusätzlich muss ich auch noch einige Geschichten aus meiner erfundenen Jugend bereit halten. Hannah hat es noch schlimmer erwischt. Sie ist angeblich von ihrem Stiefvater missbraucht worden. Tapfer kämpfen wir uns durch unsere Stories und können es kaum erwarten, endlich in unsere Gastfamilien zu kommen. Schließlich haben wir schon erfahren, dass wir in dieselbe Stadt kommen.
Dann werde ich wach und erblicke Hannah. Sie trägt ein blaues Shirt und hat sich sanft über mich gebeugt. Etwas erschrocken weicht sie zurück und fragt mich, was los sei. "Nur ein blöder Traum", erwidere ich. Dann setzt sie sich auf meine Bettkante; ich richte mich auf und dann muss ich alles haarklein erzählen. Natürlich stellt sie wahnsinnig viel Fragen nach Mark, obwohl sie merkt, dass ich nicht alles erzählen will. Schließlich rücke ich mit der ganzen Wahrheit raus; das wir uns geküsst haben. "Aber es war wirklich nicht meine Schuld," betone ich. "Ich war einfach nur völlig verwirrt und wusste nicht, was ich tun sollte. Er hat mich einfach genommen." "und du hast dich einfach nicht getraut nein zu sagen. Damit er nicht so traurig ist. Das klingt nicht so ganz glaubhaft, Laura. Ich glaube einfach, du fandest es sehr, sehr schön. Und jetzt schämst du dich, dafür das dir der Kuss eines Jungen gefallen hat." Ich werde rot und nicke. "Weißt du, dass du ganz schön spießig und verklemmt bist. Du hast bestimmt noch nie einem Jungen geküsst. Oh, verzeih. ..von einem Jungen küssen lassen. Und nun meinst du, du bist auf einmal schwul." Sie hat Recht und ihre Worte treffen mich sehr. Aber statt aufzubegehren schaue in nur betreten zu Boden. Dabei weiß ich gar nicht genau, wofür ich mich schäme. Das ich schwul geworden bin oder dass ich so verdammt intolerant bin. Sie legt ihren Arm um mich: "Versuch doch einfach unkomplizierter zu denken. Da ist ein Mensch, den du sympathisch findest. Und es ist angenehm mit einem Menschen den du magst, Zärtlichkeiten auszutauschen. Im Grunde ist es ziemlich egal ob es ein Mann oder eine Frau ist. Glaub mir, ich weiß das recht gut. Du hattest bislang einfach keine Gelegenheit, die andere Seite auszuprobieren und jetzt bist du etwas verwirrt, dass man als Junge, der du ja bist —sonst hättest du nicht so einen Müll erzählt und versucht etwas mit mir anzufangen — auch mit anderen Jungs Spaß haben kann. Hey, freu dich einfach. Du kannst nicht nur mit der Hälfte der Menschheit, du kannst mit allen Spaß haben."
Auf einmal komme ich mir sehr albern vor. Mir wird klar, bis heute Morgen war ich einfach ein kleiner engstirniger Spießer. Wir leben in einer freien Welt und da ist es einfach dumm, wenn man nicht das tut, wozu man Lust hat. Und gestern hatte ich Lust, geküsst zu werden. Und es war wunderschön. Das Kribbeln in meinem Bauch, das Gefühl seiner Zunge, seine starken Arme zu spüren und mich völlig fallen lassen zu können. Es war einfach nur schön. Warum soll ich mich für einen wunderschönen Abend schämen? Dann erzähle ich ihr auch die letzten Details. Wie sich seine rauhes Gesicht angefühlt hat, und seine Brusthaare.
Die nächsten zwei Wochen sind dann fast schon Routine. Regelmäßige Logopädie, Verfeinerung der weiblichen Bewegungen und des Verhaltens. Etwas nervig ist das auswendig Lernen unserer "Coverstory". Für Außenstehende soll es eine Art Aschenputtelprojekt sein. Ich bin angeblich von einer drogenabhängigen alleinerziehenden Mutter großgezogen worden und war bis vor einem Jahr stark magersüchtig. Nun soll ein Jahr den Luxus verwöhnter Vorstadtkinder erleben. Aber das Lernen nervt. Da sind die ekligen Details die ich mir merken muss und jeden Detail muss stimmen und zusätzlich muss ich auch noch einige Geschichten aus meiner erfundenen Jugend bereit halten. Hannah hat es noch schlimmer erwischt. Sie ist angeblich von ihrem Stiefvater missbraucht worden. Tapfer kämpfen wir uns durch unsere Stories und können es kaum erwarten, endlich in unsere Gastfamilien zu kommen. Schließlich haben wir schon erfahren, dass wir in dieselbe Stadt kommen.
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Beatrix
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Re: Doku Soap
Hyper, hyper, hyper äh ich meine natürlich wann geht es weiter, weiter weiter ...???
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
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Veronika
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Re: Doku Soap
Hallo Sandra,
auch ich kann es nicht erwarten das Du die Nächste Folge schreibst. Am liebsten möchte ich sowas selbst erleben.
Schreibe bitte weiter....
Das machst Du einfach super.
LG Veronika
auch ich kann es nicht erwarten das Du die Nächste Folge schreibst. Am liebsten möchte ich sowas selbst erleben.
Schreibe bitte weiter....
Das machst Du einfach super.
LG Veronika
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sandra93
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Re: Doku Soap
Dann kommt der entscheidende Morgen. Wir werden in Gruppen aufgeteilt. Aber es ist nicht ganz so wie erwartet. Zu uns gesellt sich eine sehr rassige Südländerin. Ihre Körbchengröße ist kaum noch natürlich, aber dafür umso beeindruckender. Natürlich trägt sie ein sehr eng anliegendes Kleid, das ihre Figur noch stärker betont. Nikoletta möchte sie genannt werden. Und nachdem sie uns ein paar Minuten zugetextet hat wird es uns klar: Es ist Miss Frozen Jogurt. Aber dann gibt es einen kleinen Trost; wir kommen nach Düsseldorf. Nicht unbedingt die allererste Adresse aber zum Glück nicht irgendwo auf dem platten Land. Trotzdem werden die Fahrt und der anschließende Flug recht anstrengend. Miss Frozen Jogurt redet ohne Punkt und Komma und penetrantes Schweigen unsererseits verbunden mit recht eindeutigem augenrollen hilft nicht viel. Sie scheint beim Kurs dezente weibliche Gestig nicht dabei gewesen zu sein. Als sie schließlich in meiner Verzweiflung darauf anspreche schaut sie mich nur mit großen Augen an. Sie hat gar keine Schulungen mitgemacht wie wir. Nach den OPs wo sie genau wie wir das volle Programm gebucht hat, hat sie eigentlich nur rumgehangen. Dann wird sie aber neugierig und fragt uns aus, was wir alles Lernen dürften. Als wir dann widerwillig erzählen wird sie sehr nachdenklich. "Ich glaube, die wollen mich schnell auffliegen lassen. Ich soll die dumme Kuh sein, die es einfach nicht hinkriegt sich wie eine Frau zu benehmen." Und wenn ich euch beiden Hübschen so anschaue; perfekt gestyled und jede Bewegung sitzt. Da hab ich ja kaum eine Chance. Im besten Fall gehe ich als unterbelichtete Schlampe durch. So steh garantiert kein Jahr durch. Das wäre echt Mist, denn ich brauch das Geld wirklich; sonst hätte ich mich auf diesen Weiberkram nie eingelassen. Mädels, ich weiß ich bin eine Nervensäge, aber ich brauch euch jetzt zum Überleben. Ihr dürft hinterher auch lebenslang bei mir umsonst Jogurt schlürfen und mich auf meiner Finka mit Pool auf Malle besuchen. Vorausgesetzt ihr bleibt hinter auch so hübsch, wie ihr seid. Aber seid doch mal ehrlich: Euch wieder zu kleinen Nerds zurückzuoperieren wäre echt eine Schande". Einen Moment lang tat er? Sie? mir leid. Aber mit den Sprüchen auch noch Hilfe haben wollen; das ist schon schräg. Hannah scheint das ähnlich zu sehen und bis zur Ankunft in Düsseldorf wird kaum ein Wort gesprochen. Dann werden wir von den Kamerateams empfangen. Heute bekommt jede von uns eine eigene Begleitung. Wir werden zum ersten Mal auf unsere Gastfamilien treffen.
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Beatrix
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Re: Doku Soap
Jetzt hab ich wieder einen (zu) kurzen Teil gelesen und nun versuch ich es
mal mit den folgenden Worten: "Mehr, mehr schrie der kleine Häwelmann"
mal mit den folgenden Worten: "Mehr, mehr schrie der kleine Häwelmann"
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
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Re: Doku Soap
Hallo Sandra,
nach wie vor bleibt Deine Geschichte super spannend. Tja, die arme Nicoletta - übergroße Brüste, kein Training und dann noch die Gewissheit rauszufliegen. Mir tut sie leid, auch wenn sie dumme Sprüche macht. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Jeder Mensch kann viel lernen, wenn er nur will. Mal sehen, ob Nicoletta zum Beobachten und Nachahmen geeignet ist. Ich denke, dass ihr vieles peinlich ist, weil sie nicht zugeben will, dass ihr das ganze doch auch gefällt. Wer weiß, in welche Familie sie kommt - vielleicht hat sie eine nette Schwester. Nicoletta klingt auch nicht nach "High Society" - mal sehen, welches soziale Umfeld Nicoletta bekommt.
Schade, dass man von den anderen Mädels so wenig hört - die, die nicht alle das volle Programm an OPs gebucht haben. Gehen die jetzt als Mädels durch? Wohin die wohl alle kommen? Ob sie dieselbe Schule wie Hannah und Laura besuchen? Sind die nett, oder haben sie sich in Zicken verwandelt? Ich stelle mir die anderen etwa so vor: Eugenia deren Eltern von Kasachstan eingewandert sind; Jule, die Violine spielt und Latein LK hatte; Paula, die alle Herrenschritte beim Tanzen bis auf Turnierniveau beherrscht; die Meltem, die schweigsame Türkin; Adriane, die sich super mit Computern auskennt...
Welche Hobbies werden Hannah und Laura wohl auf der Schule haben? Fußball ist wohl ausgeschlossen, oder? Volleyball? Tanzen? Häkeln? Ego Shooter spielen? Jugend forscht Preis für Bio anstreben?
Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich freue mich besonders über die kleinen Teile, die kann man schnell lesen.
nach wie vor bleibt Deine Geschichte super spannend. Tja, die arme Nicoletta - übergroße Brüste, kein Training und dann noch die Gewissheit rauszufliegen. Mir tut sie leid, auch wenn sie dumme Sprüche macht. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Jeder Mensch kann viel lernen, wenn er nur will. Mal sehen, ob Nicoletta zum Beobachten und Nachahmen geeignet ist. Ich denke, dass ihr vieles peinlich ist, weil sie nicht zugeben will, dass ihr das ganze doch auch gefällt. Wer weiß, in welche Familie sie kommt - vielleicht hat sie eine nette Schwester. Nicoletta klingt auch nicht nach "High Society" - mal sehen, welches soziale Umfeld Nicoletta bekommt.
Schade, dass man von den anderen Mädels so wenig hört - die, die nicht alle das volle Programm an OPs gebucht haben. Gehen die jetzt als Mädels durch? Wohin die wohl alle kommen? Ob sie dieselbe Schule wie Hannah und Laura besuchen? Sind die nett, oder haben sie sich in Zicken verwandelt? Ich stelle mir die anderen etwa so vor: Eugenia deren Eltern von Kasachstan eingewandert sind; Jule, die Violine spielt und Latein LK hatte; Paula, die alle Herrenschritte beim Tanzen bis auf Turnierniveau beherrscht; die Meltem, die schweigsame Türkin; Adriane, die sich super mit Computern auskennt...
Welche Hobbies werden Hannah und Laura wohl auf der Schule haben? Fußball ist wohl ausgeschlossen, oder? Volleyball? Tanzen? Häkeln? Ego Shooter spielen? Jugend forscht Preis für Bio anstreben?
Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich freue mich besonders über die kleinen Teile, die kann man schnell lesen.
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sandra93
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Re: Doku Soap
Wir verlassen den Flughafen und fahren Richtung Innenstadt. Auf der rechten Seite kann ich den Rhein sehen. Kati versucht ein wenig Smalltalk. Aber vor Aufregung kann ich mich kaum konzentrieren. Schließlich überqueren wir den Rhein und wenige Straßen weiter scheint alles schon sehr viel wohnlicher. Die Einfamilienhäuser haben alle recht große Grundstücke. Die meisten sind schon etwas älter. Dann halten wir vor einem auf den ersten Blick unauffälligem dreistöckigem Haus aus den 70er Jahren. Dann wird es ernst. Ich steige auf und gehe mit klopfendem Herzen zum Kofferraum. Dort sind meine zwei riesigen Rollkoffer. Es kostest mich sehr viel Kraft, sie herauszuwuchten. Noch vor kurzem wäre das für mich kein Problem gewesen. Aber die Diät und wahrscheinlich auch die Hormone machen sich nun bemerkbar. Ich ziehe die Koffer hinter mir her Richtung Eingang:
Dann schaue ich zum Eingang. An der Straße ist eine Klingel mit einer Kamera darüber. Ein Namensschild kann ich nirgendwo finden. Kati ermuntert mich dennoch zu klingeln. Ich stelle die Koffer ab und drücke den Knopf. Dann höre ich die Stimme einer jungen Frau: "Ja, bitte?"
"Mein Name ist Laura"¦" "Du bist das! Ich bin sofort da." Dann öffnet sich das Gartentor wie von Geisterhand. Schnell ziehe ich meine Koffer hinein. Dann öffnet sich die Haustür und ein Mädchen in meinem Alter kommt mir freudig entgegen. "Hi, ich bin die Ramona und du bist also meine Gastschwester für das nächste Jahr; Bruder passt ja wohl kaum. Du siehst ja echt toll aus. Das so etwas möglich ist! Kaum zu glauben. Nur mit deinen Klamotten, da bekommst du so etwas Probleme. Der Sender war wohl geizig und hat dich nur zu H & M gelassen. Mit so einem Allerweltsoutfit kannst du hier schnell Probleme bekommen. Aber das kriegen wir schon hin. Düsseldorf ist perfekt zum Shoppen; vor allem wenn der Herr Papa einem die richtigen Kreditkarten gibt. Sie nimmt mich an den arm und führt mich Richtung Haus. Ich will meine Koffer greifen, aber sie sagt einfach: Das brauchst du nicht selber zu machen. Darum kümmert sich Maria. Dann führt sie mich in die Küche. In der Mitte ist der Herd mit einer riesigen Arbeitsplatte und an der Seite steht ein professioneller Kaffeevollautomat. Wir Trinken einen Latte Machiato und neugierig fasziniert erkundigt sie sich, wie es mir bislang ergangen ist. Schließlich zeigt sie mir mein Zimmer. Es ist unter dem Dach, aber Zimmer ist nicht die richtige Bezeichnung. Es hat eine große Glasfront mit Blick auf den Rhein. Und es ist eigentlich er eine kleine Wohnung mit Schlafempore, eigenem Bad und einem großen begehbaren Kleiderschrank. Und in der Ecke steht dann auch noch eine Sonnenbank. Meine Sachen sind bereits eingeräumt. Aber der Inhalt der Koffer wirkt trotzdem etwas verloren. Ramona schlägt vor in Ihrem Kleiderschrank zusammen zu stöbern. Er Platze aus allen Nähten und so könne man mein H & M Problem etwas abmildern. Es stimmt wirklich, ihr Schrank platzt aus allen Nähten. Wir haben auch fast die gleiche Größe und kurz darauf haben wir einfach eine Menge Spaß beim Klamotten anprobieren. Ramona hat auch viel schicke Kleider, die alle etwas zu damenhaft aussehen: "Für die Familienfeste," erklärt sie mir. Am Ende überlässt sie mir großzügig eine n ganzen Berg von Tops , Blusen und Pullovern. Aber auch einige totschicke Partykleider und ein Jeansrock mit Seidenapplikation sind dabei. Schließlich verabschiedet sich Kati von uns. Ich bringe kurz meine neuen Sachen in mein Zimmer. Als ich wieder zurückkomme telefoniert Ramona gerade: "Super, dann Treffen wir uns gleich beim Italiener in den Schadowarcaden. Ich hab jetzt wieder Platz im Kleiderschrank." Das hört sich richtig gut an. Dann beendet sie das Gespräch und wendet sich mir zu:
"Also Laura. Wie du ja mitgekriegt hast, bin ich gleich weg. Wenn du Hunger hast in der Küche ist immer Pizza und andere Tiefkühlkost, da kannst du dich einfach bedienen. Mach nicht allzu viel Dreck, Damit Maria nicht so viel Stress hat. Meine Eltern sind noch bis Ende der Woche in Mailand. Du kannst dich also frei bewegen. Trotzdem möchte ich dich bitten das Wohnzimmer nicht zu benutzen. Privatsphäre und so."
Völlig entgeistert schaue ich sie an. Ist das die Ramona mit der ich bis vor wenigen Minuten einfach nur viel Spaß hatte. "Also," fährt sie fort. Das ist überhaupt nichts persönliches. Aber ich mach bei der ganzen Sache natürlich nur mit, damit ich einen Einstieg in eine Fernsehkarriere bekomme. Meine Eltern waren zuerst strikt dagegen, aber dann habe ich sie überzeugen können, dass ich solch eine Chance trotz ihrer guten Beziehungen, so schnell nicht wieder bekomme." Immer noch höre ich eher verdattert zu." Du scheinst ja recht naiv an die ganze ranzugehen, Lauramäuschen. Das zwischen uns, das ist eine rein geschäftliche Beziehung. Wenn die Kamera dabei ist, dann liefern wir unsere Show ab. Aber hast du ernsthaft gedacht, ich stelle dich meinen Freundinnen vor? Also dann bis morgen früh. Um 7.15 müssen wir los zur Schule."
Dann schaue ich zum Eingang. An der Straße ist eine Klingel mit einer Kamera darüber. Ein Namensschild kann ich nirgendwo finden. Kati ermuntert mich dennoch zu klingeln. Ich stelle die Koffer ab und drücke den Knopf. Dann höre ich die Stimme einer jungen Frau: "Ja, bitte?"
"Mein Name ist Laura"¦" "Du bist das! Ich bin sofort da." Dann öffnet sich das Gartentor wie von Geisterhand. Schnell ziehe ich meine Koffer hinein. Dann öffnet sich die Haustür und ein Mädchen in meinem Alter kommt mir freudig entgegen. "Hi, ich bin die Ramona und du bist also meine Gastschwester für das nächste Jahr; Bruder passt ja wohl kaum. Du siehst ja echt toll aus. Das so etwas möglich ist! Kaum zu glauben. Nur mit deinen Klamotten, da bekommst du so etwas Probleme. Der Sender war wohl geizig und hat dich nur zu H & M gelassen. Mit so einem Allerweltsoutfit kannst du hier schnell Probleme bekommen. Aber das kriegen wir schon hin. Düsseldorf ist perfekt zum Shoppen; vor allem wenn der Herr Papa einem die richtigen Kreditkarten gibt. Sie nimmt mich an den arm und führt mich Richtung Haus. Ich will meine Koffer greifen, aber sie sagt einfach: Das brauchst du nicht selber zu machen. Darum kümmert sich Maria. Dann führt sie mich in die Küche. In der Mitte ist der Herd mit einer riesigen Arbeitsplatte und an der Seite steht ein professioneller Kaffeevollautomat. Wir Trinken einen Latte Machiato und neugierig fasziniert erkundigt sie sich, wie es mir bislang ergangen ist. Schließlich zeigt sie mir mein Zimmer. Es ist unter dem Dach, aber Zimmer ist nicht die richtige Bezeichnung. Es hat eine große Glasfront mit Blick auf den Rhein. Und es ist eigentlich er eine kleine Wohnung mit Schlafempore, eigenem Bad und einem großen begehbaren Kleiderschrank. Und in der Ecke steht dann auch noch eine Sonnenbank. Meine Sachen sind bereits eingeräumt. Aber der Inhalt der Koffer wirkt trotzdem etwas verloren. Ramona schlägt vor in Ihrem Kleiderschrank zusammen zu stöbern. Er Platze aus allen Nähten und so könne man mein H & M Problem etwas abmildern. Es stimmt wirklich, ihr Schrank platzt aus allen Nähten. Wir haben auch fast die gleiche Größe und kurz darauf haben wir einfach eine Menge Spaß beim Klamotten anprobieren. Ramona hat auch viel schicke Kleider, die alle etwas zu damenhaft aussehen: "Für die Familienfeste," erklärt sie mir. Am Ende überlässt sie mir großzügig eine n ganzen Berg von Tops , Blusen und Pullovern. Aber auch einige totschicke Partykleider und ein Jeansrock mit Seidenapplikation sind dabei. Schließlich verabschiedet sich Kati von uns. Ich bringe kurz meine neuen Sachen in mein Zimmer. Als ich wieder zurückkomme telefoniert Ramona gerade: "Super, dann Treffen wir uns gleich beim Italiener in den Schadowarcaden. Ich hab jetzt wieder Platz im Kleiderschrank." Das hört sich richtig gut an. Dann beendet sie das Gespräch und wendet sich mir zu:
"Also Laura. Wie du ja mitgekriegt hast, bin ich gleich weg. Wenn du Hunger hast in der Küche ist immer Pizza und andere Tiefkühlkost, da kannst du dich einfach bedienen. Mach nicht allzu viel Dreck, Damit Maria nicht so viel Stress hat. Meine Eltern sind noch bis Ende der Woche in Mailand. Du kannst dich also frei bewegen. Trotzdem möchte ich dich bitten das Wohnzimmer nicht zu benutzen. Privatsphäre und so."
Völlig entgeistert schaue ich sie an. Ist das die Ramona mit der ich bis vor wenigen Minuten einfach nur viel Spaß hatte. "Also," fährt sie fort. Das ist überhaupt nichts persönliches. Aber ich mach bei der ganzen Sache natürlich nur mit, damit ich einen Einstieg in eine Fernsehkarriere bekomme. Meine Eltern waren zuerst strikt dagegen, aber dann habe ich sie überzeugen können, dass ich solch eine Chance trotz ihrer guten Beziehungen, so schnell nicht wieder bekomme." Immer noch höre ich eher verdattert zu." Du scheinst ja recht naiv an die ganze ranzugehen, Lauramäuschen. Das zwischen uns, das ist eine rein geschäftliche Beziehung. Wenn die Kamera dabei ist, dann liefern wir unsere Show ab. Aber hast du ernsthaft gedacht, ich stelle dich meinen Freundinnen vor? Also dann bis morgen früh. Um 7.15 müssen wir los zur Schule."